Patchwork (werden wir da nicht alle früher oder später landen?)

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  • Hallo zusammen,


    ich bin AE und mein Partner auch. Er hat das WM und wir möchten bald zusammenziehen. Gibts hier ähnliche Konstellationen?
    Im Forum "Patchwork" findet man eher wenige Beiträge, dafür dass alleinerziehende früher oder später alle mal in Patchwork landen werden... 8-) :winken:
    (klingt das wie eine Drohnung oder eine positive mutmachende Aussicht?! ;-) )


    Grüße Jepp

  • Hallo Jepp, ich verschiebe deine Frage trotzdem mal ins Patchworkforum. Da kommen die qualifizierteren Antworten (in Neu hier eher die Willkommensgrüße ...). Und ggfls. finden auch andere dann deine Frage bzw. die Antworten dazu.

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

    Einmal editiert, zuletzt von Volleybap ()

  • Patchwork KANN funktionieren, MUSS aber nicht...das kommt immer drauf an. Wenn eine Seite falsch spielt, hat die andere Seite schon verloren.

    LG N. :winken:
    .
    1 + 1 = 4 :love:


    - 1 wenn die Ex-Frau so ist wie sie hier bei uns ist ;(

  • Puh... wären meine Kinder und die meines Partners gleich alt, und noch in einem Alter wo sie erzogen werden müssten... Ich glaube, wir wären schon längst wieder Singles.


    Wir haben nur noch ein Nesthäkchen zuhause und den Hund. Das ist Patchwork genug.


    Man muss schon sehr gleich ticken oder sich sehr raushalten können oder sehr kritikfähig sein oder sehr tolerant. Kompromisse sind in der Erziehung ja meistens nicht das wahre.

    Finde Dein Licht und finde Deine Schatten. Erst dann wirst Du zu Deiner Mitte finden.

  • Laut Statis patchworken achtzig bis neunzig Prozent aller AEs in irgendeiner Form im Laufe der Zeit. (Und wer das bis zum 18. der Kids nicht "schafft", fällt auch aus der Statistik raus) Darum wurden/werden AEs ja von der Politik so ungern als ernstzunehmende Gesellschaftsgruppe angesehen, für die etwas getan werden müsste ...

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • faith: wenn man davon ausgeht, dass wir alleinerziehende Mamas/Papas früher oder später mal wieder einen Partner haben - dann ja. Das ist doch auch schon Patchwork.


    Dadefana: bei uns funktioniert es ganz gut, die beiden großen und die beiden kleinen Kinder spielen toll zusammen, wir haben mehr Zeit für uns, wie mit 2 eigenen streitenden Kinder :brille

  • faith: wenn man davon ausgeht, dass wir alleinerziehende Mamas/Papas früher oder später mal wieder einen Partner haben - dann ja. Das ist doch auch schon Patchwork.


    Dadefana: bei uns funktioniert es ganz gut, die beiden großen und die beiden kleinen Kinder spielen toll zusammen, wir haben mehr Zeit für uns, wie mit 2 eigenen streitenden Kinder :brille


    Ich nehme an, bei uns wären die Kinder auch das geringste Problem gewesen. Wir wären kläglich an unserer unterschiedlichen Auffassung von Erziehung gescheitert. Wobei er der überstrenge Vater mit Komminikationsproblem ist und ich die viel zu gutmütige Mutter mit Hang zur Inkonsequenz. Das passt einfach bei Patchwork nicht so gut.

    Finde Dein Licht und finde Deine Schatten. Erst dann wirst Du zu Deiner Mitte finden.

  • Wobei er der überstrenge Vater mit Komminikationsproblem ist und ich die viel zu gutmütige Mutter mit Hang zur Inkonsequenz.

    Müssen denn Eltern immer die gleichen Vorstellungen von der Erziehung haben? Ich finde das gar nicht so schlecht, wenn Kinder unterschiedliche Weltansichten von ihren Eltern erfahren. Solange die Eltern untereinander damit klar kommen und die Kinder die Eltern nicht gegeneinander ausspielen ! :)

  • Müssen denn Eltern immer die gleichen Vorstellungen von der Erziehung haben? Ich finde das gar nicht so schlecht, wenn Kinder unterschiedliche Weltansichten von ihren Eltern erfahren. Solange die Eltern untereinander damit klar kommen und die Kinder die Eltern nicht gegeneinander ausspielen ! :)


    Siehe Kommunikationsproblem ;)

    Finde Dein Licht und finde Deine Schatten. Erst dann wirst Du zu Deiner Mitte finden.

  • Müssen denn Eltern immer die gleichen Vorstellungen von der Erziehung haben? Ich finde das gar nicht so schlecht, wenn Kinder unterschiedliche Weltansichten von ihren Eltern erfahren. Solange die Eltern untereinander damit klar kommen und die Kinder die Eltern nicht gegeneinander ausspielen ! :)

    Das geht doch schon bei Kleinigkeiten los.
    Sonntag war ich mit einer AE Mama und deren Tochter (gleich alt wie mein König) essen.
    Bedienung "Na Kinder was wollt ihr trinken"
    König "Bitte ein Bier!"
    Mädchen"Auja ich auch"
    AE Mama "ne Apfelschorle oder Sprudel"
    ihr ahnt es, am ende hatten wir zwei Kinder mit brutal langen Gesichtern da sitzen denn beide haben dann einen Sprudel bekommen weil meiner dann noch gefeixt hat.


    unterschiedliche Weltansichten, klingt schön aber in der Praxis stelle ich mir das schwierig vor.
    Blöd für eine Beziehung ist halt auch das ich immer kompromissloser werde je länger ich AE bin.
    Anfangs hätte ich gut in die Rolle des "Zurückhalters" gepasst, das ist ja bei den aller meisten hier am Ort so, das die Mama entscheidet was die Kinder zu trinken kriegen und der Papa sich drumherum windet bis sie eine Ansage macht. So war ich früher auch, ist ja auch nicht schlimm. Die Aufgaben sind klar verteilt, die Frau hat bei den Kindern das letzte Wort und der Mann beim Auto bzw. Holzspalter.
    Nicht negativ gemeint, siehe oben, Demokratie funktioniert nicht einer muss in seinen Ansichten zurück stecken......ich kann mir nicht mehr vorstellen das ich das sein werde.
    Die AE Mama mit der ich da unterwegs war meinte auch das das schwierig werden könnte es sei denn ich finde so ein Mäuschen ohne eigene Meinung aber das ist ja auch nix.

    3 Mal editiert, zuletzt von Agrippa ()

  • Ich bin nicht sicher, ob das hierher gehört, aber auch Unbeteiligte können sich plötzlich in einer Patchworksituation wiederfinden. Oder denkt hier jemand, für Großeltern ist das leicht? Da sitzt man irgendwie zwischen den Stühlen.

  • wenn man davon ausgeht, dass wir alleinerziehende Mamas/Papas früher oder später mal wieder einen Partner haben - dann ja. Das ist doch auch schon Patchwork.


    Das ist dann wohl eine Frage der Definition von Patchwork. Für mich bedeutet das schon, auch zusammen zu leben, mit Kind und Kegeln. Da wünsche ich Euch gutes Gelingen.


    Müssen denn Eltern immer die gleichen Vorstellungen von der Erziehung haben? Ich finde das gar nicht so schlecht, wenn Kinder unterschiedliche Weltansichten von ihren Eltern erfahren.


    Das macht schon alles sehr viel leichter, wenn Eltern die gleichen Vorstellungen von Erziehung haben. Unterschiedliche Weltansichten bekommen Kinder auch so genug mit.


    Grundsätzlich sind ähnliche Weltansichten für ein Paar ziemlich vorteilhaft, finde ich. Gegensätze mögen sich an- bzw. auch gerne mal gegenseitig ausziehen - ich bin, ähnlich wie Agrippa, auch nicht mehr zu zuvielen Kompromissen bereit. Nicht bei Dingen, die für mich wesentlich sind. Kindererziehung gehört dazu.

    LG
    CoCo



    Halt mich fern von der Weisheit, die nicht weint, von der Philosophie, die nicht lacht, und von der Größe, die sich nicht vor Kindern verneigt.


    ~ Khalil Gibran ~






  • :hae: Tun wir das? Nicht zwangsläufig. Aber dir und deinem Partner alles Gute beim Zusammenzug :daumen


    Genau, mein jetziger Partner hat keine Kinder und ich bin - ganz ehrlich gesagt - sehr froh darüber.... :-D

    Alles, was Ihr also von anderen erwartet, dass tut auch Ihnen! Darin besteht das Gesetz und die Propheten Mt 7,12

  • Wir sind hier durch, unsere Kinder wohnen alle nicht mehr hier.
    Unsere Beziehung hat das irgendwie "ausgehalten". Aber sie hat ein paar Macken bekommen, denn es war mehr als schwierig. Noch mal würde ich das nicht machen. Lieber so lange jeder in seiner eigenen Bude bleiben, bis die Kinder raus sind.


    Sicher kann das funktionieren. Aber dann müssen auch alle mitspielen.


    Oder denkt hier jemand, für Großeltern ist das leicht? Da sitzt man irgendwie zwischen den Stühlen.



    Meiner Meinung nach muss man sich von der Vorstellung verabschieden, man könne alle "gleich lieb" haben.
    Meine Eltern haben die Tochter meines Mannes mit offenen Armen aufgenommen. Aber es bleibt ein Unterschied, ob es die eigenen Enkel sind oder nicht.
    Genau so wie es ein Unterschied bleibt, ob es das eigene Kind ist oder nicht.


    Das anzunehmen ist schwierig, aber es ist nun mal so.


    Ich wünsche aber allen, die es versuchen, viel Glück!

    *********************************
    Ihr kennt bestimmt auch diese eine Person, die ihr bei einer Zombie Apokalypse sofort erschießen würdet.
    Egal ob Zombie oder nicht...

  • Müssen denn Eltern immer die gleichen Vorstellungen von der Erziehung haben? Ich finde das gar nicht so schlecht, wenn Kinder unterschiedliche Weltansichten von ihren Eltern erfahren. Solange die Eltern untereinander damit klar kommen und die Kinder die Eltern nicht gegeneinander ausspielen !


    Wenn es um Eltern (und nicht um Patchwork-Familien) geht: ja, das kann gut funktionieren, wenn man sich raushält aus der Erziehung durch den anderen Elternteil. Wenn die Partner zusammen leben, sehe ich das schon schwieriger: in der Theorie könnte man trennen und sagen: ich halte mich aus der Erziehung der Beutekinder raus und umgekehrt auch, aber funktioniert das praktisch? Ich glaube kaum.


    Meine Kinder haben ja mehrere Bezugspersonen, die alle auf ihre Weise Erziehung leisten: in der Schule, im Hort, durch die Großeltern oder Paten, die KM nicht zu vergessen ... denen muss ich ja auch vertrauen, dass sie das nach bestem Wissen und Gewissen tun. Die kontrolliere ich bestimmt nicht, ob das meinen eigenen Vorstellungen entspricht. Wenn eine Partnerin dazukommt, dann wird sie irgendwann, wenn sie die Kinder kennenlernt und sich eine Beziehung zu ihnen entwickelt, ebenso zur Bezugsperson. Wenn man in seiner Partnerschaft die Eigenschaften und Eigenheiten des anderen als Ergänzung versteht, so wird man das auch den Kindern gegenüber vermitteln und Einigkeit in Vielfalt vorleben können. Darauf kommt es m. E. an, insbesondere wenn man zusammenlebt und gemeinsam Alltag (mit den Kindern) gestaltet.


    Man muss vielleicht nicht die gleichen Vorstellungen von Erziehung haben, aber die Vorstellungen sollten sich ergänzen können, sonst klappt es wohl eher nicht.

  • Wenn die Partner zusammen leben, sehe ich das schon schwieriger: in der Theorie könnte man trennen und sagen: ich halte mich aus der Erziehung der Beutekinder raus und umgekehrt auch, aber funktioniert das praktisch? Ich glaube kaum.

    Nennt mich altmodisch aber wenn Beutekind die Bude in Schutt und Asche legt kann ich nicht anders als ein Machtwort zu sprechen und wenn dann kommen würde "Misch dich nicht in die Erziehung meines Kindes ein...." schlecht , ganz schlecht.
    Ich bin auch der Meinung das die Richtung großteils schon die gleiche sein sollte.

  • "Raushalten" aus der Erziehung ist keine Alternative, sondern ein Weglaufen. Das Signal an die Kinder ist eindeutig: "Ich will keine so enge Beziehung zu dir, sondern du läufst hier nur so mit." (Und wie man in den Wald hinein ruft, wird es irgendwann hinausschallen.)
    Der leibliche Elter, der das vom neuen Partner einfordert, sendet auch ein Signal: An einer Beziehung, die mit trägt, mit leidet, mit agiert habe ich kein gehobenes Interesse. Kann man machen. Aber ob so eine Beziehung glücksgefühlesteigernd ist - das muss jeder selbst wissen.


    Klar: Bei der Kinderfrage, Gleichschaltung von Erziehungsvorstellungen mache ich die Nagelprobe für die Beziehung. Die Sache ist zu wertvoll und wichtig, um falsche Kompromisse machen zu können. Aber gelingt es dem Paar nicht, hier die Dinge einvernehmlich zu klären, wird das auf kurz oder lang auch nicht in anderen Lebensbereichen gelingen.


    (Und "by the way": Teenager werden es brutal ausnutzen, wenn die Patchworkeltern nicht gemeinsam "rudern im Erziehungsboot". Es wird so schon haarig. Aber dann erst recht.)

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Nennt mich altmodisch aber wenn Beutekind die Bude in Schutt und Asche legt kann ich nicht anders als ein Machtwort zu sprechen und wenn dann kommen würde "Misch dich nicht in die Erziehung meines Kindes ein...."


    ... nicht zu vergessen das Kind, von dem dann aller Wahrscheinlichkeit zu hören wäre "Du hast mir gar nichts zu sagen".

  • "Raushalten" aus der Erziehung ist keine Alternative, sondern ein Weglaufen. Das Signal an die Kinder ist eindeutig: "Ich will keine so enge Beziehung zu dir, sondern du läufst hier nur so mit."


    Ich finde das schwierig, gerade wenn es keine gewachsene Beziehung zu den Beutekindern gibt. Eigentlich gibt es ja keine Beziehung ohne Erziehung, aber die vorhersagbare Reaktion beim Kind ist, wenn nicht Erstaunen, dann doch Ablehnung, wenn der "neue" Partner ein Machtwort gesprochen hat. Ich kann ja auch nicht die Kinder des Partners wesentlich anders behandeln als die eigenen. Hält der Partner, hält die Partnerschaft eine solche Einmischung aus? Ich kann da ja - wie in so vielen anderen Bereichen auch - exemplarisch vorangehen, meinen Kindern vermitteln, dass mein/e Partner/in, wenn er präsent ist, eben tatsächlich etwas zu sagen hat und diesem erlauben, dies auch tatsächlich zu tun. Wenn meine Kinder damit Schwierigkeiten haben, kann ich das mit ihnen direkt klären und dafür sorgen, dass sie es akzeptieren können. Darauf habe ich direkt Einfluss. Aber ich kann es nicht von meinem Partner verlangen oder gar von seinen Kindern.