Vollzeit oder Teilzeit mit Mehrarbeit

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  • Ich habe eine Vertragliche Arbeitszeit von 30 Std.die Woche ,werde aber dauerhaft 37,5 std.die Woche eingesetzt und bekomme dieses über Mehrarbeit bezahlt.

    Meine Chefin sagt das ich so das gleiche Gehalt ausgezahlt bekomme wie wenn ich ein Vollzeit Vertrag hätte,da bei Vollzeit dann ja mehr versteuert wird.Sie möchte ungern ein Vollzeit vertrag geben,sondern diesesn weg über Mehrarbeit gehen.

    Wenn ich nur meine Vertraglichen 30 std.arbeiten würde würde mir das Geld fehlen,das das ungefãhr 200 Euro unterschied im monat ausmacht.



    Ist das richtig was sie sagt?

    Habe ich irgentwelche Nachteile wenn ich das über Mehrarbeit mache,statt über Vollzeit Vertrag?

    Ab wann hat man ein recht auf ein Vollzeit Vertrag?

  • Naja: Wenn der AG die 37 Std. nicht mehr zu brauchen meint, bist du wieder bei 30.


    Wirst du arbeitslos, kann dir passieren, dass die Sozialgelder von den Vertragsstunden gerechnet werden. Ebenfalls im Krankheitsfall.

    Gehst du in Kurzarbeit, dito.

    Bewirbst du dich, holst dir ein Zwischenzeugnis etc., wäre die korrekte Angabe zum Arbeitsplatz: Teilzeit.

    Urlaub wird nach Teilzeitvertrag berechnet. (Gehalt im Urlaub dann mutmasslich auch ...) .



    Viele der denkbaren Nachteile liegen bei dir. Der AG zieht die Vorteile.

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.


  • Ich bin kein Arbeitsrechtler, rottendem hätte ich Fragen.

    Was wäre denn die übliche regelmäßige Vollzeit in deinem Job?

    Wird die Mehrarbeit als solche vergütet, also mit Zuschlägen?

    Wie lange geht das schon so?

    Der AG ist eigentlich eher verpflichtet eine ständige Mehrarbeit bei Teilzeitbeschäftigten zu unterbinden, dachte ich.

    Ich würde sagen, wenn es eurer beide Wille und Verabredung entspricht, dann ist das stillschweigende konkludente Änderung des Arbeitsvertrages und Du bist Vollzeit beschäftigt, woraus dann siehe Volleybabs Post entsprechende Nachteile nicht entstehen dürften...

    Wenn Du Zuschläge bekommst und die das finanziell ausgleichen, wäre ich überfragt ob das besser, richtig oder zulässig ist.


    vg von overtherainbow

    im „hätte“, „wenn“ und „könnte“ land, ist das leben unbekannt!

    im „hier“ und „jetzt“ und „atemzug“, ist uns das leben nicht genug

    im „gestern“, „bald“ und „übermorgen“, rinnt uns das leben aus der hand

    im „lächeln“, „danke“, „gern“ wittern wir betrug


    und dann, im „weg“, im „los“ und im „belassen“

    da können wir das glück nicht fester fassen

  • Es stellt sich die Frage, kannst du dauerhaft die ganzen Stunden leisten?


    Ich hatte auch 30 Stunden, da ich diese definitiv immer abdecken konnte. Meine Überstunden liefen auf ein Arbeitszeitkonto, für schlechte Zeiten (Baubranche), um einer witterungs- und auftragsbedingten Kündigung umgehen zu können. Was nicht immer funktioniert hat.

  • Für Mehrarbeit (oder Überstunden) einer Teilzeitkraft, d.h. die gesamte Arbeitszeit liegt noch im Rahmen der Arbeitszeit der Vollzeitkraft (also hier 37,5 Std) werden normalerweise gar keine Zuschläge gezahlt.


    Sollte das trotzdem der Fall sein würde ich da vielleicht eher keine schlafenden Hunde wecken. Ich hatte mal so einen Fall, da ist das erst nach 12 oder 15 Jahren aufgefallen und die Arbeitnehmerin wollte eigentlich nicht regulär Vollzeit arbeiten.


    Sollte das (Mehrarbeit oder Überstunden) dauerhaft der Fall sein, kann übrigens aus der Teilzeitstelle ganz schnell ein Vollzeitarbeitsvertrag werden ;) wie ja schon geschrieben wurde.


    https://www.arbeitsrechte.de/ueberstunden-bei-teilzeit/


    Also so einfach kann der Arbeitgeber sich dann nicht mehr rausreden. Wird er vielleicht versuchen mit:


    “Naja: Wenn der AG die 37 Std. nicht mehr zu brauchen meint, bist du wieder bei 30.“


    aber die Rechtslage dazu ist eindeutig.


    LG

    ... unn denn bin ick in mir jejangen, war aber ooch nüschd los! :drink ...

  • Die Aussage der Chefin zur Steuer würde mich stutzig machen. Und Steuern zahlt man meines Wissens nach nicht nach der Art der Beschäftigung sondern nach dem Einkommen. Die Frage ist doch nicht ob du netto in etwa das Gleiche wie bei vollzeit hast, sondern Brutto.


    Ich bin da auch nicht vom Fach, habe aber schon diverse Arbeitszeitmodelle durch... Und gelernt, dass selbst wenn das netto chick und ausreichend ist, sich das weniger brutto hammermäßig auf die Rentenpunkte auswirkt. Lass dich doch mal bei der Rentenversicherung beraten... Ich bin bei den Berechnung fast vom Stuhl gefallen. Und arbeite jetzt eigentlich nur für meine Rente wieder Vollzeit8).

    LG Campusmami



    Sonne muss von Innen scheinen :sonne


    Das Leben findet draußen statt :rainbow: .

  • Die Aussage der Chefin zur Steuer würde mich stutzig machen. Und Steuern zahlt man meines Wissens nach nicht nach der Art der Beschäftigung sondern nach dem Einkommen. Die Frage ist doch nicht ob du netto in etwa das Gleiche wie bei vollzeit hast, sondern Brutto.


    Ich bin da auch nicht vom Fach, habe aber schon diverse Arbeitszeitmodelle durch... Und gelernt, dass selbst wenn das netto chick und ausreichend ist, sich das weniger brutto hammermäßig auf die Rentenpunkte auswirkt. Lass dich doch mal bei der Rentenversicherung beraten... Ich bin bei den Berechnung fast vom Stuhl gefallen. Und arbeite jetzt eigentlich nur für meine Rente wieder Vollzeit8).

    Das sind aber verschiedene Themen. Normale Zuschläge sind natürlich steuer- und SV-pflichtig, die einzigen Ausnahmen stehen hier:


    https://www.lohn-info.de/zuschlaege_steuerfrei.html


    Faktisch wird es wohl schon so sein, dass die TE so ca. auf das selbe Gehalt wie ein Vz Beschäftigter kommt.


    Das einem beim Blick auf den Rentenbescheid das kalte Grausen kommt liegt eher am Absinken des Rentenniveaus auf später mal 42%.=O Da dürfen wir uns bei der Politik bedanken.


    Die individuell erzielbaren Rentenpunkte bemessen sich einzig und allein am Lohn. Eher haben da Tz-Kräfte noch Vorteile, weil deren Rente u.U. hoch gewichtet wird im Vergleich zu Vollzeit. ;)


    https://www.focus.de/finanzen/…undrente_id_10330250.html


    LG

    ... unn denn bin ick in mir jejangen, war aber ooch nüschd los! :drink ...

  • Habt ihr einen Betriebsrat? Klassische Frage für diesen.

    Ich habe auch meinen Grundvertrag in TZ, dazu kommen befristete Zusatzvereinbarungen für festgelegte Zeiträume, wenn ich geplant für längere Zeit mehr Wochenstunden arbeite. Wir haben einen BR, Gold wert, ehrlich, weil Verträge und Vereinbarungen zur Mehrarbeit eben immer dort durch müssen und gecheckt werden.

  • Du bekommst Urlaub (den lohnwert) nur Teilzeit

    Wenn du krankgeschrieben bist bekommst du nur den Teilzeitwert

    Feiertage auch - hier kannst du ja keine Überstunden machen

    Man kann dich ganz schnell auf Teilzeit setzen da nur das festgelegt ist

    Usw


    ich erkenne aktuell für dich keinen Vorteil sondern nur für den Arbeitgeber