Der/Die Neue vom/von (der) EX

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  • Sagt mal wie geht ihr mit dem Thema "neue/r Partner/in" des/der EX um?


    Ich persönlich hab mit der Neuen meiner Ex ein echtes Problem. Situation: Meine Ex und ich haben uns im letzten Jahr im Mai getrennt. Zwei Wochen später war die Neue da. Und ich habe seit dem den starken Verdacht, dass es sie schon vorher gab, auch wenn meine Ex das abstreitet. Als wir damals gemerkt haben, dass mehr zwischen uns ist als Freundschaft, war sie noch mit einer anderen zusammen. Sie ist auch damals von der einen Beziehung in die neue Beziehung gegangen, keine Trennungsphase, nichts. Sie ist quasi eine Woche später bei mir eingezogen. Wäre es nur meine Ex , die von der Trennung betroffen ist, wäre es mir vermutlich egal geworden ab einem gewissen Zeitpunkt. (Ich habe damals von meiner Tochter erfahren, dass es die Neue gibt, dass hat es nicht besser gemacht :-) )

    Allerdings ist unsere gemeinsame Tochter (damals gerade frisch 2 geworden) mit davon betroffen. Unsere Tochter hat quasi keine "Trennungszeit" erlebt, sondern ist aus der gemeinsamen Wohnung kurzzeitig zu den Großeltern gezogen (um die Ecke von mir), dann in ein Einzimmer Appartement zusammen mit der Neuen und seit März diesen Jahres in eine Wohnung.

    Meine Tochter ist dreimal umgezogen innerhalb eines Jahres, direkt mit der neuen Partnerin ihrer Mami zusammen. (Ach ja, was mich letztes Jahr auch richtig geärgert hat war, dass meine Ex im letzten Jahr direkt eine Woche in Urlaub fahren musste, zusammen mit Neuer, unserer Tochter und ihrer Familie. Frisch getrennt und einen auf "happy family" machen....yeay)

    Dazu kommt, dass die Neue gerade erst 21 geworden ist. Bevor jetzt ein "Aber mit 21 kann man schon so weit sein, sehr erwachsen und das Alter hat gar nichts zu sagen..." kommt: Mit 21 fühlt man sich definitv erwachsen. 21 fühlt sich an, als wüsste man über alles Bescheid, als hätte man einen Plan, wie das Leben funktioniert und die Welt läge einem zu Füßen.

    Das man damit nicht unbedingt richtig ist, merkt man erst, wenn man ein paar Jahre älter ist und deutlich mehr Erfahrungen gesammelt hat.

    Ich selbst hatte mit Mitte 20 auch noch andere Dinge im Kopf als jetzt, mit Mitte 30. Andere Ansichten und Ziele.

    Es hat von Anfang an am meisten wehgetan zu wissen, dass meine Tochter nun nicht mehr mit mir zusammen wohnt sondern mit dieser Neuen.

    Seit wir das Wechselmodell haben, ist das deutlich besser geworden.

    Was ich jedoch überhaupt nicht will ist, dass die Neue sich im Kindergarten blicken lässt. Oder auf Kindergartenveranstaltungen. Alles, was Elternsache ist, hat sie meines Erachtens nicht zu interessieren, bzw.da hat sie sich raus zu halten.


    Wenn ich ihre Visage sehe, möchte ich ihr am liebsten eine zentrieren, was natürlich gar nicht geht. Und nein, ich bin keine Schlägerbarbie und hege auch sonst keinem Menschen gegenüber ein solches Gefühl von "ich würde dir gerne eine reinschlagen". Ich kenne mich so selbst nicht. Ich mag mich so auch nicht.


    Auch nach einem Jahr fällt es mir schwer zu akzeptieren, dass diese Person so viel Platz im Leben meiner Tochter hat.

    Gäbe es meine Tochter nicht, so hätte ich mit meiner Ex nichts mehr zu tun, dann wäre es völlig egal, was sie treibt.


    Geht es euch anderen ähnlich?

    I don´t suffer from insanitiy, i enjoy every minute of it8):evil:

  • Geht es euch anderen ähnlich?

    Hallo PancakeGreta,


    die ersten Monate ja. Dann im Laufe der Jahre gab es immer wieder mal Situationen in denen ich kurz verletzt war,weil mein Gold irgendetwas raus gehauen hat. Aber eben echt nur „kurz“ und für einen Moment.

    Lieg wohl auch ein wenig am Alter des Kindes.

    Meine Grundhaltung war aber schon: Ein Mensch mehr der meine Tochtter lieb hat und den sie lieb haben kann.


    vg von overtherainbow

  • Huhu Greta,


    ich kann dich total gut verstehen! Nach 2 Wochen ersetzt werden, nachdem man gemeinsam ein Kind hatte - wow...


    Die entscheidende Frage an der Stelle, um deinen Frust zu überwinden, ist vermutlich die, wer da wirklich die Verantwortung trägt. Ist das tatsächlich die neue Partnerin, die sich da so rein gedrängt hat? Will die sich überhaupt bewusst irgendwo rein drängen oder ist sie aufgrund ihrer Jugend und Unerfahrenheit da in irgendwas rein gestolpert und dann einfach mitgeschwommen, weil das leichter und den Hormonen passender war als dagegen zu schwimmen?


    Bei deiner Ex könnte es da ein Muster geben, sagst du. Vielleicht ist das also eher ihre Verantwortung als die der Next? Da kann man jetzt ewig Psycho-Analyse und Schuldzuweisungen betreiben, ich weiß. Und das macht auch sicher irgendwo Spaß, aber es hilft dir nicht, über diese blöde Situation hinweg zu kommen. Was aber helfen könnte, wäre ein Blick weg von Ex und Next und hin zu dir: Du willst nicht, dass irgendeine Next irgendwann über dir steht in der Zuneigung deiner Tochter. Klar, wer will das schon? Du bist aber nunmal die Mutter deiner Tochter, das lässt sich nicht so schnell kaputt machen. Du kennst und verstehst sie, du liebst sie und du bist erfahrener in der Rolle Erwachsene / Mutter als die Next. Ach ja, und außerdem bist du natürlich cool und für deine Tochter bestimmt eine Superheldin 8) Wo soll die Next dir denn langfristig bitte das Wasser reichen können? Mal ganz ehrlich ;)

    Und wer weiß denn, wie lange die Next da überhaupt bei euch mit mischt? Mit Anfang 20 ändert sich doch noch so viel, die kann ganz plötzlich auf und davon sein und dann bist du immer noch da, um deine Tochter aufzufangen, wenn die Mitbewohnerin der anderen Mama plötzlich weg ist und deine Ex sich entweder in Selbstmitleid suhlt oder schon wieder in die nächste Beziehung stolpert, ohne mal rechts und links zu schauen.


    Nachtrag: Das sagt sich immer alles leichter, als es ist, ich weiß. Aber vielleicht hilft es, wenn du dir Selbstvertrauen einredest - ganz konsequent, so lange, bis du selbst dran glaubst. Und wenn dann irgendwer ankommt, kannst du ganz locker sagen "Bitch, please, ich bin hier die *MUTTER* dieses Kindes, du kannst mir gar nichts!"

    "No one can make you feel inferior without your consent" Eleanor Roosevelt

    Einmal editiert, zuletzt von leslie_w ()

  • Ach so, noch dazu, wie es mir geht:


    Der KV hat sich in die Arme einer anderen geflüchtet, als es ihm mit Baby und geschaffter Partnerin zu Hause zu viel wurde. Er war dann der Meinung, dass er in diese Dame verliebt sei und sich auch deshalb von mir trennen müsse. Ich habe ihm ziemlich direkt gesagt, was für ein Quatsch das ist und dass er nicht in sie verliebt ist, sondern sich nur zu ihr flüchtet, weil's daheim gerade anstrengend ist und er da jetzt auf sie projiziert. (Sie hat übrigens das gleiche gemacht, weil ihre frisch geschlossene Ehe auch nicht so lief, wie gedacht.) Sie war zwar in seinem Alter, hat sich aber wirklich so *richtig* naiv und dumm verhalten und mich damit tierisch auf die Palme gebracht - ganz ehrlich, die Frau hat jedes verfluchte Fettnäpfchen und jeden Denkfehler mit Anlauf genommen und hinterher rehäugig und übertölpelt geguckt. Ich war da sowohl für mich als auch seine anderen Ex-Partnerinnen (von denen ich zwei kennen lernen durfte) *richtig* beleidigt, dass wir coolen, starken Frauen mit diesem dummen kleinen Mädchen auf eine Stufe gesetzt werden sollten. Dem dummen kleinen Mädchen hab ich damals auch an den Kopf geknallt, dass sie in Reichweite meines Kindes nichts mehr verloren hat. Kaum war dann unsere Trennung Fakt, hatte sich das mit der "Dame" aber auch ganz schnell erledigt. Leslie hat nämlich recht behalten, das war reine Projektion und mit etwas klarerem Kopf hat der KV dann selbst gemerkt, dass naive kleine Mädchen keine gute Wahl sind, wenn man schon selbstständig geradeaus denken kann. Hoch angerechnet hab ich ihm, dass er mir das gesagt und damit im Nachhinein zugegeben hat, dass ich recht hatte und ihn vielleicht doch ein bisschen kenne.


    Irgendwann gab es dann die erste ernsthafte Next, die ich aber nie kennen gelernt habe und die meines Wissens auch keinen Kontakt zu unserer Tochter hatte. War mir dann auch egal. Nun ist der KV seit über einem Jahr in einer ernsthaften Beziehung mit einer Dame, die selbst eine Tochter im gleichen Alter hat. Die wurde mir nebst Nachwuchs auch offiziell vorgestellt und mein Eindruck war, dass die bestimmt eine ganz coole Person ist. Mittlerweile wohnen KV und sie zusammen und unsere Kurze ist jedes zweite Wochenende dort, manchmal auch länger. Nach max. 4 Tagen will sie aber wieder zurück zu Mama. Ich bin da jetzt ganz entspannt. Ich bin über die Trennung bestimmt noch nicht 100% hinweg (ist ja auch erst 3 Jahre her und der KV ist halt schon einer von den Guten), aber ich kann mit dieser Next prima leben und meine Tochter lässt keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie KV, Next und deren Tochter zwar sehr lieb hat, dass Mama aber die unangefochtene Superheldin ist. Das reicht mir fürs Erste :)

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    Einmal editiert, zuletzt von leslie_w ()

  • Nein, schön ist das nicht, und ich verstehe das Gefühl, so irgendwie (aus Deiner Sicht) ersetzt zu werden. Als wäre man ein Gegenstand, welcher eben mal ausgetauscht wird, weil er kaputtgegangen ist.


    Für Deine Tochter ist es vielleicht "ihre" Normalität. Es ist einfach so, wie es ist. Du wirst das Verhalten Deiner Ex nicht ändern können, auch wenn es Dir gehörig gegen den Strich geht.


    Du mußt die Ex nicht mögen, und auch ihre Next nicht. Schwierig würde es dann, wenn Deine Tochter sich da nicht wohl fühlt. Das Beste, was Du Deiner Tochter tun kannst, ist, ihr eine gute Mutter zu sein. Und dazu gehört auch, die Ex in allen Belangen loszulassen, auch was die Gestaltung ihrer Partnerschaften angeht. Vielleicht kann sie einfach nicht alleine sein? Ihr Problem, wie eigentlich fast alles andere auch. Jeder Gedanke ist vermutlich einer zuviel. Das ist es nicht (mehr) wert.

    A smile a day sweeps the sorrows away

  • Und wenn dann irgendwer ankommt, kannst du ganz locker sagen "Bitch, please, ich bin hier die *MUTTER* dieses Kindes, du kannst mir gar nichts!"

    :D Ich bin im Prinzip völlig bei dir, meine Next hat auch schon meinen Mittelfinger gesehen und zur gleichen Zeit bin ich Next wo die Kinder bei uns leben und da seh ich etwas anders.


    Ich bin die Trulla, die kocht, wäscht, putzt, Hausaufgaben unterstützt. Schlübber, Hosen Shirts kauft. Monster verjagt, beim Fußball gröhlt, Wundschwester, Trösterin, Geburtstagskuchenbäckerin ist. Die die dem 15jährigen den ersten Rasierer gekauft hat und ihm im Bad eine Schale mit Kondomen hingestellt hat.


    Also, ich bin nicht die leibliche Mutter, aber die, die alle Dinge macht die eine Mutter zu tun hat und sich trotzdem zeitlebens von Außenstehenden anhören darf, Bitch du bist nicht die Mutter...


    Und da denke ich dann ihr Dampflabertaschen, redet man, ohne mich würde aus den Jungs soviel weniger werden, denn ich geb ihnen ein zu Hause. :)

    Es ist besser,
    ein eckiges Etwas zu sein,
    als ein rundes Nichts.

  • Sorry Elin und alle anderen Nexts hier, das war auch nicht gemeint als "Ihr seid nischt und ihr könnt nischt." - schon gar nicht bei dir Elin, ich les ja immer mit, was du so alles reißen musst für deinen Haufen und hab da großen Respekt vor! Ich wollte damit vielmehr Greta ein Selbstvertrauens-Mantra mit Augenzwinkern zukommen lassen, damit sie erst mal aus dem Feindbild Next raus kann :)


    Aber noch mal im Ernst: Tatsächlich bin ich, je mehr ich darüber nachdenke, primär der Meinung, dass die Ex sich hier einfach reichlich unqualifiziert verhält. Sowohl Greta gegenüber als auch der Next gegenüber. Kurz nach der Trennung von der Mutter des gemeinsamen Kindes gleich mit wem anders zusammen zu ziehen ist schon eher ungeschickt, sowohl der Ex als auch dem Kind gegenüber. Aber dann auch noch eine 21-Jährige in so ein Familien-Drama mit rein ziehen, obwohl bei der doch gerade das Erwachsenenleben erst anfängt und v.a. jetzt anfangen sollte, Spaß zu machen, ist auch nicht gerade verantwortungsvoll. Die arme Next *kann* der Situation doch noch gar nicht gewachsen sein. Da frag ich mich wirklich, wie lange das gut gehen soll, und unterstelle der Ex ein ziemlich kurzsichtiges, wenig durchdachtes und impulsives Verhalten. Meine Hochachtung dann an dieser Stelle an die Next, falls sie das durchsteht. In dem Fall, Greta, würde ich dann sogar sagen, halt dich an die Next, denn wenn die in dem Schlamassel klar kommt, bist du mit der als Ansprechpartnerin in Problemsituationen vielleicht besser bedient :D

    "No one can make you feel inferior without your consent" Eleanor Roosevelt

  • leslie_w : Danke für dein Mantra 8) Das "Bitch, please...." lebe ich schon ziemlich perfekt, dafür habe ich schon zu viel erlebt, mitgemacht und weggesteckt, als dass mir da jemand was könnte :-D Dein Ex hat es dir auch nicht leicht gemacht, deine Next zu akzeptieren....wie auch, nach einer solchen Story. Hut ab, dass er es mit Abstand wenigstens zugeben konnte.


    Für meine Kleine bin ich die Mama (Wir haben uns damals auf Mama und Mami festgelegt, damit es leichter für die Mini ist und niemand durcheinander kommt). An Mama kommt von ihrer Seite aus eh nichts ran, darf auch nicht, denn dann wird sie stinkig. Sie ist eifersüchtig auf den Mittleren, wenn sie bei mir ist, darf er nicht mit mir kuscheln oder meinen Bauch streicheln, denn "DAS IST MEINE MAMA!!!!!!!" . Sie hat immer sehr viel Kuschelbedürfnis wenn sie hier ist und schläft bis heute mit bei mir im Bett (obwohl sie ein eigenes hat).

    Die Next wird mir diesen Rang nie streitig machen können, dessen bin ich mit vollkommen bewusst. Es kotzt mich einfach an, dass sie in ihrer naiven Art echt gedacht hat "Oh schau mal, ne frisch getrennte Frau mit Beutekind, geil, will ich haben"..... und jetzt das Privileg hat, mit meiner Tochter zusammen zu wohnen, auch wenn es nur 50% der Zeit über ist.

    Es gibt zu 100% ganz ganz tolle Nexts Elin , das bezweifel ich nicht. Und für viele Kinder ist es ein Segen, dasss es diese Nexts gibt, vor allem wenn diese Menschen sich so sehr für sie einsetzen wie Du das tust! Auch, wenn der Co-Elternteil nicht zur Verfügung steht oder den Kindern nicht gut tut.

    Das ist bei uns ja nicht der Fall, was es vermtlich ätzend für mich macht.


    musicafides Du hast Recht wenn Du sagts, dass jeder Gedanke einer zu viel ist. Ich mache mir auch nicht Tagtäglich ne Platte, dazu habe ich weder die Zeit noch die Lust. Mir passiert es in Momenten in denen ich meine Tochter sehe und mir denke "das hatte ich mir anders für dich gewünscht".
    An meine Ex verschwende ich keine Gedanken, so lange alles mit der Mini klappt, muss ich da keine Energie rein stecken.


    Was ich so übel finde: ich weiß noch genau, wie ich mit Anfang/Mitte 20 drauf war. Wie sehr ich von meiner Meinung überzeugt war und mit dem Kopf durch die Wand musste. Wie ich gedacht habe, das Leben zu kennen, weil ich schon sooooooooo erwachsen war. Little did i know!!!!!!!!!

    Doch je älter ich wurde, je mehr Erfahrungen ich sammelte und an mir und dem Leben wuchs, umso weiter wurde mein Weltbild. Die ersten Jahre im Job, mit Kindern, Rechnungen, Haushalt.....Diplomatie habe ich erst lernen müssen, Selbstreflexion ebenso (gerade auch für meinen Job!)

    Jetzt, mit Mitte 30, betrachte ich Dinge erst aus verschiedenen Blickwinkeln, beor ich mir eine Meinung bilde. Ich sehe nicht schwarz-weiß, ich sehe all die Grauschattierungen dazwischen und weiß, dass ich mit meiner Meinung nicht Recht haben muss.

    Und ich weiß, auch andere Menschen haben genau diesen Entwicklungsprozess durchlebt und erfahren und das im gleichen Altersabschitt.

    Ich glaube manchmal, es gibt kaum zwei Jahrzehnte, die weiter auseinander klaffen mit Meinungen und Lebensbildern als die 20er und 30er.

    Muss ich dazu erwähnen, dass meine Ex 26 ist? :D:D:D:D

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  • "Sagt mal wie geht ihr mit dem Thema "neue/r Partner/in" des/der EX um?"


    Ach ja. Wir kommen gut miteinander aus, die sind ja verheiratet und wenn er sich dann bei mir regelmäßig über sie "ausheult" grinsen wir uns beide eins. Ich kann ja meist schnell wieder die Kurve kratzen und bin aber trotzdem ganz froh, dass sie wieder mit einem vernünftigen Kerl zusammen ist. Das kommt dem Kind was noch bei ihnen lebt ja hoffentlich auch zugute.


    Das ist aber auch der überdrölfte Next, den der zur Trennung geführt hat habe ich ja nicht kennen gelernt und der war ganz schnell Geschichte.


    Also ich hab die immer zivilisiert behandelt, Vorwürfe habe ich gedanklich eher an meine Ex adressiert. Oder auch - nach reichlich Reflexion - an mich selbst. Ob das jetzt viel besser ist weiß ich auch nicht aber wie man auf die Next's "Hass" haben kann habe ich ehrlich gesagt noch nie richtig verstanden.:/


    Vielleicht kannst Du Dich auf die Rolle als Elternteil fokussieren und das andere nicht nur als Bedrohung sehen, sondern erst mal neutral?


    Ihr habt doch ein Wechselmodell? Dann ist doch erst mal alles in Butter.


    Ach so, ich bin damals übrigens ausgezogen, das war dann ein echter Bruch, ich konnte aus bestimmten Gründen einfach nicht mehr in der Familienwohnung bleiben und weil ich vor Ort nichts bezahlbares gefunden habe und von Familie auf quasi Single umgeswitcht bin. Das war echt hart und hat mein Leben komplett auf den Kopf gestellt, so dass ich mir dann auch therapeutische Hilfe suchen musste. Also diese Verlustängste kenne ich auch inkl. Schlaflosigkeit weil man z.B. nachts alleine in der Wohnung ist.


    LG

    ... unn denn bin ick in mir jejangen, war aber ooch nüschd los! :drink ...

  • Ich glaube es ist immer schwierig ist, wenn der Trennungsgrund zu einem Lieblingsmenschen des gemeinsamen Kindes mutieren könnte.

    Nur hat es ja eure Tochter nun nicht verbockt. Ich glaube, man tut gut daran weiter dem Kind Sicherheit und Geborgenheit zu geben und die Tochter nicht in einen Konflikt zu bringen. Wenn die Tochter es möchte, dass die Next z.B. zu einem KiTa -Fest begleitet, dann würde ich meinen Groll herunterschlucken.


    Schwierig finde ich es, wenn man anderen ihr Alter zum "Vorwurf" macht. Das ist ja nicht veränderbar. Und wenn ich es richtig sehe, dann ist deine Ex vom Alter her näher an der Next als an dir. Was für dich also okay war bei deiner EX vom Alter z.B. auf den Bezug deiner eigenen Kinder, ist für Next nicht okay.


    Gedanklich kannst du natürlich Next saure Sahne ins Scheibenwischerwasser kippen oder Fisch unauffindbar in der Wohnung verstecken. Die Gedanken sind frei^^...

  • Naja, ob sie schon zum Ende der Beziehung da war – irgendwie hatte die Beziehung einen Knacks – sonst kommt da niemand zwischen, ich kann dich emotional verstehen, aber rational findest du wahrscheinlich Anzeichen das da schon der Wurm drin war.


    Die Umzüge sind nicht schön, aber das Kind ist noch klein, wenn sie jetzt angekommen sind – alles gut.


    21 ist ne Hausnummer – das kann ich schon verstehen – aber warum nicht – bringt auch neue Blickwinkel ins Leben – immerhin haben die beiden 19 Jahre Abstand – es gibt auchdeutlich weniger – ich bereuhe meine Entscheidungen mit 20 nicht – da habe ich ein Haus gebaut, andere Kinder bekommen.


    Was wäre wenn es sie nicht geben würde? Ein Personen & Kind Haushalt – da gibt es auch viele Vorbehalte ob es einer alleine schafft – oft ist eine weitere Person im Haus eine Bereicherung und Eine zweite Person die auch mal entlasten kann. Gerade in bockigen Phasen ist doch immer gut, wenn sich einer rausnehmen kann und der andere übernimmt.


    Den Stich ins Herz beim Kindergarten kann ich verstehen, ich habe manches mal heimlich geweint – aber ich konnte es meinem Kind nie verwähren, sie wollte alle dabei habenbei Veranstaltungen – auch bei der Einschulung – das war dem Kind wichtig – da musste ich mich zurücknehmen.


    Meine war auch 2 als wir das Leben neu zusammen gepuzzelt haben – einige Damen sind erschienen und verschwunden – eine war 3-4 Jahre da, das war schon deutlich besserals die 2-3 Monats Affären.

  • Ich mache der Next ihr Alter nicht zum Vorwurf, sie kann ja nichts dafür, dass sie noch so jung ist. Was mich ankäst ist die Situation, in der sie ins Leben meiner Tochter getreten ist.

    Ich gönne meiner Tochter eine Menge Menschen, die sie lieb haben, je mehr Menschen sich um sie sorgen, desto schöner für sie.

    Mich käst ab und zu einfach die gesamt Situation an :-) Und ich denke, dass darf es auch.

    Lena_1977 : Es ist sehr leicht in eine Beziehung rein zu kommen, wenn diese gerade nicht zu 100% rund läuft. Es gibt immer Gründe, warum Beziehungen und Ehen auseinander gehen und viele davon haben absolute Berechtigung und sind gut. Allerdings ist es auch sehr einfach, die Finger bei sich zu lassen, wenn man sich überlegt, dass die eigene Entscheidung nicht nur Impact auf sich und das Loveinterest hat, sondern auch für die Kinder, die mit drin hängen.

    Selbst wenn ein Wurm in einer Partnerschaft ist, und es gibt keine Partnerschaft, die nicht in Wellen läuft, denn Du kannst nicht immer nur oben auf der Welle surfen, dann gibt es immer noch die Möglichkeit, diesen Wurm loszuwerden. Wenn man eine Partnerschaft allerdings als etwas ansieht, in dem es immer nur Hochs geben darf und keinerlei Tiefs, in der es immer rund laufen soll, dann ist das fast Utopisch gedacht und nicht haltbar.

    Allerdings legt da jeder Mensch für sich einen anderen Maßstab an und in einer Welt, in dem einem das Wechseln mit einem Wisch sehr leicht gemacht wird, muss niemand mehr Tiefs aushalten und an einer Beziehung arbeiten.


    Ein Personen und Kind Haushalt ist doch genau dann normal, wenn man alleinerziehend ist? Zumindest ist es das, was ich lebe und über viele Jahre gelebt habe. Ist vielleicht nicht immer leicht, aber absolut machbar. Bockige Phasen, Pubertät, Zickerein.....alles alleine erlebt und überlebt :-D Gehört doch dazu, wenn man Elternteil ist, egal in welcher Konstellation.


    Versteh mich nicht falsch, ich habe nicht per se was gegen Nexts. Vater K1 ist seit 10 Jahren verheiratet, ich habe mit seiner Frau selten Probleme gehabt, unsere Trennung liegt auch schon 15 Jahre zurück und war absolut einvernehmlich (Man waren wir noch jung :-D )

    Vater K2 hatte in den ersten 5 Jahren keinen Kontakt zu K2, hat ihn dann gesucht und auch bekommen, war mit seiner neuen Partnerin auf meiner Hochzeit, die Partnerin ist der Grund für den Kontakt zu K2, was ich ihr mehr als hoch anrechne. (Die Dame davor hat den Kontakt zu K2 unterbunden und ihn damals vor die Wahl gestellt, sie oder K2...)

    Ich gönne jedem Menschen sein Glück mit wem auch immer an der Seite, egal ob das ein Mensch ist oder mehrere.

    Es sind die Umstände, die es mir diesmal erschweren, es ist die Situation, aus der die Next entstanden ist, es ist das vergangene Jahr mit allem was gelaufen ist, was so unschön war, dass ich hätte drüber kübeln mögen, dass es mir diesmal nicht möglich macht zu sagen "Hej, schön das es dich gibt".

    Die geballte Ladung an Sch****, die über mir ausgeschüttet worden ist und die ich aufräumen musste (K2 ist von der Trennung ja ebenfalls heftig betroffen, zwischen ihm und meiner Ex gibt es gar keinen Kontakt mehr, obwohl er über die Hälfte seines Lebens mit ihr zusammen gelebt hat), die es diesmal so unfassbar unschön macht. Vor allem war die gesamte Sch**** nicht haltbar, nichts davon hat der Wahrheit entsprochen, aber alles ins richtige Licht zu rücken hat Zeit, Geld und vor allem Energie und Nerven gekostet. (Der Vater meiner Ex hat sich auch eingemischt, das hat es nicht besser gemacht :-D ) Das kann ich gerade nicht alles runterschlucken , die Hand ausstrecken und vergeben. Der Berg ist (noch) zu groß.

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  • Vielleicht kannst Du Dich auf die Rolle als Elternteil fokussieren und das andere nicht nur als Bedrohung sehen, sondern erst mal neutral?


    Ihr habt doch ein Wechselmodell? Dann ist doch erst mal alles in Butter.


    Ach so, ich bin damals übrigens ausgezogen, das war dann ein echter Bruch, ich konnte aus bestimmten Gründen einfach nicht mehr in der Familienwohnung bleiben und weil ich vor Ort nichts bezahlbares gefunden habe und von Familie auf quasi Single umgeswitcht bin. Das war echt hart und hat mein Leben komplett auf den Kopf gestellt, so dass ich mir dann auch therapeutische Hilfe suchen musste. Also diese Verlustängste kenne ich auch inkl. Schlaflosigkeit weil man z.B. nachts alleine in der Wohnung ist.

    Meine Mamarolle fülle ich zu 100% aus, von neutral bin ich aus oben geschriebenen Gründen noch etwas weiter weg.

    Das Wechselmodell war ehrlich gesagt das einzige, was in Frage kam, denn meine Tochter nur alle zwei Wochen zu sehen hätte ich nicht überlebt (hört sich dramatisch an, hat sich jedoch genau so angefühlt und ich kann jeden Elternteil verstehen, dem es genauso geht)


    Ich konnte/Kann aus der Wohnung nicht raus. Die Wohnung hatte ich schon, bevor es meine Ex gab, sie läuft komplett auf mich. Für die Gegend hier (Stuttgarter Speckgürtel) ist sie günstig und groß, finde mal etwas vergleichbares. Außerdem möcte ich den Kindern so viel Sicherheit wie möglich geben, dazu gehört für mich, dass ich sie nicht aus ihrem Umfeld raus reiße. Meine Tochter ist so oft umgezogen im letzten Jahr, gerade für sie finde ich es wichtig, dass sich hier "nichts" ändert.

    Die Schlaflosigkeit kenne ich auch, Alpträume, aufwachen vom eigenen weinen.....ich habe mir in den Wochen nach der Trennung ebenfalls Hilfe gesucht, da ich am Ende war. Diese Hilfe hat gut getan und war zu diesem Zeitpunkt richtig und wichtig.

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  • Ne behalte die Wohnung auf jeden Fall und auch mindestens das Wechselmodell. Das ist schon ideal und mehr als viele andere Trennungseltern hin kriegen.


    Mit der Zeit wächst man in die neue Rolle rein, das geht sicher nicht von heute auf morgen. Gib Dir einfach noch mehr Zeit, das ändert sich manchmal auch leider sehr schnell...


    Wir hatten ja hier am Ende eine Alleinverdiener-Ehe (wo wir so rein geschlittert sind, sie selbst hatte zum Ende hin ihre Berufstätigkeit erst reduziert und dann ganz aufgegeben obwohl das so nicht geplant war und abgesprochen war das auch nicht, aber was machen?!) das ist dann was anderes Ich hätte auch nicht einfach ausziehen sollen aber ich konnte die Wohnung und meine Noch-Frau darin nicht mehr ertragen die war ja täglich zuhause und wenn ich abends von der Arbeit kam saß die halt im schon im Wohnzimmer und hat da mit ihrem Lover gechattet da setze ich mich doch net wie ein Depp daneben und schaue als Abendunterhaltung zu. Und freiwillig den Raum verlassen hat die auch nicht. Gekocht wurde für mich auch nicht mehr und, und und also ich hab das schon als arges Mobbing empfunden. Also das ging nicht mehr. Zugleich konnte ich mit der gar nicht über die Situation der Trennung oder Kinder reden denn die hatte ja nur noch andere "Problemchen" im Kopf. Recht clever von ihr eigentlich aber ich hab die Situation nicht mehr ausgehalten.


    Das Problem mit der Finanzierung hat sie gelöst, in dem kurz nach mir ein Neuer da mit eingezogen ist das fand ich auch krass aber mal ehrlich, zu melden hatte ich da ja eh nichts mehr also hab ich da gar nichts dazu gesagt. Ich wurde da auch nicht mal darüber informiert oder so, sondern von allen vor vollendete Tatsachen gestellt.


    LG

    ... unn denn bin ick in mir jejangen, war aber ooch nüschd los! :drink ...

  • Yogi : Alleinverdienerin war ich auch die ganzen Jahre. Sie hat zwei Studiengänge abgebrochen, weil sie nicht genau wusste, was ihr jetzt tatsächlich liegt (War für mich okay, ich denke die Erkenntnis ob einem eine Studium/Job liegt kommt erst mit dem ersten Semster/dem ersten Arbeiten)

    Jetzt studiert sie im dritten Studiengang , drittes Semester, bis sie Geld verdienen wird, wird es noch dauern. Daher zahle ich auch, obwohl wir das Wechselmodell praktizieren, Unterhalt für die Mini. Das stand für mich auch nie zur debatte, ich möchte, dass es meiner Tochter an nichts fehlt. Den Rest des Lebens finanziert ihr Vater (so wie ihren Anwalt in weiter weg und Urlaub und, und und :-D ) Aber das ist ja sein gutes Recht. Was die Next beisteuert weiß ich nicht, sie studiert ebenfalls (noch), so haben die beiden sich ja kennengelernt :-D

    Da meine Ex letztes Jahr mit unserer Tochter zu ihren Eltern gegangen ist, gab es was die Wohnung betrifft auch nie Diskussionen, ein Glück.

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