Mineralwasser vs. Leitungswasser

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  • Als Lehrer/Rektor wäre mir die Diskussion mit Eltern, die meinen, Leitungswasser sei Bäh und sie können machen was sie wollen, zu blöd. Entweder die Eltern ziehen mit, oder es gibt halt nichts zu trinken im Unterricht. In den Pausen können die Kids dann ja trinken, was Mami ihnen eingepackt hat. Klappe zu, Programm gestorben.

  • Ich sehe da gar kein Problem. Wenn Dein Kind kein Leitungswasser mag, bekommt es eben was von zu Hause mit. Was sollen die denn machen? Wasser wegnehmen? Das sollten die wagen bei mir.


    Diesen ganzen Mist mit dem leidigen Wasser trinken - ja oder nein, nur zu bestimmten Zeiten und welche Sorte, habe ich besonders während der Grundschulzeit durchexerziert bis zum Schulamt. Und damit war das Thema erledigt - für mich.
    Die Leiterin dieser Schule war noch so richtig eine vom alten Schlag und leider gab es noch genug Eltern, die es nicht gewagt haben, was zu sagen. Es fand es manchmal erstaunlich, was diese Person sich alles leisten konnte und gestandene Eltern nach ihrer Pfeife tanzten.

  • Als Lehrer/Rektor wäre mir die Diskussion mit Eltern, die meinen, Leitungswasser sei Bäh und sie können machen was sie wollen, zu blöd. Entweder die Eltern ziehen mit, oder es gibt halt nichts zu trinken im Unterricht. In den Pausen können die Kids dann ja trinken, was Mami ihnen eingepackt hat. Klappe zu, Programm gestorben.


    Wäre ja auch die sinnvollste Lösung.

  • Ich bin da echt nicht auf Krawall aus, ich möchte nur eine Lösung, mit der alle gut leben können. Wie gesagt, ich finde das Angebot gut in der Schule, auch mit dem Trinken im Unterricht. Ich kann den Entstehungsweg dorthin nur nicht ganz nachvollziehen,warum das Mineralwasser abgeschafft wurde, aber ich weiß aus Erfahrung, dass man es nicht allen Eltern recht machen kann. Mineralwassser wurde auch von den Eltern bezahlt, die Rechnungsabwicklung hat der Beirat übernommen.


    Kann man da nicht eine Lösung finden für die Klasse, dabei die Elternsprecher mit einbeziehen? Etwa, indem ein Trinksprudler für die Klasse angeschafft wird (vielleicht auch, indem die Eltern selbst zusammenlegen und für die Folgekosten aufkommen, d. h. regelmäßig neue Flaschen, neue CO2-Zylinder usw.)? Das wäre m. E. eine ökologisch sinnvolle Lösung und leichter durchzusetzen, als wenn man eine Lösung für die ganze Schule erreichen will ... das ginge dann wohl nur über einen fest installierten Wasserspender.

  • Wer sagt, dass Eistee ungesund ist? Ein Tee aus frischer Minze mit Apfeldirektsaft, Apfeltee mit Traubensaft oder Rotbuschtee mit Orangensaft kann lecker und gesund sein. :frag Eltern die Entscheidungsfähigkeit bzgl. des mitgegebenen Getränks abzusprechen, nur weil das Kind sagt, es hat "Eistee" in der Flasche, finde ich übergriffig.


    Ich würde Sprudelwasser mitgeben und nicht darüber diskutieren. Höchstens würde ich dem Kind einen Eintrag ins Hausaufgabenheft schreiben, indem ich dieses Vorgehen ankündige. Erklären würde ich nichts. Würde jemand meinem Kind das Sprudelwasser wegnehmen, käme von mir eine klare Ansage, dass ich das nicht dulde und dass ich, sollte es noch einmal vorkommen, mich ans Schulamt wende.


    Ich finde immer gut, wenn sowas angeboten wird, aber es sollte genau das bleiben: ein Angebot.

    Finde Dein Licht und finde Deine Schatten. Erst dann wirst Du zu Deiner Mitte finden.

  • .....solche Entscheidungen über die Köpfe hinweg zu machen und da in schwarz/weiß zu denken, geht heute in der Schule gar nicht mehr.... . Solche Regeln, die in die persönliche Freiheit eingreifen müssen ohnehin von der Gesamtlehrerkonferenz und der Schulkonferenz beschlossen werden. Nun hat man in der Grundschule allerdings das Problem, dass es von Schülerseite aufgrund des Alters keine Mitglieder in der Schulkonferenz gibt. Somit sind Abstimmungsvehältnisse eben 50/50 plus die Stimme der Schulleitung. In der Skundarstufe sieht das anders aus, da hat die Schule keine Abstimmungsmehrheit mehr (so zumindest in BaWü) .Das hat in der Tat den großen Vorteil, dass man sich im Vorfeld sehr genau Gedanken machen muss, was wäre mehrheitsfähig und was nicht. Nordlicht hatte ja schon ausführlich beschrieben, dass das so einfach eben nicht geht, hier solche Regularien zu erlassen.


    Interessant wird es, wenn sich KollegInnen dann nicht einheitlich an die Vorgaben halten....und das ist (leider) immer wieder der Fall, Kollegin A hält sich dran, Kollege B eben nicht. Und wie wird das (Fehl-)Verhalten der Kinder/Eltern letztendlich sanktioniert? Trinkverbot? Werden die Eltern zum Gespräch eingeladen? Dass man Kinder zu angemessener Ernährung erzieht ist gut, allerdings wird man mit solchen Maßnahmen Kinder aus den sogenannten "bildungsfernen" Schichten nicht erreichen..., die haben dann doch Geld dabei und besorgen sich den Zuckerflash am nächsten Kiosk oder Supermarkt.... :cursing:


    LG Mike

  • Ich glaube ich würde meinem Kind so eine Wasserflasche mit Einsatz kaufen, dann jeden früh die Flasche mit Sprudel füllen und Früchte mit dazu. Da soll dann mal noch wer wegen ungesund usw. kommen. Meine wären verdurstet, stilles Leitungswasser trinken die bis heute nicht.


    Den Sinn verstehe ich finde ich auch gut, aber wenn ich meinem Kind gesundes mitgeben, kann mich die Schule mal! :engel


    Den Einsatz eines Wassersprudlers halte ich für völlig sinnlos, weil es letztendlich dann immer nur die selben Eltern sein werden die die 7 Euro für die neue Patrone ausgeben, auch wer will für die gründliche Reinigung der Flaschen aufkommen? Der Sprudler muss auch mal desinfiziert werden, die Flaschen mal mit ner Essigspülung bedacht werden damit sie keimfrei werden. Wer soll das bitteschön machen?

    Es ist besser,
    ein eckiges Etwas zu sein,
    als ein rundes Nichts.

    Einmal editiert, zuletzt von Elin ()

  • Reden wir hier über eine Schule, die Unterrichtsstunden abhält, oder über ein Restaurant, eine Saftbar? Die Kinder sollen lernen und keine Teeküche betreiben.

  • Meine wären verdurstet, stilles Leitungswasser trinken die bis heute nicht.


    Ich würde wirklich zu gerne den Leuten, die meinen "Wenn sie Durst haben, trinken sie schon." meine Tochter in die Hand drücken und ihnen viel Freude bei der Umgewöhnung wünschen :D


    Bin mal gespannt, wie es hier weitergeht und hoffentlich gibt es ne Lösung, nicht dass am Ende echt noch heimlich am Clo oder einer Pausenhofecke mit Sprudelwasser gedealt wird :tuedelue

  • Reden wir hier über eine Schule, die Unterrichtsstunden abhält, oder über ein Restaurant, eine Saftbar? Die Kinder sollen lernen und keine Teeküche betreiben.

    :engel Den Sprudler hab ich nicht ins Spiel gebracht.


    Und meine hätten einfach das Wasser nicht getrunken, ist so. In der Pause wären sie nach Hause geschlichen, zu Grundschulzeiten lag die Schule 20m neben unserem Haus.

    Es ist besser,
    ein eckiges Etwas zu sein,
    als ein rundes Nichts.

    Einmal editiert, zuletzt von Elin ()

  • Bin mal gespannt, wie es hier weitergeht und hoffentlich gibt es ne Lösung, nicht dass am Ende echt noch heimlich am Clo oder einer Pausenhofecke mit Sprudelwasser gedealt wird


    Es geht doch ausschliesslich um die Zeit, während der Unterricht läuft!

  • Wir haben da auch so manches "erlebt".


    Im Kiga zum Glück nicht... da gab es Wasser... mit und ohne Blubber... Kranberger und Tee... sowie auch mal Schorle... wie bei uns zu Hause auch... der Kleine war aber auch nie ein großer Fan von Wasser... hab aber unterwegs immer nur Wasser dabei gehabt... und so gewöhnte er sich an den Wechsel.


    In der Grundschule hatten sie beim Großen die Wahl zwischen Medium und normalem Blubber. Beim Kleinen gab es Kranberger oder eben Klassik. Organisiert wurde es von den Eltern... und auch so abgesegnet... selbe Schule übrigens.


    Nun auf den weiterführenden darf der Kleine auch im Unterricht trinken... aber nur Wasser... könnte ja ne Sauerei geben. Beim Großen... andere Schule darf im Unterricht leider nicht getrunken werden.



    In der Grundschule bestand die Lehrerin auf gesunde Ernährung und hat somit Süßigkeiten als Snack "verboten"... Ausnahme waren die Geburtstage... und zu Hause gibt es eh nie vor dem Mittagessen Süßigkeiten.


    Es gab aber wohl sogar Fälle... in der Grundschule... da wurden schon Energiedrinks mitgegeben.




    Ich habe bei meinen Jungs beobachten können, dass sie sich... was die Ernährung angeht... immer "angepasst" haben... klar musste mein Kleiner keine Tomaten mehr im Kiga essen... nachdem er davon "spucken" musste... auf Süsses kann man durchaus verzichten und sie bekommen daheim auch nur Gemüse und Obst welches sie mögen.


    Ich würde beim Wasser keine Diskussion anfangen... eher im Gegenteil... versuchen sie daran zu gewöhnen... ich glaube, es ist für mich irgendwie ein "Luxusproblem".


    Klar kenne ich den Unterschied... aber es ist doch wirklich nicht "ekelig" oder gar gesundheitsschädlich.

    2 Mal editiert, zuletzt von Marian14 ()

  • Ich hab das so verstanden, dass die Kinder gar nix mehr mitbringen dürfen und ausschließlich Leitungswasser getrunken werden soll :hae:


    Im Eingangspost steht "Trinken während des Unterrichts". Und hier soll gelten, dass es nur Leitungswasser guter Qualität gibt. In diesem Kontext würde ich als Rektor/Lehrer sagen: Entweder so oder die Kids trinken nur in den Pausen. Auf gar keinen Fall würde ich mich da mit Eltern rumschlagen, die meinen ihre Kinder verdursten sonst.

  • Meine Frage, ob ich ihr eine Trinkflasche mitgeben kann wurde verneint. Aus hygienischen Gründen


    :hae: lächerliche Argumentation


    schulrechtlich nicht haltbar, dies stellt einen massiven Eingriff in die persönliche Freiheit eines Kindes dar....


    Sehe ich genauso.
    Ich würde ihr weiter das von ihr gewünschte Getränk mitgeben und ferdisch.
    Ihr das Trinken zu verbieten grenzt ja an Körperverletzung.


    Notfalls würde ich mal beim Schulamt anrufen ob diese "neue" Vorgehensweise rechtens ist.

  • Sie geht sieben Stunden pro Tag in die Schule/OGS...das sit ganz schön lang finde ich ohne Wasser.Meine Frage, ob ich ihr eine Trinkflasche mitgeben kann wurde verneint.


    Im Eingangspost steht "Trinken während des Unterrichts". Und hier soll gelten, dass es nur Leitungswasser guter Qualität gibt. In diesem Kontext würde ich als Rektor/Lehrer sagen: Entweder so oder die Kids trinken nur in den Pausen. Auf gar keinen Fall würde ich mich da mit Eltern rumschlagen, die meinen ihre Kinder verdursten sonst.


    Siehst du, sie dürfen nichts mitnehmen und es gibt im Unterricht UND in der Pause nur Leitungswasser und das kann es doch gerade bei jetzt warmen Temperaturen nicht sein. Es gibt Kinder, die wirklich aus Protest lieber gar nichts trinken würden. Ich habe so ein Exemplar daheim. Der gewöhnt man so einfach nix ab, die kämpft wie eine Löwin. Die andere ist einsichtiger und passt sich leichter an. Bei ihr wäre es kein Problem sie umzustellen.


    Es geht doch wirklich nicht um pappige Limo und Saft. Da könnte ich es wirklich verstehen, wenn das untersagt wird.