Umgang gestalten wenn man sich selten sieht

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  • Von aussen könnte man das auch so sehen:

    1. Du nimmst deinem Kind gerade den Vater, weil du durch dein Verhalten ihn bestärkst, sich nicht zum Kind zu bekennen.

    2. Du nimmst deinem Kind Familienleben, weil du eigentliche Familienzeit vom kurzfristigen Agieren des (Nicht)Vaters abhängig machst.

    3. Du entziehst der Familie finanzielle Ressourcen, die euch das Leben ein bisschen besser oder leichter machen könnten.


    Es kann gut sein und ist bestimmt auch so, dass du der vollen Überzeugung bist, in einer schwierigen Situation gerade das Beste zu tun.

    Von aussen betrachtet kann es aber auch gut sein, dass du schlicht nur so "funktionierst", wie der Vater es gerade steuert. Er weiss mutmasslich ganz genau, wie du tickst und nutzt das brav aus.


    Du wirst hier im Forum viele finden, denen es zu bestimmten Zeiten sehr ähnlich gegangen ist. Ganz wenige haben ihrem Leben eine glückliche Wendung geben können, indem sie in dieser emotionalen Abhängigkeit geblieben sind ...

    Aber viele, indem sie das getan haben, was objektiv und unabhängig von Ex "richtig" war.

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

    Einmal editiert, zuletzt von Volleybap ()

  • Ich kehre nochmal zu deinem Eingangspost zurück, in dem du u.a. schreibst, dass du finanziell auch zu knapp seiest, um ihm zu helfen, du begründest das auch mit fehlendem Unterhalt.


    Und natürlich hast du ursprünglich gefragt nach Ideen, den Umgang irgendwie besser, bindungsgebender zu gestalten.


    Zum Finanziellen zuerst mal kurz meine eigene Erfahrung: Ich habe über 1 Jahr aus Nettigkeit und falscher Rücksicht und falschem Stolz auf UH bzw. UHV verzichtet, aus heutigem Blick schön doof, das war Geld zum Sparen oder für n Urlaub mit den Kids oder oder. Die Elternbeziehung hat unter meiner Forderung nicht gelitten, sie ist nur klarer umd verlässlicher geworden.

    Rechtliche Ansprüche sind dazu da, geltend gemacht zu werden. Ja, auch ohne verdiene ich genug zum Leben, na und?🙂

    Verzichte nicht auf etwas, was dir bzw. hier deinem Kind zusteht.

    Gleiches gilt für die Vaterschaftsanerkennung.

    Warum die "Angst" vorm JA? Die sind gerade in diesem Bereich hilfreich und zurückhaltend und rechtlich informiert.


    Bzw. beantworte dir für dich ehrlich die Frage, warum du das nicht angehst, was dich hindert, warum du zögerst und wachse an deinen Antworten.😉


    Zur Beziehung und zur Verbesserung:

    Das ist nicht deine alleinige Verantwortung (wie das Finanzielle auch nicht). Ohne die Kooperation des KV wirst du nichts allein verändern, wenn es ihn auch betrifft.


    Auch hier Fragen zum Nachgehen: Warum willst du seine Kooperation da, verzichtest aber auf offizielle Anerkennung der Vaterschaft? Was erhoffst du dir von deiner sehr entgegenkommenden Verhaltensweise? Wie geht es dir, wenn er einen Termin kurzfristig absagt? Was wünschst du dir und wie sieht die Realität aus? Welche Alternativen gibt es und wie fühlen die sich an? Wo und wie ziehst du Grenzen in Konflikten mit ihm? Ergänzend: Welche Konflikterfahrung miteinander trägst du mit dir? Wie war eure Beziehung? usw. Welche Rolle spielt das jetzt?


    Du musst das nicht hier darlegen, aber manchmal hilft es, den Problembereich mal ins Große zu erweitern und für sich genauer hinzugucken, ehrlich mit sich selbst zu sein, auch wenn es unangenehm ist.

  • Danke für die antworten.aber bringt wohl nichts. Mir geht 3s nur um den Umgang gestalten. Vaterschaft Anerkennung und Unterhaltung Vorschuss sind für mich absolut keine Themen. Ist such mühsam zu erklären daß ich das nicht will. Geht auch keinen was an. Wir werden das jedenfalls auf keinen Fall beantragen. Geht wirklich nur um Tipps den Umgang zu gestalten. Was da machbar ist.

  • Ich verstehe durchaus, was du meinst.


    Aber ehrlich gesagt sehe ich da wenig Spielraum. Im Moment bekommt dein Kind vielleicht noch nicht wirklich bewusst mit, dass sein Vater wenig Interesse an ihm hat. Irgendwann jedoch wird es das merken / spüren.

    Verstehen kann man das Leben nur rückwärts, leben aber muss man es vorwärts.:strahlen

    (frei nach Sören Kieerkegard)

    3 Mal editiert, zuletzt von Jannne ()

  • Danke für die antworten.aber bringt wohl nichts. Mir geht 3s nur um den Umgang gestalten. Vaterschaft Anerkennung und Unterhaltung Vorschuss sind für mich absolut keine Themen. Ist such mühsam zu erklären daß ich das nicht will. Geht auch keinen was an. Wir werden das jedenfalls auf keinen Fall beantragen. Geht wirklich nur um Tipps den Umgang zu gestalten. Was da machbar ist.

    Hier mal ein Beispiel aus der anderen Perspektive: Bei uns wollte der Vater die Vaterschaft nicht anerkennen, hat keinen Unterhalt gezahlt, aber das Kind immerhin als Baby so alle 6 Wochen spontan mal besucht.

    Ich hatte das Gefühl, wenn ich ihn nicht als Vater eintragen lasse und das erkämpfe, dann ist er für immer weg. Also habe ich das dem Jugendamt übergeben und es fand eine Vaterschaftsanerkennung statt. Sehr viel später habe ich auch uhv beantragt, das hatte zur Folge, dass er vom JA auf Unterhalt verklagt wurde.


    Beides hatte keine Auswirkungen darauf, dass es regelmäßigen Umgang gegeben hätte. Mein Kind hat trotz meiner auch anderweitiger großen Bemühungen keine Beziehung zu seinem Vater aufbauen können. Er war zwar mal für 2- 3 Jahre kurz in Kontakt mit ihr, aber das hat nicht gehalten, er ist wieder weggeblieben. Wenn ein Vater sich auf keine Bindung einlassen kann, dann kann man das als Mutter nicht erzwingen. Und Unterhalt und Vaterschaftsanerkennung tun dann auch nicht viel dazu.

    Jetzt ist sie fast erwachsen und interessiert sich weder für ihn noch dafür, was zu seiner Abwesenheit beigetragen hat.

    Liebe Grüße
    Die Elefantendame


    Umwege erweitern die Ortskenntnis

  • Geht wirklich nur um Tipps den Umgang zu gestalten. Was da machbar ist.

    Wenn der KV ein Interesse daran hat, zumindest die Qualität, wenn auch nicht die Quantität, des Umgangs zu verbessern, wäre da sicher noch was raus zu holen. Was passiert denn aktuell so, wenn er kommt? Spielen die beiden miteinander? Bringt er vielleicht mal ein kleines Geschenk mit oder so? Wechselt er alle 2 Monate Frisur und Deo / Aftershave, oder gibt’s da verlässliche Wiedererkennungsmerkmale?


    Deine Maus ist noch unter einem Jahr, oder? Hab ich mir das richtig gemerkt? Einem ganz kleinen Würmchen würde ich da Papas T-Shirt o.ä. zum Kuscheln geben, wenn der Papa gerade nicht da ist, damit der Geruch vertraut und mit Sicherheit assoziiert ist. Und ich würde versuchen, beim Umgang im Hintergrund zu bleiben und die beiden möglichst viel gemeinsam machen lassen, inkl Wickeln, Essen etc. Aber in dem Alter ist das schon manchmal noch schwierig mit der Bindung, das kenn ich auch von Erzählungen zusammen lebender Paare, dass die Papas da im U3-Alter manchmal einfach einen schweren Stand haben und das erst mit der Zeit besser wird. Aushalten und dran bleiben ist da vielleicht das einzige wirkungsvolle Mittel.


    Gleichzeitig würde ich mich und auch den KV wohl fragen, was das langfristige Ziel sein soll. Denn mit den von dir geschilderten zeitlichen und finanziellen Randbedingungen wird das mit der Vater-Kind-Beziehung wohl noch eine Weile schwierig bleiben. Hat er bzw habt ihr beide die Motivation, das durch zu stehen und daran Mini-Schritt für Mini-Schritt zu arbeiten? Oder siehst du die Gefahr, dass er irgendwann ganz abtaucht? Wenn letzteres der Fall sein sollte, würde ich das thematisieren. Ihr drei lebt besser mit klaren Verhältnissen! Wenn der KV *wirklich* KV sein will, top, dann arbeitet weiter an der Beziehung zum Kind. Aber dann sollte er auch zügig die Vaterschaft anerkennen, damit er und Kind nicht plötzlich doof da stehen, falls dir etwas zustoßen sollte (was wir ja nicht hoffen wollen, aber man weiß eben nie). Hat er ohnehin schon große Zweifel an seiner Begeisterung für die Vaterrolle (worauf die nicht anerkannte Vaterschaft m.E. hindeutet), solltet ihr vielleicht mal darüber sprechen, welchen Sinn der Umgang dann überhaupt hat. Hier im Forum gibt’s genug traurige und Energie-raubende Geschichten zu UETs, die halbherzig mal irgendwas machen und damit hauptsächlich Konflikte und Frust/Leid beim Kind auslösen. Da würde ich dann für das „Entweder ganz oder gar nicht“-Modell plädieren.

    "No one can make you feel inferior without your consent" Eleanor Roosevelt

  • Danke für die antworten.aber bringt wohl nichts. Mir geht 3s nur um den Umgang gestalten. Vaterschaft Anerkennung und Unterhaltung Vorschuss sind für mich absolut keine Themen. Ist such mühsam zu erklären daß ich das nicht will. Geht auch keinen was an. Wir werden das jedenfalls auf keinen Fall beantragen. Geht wirklich nur um Tipps den Umgang zu gestalten. Was da machbar ist.

    Es geht wohl auch nicht nur darum, daß man Dir Dein Ausgestaltung von Leben vorgeben will, sondern daß die vollumfängliche Einbindung des Vaters diesem klarer macht, dass er ein Kind hat.


    Den Umgang als solches inhaltlich zu gestalten kannst Du bei einem so kleinen Kind nur, wenn dieser auch entsprechend häufig statt findet.


    vg von overtherainbow

  • Wenn der KV ein Interesse daran hat, zumindest die Qualität, wenn auch nicht die Quantität, des Umgangs zu verbessern, wäre da sicher noch was raus zu holen. Was passiert denn aktuell so, wenn er kommt? Spielen die beiden miteinander? Bringt er vielleicht mal ein kleines Geschenk mit oder so? Wechselt er alle 2 Monate Frisur und Deo / Aftershave, oder gibt’s da verlässliche Wiedererkennungsmerkmale?


    Deine Maus ist noch unter einem Jahr, oder? Hab ich mir das richtig gemerkt? Einem ganz kleinen Würmchen würde ich da Papas T-Shirt o.ä. zum Kuscheln geben, wenn der Papa gerade nicht da ist, damit der Geruch vertraut und mit Sicherheit assoziiert ist. Und ich würde versuchen, beim Umgang im Hintergrund zu bleiben und die beiden möglichst viel gemeinsam machen lassen, inkl Wickeln, Essen etc. Aber in dem Alter ist das schon manchmal noch schwierig mit der Bindung, das kenn ich auch von Erzählungen zusammen lebender Paare, dass die Papas da im U3-Alter manchmal einfach einen schweren Stand haben und das erst mit der Zeit besser wird. Aushalten und dran bleiben ist da vielleicht das einzige wirkungsvolle Mittel.


    Gleichzeitig würde ich mich und auch den KV wohl fragen, was das langfristige Ziel sein soll. Denn mit den von dir geschilderten zeitlichen und finanziellen Randbedingungen wird das mit der Vater-Kind-Beziehung wohl noch eine Weile schwierig bleiben. Hat er bzw habt ihr beide die Motivation, das durch zu stehen und daran Mini-Schritt für Mini-Schritt zu arbeiten? Oder siehst du die Gefahr, dass er irgendwann ganz abtaucht? Wenn letzteres der Fall sein sollte, würde ich das thematisieren. Ihr drei lebt besser mit klaren Verhältnissen! Wenn der KV *wirklich* KV sein will, top, dann arbeitet weiter an der Beziehung zum Kind. Aber dann sollte er auch zügig die Vaterschaft anerkennen, damit er und Kind nicht plötzlich doof da stehen, falls dir etwas zustoßen sollte (was wir ja nicht hoffen wollen, aber man weiß eben nie). Hat er ohnehin schon große Zweifel an seiner Begeisterung für die Vaterrolle (worauf die nicht anerkannte Vaterschaft m.E. hindeutet), solltet ihr vielleicht mal darüber sprechen, welchen Sinn der Umgang dann überhaupt hat. Hier im Forum gibt’s genug traurige und Energie-raubende Geschichten zu UETs, die halbherzig mal irgendwas machen und damit hauptsächlich Konflikte und Frust/Leid beim Kind auslösen. Da würde ich dann für das „Entweder ganz oder gar nicht“-Modell plädieren.

    Umgang. Er gibt sich Mühe. Kind blockt. Bleibt nicht alleine mit im Zimmer. Spielt wenn ich sie auf dem Schoß habe mit ihm. Aber darf nicht aufs Klo oder so. Kiwa schieben darf der Papa auch nicht. Nach 3 Std wird's besser. Mehr als 4 hat er keine Zeit.

    Geschenk gibt's selten.


    Reden ist schwierig. Er weicht aus. Klare Aussage kaum zu erhalten. Da er bei seiner Familie überall Babyfotos zeigt und den stolzen Papa spielt gehe ich von Interesse aus.


    Beim Anwalt war ich. Haben was aufgesetzt für den Fall daß ich sterbe. Man kann zwar nur Empfehlung schreiben und Jugendamt entscheidet...aber oft folgen die wohl der Empfehlung.

  • Hier mal ein Beispiel aus der anderen Perspektive: Bei uns wollte der Vater die Vaterschaft nicht anerkennen, hat keinen Unterhalt gezahlt, aber das Kind immerhin als Baby so alle 6 Wochen spontan mal besucht.

    Ich hatte das Gefühl, wenn ich ihn nicht als Vater eintragen lasse und das erkämpfe, dann ist er für immer weg. Also habe ich das dem Jugendamt übergeben und es fand eine Vaterschaftsanerkennung statt. Sehr viel später habe ich auch uhv beantragt, das hatte zur Folge, dass er vom JA auf Unterhalt verklagt wurde.


    Beides hatte keine Auswirkungen darauf, dass es regelmäßigen Umgang gegeben hätte. Mein Kind hat trotz meiner auch anderweitiger großen Bemühungen keine Beziehung zu seinem Vater aufbauen können. Er war zwar mal für 2- 3 Jahre kurz in Kontakt mit ihr, aber das hat nicht gehalten, er ist wieder weggeblieben. Wenn ein Vater sich auf keine Bindung einlassen kann, dann kann man das als Mutter nicht erzwingen. Und Unterhalt und Vaterschaftsanerkennung tun dann auch nicht viel dazu.

    Jetzt ist sie fast erwachsen und interessiert sich weder für ihn noch dafür, was zu seiner Abwesenheit beigetragen hat.

    das was du sagst, da hab ich genau das Gefühl nur umgekehrt. Das er dann entgültige weg ist. Wegen Druck.

  • das was du sagst, da hab ich genau das Gefühl nur umgekehrt. Das er dann entgültige weg ist. Wegen Druck.

    Nach dem was du beschreibst, ist es kein großer Verlust, wenn der Vater nicht mehr auftaucht.


    Er hat dich ja ganz gut im Griff. Trotz das ihr getrennt seid, tanzt du nach seiner Pfeife. Warum eigentlich? Weil dann der ohnehin schlechte Kontakt und die nicht vorhandene Bindung zum Kind dann ganz weg sind, wenn er nicht mehr kommt?

  • Du bist dafür zuständig, dass deine Tochter ihren Wert kennt.


    Und ihren Wert erkennt sie bekommt sie nicht von einem Typen, der einmal in zwei Monaten vorbeischaut, sondern wie die Personen handeln, die tägliche für sie zuständige sind.


    Verkauf sie nicht unter Wert.

  • Du schreibst, dass du Sorge bzw. das Gefühl hast, dass er dann ganz weg ist, wenn du "Druck" machst.

    Also, mein Senf dazu: Auf Zuverlässigkeit und Verantwortungsübernahme zu bestehen halte ich nicht für Druck machen. Du verlangst doch nichts Unmögliches von ihm.


    Und der 2. Punkt, den anitadr schon bemerkt hat: Dein Kind ist wertvoll - und du auch. Mach dich nicht klein.


    Was ist deine Angst hinter diesem Gefühl, das er dann weg sein könnte? Ist die hilfreich?

  • Noch dazu steht der Unterhalt dem Kind zu. Auch, wenn Du ihn bis auf Weiteres für den Zwerg "verwaltest". Wenn du den Unterhalt jetzt nicht brauchst, spar ihn an bis Kind volljährig ist/FührerscheinAuto braucht/Studiert/Wohnungeinrichtung braucht/was auch immer.... Natürlich mußt Du hier nicht mehr preis geben, als Du möchstest, aber so wie ich Deine Strategie verstehe, wirst Du immer wieder einen Schritt zurück gehen, bis Du mit dem Rücken an der Wand stehst. Er war schließlich an der Entstehung des Zwerges genau so beteiligt wie Du. Und demzufolge auch an den Konsequenzen. Wenn er schon keinen vernünftigen Kontakt halten will, dann muß er wenigstens finanziell etwas beitragen. Kinder werden mit zunehmendem Alter auch nicht "billiger" ;-)

  • Noch dazu steht der Unterhalt dem Kind zu. Auch, wenn Du ihn bis auf Weiteres für den Zwerg "verwaltest". Wenn du den Unterhalt jetzt nicht brauchst, spar ihn an bis Kind volljährig ist/FührerscheinAuto braucht/Studiert/Wohnungeinrichtung braucht/was auch immer.... Natürlich mußt Du hier nicht mehr preis geben, als Du möchstest, aber so wie ich Deine Strategie verstehe, wirst Du immer wieder einen Schritt zurück gehen, bis Du mit dem Rücken an der Wand stehst. Er war schließlich an der Entstehung des Zwerges genau so beteiligt wie Du. Und demzufolge auch an den Konsequenzen. Wenn er schon keinen vernünftigen Kontakt halten will, dann muß er wenigstens finanziell etwas beitragen. Kinder werden mit zunehmendem Alter auch nicht "billiger" ;-)

    Wie schon mehrfach geschrieben ersetze ich ihr das fehlende Geld. Hab ihr zb komplettes Weihnachtsgeld auf ihr Konto gezahlt das entspricht in etwa der Summe von Unterhalt. Kann sein das es 20 bis 50 euru Unterschied ist. Nächste Jahr selbe. Also hat sie kein finanziell Verlust.

  • Es geht bei der Argumentation ja nicht darum, wo und wie innerhalb eurer "Kleinfamilie" das Geld hin- und hergeschoben wird. Sondern darum, dass euch als Kleinfamilie nicht so viel Geld zur Verfügung steht. (Mit dem nicht aufs Sparkonto eingezahltem Weihnachtsgeld könnte mit Sicherheit das ein oder andere gemacht werden, was schön und gut für euch wäre.)


    Wenn dein Kind studieren sollte, dann sind das ca. 25 Jahre, worüber du jetzt in gewissem Maße entscheidest. Und deinem Kind auferlegst, mit 18 Jahren ggfls. erstmalig eine Unterhaltsberechnung gerichtlich durchzusetzen gegen den Vater (sonst ist es schwierig mit BaFöG). Das ist nicht schön fürs Kind.

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Stimme Volley absolut zu. Außerdem: Ist Dein Weihnachtsgeld (tarif-)vertraglich zugesichert? Was machst Du, wenn Du es nicht mehr bekommst/arbeitslos/krank wirst? Ich bin auch der Meinung, dass Du es Dir jetzt vllt. ein bißchen bequem machst, die Schwierigkeiten, die Euch später einholen, aber nicht sehen magst.


    Noch dazu: was ist ein Umgang wert, der "erkauft" wird....

  • Für mich ist es die Haltung die er zum Kind NICHT einnimmt - das ist kein verantwortungsbewusster, gleichberechtigter Elternteil.


    Da kann man nur hoffen das er auch so edel ist wenn das Kind mit 14 vielleicht mal zum Papa zieht, weil zuhause alles doof ist

  • Stimme Volley absolut zu. Außerdem: Ist Dein Weihnachtsgeld (tarif-)vertraglich zugesichert? Was machst Du, wenn Du es nicht mehr bekommst/arbeitslos/krank wirst? Ich bin auch der Meinung, dass Du es Dir jetzt vllt. ein bißchen bequem machst, die Schwierigkeiten, die Euch später einholen, aber nicht sehen magst.


    Noch dazu: was ist ein Umgang wert, der "erkauft" wird....

    Es ist mein Kind. Wir kommen finanziell Rum . Das Weihnachtsgeld ist sicher. Wenn anderer Job kann ich mir ein 400 Euro Job suchen um das Kind auszuzahlen. Klar geht lange krank sein nicht. Darf man sich nicht erlauben. Aber das darf man auch nicht ohne kind.

    Aber wir brauchen ihn nicht. Ich mach mich nicht von ihm mit Unterhalt abhängig. Ich lass mich nicht erpressen. Es ist mein Kind und fertig.

    Im übrigen was das nicht meine Frage und geht euch überhaupt nichts an.

  • Nein, es ist EUER Kind. Auch wenn es Dir nicht gefällt. Wenn Du auch ohne Unterhalt zurecht kommst, machst Du Dich damit auch weder erpressbar noch abhängig.


    Tut mir leid, dass wir Dir nicht schreiben können, was Du lesen willst. Das Leben ist aber nun mal kein Ponyhof. Und meine Kristallkugel sagt, wie andere oben schon geschrieben haben, dass es, was den Umgang angeht, völlig wurscht ist, ob Du Unterhalt einforderst oder nicht. Der Gute kommt, ob und wann er mag, oder eben nicht.