Zwischenbilanz

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  • (...)


    Durch räumliche Distanz die Spannungen die Euer Patchworkkonstrukt so mit sich bringt zu lösen, halte ich gar nicht mal für den schlechtesten Ansatz.


    vg von overtherainbow

    Sehe ich auch so.


    Den ersten Satz habe ich mal rausgenommen, aber er steht ja oben.

    Verstehen kann man das Leben nur rückwärts, leben aber muss man es vorwärts.:strahlen

    (frei nach Sören Kieerkegard)

  • Ich bin ja selten sprachlos.


    Du machst ja eins zu eins nach, was deine erste Frau getan hat. 3 Töchter mit dir und dann war sie weg mit Kindern.


    Du glaubst doch nicht im ernst, dass deine jetzige Frau, kampflos ihr einziges Kind dir überlässt. Hoffentlich ist sie so intelligent und weiß wie deine Schritte sind.


    Ich glaub, ich wäre ratzfatz wieder auf den Philippinen...


    Ach und bitte such dir nun keine Indianerin und zeug mit ihr noch ein Kind. =O

    Es ist besser,
    ein eckiges Etwas zu sein,
    als ein rundes Nichts.

  • Emma21

    Ich weiß nicht was du von Schuld gelesen hast. Darum geht's doch überhaupt nicht.

    Du beschreibst zu Beginn deines Posts wie entspannt das WE mit den Kindern war und begründest es damit, dass deine Frau nicht anwesend war. Ergo liegt es wohl an deiner Frau, wenn es Spannungen zwischen dir und deinen Kindern gibt.

  • Meine Frau hat jetzt sehr gut Deutsch gelernt, kann nun anfangen auch eigenes Geld zu verdienen, kann sich jederzeit aus unserer manchmal echt anstrengenden Patchwork Familie rausziehen, ich halte ihr den Rücken frei, für egal was, was sie vorhat.

    Ich finde, dass sie eine wirklich tolle Lebenssituation hat.

    Das fett markierte: Und schon wieder bist du das Opfer und sie hat ne tolle Lebenssituation.

    Nein, das hat sie nicht. Eure Situation zuhause belastet wie so sehr, dass sie lieber in ein kleines WG-Zimmer flüchtet und von eurem Kind getrennt ist, als das weiter auszuhalten.


    Du stellst dich als der Ritter dar, der ihr das alles ermöglicht, ihr den Rückenfreihält und sie machen lässt. Du siehst aber wieder mal nicht deinen Anteil an der Situation und siehst auch nicht, dass auch du mit daran arbeiten musst, damit es anders wird.


    Das bringt mich zum nächsten Fass, das ich vielleicht demnächst hier aufmachen werde, nämlich, dass wir uns offiziell trennen. Meine Frau hat ja ihr eigenes WG-Zimmer, das sie ab und zu nutzt.


    Die 10/14 Tage, die meinen beiden Kinder hier sind, müsste ich zwingend hier im Haus sein. Die 4/14 Tage, an denen sie bei der KM sind, könnten wir spontan und je nach Gefühl entscheiden: machen wir was als kleine Familie zusammen oder möchte meine Frau alleine was mit unserer Tochter machen.


    Aber dieses "eigene Wege gehen wollen " kommt nicht von mir. Es ist ihr Wunsch, sich selbständig ihr neues Leben hier zu erobern.


    wie können wir unser Leben organisieren, dass sie sich dauerhaft glücklich und zufrieden fühlt, in ihrer Ehe mit mir, die sie nicht einengt, sondern einen sicheren Rahmen bietet, im sich weiter zu entfalten und gleichzeitig ihre Tochter bestens betreut, geliebt, versorgt zu wissen.

    Les dir mal diese 4 Zitate untereinander durch.


    Offiziell trennen, sie hat ein WG-Zimmer - an den 4 Tagen, wo deine Kinder bei deren Mutter sind, darf sie zurückkommen und sogar entscheiden, ob sie mit dir zusammen oder aben nur alleine etwas mit eurem gemeinsamen Kind machen will - es ist ihr Wunsch ein eigenes Leben zu führen - sie soll dauerhaft glücklich in eurer Ehe sein, sich entfalten können und das Kind versorgt zu wissen.


    Was, wenn das aber nur deine und nicht ihre Pläne sind? Was, wenn sie nicht dauerhaft mit einem WG-Zimmer zufrieden ist und damit in "ihrem"/eurem Haus nur geduldeter Gast ist? Was, wenn sie beschließt eben nicht WG-Zimmer alleine, sondern Haus oder Wohnung zusammen mit eurem Kind? Würdest du sie dann mit Kind gehen lassen oder argumentieren, dass du ja betreut hast und sie deshalb das Kind nicht zu sich nehmen soll/darf?


    Hast du ihr deine Pläne schon mitgeteilt und ihr auch ehrlich die daraus resultierenden Konsequenzen erklärt? Was sagt sie dazu? Wie sind ihre Pläne?


    Bist du eigentlich wirklich bereit dir einen Therapieplatz zu suchen, um mal ganz ehrlich eine Bestandsaufnahme zu machen und dich auf dem Weg zu machen deine Schwachstellen zu bearbeiten und dir überhaupt zu ermöglichen irgendwann mal eine ehrliche, funktionierende und erfüllte Partnerschaft zu leben? Bisher bist du immer getrieben. Entweder geht eine Frau, weil sie es nicht aushält oder du gehst, weil es nicht so "Sonntags-Familien-Patchwork" funktioniert, wie du dir es erträumst.

    Ich finde es schade, vor allem auch für deine Kinder. Dem Jungen lebst du vor, dass man bei Konflikten eben mal die Frau austauscht, den Mädchen lebst du vor, dass sie funktionieren müssen, weil sie sonst ausgetaucht werden und allen Kindern lebst du vor, dass sie nur "schwierig" genug sein müssen ,damit du die Frau, die du liebst, aus der Familie entfernst, damit die Kinder glücklich sind. Und das alles anstatt daran zu arbeiten, dass euer Patchwork funktioniert. Und dazu gehört nicht nur, dass du "an den Kindern" arbeiten lässt, sondern auch selbst an dir arbeitest.


    Den einzigen Vorteil, den ich gerade sehe. Du kannst nun endlich die Familienhilfe annehmen, die ihr so dringend nötig habt. Nach eurer Trennung hat deine Frau ja kein Mitspracherecht mehr, wenn du sie für deine beiden größeren Kinder annimmst. Das kann ja nur von Vorteil für die beiden sein.

  • Vollbio, auch wenn ich die ein oder andere Reaktion auf Deine Aktualisierung in ihrer Art und Weise "arg drüber" bis unverschämt finde - kamen auch mir beim Lesen ähnliche Gedanken. Als Außenstehender, der nur das weiß, was hier von Dir zu lesen ist, stellt sich einfach so ein Muster dar. Dass Du Dir eine Frau suchst, aus einem anderen Kulturkreis (wobei ich gerade nicht auf dem Schirm habe, wie es sich diesbezüglich mit Deiner ersten Frau verhalt), die Ehe in den Sand setzt, entweder den Kontakt zu den Kindern verlierst, oder aber, aus lauter Angst, dass genau das wieder passiert, alles und jeden kontrollieren möchtest; damit genau das Gegenteil erreichst, wieder in den Sand setzt und mit der nächsten Frau aus wieder anderem Kulturkreis wieder von vorne...


    Diese "anderen Kulturkreise" sind deshalb erwähnenswert, weil es so aussieht, als stünde eine Absicht hinter. Welche auch immer das ist. Mehr Abhängigkeit von Dir, damit sie nicht so schnell weglaufen können, vielleicht. Wobei ich Dir da gar keine böse Absicht unterstellen möchte. Aber es wäre wirklich höchste Zeit für Dich, da mit professioneller Unterstützung mal ganz genau hinzugucken, wo das alles so herkommt...


    Wäre ich Deine aktuelle Frau, könntest Du Dir Deine schönen Pläne in die Haare schmieren. Und so empfinden das wohl die meisten hier.

    Vielleicht ist es aber ja wirklich so, dass das für Deine Frau ganz toll ist - weil anderer Kulturkreis, oder warum auch immer.


    Das mit der Familienhilfe ist auf jeden Fall sehr wichtig für Euch...

    LG
    CoCo



    Halt mich fern von der Weisheit, die nicht weint, von der Philosophie, die nicht lacht, und von der Größe, die sich nicht vor Kindern verneigt.


    ~ Khalil Gibran ~





  • Das, was Coco hier schrieb, finde ich ungeheuer wichtig:


    Diese "anderen Kulturkreise" sind deshalb erwähnenswert, weil es so aussieht, als stünde eine Absicht hinter. Welche auch immer das ist. Mehr Abhängigkeit von Dir, damit sie nicht so schnell weglaufen können, vielleicht. Wobei ich Dir da gar keine böse Absicht unterstellen möchte. Aber es wäre wirklich höchste Zeit für Dich, da mit professioneller Unterstützung mal ganz genau hinzugucken, wo das alles so herkommt...

    Ich würde da gern ergänzen: Relevant ist, dass da ein Muster ist, mir erscheint es so, dass du Partnerinnen nicht auf Augenhöhe suchst, da ist ein Machtgefälle. Das Bikulturelle ist bei dir damit verbunden, dass deine Partnerinnen sich schlicht in der Gesellschaft, in der sie jetzt leben, nicht so automatisch auskennen wie du, sprachlich und kulturell. Und dazu kommt, dass du, so wie sich vieles liest, anscheinend gern bestimmen möchtest, wie es wo langgeht.

    Nicht gut, da musst du ran!

    Die von Coco benannte Absicht ist, wie so oft bei uns Menschen, vermutlich gar nicht deine bewusste, sondern eine unbewusste.

    Ich spreche da übrigens aus "Erfahrung"; ich kenne selbst dieses Partnerschaftsmuster von mir, es ist kein wirklich gutes und stabiles, es pusht nur kurz das Ego vor dem zwangsläufigen Scheitern, weil man eben viel zu unterschiedlich ist und dabei nicht ebenbürtig.


    Und im ganz Praktischen kannst du anfangen zu üben bei der anstehenden Trennung: Sei auf Augenhöhe mit deiner Frau, nicht gönnerhaft.


    (Zu euren Kindern, diesen wie jenen: Seid ehrlich, aber lasst sie aus den Details raus!)

  • Emma21

    Ich weiß nicht was du von Schuld gelesen hast. Darum geht's doch überhaupt nicht.

    Meine Frau hat jetzt sehr gut Deutsch gelernt, kann nun anfangen auch eigenes Geld zu verdienen, kann sich jederzeit aus unserer manchmal echt anstrengenden Patchwork Familie rausziehen, ich halte ihr den Rücken frei, für egal was, was sie vorhat.

    Ich finde, dass sie eine wirklich tolle Lebenssituation hat.

    Worum es mir hier ging, war nicht wie ich sie loswerden, sondern im Gegenteil: wie können wir unser Leben organisieren, dass sie sich dauerhaft glücklich und zufrieden fühlt, in ihrer Ehe mit mir, die sie nicht einengt, sondern einen sicheren Rahmen bietet, im sich weiter zu entfalten und gleichzeitig ihre Tochter bestens betreut, geliebt, versorgt zu wissen.

    Ich denke zum Thema Schuld hat Emma ja schon was geschrieben.

    Unabhängig davon ob es jetzt um Schuld oder Belastung geht, gibt es sicherlich schon bei jedem diesen Part, wo „alleine“ mit den Kindern einfacher ist, als Patchwork.

    Ich denke auch nicht, daß der TE seinen Frauen/Müttern in irgendetwas überlegen ist, oder er sich aus dieser Perspektive Partnerinnen sucht.

    Ich sehe die Ambivalenz eher in dieser pseudo-altruistischen Wahrnehmung Schilderung seiner Welt.

    Die eine Mutter ist gewalttätig und wird qua Erziehungsminderleistung zum UET, während der TE das Kind liebevoll die Treppe hoch schubst in der kritischen Alltagssituation Zähne putzen?


    Auf mich, und das ist natürlich vollkommen subjektiv und im besten Fall falsch, ist das alles sehr ich-bezogen, wenn nicht narzisstisch. Wie gefangen in dem Fatalismus eines Kindes, das sich eben anpassen muß, um emotional überleben zu können.


    Ich lese da einfach zu wenig von Respekt, Haltung, Position..

    So nichts greifbares.

    Da steht ja auch nicht: “Ich mach mir jetzt mal Gedanken warum die Lebenssituation meiner Partnerin so toll ist, daß sie sich trennen möchte und/oder sich der (Patchwork-)Familiensituation entzieht.“

    Und für die Kinder mit der anderen EX, habe ich das auch noch nicht so wahrgenommen.

    Egal welche der beiden.

    Habe ich es vielleicht überlesen?


    Wo ist der Anteil des TE an der Entwicklung?

    Wo findet Veränderung statt, die über eine kurze Einsicht in der Reflektion durch dritte, hinaus geht?


    Vollbio : Was genau lässt Dich annehmen, daß eine Elternschaft auf Distanz im dritten (!) Anlauf so harmonisch und aufopferungsvoll verläuft, wie es sich in Deinem Zitat liest?

    Was erwartest Du im Gegenzug?


    vg von overtherainbow

  • Ergo liegt es wohl an deiner Frau, wenn es Spannungen zwischen dir und deinen Kindern gibt.

    Nein, das ist nicht damit gemeint. Es war lediglich eine Beschreibung wie das Wochenende verlief.


    Das könnte ebenso gut darauf hindeuten, dass es an mir liegt, weil ich es nicht aushalte, friedlich und liebevoll mit meiner Partnerin zusammen zu sein, wenn andere dabei sind, wie hier, meine Kinder und unsere Tochter.

    Oder man könnte auch den Schluss daraus ziehen, dass meine beiden es nicht aushalten, wenn ihr Papa mit ihnen und der "fremden Frau" friedlich und liebevoll zusammen ist.

    Oder ganz anders.


    Leute, in meinem Beitrag am Sonntag ging es mir nicht um Schuld oder Ähnliches, sondern darum, wie wir uns als Familie besser organisieren könnten. Ich wollte mit euch darüber nachdenken, ob, oder inwieweit eine organisatorische und finanzielle Trennung unser System Familie verbessern könnte. Und weiter, wie wir uns ganz praktisch organisieren könnten.


    Es ist ja überhaupt nicht so, dass wir uns nicht mehr liebten. Wir mögen uns sehr, und da meine ich, dass unsere Beziehung, unser einander mögen, auf Liebe, Vertrauen und Gegenseitigkeit beruht. Nicht auf einem Deal, a la "Ich hole dich aus dem Entwicklungsland ins Paradies und du wärmst mir das Bett dafür".

  • Ich glaube, dass ich jetzt langsam den Titel in Schlussbilanz umändern muss.

    Ich liege seit 2 Uhr wach. Meine Frau hatte schon vor Tagen angekündigt , dass Sie gestern, Donnerstag keine Zeit hat, dass sie bei Bekannten ist. Eigentlich war sie in letzter Zeit öfter übers Wochenende weg, und hat sich mit ihren Freundinnen getroffen. Aber diesmal fühle ich mich anders.

    Wir hatten am Abend zuvor darüber gesprochen, wie es weitergehen soll mit uns, sie fühlt sich unfrei mit mir, sagt sie. Ich habe ihr angeboten, dass sie in einer meiner WGs 2 Zimmer haben kann. Da könnte sie mit einer Frau zusammenwohnen, hätte ein Zimmer für sich und eins für unsere Tochter, wenn sie mit ihr alleine sein will. Also nicht mit Tochter und mir zusammen hier im Haus.

    Aber das will sie alles nicht. Sie möchte dann lieber eine 1-Zimmer-Wohnung, aber sie möchte Küche und Bad alles selbst einrichten können. Damit auch ihre Freundinnen sie besuchen können.

    Warum der Besuch hier bei uns im Haus nicht geht? Verstehe ich auch nicht. Aber es ist einfach so, dass sie sich von mir/uns irgendwie abgekoppelt hat.

    Andererseits hat sie die letzten beiden Tagen allen drei Kindern ein warmes Frühstück gemacht. Normalerweise habe ich immer Frühstück für uns alle gemacht. Jeden Morgen Frischkornbrei, Kaffee für mich, Tee für Sie, und für die Kinder was sie sich eben wünschten. In letzter Zeit war das meist Melone. Und für unsere Kleine ein Bananen-Zwieback-Milchbrei oder ein Vollkornbrot in Häppchen geschnitten.

    Jetzt ist sie 2 mal vor mir aufgestanden, hat Reis gekocht, Bacon, Gemüse und allen 3 Kindern ihre Teller hübsch dekoriert aufgelegt und serviert.

    Meine beiden haben schon davon gegessen etwa die Hälfte, und dann saßen sie irgendwie da am Tisch, nichts ging vorwärts, und nach einer ganzen Weile habe ich sie gefragt, ob sie satt seien, und wenn ja, dann können sie doch aufstehen, Zähneputzen und sich fertig machen.

    Nach etwas längerem Zögern sind sie dann los.


    Mich hatte dieses Frühstückmachen meiner Frau an die KM erinnert. Dort bekommen die Kinder ihr Essen ja auch aufgelegt und sie müssen ihre Teller leer essen. Jetzt hatten sie hier vielleicht das Gefühl, sie müssten aufessen und wenn nicht, dass meine Frau sich vielleicht abgelehnt fühlen könnte? Ich weiß es nicht.

    Ich habe ihr später, als wir allein waren gesagt, dass ich das Gefühl hatte, dass das Frühstück die Kinder irgendwie eingeengt haben könnte, da bekamen wir sofort wieder Streit.

    Ich glaube, dass es nicht mehr weitergeht mit uns beiden.


    Solche Dinge, wie jetzt die Sommerferien planen, das kann alles ich alleine machen, und ich weiß nicht für wieviele ich planen soll/kann. Fährt sie mit, bleibt sie hier, habe ich unsere Tochter dann die ganze Zeit, oder nicht?

    Eigentlich könnte sie jetzt aktuell arbeiten, sie hat das Angebot hier am Nürbärland zu arbeiten, und das würde zeitlich perfekt passen. Bis 22. August und ab 20. sind meine beiden von der KM zurück, dass wie dann alle zusammen losfahren könnten.

    Aber sie sucht jetzt lieber eine feste Dauerstelle, will angeblich den C1 Kurs anfangen und will mehr Zeit mit unserer Tochter haben. Dann will sie nächstes Jahr einen zweiten Anlauf mit dem Telekolleg machen, und, und, und. Gestern wäre eigentlich der Musikalische Kurs "Rasselbande" mit ihr und unserer Tochter gewesen, aber da hatte sie ja ihre Verabredung, die anscheinend noch wichtiger als ihre Tochter war.

    Ach Leute, ich weiß nicht, ob unsere Beziehung noch Zukunft hat. Am Montag haben wir unser nächstes Treffen mit dem Familienberater. Er sagt mir immer, dass die Brille der Angst, ganz schlecht ist. Dass ich meine Frau verstehen soll, dass sie jung ist, sich hier orientieren muss, usw.


    Mittlerweile ist morgen, aufstehen, die Kleine fertig machen, weiter leben und machen.

  • Ich habe ihr später, als wir allein waren gesagt, dass ich das Gefühl hatte, dass das Frühstück die Kinder irgendwie eingeengt haben könnte, da bekamen wir sofort wieder Streit.

    Von mir hättest du mehr als eine verbale Abfuhr bekommen! Kannst du nicht einfach mal die Klappe halten und stattdessen deine Frau loben und ihr für ihre Mühe danken? Sie hat sich offensichtlich um deine Kinder bemüht.

    I am a bear of very little brain, and long words bother me. (Winnie-the-Pooh)


    Ein Leben ohne Bücher ist nicht lebenswert. (Erasmus von Rotterdam)

  • Manchmal ist es halt nicht so gut, hinter jedem Verhalten, ob beobachtet oder nicht, etwas zu vermuten, reinzuinterpretieren etc. Das meine ich jetzt wirklich nicht böse. Ich finde auch, dass deine Frau sich mit dem Zubereiten des Frühstücks sehr viel Mühe gegeben hat und über ein Lob hätte sie sich von dir bestimmt total gefreut. ;)

    "Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar" (Antoine de Saint-Exupéry)

  • faith

    Es ist das, was meine Frau (Ich finde das "meine", bei der Bezeichnung des Partners falsch, und auch dass im "meine Frau/mein Mann" werden die Menschen stark reduziert, als ob es das allein ausschlaggebende wäre. Ups, vielleicht ist es das ja 🤔, egal, nur so am Rande, weil mir heute früh es doch ziemlich lächerlich vorkommt von "MEINER Frau" zu schreiben) von sich aus sagt. Dass sie unsere Tochter nicht zerreißen will. Und wenn du unsere Tochter kennen würdest, wüsstest du, was für ein fröhlicher, offener, umsichtiger und rundum glücklicher Mensch sie ist. Also bei ihr ist nichts verkehrt, sie zeigt überhaupt an keiner Stelle, dass sie hier, zusammen mit ihren beiden Geschwistern unglücklich wäre oder dass hier nicht gut für sie gesorgt wäre. Sie braucht definitiv keinen Bruch.

  • über ein Lob hätte sie sich von dir bestimmt total gefreut. ;)

    Ja, da hast du Recht. Hätte ich laut und deutlich gesagt, dass ich es toll finde, dass sie...


    Aber egal was ich jetzt schreibe, egal wie ich es ausspreche, egal wie sehr ich mich bemühe, es einfach nur eine lobende Anerkennung sein zu lassen, sobald ich den Mund aufmache, hört sich alles zynisch und ironisch an. Da lass ich es besser unkommentiert stehen.

  • über ein Lob hätte sie sich von dir bestimmt total gefreut.

    Vollbio : kann es sein, dass Dir ein Danke, ein Ausdruck der Wertschätzung manchmal schwer über die Lippen kommt? Dass Du eher das siehst, was aus Deiner Sicht nicht gut ist? Dass Deine Frau sich von Dir einfach nicht gesehen, nicht wahrgenommen fühlt - und zwar als Partnerin?

    A smile a day sweeps the sorrows away

  • Vollbio... mit dieser Frühstücksaktion zeigst du doch deiner Frau ganz genau, dass sie nix richtig macht bezüglich deiner Großen. Du hast die zwei auf ein Podest gehoben, zum Mittelpunkt eures Lebens gesetzt, ohne ihr da irgendwie eine Chance zu geben.


    Es würde perfekt laufen wenn sie so reagiert, agiert wie dir es passen würde. Das geht aber nicht, dazu müsste sie sich aufgeben und das lässt ihr Selbsterhaltungstrieb nicht zu.


    Die Frühstücksszene wäre für mich der finale Schluss gewesen. Da wäre mir richtig bewusst geworden, dass ich egal was ich leiste, verloren habe und ich wäre mit Kind gegangen.


    Damit du in aller Ruhe weiter für die Großen machen und tun kannst.

    Es ist besser,
    ein eckiges Etwas zu sein,
    als ein rundes Nichts.

  • musicafides

    " kann es sein, dass Dir ein Danke, ein Ausdruck der Wertschätzung manchmal schwer über die Lippen kommt?"

    Das ist eine gute Frage. Mein Selbstbild sagt mir "Nein", ich glaube, dass ich mich sogar deutlich mehr als normalerweise angemessen bedanke, wenn es Gelegenheit dazu gibt.


    Das Problem ist eher, dass hier im Haus mittlerweile oft dicke Luft herrscht. Und wenn ein Streit entbrennt, rufen meine beiden, vor allem mein Sohn, "Aufhören" runter, aber sie hört einfach nicht auf, wenn sie mal angefangen hat loszuwettern.

    Ich denke, dass meine beiden Kinder in höchster Anspannung sind, dass hier mit uns nicht das Gleiche passiert, wie zwischen der KM und mir.


    Sie hat schon öfter von unsrer Trennung gesprochen, wie sie dann alleine lebt, auch mal, dass sie unsere Kleine für ein oder mehrere Jahre mit auf die Philippinen nimmt, hat das dann aber immer wieder nachdem ihre Wut verraucht war, zurückgenommen. Letzte Woche war wieder mal die Trennung ausgesprochen, aber diesmal ohne das explizite Zurücknehmen, da fuhr sie wieder in ihr Zimmer in der Stadt und blieb 2 Tage weg.

    Naja, und dass sie also sich völlig entkoppeln möchte, also auch nicht mehr ein oder zwei Zimmer in einer meiner WGs anstrebt, sondern ihre ganz eigene Wohnung, das ist vom Äußeren her gesehen neu. Und schafft bei mir deutlich größere Unsicherheit, bzw. eigentlich müsste ich sagen, es gibt mir mehr Klarheit, dass sie nun langsam damit rausrückt, was sie wirklich will.


    Ich behaupte nicht, dass sie mich von Anfang an nur und ausschließlich benutzen wollte, und wir wissen es alle, ich habe natürlich meinen Beitrag dazu geleistet, dass sie in sich zu diesem Entschluss kommen konnte. Aber ich denke, es wäre ihr auch möglich gewesen, konstruktiver mit unserer Beziehung umzugehenm in dem Sinne, dass eine Trennung überhaupt keine Option darstellt, sondern die mühevolle Kleinarbeit angesagt ist. Immer wieder offen zu sagen, was sie wirklich denkt, wünscht, erhofft und sich nicht blind darauf verlässt, dass ich doch ganz sicher perfekt im Gedankenlesen bin.


    Ich hatte im Sommer 2019, also noch während der Schwangerschaft hier in der Ehe- und Familien-Beratungsstelle um Hilfe angefragt. Ok, dann kamen der Umzug und die Entbindung, da hatten wir dann nur noch ganz seltene Treffen dort, und die waren auch alle harmonisch. Coronabedingt ging erstmal gar nichts mehr, dann hatten wir telefonische Meetings im Auto, nur mit der Kleinen dabei, und in diesen Treffen thematisierten wir deutlich die Ursachen unserer Probleme miteinander als in der KM und ihren Angriffen begründet. Aber jetzt hat sich die KM anscheinend doch mit der Entscheidung des FG abgefunden und es kommen keine Angriffe mehr von ihr auf meine Frau. Aber unsere Beziehung ist eher angespannter als vertrauter geworden.


    Im Mai hatte sie ihre B2 Prüfung, bis dahin täglich vormittags Online Unterricht, nachmittags Hausaufgaben und Lernen. Ich habe ihr während diesen 6 Monaten den Rücken vollkommen freigehalten, und sie konnte tun und lassen, hier bleiben oder in ihr Zimmer fahren, gerade wie es ihr guttat. Und trotzdem bzw. deshalb waren wir alle wirklich erfreut dass nun endlich diese stressvolle Zeit vorbei wäre.

  • Aber ich denke, es wäre ihr auch möglich gewesen, konstruktiver mit unserer Beziehung umzugehen

    Das kannst Du ja gerne denken, aber vielleicht fängst Du besser erst einmal bei Dir an, zu sehen, was Du hättest anders, besser machen können? Manchmal habe ich den Eindruck, dass Du vor allem den Splitter im Auge der Frau siehst, aber nicht den Balken in Deinem eigenen. Vielleicht erinnerst Du Dich - wenn Du mal die ganzen von Dir begonnenen Threads hier Revue passieren lässt - an die vielen Hinweise, welche Du von wohlmeinenden anderen Usern hier bekommen hast, die Du nach eigener Aussage auch als hilfreich empfunden hast. Hat das irgendeine substanzielle Auswirkung auf Dein Verhalten gehabt? Das wirst du am besten wissen. Ich habe den Eindruck: nein.

    A smile a day sweeps the sorrows away