Nachehelicher Unterhalt

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  • Hallo,
    Nach langer Zeit, habe ich nochmal eine wichtige Frage.
    Um einem langwierigen Prozess und auch einemGutachter aus dem Weg zu gehen, möchte ich auf nachehelichen Unterhalt verzichten.Meine Anwältin schrieb der Gegenseite, dass wir den Antrag nicht aufrechterhalten.
    Die Gegenseite will nun nur unter der Bedingung zustimmen, dass ich für immer und alle Zeit darauf verzichte.
    Also auch in jeglicher Notlage. Wir haben vier gemeinsame Kinder unter 14 Jahren.


    An Sonderbedarf/Mehrbedarf etc. hat er sich noch nie beteiligt.
    Trennungsunterhalt habe ich auch nie bekommen.
    Er ist selbstständig.
    Im Gegenteil, er wirft mir Steine in den Weg, wo er nur kann.


    Was soll ich nun tun?
    Des Friedens willen, ihm ein weiteres Mal entgegenkommen?


    Wenn wir einen Gutachter brauchen, geht es mit sehr großer Wahrscheinlichkeit positiv für mich aus.
    Momentan will ich aber keinen Unterhalt, da ich befürchte, dass das Stalken und observieren dadurch nur schlimmer wird.
    Und es ist schon mehr als grenzwertig, was momentan alles abläuft.
    Es werden von ihm sogar Emails an meinen Chef geschrieben, um mich zu diffamieren.



    Und soll ich nur weil ich Angst habe, auf alles verzichten?

  • Also bei 4 Kindern unter 14 finde ich das milde ausgedrückt schon sehr schäbig von ihm.


    Wie stellt er sich das vor? Mit 4 Kindern in dem Alter Vollzeit arbeiten gehen....?


    Aber das nur nebenbei.Viel wichtiger ist die Frage:
    Glaubst du wirklich, dass er mit seinen miesen Aktionen aufhört, wenn du auf Unterhalt verzichtest?


    Ich wäre da skeptisch. Aber die Frage kannst nur du beantworten.Eine andere Frage ist natürlich auch:
    Hättest du überhaupt die Kraft und den Nerv, einen Unterhaltsstreit durchzustehen unter diesen Bedingungen?


    4 Kindner und so ein Ex sind kein Pappenstiel.Beides nicht leicht. Aus meiner bequemen Sofaposition würde ich spontan antworten wollen - kämpfen


    Bei genauerer Betrachtung jedoch......Vielleicht hilft, wenn du versuchst ein Preis - Leistungsverhältnis aufzustellen und da mal hinzufühlen (klingt jetzt nüchtern - ich weiß - aber ich finde sowas oft sehr hilfreich)
    Welchen Preis muss ich zahlen für die Leistung, die ich voraussichtlich erhalten werde....
    Ist es mir das wert? Oder ist mir der Preis angesichts des Aufwands zu hoch......


    LG Lou

  • Hallo Lou,
    Danke für deine schnelle Antwort.


    Es war mir nie wichtig, viel Geld zu haben.
    Ich komme gut aus mit dem, was ich habe.
    Ich arbeite knapp 100 Stunden im Monat. Dazu bekomme ich den Mindestunterhalt für die Kinder.
    Ich komme aus, bin aber kräftemäßig oft am Limit.


    Es ist einfach alles so unnötig.
    Ich fordere nichts unmögliches, mein Mann hat einen Nettoverdienst um die 6000 Euro.
    Schafft es aber, sich derart arm zu rechnen, dass er mir fast leid tut. Zudem haben seine Eltern ein Nießbrauchsrecht auf zahlreiche Immobilien und Ländereien, die ihm gehören.


    Wir lebten 14 Jahre zusammen, ich habe mein studium aufgegeben.
    Mein Herz und meine Liebe in seinen Hof gesteckt.
    Aber das ist alles nichts mehr wert.


    Die ganzen Jahre habe ich von 300 Euro Haushaltsgeld+Kindergeld die ganze Familie ernährt, eingekleidet, Hobbies finanziert.


    Und dann sagt seine Anwältin vor Gericht, was ich mit meinem ganzen Geld so mache, ich habe schließlich mehr als zuvor zur Verfügung.


    Es war eine 2,5 stündige Verhandlung. Es gibt rein um den Unterhalt.
    Aber er hat es in 1 3/4 Jahren nicht geschafft, seine Unterlagen bei Gericht abzugeben


    Und ich will einfach nur noch ein Ende
    Egel wie
    Meine Kraft brauch ich für andere Dinge


    Und dennoch muss ich irgendwo schauen, wo ich bleibel
    Ich würde nichts lieber als sagen, ich brauch gar nichts von ihm.
    Doch leider ist das mit vier Kindern nicht möglich.


    Ich war diejenige, die dich getrennt hat
    Und es war trotz aller Strapazen die beste Entscheidung

  • Hallo Mischa,


    erwarte nicht, dass er dich in Ruhe lässt, wenn du nachgibst.
    Das wird er nicht tun...gekränkte Eitelkeit.
    Er wird dich eher mehr verachten, bist kein würdiger Gegner.
    Ich bin glücklich, dass ich ihn los bin und will nix.
    Auch mit Mindestunterhalt lässt sich leben.
    Schaue nach deinen Kräften. Ich drücke dich

    Nicht auf das Leben kommt es an, sondern auf den Schwung, mit dem wir es anpacken. H. Walpole

  • Hallo Mischa05


    Es werden von ihm sogar Emails an meinen Chef geschrieben, um mich zu diffamieren.


    einerseits will Kindesvater dich zwingen, für alle Zeit auf nachehelichen Unterhalt zu verzichten.
    Andererseits will er deine berufliche Existenz zerstören.


    Das ist krank.


    Ich kann verstehen, dass du nur noch deine Ruhe willst, aber er wird keine Ruhe geben. Verzichtest du z.B. auf Unterhalt, will er, dass du es für immer tust. Hast du das getan, wird ihm etwas anderes einfallen, um dich zu schikanieren.


    Es gibt mehrere Szenarien, die hier denkbar wären:
    - Zustimmen um des lieben Friedens Willen. Wissend, dass er dann den nächsten Schlag planen und durchführen wird. Und dann eben der nächsten Forderung zustimmen um des lieben Friedens Willen. Wissend, dass er dann den nächsten Schlag planen und durchführen wird.
    - Zustimmen, wohlwissend, dass der Verzicht nicht das Papier wert ist auf dem es steht. Sollte es in absehbarer Zeit dazu kommen, dass du bedürftig wärst und würde ein Antrag auf öffentliche Gelder gestellt werden, würden sich die Behörden nicht interessieren für eure privaten Vereinbarungen. Sie halten sich an die Gesetze und diese fordern, zuerst die Unterhaltskette zu prüfen bevor sie selbst Gelder auszahlen. Trotzdem wäre auch diese Zustimmung "wohlwissend, dass er dann den nächsten Schlag planen und durchführen wird."
    - Fallback auf die Ausgangssituation: "Ach wie schade, dass du dieses Angebot nicht annehmen wolltest. Dann führen wir das ursprüngliche Verfahren einfach weiter. Gut für mich, ich hatte sowieso gezweifelt, ob ich so großzügig sein sollte. Einfach mal ein thank you from the bottom of my heart." (Mischa05, wusstest du, dass deine Anwältin mehr an einem Vergleich verdient als an einem Verfahren mit einem Beschluss? Du könntest dich doch eigentlich zurücklehnen und den Dingen ihren Lauf lassen?)


    Extremer, aber vermutlich entspannt und gesund für dich wäre diese Variante:
    - Aufgrund der psychischen und familiären Belastungen den Job hinschmeißen, H4 beantragen, endlich Zeit für die Kinder haben und abwarten, ob sich auch "das Amt" von Kindesvater an der Nase herum führen oder erpressen lässt. "Das Amt" wird im Zuge dessen übrigens dann auch überprüfen, ob der Mindesunterhalt für die Kinder gerechtfertigt ist oder ob Kindesvater hier mehr leisten müsste.


    Aber Mischa05, ich finde, zuallererst solltest du hier den Weißen Ring um Rat bitten.
    Was Kindesvater hier betreibt (deinen Arbeitgeber anschreiben, dich verleumden) erfüllt einen Straftatbestand. Vom Rest seiner Aktivitäten kennen wir nur die Andeutung "Stalken und observieren" aber auch das muss von fähigen Menschen überprüft/eingeschätzt werden. Man muss ihn zur Unterlassung auffordern und ihm die eine oder andere Konsequenz in Aussicht stellen. Erst dann kannst du entscheiden, inwiefern du ihm finanziell entgegen kommen kannst bezüglich des Unterhalts. Trau Dich Mischa05, die Menschen beim Weißen Ring sind unkompliziert und fähig.


    Beste Grüße
    FrauRausteiger

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    .
    •» Cave quicquam dicas, nisi quod scieris optime. :rauchen «•
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    Einmal editiert, zuletzt von FrauRausteiger ()

  • Danke Danke Danke


    Genau das befürchte ich auch...komme ich ihm hier entgegen, fordert er das nächste.


    Er hat schon ein Hausverbot. Von allen anderen habe ich des Friedens Willen bisher abgesehen.


    Wir wohnen sehr nahe zusammen. Maximal 2km im selben Dorf,
    Ich bin hiergeblieben, dass die Kinder problemlos Kontakt mit ihm halten können.
    Mein Mann stammt von hier. Das macht es nicht leichter, wenn er im Dorf Unwahrheiten über mich erzählt.


    Ich habe alles schriftlich von ihm. Auch die Emails an meinen Chef, der zum Glück extrem cool reagiert hat.


    Mein Mann lässt mich observieren ( hat er auch der Richterin gesagt), weil er ja wissen muss wo ich bin.


    Als ich mit den Kindern Erdbeeren pflücken war, kam danach eine E-Mail mit Fotos von ihm.
    Er hat und beobachten lassen und nimmt anhand der Menge der Erdbeeren an, dass ich daraus Marmelade produziere und schwarz verkaufe.
    Die Kosten für die Observierung wird er mir in Rechnung stellen...


    Ich hoffe einfach, dass ich durch einen Verzicht meine Ruhe habe. Befürchte aber, dass dem nicht so ist.


    Hier in der Gegend gibt es was ähnliches wie den Weißen Ring.
    Dahin hat mich schon das Jugendamt geschickt, weil ich teilweise schon echt Angst hatte.
    Es schwankt immer so...mal ist er wieder nett und normal...dann völlig aus dem Nichts denkt er, ich will ihn vernichten und bin das personifizierte Böse..


    Es ist extrem belastend.
    Und ich will nur noch meine Ruhe.


    Danke für eure ausführlichen Antworten.


    Bis morgen habe ich Zeit, zu entscheiden, wie es weitergeht

  • der hat sie ja nicht alle - würde man sagen - aber es ist schon so skuriel das es Richtern auffallen würde.


    Zieh das knallhart du bzw. lass das knallhart durchziehen.
    Bei 4 Kindern brauchst du ein Urteil und keinen Vergleich.

  • Das Schlimme ist, ich übertreibe nicht.
    Es finden Dinge statt, die mir keiner glauben würde. Aber leider passieren.
    Er weiß, dass ich ein ängstlicher Mensch bin.
    Und sagt auch immer:" jetzt kannst du beweisen, wie du wirklich bist. Du bist nur ein guter Mensch, wenn du auf alles verzichtest."


    Wenn ich das lese, kann ich mich selbst nicht verstehen, dass ich da so gefangen bin.


    Aber ich lebe in ständiger Angst.


    Dann kamen auch so Dinge, wie dass die Kinder (bzw. sein Lieblingskind )bei ihm wohnen soll, da ER besser Physik kann als ich.
    Das sagte er auch vor der Richterin.


    Er hat auch alle Möbel in ein Zimmer gestellt um den wohnwert seines Hauses zu verringern.
    Da fragte die Richterin, was mit den anderen Zimmern ist.
    Er darauf:" die wurden ja seit sie ausgezogen ist nimmer geputzt..was denken Sie, wie das Bad aussieht"

  • Mischa, da kann man ihm nur gratulieren - solche Geschichten wie die Wohnwertreduzierung soll er nur weiter erzählen, auch das du schwarz Marmelade kochst-
    da bilden sich die entsprechenden Stellen ihr eigenes Bild.


    Nicht einknicken - du hast ein Mandat erteilt zur Sicherung des Lebensunterhaltes - und genau das soll dein Anwalt auch manchen - nicht als Vergleich/sondern als Urteil.

  • Die Anwältin hat alle Emails, die er mir geschrieben hat.
    Sie denkt, dass er nach der Scheidung damit aufhört.
    Er hat schon mehrere Aufforderungen erhalten, mich nicht mehr zu beleidigen und zu bedrohen


    Sie denkt, dass es schlimmer wird, wenn ich ihn Anzeige, da ja noch nichts passiert ist, deshalb kann man ihn nicht belangen und er wäre dann noch mehr oben auf

  • In diesem Streit gehen die Emotionen ja hoch her. Und da wird jetzt auch sehr viel thematisiert, was für die rechtliche Seite dieses Falles vollkommen irrelevant ist.


    Halten wir uns erst mal an die Fakten:


    Auf Kindesunterhalt für die Zukunft kann nicht verzichtet werden. Genauso wenig wie auf Trennungsunterhalt. Das hat der Gesetzgeber so eingerichtet, um die Sozialsysteme vor Missbrauch zu schützen.


    Ob dir nachehelicher Unterhalt zusteht, kann ich nicht beurteilen. Das hängt von den Umständen des Falles ab. Da du aber noch relativ jung und gesund bist, dürfte ein solcher Anspruch allenfalls zeitlich begrenzt zugestanden werden.


    Allerdings kannst du auf nachehelichen Unterhalt verzichten. Das kann auf zwei Wegen realisiert werden.


    Man kann eine (notarielle) Scheidungsfolgenvereinbarung schließen. Dann kann man das schon vor der Scheidung vereinbaren. Oder man kann eine Verzichtserklärung im Rahmen des Scheidungsverfahrens vor Gericht abgeben.


    In beiden Fällen ist dann der nacheheliche Unterhalt ausgeschlossen. Die Chancen solche Ansprüche später wieder aufleben zu lassen sind sehr gering, weil die Unterhaltskette unterbrochen wurde. Wenn du nach der Ehescheidung in eine Notlage gerätst, erwirbst du dadurch keinen Unterhaltsanspruch, weil die Ursache nicht während der Ehezeit entstanden ist. Nach der Scheidung bist du wirtschaftlich eigenverantwortlich.


    Lass dir von deiner Anwältin eine Einschätzung geben, ob und wie hoch dein nachehelicher Unterhaltsanspruch aussehen könnte. Und dann triff deine Entscheidung.


    Aber mal eine andere Frage: wenn dein Ex so solvent ist, warum machst du dann nicht ganz einfach Kindesunterhalt nach der Düsseldorfer Tabelle geltend? Da gibt es kein wenn und aber ... und bei vier Kindern sind das doch ganz erhebliche Beträge.


    Alles andere, die Erdbeermarmelade und das Rumgezeter, würde ich einfach ignorieren. Das ist nämlich reiner Humbug. Und je weniger du dich da betroffen zeigst, desto eher macht das deinem Ex keinen Spaß mehr. Bloß kein großes Fass deswegen aufmachen ... :)

  • Ich versuche alles so gut es geht zu ignorieren.
    Ich habe seit dem 10.2016 keinen Trennungsunterhalt erhalten.
    Lediglich den Mindestunterhalt für die vier Kinder.
    Ich wohne im Münchner Umland und bezahle schon 1200 Miete, und das ist extrem günstig für das, was ich hier habe.


    Mein Mann zahlt einfach nicht mehr. Sämtliche Aufforderungen seine Einnahmen offen zu legen ignoriert er.


    Er beteiligt sich an keinen Sonderkosten
    Er will mich ruinieren. Und versteht es nicht, wie ich immer noch so gut dastehen kann.
    Überall erzählt er, dass er mich aushalten muss.


    Ich habe ihm sogar den kompletten Hausrat dagelassen.
    Das Auto hat er mir letztes Jahr genommen.


    Ich weiß, wie hoch der Unterhalt wäre. Das wäre im vierstelligen Bereich, was es mehr wäre als jetzt
    Das Geld ist mir momentan egal
    Aber ich will nicht jetzt und auf alle Zeiten verzichten.
    Ich habe 14 Jahre bei ihm mitgearbeitet und ihm den Rücken freigehalten.


    Zugewinn muss er zahlen, ist aber im Ehevertrag begrenzt worden



    Meine genaue Forderung war 120% Kindesunterhalt dafür keinen nachehelichen

  • Ich bin 33.
    habe aber wegen der Kinder mein Studium nicht beendet.
    Arbeite nun ungelernt in der Gastronomie. Habe mit meiner Arbeit Acer extremstes Glück gehabt.
    Sonst stände ich jetzt nicht hier wo ich bin.
    Wäre niemals gegangen und hätte weiterhin ausgehalten

  • Ich habe seit dem 10.2016 keinen Trennungsunterhalt erhalten.

    Den hättest du schlicht und ergreifend einklagen können.


    Mein Mann zahlt einfach nicht mehr. Sämtliche Aufforderungen seine Einnahmen offen zu legen ignoriert er.

    Dass kann man im Wege einer Stufenklage regeln. Im ersten Rechtszug wird das Einkommen ermittelt. Wenn keine Unterlagen vorgelegt werden, kann das Gericht das Einkommen schätzen. Spätestens dann werden Belege eingereicht. :)


    Und wenn das bereinigte Einkommen festgestellt wurde, dann kann man im anschließenden zweiten Rechtszug den Unterhalt festlegen. Der muss dann ab in Inverzugsetzung nachgezahlt werden.


    Und wenn nicht gezahlt wird, kann man das Geld im Wege der Zwangsvollstreckung beitreiben.


    Du bist anwaltlich vertreten. Und da verstehe ich nicht, warum das nicht längst in die Wege geleitet worden ist.


    Das Geld ist mir momentan egal


    Aber ich will nicht jetzt und auf alle Zeiten verzichten.

    Das hab ich dir doch eben gerade erklärt. Wenn du auf den nachehelichen Unterhalt verzichtest, dann HAST du verzichtet. Und dann kannst du den nicht irgendwann wieder geltend machen, wenn es dir irgendwann wieder einfällt. Und im übrigen, selbst wenn du NICHT verzichtest, wird der nacheheliche Unterhalt in jedem Fall vermutlich zeitlich begrenzt.


    Er beteiligt sich an keinen Sonderkosten

    Muss er ja auch nicht. Es sei denn man macht Sonderbedarf oder Zusatzbedarf geltend. Aber da musst du doch erst mal den regulären Kindesunterhalt klären.



    Lass es mich jetzt ganz klipp und klar sagen: Du eierst seit Oktober 2016 in der Gegend herum ! Hör endlich auf, dir deine EIGENEN Gesetze zu machen. Du solltest schlicht und ergreifend deine Anwältin beauftragen, deine Forderungen gerichtlich geltend zu machen. Und dann kommen die Dinge auch in Ordnung.


    Und alles andere was du hier noch so vorbringst und vermutest ist rechtlich weitgehend irrelevant !


    Liebe Grüße
    Jimmy

  • Er wurde schon so oft aufgefordert und eingefordert.
    Ich hatte bis zum Schluss die Hoffnung, es irgendwie im Guten klären zu können.
    War nicht möglich.
    Mein Mann hat vom Gericht eine Frist bis zum 30.6. bekommen.
    Ob er nun alles eingereicht hat weiß ich nicht.
    Seit Oktober 2016 ist nichts passiert. Nichts. Es wurde alles rausgeschoben.
    Und ich will nicht verzichten, sondern der Antrag auf nachehelichen Unterhalt soll nicht aufrechterhalten werden.


    Und das war ja die eigentliche Frage: Verzicht oder nicht Aufrechterhaltung


    Und er hat bisher keine Unterlagen abgegeben.
    Auch bei Gericht vor drei Wochen erklärt, er kann keine Auskunft geben.


    Von der Richterin hat er nun die Frist zum 30.6. bekommen



    Und wenn wir das alles so weiterlaufen lassen, dauert es unendlich, es wird ein Gutachter gebraucht werden etc.
    Es ist bei uns extrem kompliziert
    Und für einen jahrelangen Streit habe ich schlicht keine Kraft.
    Was er natürlich weiß.


    Bis morgen muss ich wissen, wie es weitergehen soll.

  • Und wenn wir das alles so weiterlaufen lassen, dauert es unendlich, es wird ein Gutachter gebraucht werden etc.


    Ich bin da jetzt nicht sooo bewandert, gebe ich ganz offen zu. Aber bisher lese ich nur von Gelddingen, wozu soll da ein Gutachter gebraucht werden?


    Wenn die Frist verstrichen ist, sollte die eigene RA mal freundlich nachbohren ob Unterlagen bei Gericht eingegangen sind und wenn nicht was das Gericht zu tun gedenkt.

  • Gutachter, weil es um einen Betrieb geht, der nach seiner Meinung urplötzlich nicht mehr rentabel ist.
    Bis zur Trennung sehr wohl.
    Er kann selbst sehr beeinflussen, wie es läuft


    Wenn er vor Gericht behauptet, der Betrieb lohnt sich in dieser Form nicht mehr, braucht es einen Gutachter, der das widerlegt oder auch nicht.
    Wie gesagt, es ist in diesem Fall wirklich komplex.
    Wenn er gewisse Maschinen nicht laufen lässt, erwirtschaftet er nichts. Und das muss man ihm nachweisen, dass er mutwillig son handelt um weniger zu verdienen

  • Du brauchst da nicht mehr oder weniger Kraft für wie für das, was er sich als nächstes ausdenkt. Du brauchst nur ne gute Anwältin/Anwalt. Die regelt das komplett. Du musst da gar nix für machen außer ggf Anträge für Prozesskostenhilfe und Beratungsschein und eben das Gutachten.


    Und wenn es noch 5 Jahre, ne Beugehaft für deinen ex etc bedeutet... Lass alles einklagen und fertig.


    Ich würde nix zurück ziehen, nix Vergleich gar nix. Hol dir für dich und vor allem die Kinder, was euch zusteht. Die Richterin wird ihm schon Beine machen. Setz dich hin, lehn dich zurück und lass die anderen das regeln. Und am Ende bekommst ne nette Nachzahlung, dein Ex darf sich dumm und dusselig an Gerichts und Anwaltskosten bezahlen und tut alles, damit er so richtig schön schei*e da steht.


    Und Gutachter... Ja soll er doch Löffel zählen kommen, was soll's. Für ein paar tausend euro Nachzahlung würde ich dem noch nen Kaffee kochen und nen Stück kuchen hinstellen und den Aktenordner mit Kontoauszügen parat legen.


    Und vor Gericht setzt dich hin, lässt die Anwältin reden, schaust dir ganz interessiert deine Schuhe oder die Augenbrauen der Richterin an und sitzt das aus.


    Vielleicht muss der Herr mal seine Grenzen gezeigt bekommen. Hat bei uns wahre Wunder gewirkt. Auf einmal wurde er sehr kooperativ als die Richterin ihm klar gemacht hat, was passiert, wenn er so weiter macht.


    Du hast es doch im Grunde schon selbst erkannt: warum auch immer, er will dich am Boden sehen. Wenn du jetzt nen Rückzieher machst oder ihm entgegen kommst, wird's nicht besser. Schließlich liegst du ja noch nicht am Boden.