Zukünftig Anspruch auf 60 Kinderkrankentage

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  • Die Bundesregierung hat heute beschlossen, dass es künftig Anspruch auf 60 statt der bisher 40 Kinderkrankengeldtage für Alleinerziehende (bzw. 30 Tage je Elternteil) je Kind geben wird.

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Klar, ja.

    Liebe Grüße



    Bap



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  • Bis auf Widerruf.

    Liebe Grüße



    Bap



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  • Insgesamt ist die Zahl der Anspruchstage für AE bei 90/Kalenderjahr gedeckelt, wenn nicht bestimmte Ausnahmesituationen herrschen (zB Kind liegt im Sterben).

    Liebe Grüße



    Bap



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  • Ob das nicht eine Entscheidung ist, die es vielen AE oder auch Erziehenden in Paar das Arbeit finden richtig erschweren wird?


    Ja klar ist es schwierig ein Kind zu betreuen wenn es zu Hause bleiben muss, aber was sehen die Arbeitgeber da möglicherweise ...?


    Bleibt ab zu warten, ob dass wirklich etwas gutes bewirkt

    Suche nette Menschen um nicht gefangener zu werden

  • Was sollten Arbeitgeber da "möglicherweise" sehen?

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Was hat jetzt der verlinkte Artikel über den Wiedereinstieg nach der Elternzeit mit den 60 Tagen "Kinderkrank" zutun? Ich verstehe immer noch nicht, was du sagen willst, Chase.

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Volleybap ich denke, dass Chase es so meint, dass durch die Kindkrank Tage Eltern, insbesondere Mütter und Alleinerziehende es im Beruf schwerer haben werden, ggü Singles oder Kinderlose.

    Rechne doch mal 60 Tage Kindkrank, 25 Tage Urlaub, das sind 85 mögliche Fehltage (!) = ca. 4 Monate.

    Selbst wenn die Betriebe keinen Lohn zahlen müssen, fehlt ihnen die Arbeitskraft.

    Diese Lücke mal eben über eine Aushilfe zu schließen oder die Kollegen übernehmen zu lassen ist oftmals bei der eh sehr angespannten Personaldecke schwierig. Dann eine Aushilfe zu finden, die ggf. kurzfristig und tageweise einspringt ist illusorisch. Das fördert den Markt der Zeitarbeitsfirmen noch mehr.


    Die Arbeitgeber sehen bei Eltern oder Alleinerziehenden oftmals nur das kranke Kind, das "gestresste" Elternteil, das die Arbeit ggf. nicht schafft, die Betreuung wegfällt/ eingeschränkt wird = unflexibel\ unrentabel.

  • Ich denke auch, daß die 60 Tage toll für alle sind, die fest in Lohn und Brot stehen. Für Arbeitnehmer mit befristeten Verträgen wird es mit der Vertragsverlängerung wahrscheinlich schwierig, wenn die Kindkranktage - auch nur teilweise - in Anspruch genommen werden. Und Eltern (vor Allem AE) mit kleinen Kindern werden es bei einer Jobsuche mutmaßlich ziemlich schwer haben, weil jeder Arbeitgeber sich scheuen wird, sich einen Klotz ans Bein zu binden, der potenziell mal locker flockig (Kindkrank/nicht betreut + Urlaub) 1/4 vom Jahr fehlt. Noch dazu, weil viele Betriebe durch Corona eh schon zu kämpfen haben.

    Man sitzt insgesamt viel zu wenig am Meer...

    Einmal editiert, zuletzt von JayCee ()

  • Die Regelung ist toll für alle im öffentlichen Dienst und bei großen Arbeitgebern die das puffern können UND wollen.


    Alle anderen werden die Nachteile zu spüren bekommen.

    Ohne langfristige Konsequenzen zu fürchten wird in einem Handwerksbetrieb kaum jemand 60 Tage Kinderkrank nehmen.


    Und zusätzlich, genau wie Siri und JayCee es schon dargestellt haben, startet man bei der nächsten Bewerbung als Alleinerziehender beim Abwägen der Vor- und Nachteile schon mit Minuspunkten. Jaaaa, das darf der Arbeitgeber gar nicht, ich weiß....

  • Argument ist also: Am besten soll man auf die gesetzlichen Errungenschaften wie "Kinderkrank"-Tage und anscheinend auch "bezahlte Elternzeit" verzichten, weil das Nachteile bringt.


    Wenn das die Lösung ist ...

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Völlig falsch interpretiert.

    Zumindest ich habe lediglich den Ist-Zustand aus meiner Sicht dargestellt.


    Die Idee hinter der Erweiterung der "Kinderkrank-Tage" wird hier wohl kaum jemand in frage stellen.


    Wie so oft, gut gedacht schlecht gemacht.


    Alleine die Namensgebung ist doch völlig daneben. Klar werden die Fehltage von den Krankenkassen so abgerechnet. Aber das interessiert doch erst mal niemanden, aber jeder weiß dass die Kinder in der Regel ja gar nicht krank sind. Man hätte schon ganz deutlich darauf hinweisen sollen dass es sich um Notfälle handelt wo kleine(re) Kinder sonst alleine zu hause sitzen. Und dass es sich um eine pandemie-bedingte und zeitlich begrenzte Ausnahmesituation handelt. Und dass dieser Joker nur im äußersten Notfall zu ziehen ist.


    Du selbst hast es genauso formuliert wie es bei der nichtbetroffenen Bevölkerung auch ankommt. Hier weiß jeder was gemeint ist, aber das hätte man politisch deutlich geschickter machen können.

    Die Bundesregierung hat heute beschlossen, dass es künftig Anspruch auf 60 statt der bisher 40 Kinderkrankengeldtage für Alleinerziehende (bzw. 30 Tage je Elternteil) je Kind geben wird.

  • Völlig falsch interpretiert.

    Naja. Jedenfalls kommt es bei mir so an, als ob tendentiell empfohlen würde, man müsse extrem vorsichtig sein , sich auf den rechtlichen Anspruch zu berufen. Man das nur "im äußersten Notfall" machen soll. Weil sonst große Nachteile drohen würden.

    Ist das wirklich der richtige Denkansatz? Wird damit nicht genau die Botschaft vermittelt - "AEs sind problematisch in der Beschäftigung" -, die nicht vermittelt werden soll? Wird damit nicht - und jetzt sage ich es auch einmal - genau hier "bei uns AEs" vermittelt, man müsse am besten im vorauseilendem Gehorsam Himmel und Hölle in Bewegung setzen, dass mein Kind nicht durch mich - wie vom Gesetzgeber ermöglicht und finanziert - im Krankheitsfall oder während der Pandemie betreut wird, sondern durch andere, oft problematische Lösungen? Wird nicht mit genau dieser Argumentation schon vorab das schlechte Gewissen gemacht?

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Übrigens gibt es auch Jobs, meiner zum Beispiel, da wird zwar dann mein Gehalt von der Krankenkasse bezahlt, aber mein Arbeitgeber macht trotzdem Verlust - weil fast jede meiner Arbeitsstunden von einem Kunden bezahlt wird, da kommt unser Umsatz her. Und das kann auch kein Kollege übernehmen, außer er zerteilt sich.

    Ich nehme keine Kinderkranktage, dass schadet der Firma und damit dann auch mir.

    Aber zum Glück kann ich zuhause arbeiten und das Kind ist nicht mehr so klein, da geht das.

  • Volleybap

    Deine Denkansätze in ehren.

    Funktioniert ja auch, wie oben schon geschrieben, bei Betrieben die es sich leisten können, wollen oder müssen.


    Die Praxis sieht halt jenseits dieser Betriebe anders aus.

    Bestes Beispiel war doch in einem anderen Thread die Freundin einer Userin die Ihren neuen Job mangels Betreuung verloren hat.

    Du fragst nach ob die Kinderkranktage schon aufgebraucht sind. Antwort: deswegen in der Probezeit rausgeflogen.