Überforderung mit 4 Kindern und Job

Die Registrierung ist wieder eröffnet! Wir begrüßen euch recht herzlich bei uns im Forum!
  • Hi @ll,


    bin neu hier und muss einfach mal was los werden bzw. Wäre mir die Meinung einer aussenstehenden Person vielleicht einfach mal sinnvoll. Ich lebe seit 2 Jahren getrennt, anfangs mit einem Wechselmodell mit 4 Kindern, jeweils 1 Woche im Wechsel. Habe letztes Jahr 2 Umzüge hinter mir und seit einem halben Jahr ca. Leben alle 4 Kids bei mir, weil der KM alles zu viel ist. Vielleicht sollte ich noch erwähnen das die KM an Borderline leidet und ich die erste Zeit damit gekämpft habe zu mir selbst zu finden. Zu Anfang haben wir in der Nähe gewohnt wegen der Kinder. In den 2 Jahren nach der Trennung hat sie mittlerweile den 2.ten Partner mit dem sie gerade zusammen zieht und auch weiter weg zieht weil sie hier nicht glücklich ist in der Gegend (wollte sie mit dem ersten Partner übrigens auch) Wie ich selber merke schweife ich aus 😅 eigentlich geht's um folgendes, kurz gesagt: Vormittags Job, im Anschluss direkt die Kinder (4, 7, 9, 11 Jahre) Haushalt, Einkaufen, Kochen, bespassen, Hausaufgaben, Ärzte, Corona etc., die Kinder gehen so ziemlich jedes 2.te Wochenende zur KM, sonstige Unterstützung gibt's nicht. Kids sind zwischen 20 und 21h im Bett, somit habe ich wenn es hochkommt 1-2 Stunden bis auch ich ins Bett Falle. Neue Partnerin würde derzeit noch nicht mal funktionieren, wie auch (Hamsterrad). Dran denken tue ich höchstens mal wenn die Kids bei der KM sind. Ehrlich gesagt ist bei mir die Luft raus, Kleinigkeiten bring mich in den Wahnsinn, das schlimmste sind die Streitigkeiten der Kids:( ich weiß auch das geht irgendwann vorbei. Ich habe im Moment einfach auf nichts mehr Lust. Der Job geht mir dermassen auf die.... X/ wenn ich nur dran denke 🙄 naja nach außen hin bin ich ziemlich relaxt und viele bewundern wie ich das alles schaffe nur innerlich bin ich einfach nur fertig. Ich denke wenn der Job nicht wäre und ich mir dadurch erst einmal ne Auszeit nehmen würde, wäre ich wieder viel ausgeglichener. Könnte mich mehr kümmern und die Kids müssten auch nicht unter meiner Laune leiden und ich würde mich auch wieder mehr mit den Kids beschäftigen, da ich vormittags vieles erledigen kann. Ich weiß ich bekomme 3 Monate sperre, müsste zusätzlich H4 beantragen etc. Dazu sei auch gesagt ich arbeite durchgehen seit 20 Jahren. Ich würde mich freuen eure Meinung zu lesen und vielleicht hier und da ein paar Tipps zu bekommen. P. S. Beachtet bitte keine Rechtschreibfehler und Punkt und Komma Setzung, dazu fehlte mir auch die Lust :P

    LG der Kackvogel

  • Erst herzliche willkommen hier.


    Mein erster Gedanke. Mensch, sprich mit deinem Arzt und beantrage eine Vater-Kind-Kur. Noch sind alle in einem Alter, wo du sie mitnehmen kannst. Das nimmt dich und sie mal für einige Wochen aus dem Trott heraus und du musst dich auch nicht 24 Stunden um sie kümmern.


    Und wenn das nicht geht, dann wenigstens mal 2 oder 3 Wochen AU. Sofort den Job schmeissen würde ich nicht. Er kann dir eben auch ein wenig die Abwechslung und Anerkennung geben, die du sicher auch brauchst.

    Wie läuft euer Alltag? Gibt es Dinge in die du deine Band mit einbindest oder Sachen im Haushalt in die du sie einbinden könntest? Z.B. das älteste Kind liest den jüngeren abends mal 15 Minuten vor. Alle sind beschäftigt, das eine Kind übt dabei lesen ,die anderen hören zu.

  • Danke für dein Antwort. Eine Kur oder auch eine AU löst vielleicht kurzzeitig das Problem, selbst nach 2 Wochen Urlaub oder wie ich auch letztens 3 Wochen Krank gewesen bin hat dies nicht gelöst. Über eine Kur habe ich auch schon nachgedacht, nur in der jetzigen Situation mit der lästigen Grippewelle läßt dies ja auch nicht gerade zu. Alleine der Gedanke nach 3 Wochen wieder zur Arbeit zu müssen, das ist auch so ein Ding. Ehrlich gesagt verdiene ich da ganz gut und die haben auch für vieles Verständnis, nur ist die Arbeit etwas was mich stört und mich da auch nicht glücklich macht. Meine Arbeit erledige ich vielleicht gerade noch mit 25%. Ein sabbathjahr wäre genau das richtige, nur bezahlt es leider keiner und der AG würde sich auch nicht drauf einlassen. Ich bekomme auch öfter mal Anrufe aus der Schule weil mein Sohn gerne seinen Willen durchsetzen möchte 😅 musste öfter daher auch mal die Arbeit verlassen. Kinder sind so auch mal öfter krank besonders die kleinen. Das einzig gute daran ist das ich dann Kind Krank bin. Ansonsten bin ich gerne Spazieren mit den Kids (Spielplätze) und viel am aufräumen, Haushalt etc. Die Jungs sind gerne mal aktiv bzw. Der 9 jährige gerne mal draußen mit Freunden, nur im Moment eher weniger. Ohne Elektro geht wenig, auch wenn ich was dagegen habe drücke ich gerade nen Auge zu. Dazu kommt generell wie man es sonst von Frauen kennt 😅 die sogenannte Winterdepri. Gerne würde ich der großen ne Aufgabe zuweisen, nur habe ich dann hinterher mehr zu tun als wenn ich es schnell alleine mache. Ist halt irgendwie eine Zwickmühle und ehrlich gesagt habe ich generell ein Problem mit helfen zu lassen oder um Hilfe zu bitten wenn ich weiß das ich es auch alleine schaffen kann. LG

  • Naja, Du schaffst es ja nicht mehr allein, sonst würde es Dir nicht so schlecht gehen.... ich hab das auch lernen müssen, Hilfe anzunehmen. Tut nicht weh, ehrlich😜... und man bekommt keinen Orden dafür, alles allein gemacht zu haben.....

    Eine Vater-Kind-Kur scheint mir auch eine gute Idee zu sein, Du bekommst mal den Kopf frei, um nachzudenken, wie Du weiter machen kannst. Soweit ich weiß, bekommt man da auch psychologische Unterstützung.
    Was genau Du für weitere Unterstützung in Anspruch nehmen kannst (Familienhelferin?), da gibt es hier wesentlich kompetentere Leute als mich, die antworten Dir bestimmt auch noch.

    Wenn es Dir finanziell ausgeht, wäre vielleicht als erstes eine Putz- oder Haushaltshilfe eine Idee, die Dir einiges abnimmt.

  • Ja, sobald es die Lage zu lässt das man eine Kur machen kann werde ich dies tun. Nur die Frage ist wann? Corona lässt grüßen. Naja Geld ist nicht alles und ich denke ich würde es ohne Job auch besser schaffen. Eine Mehrmonatige Auszeit hört sich für mich mit am logischsten an und ja dann lebe ich auch mal vom Staat (habe nach durchrechnen das gleich Geld wie jetzt auch, eigentlich traurig), ich weiß aber das ich auch schnell wieder was finden werde sobald ich mit der jetzigen Situation klar komme.

  • Hallo Kackvogel,


    erst mal willkommen!


    4 Kinder in dem Alter sind und allein-erziehend eine Hausnummer. Da wundert es mich wenig, dass du k.o. bist. Zumindest liest es sich so. Von sich aus kündigen - ich weiß nicht... gibt es evtl. die Möglichkeit, dass du dich erst mal krank schreiben lässt, um wieder ein wenig zur Ruhe zu kommen und Kraft tanken zu können?

    Verstehen kann man das Leben nur rückwärts, leben aber muss man es vorwärts.:strahlen

    (frei nach Sören Kieerkegard)

  • Du möchtest Meinungen oder Tipps? aber im Grunde hast du dich doch dazu entschlossen,....was soll man dann (vielleicht wieder seitenlang) dagegen argumentieren

    Vermutlich hast du recht, vielleicht gibt es aber auch jemanden der in der selben Situation steckt oder war und eine besser Lösung hat. Manchmal ist es auch so das man mit jemanden über sowas reden möchte die nicht voreingenommen sind.

  • Du hast sicher lange darüber nachgedacht, wenn du meinst es ist dir richtige Entscheidung für dich, dann mach es, wenn du meinst danach leicht einen Job wieder zu finden.

    Aber vielleicht stellen AG einen alleinerziehenden Vater nicht mehr so einfach ein wegen den befürchtenden Belastungen.

    Kannst du vielleicht deine Stdzahl (zeitlich begrenzt für ein Jahr z.B. )reduzieren und Wohngeld beantragen?

  • Meine 4 Kinder waren ca. im gleichen Alter und ich habe es nicht mit dem Vollzeitjob geschafft. Trotz Gleitzeit war ich immer am hetzen, denn wenn ich später kam, musste ich ja auch länger arbeiten...also wieder Hetze...deshalb habe ich dann noch ein paar Jahre wieder nur 50% gearbeitet. Geld und Karrieremäßig nicht so toll, aber immer noch besser als die Hetzerei und das Genervtsein.

    Ich würde an deiner Stelle versuchen die Arbeitszeit zu reduzieren und dann mit ev. Wohngeld und Kinderzuschlag über die Runden zu kommen. Achja und wenn es geht, nicht jeden Tag arbeiten, sondern mind. 1 freien Tag in der Woche einplanen. Habe mittlerweile so viele Modelle durch (15% während der Elternzeit, 20%,25%,30% Vollzeit, halbe Tage, 2 oder 3 Tage Vollzeit , Wochenende usw.) und arbeite jetzt Vollzeit.

    Du musst dir Gedanken machen, wie du dich am Besten organisieren kannst mit allem drum und dran und dann mit dem Arbeitgeber eine Lösung finden.

    Am Besten waren zu dieser Zeit 2,5 Tage arbeiten, also 2 ganze Tage und ein halber...dann hat man 2 Tage wo man alles erledigen kann und halt 2 oder 3 Tage Hetze. Das gleicht sich schön aus und man hat auch mal Zeit für sich selbst.

  • achso, und kündigen würde ich auf keinen Fall, dann lieber einen langen Krankenschein der Richtung Burnout geht.. Das heißt dann auch entsprechende Therapien versuchen um eine Situation wie diese in Zukunft zu vermeiden...(Selbstorganisation, Achtsamkeit, Zeitmanagement usw.), wenn dir dann dein Arbeitgeber kündigt, dann ist das halt so, aber dann gibt es auch ganz andere Möglichkeiten, als wenn du selbser kündigst....

  • achso, und kündigen würde ich auf keinen Fall, dann lieber einen langen Krankenschein der Richtung Burnout geht.. Das heißt dann auch entsprechende Therapien versuchen um eine Situation wie diese in Zukunft zu vermeiden...(Selbstorganisation, Achtsamkeit, Zeitmanagement usw.), wenn dir dann dein Arbeitgeber kündigt, dann ist das halt so, aber dann gibt es auch ganz andere Möglichkeiten, als wenn du selbser kündigst....

    Genau das meinte ich.

    Verstehen kann man das Leben nur rückwärts, leben aber muss man es vorwärts.:strahlen

    (frei nach Sören Kieerkegard)

  • Vater Kind Kuren laufen auch bei Corona - mit zwei Clicks hatte ich einen freien Termin Anfang Januar am Meer.


    sonst hilft nur Strukturen schaffen und Kräfte einteilen.

    Mit dem Hausarzt über die Erschöpfung sprechen, Hilfe installieren.


    Der Schulleiter kann dich auch nicht morgens anrufen, auch da müssen Lösungen gefunden werden. Es gibt auch Eltern die bei der Arbeit nicht erreichbar sind.


    Du musst viele Dinge für dich bewerten. Der Job hätte oberste Priorität. Die Sperrwochen könnte man umgehen, aber mit ALG2 wird es nicht leichter, sondern schwerer.

  • Der erste Gang wäre für mich zum Hausarzt.

    Erschöpfung, Burn-out, usw.


    Ich würde auch ein Schüppe drauflegen und eine Reha beantragen (gibt es auch mit Kindern) einfach um mal Luft zu holen und zu sortieren.

    Und das andere sich "kümmern".

    Dort kann man auch berufliche Perspektiven besprechen und auch abwägen, was schaffe ich da eigentlich noch? Einem vierfach Vater wird es wohl keiner verdenken, dass er z.B. in Teilzeit geht.


    Den Job zu kündigen halte ich für die schlechteste Option. Da machst du dir ganz schnell neue Baustellen auf.

    Und so einfach, dass man mit vier Kindern unter 12 eine neue Anstellung findet wage ich echt zu bezweifeln.

  • Wie lange geht denn das 4 jährige Kind in Kindergarten?! Vielleicht wäre eine Option 1-2 std länger und auch die in der Schule sind, mittagsbetreuung wo man die Hausaufgaben dann macht?!
    Schule wird mehr, mit lernen, üben - mit vier Kindern alleine kaum zu schaffen.
    Kindermädchen, Haushaltshilfe, Au-pair, Oma, Tanten. ... Hilfe sich holen, ist keine Schande, aber Job kündigen - niemals.
    wäre auch sehr für erstmal ne Kur für Euch alle zum durchschnaufen. Und dann hol dir Hilfe, was ist wenn du mal ausfällst

    Mit den Kindern????? Sie brauchen dich, aber du auch nen Job Wo du was anderes tust als Kind Kind Kind. Also nimm Hilfe an und dann schafft ihr es

    Die meisten Menschen sind so glücklich, wie sie es sich selbst vorgenommen haben.
    Abraham Lincoln