Das Schulparadies

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  • Wenn ich den Artikel mit unserer Schule vergleiche, ist vieles genauso. Bis auf diese Whaanaudings und offene Identitäten (ist nicht übertragbar, da unsere Schule eben nicht international ist).


    Aber Sachen wie Liebe zu Büchern, Grund zum Schreiben, Fehler feiern, sich selbst aushalten, die Autorität der Lehrer... das alles ist top!

  • Warum stattet ihr dann die Mäppchen eurer Kinder mit Radiergummi und Tintenkiller aus?

    I am a bear of very little brain, and long words bother me. (Winnie-the-Pooh)


    Ein Leben ohne Bücher ist nicht lebenswert. (Erasmus von Rotterdam)

  • Warum stattet ihr dann die Mäppchen eurer Kinder mit Radiergummi und Tintenkiller aus?

    Weil die Lehrer das so wünschen und ein Fehlen dieser Dinge monieren. Ich persönlich finde ja besonders die Tintenkilker Teufelszeug.

    Man sitzt insgesamt viel zu wenig am Meer...

  • Ich verbiete die Dinger immer und kenne auch keinen Kollegen, der sie ausdrücklich wünscht.

    I am a bear of very little brain, and long words bother me. (Winnie-the-Pooh)


    Ein Leben ohne Bücher ist nicht lebenswert. (Erasmus von Rotterdam)

  • Tja, bei uns stehen sie (leider) ausdrücklich auf der "Einkaufsliste" für's nächste Schuljahr mit drauf. Anscheinend tickt der Norden in der Beziehung anders als der Süden

    Man sitzt insgesamt viel zu wenig am Meer...

  • Ich finde, es sind einige tolle Ansätze drin. Den Ansatz zur Schreib-und Lesefreude finde ich toll. Erlebnisse schaffen. Wertschätzung.

    Tochters Schule hat sein sehr breites Angebot, gerade im musisch-kreativen Bereich. Da kann ich schon spüren, dass das was mit meinem Kind macht. Tankstelle fürs Selbstbewusstsein. Mehr davon.

    Insgesamt sehe ich aber auch, wie schwer es in unserem starren System ist, innovative Ideen unterzubringen. Irgendwie scheint es an vielen Stellen auch an unseren Bürokratie-Hürden zu scheitern. Übernachten bei Pinguinen? Da würde mich schon interessieren, ob es ein Lehrer hier zeitnah schaffen würde mit seinen Sprösslingen bei uns im Wald zu nächtigen, um Rot-und Dammwild zu beobachten.

    Belebungsmaterial für den Unterricht (gerade in der Grundschule) ist häufig von uns Eltern/Schülern erbeten worden. Die Kinder hatten z.B. mal ein Jahr ein lebhaftes Interesse an Fossilien. Die ( wirklich tolle) Lehrerin hat versucht das aufzugreifen und zu beleben. Mal abgesehen, dass sie das noch irgendwie neben dem anderen Schulstoff in Sachkunde nur am Rande aufgreifen konnte, fehlte es auch unbürokratisch ein wenig Anschauungsmaterial zu ergattern. Und das ist etwas, was ich an unserem Schulsystem nie begreifen werde. Die Schüler werden dem Stoff angepasst, nicht umgekehrt.

    Manchmal muss ich echt schon grinsen, dass Kind genau dieselben Dinge machen "darf" wie ich vor 35 Jahren in der Schule. Für einen echten Lacher sorgte Tochters selbstgesägte Möwe in Technik. Genau so eine hat die Patentante (52), mein Bruder(34) und ich(48) auch damals gemacht. 8):P


    Absolut sehe ich auch, dass Bildung hier nur vordergründig Chefsache ist.


    Allerdings ist es ein wenig sehr rosa geschrieben nach meinem Geschmack.


    P:S. Nachdem Kind sich zweimal ein Loch ins Heft gekillert hat, war das Thema bei uns erledigt. Hier ist das aber auch nicht angefordert. Die meisten Kinder schreiben hier auch eher mit diesen ausradierbaren Kugelschreibern.

  • Warum stattet ihr dann die Mäppchen eurer Kinder mit Radiergummi und Tintenkiller aus?

    Bei uns sind die Tintenkiller verboten.

    Radiergummi nur im Kunstunterricht.

  • Tja, bei uns stehen sie (leider) ausdrücklich auf der "Einkaufsliste" für's nächste Schuljahr mit drauf. Anscheinend tickt der Norden in der Beziehung anders als der Süden

    Bei uns auch und ich finde den Tintenkiller gut. Ich habe Junior beigebracht, wie man damit umgeht ohne das Papier zu ruinieren und die Texte sehen besser aus als mit diesem ewigen Durchstreichen oder Drüberschreiben.

  • Bei uns auch und ich finde den Tintenkiller gut. Ich habe Junior beigebracht, wie man damit umgeht ohne das Papier zu ruinieren und die Texte sehen besser aus als mit diesem ewigen Durchstreichen oder Drüberschreiben.

    Klar, es sieht besser aus. Bei uns haben sie es verboten, weil es erstens zu viel Zeit in Anspruch nimmt, manchmal sind die Kinder mehr mit Wegradieren beschäftigt als mit Schreiben; zweitens macht man nach einiger Zeit weniger Fehler, wenn man sie nicht eliminiert. Weil man sie eben sieht und so auch visuell merkt. Radiert man es weg, macht man viel öfter den gleichen Fehler bis man ihn sich merkt.

    Zumindest würde es uns so erklärt.

  • Klar, es sieht besser aus. Bei uns haben sie es verboten, weil es erstens zu viel Zeit in Anspruch nimmt, manchmal sind die Kinder mehr mit Wegradieren beschäftigt als mit Schreiben; zweitens macht man nach einiger Zeit weniger Fehler, wenn man sie nicht eliminiert. Weil man sie eben sieht und so auch visuell merkt. Radiert man es weg, macht man viel öfter den gleichen Fehler bis man ihn sich merkt.

    Zumindest würde es uns so erklärt.

    Es ist auch erst seit der 4. Klasse erlaubt, da finde ich es okay. Vorher haben sie auch noch viel mit Bleistift geschrieben, durften allerdings da auch schon radieren.

  • Es ist auch erst seit der 4. Klasse erlaubt, da finde ich es okay. Vorher haben sie auch noch viel mit Bleistift geschrieben, durften allerdings da auch schon radieren.

    Ihr Glücklichen! Bei uns seit dem 1 Tag mit Füller. Will gar nicht daran denken, wie viele Mäppchen ich bereits wegen ausgelaufener Tinte entsorgen musste.

  • Wo Tintenkiller vorhanden, besteht immer die Option zur „unauffälligen“ Korrektur.


    Besser: Gleich konzentriert schreiben und weniger Fehler machen.


    Mit Tinte schreiben, ist außerdem viel besser. Tinte fließt, mit einem Bleistift oder diesen komischen wegradierbaren Stiften muss man ziemlich aufdrücken, was einem lockeren leichten Schreibvorgang völlig entgegen steht.


    Auf die Optik in einem Lernheft zu schauen, ist so ein typisches Muttiding.


    Und: Mit Tintenkiller lernt man nicht aus eigenen Korrekturen, denn man sieht sie nicht mehr. Darum haben bei mir alle Schüler Rotstifterlaubnis. Fehler anstreichen und mit rot richtig auf den Rand schreiben. Es geht um Arbeit am Text. Niemand schreibt einen Text gleich fehlerfrei, gezielt Korrektur lesen und verbessern muss man aber üben.

    I am a bear of very little brain, and long words bother me. (Winnie-the-Pooh)


    Ein Leben ohne Bücher ist nicht lebenswert. (Erasmus von Rotterdam)

  • -"Gebt den Kindern Erlebnisse"

    Viele Dinge kann man aber auch hier als Eltern schon machen, 48 Stunden im Wald überleben würde mein König (je nach Jahreszeit) heute schon schaffen. Weiß ist bei sonne angenehmer zu tragen als schwarz? Da brauch ich keine Schule für. Ich habe als Eltern die Pflicht mein Kind zu einem lebensfähigen Erwachsenen zu erziehen. "Dutschidutschidu mein kleines Baby" geht ja heute bis zum Studium.

    Viel vom Rest kriegt man hier mit der bestehenden Bevölkerung auch gar nicht umgesetzt. Da kann die Schule noch so innovativ sein.


    -"Fluide Identitäten", ,"Seid pragmatisch, nicht ideologisch"

    Wir deutschen brauchen und lieben Ideologie gerne bis weit über die Schmerzgrenze das wird nie was werden.

    "Links labern rechts leben" ist hier der Leitsatz.

    Toleranz und Respekt sind in Deutschland Forderungen und keine Lebenseinstellung.

    Wenn man sich die Wahlergebnisse der autoritären Parteien wie AfD, Linke oder Grüne ansieht hat man zu dem Punkt keine Fragen mehr.


    - "Zieht an einem Strang"

    "aber nur soweit mein Kind daraus Vorteile zieht"

    Dann kommt noch die gnadenlose Profilierungssucht einzelner dazu, egal wie gut die Idee eines anderen ist es muss dagegen gehalten werden um sich selbst dar zu stellen.


    - "Zeigt Whanaungatanga"

    "mein Kind sammelt garantiert kein Müll von anderen ein"...oder ein Schüler der den Telefondienst der Schulsekretärin übernimmt....hahaha...."Mein Kind macht schließlich Abi und ist keine billige Tippse"

    Locker geht hier nicht auch wenn was anderes nach außen geschauspielert wird, wir werden ja immer verbissener/aggressiver statt lockerer also entwickeln uns in die genau umgekehrte Richtung.

    Ich wäre ja dafür das man die Schulen komplett von Schülern reinigen lassen würde ab der Grundschule...die armen kleinen, ne das geht nun wirklich nicht. PUTZEN? Siehe oben zur Sekretärin....

    Würden die meisten auch gar nicht mehr schaffen, die sind ja schon mit dem Tragen der Maske am körperlichen und geistigen Limit.


    Alles Punkte wo man den Großteil der hiesigen Bevölkerung austauschen müsste um diese Ideen um zu setzen.

    5 Mal editiert, zuletzt von Agrippa ()

  • Ich wäre ja dafür das man die Schulen komplett von Schülern reinigen lassen würde ab der Grundschule...die armen kleinen, ne das geht nun wirklich nicht. PUTZEN? Siehe oben zur Sekretärin....

    In Japan üblich. Die Wirkung ist, dass weniger verdreckt wird. Man muss es ja sowieso wegputzen, also lieber gar nicht erst alles einsauen.

    Hier aber aufgrund der vielen Verordnungen auch kaum machbar. Brauchst ja für jeden Scheiß eine behördliche Genehmigung und selbst dann lassen manche noch den Rechtsverdreher raushängen.


    Und Rücksichtnahme, der Gedanke an die Gemeinschaft ist in Asien auch mehr ausgeprägt.

    In D wird zuerst gefragt: „Was kann muss die Gemeinschaft/der Staat für mich tun?“

    In Ländern wie Japan und Korea lautet die Frage: „Was kann ich für die Gemeinschaft tun?“

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    Ein Leben ohne Bücher ist nicht lebenswert. (Erasmus von Rotterdam)

  • Erwischt! Die Idee ist daher geklaut :S

    Was meinst du was hier ein sozialer Druck herrschen würde wenn die Schüler ihre Klos selber in Schuss halten müssten oder wie uncool es wäre Wände zu beschmieren wenn das die Mitschüler unter Anleitung des Hausmeisters weider weg machen müssten.

    Nicht aus zu denken wenn der liebe kleine Randalierer die Konsequenzen seines Handels tragen müsste unzumutbar.

    Ich dachte mir schon bei den Randalierern in Stuttgart, Berlin und Frankfurt,Hamburg (G20) oder Berlin das die Polizei JEDEN(!) den sie erwischen zum Aufräumen am nächsten morgen einteilen müssten.....gut geht ja nicht, siehe oben die armen kleinen Wesen.


    Och juristisch hab ich das noch gar nicht gesehen, soweit komme ich in meinem Gedankenspiel gar nicht.

    Ich stelle mir sehr erheitert die Reaktionen bei uns aufm Elternabend vor "Liebe Eltern ab nächste Woche putzen ihre Kinder die Schule!"

    :D:D:D:D:D

    Ein Sturm der Entrüstung von seitens der Elternschaft würde da kommen aber sie haben ja auch recht, den Dreck machen ihre Kinder ja nicht mal zuhause weg geschweige denn in der Schule.....das sollen mal lieber die billigen Fachkräfte aus dem Ausland erledigen.....unser Kinder sind was besseres.....aber der Gedanke ist nett.


    Achja ist "Gemienschaft" nicht heute schon irgendwie Nazisprech?