Kind verweigert Umgang

Die Registrierung ist wieder eröffnet! Wir begrüßen euch recht herzlich bei uns im Forum!
  • Nur nebenbei erwähnt: Ich habe die komplette Umgangs-Planung übernommen, so dass es für beide Elternteile passen sollte. Er hat dagegen nichts eingewendet, also bin ich davon ausgegangen, dass es okay ist.

    du bist davon ausgegangen, aber hast ihn auch einmal gefragt? :ohnmacht:


    Wenn man die vorherigen Posts liest, dann spürt man viel Konflikt zwischen euch Eltern. Meinst nicht es kann auch daran liegen, an euch beiden?

    Das Kind spürt sowas und ist damit vielleicht einfach überfordert und sitzt zwischen den Stühlen.

  • Ich habe alle zwei Wochen geplant, die Urlaube die wir geplant haben, habe ich mit eingebaut, und ggf. zwei Wochenenden für ihn hintereinander geplant. Die Ferien, außer die neuen Winterferien, sind hälftig aufgeteilt. In den Winterferien waren wir weg, was schon lange geplant war. Ich bin der Meinung er ist ein erwachsener Mann und kann sagen, falls ein Wochenende nicht passt oder er was geplant hat.


    Ja, die Stimmung ist leider im Moment extrem angespannt. Aber die Situation nehme ich nicht mehr so hin wie sie ist.


    Auch wenn es an uns liegt, bedarf es einer Klärung. Diese Ursache sehe ich natürlich auch.

  • Also, ich fände es nicht toll, wenn über meinen Kopf hinweggeplant würde. Klingt nicht gerade danach, als würdet Ihr als Eltern auf Augenhöhe miteinander kommunizieren. Was könntest Du selbst daran ändern, um ihn mehr als bisher ins Boot zu holen?

  • Ich weiß es nicht. Es kümmert ihn ja nicht, bis er plötzlich auf die Barrikaden geht. Nur Mal das Beispiel, dass er Freitags um 13 Uhr mir mitteilt, er komme später wegen eines Termins, was er schon Donnerstags hätte sagen können. Ich bin diejenige, die anscheinend auf Abruf sein muss. Das bin ich aber nicht!

  • naja, Termine können auch plötzlich auftauchen...kenne ich bei mir mehr als genug, dass plötzlich ein Anruf kommt und ich irgendwo hin muss...und solange das nicht jedes Mal passiert, sehe ich da ehrlich kein Problem...sowas kommt vor...


    Und sagen wir es so, es ist ohne Frage nervig hoch 10, auf das Erscheinen von jemanden zu warten, aber in dem Fall machst du es alle 14 Tage für dein Kind...das kann man schonmal verknuspern...ist ja nicht jeden Tag.


    Ich würde vorschlagen, du gibst ihm die nächste Planung in die Hand, feste Termine ebenfalls und überlässt ihm mal das Management...im Hintergrund kannst du ja trotzdem planen...wenn er bis zu einer realistischen Deadline keinen Plan vorlegen kann, dann kommt deiner ins Rennen...das wirkt anders, als wenn man einen vorgelegt bekommt und gesteht ihm offensichtlich die Kompetenz zu, das ebenso zu regeln.


    Vielleicht gehört er zu den Menschen, die etwas bequemer durchs Leben gehen, aber ich gehe fest davon aus, dass er schon so war, als ihr euch kennengelernt und für ein Kind entschieden habt...leben und leben lassen...wenn man in der Beziehung schon niemanden umerzogen bekommt, dann wird das nach einer Trennung erst recht nix...


    Klar musst du nicht jeden Mummenschanz mitmachen, aber auch hier lohnt es sich zu schauen, wo es Sinn macht, auf die Barrikaden zu gehen und wo man mit einer Tasse Kaffee und Schoko besser beraten ist...

  • Aywa - da gehe ich nur teilweise mit. Denn das Verhalten des KV sagt auch etwas über seine Werte und Prioritäten aus. Klar, jeder kann einen Termin verbummeln, das ist nicht das Thema, sondern wenn die Ausübung des Umgangsrechts nicht im Sinne des Kindes umgesetzt wird, sich ein Muster eingeschlichen hat und ggfs. negative Gefühle gegenüber dem Partner noch so über das Kind ausgetragen werden. Mal abgesehen davon, wird der KV noch in seinem Verhalten bestätigt - geht gar nicht . Ich finde, dass gerade Verlässlichkeit und Pünktlichkeit wichtige Werte in der Kindererziehung sind, gerade dann, wenn die „Papazeit“ begrenzt ist. Beide Elternteile haben eine Vorbildsfunktion.

    Meine Tochter wird sich z. B. immer daran erinnern, dass ihr Vater es nicht einrichten konnte, ihr persönlich zum 18. Geburtstag zu gratulieren und nein, dafür habe ich Null Verständnis, denn dieses Art des Umgangs mit ihr verletzt sie nach wie vor sehr und das tut mir in der Seele weh.

  • Omg. nun ist es gleich wieder falsch als BET einen Umgangsplan zu erstellen, weil man da ja Termine vorgibt.


    Man kann aber auch ALLES negativ sehen, wenn man es will. Man kann aber auch denken: Toll, dass der Umgang so frühzeitig und verbindlich grplant ist und sichergestellt ist, dass ich mein Kind sehe.


    Und als Hinweis: Als erwachsener Mensch kann man sogar äußern, wenn man nicht einverstanden ist, oder gerne andere Termine hätte, weil es mit der eigenen Planung kollidiert ( oder weil man gerne immer erstmal dagegen ist).


    Auch wenn es dem ein oder anderen unvorstellbar erscheint, in der Regel hat man als BET die festen Termine des Kindes besser im Blick und ist terminlich mit Kind eher gebunden, als ein UET.


    Für diejenigen, die jetzt schreien:, UNFAIR!!! Mehr Rechte für UETs, wir wollen bestimmen: Nochmal Überraschung, jedem UET steht frei, ebenso einen Umgangsplan zu erstellen.


    Dass man hier dem BET vorwirft, sie hätte EINFACH SO, OHNE!!!! den UET zu fragen einen Umgangsplan erstellt, sorry wenn man sonst keine Probleme hat und gerne gefragt werden möchte bevor der BET irgendwelche Vorschläge macht ( denn genau genommen ist der Plan erstmal nur ein Vorschlag, so lange der UET nicht zustimmt), dann ist man von der Elternebene ganz ganz weit weg...

  • Für mich ist es selbstverständlich, dass UET mindestens einen Tag vorher Bescheid sagt, ob die ausgemachte Uhrzeit am Abholtag eingehalten werden kann (abgesehen von Zugverspätungen) Ich habe freitags auch ein Leben, bin ab und zu in der Hochschule, da muss ich auch Mal andere Personen beauftragen für die Übergabe, die auch nicht unbedingt zu Hause sitzen und Däumchen drehen. Ich erwarte auch, dass er von sich aus mit mitteilt, ob er um die abgemachte Uhrzeit das Kind zurück bringt, oder ob es Verspätungen gibt. Aber hier frage ich immer nach um sicher zu gehen, weil er es nicht macht von sich aus. Das ist ein schon sehr langer Reibungspunkt bei uns und nicht nur "einmal" passiert...

    Ich saß Mal in der Badewanne, eigentlich war abgesprochen dass er und seine Mutter sonntags kommen. Dann haben sie sich aber das ganze Wochenende nicht mehr gemeldet um nochmal die Uhrzeit zu bestätigen (auch nicht auf Nachfrage) - wie erwähnt ist mir das wichtig - und standen plötzlich vor der Tür. Tjia. Der vorgesehene Kuchen war noch in der Tiefkühltruhe. Gab's halt keinen Kuchen.

  • Wenn man dem anderen Elternteil etwas vorwirft, ist das nicht nur für die Elternebene nicht förderlich, sondern man belastet alle Beteiligten incl. sich selber. Wenn der andere Elternteil allerdings trotzdem in Vorwürfen verharrt, bringt das für eine gute Elternebene erst einmal nichts. Es kann aber trotzdem hilfrech sein, um die gemeinsamen Kinder zu entlasten

    Einmal editiert, zuletzt von musicafides ()

  • Ich saß Mal in der Badewanne, eigentlich war abgesprochen dass er und seine Mutter sonntags kommen. Dann haben sie sich aber das ganze Wochenende nicht mehr gemeldet um nochmal die Uhrzeit zu bestätigen (auch nicht auf Nachfrage) - wie erwähnt ist mir das wichtig - und standen plötzlich vor der Tür. Tjia. Der vorgesehene Kuchen war noch in der Tiefkühltruhe. Gab's halt keinen Kuchen.


    Hmm, also abgemacht ist abgemacht auch ohne es nochmals zu bestätigen. Vielleicht bin ich ja noch alte Schule :hae: Ich finde diese Nachfragen mehr als überflüssig. Man macht ein Treffen in einer Woche aus und einen Tag vorher kommt ne Whatsapp ob der Termin noch steht. KLAR steht er! Ansonsten hätte ich mich schon gemeldet.:kopf

  • Also da bin ich auch noch "alte Schule".


    Ich war mit einer Bekannten verabredet. Nachdem ich eine gute Stunde am vereinbarten Ort gewartet hab und niemand kam, hab ich angerufen. Tja, ich hab ja nicht nochmal bestätigt, dass die Verabredung noch steht, also hätte sie anderweitig geplant. Sie hätte aber Mittwochs Zeit. Hab dankend abgelehnt.


    Da platzt mir echt die Hutschnur. Wenn ich verabredet bin, dann bin ich es. Da plane ich doch nicht anderweitig... :motz:

  • Niemand wartet gern vergeblich ... niemand lässt sich gern die Terminplanung über den Haufen werfen ... wenn man sich an Vereinbarungen nicht hält, dann ist das nicht nur unhöflich, sondern eine krasse Missachtung der Rechte des jeweils anderen.


    Im richtigen Leben, würde man sich das vielleicht einige Male gefallen lassen aber früher oder später den Kontakt daraufhin einschränken oder abbrechen. Wer würde schon versuchen einem anderen solche Unarten "abzuerziehen".


    Blöde ist im vorliegenden Fall, dass man den Kontakt hier eben nicht einfach abbrechen kann. Weil man ein gemeinsames Kind hat. Und weil der Umgang im Interesse des Kindes liegt. Und deshalb muss man halt gute Mine zum bösen Spiel machen.


    Man wir den anderen nicht umerziehen können. Vor allem dann nicht, wenn die Ehe beendet ist und das Kind der einzige noch verbliebene Berührungspunkt ist. Man kann nur sein eigenes Verhalten ändern.


    Wenn man das Beste für sein Kind will, dann bleibt nicht viel anderes übrig, als sich zurück zu nehmen. Auch wenn das schwer fällt ... auch wenn das als höchst "ungerecht" empfunden wird. Aber andererseits muss man halt auch sagen, dass man sich diesen Partner ausgesucht hat. Er oder sie war nämlich schon vor der Ehe so gestrickt ... man hat das vielleicht nur nicht richtig gemerkt.


    Sich jetzt bei dieser Gemengelage auf "Grundsatzgefechte" einzulassen ist kontraproduktiv. Ausbaden müssen diesen Konflikt die Kinder, die in jedem Fall von den Streitigkeiten betroffen sind. Letzten Endes wird dadurch ihre unbeschwerte Kindheit beinträchtig. Und an der Gemengelage bezüglich der Terminabsprachen wird man trotz allem nichts ändern.

  • Ich finde es spannend zu lesen, welche unterschiedlichen Haltungen es gibt. Gut, dass es trotzdem einen Spielraum zwischen Grundsatzgefechte und Hinnehmen inakzeptabeler Verhaltensweisen gibt. Mit welchem Rollenbild einer Mutter/eines Vaters würde das Kind in zweitem Fall aufwachsen und wie würde sich dies ggfs. auf die weitere Entwicklung, Partnerschaft etc. auswirken.

  • Das hast du sehr schön formuliert: der Spielraum liegt tatsächlich zwischen "Grundsatzgefechten" und "Hinnehmen" ...


    Durch das Hinnehmen werden Kinder nicht geschädigt. Denn das Rollenbild formt sich nach ganz anderen Kriterien. Insofern sind da keine großen Nachteile für die Kinder zu erwarten. Die Nerven des "hinnehmenden" Elternteils werden allerdings ganz ordentlich strapaziert.


    Aber wenn man sich für die Grundsatzgefechte entscheidet, dann geraten Kinder sehr schnell in einen massiven Loyalitätskonflikt. Und aus dem können sie sich oft nur befreien, indem sie die Partei des Elternteils ergreifen, bei dem sie leben. Und damit wird der Kontakt zum anderen Elternteil beschädigt, wenn nicht gar gänzlich vereitelt.


    Damit sind die Kinder zwar aus der "Schusslinie" ... und das ist ja auch gut so ... aber sie verlieren eben auch einen Elternteil, der für ihre Entwicklung wichtig wäre. Und das ist ganz und gar nicht gut.


    Das ist die psychologische Spielwiese auf der solche Konflikte ausgetragen werden. Die Frage ist halt, wie vernünftig die Eltern sind und ob sie in der Lage sind solche Zusammenhänge zu begreifen und dann auch umzusetzen.

  • Jimmy - wir kommen nicht auf einen Nenner. Entscheidende Aspekte in der frühkindlichen Erziehung passieren in erster Linie im Familiensystem, nachrangig in anderen Systemen. Man kann sich auch konstruktiv miteinander auseinandersetzen.

    Das schont auch die Nerven und zeigt dem Kind, dass es auch geht. Bekommt es die Eltern nicht hin, kann man sich Unterstützung holen.

    Ich würde mich in jedem Fall wieder so für mein Kind einsetzen und nicht alles akzeptieren. Sicher war das oft nervenaufreibend, gleichwohl in jede Richtung wert.

  • Entscheidende Aspekte in der frühkindlichen Erziehung passieren in erster Linie im Familiensystem, nachrangig in anderen Systemen. Man kann sich auch konstruktiv miteinander auseinandersetzen.

    Sollte man grundsätzlich meinen, allerdings gehören dazu zwei Elternteile, welche auf Augenhöhe miteinander zu kommunizieren und kooperieren in der Lage sind. Wenn das nicht der Fall ist, dann kann man sich zwar Hilfe holen. Wenn diese sozusagen vom hauptbetreuenden Elternteil organisiert wird, dann liegt es wohl nahe, dass der andere Elternteil dies als Bevormundung (um dem anderen Elternteil zu vermitteln, wie man mit seinem eigenen Kind umzugehen habe) auffasst.


    Man kommt dann genausowenig auf einen gemeinsamen Nenner wie Du mit Jimmy. Schwierig finde ich es auch, wenn im sog. "Familiensystem" dem nicht hauptbetreuenden Elternteil gar kein Platz eingeräumt wird.

  • Natürlich kommen wir auf einen Nenner.


    Man kann sich auch konstruktiv miteinander auseinandersetzen.


    Klar kann man das ! Und wenn das funktioniert, dann ist das natürlich die BESTE Option. Wenn sich Eltern einvernehmlich einigen können, dann sind die Kinder die Gewinner !


    Ich spreche hier von den Fällen, wo das eben gerade nicht funtioniert. Wo die Kommunikation zwischen den Eltern nachhaltig gestört ist. Und danach sieht es mir hier aus. Und dann bleiben eben nur suboptimale Optionen übrig.

  • Also der Herr Ex hat’s aber auch nicht so einfach....


    Bekommt nen Umgangsplan vorgesetzt, dem er durch nicht erfolgten Einspruch zustimmt. Die vorgegebenen Zeiten sollen jeweils davor bestätigt werden, die Rückgabezeiten auch. Erfolgt dies nicht, ist es blöd. Blöd ist auch zu früh zurück bringen (da Kuchen nicht fertig) und zu spät bringen ist auch blöd (siehe anderer Thread). Kiffen ist auch blöd (wieso wird das überhaupt erwähnt?). Er möchte gerne in den Urlaub mit Tochter, kein Geld da, blöd.


    Kann er überhaupt nicht was richtig machen? Ich habe da meine Zweifel.

  • Also der Herr Ex hat’s aber auch nicht so einfach....


    ........


    Kann er überhaupt nicht was richtig machen? Ich habe da meine Zweifel.

    Na, irgendwie muss Frau celine91 den Ex ja nun endlich aus dem eigenen Leben rauskicken.

    Blöd wegen dem Kind, aber da gibt es ja genug Drangsalierereien um dem Vater das Leben (Umgänge) schwer zu machen.

    ...und zu Not "möchte" das Kind halt nicht mehr.


    Sorry, aber da bekomme ich das Kotzen, auch wegen diesem Kindergarten bezüglich "Ich will aber, dass er mir das bestätigt" Mimimiiiiiii