Zwischenbilanz

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  • Mich selbst nervt es auch, dass ich fast stündlich hier neue Fässer aufmache. Oder dabei bin sie aufzumachen und dankenswerter Weise hier durch das Forum gebremst werde. Im zeitlichen Verlauf fällt mir auf, dass die 73 von mir aufgemachten Themen, sich wie folgt verteilen. Die 10 ersten Beiträge waren sicher auch deshalb so viel, weil diese meine zweite Trennung nicht wieder zum Desaster werden sollte und für mich die Partnerschaft mit der KM der Super-GAU in menschlicher Hinsicht gewesen war.


    10 Beiträge aus 2015

    01 Beiträge aus 2017

    04 Beiträge 2018 vor Hochzeit (erstes Dreivierteljahr)

    09 Beiträge 2018 nach Hochzeit (letztes Vierteljahr)

    26 Beiträge aus 2019

    16 Beiträge aus 2020

    07 Beiträge aus 2021 (noch nicht mal das Halbjahr vorbei, prognostiziert bis Jahresende auf ???)


    Deshalb habe ich diese nicht schmeichelhafte Auflistung hier unter "Patchwork" eingestellt. Vielleicht sind die vielen Beiträge nicht ursächlich Ergebnis meiner neuen Partnerschaft, aber andersherum betrachtet, hilft mir die neue Partnerschaft offensichtlich nicht wirklich in Hinblick auf meine Elternschaft. Und der ursprüngliche Grund, weshalb ich unbedingt nicht nur eine neue Partnerschaft, sondern eine neue Familie, eine Patchwork-Familie gründen wollte, war der, dass ich meinen beiden Kinder ein Familienleben "bieten" wollte. Ich wollte ein Familienleben, ein Leben als Familie. Jetzt ist es doch oft so, dass "meine Kinder - unsere Tochter" Thema sind. Und weil meine Frau unsere Tochter vor dem Vorbild für Ungezogenheiten meiner Beiden bewahren möchte, kommt von ihrer Seite schon gelegentlich die Andeutung, dass sie nicht auf Dauer unglücklich sein möchte.

    Ich fühle mich sehr ratlos, Konsequenzen aus dieser Draufsicht mag ich heute nicht überlegen, aber mir schwant nichts Gutes

    Ach die Liebe hat's so eilig, nur die Feindschaft wird nie langweilig ... (Rio Reiser)

  • Filmtipp


    Der Vergleich hinkt natürlich, aber hilft trotzdem zu verstehen, warum deine Umgebung so auf dich reagiert und mit dir umgeht, wie sie es tut. Schau dir ruhig ein paar Folgen an.

    I am a bear of very little brain, and long words bother me. (Winnie-the-Pooh)


    Ein Leben ohne Bücher ist nicht lebenswert. (Erasmus von Rotterdam)

  • Und der ursprüngliche Grund, weshalb ich unbedingt nicht nur eine neue Partnerschaft, sondern eine neue Familie, eine Patchwork-Familie gründen wollte, war der, dass ich meinen beiden Kinder ein Familienleben "bieten" wollte.

    Ich glaube darin liegt eines deiner Hauptprobleme.
    Eine Partnerschaft sollte man um der Partnerschaft willen führen wollen, weil man mit dem Partner zusammen sein möchte, nicht, weil ma nder Meinung ist, dass es für Kinder gut ist oder für die Ausenwirkung oder what ever.


    War das auch bei der Ehe davor so? Wolltest du damit das Scheitern der ersten Ehe und den Kontaktabbruch deiner großen Töchter mit einer neuen Familie kompensieren?


    Du musst die Fragen nicht öffentlich beantworten, versuche das einfach mal für dich zu erfühlen.


    Deine jetztige Ehefrau wird es so sicher nicht auf Dauer mitmachen. Das äußert sie ja jetzt schon. Denke mal darüber nach, ob dir eine Therapie helfen kann, deine bisherigen Partnerschafts- und Elternschaftserfahrungen einzuordnen und zu bearbeiten. Und wenn du da ein wenig klarer bist würde ich deine jetztige Frau mit in diese Therapie einbinden, damit ihr eine gemeinsame Basis finden könnt. Die Basis von deiner Seite "ich will meinen Kindern eine heile Welt biten können" ist keine tragfähige Basis, allefalls eine kurzfirstige Insel im Sturm.

  • Ich leide beim Lesen der ganzen Threads ziemlich... Und komme oft nicht umhin mich zu fragen, wie man innerhalb so kurzer Zeit so viel Chaos selbst produzieren und dabei so hilflos sein kann.


    Ich kann es gar nicht so wirklich fassen, dass hat etwas von Soap, denn eigentlich kann ein normales Leben nicht so schwierig sein... Ich überlege die ganze Zeit, wie es dazu kommt. Du hast 3 Kinder, eine interkulturelle Partnerschaft und eine schwierige ex aus nochmal einem anderen Kulturkreis... Mit diesen Parameter kann nicht alles nach Plan laufen und Unwegbarkeiten sind vorprogrammiert. Und trotzdem hat man das Gefühl, du planst alles bis ins letzte Detail und kommt dann spontan was anderes dazwischen, bist du so überfordert, dass es für alle eskaliert. Manchmal lähmt vielleicht auch die Idee alles richtig und gut machen zu wollen und manchmal menschelt es bei dir auch, dass du beim Blick auf ex unmögliches Verhalten nicht merkst, was dein Anteil ist.


    Vielleicht ist es wirklich diese Unsicherheit und die Handlungsfähigkeit die viel Chaos schafft. Für deine Kinder und deine Frau muss das die Hölle sein, denn dein Verhalten ist für sie alle nicht verlässlich oder gar vorhersehbar.

    LG Campusmami



    Sonne muss von Innen scheinen :sonne


    Das Leben findet draußen statt :rainbow: .

  • Und weil meine Frau unsere Tochter vor dem Vorbild für Ungezogenheiten meiner Beiden bewahren möchte, kommt von ihrer Seite schon gelegentlich die Andeutung, dass sie nicht auf Dauer unglücklich sein möchte.

    Mit tun deine beiden Kinder, die, nachdem sie die Trennung und Schlammschlacht der Eltern, nebst Umgangsstreitigkeiten, miterleben und irgendwie verarbeiten mussten und wahrscheinlich nicht ohne Grund psychologische Unterstützung brauchen und nun eine neue Familie vorgesetzt bekommen, in der sie eher Kinder 2. Klasse sind. Wie soll das auf Dauer nur gut gehen, wenn auch die neue Partnerin ihres Vaters nicht mal ein Mindestmaß an Empathie und Verständnis für die schlimme Situation hat, in der diese Kinder stecken, sondern stattdessen ihnen die Verantwortung für ihr "ungezogen sein" gibt und sie nicht gleichwertig zum leiblichen Nachwuchs sieht. Das ist doch keine Basis für ein dauerhaftes zusammenleben. Deine Frau will dieses Patchwork nicht, wie soll das dann funktionieren?


    Und immer wieder stellst du dich als Opfer hin, der eigentlich nur das Beste will und nur durch Versehen oder weil die Ex oder die neue Partnerin halt so ist, wie sie ist, in blöde Situationen reingesteckt wird.

  • Emma21


    Ich weiß nicht ob du eine Next bist, wo die Kinder des Partners dauerhaft in eurer Familie leben. Ich bin eine und kann Vollbios Frau verstehen, meine Bonussöhne haben allerdings das Pech ihre Mutter einmal im Jahr zu sehen. Sie sind nicht so zerrieben wie Vollbios Kinder, sind aber 365 Tage bei uns, keine Omas oä die sie mal nehmen.


    Und da braucht es viel Liebe für den Partner, nebst Wutanfällen im inneren um das alles gekonnt zu meistern!


    In Vollbios Fall kommt noch hinzu das sich alles um die zwei Großen dreht! Es wird nach Kalender, Terminen und anderen Befindlichkeiten der Kinder gelebt und da gibt es Niemanden den das auf Dauer nicht schafft, immer sich zurückzunehmen, immer hinten an zu leben. Und das ist bei Vollbio der Fall. Die Ex nimmt soviel Raum ein, hängt wie ein Damoklesschwert von der Decke, ist ständig in Vollbios Gedanken, Aktionen, Ruhe ist für die nächsten Jahre nicht ersichtlich und du erwartest wirklich das eine Next das glücklich und devot hin nimmt??


    Das schaffst du über Jahre nicht, daran geht man kaputt. Außerdem wünscht sich Vollbios Frau eigentlich nur, daß die Kinder erzogen werden und nicht tun und lassen was sie wollen. Das kann man ihr nun echt nicht vorwerfen.


    Ich bin nun fast 13 Jahre dabei und es ist nicht immer easy, gerade pubertieren unsere, da schluckt man schon, wenn man zuhören bekommt, du bist nicht meine Mutter, bist aber die die gerade den Geburtstagskuchen backt, die Jugendweihe organisiert und an dünnhäutigen Tagen trifft dich das.


    Vollbios Frau ist nicht emphatielos, die ist einfach nur verzweifelt, da sie kein Ende dieses Drama sieht und ehrlich, das darf sie. Weil Vollbios Geschichte einfach nur furchtbar ist, für alle die da mit drinnen stecken.

    Es ist besser,
    ein eckiges Etwas zu sein,
    als ein rundes Nichts.

  • Elin, ich lebe nicht in einem Patchworkmodell, kann mir aber gut vorstellen, dass das nicht immer einfach ist und sehr anstrengend sein kann.

    Ich finde es aber auch nicht richtig, wenn die Kinder der Ex "schlechter" gestellt werden, oder ihnen die Verantwortung für ihr "ungezogen sein" zugeschrieben wird, da sie, meiner Meinung nach, den kleinsten Anteil an "Schuld" tragen.

    Es mag sein, dass es emotional schwierig ist, "fremde" Kinder mit den eigenen, leiblichen Kindern gleichzustellen, vielleicht ist es oft auch gar nicht möglich; ich kann das nicht beurteilen. Aber ich finde schon, dass man zumindest versuchen sollte alle gleich zu behandeln und gemeinsam nach Lösungen und Möglichkeiten zu suchen, wie das funktionieren kann.

  • Ich glaube es ist weniger eine Frage dessen, wie der oder die Next zu den Kindern steht, sondern eher eine Frage wie der oder die Next sich als Beutepapa/mama durch den Partner positioniert fühlt.


    Meine Erfahrung ist, daß Beutekind und Beutepapa/mama für sich i.d.R. gut zurecht kommen und das auch ganz individuell. Losgelöst von Bio-ETs.

    Also siehe von Beispiel Elin anderer ET gar nicht präsent bis hin zu anderer ET sehr engagiert und beide biologische Eltern sind auch noch als solche da.

    Patchwork ist halt viel „work“ und mitunter mit ganz verschiedenen Ansprüchen/Erwartungen untereinander.

    Und auch da habe ich die Erfahrung gemacht, daß das was der andere ET sich wünscht sich gar nicht mit dem decken muss, was das Beutekind eigentlich will. ;)


    Vollbio ist hier schon vor geraumer Zeit geraten worden sich auf seine Partnerin zu konzentrieren, sich zurück zu nehmen und mal zu schauen welchen Teil am Gesamtbild er wie gestaltet hat und für die Zukunft anders zeichnen muss, wenn es denn eine geben soll.


    vg von overtherainbow

  • Filmtipp


    Der Vergleich hinkt natürlich, aber hilft trotzdem zu verstehen, warum deine Umgebung so auf dich reagiert und mit dir umgeht, wie sie es tut. Schau dir ruhig ein paar Folgen an.

    Bei mir funktioniert der Link nicht, deshalb weiß ich nicht, welcher Film gemeint war. Wäre es möglich, das zu korrigieren? Danke!



    Ich weiß nicht ob ich der Anzahl der Threads eine Bedeutung zuweisen würde.

    Eine Bedeutung hat sie sicher. Ich kann da auch wieder nur von mir sprechen. Manche werden sich erinnern, dass ich zweimal eine recht heftige Zeit hatte, als es nämlich in verschiedenen Gerichtsverfahren um Sorge- und Umgangsrecht ging. Damals habe ich auch sehr viele Beiträge hier im Forum geschrieben, mit durchaus unterschiedlichen Reaktionen. Manche waren für mich hilfreich, andere weniger, das ist eben so. Was ich damit sagen möchte? Solche (aus der Hilflosigkeit geschriebene) Beiträge lösen ganz unterschiedliche Reaktionen aus. Die einen denken sich vielleicht: schon wieder der XY, hat seine Kinder nicht im Blick, sondern ist voll im Kampf gegen die Ex involviert. Andere möglicherweise: XY scheint ja ganz schön auf der Stelle zu treten, warum verändert sich da nichts? Dann andere, die helfen möchten, aber den Eindruck haben, es kommt so gar nichts an. Andere Meinungen dazu nicht ausgeschlossen - vielleicht hatte manch eine(r) den Eindruck damals bei mir, ich würde mit meinen Beiträgen das Forum sprengen.


    Vielleicht noch ein Eindruck von meiner Seite: Von dem, was ich mitbekomme, wirkt es so auf mich, als ob die Reaktionen Deiner Ex ziemlich vorhersagbar seien - in Variationen. Das könnte es einfacher machen, Dir mal grundsätzlich zu überlegen, wie Du auf sie reagieren möchtest. Wie wäre es mit etwas mehr Nüchternheit, Gelassenheit? Du wirst eh nicht ändern können, wie sie über Dich denkt oder was sie (den Kindern) über Dich sagt. Aber Du kannst Deine Kinder durch Handeln überzeugen. Sei ihnen zugewandt, für sie da, so als ob es die Ex gar nicht gäbe. Wenn sie Freude daran hat, sich und den Kindern das Leben zur Hölle zu machen, musst Du da noch lange nicht mitmachen. Gehe Deinen eigenen Weg mit den Kindern!

    A smile a day sweeps the sorrows away

    Einmal editiert, zuletzt von musicafides ()