Vater taucht nach Jahren aus der Versenkung auf

Die Registrierung ist wieder eröffnet! Wir begrüßen euch recht herzlich bei uns im Forum!
Das AE-Team wünscht euch ein schönes neues fröhliches Jahr 2021 und viel Gesundheit :)
  • Aber machst du das nicht? Sohn sich weigert holst du ihn. Denn er macht den Vogel Strauß. Wenn du sicher sein kannst das er das Kind nicht gefährdet oder schlägt dann müssen die beide dadurch.


    Kind will nicht in seine Wohnung. Er ruft an sag ab, kannst du einfach mal sorry nicht meine Aufgaben sage. Ihr müsst da eine Lösung finden. Ihr schafft das schon. Dann halt bis zum abgesprochen Abholtermin. Wenn dein Sohn am Telefon ist kannst ja noch ein Hab dich lieb dran hängen.

    Ex ruft ja nicht an! Er schreibt eine SMS und fertig. Konkret hieß das zuletzt - SMS "Hi, kannst dich schon mal auf den weg machen", das war 30 Minuten vor Ende.


    Nunja, ich harre nun der Dinge, die da kommen werden.


    Kind alleine mit dem Bus losschicken, geht nicht. Der wäre überfordert, mit dem Ticketkauf, den ganzen Umstiegen und der Wartezeiten an den Bushaltestellen.

  • Wie er die Zeit mit dem Kind verbringt, ist seine Sache. Ihr verabredet eine Zeit und je nachdem, ob Du das Kind holst und / oder bringst, einen Treffpunkt, und um alles andere muss er sich selber kümmern. Zumindest würde ich das so machen. Wie lange möchtest Du das eigentlich noch mitmachen, und - was, denkst Du - wird dem Kind durch Dein Verhalten vermittelt?

    A smile a day sweeps the sorrows away

  • Hm... ganz ehrlich... wenn ich hier so mitlese, klingt es für mich ein wenig so, als ob eigentlich keiner von euch dreien sonderlich begeistert von diesen Umgängen oder zumindest der aktuellen Situation ist. Gibt es keine Möglichkeit, doch mal mit Kind und KV darüber zu sprechen, wie so die langfristigen Perspektiven für die Vater-Kind-Beziehung sind und wie man da dann hin kommen könnte? Im Moment liest sich das für mich wie "KV hatte da mal kurzfristig eine fixe Idee und nun sind KV, KM und Kind gefangen in einer Situation, auf die eigentlich keiner Lust hat."

    "No one can make you feel inferior without your consent" Eleanor Roosevelt

  • Wie er die Zeit mit dem Kind verbringt, ist seine Sache. Ihr verabredet eine Zeit und je nachdem, ob Du das Kind holst und / oder bringst, einen Treffpunkt, und um alles andere muss er sich selber kümmern. Zumindest würde ich das so machen. Wie lange möchtest Du das eigentlich noch mitmachen, und - was, denkst Du - wird dem Kind durch Dein Verhalten vermittelt?

    Was soll ich so lange mitmachen?

    Den Umgang? Muss ich ja irgendwie schon, oder?

    Was er in seiner Zeit mit Junior unternimmt, das ist sein Ding - solange es dem Kind zuträglich ist.


    Eigentlich möchte in Sachen Abholen und Heimbringen raus sein - mich nicht mehr zum Sklaven seiner Unfähigkeit/ Verantwortungslosigkeit machen. Überall steht, der Vater muss sich drum kümmern und nicht die Mutter (außer wenn sie die Entfernung geschaffen hat, muss man sich daran beteiligen).


    Dennoch, wenn man mit mir sprechen würde! Der hat anscheinend keinen Gesprächsbedarf und sieht keine Probleme. Die, die ein Problem hat, das wäre ich.

  • Ex ruft ja nicht an! Er schreibt eine SMS und fertig. Konkret hieß das zuletzt - SMS "Hi, kannst dich schon mal auf den weg machen", das war 30 Minuten vor Ende.

    Ich glaube, auf so eine SMS hätte ich gar nicht reagiert. Wenn es einen ernsthaften Notfall gegeben hätte, hätte er ja anrufen können.


    Das Thema mit dem Bringen und Abholen ist schwierig. Zum einen weil der KV, wenn ich das richtig verstanden habe, psychische Probleme hat und zum anderen weil ja offensichtlich der Weg mit Öffis sehr schwer zurückzulegen ist. Grundsätzlich wäre das für mich durchaus ein Grund, die Fahrten zu übernehmen.

    Andererseits stelle ich mir die Frage, in wie fern der KV hier in die Pflicht genommen werden kann. Ob er vielleicht eine Lebensgefährtin hat, die ihn unterstützen kann, oder ob es Personen gibt, die ihm ein Auto leihen können.


    Letztlich musst du für dich klar haben, was du möchtest. Entweder ist es ok, dass du dein Kind zum KV bringst, dann würde ich aber auch sämtliche Diskussionen dazu beenden. Oder aber es ist nicht ok, dann musst du das dem KV mitteilen, dass er sich kümmern muss und wenn er das nicht hinkriegt, dann finden eben keine Umgänge mehr statt.

    Solange du dir aber nicht klar bist, was du willst, wird sich dieses Rumgeärgere nicht ändern.

  • Ich hab das Gefühl Siri, dass du eigentlich gar nicht will. Das ist nichts Ganzes nicht Halbes..., sei einfach authentisch.

    Das wird dir gut tun, in allen Bereichen. Du möchtest es allen Recht machen

    Nicht auf das Leben kommt es an, sondern auf den Schwung, mit dem wir es anpacken. H. Walpole

  • Zur Abhol-und Bringproblematik...ich weiss, es ist nervig und zeitaufreibend, diesen Part zu übernehmen. Aber letztlich macht man es für die Kinder....wir holen und bringen seit Jahren, als die Große zu uns gezogen ist, hätte rein theoretisch die Mutter diese Aufgabe übernehmen müssen. Sie hat sich geweigert und damit hing es wieder an uns...wisst ihr, die Große hat gesagt, dass sie weiss, wie nervig das ist, aber dass sie zu schätzen weiss, dass wir das seit Jahren ohne zu motzen machen...sie weiss, dass wir das für sie und ihre Geschwister machen...für uns ist das alles was zählt. Wir hatten harte Zeiten, oft genug kein Geld, aber die Kinder können nix für ihre Eltern. Sie brauchen Eltern, die sich für sie investieren und wenn du es möglich machen kannst, dann versuche es für deinen Sohn zu machen. Du machst es nicht für deinen Ex oder sonst jemanden, sondern du investierst in ihn. Das ist das was zählt. Er weiss, auf dich wird immer Verlass sein.


    Sie werden schnell gross und selbstständig, du wirst absehbar immer weniger gebraucht werden und irgendwann kannst du ihn zur Tür rauslassen, an die Haltestelle bringen und ihm eine tolle Zeit wünschen. Eine Zeit, die du ihm bis dahin immer möglich gemacht hast.

  • lenchen ja, das ist weder Fisch noch Fleisch, so wie es das ist. Und ja, ich will es allen recht machen, dass jeder zufrieden ist, nur ich am Ende nicht.


    Kind hat erzählt, er will nicht in die Wohnung gehen- ohne einen genauen Grund zu nennen, es kam sowas wie Corona und Ansteckung.


    Ich sehe da schon Gesprächsbedarf, aber Ex eher nicht - bei ihm läuft es ja.

  • Wenn Sie beide nicht wirklich Ausdrücken, dann ist es ihr Problem. Du machst den Fahrdienst und mehr nicht. Praktisch wie ein Taxi was man zu einer bestimmten Uhrzeit bestellt. Nicht früher und nicht später. Den Rest müssen die zwei ausmachen. Und da Kind ja sich bei dir auch sehr durch setzten kann mit seinen Wünschen wird er es da auch können.

  • Praktisch wie ein Taxi was man zu einer bestimmten Uhrzeit bestellt. Nicht früher und nicht später.

    Siri ist aber kein Taxiunternehmen, sondern ein Elternteil, dass sich auch Sorgen macht, wenn es ohne weitere Erklärung heißt, "Du musst ihn jetzt holen."

    Unabhängig davon, finde ich den Ansatz gut, für sich selbst klar zu haben, was Du wirklich willst, Siri und dann authentisch zu sein. In allen Belangen.

    LG
    CoCo



    Halt mich fern von der Weisheit, die nicht weint, von der Philosophie, die nicht lacht, und von der Größe, die sich nicht vor Kindern verneigt.


    ~ Khalil Gibran ~





  • Heute wäre Umgang gewesen, wo Ex nun endlich Stellung hätte beziehen müssen.

    Er hat abgesagt, wegen Rückenbeschwerden.


    Junior wusste nicht ob er sich freuen oder traurig sein soll. Ihm sei es ja immer so langweilig dort, er wüsste nicht was sie da machen usw. Nachdem ich zu ihm sagte, er solle das seinem Vater doch bitte selbst sagen, dass es ihm zu langweilig ist, ist er wie Rumpelstilzchen gehüpft und hat gewettert.

    Mama ist zur Zeit doof, die spielt wieder einmal nicht die Raiffeisen (wir machen den Weg frei). Sonst kann Kind ja auch nicht den Mund halten und sich äußern, warum sollte er das nicht auch bei dem Vater machen?

  • Hat er einen neuen Vorschlag gemacht, vielleicht unter der Woche ? Wie ist die Situation mit dem Auto?

    Nope ... Hat nur abgesagt .. mehr nicht. Also Business as usual .. 2 Wochen warten ..


    Kind pünktlich vor Ort abliefern und Zuhause knappe 2 Stunden absitzen .. hinfahren, ein erleichtertes/ freudiges Kind abholen, üblicher Smalltalk Nonsens "Schönen Tag noch! Bis in 14 Tagen" sagen und heimfahren.

    Als Ex noch zum Spielplatz gefahren ist (musste da ja auch schon 6 km fahren - da kam auch nie was von Fahrgeld), war Totenstille und max. 15 Minuten Smalltalk Nonsens.


    Ich persönlich gehe davon aus, dass Ex auch in naher Zukunft keinen fahrbaren Untersatz haben wird. Wären es lediglich einige Wochen (bei Umgang alle 14 Tage nur ein paar Mal) mit Aussicht auf ein Vehikel, würde ich echt kein Faß aufmachen - aber Open End ohne "Aufforderung" neee. Das habe ich ich hoffentlich für den Vater verständlich ausgedrückt - ich bin kein gewerbliches Taxiunternehmen. Ich werde für die kommenden Wochen den Gürtel enger schnallen müssen, ich erhalte auch nur noch ALG 1 und das ist nicht die Welt.

  • Besteht vielleicht die Möglichkeit die Umgänge unter der Woche stattfinden zu lassen? Da die Treffen ja eh nur wenige Stunden dauern, wäre es ja vielleicht auch werktags möglich sich zu treffen. Ich könnte mir vorstellen, dass die Öffis da besser aufgestellt sind und der KV dann selber den Weg (oder zumindest einen Teil des Weges) zurücklegen kann.

  • Besteht vielleicht die Möglichkeit die Umgänge unter der Woche stattfinden zu lassen? Da die Treffen ja eh nur wenige Stunden dauern, wäre es ja vielleicht auch werktags möglich sich zu treffen. Ich könnte mir vorstellen, dass die Öffis da besser aufgestellt sind und der KV dann selber den Weg (oder zumindest einen Teil des Weges) zurücklegen kann.


    Das hatte ich in erster Linie nicht geprüft - ich hatte lediglich die Aussagen von Ex geprüft. Tja, werktags ist es tatsächlich auch nicht so wirklich besser - der Bus fährt tatsächlich öfters und Ex kommt immerhin auch wieder zurück. Pro Fahrt 1 1/2 Stunden und jeweils 7,10€.


    Aus der Perspektive von Ex, hätte ich mich schon frühzeitig um mein Auto gekümmert, es erhalten oder ggf. mit dem neuen Partner zusammen ein gemeinsames Auto gekauft. Wie es aktuell aussieht, würde ich offen mit der Ex sprechen und einfach eine Einigung mit erzielen wollen.


    So darf ich Rätsel raten, mir die Infos zusammen reimen und im Nebel stochern.


    Auch wenn es doof ist - diesmal werde ich einfach "nein" sagen. Ich fühle mich ausgenutzt und für sein Scheitern in die Verantwortung genommen. Ich bin nicht mehr für ihn verantwortlich, daher doch die Trennung.

    Für Kind ist der Umgang einerseits gut andererseits merkt er auch, es stresst mich. Ich muss ihn antreiben trotz dem Gemaule + Weigerung pünktlich fertig zu sein, ins Auto setzen und hoffen pünktlich zu sein.


    Edith: ich habe mich ein wenig wiederholt. Ich bin heute einfach total enttäuscht von ihm, wegen dem Grund.

  • Warum willst du gross mir ihm reden? Der Umgang findet doch draussen statt, ob es nun dein Dorf ist oder seines? Ihr habt ja sicher auch Parks oder Spielplätze. An einem machst du einen Termin für die Übergabe. Wenn du gut gelaunt bist 10 min nachdem der Bus eintrifft. Der Rest ist sein Problem.


    Wer hier würde nicht 1,5 h mit dem Bus fahren /Freunde fragen/Taxi bezahlen/ Rad fahren um sein Kind zu sehen? Warum sollst du ihn hinterher tragen. Der Vater will, dann soll er es wie jeder andere auch hinbekommen. Du nimmst ihm eh schon seinen Erziehungsanteil ab. Ich würde nur fahren, wenn mein Kind sonst 1,5 h Öffis fahren müsste. Nicht für einen erwachsenen Mann, dessen Arbeit ich jeden Tag mitmachen muss.

  • Ganz unrecht hast du ja nicht.

    Beim Durchlesen ist mir wieder aufgefallen, warum die Situation ist wie sie ist, warum es zur Trennung kam und der Kontakt zum Kind so verkorkst ist.

    Ich übernehme wieder die Verantwortung eines erwachsenen Menschen, verbiege mich, will es allen recht machen, allem gerecht werden und vergesse mich und meine Gefühle. Das hat mich in der Vergangenheit bereits krank gemacht (beginnendes Magengeschwür).

    Genau das wollte und will ich vermeiden.


    Dennoch mag ich mir am Ende des Tages nicht vorwerfen lassen, ich habe den Umgang nicht genug gefördert - da ich ja um die Problematik des Ex wusste.

    So wurde es mir auch vom Jugendamt indirekt vermittelt. Läuft es nicht so und der Vater zieht vor Gericht, dass ich ggfs vom Gericht dazu verdonnert werde oder aufgrund dessen Junior in Obhut genommen wird (da kam die Keule Bindungsintolleranz oder so).


    Ich fühle mich persönlich in der Zwickmühle. Einerseits wäre es einfacher entspannter für uns, dass die Aufgaben beim Vater bleiben, aber andererseits habe ich Angst vor den Konsequenzen und der Macht des Jugendamtes.

  • Mal im Ernst... er bemüht sich nicht ums Kind, aber ums Gericht? Auch da muss er Eigeninitiative vorweisen und Vorschläge für den Umgang machen. Nach dem, was du bisher berichtet hast, brauchst du dich davor nicht zu fürchten.


    Ich hab es irgendwann mal gesagt und sag es nochmal: Er hat sich zu bemühen, du hast ihm das Kind nicht zu bringen oder hinterherzutragen. Du musst auch in Betracht ziehen, welches Vorbild du deinem Kind bist. Bist du die, die immer springt und ja und Amen sagt, oder die, die Verantwortung und Eigeninitiative einfordert?

  • Hallo zusammen,


    mich springt der Gedanke von „wer hat sich zu kümmern, weil...“, echt an.


    Weil:

    Dennoch mag ich mir am Ende des Tages nicht vorwerfen lassen, ich habe den Umgang nicht genug gefördert - da ich ja um die Problematik des Ex wusste.

    Wer soll Dir das denn vorwerfen?

    Wenn der Ex körperlich eingeschränkt wäre, würde dann die Frage auch aufkommen, wer sich bis zu welchem Maß wie einbringt, damit das Kind beide Eltern hat?


    Wäre es nicht langsam mal an der Zeit, dass Siri2012 für sich klar bekommt was sie wie will, daß nur sie entscheidet, es Ihre Akzeptanz ist für ihre Entscheidung, was sie tun will und was nicht?

    Unterm Strich habe beide ET aus meiner Sicht Probleme, die des EX lassen sich nicht lösen, ist ja nicht umsonst der EX.


    Es gibt da vielleicht keinen Königsweg und wahrscheinlich auch keinen planbaren. Wenn das gemeinsame Kind 15, 16 wird, kann es sich selber ein Bild machen und entscheiden.

    Bis dahin bleibt es am BET hängen.

    Je klarer da die eigene Haltung ist, umso weniger Stress hat das Kind!

    Und die muss doch auch nicht in Stein gemeißelt sein...


    Das was sich sicherlich jeder für den Sohn wünschen würde, wird es so nicht geben.


    vg von overtherainbow

    im „hätte“, „wenn“ und „könnte“ land, ist das leben unbekannt!

    im „hier“ und „jetzt“ und „atemzug“, ist uns das leben nicht genug

    im „gestern“, „bald“ und „übermorgen“, rinnt uns das leben aus der hand

    im „lächeln“, „danke“, „gern“ wittern wir betrug


    und dann, im „weg“, im „los“ und im „belassen“

    da können wir das glück nicht fester fassen