Vater taucht nach Jahren aus der Versenkung auf

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  • Alleine dass jetzt der Transfer das größte Problem ist ist doch super! :thumbup:


    Ich finde es sehr schön dass Du trotz holprigem Start der Vater-Sohn-Neubeziehung die Flinte nicht ins Korn geworfen hast.

    Ich habe sie erst garnicht mehr aus dem Kornfeld geholt, weil ich eigentlich keinen Bock auf den Mann habe. Ich habe ihn sich abstrampeln lassen, sich kümmern lassen.


    Aktuell ist es auch so, er muss sich um seinen Transport zum Kind kümmern. Das wird ihm vor ungeahnte Probleme stellen - für 15 km braucht er fast 2 Stunden pro Fahrt und das Montag bis Freitag.

    Junior will nur kurze Zeit mit ihm alleine bleiben.


    Versaut er diese Chance, ist es aus - dann muss er klagen.


    Vor Junior bleibe ich neutral, aber ich halte einfach nichts vom Ex ( er ist eifersüchtig auf meinen "beruflichen Erfolg" und meiner finanziellen Möglichkeiten).

  • Heute wäre Umgang gewesen, bis gestern Abend kam keine Regung vom KV.


    Vorhin habe ich meine E-Mails gecheckt, da war eine von heute Mittag im Eingang.


    Ich soll doch bitte Kind zu ihm nach Hause fahren, da er mit seinem Fahrzeug nicht mehr fahren darf. Er würde mir auch Benzingeld geben.


    An sich ja eigentlich ein guter Vorschlag, nur für heute wäre es etwas zu spät.


    Nur als Frage, kann Ex mir jetzt deswegen Stress machen beim JA? Ich meine es war ja sehr kurzfristig und ihn vorher fragen habe ich nicht eingesehen.


    Was antworte ich ihm jetzt? Wie erkläre ich Junior, dass ich ihn hinfahre und dann nach rund 1 1/2 Stunden abhole? Er möchte nicht alleine hingehen und ich will aus persönlichen Gründen KVs Wohnung nicht betreten.

  • Ich würde ihm antworten, dass der Weg allein sein Problem ist und ob der Kurzfristigkeit seiner Mail und vor allem mit Blick auf die aktuellen Unwetterwarnungen du morgen keinesfalls in dein Auto steigen wirst. Bis zum nächsten Termin solle er sich doch bitte selbst um seinen und Juniors sicheren Transport kümmern.


    Ganz ehrlich: Niemand kann dir was. Du ermöglichst Umgang, du motivierst Junior. Der Rest ist des Vaters Bringschuld. Nachtragen musst du ihm das Kind nicht. Speicher die Mail, dann hast du einen Beweis, falls du ihn brauchst. Mach dich mal frei von deinen Ängsten.

    I am a bear of very little brain, and long words bother me. (Winnie-the-Pooh)


    Ein Leben ohne Bücher ist nicht lebenswert. (Erasmus von Rotterdam)

  • Ich würde morgen antworten, das du seine Mail erst jetzt gelesen hast und das es beim nächsten Mal möglich ist.


    Dem Mini Siri sagst du das jetzt Papa Zeit ist und das du im x Uhr zurück bist und zwischendurch langweilige Dinge wie Tanken, Einkaufen ... machst und das du dann wieder da bist- kurz klingeln und unten warten.

  • Er hat dir heute Mittag geschrieben, ob du heute das Kind zu ihm bringen würdest? -das wirkt ja ein wenig so, als wäre der Umgang von ihm nicht gewollt, denn sonst hätte er sich doch schon früher gemeldet, oder angerufen.


    Grundsätzlich ist das Angebot, dass er dir Geld fürs Bringen gibt, ok. Letztlich liegt es an dir, ob du das möchtest, oder nicht.

    Hattest du nicht kürzlich mal geschrieben, dass das Kind bereit gewesen wäre, mit ins Haus zu gehen, wenn du draußen im Auto wartest?

  • Junior hätte das mitgemacht, aber dann war 4 Wochen Ruhe, ohne Nachricht. Ich hatte den Fehler begangen und den Termin im Kalender eingetragen. Da hat das Vertrauen ein wenig gelitten.

    Und jetzt sind auch wieder 4 Wochen vergangen.


    Auf jeden Fall werde ich eine Nacht drüber schlafen und erst morgen antworten.


    Mit dem ÖPNV hat man eine Fahrzeit vom über 2 Stunden pro Strecke und hat dann auch ein sehr enges Fenster für die Rückfahrt.

  • Solange es kalt ist und kein Café o.ä. offen hat, wo man sich reinsetzen und etwas Warmes trinken kann (und Zugang zu einer Toilette hat), würde ich ums Verrecken nicht hinfahren, um dann 1,5 Stunden im Auto zu sitzen. Da ist die Blasenentzündung vorprogrammiert.


    Warum leiht der Vater sich kein Auto, wenn es seins nicht macht? Sich Bemühen sieht in meinen Augen anders aus.

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  • Solange es kalt ist und kein Café o.ä. offen hat, wo man sich reinsetzen und etwas Warmes trinken kann (und Zugang zu einer Toilette hat), würde ich ums Verrecken nicht hinfahren, um dann 1,5 Stunden im Auto zu sitzen. Da ist die Blasenentzündung vorprogrammiert.


    Warum leiht der Vater sich kein Auto, wenn es seins nicht macht? Sich Bemühen sieht in meinen Augen anders aus.

    Er muss mir keine Rechenschaft ablegen. Ich meine, ich kann es ablehnen. Letztendlich habe ich Kind seit August 2020 schon zum Umgang gekarrt, ohne Geld zu verlangen, aber das nimmt aktuell gefühlt eine andere Dimension an.


    Im Umkreis von mehreren Kilometern gibt es keine Einkaufsmöglichkeit, da fahre ich eher heim.

  • Ich werde ihm nachher einfach schreiben, dass ich die kommenden beiden Umgänge Junior fahren werde. Danach ist sein Problem.


    Ich bin ihm gegenüber nicht bösartig, dennoch sehe ich es schon wieder, dass ich ihm Junior auf den Silbertablett hinterher trage, zumal er ja auch keinen Zeitraum nennt, wie lange dieser Zustand andauern wird. Ich habe ihm Junior auch nur zum Umgangsort gefahren - da er sich nicht um die Verkehrssicherheit seines Vehikels gekümmert hat! Das Auto hat Rost an allen Ecken, selbst an wichtigen Stellen, das Fahrerfenster ist abgeklebt mit Folie, weil es kaputt ist. Mit so einem offensichtlich nicht mehr verkehrstüchtigen Fahrzeug wollte ich Kind nicht einsteigen lassen.

    Dieser Zustand wurde nie behoben!

    Auf die Frage wie es weiter geht, kam nichts! Auch was mit seinem KfZ ist, da der TÜV abgelaufen sei - er habe kein Geld und sein Vater wolle sich ggf. darum kümmern, es wäre ja sein Auto.

  • Als Rückmeldung kam nichtsagendes Bla Bla. Als Antwort kam lediglich, dass er sich demnächst früher melden täte (immer per SMS, da frage ich mich ob der meine Nachricht überhaupt verstanden hat!) und der Umgang 1-2 Stunden, wie Kind will andauern soll.


    Na, wenn ich dann mich weigere weiter zu machen, kommt dann das böse Erwachen.

  • Update.. der letzte Umgang lief relativ. Kind wollte nach 1 1/2 Stunden wieder abgeholt werden, da es mal musste und Durst hatte. Der Vater war leicht irritiert/ angesäuert, da Junior seine Wohnung nicht betreten wollte und nach seiner Mama verlangte.


    Dann ging es wieder um die Fahrerei. Ich fahre Kind nur noch einmal zu ihm und das war's. Ex war enttäuscht, er hätte Kind gerne seine Wohnung gezeigt, aber die geht ja nicht, da es zu aufwändig ist, mit dem Bus hin und her zu fahren. Der Umgang ist nunmal nicht sehr lange. Da halte ich mich raus - er muss da von alleine kommen, wegen dem zeitlichen Rahmen. Ich frage lediglich nach der Uhrzeit und wenn er sagt 2 Stunden Umgang sollen es sein, dann ist es so.


    Wie ist denn so die Regel? Der Ex wohnt 11 km Luftlinie (15 Minuten mit dem Auto) entfernt. Mit dem Bus benötigt er rund 60 Minuten.


    Aus seiner Art und der Weise, wie wir das Gespräch hatten, war er alles andere als erfreut. Ihm wäre es lieber gewesen, ich hätte von mir aus gesagt - "Lieber Ex gegen Entgelt präsentiere ich dir Kind auf dem Silbertablett. Du musst dich weiterhin nicht um die Organisation kümmern."


    Kommt Zeit, kommt Rat... Entweder er lässt den Kontakt wieder einschlafen, oder er versucht mich mit Hilfe des JAs und seines Betreuers dazu zu bewegen weiterhin den Shuttleservice zu verpflichten. Den Weg über eine Gerichtsurteil wird er nicht gehen, da die Chancen wahrscheinlich gegen null gehen.

  • Bei uns hat der Vater Kind geholt und wieder gebracht, es war eine sehr kurze Entfernung. Dann sind wir aber umgezogen und die Entfernung wuchs auf 15km. Das ist dann immer noch Aufgabe des UET, diese Entfernung zu bewältigen. Ich habe Kind dann immer zur 2km entfernten Sbahn Haltestelle gebracht, sie ist alleine gefahren und er stand dann dort auf dem Bahnsteig. Auf einer Begleitung nach hause habe ich bestanden, da es meist 19.00 wurde und ich keine 10jährige alleine in der sbahn fahren lassen wollte, ich kam aber wieder an den Bahnhof.


    Was ich sagen will: es ist seine Aufgabe, den Weg zu übernehmen, aber im Rahmen kann man da dem UET entgegen kommen. Ich würde allerdings nicht immer fahren und warten. Er könnte Kind mit dem Bus holen und du holst es wieder mit dem Auto ab, dann hättest du nicht sie Wartezeit. Oder gibt es carsharing, das er nutzen kann? Oder kann er mit dem Rad kommen?

    Liebe Grüße
    Die Elefantendame


    Umwege erweitern die Ortskenntnis

  • Ich glaube, bei 11 km würde ich nachgeben. Ich dachte immer, es geht um eine wesentlich größere Entfernung.

    11 km... das fahre ich ich Junior auch zum Schwimmen und warte da oder fahre kurz zurück. Der Gedanke ist: Du machst das für das Kind, damit es seinen Vater kennenlernt. Und nicht für den Vater.

  • Der Gedanke ist: Du machst das für das Kind, damit es seinen Vater kennenlernt.

    Ich finde diesen Perspektivenwechsel hilfreich - statt sich über die Verhaltensweisen des anderen Elternteils zu ärgern, konzentriert man sich auf das, was wirklich wichtig ist: eine gute Beziehung des Nachwuchses zum anderen Elternteil und Qualitätszeit - sozusagen wie ein Reservoir an guten Erlebnissen, von denen das Kind zehren kann (und man selbst ja auch).

    A smile a day sweeps the sorrows away

  • Denke auch man überläßt den Kind hier ein bischen viel Mitspracherecht.

    Glaube für ein Kind ist es wichtig zu wissen wer Mama und Papa ist, mit einem ist man vielleicht enger verbunden als mit dem anderen ... aber zu kommen, weil er Pipi muß und durst hat finde ich schon echt fragwürdig.


    KV bemüht sich ja - und ich denke für das Kind ist das auch gut so, aber jetzt wegen 11 !!!!! km nen Aufriss zu machen, versteh ich nicht.

    Du hast ein Auto - es ist super schnell für Dich erledigt und irgendwann wird das Kind ja auch mal länger bleiben ...

    Die meisten Menschen sind so glücklich, wie sie es sich selbst vorgenommen haben.
    Abraham Lincoln

  • Du mußt erscheinen weil Junior Durst hat und Pippi muss ? Wie lößt er das wenn er mit deinen Eltern oder Freunden unterwegs ist?

    Da ist für Essen und Trinken gesorgt - wäre es ja auch beim KV gewesen, aber Kind wollte partout nicht in seine Wohnung gehen.

    Ich finde diesen Perspektivenwechsel hilfreich - statt sich über die Verhaltensweisen des anderen Elternteils zu ärgern, konzentriert man sich auf das, was wirklich wichtig ist: eine gute Beziehung des Nachwuchses zum anderen Elternteil und Qualitätszeit - sozusagen wie ein Reservoir an guten Erlebnissen, von denen das Kind zehren kann (und man selbst ja auch).

    Seit August 2020 fahre ich Junior immer zum Umgang! Da wusste Ex bereits, dass sein Auto nicht mehr so ganz fahrtüchtig/ verkehrssicher ist. Dann ist er ohne gültigen TÜV dennoch mit dem Auto gefahren.


    Ich mag mich eigentlich nicht mehr darum kümmern und Gedanken machen müssen. Dennoch merke ich, die Sache fährt wieder in alte Verhaltensweisen - Ex steht vor einem Problem, beginnt den Kopf einzuziehen, da von mir erwartet wird das Ganze zu lösen und mich wieder verbiegen. Genau das will ich definitiv vermeiden, in alte Muster verfallen, dieir definitiv nicht gut tun.

    Von Außen geschaut, könnte man ehrlich sagen, die 11 km (gesamt 44 km 2x hin, 2x zurück) kann man alle 14 Tage fahren. Soll das ewig so gehen?


    Doch wie sieht es denn auf der UET Seite aus?

  • Hallo Siri,


    ich glaube man sieht auch oft das „Gesamtpaket“.

    Bei den Hausaufgaben setzt der kleine König sich durch, Blutzuckerspiegel messen muss er über sich ergehen lassen und beim Vater wird er abgeholt, damit er sich nicht in die Hose macht und weil er Durst hat?

    :/ komm ich nicht mit.

    Also ich versteh es nicht.

    Ist das nicht etwas viel Entscheidungskompetenz für das Alter, der er gar nicht gerecht werden kann?

    Und es auch nach belieben nicht muss, also zwar entscheiden aber nicht die Konsequenzen aus der Entscheidung tragen.

    10 Jahre alt, wenn ich es richtig auf dem Schirm habe, oder?


    vg von overtherainbow