Wie läuft die Beschulung eurer Kinder zurzeit?

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  • Je weniger Beschulung, desto weniger Lernmöglichkeiten, desto mehr Defizite. Und dann dürfen die Schüler eine Ehrenrunde drehen. Ich habe wirklich Respekt vor den Lehrern, die sich hier mit viel Kreativität und Zeiteinsatz engagieren und in Kontakt mit den Kindern bleiben. Damit die Kinder nicht die Verlierer sind. Außergewöhnliche Zeiten erfordern eben außergewöhnliche Maßnahmen und Lehrer, die Vorbilder sind und Verantwortung übernehmen.

    A smile a day sweeps the sorrows away

  • Ich denke Lehrer werden sich hüten schlechte Noten zu verteilen, aufgrund von Unterrichtsstoff, den sie nachweislich nicht zur Verfügung gestellt haben. Die Klagewelle würde sicher riesig.

    Unsere Lehrer handeln auf Anordnung, letztlich können dies auch nix dafür, wenn die Rahmenbedingungen zur Beschulung dünn sind. Ich kann ja schlecht unsere Klassenlehrerin dafür verantwortlich machen, dass Kind nur noch so wenig Schule hat.

    Es wird immer engagierte und weniger engagierte Lehrer geben, genauso wie es Eltern gibt, die realistische und überzogenen Vorstellungen haben.

    Unsere Schule war schlau: Die haben den kompletten Schulplan bis zum Sommer als pdf mitgeschickt. Mit allen Terminen Prüfungen und co. Und den Schülerzahlen. Da wird einem als Elternteil erstmal bewusst, was das für eine Mammutaufgabe ist 1600 Schüler in sechs Wochen noch in die Beschulung zu drücken aufgeteilt in kleine Gruppen. Und die online-Beschulung läuft ja auch noch weiter. Wahnsinn.

    Klar, ich habe leicht reden. Im Gesamtschulkonzept sind ja Ehrenrunden nicht vorgesehen. Von daher bin ich recht entspannt, da ich nicht glaube, dass Kinds gesamte Schulausbildung in drei Monaten den Bach runtergeht.


    Was ich gut finden würde ist, wenn mehr onlineportale kostenlos nutzbar wären. Wir haben ein 30-Tage-kostenlos Abo zugelegt, da ich Kind nicht begreiflich machen konnte, was Körpernetze sind. Das war sehr hilfreich.

  • Also mein Kind geht seit Mittwoch wieder in die Schule. Er war überglücklich. Mittwoch haben sie wohl nur geredet und die Kids mit den neuen Regeln vertraut gemacht.


    Ab Montag haben sie täglich 5 Stunden Unterricht, aber nur in den Hauptfächern Mathe, Deutsch, Sachunterricht und Englich. Es wurden schon zwei Arbeiten für Juni angekündigt. Viele Noten kommen jetzt hier nicht mehr zusammen, aber ein paar doch noch. Ich bin gespannt wie es weiter geht.


    Momentan haben alle noch Hoffnung das wenigstens das Abschlussprogramm zur Zeugnisübergabe stattfinden kann. Die 4. Klasse studiert jedes Jahr eine Aufführung ein und dann erhalten sie feierlich ihr Zeugnis und verlassen die Grundschule. Mein Kind hatte die Hauptrolle bekommen (war schon sooooo lange sein Traum endlich mal eine zu erhalten) und dieser Traum endete in bitteren Tränen weil vorerst auch diese Aufführung und Zeugnisübergabe abgesagt wurde. Zumindest wollen sie trotzdem die Texte üben falls doch noch eine positive NAchricht kommt. Also die Klassenlehrerin hat mit ihnen auch drüber gesprochen.

  • Bei uns fängt die Schule nach den Pfingstferien an. Die Klassen werden so aufgeteilt, d. sie zu 11 sind. Dadurch ergibt sich eine Handvoll Schultage, die vorallem als Noten schreibende Tage genutzt werden. Ein Mundschutz innerhalb des Klassenzimmer wird es nicht geben, dafür aber Abstand.

  • Was ich gut finden würde ist, wenn mehr onlineportale kostenlos nutzbar wären. Wir haben ein 30-Tage-kostenlos Abo zugelegt, da ich Kind nicht begreiflich machen konnte, was Körpernetze sind. Das war sehr hilfreich.

    Falls dieses Abo Sofatutor ist, kündige rechtzeitig, da es sich sonst um 24 Monate automatisch verlängert.

    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • So, ich habe Kind nun nach 9 Wochen Kontaktverbot zu Oma und Opa ausquartiert mit Schulranzen. Mögen die sich damit auseinandersetzten. :-)


    Montag soll er mittags das erste Mal zur Schule, es geht nur um die Abgabe der erarbeiteten (...?) Aufgaben und um neue Aufgaben.

    Ansonsten ist hier für 8. Klässler anscheinend noch nichts in Aussicht bzgl. Unterricht.

    Wer sich den Gesetzen nicht fügen lernt,

    muß die Gegend verlassen, wo sie gelten.

    (Johann Wolfgang von Goethe)

  • Zitat

    Jetzt ist nicht die Zeit, um Kinder rigide zu erziehen oder zu beschulen. Jetzt müssen die Familien schauen, dass sie möglichst stabil und gesund durch diese Zeit kommen.

    Vielleicht sollte man in der Schule dann einfach nur das machen, was läuft und was angemessen scheint. Und zwar nicht nur unter dem Gesichtspunkt, was die Kinder schaffen, sondern auch daran gemessen, was die Eltern schaffen. Wenn die Eltern zu viele andere Aufgaben haben, dann geht im Moment vielleicht einfach nicht mehr. Dann muss man die Anforderungen zurückschrauben und Ruhe reinbringen. Da kann es dann sein, dass die Schulnoten in diesem Jahr eben auch mal etwas absacken. Aber auch das ist ja ein geteiltes Phänomen. Bei vielen wird die Leistungskurve etwas einknicken.


    Ich nehme aber wahr, dass viele Eltern einen sehr perfektionistischen Anspruch haben. Sie wollen alles richtig machen. Genau wie die Lehrer. Aber es gibt im Moment kein Richtig. Das überfordert auch die Erwachsenen. Dabei ist es wichtig, jetzt den Gang rauszunehmen. Eltern sollten lieber zurückschalten und schauen, welches Bedürfnis hinter welchem problematischen oder unerwünschten Verhalten der Kinder steht.


    Aus diesem Artikel:


    https://www.rbb24.de/panorama/…-corona-krise-stress.html


    "Rigide" Erziehung und Beschulung ist eh nicht meins, auch ohne Corona. Aber gerade jetzt mal Druck rausnehmen, wäre für manche sicher ganz gut.


    Warum sind denn die Farben und Schriftgrößen im Zitat unterschiedlich? :/

    LG
    CoCo



    Halt mich fern von der Weisheit, die nicht weint, von der Philosophie, die nicht lacht, und von der Größe, die sich nicht vor Kindern verneigt.


    ~ Khalil Gibran ~





  • Wir haben per WhatsApp einen Brief der Schule erhalten. Ab dem 2. Juni geht es mit versetzen Unterrichtszeiten weiter für die Grundschulkinder. Bis zum 13. Mai sollen wir der Klassenlehrerin mitteilen, ob das Kind mit dem Bus fährt, läuft oder gefahren wird und ob es dann in die Betreuung gehen soll. Ähh, ja genau.. wenn ich nicht weiß wann Kind in die Schule muss, kann ich auch nicht sagen, ob es mit dem Bus fährt oder whatever. Kind lässt die Maske nicht freiwillig auf, der sieht wegen seiner Brille dann nix mehr und zieht die dann aus.. ergo entweder ist die Brille oder Maske weg, Letzteres wäre halb so schlimm.

    Dann sind meine Eltern nicht gerade begeistert, von der Idee, dass Kind dann auch in die Betreuung geht. Ja, ich weiß, der schreit ja bei Atemwegsinfektionen sofort hier und bekommt es dann. Aber bei der aktuellen Isolation zeigt er kaum noch, dass er ein Kind ist.. eher ein Mini- Erwachsener. Ich will ihm noch ein wenig seine kindliche Leichtigkeit noch ein wenig erhalten, er ist jetzt schon mit seinen 7 Jahren meiner Meinung nach oft viel zu Ernst und erwachsen.

    Meine Bekannte meinte, ich könnte Junior hier in Hessen von der Schule weiterhin befreien lassen, da ich ja mit meinen Eltern (Risikogruppe) in einem Haus lebe und sie Junior betreuen. Nur ob ich Junior dahingehend damit einen Gefallen tue, will ich dahingestellt lassen.

    Heute Abend tagt der Familienrat.

  • Naja, von wegen Druck rausnehmen und alle haben einen Leistungsknick, ich glaube es noch nicht.

    In Juniors Klasse sind ein paar Kinder, die quasi ständig alles sofort abgearbeitet haben, auch die Aufgaben in den Lernplattformen und für die die Eltern immer noch Aufgaben nachfordern. Davon sind wir weit weg, ehrlich gesagt sind auch ein, zwei Kinder dabei, die mir ein Stück weit leid tun, weil die Eltern oberehrgeizig sind. Da hat meiner echt ein süßes Leben gegen, aber dran bleiben müssen wir schon, auch gegen Widerstand. Sonst wird die Lücke einfach zu groß. Es wird eh so sein, dass die Schere jetzt weit auseinander geht.

  • Es wird eh so sein, dass die Schere jetzt weit auseinander geht.

    Das glaube ich auch. Da gibt es die Kinder, die Langeweile haben, weil sie alle Aufgaben schon fertig haben.

    Und dann die Kinder, die auch Langeweile haben, das aber noch lange nicht als Grund sehen, was für die Schule zu machen. :rolleyes::D

    Wer sich den Gesetzen nicht fügen lernt,

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    (Johann Wolfgang von Goethe)

  • Sehr gefreut habe ich mich gestern abend über einen Brief des Klassenlehrers an Schüler und Eltern, der per Mail hier ankam. Nun weiß ich, dass die Schule plant, dass es ab 18. Mai in irgendeiner Form weitergeht mit dem Unterricht. Aber was ist, wenn bis dahin die Kennzahlen, auf die man schaut wie das Kaninchen auf die Schlange (Reproduktionszahl und Neuinfektionen innerhalb von einer Woche beispielsweise) sich ungünstig entwickeln? Ich bin ja froh, dass so langsam außerschulische Aktivitäten wie Sport, Musik und andere Hobbies wieder anlaufen können, weil das soziale Miteinander tatsächlich fehlt. Wenn wir dann als Eltern mit gutem Beispiel vorangehen und erreichen können, dass unsere Kinder sich verantwortungsbewusst verhalten, dann habe ich insgesamt ein gutes Gefühl.

    A smile a day sweeps the sorrows away

  • Meine Tochter hat das erste Mal in ihrerfünfjährigen Schullaufbahn ein uneingeschränkte Lob aus der Schule bekommen. Von der Mathelehrerin. Weil sie so sauber und gewissenhaft ihren Wochenplan abarbeitet. Sie war stolz wie Oskar, das hat ihr richtig Auftrieb gegeben.

    Man sitzt insgesamt viel zu wenig am Meer...

  • Wenn es gut läuft, werden die Schüler hier in Hessen maximal noch 6 Wochen Präsenzunterricht haben können, vermutlich aber auch nur an einem Tag in der Woche. Ich mache mir keine Illusionen, dass es auch nach den Sommerferien eingeschränkt weitergehen muss. Den Vogel hat eine Lehrerin im Fach Computer abgeschossen: die Arbeitsblätter, welche sie per Mail schickt, sind von 1995 und eigentlich sollte man doch gerade von Vertretern dieses Fachs erwarten können, dass sie die technischen Möglichkeiten kennen und nutzen. Ich kann leider an der Schule meiner Tochter überhaupt keine Bemühungen (abgesehen vom Engagement einiger weniger Lehrer) sehen, mittel- bis längerfristig sicherzustellen, dass Lehrer und Schüler miteinander in Kommunikation bleiben. Manche Lehrer halten es noch nicht einmal für nötig, überhaupt auf eingeschickte Aufgabenlösungen zu reagieren, und andere verwehren sich dagegen, dass man mit ihnen direkt kommuniziert. Ich finde nicht, dass es in Ordnung ist, sich auch nach Wochen noch damit hinauszureden, dass man in einer außergewöhnlichen Situation steckt. Das ist für mich ein Versäumnis der Schulleitung, die den Mangel verwaltet anstatt mit allen Lehrern gemeinsam Mittel und Wege zu suchen und zu finden, um den Kontakt mit den Schülern aktiv zu gestalten.


    Wie gut, dass wir so eine engagierte Elternsprecherin haben. Vielleicht kann sie ja das ein oder andere bewirken.

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  • musicafides :Ich glaube, wenn der Präsenzunterricht noch kommt (für meine Tochter sind es tatsächlich nur drei Tage), dann wird es online noch weniger kommunikativ.


    Die heutigen Wochenpläne bei uns sind in allen Fächern damit versehen, dass jeweils nur fünf Schüler ihre Ergebnisse am Ende der Woche abgeben brauchen. Wer das sein wird, erfahren wir dann am Freitag.

    Unserer Klassenlehrerin ist für alle Tage im Präsenzunterricht eingeplant, dazu noch die online-Beschulung, Prüfungsabnahme und Ansprechpartnerin für ihre Klasse. Das ist echt ein Pensum.

  • Bis zum 22.5. sind an Sohnemanns Schule Prüfungen; Abi und zentrale Prüfungen der 10. Klässler. Präsenzunterricht für alle kann erst danach stattfinden. Wer wann genau dran kommt, erfahren sie nächste Woche. De facto werden es nicht mehr viele Tage für ihn sein, vor den Sommerferien.


    Was ich gut finde; es gibt eine Umfrage, an der alle; Schüler, Eltern, Lehrer, anonym teilnehmen können und etwas zum "Lernen auf Distanz" sagen können; Lob und Kritik, was gut läuft oder eben nicht...

    LG
    CoCo



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    ~ Khalil Gibran ~





  • Dürfen eigentlich Punkte abgezogen werden (und wieviel?), wenn der Schüler mit einem kürzeren Rechenweg zum richtigen Ergebnis kommt?

    Wenn die Aufgabenstellung nicht einen bestimmten Rechenweg vorschreibt,

    wenn der "kürzere"/andere Rechenweg eindeutig und unbezweifelbar zum richtigen Ergebnis führt,


    ... dann sollte ein anderer Rechenweg nicht zum Punktabzug führen.

    Nun ist oft aber der "bestimmte" Rechenweg, also das Einüben bestimmter mathematischer Werkzeuge, der eigentliche Zweck der Übung. Und verkürzte Rechenwege führen ab und zu "zufällig" zum richtigen Ergebnis.

    Aber in einer anderen Konstellation dann eben nicht. Dann kann man froh sein (und sollte es auch), wenn es überhaupt Punkte gibt.

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.