Freiwillig AE

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  • Meine Oma und eine Kollegin haben beide ein (meine Oma das 5., Kollegin das 1.) Kind mit 45 bekommen. Das Alter ist medizinisch vielleicht wichtig, aber ansonsten finde ich es nur eine Zahl. Wer sich ein Kind zutraut, soll es tun, wer nicht, lässt es.

    Als älteres Elternteil hat man ja auch Vorteile, hat schon viel erlebt, meistens ein gesichertes Leben und klare Vorstellungen.


    Ich war quasi immer allein erziehend mit zwei Kids. Meine Jungs können beide kochen, putzen, Wäsche waschen. Sie durften immer altersgerecht selbständig werden. Mein Bruder konnte im selben Alter nicht mal Wasser kochen. Mein Ex hat gejammert, wenn seine Mutter im Urlaub war, weil ihm dann niemand die Hemden gewaschen und gebügelt hat (mich hat er nicht gefragt 8)).


    Es kommt nicht darauf an, was andere meinen. Es kommt nur auf einen selbst an.

    I am a bear of very little brain, and long words bother me. (Winnie-the-Pooh)


    Ein Leben ohne Bücher ist nicht lebenswert. (Erasmus von Rotterdam)

  • Ein Vorteil deines AE-Modells ist, dass du und der KV euch bewusst für dieses Modell entscheiden habt und es keine Beziehungsstreitereien zwischen euch gibt (womit ich natürlich nicht sagen will, dass alle AEs, die vorher mit dem KV in einer Beziehung waren, Streitereien mit dem KV haben).

    Offenbar sind die Umgänge bei euch klar geregelt. Würde der KV denn auch mehr einspringen und sich mehr einbringen, wenn du mehr Unterstützung brauchst, oder auf Grund einer weiteren problematischen Schwangerschaft auf Hilfe angewiesen bist?


    Keine Schwangerschaft ist wie die andere und kein Kind ist wie ein anderes. Daher kann man gar nicht voraussagen, ob es eine gute Idee ist, noch ein Kind zu bekommen oder nicht. Mein 3. Kind hat ADHS und war vom ersten Tag an total auffällig. Wäre er mein erstes Kind gewesen, hätte ich lange Zeit kein zweites Kind bekommen (oder vielleicht auch nie). Die anderen Kinder waren vergleichsweise pflegeleicht (obwohl das erste Kind eine Behinderung hat und dadurch natürlich auch behinderungsspezifische Probleme und Pflege zu lösen waren).


    Wichtig finde ich auf jeden Fall auch die finanzielle Situation. Bist du finanziell gut genug aufgestellt, um das wuppen zu können?

    Außerdem nicht unwichtig: Welche Unterstützungsmöglichkeiten hast du neben dem KV? Mal ab und zu die Kinder abgeben zu können um mal was für sich zu tun, ist wichtig.

  • Ich glaube, das muss jeder für sich selbst entscheiden... Ich habe meine Kinder mit 28 und 32 bekommen, klassische Ehe ohne Verwandtenunterstützung mit einem an der Familie damals desinteressiertem Ehemann und Fast-Vollzeit-Job. Es war der Hammer, zumindest zeitweise und ich bin glücklich, dass meine beiden nun ziemlich "wohl geraten" erwachsen sind und anfangen, ihre eigenen Wege zu gehen. Auch wenn sie eine "Lücke" hinterlassen, die ich nun "füllen" muss. Aber diese Zeit, die ich nun auch wieder für mich habe, ohne Rücksicht auf Verluste auch mal spontan wegfahren zu können, keine mütterlichen Taxidienste und auch keine spätpubertären Auswüchse mehr - das hat echt was! :):thumbup:Ich lerne das langsam aber sicher absolut zu schätzen!!!


    "Meins" wäre allerdings eine große Familie mit 4 Kindern gewesen und dem habe ich auch insgeheim lange nachgetrauert. Und so "erwischte" mich mich Anfang / Mitte 40 der Wunsch, noch einmal ein Kind zu bekommen. Dies allerdings nur im Rahmen einer festen Partnerschaft - "ohne" hätte ich mir das bereits vor 5-10 Jahren nicht mehr zugetraut. Und mit Punkt 45 hatte sich dieser Wunsch dann auch erledigt.


    Ehrlich gesagt: heute, mit 51, bin ich heilfroh, dass ich hier als AE kein 6-10 jähriges mehr rumhüpfen habe - so gerne ich Kinder wirklich habe! Das ist tatsächlich so - ich genieße es total, absolut und wirklich sehr, ab und zu auch mal die Mittelgroßen, Kleinen oder ganz Kleinen zu betüddeln. Aber selber und dann auch noch als AE ein kleines Kind haben?! Mit all der Verantwortung, die dazu gehört und dem Wissen, dass ich 65 gewesen wäre, wenn das Kind einigermaßen aus den Socken erwachsen ist?! Nicht wirklich... Dann eher noch "Beutekinder", aber das widerum hieße Partnerschaft und begrenzte Verantwortung (also nicht "Ersatzmama", sondern etwas in der Art "mütterliche Freundin" oder so).

    Verstehen kann man das Leben nur rückwärts, leben aber muss man es vorwärts.:strahlen

    (frei nach Sören Kieerkegard)

  • Man hat mir mal gesagt Kinder sind immer Selbstzweck. Ein egoistischer Wunsch des Menschen unsterblich zu sein...

    DAs sehe ich anders, natürlich ist Kinder bekommen immer Selbstzweck, aber ich sehe es eher so, daß man sich kümmern möchte, so wie man sich ein Haustier zulegt oder einen Garten, man erwartet, daß sie einem Freude bringen. Und NEIN, ich sage nciht, ein Kind ist wie ein Hund, aber ich vergleiche die Beweggründe. Ich würde kein Minime haben wollen :D

    Mein Gold ist jetzt 16. Ich persönlich fand die ersten Jahre z.B. einfacher, als die letzten 4.

    Sag doch bitte sowas nicht!!! Meine Große wird 12 =O

    Aber man soll ja nie nie sagen, eine Beutekind ist denke ich was anderes...

    Aha? Ist die Liebste so viel jünger? Mir fehlen da eh noch ein paar Details...

  • ^^  Monsterkrümel : Ein nicht unwichtiges „Detail“ ist, dass ich mich biologisch bedingt niemals nicht in der letzten Konsequenz für ein Kind entscheide. ;)


    ...und auch bei einer wesentlich jüngeren Liebsten, passiert ja schnell, weil Frauen ja nur maximal 29 werden, wäre mir trotzdem auch mein eigenes Alter wichtig.


    lg von overtherainbow

  • Guten Morgen ihr Lieben. Danke, dass ihr mit mir meine Dilemmas bespricht!

    Ich bin Angestellte und verdiene nicht schlecht. Eine Putzhilfe wäre sicherlich drin, falls ich es schaffe, nach der Elternzeit vollzeit zu arbeiten. Das ist leider von der Betreuungsmöglichkeiten abhängig. Auch wenn das Kind /die Kinder volle 9 Stunden in der Kita sind, ist es unmöglich vollzeit zu arbeiten. Wie macht ihr das?

    Wenn es um Hilfe im Alltag geht, das ist genau, was mir wohl fehlen wird. KV lebt und arbeitet in einer anderen Stadt und kann nicht einfach mal so einspringen. Wenn es um große Katastrophen geht wie Krankheiten oder KH Aufenthalte, ist er natürlich da. Aber für alltägliches, wie z.B. Kind aus der Kita abholen, habe ich niemanden. Meine Mutter lebt ca. 1 Fahrstunde entfernt, aber sie ist sowieso nicht in der Lage zu helfen, da gesundheitlich angeschlagen.

    Wie egoistisch ist es, Kinder zu bekommen? Ist doch egal... es gehört zu den natürlichsten menschlichen Bedürfnissen. Dazu bilde ich mir ein, glückliche Menschen großziehen zu können, weshalb ich gar kein schlechtes Gewissen habe, sie in die Welt zu setzen. Nur ein paar technische Details müssen noch geklärt werden 😉

  • @over...das waren wenig Details ;)


    @TS: Vollzeit arbeiten mit 2 Kleinkindern ist schon SEHR sportlich.


    Man möchte ja auch Zeit mitbden Stinkern verbringen und 9h Kindergarten und dann Dir bei der Hausarbeit zusehen ist nicht unbedingt Qualitätszeit..

  • Es gibt ja die Möglichkeit Teilzeit zu arbeiten. Ich habe das viele Jahre gemacht und arbeite nun 36 Stunden. So ein freier Nachmittag ist entlastend für mich. Gerade Termine und co. lege ich an diesen Tag.

    Inzwischen könnte ich Vollzeit gehen, aber ich will einfach nicht. Mein persönlicher Luxus.

    Ich hab halt viel gerechnet. Wenn ich VZ gegangen wäre, dann hätte ich dementsprechend hohe Kinderbetreuungskosten gehabt. Das hätte keinen finanziellen Vorteil gehabt.

    Neun Stunden KiTa plus anschließender Fremdbetreuung hätten mich schon abgeschreckt, auch für mein Kind. Mehr als das Alter.

  • @TS: Vollzeit arbeiten mit 2 Kleinkindern ist schon SEHR sportlich.


    Man möchte ja auch Zeit mitbden Stinkern verbringen und 9h Kindergarten und dann Dir bei der Hausarbeit zusehen ist nicht unbedingt Qualitätszeit..

    Es kommt auf den Beruf an. Ich habe immer Vollzeit gearbeitet. Wenn die Kids ab 19.00 Uhr im Bett waren, saß ich bis 21.00 Uhr halt noch am Schreibtisch. Kita und Hort fanden meine übrigens nie schlimm, einfach, weil es eben so war und ich es als normal vermittelt habe. Haushalt? Äh...ja...am Wochenende und was unbedingt nötig war.

    I am a bear of very little brain, and long words bother me. (Winnie-the-Pooh)


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  • Auch in meinem Beruf ging es, mit 2 Kindern, die 4 Jahre auseinander waren, (fast) voll zu arbeiten, weil ich die überwiegende Mehrheit der Nachmittage nicht im Büro oder am Arbeitsplatz verbringen musste, sondern mir vieles auch frei einteilen konnte. Ich habe dann halt nicht nachmittags, sondern abends und am Wochenende am Schreibtisch gesessen.


    Die Kinder waren vormittags bei ihrer Tagesmutter, später im Kindergarten mit Nachmittagsbetreuung und noch später dann im Hort. Nachmittags gab es in der Regel die "Mama-Zeit" für Ausflüge, Spielplatzbesuche etc. Deswegen kenne ich ja in Bonn so viele schöne Ecken :love:. Aber selbst da hatte ich oft ein schlechtes Gewissen, weil mir oft genug vor allem die Kraft fehlte, mich z.B. mit Hausaufgaben auseinanderzusetzen. Ich war da oft wirklich nachlässig. Für meine Tochter war das kein Problem, mein Sohn hätte demgegenüber jedoch mehr Unterstützung meinerseits gebraucht.


    Und: durch die Kombination Kinder, Haushalt, Beruf, Sozialkontakte hatte ich oft genug das Gefühl, ich dreh' mich im Hamsterrad wie eine Bekloppte und vor allem: ich selbst komme zu kurz. Ich hatte jahrelang keine eigenen Hobbys, hatte keine Zeit zum Stricken, Nähen, mich mit meinen eigenen Freundinnen zu treffen oder auch nur mal mich gemütlich aufs Sofa zu setzen und ein Buch zu lesen. Abends bin ich totmüde ins Bett gefallen, um morgens wieder einigermaßen fit aufzustehen. Wenn dann eins der Kinder krank war oder irgendwas hatte und ich dadurch die Nächte durchgemacht habe, wurde es kritisch. Auch das kam durchaus vor.

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  • Ich würde im Leben NIE WIEDER Vollzeit arbeiten, wobeindas beinubs ja auch bis zu 96h innder Woche waren.


    Lieber 50% und noch nebenbei jobben (450€ steuerfrei und ohne Sozialabgaben, dann aber an die Rente denken und zusätzlich absichern ).


    Mit den Nebenjobs verdiene ich allerdings mehr als mit dem Hauptjob.

  • Teilzeitjob + Nebenjob ergeben für mich auch Vollzeit.


    Wäre dir dein jetziges Arbeitsmodell auch als AE mit zwei Kindern möglich gewesen? Oder geht das jetzt nur, weil dein Mann sich während deiner Abwesenheit um Kinder und Haushalt kümmert?

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  • Ich hätte es auch machen können, wenn ich AE gewesen wäre.


    Ich habe damals alleine schon mehr 24h Schichten gemacht, als ich musste, allerdings für 100€ netto in meinem eigenen Haus.


    Ich mache solche Dienste nun in anderen Häusern fürs 10fache Geld.


    Als ich alleine war, habe ich erst eine Tagesmutter bezahlt, oder später dann eine sehr gute Freundin hier im Forum kennengelernt, die dann mein Kind betreut hat, während ich Nachts gearbeitet habe.


    Dafür habe ich ihre Jungs dann Mittwoch Nachmittags betreut. Winwin :)


    Mein Arbeitszeitmodell ist, dass ich eine Woche arbeite und eine Woche frei hab, in der Woche kann ich locker 1-2 24h Schichten machen, ob mit oder ohne Mann. Mit Mann wirds nur einfacher und ich kann noch mehr arbeiten, wenn ich möchte.


    Mit dem Geld, das ich da verdiene, kann ich locker Putzfrau und Tagesmutter bezahlen, das hält mir auch in der anderen Arbeitswoche den Rücken frei.

  • Mein Mann und ich haben das gerade durchgesprochen, qmwenn er ausziehen sollte, hole ich mir ein Au Pair :)


    Ich würde es auch alleine schaffen, da unsere Kita von 7-17 Uhr auf hat, aber das wäre schon arg stressig.


    In meinen 24h Schichten würde ich wohl auf den KV zurück greifen, oder Au Pair, bzw. eine Tagesmutter bezahlen.


    Das zahlt übrigens auch das Jugendamt. Also die Betreuung über Nacht. Das Proboem war eher jemanden zu finden, der das Kind üner Nacht betreut und vom JA als Tagesmutter zugelassen ist.

  • Man möchte ja auch Zeit mitbden Stinkern verbringen und 9h Kindergarten und dann Dir bei der Hausarbeit zusehen ist nicht unbedingt Qualitätszeit..


    :/

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    Ein Leben ohne Bücher ist nicht lebenswert. (Erasmus von Rotterdam)

  • Was denn?


    Ich hab eine Stresswoche, da arbeite ich den ganzen Tag von 8-17 / 18 Uhr und eine Woche, in der ich einen Tag arbeite. Oder vielleicht auch mal zwei. Da ich da aber 24h am Stück arbeite, also Morgens 8 Uhr bis zum nächsten Morgen 8 Uhr, brauche ich jemanden, der die Kinder Nachmittags bis zum nächsten Morgen betreut, sprich sie aus der Kita abholt und am nächsten Tag wieder hinbringt.


    In meiner "freien" Woche würden die Kinder mich also EINEN Nachmittag nicht sehen.


    Dadurch verdiene ich aber so viel, daß ich mir eine Putzfrau leisten kann, die mich in BEIDEN Wochen entlastet. Und noch mehr Luxus wäre es, wenn ein Au Pair in der Woche, in der ich arbeite, die Kinder zur Kita bringt und zurück und dann essen kocht, dann brauche ich mich um das nicht kümmern. Ich komm dann nach Hause, kann Qualitätszeit mit den Kindern verbringen. Muß nicht mehr kochen oder putzen, keine Hausarbeit erledigen.


    Wir haben kein Au pair...aber wenn es mir zu viel werden würde, oder ich das Gefühl hätte, ich pack das alles nicht, dann wäre das meine Lösung. Durch meinen Nebenjob kann ich das finanzieren. Ohne Nebenjob hätte ich zwar einen Nachmittag mehr mit den Kindern, aber kein Geld für Putzfrau und Co. und es würde auch so finanziell eng werden.

  • KV ist jedes WE bei uns. In der Woche nicht, das würde er zeitlich nicht schaffen, da er in einer anderen Stadt lebt und arbeitet.

    Ohne diese Besuche würde ich es auch schaffen, keine Frage. Es ist aber unwahrscheinlich, dass sich daran was ändert.