Misshandlung?

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  • Wenn du nicht die absolute Trennung vom Opa bzw. den Grosseltern vollziehen willst oder kannst, solltest du klare Verhältnisse schaffen: ZB Opa wickelt nicht mehr. Kontakt des Grossvaters nur, wenn Oma oder du anwesend. Oma ist bereit, ihrem Mann zu helfen und zu kontrollieren.

    Opa erklärt sich bereit, das Geschehen aufzuarbeiten mit einem Therapeuten.


    Vielleicht hat dein Vater auch noch weitere Vorschläge. Ich finde es gut und anerkennenswert, dass er sich bekennt! Das könnte ein Zeichen sein, dass er die Zukunft anders gestalten will.

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Jetzt hat mein Vater es wirklich zugegeben. Und jetzt? Ich kann ihm doch nicht den Enkel nehmen. Er meint es ja nicht böse. Scheiße

    Du möchtest also, dass Dein Kind weiterhin Kontakt mit dem Mann hat, der es missbraucht hat?

    Ich finde das wirklich schräg.

    Viele Pädophile sind der Meinung, dass das, was sie tun nicht böse ist, sondern halten es für eine Form der Liebe. Das Problem ist halt, dass es für die Opfer höchst traumatisierend ist.

    Indem du weiter mit dem Mann, der dein Kind missbraucht hast, verkehrst, gibst du auch deinem Kind gegenüber ein Statement ab. Deinem Kind wurde massive Gewalt angetan und du zeigst ihm, dass es ok ist, sich weiter mit dem Täter zu treffen. Auch wenn dein Kind noch klein ist, glaube ich nicht, dass so etwas ohne Folgen bleibt.


    Hast du schon mit Fachleuten gesprochen? Hast du dir Hilfe für dein Kind und auch für dich geholt?

    Hat dein Vater noch weitere Kinder missbraucht? Kannst du andere Kinder vor ihm schützen, indem du tätig wirst?

  • So - einmal aufgestanden, eine Runde durch die Wohnung gedreht und geatmet, um nicht zu emotional aufgeladen zu schreiben, aufgrund eigener Erfahrungen.

    Bei "er meint es doch nicht böse" ist das nämlich ein bisschen schwierig. Natürlich meint er das nicht böse... Das ändert aber, wie hier schon gesagt wurde, nichts daran, was so ein Missbrauch (und das Gefühl von Dir nicht davor beschützt worden zu sein, obwohl Du es wusstest) für lebenslange Folgen für Dein Kind haben kann, wenn es nicht aufhört. Sofort.


    Wie Du das sicherstellst, liegt auch daran, wie Du oben gestellte Fragen beantwortest. Für Dich, nicht zwingend hier öffentlich. Also, hat Dein Vater bei Deinem Sohn wirklich das erste Mal so gehandelt? Oder ist das doch auch bei Dir und/oder Geschwistern schon vorgekommen? Wie steht Deine Mutter dazu? Könntest Du ihr vertrauen, dass sie ihm das Kind nicht mehr alleine überlässt? Ist Dein Vater bereit, sich Hilfe zu suchen?


    Auch wenn es Dir schwer fällt - der Schutz Deines Sohnes sollte jetzt wirklich über allem stehen.

    LG
    CoCo



    Halt mich fern von der Weisheit, die nicht weint, von der Philosophie, die nicht lacht, und von der Größe, die sich nicht vor Kindern verneigt.


    ~ Khalil Gibran ~





  • „Das Gegenteil von gut ist gut gemeint“, heißt doch das Sprichwort. Also nichts wie raus da! Bloß weil keiner irgendwas böse gemeint hat, heißt das noch lange nicht, dass es keine bösen Folgen gibt. Dein Kind wird es dir später danken, wenn du konsequent handelst.

    "No one can make you feel inferior without your consent" Eleanor Roosevelt

  • Es ist MISSBRAUCH - was der Opa da tut, daß solltest Du niemals vergessen was er Deinem Kind da antut.

    Von wegen er meint es nicht böse ... kann man mit so einem Menschen wirklich umgehen als wäre nichts?!

    Tu es für das Kind - hol Hilfe und lass das Kind nicht mehr mit Opa alleine am besten distanzier Dich von diesem Menschen - das ist einfach nur krank aber die Ansicht ich kann ihm doch nicht den Enkel weg nehmen noch mehr - ihr braucht ganz ganz dringend Hilfe

    Die meisten Menschen sind so glücklich, wie sie es sich selbst vorgenommen haben.
    Abraham Lincoln

  • Ja ich habe mich ja schon bei einer Stelle gemeldet aber wenn ich jetzt offiziell mache dann hab ich echt Probleme. Mein Ex will gerade mehr Umgang bald geht's wieder zum Gericht. Dann ist doch klar dass die sich auf die Seite des Vaters stellen. Meine Mama findet das ok und nicht ok. Das ist denke ich was anderes.

  • Ja ich habe mich ja schon bei einer Stelle gemeldet aber wenn ich jetzt offiziell mache dann hab ich echt Probleme. Mein Ex will gerade mehr Umgang bald geht's wieder zum Gericht. Dann ist doch klar dass die sich auf die Seite des Vaters stellen. Meine Mama findet das ok und nicht ok. Das ist denke ich was anderes.

  • Mir fällt es nach wie vor ganz schwer das zu verstehen. Es ist ok für dich, wenn dein Kind weiterhin Kontakt zu dem Menschen hat der es missbraucht hat, während du vor Gericht gegen den Vater des Kindes vorgehst, weil der mehr Umgang haben möchte.

    Ich frage mich, was deine Beweggründe sind und an welcher Stelle bei deinen Überlegungen dein Kind, bzw. das Wohl deines Kindes steht.

  • Schade für das Kind, dass deine Angst, dass dein Ex bei Gericht mehr Umgang bekommen könnte, wenn der Mißbrauch öffentlich wird, stärker ist als dein Schutztrieb dein Kind vor diesen Übergriffen zu schützen.


    Deine Mutter scheint ja da keine große Hilfe zu sein.


    Willst du wirklich, dass dein Kind dir einmal vorwerfen wird: DU hast gewusst, dass mir sexualisierte Gewalt angetan wurde und hast nichts unternommen, weil dir die "heile Familie" wichtiger war?

    Mach dich gerade und schütze dein Kind. Das ist deine verdammte Pflicht als Mutter. Wenn du dazu nicht in der Lage bist, dann solltest du dir darüber Gedanken machen, ob ganz viel Umgang mit dem Vater dann nicht die bessere Alternaive ist

  • Ja ich habe mich ja schon bei einer Stelle gemeldet aber wenn ich jetzt offiziell mache dann hab ich echt Probleme. Mein Ex will gerade mehr Umgang bald geht's wieder zum Gericht. Dann ist doch klar dass die sich auf die Seite des Vaters stellen. Meine Mama findet das ok und nicht ok. Das ist denke ich was anderes.

    Mit platzt grad richtig der Kragen 🤬

    Du wirst ein viel größeres Problem bekommen, wenn du jetzt nicht handelst. Im schlimmsten Fall wird DEIN KIND psychisch lebenslang darunter leide, Du bekommst das Sorgerecht und Besuchsrecht erstmal voll entzogen und könntets sogar rechtlich bestraft werden (im worst case sogar mit Freiheitsstrafe).

    Mißbrauch ist Mißbrauch, egal in welcher Form und gehört angezeigt. Die Schäden kannst du nie wieder gut machen.


    Verdammt nochmal du bist die Mutter und hast dein Kind zu schützen !!!

    Nein, ich habe keine Spinnennetze in der Wohnung, das sind Ökotraumfänger :D

  • Morgen Anonymous,

    deine Beiträge verwirren mich.

    Es ist gut, d. du dich bei einer Stelle gemeldet hast. Meintest du damit eine Beratungsstelle ?

    Bleibe bitte weiter auf diesen Weg.

    Aus einen deiner Beiträge lese ich heraus, d. deine Mutter bescheid weiß und das du oder deine Mutter auch mit deinen Vater darüber gesprochen habt.

    Habe ich das so richtig verstanden ?

    Das mit der Gerichtsverhandlung habe ich nicht verstanden.

    Wie meinst du das ?

    Ich denke, d. es dir klar ist, dein Kind nicht mehr alleine mit deinen Vater zu lassen.

  • Liebe Anonymous,


    den ersten Schritt hast du wohl gemacht und hier gefragt, den zweiten auch, denn du hast irgendeine Beratungsstelle (?) informiert und dir Hilfe gesucht. Der dritte Schritt ist, aufrichtig mit Jugendamt und Gericht umzugehen. Warum? Wenn du versuchst, das für dich Unangenehme zu vertuschen, kommt es woanders raus und du stehst schlechter da, als wenn du ganz offen und ehrlich kommunizierst.

    "Unangenehm" schreibe ich nicht als Euphemismus, sondern, weil ich das so wahrnehme, dass es dir, Anonymous, unangenehm ist. Überleg dir, welche Ehrlichkeit du vom KV und vom Jugendamt usw. erwartest und sei genauso ehrlich.


    Das mal ganz abgesehen davon, dass du die Verantwortung für das körperliche und seelische Wohl deines Kindes trägst, die wiegt schwer und die lastet auch auf einem, ich weiß. Nichtsdestotrotz kannst du sie tragen. Such dir Unterstützung, die beim tragen hilft:

    Eine Erziehungsbeistandschaft, eine SPFH (sozialpäd. Familienhilfe), die helfen dir beim Tragen und sie helfen dabei, dass die schwierige Situation besser wird für dich und dein Kind. Geh das offensiv an, frag beim Jugendamt nach Hilfe.


    Hab keine Angst! Geh weiter auf dem Weg, den du begonnen hast.

  • Wenn du versuchst, das für dich Unangenehme zu vertuschen, kommt es woanders raus und du stehst schlechter da, als wenn du ganz offen und ehrlich kommunizierst.

    Richtig! Von außen betrachtet sieht nämlich ein Versuch der Verharmlosung / Vertuschung dann nachher ganz klar aus wie "im Erziehungs- und Schutzauftrag dem Kind gegenüber gescheitert -> schlechte Mutter", eine andere Sichtweise von außen wird es da wohl kaum geben. Offensiver, ehrlicher Umgang mit JA und Gericht und Hilfe Suchen bei JA etc hingegen wird mit aller Wahrscheinlichkeit gewertet als "Ok, Mutter ist in blöde Situation geraten, tut aber alles dafür, ihr Kind da schleunigst raus zu holen -> gute Mutter".


    Natürlich wird das für deine Eltern und auch dich sehr unschön, wenn du das Fass jetzt auf machst. Und eure Beziehung mag darunter mindestens temporär, vielleicht sogar dauerhaft, leiden. Im Zweifelsfall stehst du jetzt vor der Entscheidung "dein Kind oder deine Eltern". Das ist keine Entscheidung, die man irgendwem wünscht und es ist tragisch, dass du diese Entscheidung treffen musst, keine Frage. Aber es gibt bei dieser Entscheidung nur *eine* richtige Antwort.

    "No one can make you feel inferior without your consent" Eleanor Roosevelt

  • Was hat dein Vater zugegeben und was meinst du damit, dass er es nicht Böse meint ?

    Die Frage blieb bisher leider unbeantwortet.

    Jetzt hat mein Vater es wirklich zugegeben. Und jetzt? Ich kann ihm doch nicht den Enkel nehmen. Er meint es ja nicht böse. Scheiße

    Was hat er wie zugegeben?

    Wie nimmt er das wahr?

    Gab es vergleichbare Handlungen innerhalb der Familie?

    Ist Deine Wahrnehmung, dass sein Verhalten eine sexuelle Motivation hat?


    Natürlich löst es Hilflosigkeit bei mir aus, wenn ich weiß daß da ein 2,5 Jahre altes Kind der Gefahr ausgesetzt ist, Opfer von sexuellem Missbrauch zu werden oder gewesen zu sein.

    Und bei allem Verständnis möchte ich dennoch von blindem Aktionismus abraten, wenn denn sichergestellt ist, dass es keinen Kontakt mehr zum Opa gibt!

    Ich mag Dir also keinen Rat geben um meiner selbst willen.


    Hilfe sollte Anoymus auf jeden Fall in Anspruch nehmen. Ich denke das steht außer Frage.

    In StGB 176 ist Kindesmissbrauch definiert.


    Ist das so passiert?


    vg von overtherainbow

    im „hätte“, „wenn“ und „könnte“ land, ist das leben unbekannt!

    im „hier“ und „jetzt“ und „atemzug“, ist uns das leben nicht genug

    im „gestern“, „bald“ und „übermorgen“, rinnt uns das leben aus der hand

    im „lächeln“, „danke“, „gern“ wittern wir betrug


    und dann, im „weg“, im „los“ und im „belassen“

    da können wir das glück nicht fester fassen

  • Puh es ist echt schwierig. Ja ich denke schon dass das alles so ist aber was soll ich machen meinen Vater ins Gefängnis bitten? Ich bin jetzt wochentags mit meinem Sohn nicht mehr bei meinen Eltern. Kita startet wieder in bawü. Ich hab Angst dass mein Ex mitbekommt. Ich kapier das eh nicht. Der Typ vom Jugendamt und die Verfahrensbeiständin empfehlen tatsächlich beide mehr Umgang. Aber ich habe mich schon dagegen ausgesprochen. Wenn ich nun noch "offen" mit denen spreche dann drehen die völlig ab. Vielen Dank Leute.