Wie mit dem ersten Freund der Tochter umgehen ?

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  • Was hast Du Deiner Tochter denn damit suggeriert? Meines Erachtens dass das erst mal Deine Wohnung ist, sie zwar auch da wohnt, aber Du bestimmst wer wann aufschlagen darf, der Unsympath nur noch 14-tägig. Dafür hast Du hier ja auch breite Zustimmung gefunden.


    Dann würde ich mich aber über die Entwicklung des letzten halben Jahres nicht wundern. Denn Deine Tochter und ihr Freund sind eben auch nur Menschen.


    Mein Flegel ist kaum älter als Deine Tochter. Aber ich achte schon seit Jahren darauf dass wir auf Augenhöhe sind, Ansagen gibt es nur wenn wirklich nötig. Dann allerdings zieht er sich den Schuh auch an. Mit seiner Freundin und seinen Freunden geht er ein und aus wann er will, es ist unsere Bude.

    Ich hatte überlegt , dass er nur noch alle 2 Wochen kommen soll, weil er sich eben benommen hat wie beschrieben. Ich habe das nicht gemacht. Zum Frühling hin wurde ihm das mit der Fahrerei eh zu bunt. Und wie gesagt, ich habe mich bemüht eine Beziehung aufzubauen.

  • Ja, so ist zumindestens jetzt der Plan. Sie hat das Praktikum gemacht und die haben ihr auch geraten das Fachabi zu machen.

    Meine heimliche Hoffnung wäre ja, das sich alles bis dahin in Luft auflöst. 1 Jahr ist lang und sie wird mit dem Abi viel zu tun haben und vielleicht mit anderen Plänen und Ideen konfrontiert. Aber niemals nie wurde ich mir das anmerken lassen oder was in der Richtung äußern. Warum jetzt für verbrannte Erde sorgen, wenn noch gar nicht feststeht ob es wirklich soweit kommt...

  • ich würde auch auf das Jahr hoffen.


    Allerdings finde ich es schwer, jemanden zu ertragen und auch der Tochter gegenüber nicht fair.

    Das ist eine Gradwanderung zwischen Gastfreundlichkeit und der Tochter doch (immer wieder) einen Wink zu geben,

    bestimmte Handlungen zu hinterfragen.

    Vielleicht gibt es eine dritte Person die euch Nahe steht - die da hin und wieder mit dem Zaunpfal wackeln kann ?

  • Danke der Nachfrage.


    Ich habe das Thema Freund, Wegzug und Bayern nicht mehr erwähnt. Wir sind ganz normal miteinander umgegangen.


    Mit dem Thema Ausbildung bin ich allerdings nicht durch. Der Wohnort ihres Freundes schränkt den Radius extrem ein. Ich habe das Thema mehrmals angeschnitten. Zb hab ich sie gefragt Wielange die Sie sich Zeit gibt einen interessanten Platz zu finden uns ob sie überlegt das örtliche Angebot irgendwann anzunehmen. Ich habe wohl auch mal das Wort „dumm“ genutzt.


    Letzte Woche kam sie und hatte eine neue brillante Idee. Sie möchte mit 18 zu ihrer Freundin ziehen ( die, mit der sie vor Monaten nicht mehr sprach). Die ständigen Seitenhiebe auf ihre Lebenspläne wolle sie nicht weiter ertragen. Sie hat nie erwähnt, dass sie meine „Sprüche“ nerven. Sie hat das hinter meinem Rücken mit ihrer Freundin und deren Mutter geplant. Tut so als sei es ihr unzumutbar in meiner Nähe zu leben. Ich war schockiert, gekränkt und kann es einfache nicht glauben.


    Nachdem ich Lange mit ihr gesprochen hatte, hat sie am nächsten Tag ( vor einer Woche) entscheiden zu ihrer Freundin zu gehen , damit wir Abstand haben. Eigentlich wollte sie danach direkt zu ihrem Freund. Ich konnte sie aber überreden vorher noch mal miteinander zu sprechen.


    Ich habe mich tagelang in den Schlaf Geheult und versteh die Welt nicht mehr. 🥺🥺🥺

  • Den Umzug zur Freundin würde ich jetzt wohlwollend unterstützen. Besser als zu dem Macker nach Bayern.

    Allerdings täte ich mir die Mutter der Freundin zur Brust nehmen: Hinter dem Rücken einer anderen Mutter etwas planen und kein Wort sagen, geht einfach gar nicht. Ein Anruf und „lass mich mal machen, das wird wieder“ hätte doch gereicht.

    I am a bear of very little brain, and long words bother me. (Winnie-the-Pooh)


    Ein Leben ohne Bücher ist nicht lebenswert. (Erasmus von Rotterdam)

  • Ja, von der Mutter bin ich auch enttäuscht und wütend auf sie. Zumal wir, wenn wir uns gesehen haben, netten Kontakt hatten. Leider habe ich keine Telefonnummer, sonst hätte ich sie mal angerufen. Wer wieß, was meine Tochter da erzählt 😏


    klar lieber zu denen als zum Freund. Ich bin einfach maßlos enttäuscht, dass sie nicht mit mir geredet hat, da wir sonst immer einen offenen Austausch miteinander hatten.

  • Deine Tochter versucht mit aller Macht sich abzugrenzen. Rabiat. Damit auch wirklich klar wird, sie ist keine Kopie von dir, sondern ein eigener Mensch. DU weißt das natürlich, aber ihr muss das klar werden. Ihr wart euch immer sehr nah, daher sind ihre Mittel jetzt drastisch.

    Erklär dich mit dem Umzug zur Freundin einverstanden. Klärt die juristischen und finanziellen Details, u.a. Privathaftpflichtversicherung. Ganz sachlich. Keine Emotionen gucken lassen. Auf der Schiene hat sich dich im Griff. Je cooler du bleibst, desto komischer wird es für deine Tochter. Aber auch leichter. Und wer weiß, irgendwann steht sie wieder in der Tür, älter, gereift, und ihr könnt wieder an eure alte Vertraulichkeit anknüpfen.

    I am a bear of very little brain, and long words bother me. (Winnie-the-Pooh)


    Ein Leben ohne Bücher ist nicht lebenswert. (Erasmus von Rotterdam)

  • Ich schreibe jetzt mal aus der Position einer Mutter, die diese Phase bereits hinter sich hat. Ich kann Dich gut verstehen, ich hab mich auch so oft in den Schlaf geweint, alle Freunde und Verwandte genervt. Kurz gefasst hat Kaj den Nagel auf den Kopf getroffen: sie versucht sich mit allen Mitteln abzugrenzen, eigenständig zu werden. Es ist so so schwer zuzugucken wie die pubertierenden Kinder in ihr "Verderben" rennen, aber es ist ihr Weg. Wichtig ist, nach allen emotionalen Achterbahnfahrten, immer eine Tür für die Kinder offen zu lassen und das auch zu kommunizieren. Die kommen wieder!


    Lass sie ihre eigenen Erfahrungen machen, auch wenn es weh tut, das mit ansehen zu müssen und es vorauszusehen ist, dass es schief geht.


    Mein Sohn hat am Ende gedealt, ist mit frischen 18 Jahren mit seiner Freundin zusammen gezogen (weil die unbedingt von zu Hause ausziehen wollte) dort haben sie im Grunde weitergehaust wie im Kinderzimmer (wohnen kann man dazu nicht sagen), gefeiert, getrunken, Drogen konsumiert....kurz vor den Abiturprüfungen ist die Freundin (die mir von Anfang an ähnlich unsympathisch war, wie der Partner Deiner Tochter) mit einem Kumpel fremdgegangen und hat ihn aus der Wohnung geworfen. Somit war das Abi hin, ich hab mich eh gewundert, dass die zum Abi zugelassen wurden. Es war schwer, er tat mir leid, aber ich konnte nichts machen. Je mehr ich mich eingemischt habe, desto sturer hat er dagegen gearbeitet. Mittlerweile-4 Jahre später- ist er auf einem guten Weg, hat eine Freundin mit der er glücklich ist und wir haben wieder ein gutes Verhältnis zueinander. Er arbeitet, möchte eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann machen...ich sehe das als verschwendetes Potential, aber es ist sein Leben, er muss glücklich werden. Ich musste das auf eine sehr harte Tour lernen.


    Ich wünsche Dir viel Kraft, Vertrauen und Liebe, um das alles gut durchzustehen<3.