Finanzamt Erklärung der Haushaltsgemeinschaft

  • Hallo zusammen.


    ich bin hier um mir ein Paar Infos ein zu holen zum Thema Haushaltsgemeinschaft.


    Ich muss etwas weiter ausholen, um keine Missverständnisse hervor zu rufen. Aber ich versuche mich kurz zu halten.^^


    Bitte verurteilt mich nicht.


    Ende 2015 habe ich mir von meine Ex Frau getrennt, fast 10 Jahre waren wir zusammen und wir haben 2 Gemeinsame Kinder. Die Ehe stand nie in einem gutem Licht, wir hatten eig mehr Probleme als das es uns gut ging. Wir hatten viele schulen, ich hab versucht durch viel Arbeit alles schnellstmöglich zu begleicht. Zum Dank hat sich mir mit jemand anderem Betrogen.


    Ich war sehr blauäugig und sehr naiv, weil ich immer iwi Hoffnung gesehen hab. Dann folgte die Trennung weil ich keinen sinn mehr in dieser Ehe gesehen hab. Mittlerweile sind wir auch geschieden.

    Wir hatten abgemacht das Sie sich um die Kinder kümmert und ich alle Schulden mitnehme, damit sie keine sorgen hat und unbeschwert leben kann. Alle 2 Wochen sind die beiden zu mir gekommen für ein Wochenende.


    3 Jahre Lang hab ich geglaubt alles Läuft gut, das sie alles hin bekommt mit den Kids.


    In der zeit hab ich meine jetzige Freundin kennen gelernt. Sie ist zwar kein Kindertyp, möchte auch keine Kinder haben, hatte aber auch nie ein Problem damit wenn ich zeit mit meinen Kindern verbracht habe.


    Dann musste ich zu einem Termin zum Jugendamt, ich dachte erst es ein ein normaler Routinetermin.

    ich hatte mich schon gewundert warum meine Ex Frau und die Kinder nicht da waren. Da erfuhr ich dann das bei ihr überhaupt nichts läuft und sie sich um nichts gekümmert hat.


    Für das Jugendamt stand fest das die Kinder da weg mussten und sie haben mich vor die Wahl gestellt. Pflegefamilie oder sie kommen zu mir.


    Ich musste nicht überlegen, für mich stand sofort fest das die beiden zu mir kommen, eine Pflegefamilie kommt keineswegs in Frage.


    Aber mir war auch klar das ich mit dieser Entscheidung meinen Job und die Beziehung zu meiner Freundin aufs spiel setzte.


    Das mit meinem Job konnte ich klären, ich arbeite nur noch Teilzeit.


    Mit meiner Freundin hatte ich auch gesprochen und ihr die Situation erklärt, mir war klar das sie eigentlich kein Leben mit Kindern führen wollte. Aber trotzdem versuchten wir es.


    Mit neuem Elan kümmerte ich mich um alles um ein neues Leben mit meinen Kindern auf zu bauen. So weit hat auch alles super geklappt, bis es dann zu dem Punk kam das wir eine neue Wohnung brauchten.


    Meine 2 Zimmerwohnung war halt viel zu kleine für uns 3.


    Finanziell stand ich leider nicht so gut da in der zeit davor. ich musste Rechnungen zahlen Unterhalt und dann blieb eig nichts mehr für die schulden, so das ich einige Pfändungen über mich ergehen lassen musste. ich Hatte zu dem Zeitpunkt auch schon ein Pfändungsschutz Konto. Klar musste dann keinen Unterhalt mehr zahlen sondern hab ihn bekommen, trotzdem war das Geld echt knapp.


    Ich habe überall nach Wohnungen angefragt, leider habe ich nie eine zu sagen bekommen wegen meiner schlechten Bonität.


    Ich hatte mich schon fast damit abgefunden mit den beiden in der kleinen Wohnung zu leben.


    Meine Freundin machte mir dann den Vorschlag mit ein zu ziehen, dann wäre mein Bonität kein Problem mehr.


    Eigentlich wollte sie ihre Wohnung nicht aufgeben weil sie schon sehr vernarr in die Wohnung war und dazu kam noch das sie auch nicht mit Kinder zusammen leben wollte.


    Wir beredeten alles in ruhe und legten auch Bedingungen fest.


    Sie muss sich nicht um meine Kinder kümmern, egal in welcher Hinsicht.

    Wir führen keine gemeinsame Kasse.

    Jeder macht seinen eigenen Einkauf.

    Jeder wäschts eine eigene Wäsche. bzw ich die für mich und meine Kinder.

    Alle kosten für die Wohnung sind auch getrennt, ich zahle alles für mich und meine Kinder und sie für sich selber.


    Mittlerweile bin ich in Privatinsolvenz.


    Man muss halt alles was man hat offenlegen, wie und mit wem man wohnt. Hatte ich alles gemacht. Dann musste ich mal wieder unterlagen für steuern einreichen unter anderen auch die nebenkostenabrechung.


    Daraufhin wurde ich gefragt wieso denn noch jemand über 18 mit ihn der Wohnung wohnt. Ich würde dann nicht mehr als alleinerziehend gelten und mir würde ein Freibetrag nicht mehr zustehen, sagte man mir.


    Ich war total verwundert und verwirrt, schließlich habe ich immer alles eingereicht, auch den Mietvertrag wo meine Freundin mit drin steht, und erst nach fast 1,5 Jahren fällt auf das da was komisch ist.

    Ich frage mich warum das nicht schon vorher gesehen wurde.


    Ich wusste das nicht, weil es heißt ja schließlich Alleinerziehend.


    Ich mache ja alles alleine. Oder sehe ich das falsch?


    Hat jemand schonmal was ähnliches erlebt?


    Mein Insolvenzverwalter sagt ich müsse mich jetzt dem Finanzamt erklären, muss ich da jetzt nen Termin machen oder gibt es ein Formular dazu?


    ich bin für jede Info dankbar.

  • Ich befürchte, das Finanzamt hat alles nach Standard gemacht: Es hat über ein Jahr gewartet, bis es eine verfestigte Lebensgemeinschaft vermutet und Dich nicht mehr als AE definiert. Diese zwölf Monate sind in der Finanzrechtsprechung ziemlich verfestigt. Dass es jetzt 18 Monate waren - nun gut. Glük für Dich.

    Hinzu kommt, dass Du in Deinem Posting es ja genau beschreibst: Du bist mit Deiner Freundin zusammengezogen. Und Freundin wird hier ja anscheinend als Synonym für Partnerin genutzt.


    Mit dem FinAmt würde ich so kommunizieren, wie es von denen im Schreiben an Dich vorgeschlagen wird. Wenn Du nur Auskunft geben sollst, dann ist sicherlich die schriftliche Kommunikation gemeint. Ein persönlicher Gesprächstermin wäre schon außergewöhnlich. In Coronazeiten ist das eigentlich ziemlich unter den Tisch gefallen. Schau mal, ob auf dem Schreiben vom FinAmt überhaupt ein Kontakt - Telefon - zum Sachbearbeiter steht. Dann könntest Du das einmal durchspielen.

    Rechne aber auch noch einmal durch, ob diese Sache für Dich überhaupt relevant ist. Ich habe es jetzt nicht genau im Kopf, aber der Betreuungsfreibetrag dürfte ca. 1300 Euro ausmachen. Um diese Summe würde sich Dein Bruttoeinkommen verringern in der steuerlichen Betrachtung. Wenn Du den Spitzensteuersatz von 45% - sind es jetzt, glaube ich - bezahlst, dann sprechen wir über rund 60 Euro im Monat oder weniger. Zahlst Du weniger Steuersatz, wird es schnell weniger. Das könnte man vielleicht schnell einspielen, wenn Ihr zukünftig gemeinsamer kocht, euch bevorratet, die Wäsche in eine Waschmaschine packt etc.


    Du hast an vielen Fronten zu kämpfen, wie Deinem Posting zu entnehmen ist. Ob es sich wirklich an dieser Stelle lohnt, solltest Du gut überlegen. Oder rechtzeitig aufgeben, wenn der Sachbearbeiter - egal wie Du ihn kontaktest - nicht auf Deine Argumente eingehen will. Der Sachbearbeiter kann Dir übrigens genau ausrechnen und sagen, um welche Summe es geht. Das wäre ja vielleicht ein guter Gesprächsbeginn.

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Laut Einkommensteuergesetz steht Dir der Freibetrag nicht zu wenn die mit einer Person über 18, für die du nicht Unterhaltspflichtig bist, zusammenlebst. Der Freibetrag ist monatsgenau zu rechnen.
    Heisst seid ihr im April zusammen gezogen, dann stehen dir 3/12 Freibetrag zu. Genau das prüft das Finanzamt vermutlich im Zusammenhang mit deiner Einkommensteuererklärung.