Vater taucht nach Jahren aus der Versenkung auf

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  • Der Junge ist 8 Jahre alt und der KV hat mir (!) mitgeteilt, dass ich Kind abholen soll - den Grund habe ich erst vor Ort erfahren.


    Im Allgemeinen ist es besser geworden, da hatten Kind und ich unsere Balance verloren, jeder wollte zu viel und mit dem Kopf durch die Wand - ohne Kompromisse. Der typische Lagerkoller.

  • Danke.

    Dann kann. ich mich da doch besser reinfinden, weil ich es selber ähnlich erlebt habe.


    Die dauerhafte Gratwanderung, dem Sohn den Kontakt zum Vater zu ermöglichen, obwohl der Vater dem nicht gewachsen ist, würde mich auch nerven.

    Ich denke darin liegt die Lösung:

    Ich finde diesen Perspektivenwechsel hilfreich - statt sich über die Verhaltensweisen des anderen Elternteils zu ärgern, konzentriert man sich auf das, was wirklich wichtig ist: eine gute Beziehung des Nachwuchses zum anderen Elternteil und Qualitätszeit - sozusagen wie ein Reservoir an guten Erlebnissen, von denen das Kind zehren kann (und man selbst ja auch).

    Klar biste trotzdem noch genervt, aber Du weißt für wen Du das machst.

    Auch wenn die Akzeptanz, daß sich das grundsätzlich nicht ändern wird, bei mir ein paar Jahre gedauert hat, finde ich den Weg an sich richtig.


    VG von overtherainbow

  • Im Grunde heißt das, ich soll um des lieben Frieden willen, die Klappe halten, Kind bis zum Sankt Nimmerleinstag zum Vater fahren bzw später um die Busfahrt kümmern.

    Der Vater freut sich, ohne sich zu bemühen kommt das Kind zu ihm.


    Ich freue mich für Kind, dass es seinen Vater kennen lernt. Aber nach all den Jahren widerstrebt es mir, bei der Organisation involviert zu sein.


    Im Moment geht es noch, zwischenzeitlich war ich bereits von der Fahrerei genervt, es war mir zu viel.


    Würdet ihr einem hilfesuchenden UET (der in seinen Fähigkeiten eingeschränkt ist) auch den Rat geben, der Ex alles aufzubürden?

  • Würdet ihr einem hilfesuchenden UET (der in seinen Fähigkeiten eingeschränkt ist) auch den Rat geben, der Ex alles aufzubürden?

    Nein. Ich würde den Rat geben, alles mögliche dafür zu tun, den Umgang und Kontakt zu seinem Kind zu realisieren und darauf hinweisen, daß die Abhängigkeit vom BET nicht förderlich für das Kind ist.

    Warum. Weil der BET hier schon die richtige Haltung und Einstellung haben muss und selbst wenn er diese hat, das dann auch endlich sein kann.

    Schwer, kein Spass aber machbar.

    Wenn es zwischendurch mal ganz „hart“ oder wie immer man diesen inneren Konflikt nennen möchte war, hilft vielleicht auch die Vorstellung, dass der andere ET keine psychische Erkrankung hat, sondern eine körperliche, die ihm Bus oder Auto zu fahren einfach nicht ermöglicht.


    Das alles nicht fair, richtig oder schön ist, sage ich doch auch nicht. Natürlich ist das auch ein bisschen Schizophren, sich trotz Trennung immer noch mit den Themen des Ex beschäftigen zu müssen.

    Ich denke die Motive sind hier entscheidend.

    Du machst das für Dein Kind, so lange und gut Du es kannst.

    Wenn’s Dir hilft schimpf hier und ärgere Dich ^^, das ist doch vollkommen in Ordnung.


    Nur von dem Blick wie es dem UET damit geht, ob er es zu leicht hat oder es sich einfach macht, wird Dir abgeraten. ;)


    vg von overtherainbow

  • ich finde es wichtig, dass du merkst, wo deine Grenzen sind. Du möchtest, dass Umgang stattfindet, für dein Kind. Das heißt nicht, dass du über deine persönlichen Grenzen gehen musst.


    Im Gegenteil finde ich es wichtig, dass du Grenzen so ziehst, wie es für dich stimmig ist. Die Rechtslage ist klar, Papa müsste sich um die Fahrt kümmern.


    Wie weit kommst du ihm entgegen? Etwas, ganz oder gar nicht? Du darfst das entscheiden.


    Ebenso, wo die Grenzen gegenüber deinen Eltern und deinem Kind sind. Du übernimmst damit auch die Verantwortung für dein Leben und dein Kind.


    Und wenn das heißt, du fährst jetzt noch bis zum x.x. und ab da muss Papa das alleine hinkriegen, dann ist das in Ordnung. Ebenso ist es in Ordnung, wenn du das für den Vater übernehmen möchtest, weil du das so wichtig für dein Kind findest.


    Ich persönlich bräuchte immer auch ein entgegenkommen des Vaters. Zum Beispiel er holt Kind mit dem Bus und du holst ihn mit dem Auto. Oder ihr wechselt euch ab, ein Wochenende organisiert er sich ein Auto, 14 Tage später fährst du.

    Das wäre meine Grenze, ich würde es nicht zu 100% übernehmen.


    Du musst herausfinden, wo deine Grenze ist und sie setzen.

    Liebe Grüße
    Die Elefantendame


    Umwege erweitern die Ortskenntnis

  • Was wäre wenn sein bester Kumpel 11 km entfernt wohnen würde oder die Großeltern? Wäre das dann auch so ein Drama?


    Jeder Ex ist kompliziert - deshlab ist es ja ein Ex. Dein Ex hat nun noch ein paar Baustellen im Leben, deshlab benötigt er prof. Unterstützung.

    Das mußt nicht du sein - vielleicht aber seine Eltern oder sein Betreuer - spiel denen doch die Karte zu.

  • Wenn man es so liest klingt es mehr als hättest du keine Lust das Sohn mit kv sich trifft und du darauf hoffst wenn du Kind nicht mehr fährst kv es wieder einschlafen lässt und du dann wieder Ruhe hast.
    es geht hier aber ums Kind - und auch das das Kind nicht alle Entscheidungen alleine treffen darf/kann. Schule, kv, .... ja Lagerkoller haben alle Kinder von dem Kindergarten bis hin zur Abschlussklasse aber hat man deshalb Narrenfreiheit meiner Meinung nach nein!!!!


    Hast mit kv schon mal geredet wir holen und bringen aussehen soll, redet ihr?!

    Die meisten Menschen sind so glücklich, wie sie es sich selbst vorgenommen haben.
    Abraham Lincoln

  • Wenn man es so liest klingt es mehr als hättest du keine Lust das Sohn mit kv sich trifft und du darauf hoffst wenn du Kind nicht mehr fährst kv es wieder einschlafen lässt und du dann wieder Ruhe hast.
    es geht hier aber ums Kind - und auch das das Kind nicht alle Entscheidungen alleine treffen darf/kann. Schule, kv, .... ja Lagerkoller haben alle Kinder von dem Kindergarten bis hin zur Abschlussklasse aber hat man deshalb Narrenfreiheit meiner Meinung nach nein!!!!


    Hast mit kv schon mal geredet wir holen und bringen aussehen soll, redet ihr?!

    Weil ich nun endlich meine Grenzen gegenüber dem KV vetrete und nicht mehr Taxi spiele, heißt das nicht, dass ich den Kontakt unterbinden will. Es kommt keine Mitarbeit, nur Schulterzucken und fertig.


    Es findet keine Kommunikation statt, lediglich kommt nach konkreten Fragen per Mail oder beim Abholen, nur allgemeines Bla Bla. In einer seiner E-Mails schrieb er mir - falls ich Redebedarf habe, möchte er angerufen werden oder es hat ein persönliches Gespräch bei ihm oder mir in der Wohnung stattzufinden.


    Er hat auch zu nichts eine Meinung, er kann keine Angaben machen, wie er sich den Kontakt generell vorstellt, wie er es hinbekommt per Bus zu fahren usw. Da kommt nichts!!!!

    Ich meine schriftlich hat man genug Zeit sich etwas zu überlegen, zu formulieren, etwas in der Hand worauf man sich geeinigt hat.

    Da er keine Äußerungen tätigt, besteht der Umgang seit mehr als 6 Monaten aus 2 x 2 Stunden Umgang pro Monat.

    Er ist jetzt dran, mit Planung usw., kann er das nicht/ ist damit überfordert steht es ihm frei, das zu sagen und sich Hilfe organisieren.

  • Schon mit Blick aufs JA und auf meinen eigenen Frieden würde ich anders agieren.


    1. Fester Termin alle 14 Tage, z.B. Samstage in geraden Wochen.

    2. Kind mittags bringen.

    3. Vaddi bringt Kind zurück. Damit bist du raus, wenn Kind quengelt, dass es abgeholt werden will o.ä. Soll Vaddi sich kümmern.

    4. Diese Entscheidung wird nicht mit Kind diskutiert.


    Sagt Vaddi 3x ab, ist der Drops gelutscht und er kann sich selbst um Umgang kümmern.


    Mach dich mal gerade, deinem gesamten Umfeld gegenüber, Kind, KV und deinen Eltern vor allem.

    I am a bear of very little brain, and long words bother me. (Winnie-the-Pooh)


    Ein Leben ohne Bücher ist nicht lebenswert. (Erasmus von Rotterdam)

  • Kaj

    Das wäre durchaus sinnvoll, so vorzugehen - denn bei dieser Variante wäre der Drops noch schneller gelutscht- noch bevor es zu einem weiteren Umgang käme. Kind kommt am Wochenende nicht vom KV Wohnort weg, da es keine direkten Busverbindungen gibt. Ein Taxi / AST wäre dann die Alternative, wenn auch recht teure (1 Taxifahrt kostet ca. 15€ bis 25 €).

    Er ist ja nicht mal auf die Idee gekommen, ggf. unter der Woche zu Schauen (Schulbusverkehr), da habe ich ihn Samstag mit der Nase drauf gestoßen.

    Wann und ob er mit den Infos um die Ecke kommen wird, keine Ahnung.

  • Ich würde nur fahren, wenn mein Kind sonst 60 min in Zug/Bus sitzt. Für den KV nicht. Er muss sein Auto in Schuss bekommen, oder mit dem Bus fahren oder mit dem Rad. Siri hat nur ein Kind und das ist nicht der Kv.


    Ich würde auch nicht mein Kind zu Treffen zwingen. Allerdings ist das ja gar nicht notwendig. Der Sohn sagt ja gut was er will. Er will ihn sehen, aber er will nicht in seine Wohnung. Bei mir zählt der Wille des Kindes. Ich halte mein Kind für sehr kompetent Entscheidungen zu seinem Wohlbefinden und Wohl zu treffen.

  • Ich weiß ja nicht wie dein KV tickt aber würde es helfen ihm und Kind eine klare Absage zu machen? Der Umgang findet in der Zeit xy statt. Du bringst und holst das Kind zu den Zeit ab aber solange das Kind nicht ins Krankenhaus muss oder irgendein Notfall eintritt bist du nicht an zu rufen. Und Klo oder durst ist kein Notfall. Und sollte trotzdem ein Anruf erfolgen fragst du ab was sie wollen bevor du entscheidest ob es ein abholen wert ist.


    Was die Fahrt betrifft würde ich wahrscheinlich schauen das ich beide fahrten mache. Denn die Übergabe am Spielplatz ist wahrscheinlich einfacher als wenn das Kind von zu Hause mit ihm mit gehen muss. Zum anderen beim abholen ist es wahrscheinlich einfacher damit du bei Notfall auch schneller hin fahren kannst.

  • Carter keine Ahnung, wie er sich jetzt verhalten wird, wenn Junior sich gegen irgendwas weigert, wie seine Wohnung zu betreten.

    Bei der letzten Situation gab es lediglich eine SMS, dass ich jetzt schon Junior abholen soll. Ex ist psychisch angeschlagen und in der Vergangenheit habe ich die Erfahrung gemacht - ist er überfordert, geht er nach der Vogelstrauß Methode vor.

    Ich kann ihn halt nicht wirklich einschätzen, da wir auch nicht miteinander reden.

    Es gibt ja nicht einmal eine genaue Absprache wegen des Umgangs! Was zu Beginn als lockerer Vorschlag zum Kennenlernen vorgeschlagen wurde, hat sich mehr oder weniger eingebürgert. Lediglich bei den Absagen habe ich entschieden, wie es läuft. Ex will wahrscheinlich bei den 2 Stunden alle 14 Tage bleiben, Junior würde niemals von sich aus etwas anderes vorschlagen.


    SilentGwen

    Doch so wie es aussieht, werde ich Kind wohl bis zum St. Nimmerleinstag zum Umgang fahren müssen.

    Auf den ÖPNV kann man sich nicht verlassen.

    Der KV benötigt 1 Stunde mit dem Bus, um zu Kind zu kommen (Mo-Fr, Sa+So= unmöglich) und bei ihm Zuhause wären sie dann kurz vor Umgangsende. Bei uns im Ort kann man nichts machen und 2 Stunden auf dem Minispielplatz verbringen ist für einen 8- Jährigen auch doof. Der wäre nach einer halben Stunde wieder Zuhause.


    So gesehen würde Ex, es dann wieder bleiben lassen, da er dann auch nicht so ohne Weiteres wieder heimkäme. Ich meine 2 bis 3 Stunden Busfahrt und dann ist der Umgang lediglich eine Stippvisite.


    Aber diesem Ergebnis muss Ex selbst kommen, dass er sich Gedanken macht über die Art des Umgangs, den er pflegt, was er will.

    Sollte er mir mitteilen, "Siri, ich habe mich informiert, mit den und den Buslinien benötige ich zu viel Zeit um den Umgang mit Junior pflegen zu können. Ich habe auch keine Alternativen gefunden. Können wir uns einigen, dass Du Junior fährst und ich dir 15 - 20€ pro Monat an Fahrtkosten zahle." Dann würde ich dem schon zustimmen, wenn wir das im Gegenzug schriftlich vereibaren, als Umgangsvereinbarung, mit entsprechenden Rechten und Pflichten.


    Im Internet gibt es genug Vorlagen, die man soweit abändern kann.

  • :/ mmmh, ich denke was Du Dir vorstellst und wünscht steht Deinem Sohn sicherlich unbenommen zu.


    Gleichzeitig weißt Du genau, daß der Vater das nicht leisten kann.


    vg von overtherainbow

    Ich möchte einfach, dass der Mann mit offenen Karten spielt und sagt, wo das Problem ist. Ich werde nicht seine Probleme im vorauseilenden Gehorsam lösen, ohne dass er die Problematik überhaupt erkennt. Nee, nee.. nicht mit mir.

  • Aber machst du das nicht? Sohn sich weigert holst du ihn. Denn er macht den Vogel Strauß. Wenn du sicher sein kannst das er das Kind nicht gefährdet oder schlägt dann müssen die beide dadurch.


    Kind will nicht in seine Wohnung. Er ruft an sag ab, kannst du einfach mal sorry nicht meine Aufgaben sage. Ihr müsst da eine Lösung finden. Ihr schafft das schon. Dann halt bis zum abgesprochen Abholtermin. Wenn dein Sohn am Telefon ist kannst ja noch ein Hab dich lieb dran hängen.