Düsseldorfer Tabelle 2022

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Herzlichst Euer AE-Team
  • Das OLG Düsseldorf hat am 13.12. 2021 die Düsseldorfer Tabelle - die Unterhaltssätze, die von Umgangselternteilen zu leisten sind - für das Jahr 2022 veröffentlicht.

    https://www.olg-duesseldorf.nr…le/Tabelle-2022/index.php

    Das OLG Düsseldorf erstellt die Sätze in Abstimmung mit den anderen bundesdeutschen OLG. Sie haben keine Gesetzeskraft, sondern sind sog. "Richtlinien", in deren Rahmen die Familiengerichte sowie Beistandschaften sich bewegen sollen "unter normalen Umständen". Heißt: Abweichungen müss(t)en in der Regel gesondert begründet werden.


    Die Abweichungen von der Tabelle 2021 sind nicht groß, sondern bewegen sich im Rahmen des veränderten Mindestbedarfs. Diese Abweichung allein wird in der Regel nicht reichen, um einen Rechtsanspruch auf Gehaltsauskunft außerhalb der üblichen 2 Jahre zu begründen.

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Sie haben keine Gesetzeskraft, sondern sind sog. "Richtlinien", in deren Rahmen die Familiengerichte sowie Beistandschaften sich bewegen sollen "unter normalen Umständen".

    "Unter normalen Umständen" ist für mich die Verständigung der Eltern untereinander, ohne Familiengericht und Beistandschaft.

    Und gerade da ist die Düsseldorfer Tabelle besonders wichtig. Damit man für die einvernehmliche Lösung ohne Fremde eine Basis hat.

  • Das ist interessant. Wir würden zu den gehören, die nach oben rutschen. Wir weiß ich relativ genau, denn wir haben grade nach 10 Jahren das erste Mal gegenseitig Auskunft erteilt.


    Die Frage ist nur, wie würde das vom Ablauf gehen? (Und für mich stellt sich die Frage, ob ich es überhaupt “durchstehen” möchte und den Kindern die Wut antun will). Müsste man dann wieder vor Gericht?

  • Naja. Auskunfterteilung impliziert eigentlich, dass eine Neueinordnung ("Neuberechnung") ansteht. Insofern sollte das keine Überraschung für den Auskunftgebenden sein: Meine Daten werden verwendet ...


    Ich vergleiche das bildhaft immer gern mit der Steuer. Man gibt sein Bruttoeinkommen bekannt, dann bringt man so viel wie möglich in Abzug. Von dem, was übrig bleibt, wird dann die Steuer berechnet. So ist das auch mit der Unterhaltsberechnung. In der Regel ist ziemlich klar, was noch abgezogen werden kann, um das "bereinigte Nettoeinkommen" zu ermitteln, von dem dann sehr simpel der Zahlbetrag ermittelt werden kann.


    Wie bei der Steuer ist es so, dass die genaue Summe der Dinge, die abgezogen werden sollten, nur der Unterhaltspflichtige weiß - und wie bei der Steuer im besten Fall durch Beleg offen legt.


    Erste Frage ist, wie der Unterhalt derzeit festgelegt ist. Also die interne Vereinbarung bzw. den "Titel" (Gericht erstellt? Beistandschaft?) noch einmal durchlesen.


    Ansonsten sich für die Zusendung bedanken und mitteilen, man sähe hier die Stufe X als Berechnungsgrundlage, ob der Eindruck stimme? Dann wären ab 1.1. 2022 XY Euro monatlich fällig.


    Oder man schickt die Beistandschaft beim Jugendamt ins Rennen.


    Vor Gericht muss man nicht. Unterhaltsberechnung ist keine große Kunst, wenn die Zahlen auf dem Tisch liegen und man sich einig ist über Abzüge. Aber es geht an die Geldbörse. Und das Geld fließt gefühlt dem Ex-Partner zu. Das ist oft schwierig ...

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Bap,


    in unserem Falle ist es so, dass wir einen Titel haben für die xxx %. Aufgrund seines Einkommensnachweis liegt KV ungefähr vier Stufen über der jetzigen Kategorie/Stufe. Ich dachte, ich müsste quasi eine neue Stufe "beantragen"...


    Liebe Grüße

    Rosie

  • Aus welchem Grund habt Ihr Euch denn Einkommensauskunft erteilt, mit welcher Absicht? Nach zehn Jahren macht man das ja nicht einfach so ... Und ist das direkt zwischen Euch gelaufen oder waren die Anwälte zwischengeschaltet?


    Ich kenne Leute, bei denen geht das via WhatsApp: "Hej, aufgrund meiner Gehaltserhöhung und nach Blick in die DüTa überweise ich den Kids jetzt monatlich XXX."


    Ich kenne Leute, bei denen wird vor Gericht monatelang über die Erteilung einer Einkommensauskunft gestritten.

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Der Unterhaltsvorschuss ist mit dem Existenzminimum verknüpft. Nicht direkt mit Unterhalt. Hier ist das zustaendige FamMin nicht tätig geworden ... Die Koalition stand noch nicht.


    Die jetztige Unterhaltserhöhung ist ja - bis auf die neuen Zahlklassen 11 bis 15 -, einzig eine Angleichung an die Inflation.

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Aus welchem Grund habt Ihr Euch denn Einkommensauskunft erteilt, mit welcher Absicht? Nach zehn Jahren macht man das ja nicht einfach so ... Und ist das direkt zwischen Euch gelaufen oder waren die Anwälte zwischengeschaltet?


    Ich kenne Leute, bei denen geht das via WhatsApp: "Hej, aufgrund meiner Gehaltserhöhung und nach Blick in die DüTa überweise ich den Kids jetzt monatlich XXX."


    Ich kenne Leute, bei denen wird vor Gericht monatelang über die Erteilung einer Einkommensauskunft gestritten.

    In meinem Fall hat RA nach der Auskunft gefragt. Ich hatte RA gefragt, ob man die Scheidungsfolgevereinbarung im Nachgang ändern kann. Ich wollte nicht mehr eine Quote sondern einen Pauschalbetrag im Mehrbedarf - Na ja und so kamen wir auf die Auskunft um eine "faire" Lösung zu finden. Ich habe natürlich ebenfalls mein Einkommen/Einnahmen offen gelegt. Und die faire Lösung gibt es immer noch nicht. Ich weiss auch noch nicht einmal, ob ich mit der Information etwas machen möchte.