Loyalitätskonflikt

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  • Ihr Lieben,


    ich möchte hier um Ratschläge bitten...

    Situation ist folgend, mein Freund ist länger als ein Jahr getrennt und hat ein kleines Kind. (7)
    Wir lernten uns kennen, verliebten uns, daraufhin lernten wir die jeweiligen Kids... alles langsam, entspannt. Ich lernte die Expartnerin kennen, da ich nachvollziehen konnte, dass sie wissen möchte mit wem ihr Kind Kontakt hat.
    Wir verstanden uns gut, sie ist auch in einer Beziehung und alles schien gut zu sein. Wir haben zusammen Weihnachten gefeiert. Die Winterferien hatten mein Kleinpubi und Kind mit uns verbracht... es war wunderschön, wir verstanden uns super und alles war sehr harmonisch. Ich bekam viel Zuneigung vom Kind. Inzwischen hat sich die Lage geändert ( und zwar seit dem es um die Scheidung und Geld geht) leider ist das Kind pampig und komisch zu mir ( ohne, dass zwischen uns etwas vorgefallen wäre) Letzte Woche kam es zu mir und sagte“ Ich bin so traurig, weil ich so unfreundlich bin...“ ich hab geantwortet.. ja, mir tut es auch leid, kannst du dich erinnern, wie schön es im Urlaub war? Da waren wir alle so lieb zueinander.... vielleicht möchtest du wieder so sein? Oder habe ich dir etwas getan?
    kurzer Blick als ob es sich weinen verkneift, nö, hast mir nichts getan.

    Das We war das Kind mit Papa alleine... heraus kam, dass es sonst so Stress mit Mama hätte, wenn es lieb zu mir wäre.
    Es tut mir so leid. Wie soll ich mich verhalten, damit es nicht im Loyalitätkonflikt steht.
    Ich schlug meinem Freund vor, die Umgangstage ohne mich/ uns zu verbringen bis sich die Situation beruhigt hat. Was könnten wir noch tun? Es ist schade, ich hoffte, wir können normal miteinander umgehen.

    Nicht auf das Leben kommt es an, sondern auf den Schwung, mit dem wir es anpacken. H. Walpole

  • Hast Du Dich so gut mit der EX verstanden, dass du mit ihr, natürlich nach Rücksprache mit Deinem Freund, einfach mit Ihr reden kannst?


    Es wäre ja jetzt nicht sooo ungewöhnlich, dass unsere Kids aus einer völlig anders gemeinten oder aus dem Kontext genommenen Bemerkung, in ihrer Gedankenwelt ein Problem konstruieren, das wir Erwachsenen so gar nicht haben.


    lg von overtherainbow

  • Eigentlich hilft nur das direkte Gespräch.


    Alles andere wären Hilfskonstruktionen.

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Hallo ihr Lieben,


    nein sooo super haben wir uns nicht verstanden. Ich war einfach freundlich und um Deeskalation bemüht. Hab sehr oft meinen Freund beschwichtigt, sei es wenn etwas trotz Absprache wg. nicht funktionierte, das Kind keine passende Klamotten/ Schuhe ( trotz freiwillig sehr hohem KU ) nicht hatte. Gut dann kaufte mein Freund eben neue Schuhe oder ich besorgte etwas. Ich habe inzwischen ihre berechnende Art durchschaut und die Falschheit möchte ich mir nicht mehr geben. In dem Urlaub schrieben uns Zettelchen, was man an dem Anderen mag...mit Kids, fürs Kind als Ansporn zum Lesen und die Mutter fand dann eins, wo ich schrieb, es ist ein wunderbares Kind und ich habe es sehr lieb. Das haben wir auch noch mit der Mutter beredet, wo sie meinte, erst musste sie schlucken aber eigentlich ist es super, wenn wir uns so gut verstehen....

    Ich vermute das Kind erzählte, dass es mich gern drückte und sagte, ich wäre wie zweite Mama zu ihm. Dass es zu den großen Kids von mir „große Brüder“ sagt.
    Ab da kamen subtile Veränderungen...ich hab mich irgendwann zurückgezogen, bin da feinfühlig und hab immer erst gewartet, was vom Kind kommt.

    Schwierig...

    Nicht auf das Leben kommt es an, sondern auf den Schwung, mit dem wir es anpacken. H. Walpole

  • ich merke, wie das Kind beeinflusst wird.. alte Kidsfreunde mag die Mama plötzlich nicht, Freunde vom Vater mit Kinder sind fürs Kind plötzlich keine „echten Freunde“.
    Wir werden versuchen, die nächsten Umgangswe getrennt verbringen... bis das Kind selbst äußerst, dass er uns sehen möchte.

    Die Nächte waren die Süßen schon immer alleine, da das Kind Papas Nähe braucht.
    Habt ihr noch andere Ideen, wie man gegen eine Gehirnwäsche entgegenwirkt ohne das Kind zu belasten?

    Nicht auf das Leben kommt es an, sondern auf den Schwung, mit dem wir es anpacken. H. Walpole

  • Oh oh....wenn da nicht wieder ein Kampf ums Kind beginnt.


    lenchen:

    Und du sitzt leider zwischen den Stühlen. Die "böse Next" die in Verbindung mit dem KV, der Mutter ihr Kind wegnehmen will.

    Der "böse Ex" der aus Sicht der KM, ja nur den Unterhalt sparen will und eigentlich eine Gefahr für das Kindswohl darstellt.

    Die "böse Next" natürlich auch.


    Ich denke, dass der deeskalierende Weg, sich mal 1-2 UmgangsWe nicht zu sehen, dem Kind (hoffentlich) etwas Druck nimmt.


    Ich wünsche euch viel Kraft.

  • Wieso sind alte "kidsfreunde" plötzlich unwichtig und Freunde vom Vater plötzlich keine Freunde mehr,

    das könnte Kind "entwurzeln" und in seiner Wahrnehmungsfähigkeit beeinflussen, bzw es traut seinen Gefühlen nicht mehr,(falls es in diesen Punkten beeinflusst wird )

    um das zu vermeiden , würde ich das persönliche Gespräch von "Frau zu Frau" suchen, um sich erstmal wieder näher zu kommen, Stimmung abzuchecken, und ...dann, wenn möglich verändertes Verhalten des Kindes dir gegenüber ansprechen ohne Vorwürfe , erstmal nach der Meinung der Mutter dazu fragen, ob die Mutter auch Veränderungen bemerkt hat

  • irgendwie hört sich das etwas an, als ob sich alte Kontakte durch die Trennung zerschlagen haben, sowohl auf Seiten der Mutter wie auf Seiten des Kindes,...und Kind versucht nun durch Erfahrung Abstand zu halten , um nicht wieder getroffen zu werden..

    aber vielleicht einfach nicht zu persönlich nehmen, normale Präsenz zeigen um eventuelle Befürchtungen nicht zu verstärken...


    du scheinst persönlich verletzt dadurch zu sein?

  • Ich vermute das Kind erzählte, dass es mich gern drückte und sagte, ich wäre wie zweite Mama zu ihm.

    Naja ich glaube das mit der zweiten Mama in Verbindung mit Next hört keine Mama gerne. Das mit den Zettelchen im Urlaub zum Lesen üben und zufällig findet die KM den, ist echt blöd gelaufen.


    Wenn man solche Situationen verhindert trägt das vielleicht auch zum Wogen glätten bei und bringt das Kind nicht in Loyalitätskonflikte.

    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • Moin moin ihr Lieben,


    Franziska,


    die alten Kontakte haben sich nicht zerschlagen. Das Kind hat weiterhin Kontakte mit seinen Freunden vom Kindergarten und möchte sie auch nicht missen... es kommen aber subtile Bemerkungen von der Mutter ( x ist kein echter Freund oder sie mag Y nicht, weil es schmatz)

    was uns Kind erzählt.

    Ja, möglicherweise bin ich getroffen, weil ich diese Beeinflussung spüre und auch diese Veränderung am Kind feststelle. Die Mutter bestreitet es gesagt zu haben.
    Persönlich ... klar tut es mir bisschen weh, aber viel mehr tut es mir weh, wenn ich merke, dass die kleine Seele drunter leidet. Es mag auch nicht, wenn ich mich einem anderen Kind im Spiel zuwende...

    Es kommen sehr viele Kleinigkeiten, die drauf schließen lassen, dass die Mutter nicht abgeschlossen hast... obwohl sie auch in einer Beziehung ist. Mein Freund wird jetzt mehr mit dem Kind unternehmen.... auch außerhalb des Umgangs ( sofern sie es zulässt) Jedoch möchte es wieder zu uns allen in den Garten.
    vielleicht ist es besser, ich nähere mich dem Kind wieder mehr an, im Spiel etc. ( Habe mich da wie gesagt etwas zurückgenommen)


    Ich möchte, dass es spürt, ich habe es lieb, ohne schlechtes Gewissen der Mutter gegenüber... das ist aber die Quadratur des Kreises...

    Nicht auf das Leben kommt es an, sondern auf den Schwung, mit dem wir es anpacken. H. Walpole

  • Zu Blau:

    Ich wünsche dir gutes Gelingen dabei. Ansatzmäßig, wie du es handhaben möchtest, finde ich sehr gut.

    Das Schwerste für dich dabei wird sein, normal und unverkrampft, nicht zu verkopft auf das Kind zu zugehen.

    Wird schon :thumbup:

  • Ihr Lieben,


    etwas Zeit ist vergangen, mein Bonuskind hat öfters geäußert, dass er uns vermisst und ich habe mit einer Freundin des Herrn Schatz /die Patentante des Kindes gesprochen. Ihre Sicht hat mir die Augen geöffnet.
    O Ton, es ist nicht gut, wenn du dich zurückziehst. Für das Kind bist du mit deiner Art / auch die BonusBrüder eine Bereicherung... das Kind braucht diese Impulse und profitiert davon. Es ist schade, es ihm nicht zu geben.

    Beim nächsten Treffen, habe ich es gemerkt... ja das Kind genießt und braucht es.. blödeln und spielen mit mir, die Zuwendung.
    Die großen und sein Papa sind manchmal bequem und wir 2 erobern dann die Welt🤣.

    Bei gemeinsamen Pferde 🐎 anschauen, hatten wir ein gutes Gespräch... über Gott und die Welt.. natürlich kindgerecht.
    Wenn ich was erzähle, flippt die Mama so aus und schreit , Lenchen ist nicht deine Mutter.

    Da habe ich gesagt, hat sie vielleicht Angst, dass ich deine Mama sein möchte? Das muss sie aber nicht, ich will nicht deine Mama sein, ich habe doch meine Kinder! Da sagte das Kind, so könnte ich ihr das erklären...

    Angemerkt.. dieses Gespräch führte ich mit der Mutter schon am Anfang und als Feedback erhielt ich ... das Kind redet viel von uns und sie wäre froh, dass es so ist...

    So leid es mir tut, das Kind wird wohl lernen zu Hause nicht so viel über uns reden...

    Nicht auf das Leben kommt es an, sondern auf den Schwung, mit dem wir es anpacken. H. Walpole

  • Ich habe auch eine Grenze für mich gesteckt... ich möchte mit ihr keine gemeinsamen Aktionen mehr. Möchte nicht, dass sie Einblick in unser Leben hat. Anscheinend kann es nicht friedlich und freundschaftlich gehen.

    Nicht auf das Leben kommt es an, sondern auf den Schwung, mit dem wir es anpacken. H. Walpole

  • Wenn die Mutter so reagiert ist es ein Zeichen von Schwäche, Eifersucht...hat sie Angst, dass das Kind irgendwann

    den Wunsch äußert beim Vater zu leben?

    Ich glaube, die Eifersucht wird größer werden und erstmal weitere "Aktionen" gegen dich fördern, wenn du jetzt auch total abblockst, darauf solltest

    du vorbereitet sein. Menschen, die eifersüchtig sind , wünschen sich doch indirekt mehr Nähe (glaube ich,hm).


    Aber du musst natürlich schauen inwiefern es dich zu stark belastet und du an eine Grenze gekommen bist, verlass dich auf dein Bauchgefühl

  • Rational hat die Mutter die Situation wohl verstanden. Emotional zerreißt es sie aber. Und mal ist sie - wie wir alle - kopfbestimmt, mal bauchbestimmt.


    Damit umzugehen, ist für alle schwierig. "Die" Lösung gibt es sicherlich nicht. Sondern nur Moeglichkeiten.

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Als Möglichkeit vielleicht einfach ab und an im Gespräch mit dem Kind auch positive Sachen über die KM einbauen.

    Wenn die Kleine das zuhause auch erzählt, fühlt die KM sich vielleicht nicht mehr ganz so angegriffen und merkt das du ihr das Kind nicht wegnehmen willst.


    Ich habe auch eine Grenze für mich gesteckt... ich möchte mit ihr keine gemeinsamen Aktionen mehr. Möchte nicht, dass sie Einblick in unser Leben hat. Anscheinend kann es nicht friedlich und freundschaftlich gehen.

    Die Grenze finde ich gut. Freundschaft mit allem drum und dran ist mit Next nahezu unmöglich (meine Meinung), aber ich wünsche dir das Ihr es in naher Zukunft schafft friedlich miteinander auszukommen.

    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • Das Positive , habe ich immer vorgehoben, zum Geburtstag mit dem Kind schöne Sachen gebastelt, jetzt zum Mutti Tag eine Blume besorgt...

    Hier geht es gerade heiß eG. Scheidung her und ich sehe mit welcher Dreistigkeit, ihr Lebenstandart finanziert werden soll. Sich knapp vor der Scheidung kündigen lassen spricht schon für sich. Aber auch da, hab ich mich abgegrenzt. Ich stehe zum Schatz, aber ich will es gar nicht mehr so genau wissen.

    Nicht auf das Leben kommt es an, sondern auf den Schwung, mit dem wir es anpacken. H. Walpole