Der Auskotz-Thread zum Pubi-Auskotz Thread

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  • Der Pubi-Auskotz-Thread soll ja zum "auskotzen" da sein.
    Jetzt kommt dort gerade eine andere Diskussion auf und ich fände es schade, wenn dieser Austausch im Thread untergeht.
    Deshalb schreibe ich meine Gedanken mal in einem extra Beitrag auf.


    Wir haben drei Kinder: 17, 19 und 20 Jahre alt. Und ich kann sagen: die Zeit der Pubertät ist eine Ausnahmezeit.
    Für alle Beteiligten...
    Alle drei Kinder durchleben diese Zeit anders. Aber bei allen Dreien ist es eine extreme Zeit.


    Meistens lese ich die Beiträge im Pubi-Auskotz-Threat mit einem Schmunzeln im Gesicht. Und fast ausnahmslos bin ich neidisch.
    Wenn das die einzigen Probleme sind, die eure Kinder haben / machen, dann kann ich euch nur beneiden... ;-)


    Ich finde es wichtig und auch oft hilfreich, einfach nur zu lesen, dass es anderen Eltern ähnlich geht.
    Dass sie ebenfalls Kinder haben, die den Müll nicht rausbringen, die sich hinter`m Smartphone verkriechen, die die Nächte durchmachen,
    die keinen Bock auf Schule haben, die entweder müffeln, weil sie tonnenweise Deo benutzen oder eben gar keins, die schreien und kreischen oder die sich zu Tode schweigen...


    Ehrlich zu sagen, dass etwas schief läuft und dass einen die eigenen Kinder nerven, lag ja noch nie besonders im Trend.
    Da ist so eine Plattform ganz gut, auf der alles auch ein bisschen mit Humor genommen werden kann. Es fällt leichter, sich da einfach mal "auszukotzen".
    Und manchmal ist es dann so, dass man das, was einen vor einer Stunde noch tierisch genervt hat, etwas gelassener sehen kann. Weil man liest,
    dass es anderen genau so geht und man sich nicht mehr als das einzige Elternteil auf Erden fühlen muss, dass es nicht hinkriegt.


    Meistens war es das dann für mich. Einmal kräftig durchatmen und weiter machen...


    Im Pub-Auskotz-Threat geht es also nicht um "falsch" und "richtig". Es geht endlich einmal nicht um den Dauerwettbewerb, wer das beste Elternteil ist und welches Kind am tollsten ist. In diesem Threat darf man mal laut sagen, dass das eigene Kind sich gerade kacke verhält und einfach nur nervt.
    Tipps von Eltern, die solche Situationen kennen, selbst durchmachen oder schon durchgemacht haben, können vielleicht auch helfen. Ich weiß nicht,
    wie das bei euch ist. Bei und liess sich das nicht umsetzen, weil Kinder einfach zu unterschiedlich sind.
    Schon alleine unsere drei Kinder durchleben die Pubertät so dermaßen anders, dass mein eigenes Verhalten / mein Ratschlag bei dem einem Kind hilfreich ist und beim anderen Kind komplett nach hinten losgeht.


    Was im Pubi-Auskotz-Thread aber mindestens genau so nervt wie manche Situation mit pubertierenden Kindern, sind schlaue Sprüche und Ratgeber-Floskeln von Eltern, die gerade eine happy Zeit mit ihren 6 jährigen Kindern durchleben.
    Und die dazu noch (unterschwellig und vielleicht gar nicht mal direkt bewusst) auflisten, was man dann doch alles "falsch" gemacht hat. Denn laut
    Rategeber-Floskeln "sollte" es so und so laufen, wenn man sich als Eltern so und so verhalten hätte.


    Ich hatte mal so ein Klick Erlebnis in einer Baby Krabbelgruppe. Mein Kind war augenscheinlich das einzige Kind, dass auch nach vielen Monaten nachts noch
    nicht durchschlafen wollte. Alle anderen Babys waren anders. Schliefen von abends acht bis morgens acht ohne einen Mucks durch. Einfach so.
    Nur mein Baby nicht.
    Wir waren ziemlich fertig und verzweifelt. Waren wir doch die einzigen Eltern, bei denen das nicht so war...
    Ich hab dann mit dem Kinderarzt darüber gesprochen. Er erzählte mir Unglaubliches: nämlich dass sowas gar nicht außergewöhnlich sei.
    Dass viele Babys noch nicht durchschlafen können. Dass wir Geduld haben sollen.
    Er hat ein paar Tipps gegeben und es dauerte zwar noch eine Weile, aber irgendwann schlief auch unser Kind nachts durch.
    Glücklich und endlich auch mal ausgeschlafen, erzählte ich von den Tipps und dem Erfolg. Und siehe da: plötzlich war das Interesse groß und es stellte sich
    raus, dass ja doch nicht alle Babys durchschlafen.


    Ich hab die Gruppe verlassen und seit dem eine gesunde Skepsis Eltern gegenüber, die Ratgeber-Phrasen von sich geben und bei denen alles "super" läuft.


    Ich finde die Zeit, in der unsere Kinder aufwachsen, extrem schwierig. Innerhalb kürzester Zeit hat sich das gesamte (auch gesellschaftliche) Leben so rasant
    verändert, dass ich selbst kaum mitkomme. Noch von wenigen (!) Jahren gab es gar keine digitale Welt in meinem Alltag.
    Heute bestimmt diese Welt unser Leben in einem Maße, das ich persönlich beängstigend finde. Ich sehe die (negativen) Auswirkungen, die das auf mich
    hat und auch auf meine Kinder.
    Ich kann nur hoffen, dass sie damit besser umgehen können als ich. Weil das ja nun mal die Welt ist, die sie kennen. Sie sind darin aufgewachsen und
    haben einen ganz anderen Bezug dazu.


    Ich bin kein Fan von "früher war alles besser". Ich bin auch kein Fortschrittsgegner und Aluhut-Träger. Bisher hat es aber noch niemand geschafft,
    mich davon zu überzeugen, dass die Welt heute mit dem Internet in seiner jetzigen Form eine Bessere geworden ist.


    Ist lang geworden, wollte ich aber nur mal so sagen...

    *********************************
    Ihr kennt bestimmt auch diese eine Person, die ihr bei einer Zombie Apokalypse sofort erschießen würdet.
    Egal ob Zombie oder nicht...

  • Lilli


    danke für Deine Worte :blume


    Ich bin gerade echt erschüttert, dass mein absoluter Lieblingsthread, der mir in den Tiefpunkten der PubiZeit meiner Kinder seit 3 Jahren so viel Freude
    bereitet hat, und über so manchen Tiefpunkt hinweggeholfen hat, der mich (oft gemeinsam mit meinen Kindern) zum Weinen vor lauter Lachen und
    Wiedererkennen gebracht hat-
    von besserwisserischen Neunmalklugen "Lehrbuchprofis" kaputt gemacht wird :-(

    Lieber Gruss


    Luchsie


    Dein Denken kann aus der Hölle einen Himmel und aus dem Himmel eine Hölle machen.


    Wem genug zu wenig ist, dem ist nichts genug. (Epikur)

  • Ein Forum ist keine Insel. Die Eltern, die alles besser wissen und können trifft man hier und im echten Leben.
    Bei der Pekip-Gruppe damals, wurde ich über die Gefahren von Butterkeksen(!) aufgeklärt. Das Naserümpfen einiger Eltern ist mir nicht entgangen, ich habe es einfach ignoriert und mich an die gehalten, die ich mochte und umgekehrt und mir unsere Stunden nicht vermiesen lassen. Ganz ehrlich? Ich bekomme ein paar Sprüche zu hören, diese Menschen müssen ein Leben lang mit sich leben. Was habe ich für ein Glück dagegen. :lach
    Ich denke auch hier sollte man einige Dinge einfach ignorieren. Bei manchen wünsche ich mir sogar, sie würden einfach den Igno-Knopf drücken. Oh, bitte...
    Es liegt auch an jedem selbst, was man sich kaputt machen (oder kaputtreden) lässt. Dieses dicke Fell, braucht man ja im Leben auch. Und auch das Selbbewußtsein sagen zu können: Ja, ist schwierig im Moment, aber es ist nicht alles meine Schuld, wenn mein Kind am Kabel dreht.


    Ich lese nur in dem Thread, bis auf meinen Beitrag gestern, weil wir noch ein stückweit im Takka-tukka-Land leben, meine ist erst neun. Für mich auch noch mal ein Anstoß, die recht sorgenfreie Zeit mit meiner Biene noch zu erleben und zu wissen, auch die Teenies werden erwachsen. Das geht vorrüber.

    Liebe Grüße


    Friday

    Einmal editiert, zuletzt von friday ()

  • Ich denke auch hier sollte man einige Dinge einfach ignorieren.



    Ja. Meistens geht das ja auch.
    Manchmal aber eben auch nicht. Und da darf man sich dann auch mal Luft machen.

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    Ihr kennt bestimmt auch diese eine Person, die ihr bei einer Zombie Apokalypse sofort erschießen würdet.
    Egal ob Zombie oder nicht...

  • Zum Punkt: wenn das die einzigen Probleme sind, beneidest Du die Pubieeltern: ich habe bei weitem nicht alles geschrieben, was bei uns so abging. Ich war teilweise einfach so fertig, ich hätte es nicht ertragen, auch noch klugscheisserische Ratschläge zu bekommen. Mit einigen habe ich per PN kommuniziert und Trost erhalten.


    Auch der musicafides wird die Pubertät erleben. Ich denk, für ihn wirds nicht weniger dramatisch als für uns. Ich mein, ich kann mich noch an Beiträge von ihm voller Aufregung erinnern, da ging es um ein geschenktes Überraschungsei oder so. Wer wegen sowas schon ein Fass aufmacht.

  • Darüber das die gute frühkindliche Bindung nicht vor Pubi- Terror schützt sind wir (der überwiegende Teil) uns wohl im Klaren. Aber habt ihr den Eindruck, dass man bei Kindern von AEs, die auch noch voll arbeiten gehen oder gar männlich sind, eher erwartet, dass die Kids "auffällig " werden? Mir wird hier und da von der Teilzeitmütterfront unterschwellig mitgeteilt, dass die negativen Seiten meiner Kids quasi zu erwarten gewesen wären, da 1. Kein Mann im Haus und 2. Vollzeit Tätigkeit. Ich habe zwar den Eindruck , dass sie das für ihr eigenes Ego sagen müssen, denn sonst würde sich ihr Hausfrauen Dasein nicht rechtfertigen lassen, aber manchmal bringt es mich zum grübeln.


    Wäre Pubi 1 aufgeschlossener, empathischer oder gar ordentlicher wenn ich öfter Zuhause wäre , um sie zu unterstützen und anzuleiten?


    Wäre Pubi 2 erzahlfreudiger, weniger vergesslich und hätte immer ihre Hausaufgaben und Schulmaterial beisammen wenn ich ständig nachlaufen könnte (wollen würde)


    wohl eher nicht, aber die "Vorzeigekinder" meiner Vollzeit Hausfrau Freundin lassen mich grübeln .

  • hoffnungsvoll:


    Unsere Kinder sind wie sie sind.


    Ich glaube nicht, das Kinder deswegen "auffällig" sind, weil sie vollarbeitende AE-Elternteile haben, sie "nur bei Müttern oder Vätern aufwachsen. Es gibt genausoviele auffällige Kinder in intakten Familien. Nur da wird es oft "unter den Teppich gekehrt", während es ja bei Trennungskindern "zu erwarten ist"


    Zitat

    wohl eher nicht, aber die "Vorzeigekinder" meiner Vollzeit Hausfrau Freundin lassen mich grübeln .


    Was lässt dich grübeln? Meinst du die machen weniger Probleme oder sind besser erzogen? Bringen immer den Müll runter, schreien nie rum oder meckern nicht wegen dem Essen, ungewaschenen Klamotten ....


    Vielleicht sind sie ja solche Vorzeigekinder, weil ihnen daheim Vollzeithausfraumami alles abnimmt und sie schlicht und einfach keinen Finger rühren müssen und später erstmal auf die Nase fallen, wenn sie das erste mal Wäsche waschen müssen, während unsere Kinder eigentlich alles können, wenn sie das Nest verlassen.


    Ich war übrigens schon immer am verzweifeln (nicht erst in der Pubi-Phase), wenn andere von meinen tollen, gut erzogenen, höflichen und hilfbereiten Kindern erzählt haben. Ich hab immer mal nachgefragt, ob sie wirklich von den kleinen Monstern sprechen, die ich zuhause erlebe.


    Geholfen hat mir dann der Satz einer erfahrenen Mehrfachmami und Dozentin von Team F: "Kinder die sich außer Haus gut benehmen und zuhause anecken sind glückliche Kinder. Sie haben daheim das Urvertrauen sich auszuprobieren können und trotzdem geliebt zu werden. Nur Kinder die Angst haben nicht geliebt zu werden sind auch zuhause angepasst"

  • Ach hoffnungsvoll, hak das als dummes Gequatsche ab.


    Mein Großer hat immer und schon sehr früh selbständig sein müssen. Ich hatte gar nicht die Zeit für ewige Kontrollen etc. Der war allein gut organisiert, die Bewertung seines Arbeitsverhaltens inkl. Ordnung hat er selber verdient.
    Junior ist da eher "kreativ" unterwegs und hat halt eine andere Bewertung diesbzgl. Bei beiden bin nie ich bewertet worden und das ist gut so.


    Ich hab einen Schüler, der im Unterricht nie aufpasst, weil Mama mit ihm alles zu Hause nochmal durcharbeitet und sämtliche Tests mit ihm vorbereitet. Aktuell hat er ganz gute Noten...ich warte auf seine Pubertät...spätestens im Abi kann Mami ihm nicht mehr helfen.

    I am a bear of very little brain, and long words bother me. (Winnie-the-Pooh)


    Ein Leben ohne Bücher ist nicht lebenswert. (Erasmus von Rotterdam)

  • [quote='friday','index.php?page=Thread&postID=2118144#post2118144'
    Es liegt auch an jedem selbst, was man sich kaputt machen (oder kaputtreden) lässt. Dieses dicke Fell, braucht man ja im Leben auch. Und auch das Selbbewußtsein sagen zu können: Ja, ist schwierig im Moment, aber es ist nicht alles meine Schuld, wenn mein Kind am Kabel dreht.



    er.[/quote]





    Und ich denke, genau hier liegt das Problem.


    Wer kennt das nicht, daß man sich selbst hinterfragt und die Gegebenheiten.


    Wie Hoffnungsvoll beschriebt , wie oft wird einem unterstellt, daß die Kids ganz anders wären, wären sie in einer intakten Familie aufgewachsen?


    Mir hat der Thread auch oft geholfen, wieder selbstbewußter zu werden, sagen zu können, es ist einfach der ganz normale Wahnsinn!


    Heute zickt meine immer noch ( inzwischen 17), aber ich kenne genügend Beispiele aus dem Umfeld ( mit und ohne intakte Familie), da ist meine noch harmlos dagegen. ;)


    Aber ganz ehrlich - eine reicht mir.
    ich hab größte Hochachtung vor allen, die das öfters durchleben " Respekt"



    Und mich nervt es dann auch extrem, mir kluge Sprüche von noch nicht Betroffenen anhören, bzw. lesen zu müssen :engel

    " Lebensmotto" Alle Sorgen hinaus auf`s Meer schicken und kleine Gluecksmomente sammeln, wie Muscheln am Strand

  • Hallo,


    ne mich nervt das nicht. Ist doch eigentlich fast immer so, dass die Poster nicht in den Schuhen der anderen stecken.
    Bei jedem ists anders. Jedes Kind, jede Pubertät und auch jedes ET. Auch die Poster unterscheiden sich.
    Gott sei Dank!


    Bei manchen würde ich mir echt wünschen, sie würden einfach die Ignoriertaste drücken.
    Dass sich da überhaupt aufgeregt wird, nervt mich um ein Vielfaches mehr, weil nicht der eine Poster den anderen Thread zwischenzeitlich zerschossen hat,
    sondern die Poster, die darauf reagiert haben. Und das sind auch immer die gleichen.


    Also warum nicht ignorieren? Ist das so schwierig?

    Grüsse Tani :wink



    Du bist nicht das was Du sagst, sondern das was Du tust!

  • Und mich nervt es dann auch extrem, mir kluge Sprüche von noch nicht Betroffenen anhören, bzw. lesen zu müssen


    Verstehe ich vollkommen. Aber insgeheim weiß man doch, dass es eben nur (leere) Sprüche sind, weil sie die Erfahrungen noch nicht gemacht haben. Therotisch kann/weiß ich auch einiges, praktisch...naja :lach



    Warum muss man dem Ganzen soviel Aufmerksamkeit schenken? Wenn alle es überlesen, dann kann man die Sachen gleich im Keim ersticken. In den Mittelpunkt des Interesses schiebt es nicht der mit den Sprüchen, sondern die , die niemals müde werden darauf zu reagieren.
    Natürlich muss man sich nicht alles gefallen lassen, aber es tut auch gut sich einfach schlichtweg nicht angesprochen zu fühlen. Die Sache mit den Schuhen eben. :-)

  • Bei der Pekip-Gruppe damals


    :D:D:D da hab ich ja schon aufgehört mit Lesen... nee im Ernst, ich war ja von Anfang an AE und habe mich in eine Babymassagegruppe getraut. Schon bei meiner selbstbewussten Vorstellung ("ich bin AE!") flogen mir mitleidsvolle Blicke entgegen.


    Mir wird hier und da von der Teilzeitmütterfront unterschwellig mitgeteilt, dass die negativen Seiten meiner Kids quasi zu erwarten gewesen wären, da 1. Kein Mann im Haus und 2. Vollzeit Tätigkeit.


    Ich habe mal unfreiwillig zwei Kollegen belauscht, die sinngemäß über ein verkorkstes AE-Kind herzogen, eben mit dem Hinweis "naja, die Mutter ist ja auch AE" - sozusagen als Erklärung für das Korks-Kind. Er übrigens zweifacher Vater, typische Versorgerehe, Mutter immer zuhause; sie verheiratet und kinderlos.
    Da bin ich dann ungefragt dazwischen gegangen, dass AE ja wohl nicht daran schuld sein müsse.
    Da bekam ich von ihr, der Kinderlosen, ernsthaft an den Kopf geschmissen "Na, wer weiß, was aus deiner Tochter mal später wird..." Ich weiß nicht mehr, was ich dann geantwortet habe, aber ich wurde laut, sehr laut...
    btw: Er ist wenig später an einem Herzinfarkt verstorben, zwei minderjährige Kinder..., sie hat sich ein Bein gebrochen und war lange dienstunfähig - aus dem Korks-Kind ist was geworden...
    Tja, Karma, oder?

  • Dass sich da überhaupt aufgeregt wird, nervt mich um ein Vielfaches mehr, weil nicht der eine Poster den anderen Thread zwischenzeitlich zerschossen hat, sondern die Poster, die darauf reagiert haben. Und das sind auch immer die gleichen.


    Ich hab nicht den Eindruck, der Thread wäre zerschossen. 50 Seiten bzw. knapp 1.500 Antworten, das wäre als würde jemand ein schlechtes Lüftchen in einen Windsturm reinpusten. Da steckt noch immer Potential drin, die Phasen dauern und es wächst ja genug nach :).
    Man heult sich aus, nervt sich aus, manchmal lacht man auch zusammen, weil einen nichts mehr übrig bleibt. Und manchmal sind die Verhaltensmuster ja einfach lustig oder lassen einen sprachlos zurück. Ich denke, da muss schon ein wenig mehr an Erfahrung als 1. Schwingübungen und Töpfchentraining dagegen geschossen werde. Wobei da nichts dran verkehrt ist, normalerweise mag ich Keine-Ahnung-Sprüche auch nicht. Andererseits hatte Dieter Nuhr nicht unrecht. Das sollte man wiederum auch akzeptieren.

  • Aber habt ihr den Eindruck, dass man bei Kindern von AEs, die auch noch voll arbeiten gehen oder gar männlich sind, eher erwartet, dass die Kids "auffällig " werden?



    Ja. Zumindest ist da immer schnell ein Grund für dieses oder jenes Verhalten gefunden...


    Ich denke trotzdem, dass - zumindest bei meinen Kindern - die Trennung der Eltern eine große Rolle spielte. Meine beiden Jungs hatten ziemliche Probleme damit. Auch über eine lange Zeit. Ich bin sicher, dass ich nicht alles "auffangen" konnte.
    Bei der Tochter meines Mannes war es ähnlich. Die Trennung der Eltern war extrem problematisch. Und es wäre blind, uns vorzumachen, das hätte keinen Einfluss auf die Entwicklung gehabt.


    Aber es ist ja auch nicht hilfreich zu sagen, alles wäre bestimmt anders gekommen, wenn der Vater/die Mutter da gewesen wäre / wenn man weniger gearbeitet hätte oder mehr / wenn die Ampel grün gewesen wäre und nicht rot.


    Erstens weiß man das gar nicht, denn man hat ja nur ein Leben und kann nicht alle Möglichkeiten ausprobieren und zweitens sind alle Menschen unterschiedlich.



    Ich habe zwar den Eindruck , dass sie das für ihr eigenes Ego sagen müssen, denn sonst würde sich ihr Hausfrauen Dasein nicht rechtfertigen lassen, aber manchmal bringt es mich zum grübeln.



    Es ist doch so: wie man es macht, ist es nicht recht.
    Geht man arbeiten, kümmert man sich nicht genug um seine Kinder, sondern nur um seine Karriere. Geht man nicht arbeiten, ist man das Hausmütterchen mit dem schwachen Ego, das sich auf der faulen Haut und dem Geldbeutel des Partners/der Partnerin ausruht.


    Ich kann weder das eine noch das andere Argument nachvollziehen und finde es einfach nur shice, dass alle gegenseitig versuchen, ihr Lebensmodell als das Beste darzustellen. Statt sich zu helfen.



    Wer kennt das nicht, daß man sich selbst hinterfragt und die Gegebenheiten.



    Ja. Finde ich aber auch gut so. Sonst lernt man ja nix. Das gelingt mir aber besser, wenn ich selbst mal wieder "runter" gekommen bin.


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    Wenn ich in einem Moment als Elternteil eines pubertierenden Kindes am Boden liege oder einfach nur sauer, genervt und überstrapaziert bin, hilft es mir nicht, wenn jemand, der nicht mal eine Ahnung von den Schuhen hat, in denen ich gerade rumlaufen muss, daher kommt und behauptet: "Hättest du mal vor zig Jahren mehr Zeit und Energie in die Bildung der Beziehungsebene gesteckt, dann könntest du jetzt mit deinem Kind reden und es würde sich nicht mit dem Handy ins Zimmer verziehen." :crazy


    Sowas finde ich empathielos. Gerade weil es auch Menschen gibt, die sich solche Schuhe gleich anziehen.

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    Egal ob Zombie oder nicht...

  • Hallo,


    butterblum, die Kurve wurde wieder gekriegt, drum schrieb ich zwischenzeitlich.
    Dieses schlechte Lüftchen war aber einen extra Thread scheinbar wert.

    Grüsse Tani :wink



    Du bist nicht das was Du sagst, sondern das was Du tust!

  • Bei manchen würde ich mir echt wünschen, sie würden einfach die Ignoriertaste drücken.
    Dass sich da überhaupt aufgeregt wird, nervt mich um ein Vielfaches mehr, weil nicht der eine Poster den anderen Thread zwischenzeitlich zerschossen hat,
    sondern die Poster, die darauf reagiert haben. Und das sind auch immer die gleichen.



    Ist angekommen.



    Also warum nicht ignorieren? Ist das so schwierig?



    Meistens geht es. Das ignorieren meine ich. Aber ja, manchmal ist es schwierig. Schrieb ich ja schon.



    Dieses schlechte Lüftchen war aber einen extra Thread scheinbar wert.



    Mir schon. Muss auf dich ja nicht zutreffen. Einfach ignorieren... ;-)

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    Ihr kennt bestimmt auch diese eine Person, die ihr bei einer Zombie Apokalypse sofort erschießen würdet.
    Egal ob Zombie oder nicht...

  • Geht man arbeiten, kümmert man sich nicht genug um seine Kinder, sondern nur um seine Karriere. Geht man nicht arbeiten, ist man das Hausmütterchen mit dem schwachen Ego, das sich auf der faulen Haut und dem Geldbeutel des Partners/der Partnerin ausruht.


    Derartige Sprüche habe ich aber nur von Frauen erlebt, mir oder anderen gegenüber. Fand ich immer strange. Noch nie hat ein Mann in meinem Umfeld meine damalige Entscheidung kritisiert.


    "Hättest du mal vor zig Jahren mehr Zeit und Energie in die Bildung der Beziehungsebene gesteckt, dann könntest du jetzt mit deinem Kind reden und es würde sich nicht mit dem Handy ins Zimmer verziehen."


    Guck mal auf deine Signatur, Lilli. :-D

  • Guck mal auf deine Signatur, Lilli.



    :D

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    Einmal editiert, zuletzt von Lilli ()