Kinder im Haushalt helfen - Partnerschaft

Die Registrierung ist wieder eröffnet! Wir begrüßen euch recht herzlich bei uns im Forum!
  • Oh je, das klingt wirklich sehr anstrengend für Dich und auch für die Kinder. :troest Und ja, es klingt wirklich ein bisschen nach "depressiver Episode"... Ich habe gerade nicht auf dem Schirm - wie lange ist das so geplant, wie es jetzt ist? Für immer? Oder ist der Plan, mal wieder in den USA zu leben?

    LG
    CoCo



    Halt mich fern von der Weisheit, die nicht weint, von der Philosophie, die nicht lacht, und von der Größe, die sich nicht vor Kindern verneigt.


    ~ Khalil Gibran ~





  • Das klingt ja nicht so gut.


    Wie lange seit ihr jetzt in Deutschland, seit Mai oder liege ich da falsch?

    Das sind wenn ,ja erst 2 Monate .

    Ich bin ein totales Gewohnheitstier und Veränderungen :ohnmacht:.

    Vielleicht braucht er einfach noch ein bisschen .


    Auf der anderen Seite ,Du hattest auch genug Stress mit den Reisen zu ihm und hast Dich da anscheindend auch angepasst.

    Ein wenig bemühen kann der Herr sich schon.

    Übrigens würde ich meinen Kindern nicht dabei unterstützen nur noch Englisch zu sprechen.

    Oder hat er in den USA extra Deutsch , mit ihnen gesprochen?


    Ich werde nie begreifen warum !Menschen nicht versuchen die Sprache des Landes zu lernen wenigstens ein wenig in dem sie für längere Zeit,Leben.

    Damit isoliert man sich doch.



    Liebe Grüße


    Ute

  • In drei Jahren können wir schauen wo es dann wieder hin geht... er könnte dann aus dem Militär heraus und sich einen zivilen Job suchen. Es gibt genügend Jobs für sein Profil in Deutschland aber dafür muss man Deutschland mögen. Ich habe kein Problem mit den USA und wir können irgendwann gerne fest zurück aber die Kiddos wollen halt momentan hier bleiben.

  • Ich nehme das mal hier als Tagebuch der Anpassung oder bisher noch nicht Anpassung.


    Ich stehe immer noch komplett vor dem Rätsel, wie mein Mann sich so aus allem heranzieht. Ich sehe, wie unglücklich er ist. Er findet seine Position in der Familie nicht aber macht es sich auch so schwer. Wir haben ja in den USA schon zusammen gelebt und ich erzähle wirklich keine Geschichten, wenn ich ihn als hilfsbereit, familienorientiert und vor allem einen Spassvogel bezeichne. Er wäre nie auf die Idee gekommen nicht mit am Tisch zu sitzen.


    So langsam frage ich mich ob es daran liegt, dass nicht "seine" Kinder am Tisch sitzen aber "meine". Ich habe ihn mehrmals darauf angesprochen aber es ist schwierig, da er dies von der Hand weist. Er regt sich sehr über meine Tochter auf. Ich verstehe auch nicht so ganz wieso und warum. Hausarbeit hat er mittlerweile komplett eingestellt- ich lebe das AE Leben plus Mann +Hund als zusätzliche Wäsche, Termine, Gassi gehen und Haushalt. Tochterkind ist oft bettfertig wenn er nach Hause kommt und wir sind mit unseren Aktivitäten durch. Aber er ist von ihr einfach genervt. Am Wochenende haben wir tatsächlich "alle" seine Wochenendwünsche erfüllt: Kino, Ausflug in die Berge, Einkaufen gehen, bestimmtes Essen... Am Sonntagabend saßen wir alle im Auto und er machte die Musik im Auto an. Tochterkind fragte mich etwas und während dessen machte ich die Musik leiser. Es führte dazu, dass er sich zurückgesetzt fühlte und nicht mehr mit mir sprach. 24h...


    Alte Freunde die ich seit über 20-30 Jahre habe: Da meinte er zu mir ob es für mich in Ordnung sei, wenn er auch mit anderen Frauen spräche? Dies sind aber Freunde aus meiner Unizeit und wirklich nur Freunde. Davon auch viele Frauen aber ca. 50% sind tatsächlich Männer und wir telefonieren ca. 1x im Monat. Bei konkreten Anlässen mehr. Ich habe auch schon in den USA mit meinen Freunden regelmäßig telefoniert. Es scheint ihm auch mittlerweile das Vertrauen in mich verloren gegangen zu sein. Das macht mich besonders traurig. Er ist jederzeit eingeladen mit zu telefonieren. Oder mitzukommen.


    Im Prinzip sieht es also wie folgt aus: Von 10 Wochenenden in Deutschland hat er 8 Wochenenden (wahlweise einen Tag nicht das ganze Wochenende) mit einem von uns nicht gesprochen. Auslöser sind meiner Meinung banal und mir scheint es geht um die "Rolle" innerhalb der Familie und aber auch "wer hat das Wort/Sagen"? Komisch ist nur, dass es in den USA überhaupt kein Thema war. Er ist tatsächlich wie ausgewechselt. Er sagt immer wieder, dass ich ihm genauso viel Stimmrecht gebe wie den Kindern (ich meine mehr). Ich habe am Anfang Grenzen gezogen wie zum Beispiel mein Auto: Er hatte die Idee, dass wir einen kleinen Wagen dazu kaufen und ich dann meine 80km zur Arbeit fahre während er 20km. Mein Wagen ist ein großer alter Kombi aber gemütlich und sicher. Vor allem gemütlich. Naja, davon war ich nicht begeistert und wollte den großen Wagen zumindest für die Fahrten zur Hochschule selbst fahren. Vielleicht habe ich damit am Anfang den Bogen überspannt? Alles andere ist sonst "meins": Als wir unser Haus registriert haben wollten sie einen Mietvertrag oder Kaufvertrag. Es gibt ja nur einen Kaufvertrag und da stehe nur ich auf dem Dokument. Alles nicht so wild aber es wurde uns in 5 Besprechungen immer wieder auf das Brot geschmiert warum er denn nicht darauf sei, wie ungewöhnlich usw. Anscheinend gibt es das nicht häufig im Militär, dass die Ehefrau selbst auf eigenen Beinen steht? Ich weiss es aber auch nicht und interpretiere hier.


    Ich bin momentan noch ratlos. Wie gesagt, so kenne ich ihn nicht und jeder mögliche oder unmögliche Anlass führt grade zum "Schweigen". Ich habe auch überlegt ob ich mich geändert habe? Aber meine Lebensumstände eigentlich überhaupt nicht: Nur, dass er jetzt mit mir/uns in Deutschland lebt. Im Gegenteil, alles ausser der Ehe läuft grade super rund. Den Kindern geht es gut. Vielleicht hat er sich auch dem Familienleben entwöhnt nach so vielen Jahren UET?

  • Deutschland scheint einfach nicht sein zu Hause zu sein und er bestraft alle, die dazu beitragen das er hier leben muss.


    Ich denke wenn ihr so in den Staaten leben würdet, wäre alles anders.


    Hab aber auch keinerlei Idee, wie man euch da helfen könnte. Er will ja nicht und daran scheitert alles.

    Es ist besser,
    ein eckiges Etwas zu sein,
    als ein rundes Nichts.

  • Ich finde das ganz schön Scheisse von ihm, bei allem Verständnis müsste auch er sich /Euch Zeit geben,

    sich bemühen.


    Der erinnert mich an ein bockiges Kind.



    Ich weiß wohl wenig hilfreich :blume


    Liebe Grüße


    Ute

  • Er scheint wirklich extrem an Heimweh zu leiden. Alles in seiner Heimat erscheint ihm besser, jede Alternative unattraktiv und nur halb so wertvoll. Ich würde versuchen das Thema Heimweh anzugehen und was es lindern kann.

    Mir kommt es so vor, dass alles andere wie Haushalt, Eifersucht, der Umgang mit euch "nur" die Symptome sind und Heimweh das Kernproblem (vielleicht auch das Bereuen der eigenen Entscheidung zeitweise in Deutschland zu leben).

    Allerdings ist das nicht mit euch sprechen einfach würdelos und weit über kindisch sein hinaus. Das ist einfach nur verletzend.

  • Er scheint wirklich extrem an Heimweh zu leiden. Alles in seiner Heimat erscheint ihm besser, jede Alternative unattraktiv und nur halb so wertvoll. Ich würde versuchen das Thema Heimweh anzugehen und was es lindern kann.

    Mir kommt es so vor, dass alles andere wie Haushalt, Eifersucht, der Umgang mit euch "nur" die Symptome sind und Heimweh das Kernproblem (vielleicht auch das Bereuen der eigenen Entscheidung zeitweise in Deutschland zu leben).

    Allerdings ist das nicht mit euch sprechen einfach würdelos und weit über kindisch sein hinaus. Das ist einfach nur verletzend.

    Das war auch mein Gedanke.

    Allerdings sollte man von einem vernünftigen Mann und Vater in sicher nicht mehr jugendlichem Alter einen logischeren Umgang mit dieser Thematik erwarten dürfen.

    Das Lösen von Problemen, insbesondere eigenen, scheint nicht zu seinen Kernkompetenz zu gehören.

  • Ich glaube, wenn man richtig Heimweh hat, ist das mit einer Depression vergleichbar. Dann geht einfach gar nichts mehr. Dessen muss man sich aber erstmal bewusst werden.


    Der Wille, das zu ändern, muss natürlich von der betroffenen Person ausgehen. Manchmal hilft ein kleiner Schubs von außen.

    I am a bear of very little brain, and long words bother me. (Winnie-the-Pooh)


    Ein Leben ohne Bücher ist nicht lebenswert. (Erasmus von Rotterdam)

  • Ich erkenne mich wieder.

    Als Kind hatte ich furchtbares Heimweh und habe gelitten, wollte das aber natürlich nicht zugeben und habe mich ähnlich verhalten. Entweder habe ich Streit begonnen oder war beleidigt/bockig. Eigentlich fand ich mich selbst unausstehlich aber wenn ich allen anderen ebenfalls die Stimmung vermiest habe, dann ging es mir ja nicht alleine so schlecht.

    Hilft dir jetzt nicht weiter und ehrlich gesagt weiß ich nicht, ob sich starkes Heimweh wirklich lindern lässt oder mit der Zeit schwindet.

  • Natürlich wird er seine Heimat, sein gewohntes Leben vermissen.


    Er wird es aber auch vermissen, das er der Macher ist, das es sein Haus ist seine Regeln , wie von der TS selbst hesxhriebennhatte sie immer frei wenn sie in den USA war.Nun erlebt er ihren Alltag, da sie arbeitet und eben incht immer verfügbar ist.

    Kann man ,wenn man will meinetwegen auch unter Heimweh verbuchen.


    Doch das hat Volleybap hier schön geschrieben .In meinen Worten ausgedrückt, die Karten werden komplett neu gemischt, für alle.


    Ich gebe zu ich erwarte da schon mehr von einem erwachsenen Menschen, als von einem Kind, bei allem Verständnis.


    Die Frage ist ja ,was macht man,


    Braucht es einfach noch Zeit,

    Braucht der mal sorry nen richtigen Tritt in den Hintern, ein klares so gehst Du nicht mit den Kindern und mir um.

    Braucht es nen Schubs von aussen .


    Wie Claudi123 schon schrieb, wie lange hält sowas eine Liebe aus.


    Ich drücke die Daumen, das Ihr das gut hinbekommt🌻


    Liebe Grüße


    Ute

  • Schweigen kann manchmal auch die Reaktion auf eine Überforderung sein. Hier vielleicht, auf eine sehr komplexe Situation mit Arbeitsplatz, fremden Land, gewachsenen Strukturen, sachlichen und emotionalen Komponenten einfach keinen Lösungsansatz zu finden.

    Das Schweigen wäre eine Art Selbstschutz. Und auch eine Hilflosigkeit. Ein Klassiker bei "verkopften Männern", die plötzlich von ueberrasvhend auftauchenden Emotionen ueberschwemmt werden.


    Hier ist der Loesungsansatz , einzelne Probleme anzugehen und zu klären, nicht " die" grosse Lösung zu suchen. Konterkariert wird das aber häufig vom Mann mit dessen Gefühl, alles hänge irgendwie zusammen und man müsse bei der Problemlösung alles berücksichtigen. Das führt in eine Art Handlungsunfähigkeit oder Problemverschiebung /Konzentration auf Nebenschauplaetze. Klassischerweise hilft hier "der gute Freund". Aber der ist vielleicht und mutmaßlich situationsbedingt nicht greifbar.

    Also muss es in kleinen Schritten gehen, bis wieder so viel fester Boden unter den Füssen ist, dass man(n) sich van Klärungen heran traut.

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Hier ist der Loesungsansatz , einzelne Probleme anzugehen und zu klären, nicht " die" grosse Lösung zu suchen. Konterkariert wird das aber häufig vom Mann mit dessen Gefühl, alles hänge irgendwie zusammen und man müsse bei der Problemlösung alles berücksichtigen. Das führt in eine Art Handlungsunfähigkeit oder Problemverschiebung /Konzentration auf Nebenschauplaetze. Klassischerweise hilft hier "der gute Freund". Aber der ist vielleicht und mutmaßlich situationsbedingt nicht greifbar.

    Echt, ich dachte immer, dieses um alle Ecken Denken und alles von A-Z einbeziehen, sei eher ein Frauending.😁


    Man kann ja nur schlecht was klären, wenn das Gegenüber sich todstellt, um es mal platt auszudrücken.


    Liebe Grüße


    Ute

  • Ich finde, das sind alles nachvollziehbare Erklärungen, Gründe etc....

    Vielleicht wird er gerade von seinen eigenen Reaktionen auf die neue Situation überrollt. Ich kann mir vorstellen, dass er selbst unterschätzt hat, was diese Umstellung mit ihm macht. Vielleicht ist er eifersüchtig auf dich und dein Leben hier. Während du vermeintlich "alles" im Griff hast, hat er "gar nichts" im Griff.

    trotzdem fehlt mir, dass er sich anscheinend nicht damit auseinandersetzt bzw. mit dir darüber redet. Den Punkt finde ich nicht okay.

    Hast du ihm gegenüber das Thema Heimweh überhaupt mal angesprochen?

    Was sagt er dazu? Redet ihr überhaupt über eure Probleme?

    Ich frage dich das, weil m.E. hier die ganze Diskussion auf so vielen Mutmaßungen basiert.


    Ich hoffe, die Wogen glätten sich mit der Zeit und dass ihr das schafft.

  • Ein Teil mag ja Heimweh sein....Aber ich glaube eher,d. er sich als Mann und Partner nicht wohlfühlt. Du scheinst sehr Selbstständig zu sein und bekommst vieles ohne seiner Hilfe auf die Reihe. Er füllt sich vermutlich nicht mit dir auf gleicher Stufe. Wo kannst du "Macht" abgeben und ihm mehr Verantwortung geben ?

  • Also, erst einmal ganz herzlichen Dank für Eure Beiträge: Sie machen Mut und helfen mir kühlen Kopf zu bewahren.


    Meine Familie (Eltern) und ich gehen mittlerweile davon aus, dass er eine feste, dicke Depression hat. Und leider hat er es nicht gelernt, diese Konflikte zu lösen. In einzelnen Schritten. Momentan schaut er sich die Menge an Themen an, die zweifelsohne viele sind, und legt sich wie ein Käfer auf den Rücken. Aber wenn ich dies alles einmal zusammenfasse, seine Gereiztheit, sein Abkappen der sozialen Kontakte zu seinen Kindern, Familie und Freunde, destruktives Verhalten, Frust und Ärger - dann scheinen es mir die Eckdaten einer männlichen Depression zu sein.


    Wie immer sind die Mittel im Militär eingeschränkt und gar nicht vorhanden. Am Sonntag hatte er (hoffentlich) einen Tiefpunkt erreicht und wir konnten danach endlich einmal wieder reden. Der Kanal war zwischenzeitlich auch komplett dicht.


    Ich versuche vorerst "mein Leben normal weiterzuleben". Sprich, wenn er Verabredungen mit Freunden kurzfristig absagt weil es ihm zu viel ist, dann fahre ich halt alleine hin. Ich gehe auch meinem geregelten Alltag nach, mit den Kindern ins Freibad oder zum Sport, Spaziergänge usw. Dabei biete ich es ihm immer an mitzukommen, involviere ihn aber warte nicht ab, dass er seine Meinung ändert wenn es dann erst einmal ein "Nein" gab. Ich sage ihm auch, dass Deutschland ja nicht für immer sein muss. Irgendwann ist sein Befehl durch und dann steht halt USA wieder an. Oder er mag Deutschland dann doch irgendwie und lässt sich hier pensionieren.


    Wie dem auch sei, schön ist was anderes. Ich bin echt urlaubsreif und er hat vom Militär aus keinen Urlaub für unseren Sommerurlaub bekommen. Die Kinder und ich fahren also alleine nach Rom und darauf freuen wir uns auch. Es wird uns auch gut tun, dass wir uns für ein paar Tage vom täglichen Balanceakt ausruhen können. Die Liebe hält noch einiges aus - es sind dann ja auch erst "ein paar Wochen" und ich kenne ihn ja nun auch schon ganz anders. Er hat sich gestern bei mir entschuldigt für alles und hat das erste Mal seit er hier angekommen ist, mit Sohnemann und Tochterkind wieder den US Football geworfen. (Abgesehen davon, frage ich mich natürlich was Mann und Kinder daran finden einen Ball über die Wiese zu werfen?) Aber alle hatten Spass und die Kinder waren total glücklich. Mir scheint, dass die Kinder ihn weiterhin mit offenen Armen aufnehmen, er machte gestern wie früher bei der Vor-und Nachbereitung des Abendessens mit und ging dann zum Fitness (Er hat ja von jetzt auf gleich sein tägliches Fitnessprogramm eingestellt).


    Ich werde ihm jetzt dazu noch einen Yoga Kurs suchen, habe ihm einen Deutschkurs gebucht und suche einen "Coach" der hoffentlich vorsichtig eine Unterstützung im stabilisieren sein kann. Denn so ganz ohne Therapie scheint es nicht zu gehen. Und den Rest muss er auch irgendwie selbst wollen. Ich neige ja dazu alles durchzuorganisieren und allen ihre Probleme zu lösen aber sitze bewusst grade auf meinen Händen minus die oben genannten Aktivitäten.


    Mal sehen. Drückt uns mal die Daumen. Ich hoffe, es wird.

  • Schweigen kann manchmal auch die Reaktion auf eine Überforderung sein. Hier vielleicht, auf eine sehr komplexe Situation mit Arbeitsplatz, fremden Land, gewachsenen Strukturen, sachlichen und emotionalen Komponenten einfach keinen Lösungsansatz zu finden.

    Das Schweigen wäre eine Art Selbstschutz. Und auch eine Hilflosigkeit. Ein Klassiker bei "verkopften Männern", die plötzlich von ueberrasvhend auftauchenden Emotionen ueberschwemmt werden.


    Hier ist der Loesungsansatz , einzelne Probleme anzugehen und zu klären, nicht " die" grosse Lösung zu suchen. Konterkariert wird das aber häufig vom Mann mit dessen Gefühl, alles hänge irgendwie zusammen und man müsse bei der Problemlösung alles berücksichtigen. Das führt in eine Art Handlungsunfähigkeit oder Problemverschiebung /Konzentration auf Nebenschauplaetze. Klassischerweise hilft hier "der gute Freund". Aber der ist vielleicht und mutmaßlich situationsbedingt nicht greifbar.

    Also muss es in kleinen Schritten gehen, bis wieder so viel fester Boden unter den Füssen ist, dass man(n) sich van Klärungen heran traut.

    Er hat leider keine Freunde ausserhalb des Kollegenkreises und da wird nicht besprochen bzw. er macht es nicht. In 40+ Jahren Militär, denn er ist auch schon als Militärkind aufgewachsen, hat er stolze 40+ Umzüge hinter sich. Er hat 8x die Schule gewechselt als Kind und bin selbst erstaunt, wie man das so schafft.


    Danke für den Tipp mit den kleinen Schritten!