Mutter will in Großstadt ziehen... Weiterer Umgang.

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  • Würdest Du Affenhirn essen, nur weil es auf dem Tisch steht? Die Kinder haben das gleiche Recht "Nein" zu sagen. Und wenn das Essen nicht passt , ist es Aufgabe der Eltern einen Kompromiss zu finden! Warum? Ganz einfach, weil sie erwachsen sind und die Möglichkeiten haben, die Kinder noch nicht haben!


    So, ich greife dieses Thema nochmal auf...


    heute habe ich den Chef vom Cateringservice der Schule getroffen, wir haben uns über einen Event unterhalten und mir ist der Speiseplan der Schule in die Hand gefallen...


    Jetzt mal in die Runde derer die hier einen Kompromiss wegen dem Essen fordern bzw unterstellen dass ich deswegen nicht Erziehungsfähig bin:


    Die Schule bekommt 36 verschiedene Gerichte und 6 individuell (ohne Schweinefleisch) für muslimische Kinder. Es gibt aber KEINE Auswahlmöglichkeit, d.h. die Kids MÜSSEN das essen was der Cateringservice liefert...


    Von den 36 Gerichten sind ~28 dabei die Junior zu Hause NICHT essen will... Er DARF Nein sagen, bekommt aber auch in der Ganztagesschule nicht individuell gekocht oder darf sich etwas anderes heraussuchen...


    Alle Kinder MÜSSEN gemeinsam am Tisch sitzen, auch mein Junior...


    D.h. die Regeln die der Ganztagesschule gelten darf bzw soll ich zu Hause NICHT umsetzen???


    Sollte ich mich bei der Schule beschweren weil die Schule nicht auf die Bedürfnisse des Sohnes eingeht?


    Nein darf er bei mir auch sagen, Affenhirn bekommt er nicht serviert, wir kochen nach Rezepten die unserem Kulturkreis entsprechen, also auch keine Spinnen und kleine Wirbeltiere...



    lg Thomas

  • Ach Tom, häng dich doch daran nicht so auf. Lohnt es sich? Willst du hier Sympathiepunkte ernten?


    Das Essen ist doch nur ein Beispiel für die dir vielleicht fehlende Flexibilität in Bezug auf die Bedürfnisse deiner Kinder, die wir meinen in deinen Beiträgen herauszulesen.


    Reflektier dich für dich. Und dann änder was nötig ist. Eltern sein ist auch immer Testen und Lernen, niemals Stillstand, niemals Sturheit. Wenn du das für dich und deine Kinder verstanden hast, ist alles gut.

    I am a bear of very little brain, and long words bother me. (Winnie-the-Pooh)


    Ein Leben ohne Bücher ist nicht lebenswert. (Erasmus von Rotterdam)

  • Auswärts essen Kinder Dinge, die sie zu Hause verschmähen... völlig normal ;-) . Zu Hause ist eben ein Ort, wo man sein darf, wie man ist und trotzdem lieb gehabt wird.

    LG Campusmami



    Sonne muss von Innen scheinen :sonne


    Das Leben findet draußen statt :rainbow: .

  • gtom, der Punkt ist doch der, dass es so, wie es gerade läuft, nicht funktioniert. Woran auch immer das liegen mag.


    Meine Tochter hat was das Essen anbelangt eine mit ihren gerade mal vier Jahren ziemlich blöde Geschichte. Nein, ich koche nicht immer das, was sie will. Aber oft. Und wenn ich das tue, dann ist es trotzdem okay, wenn sie es nicht isst.
    Im Kindergarten muss sie noch nicht mal probieren. Mal isst sie, mal nicht.


    Meine Tochter wäre ohne Magensonde verhungert. Es war verdammt schwer, sie gewähren zu lassen. Ich habe Druck beim Trinken gemacht, weil mir das so wichtig war. Sie hat, von der Milch entwöhnt, ein halbes Jahr NICHTS getrunken. Das ist kein Witz. Angefangen hat sie, als ich aufgehört habe und mit ein bisschen Zeit.


    Beim Lesen deiner Schilderungen muss ich immer denken, dass dein Sohn krank ist. Aber es ist schwer, das zu akzeptieren, weil man ihm die Erkrankung nicht ansieht. Irgendwo kam das Beispiel, dass du einen Blinden ja auch nicht aufs Fußballfeld schicken würdest. Das fand ich ziemlich treffend.


    Wie gesagt, meine Tochter hat auch ihre Probleme. Und wenn ich sie überfordere, die Reize zu heftig werden, dann fängt sie an mich zu schlagen oder schmeißt sich von Spielgeräten. Also gehe ich an Grenzen, aber nicht darüber hinaus. Und dann will sie selber an Grenzen gehen, weil sie weiß, dass ich sie höre. Aber das war ein langer Weg mit viel Versuch und Irrtum. Und wir sind lange nicht am Ende, so viele Hürden.


    Du musst dich nicht rechtfertigen, du musst nichts erklären. Sieh dir deine Kinder an und finde mit ihnen heraus, wie es besser funktioniert. Das kann dir hier keiner sagen. Es sind deine Kinder und was beim einen geht, kann beim anderen in die Katastrophe führen.

  • Hallo Tom,

    D.h. die Regeln die der Ganztagesschule gelten darf bzw soll ich zu Hause NICHT umsetzen???


    Du darfst die Regeln der Ganztagsschule umsetzen, es gibt kein Gesetz, welches es Dir verbietet. Du darfst aber auch darüber nachdenken, ob die Regeln der Ganztagsschule, die für Durchschnittskinder gestrickt sind, für Deinen Sohn auch sinnvoll sind.
    Du darfst auch darüber nachdenken, ob diese Durchschnittskinderregeln bei Euch zu Hause auch zwingend umgesetzt werden müssen. Du darfst auch darüber nachdenken, ob Du Deinem Sohn außerhalb der Durchschnittskinderwelt, also zu Hause!, Regeln setzt die auf seine speziellen Bedürfnisse zugeschnitten sind, ihm einen geschützten Raum bietest. Darüber darfst und solltest Du nachdenken.


    LG Lotta, die Schulessen verweigert hat und akzeptiert, dass der Sohn auch nicht in der Schule isst

    edit: Rechtschreibfehler gefunden und korrigiert


    Nur wer einen Schatten hat, steht auf der Sonnenseite des Lebens!

    Einmal editiert, zuletzt von Lotta24265 ()

  • Du musst dich nicht rechtfertigen, du musst nichts erklären. Sieh dir deine Kinder an und finde mit ihnen heraus, wie es besser funktioniert. Das kann dir hier keiner sagen. Es sind deine Kinder und was beim einen geht, kann beim anderen in die Katastrophe führen.


    Ja, beim Junior habe ich das - für mein Empfinden - herausgefunden.


    Er braucht klare Ansagen, wenn ich ihm Aufgaben gebe dann muss er mich anschauen damit er diese Aufgabe auch versteht und ich mir Sicher bin dass diese bei ihm angekommen ist. Er darf nicht mit mehreren Aufgaben gleichzeitig überfordert werden. Wenn er Nervös wird muss ich ihm die Möglichkeit geben körperlich aktiv zu sein.
    Oma und Opa sind für ihn ein Zufluchtsort wenn es ihm zuviel wird. Er hat den Schlüssel für die Wohnung der Großeltern und darf dort jederzeit hin.


    Alles was an Erziehung läuft das erfolgt in kleinen Schritten...


    Für mich ist das eine schwere Aufgabe aber ich habe ein ausreichendes Zeitfenster um diese Defizite aufzuarbeiten und mich um ihn zu kümmern...


    Diese Aufgabe wird aber erschwert. Der Sohn wurde in der Ganztagesschule angemeldet. Dort kann die Schule - wie z.b. beim Essen - garnicht auf seine individuellen Bedürfnisse eingehen.
    Er kann sich einfach nicht in dieser Gruppe zurechtfinden.


    Also muss das was an Erziehungsarbeit ansteht irgendwie in den Zeitraum zwischen Schulende und dem Zubett gehen passieren... Das reicht ihm aber nicht bzw. führt entweder zu Stress und Überforderung oder aber dazu dass Erziehung nach seinen individuellen Bedürfnissen unter der Woche garnicht stattfindet...


    Als Elternteil hat man aber keine Chance gegen die Meinungen der Beteiligten. Das Jugendamt ist der festen Überzeugung dass die Ganztagesschule die beste Lösung für den Sohn darstellt.


    Dies mag auch auf den überwiegenden Teil der Kinder aus "Problemfamilien" zutreffen, beim Junior erachte ich dies aber für kontraproduktiv.


    lg Thomas

  • Dies mag auch auf den überwiegenden Teil der Kinder aus "Problemfamilien" zutreffen, beim Junior erachte ich dies aber für kontraproduktiv.

    Genau SO ein Satz......ist es u.a.. dass du hier so einen Gegenwind bekommst. ......


    Ganztagsschulen sind deshalb, damit die Eltern arbeiten können und die Kinder betreut werden, das hat ja wohl nichts mit Problemfamilien zu tun....


    :wand :kopf
    ne, ey

  • Das war auf die Empfehlung des Jugendamtes bezogen, nicht darauf dass Eltern arbeiten...


    Die Ganztagesschule ist eine "Standardantwort" der Jugendämter wenn strittige Fälle beim Jungendamt landen. Dadurch sollen Kinder aus problematischen Verhältnissen in den Wirkungsbereich der Schulen gebracht werden. Das macht auch Sinn wenn z.b. die Eltern Alkoholiker sind oder sich nicht um die Kinder kümmern können oder wollen...


    Diese Aussage ist NICHT darauf bezogen dass Eltern arbeiten und somit die Betreuung der Kinder sicherstellen...


    D.h. die Ganztagesschule ist eine Einrichtung die einerseits Eltern ermöglicht ihrer Arbeitstätigkeit nachzugehen, andererseits aber auch eben ein Mittel um Kinder aus problematischen Verhälnisen einen geregelten Tagesablauf zu geben. Im nächsten Schritt kommt es eben dazu dass Kinder nicht nur eine Ganztagesschule besuchen sondern ein Kinderheim...


    lg Thomas

  • Diese Aufgabe wird aber erschwert. Der Sohn wurde in der Ganztagesschule angemeldet. Dort kann die Schule - wie z.b. beim Essen - garnicht auf seine individuellen Bedürfnisse eingehen.
    Er kann sich einfach nicht in dieser Gruppe zurechtfinden.


    Es erfolgte doch bisher nur die Anmeldung. Noch ist er doch auf keiner Ganztagsschule, oder habe ich etwas überlesen?


    Gut auf einer Ganztagsschule bekommt der Sohn also nicht die Erziehung der Eltern. Auf einem Internat aber doch auch nicht. Auf einem Internat kann er zu. B. keinen Kontakt zu den Großeltern oder zu seiner Schwester mehr halten. Das bisherige Umfeld wird ihm entzogen und das soll sehr viel besser als eine Ganztagsschule sein?


    Und, was mich schon die ganze Zeit interessiert: Was hast du gegen eine Großstadt? Wann hast du und in welcher Stadt für wie lange gewohnt?

  • Doch, die KM hat ihn - ohne meine Zustimmung - vor längerer Zeit dort angemeldet und er besucht diese auch.
    Die Schule hat da einen Fehler gemacht indem sie die Unterschrift des Vaters "vergessen" hatte.


    Das Internat das ich mir angeschaut hatte ist auf solche Kinder spezialisiert, max. 8er Schülergruppen pro Klasse mit durchgängiger Betreuung durch Psychologen und Pädagogen.
    Dazu ein individuelles Sportprogramm und die Möglichkeit sein Lernpensum und den Aufenthalt flexibel zu gestalten...


    Was ich gegen eine Großstadt habe?


    Junior ist mit zuvielen Reizen überfordert, kann sich nicht mehr konzentrieren. Die Reizflut ist in einer Stadt größer als auf dem Land, ebenso bietet die derzeitige Wohnsituation ihm mehr Raum, ich kann ihn hier - wenn er z.b. körperliche Betätigung braucht - mal eben schnell reagieren und z.b mit ihm Radfahren gehen, Basketball spielen oder mit ihm ne Runde Schwimmen gehen...


    Er benötigt - falls er Nervös wird - dann individuelle und vor allem zeitnahe körperliche Betätigung, während die Kleine Tochter oben in der Wohnung spielt kann ich mit ihm unten Sport machen, das scheidet in einer Großstadt, in einer Stadtwohnung i.d.R aus, d.h. dort müsste Tochter ihr Spiel unterbrechen, sich anziehen und beide Kinder müssten z.b. auf einen Spielplatz gehen oder irgendwohin fahren wo man gefahrlos Sport treiben kann.


    Vereinssport reicht ihm nicht da Vereine eben feste Trainingszeiten haben die nicht dazu geeignet sind ihm zu den Zeiten in denen er tatsächlich Betätigung braucht diese zu bieten, Vereine haben eher einen sozialen Aspekt den man berücksichtigen kann...


    Wo ich gelebt habe?


    4 Jahre in Karlsruhe, 4 Jahre in Recife, 6 Monate in Atlanta, 5 Monate in LA, 6 Monate in Rio und etwa 4 Jahre ständiges Reisen von Stadt zu Stadt ohne festen Wohnsitz...


    lg Thomas

  • Hallo,


    wegen dem "Vergessen" der Unterschrift zur Schulanmeldung: die Schulen denken da grundsätzlich nicht dran - so meine Erfahrung. Die haben immer noch keine Standards für getrennte Eltern. Darum kann man da als BET schalten und walten, wie man will.
    Ich habe mein Kind (13) - erst kürzlich - wieder an einer Schule angemeldet. Bei KEINER hat irgendeiner nach dem Vater gefragt. Gut ich habe das ASR, somit auch ne Negativbescheinigung, wäre also kein Problem geworden.
    Bei GSR wird aber auch nicht gefragt, weil der BET nicht von selbst hergeht und sagt, ach da gibts ja noch nen Vater. Und die Schulen fragen von selbst nicht danach. Ist also einfach.
    Der Sohn meines LG (hat GSR) z.B. wurde auch einfach angemeldet an einer anderen Schule durch dessen Mutter. Als mein LG davon Wind bekam (3 Wochen vor den Sommerferien), hat er widersprochen. Geht auch und ist rechtswirksam - bei GSR natürlich nur.
    Man muss es halt VORHER auch wissen.


    Aber bei den Schulen fragt kein Mensch nach einem anderen Elternteil.
    Ich musste bei meinem Sohn jetzt auch nur die Busfahrkarten sowie das SEPA-Lastschriftmandat wegen dem Mittagessen unterschreiben. Anmeldung braucht es also nichtmal. Ich hatte aus Interesse extra mal nachgefragt, was mit der Unterschrift wegen Anmeldung ist: ach, das brauchen wir nicht. Fertig.


    Wegen der Ganztagesschule:


    Meine Erfahrung ist die, dass es immer gut ist, wenn Schule und Elternhaus irgendwo an "einem Strang ziehen". In Bezug auf das Essen: wir besprechen das zwar auch manchmal! was es gibt. Wenn Junior das gar nicht will, wird es auch nicht gekocht. Aber wenn der Essensplan steht und es ist ein Essen, wo er mal mault (kommt auch mal vor), dann wird das trotzdem gekocht, er isst es aber auch dann. Ich richte meinen Einkaufsplan auch nicht immer nach ihm. In erster Linie besprechen wir Erwachenen das. Aber ich muss auch dazusagen, mein Junior ist ein guter Esser und spontan fällt mir nicht wirklich ein, was er überhaupt so richtig verweigert hat. Aber selbst in so einer Situation (ich würde was kochen, was er hinterher verweigert), würde ich ihm gepflegt vorschlagen, sich ein Brot zu machen. Extra kochen...sowas hats bei mir noch nie gegeben und ich schließe das auch für die Zukunft aus. Wobei meiner jetzt in dem Alter ist (13), der kocht sich auch schnell mal selber was...Nudeln, Eier, Steaks usw. Aber wenn das Essen aufm Tisch steht, braucht es ihm auch nicht einzufallen, da noch was anderes rumzukochen.


    Grundsätzlich gehe ich da mit Dir Tom überein: gegessen wird, was auf den Tisch kommt (bei mir kommt aber nichts auf den Tisch, was nur einer grundsätzlich nicht mag). Bei neuen Rezepten z.B., und meiner würds nicht essen, heisst die Konsequenz: Brot schmieren. Ist dann halt mal so. Aber für mich heisst es dann, dieses Rezept wird nur dann gemacht, wenn er nicht da ist - z.B.

    Grüsse Tani :wink



    Du bist nicht das was Du sagst, sondern das was Du tust!

  • Hi!


    Ich finde interessant, wie der Satz "Gegessen wird, was auf den Tisch kommt" ausgelegt wird. Ich kenne ihn so: Gegessen wird, was auf den Tisch kommt und was auf den Tisch kommt, bestimme ich. Also derjenige, der den Satz ausspricht.
    Diese Person bestimmt den Einkauf, die Zutaten, wann es die Mahzeiten gibt und auf welche Weise sie zubereitet werden. Das Gericht kommt auf den Tisch und man hat keine Wahl. Man isst es oder läßt es. Satt werden oder hungrig bleiben.


    Sich wahlweise ein Brot machen zu dürfen weicht den Satz auf. Er stimmt dann nicht mehr. Denn ein Brot kam ja nicht auf den Tisch, sondern das bestimmte Gericht.



    Ich finde das sehr individuell. Meine Mutter hat das auch so gemacht wie von gtom beschrieben. Wir waren vier Kinder und sie wollte kein Chaos mit Broten schmieren und ähnlichen in ihrer kleinen Küche entstehen lassen. Auch grundsätzlich war sie ein Mensch, der gern anderen sagen wollte, was für sie das Beste ist. Sie hat nie nach unseren Lieblingsessen gefragt. Es hat sie denke ich auch gar nicht interessiert. Ich denke, sie wollte: Kein Chaos, ihre 4 Kinder durchbringen und meinen Vater, der eigentlich alles was sie machte und sagte negativ bewertet hat, irgendwie ruhig stellen.


    Für mich war immer klar: So willst du nicht leben. Nicht mit so einem Mann. Nicht mit so vielen Kindern, die man nicht zur Not auch allein großziehen kann.


    Ich bin mit meiner Tochter allein und leidenschaftliche Demokratin. Ich mag Mitbestimmung gern. Ich freue mich über den Luxus, ihre Meinung und ihren Geschmack anhören zu können. Ich freue mich auch, dass sie weiß was sie will. Ich freue mich über ein gemeinsames "ja, das schmeckt uns heute beiden". Wenn sie bei ihrem Vater ist, mache ich nur, was ich allein mag. Sushi, scharfe Soßen und Gemüsepfannen, Gambas in Knoblauchsoße, Schafskäse Antipasti. Das ist alles nichts für meine Tochter. Ich mag aber auch keine Süßspeisen zum Mittag, wie Griesbrei oder Milchreis. Das bekommt sie dann wirklich selten.

  • Bei der ganzen Diskussion wird eines vergessen:


    Die Auffassungen WAS für ein Kind gut ist und WAS nicht gehen wie auch die Einstellung zum Leben oft weit auseinander, dennoch bin ICH dagegen anderen Eltern zu Unterstellen sie würden etwas Falsch machen wenn es dort anders läuft als bei mir....


    Jeder Mensch hat einen gewissen Hintergrund, bestimmte Lebenserfahrungen gemacht die ihn prägen, die sein Handeln und sein Verhalten bestimmen.


    Was hier m.E nach fehlt ist Toleranz.


    Ich bin ein sehr toleranter Mensch, höre mir andere Meinungen an, höre mir andere Darstellungen an.


    Wenn ein Kinderpsychologe mir erklärt dass Junior ADHS hat und mit dem Medikament behandelt werden soll dann akzeptiere ich diese Meinung, ich MUSS davon ausgehen dass der Artz eine entsprechende Ausbildung hat und stelle diese erstmal nicht in Frage.


    ABER ich beobachte Aufmerksam die Auswirkungen, ich erlaube mir als Vater die Wirkung zu beurteilen. Hierbei betrachte ich die Fakten, höre mir die Auffassung meiner Eltern, meiner Schwester, der Schulpsychologen usw an und bilde mir dann eine Meinung zu diesem Thema.


    Und diese Meinung ist folgende:


    Ich kann und will nicht beurteilen ob Junior tatsächlich unter ADHS leidet, das ist die Aufgabe der Ärtze. Ich stelle aber einfache Fragen zu den Umständen die m.E. nicht zueinander passen.


    Wie z.b. Warum seine Leistungen schlechter geworden sind, die Aggressionen - trotz Medikament - zugenommen haben usw
    Ich hinterfrage warum er - in der Zeit in der er Montags und Dienstags KEIN Ritalin hatte - seltsamerweise keine Ausraster hatte...


    Das sind FRAGEN, keine Unterstellungen.


    HoneyB:
    Deine Kindheit scheint dich auch geprägt zu haben, oder? So wie ich das herauslese war deine Mutter unglücklich, dein Vater ein Tyrann. Dennoch hat sie es durchgezogen...


    Du reflektierst - und das ist völlig legitim - dein Leben auf deine Tochter, bist glücklich ob dem Luxus den ihr beide zusammen genießen könnt... Freut mich für Euch,


    Man sollte aber auch die andere Seite akzeptieren, Menschen wie deine Mutter die ihre persönlichen Bedürfnisse hinten anstellen, die die Zähne zusammen beißen und sowas über Jahree hinweg durchziehen...


    Ich selbst versuche Tolerant und Lösungsorientiert durchs Leben zu gehen. Wenn ich ein Problem habe dann suche ich Lösungen, verstecke mich nicht sondern arbeite daran.


    Und bei den Kids gab es manche Dinge die einfach zu lösen waren:


    Die Ex war aus dem Haus, ne Neue damals nicht ins Sicht. Gleichzeitig wollte ich für die Kids mehr Zeit haben und diese auch intensiv mit ihnen nutzen. Also lag es auf der Hand die anfallende Hausarbeit und die Organisation des Haushalts einer fulltime Haushaltshilfe zu übertragen.


    Darin sehe ich nichts bedenkliches oder was Negatives, es ermöglichte ein großes Zeitfenster das ich mit den Kids nutzen konnte... Und diese Entscheidung erachte ich als Legitim, den Gegenwind und die Argumente dagegen höre ich mir an, erlaube mir aber meine Sichtweise darzustellen...



    lg Thomas

  • Thomas,


    ehrlich gesagt glaube ich nicht daran, dass dein Sohn an einer wie auch immer bezeichneten "Krankheit" leidet.


    Ich habe folgende Erfahrung gemacht:
    Einem aus bestimmten Grund auffälligen Kind wird in der heutigen Zeit ruckzuck von irgendeinem - sorry - Idioten eine "Krankheit" angehängt.
    Ist diese angebliche "Diagnose" erst einmal im Umlauf, fragt kein Schwein mehr, ob sie tatsächlich zutrifft bzw., was diesen "Idioten" dazu befähigt, solche "Diagnosen" zu erstellen.
    Es wird einfach gelaubt, weil man eine Erklärung braucht.


    Nach meinem Dafürhalten leidet dein Sohn unter

    a.) dem Stress, den es in der Beziehung zwischen dir und der KM gegeben hat.
    Auch, als ihr noch als Familie gelebt habt, gab es nach deiner Schilderung sehr unterschiedliche Ansichten bezüglich der Erziehung der Kinder zwischen euch als Eltern.
    Das hinterlässt logisch Spuren bei den Kindern.


    b.) dem Stress, der durch die Trennung und die Trennungsfolgen auf ihn einprasselt.


    c.) dem Stress, den du verursacht hast, indem du ihm ausgerechnet in dieser Phase eine Next nebst Beutekindern präsentiert hast.


    Ich glaube, kein Kind auf dieser Welt steckt so eine geballte Ladung an ungeliebten Veränderungen in seinem engsten Umfeld einfach so weg. Hoffnungen bzw. Erwartungen, es könnte bei diesen Umständen keine Auffälligkeiten geben, halte ich persönlich für naiv und wenig einfühlsam.


    Dein Sohn bzw. deine Kinder reagieren, in meinen Augen, völlig normal.


    Anstatt den "Fehler" bei dem Jungen zu suchen und ihm auch noch eine "Krankheit" anzuhängen, solltest ihr, aber besonders du, nach meiner Ansicht, die Ursache für das Verhalten des Jungen bei euch bzw. du bei dir suchen.


    Ich glaube, der Junge braucht einfach nur Wärme!
    Nestwärme, Liebe, Zuneigung, Zeit, Freiräume, Vertrauen.


    Einen Papa, der mit ihm auf Bäume klettert,
    der ihm zeigt, er ist der tollste Sohn der Welt,
    der ihm Mut macht, Dinge zu tun, die er sich bisher nicht zugetraut hat,
    der mit ihm auf zugefrorenen Seen Löcher in das Eis kloppt, (auch oder gerade weil das sinnfrei u. gefährlich ist)
    der ihm einfach sagt, "Setzt dich auf den Fahrersitz und fahr das Auto selbst" (auf Waldwegen, wo das kein Schwein juckt),
    der mit ner Taschenlampe und nem "riesigen" Messer bewaffnet um 22.00 Uhr durch den Wald schleicht und nach Wölfen ausschau hält (natürlich gibt da keine, aber sie waren gerade noch da, weil man ja die Spuren gefunden hat ;-) ),
    der einfach zu nem Trecken, der gerade auf dem Acker fährt, hingeht und den Bauren fragt, "Nimmst du meinen Jungen ne Stunde mit, er möchte gerne mal mit im Trecker fahren?,
    der mit ihm aus Haselnuss einen Bogen und Pfeile baut,
    der mit ihm aus Rinde kl. Boote schnitzt und diese dann im Bach treiben lässt,
    der mit ihm Lagerfeuer macht und Würstchen an Stöcken grillt,
    der mit ihm in einem Sportboot in so einem Affenzahn über das Wasser donnert, das ihm die Mütze von der Birne fliegt und logisch darf der Kurze das Boot dann auch mal fahren,
    der ihn einfach in ein Segelflugzeug setzt (als Co-Pilot) und sagt "Schau dir diese Welt mal von oben an",
    usw, usw, usw.


    Erarbeite dir das Vertrauen deines Sohnes. Sei sein Vorbild, sein Held, sein Halt.
    Wenn du das schaffst, garantiere ich dir, hast du den umgänglichsten und liebsten Sohn, den du dir vorstellen kannst.


    Und, Thomas, vergiss diesen ganzen Kinderpsychologen-Scheiß.
    Niemand kennt deinen Sohn besser als du.
    Daher kann niemand ihm besser zur Seite stehen als du.


    LG

    Einmal editiert, zuletzt von bay-of-russel ()

  • bay-of-russel:


    Du sprichst mir aus der Seele...


    ich war mit ihm mehrfach im Kletterpark, in der Kletterhalle, oft im Schwimmbad, gemeinsam auf Bäume hoch, wir haben letztes Wochenende ein Haus aus Paletten gebaut, fahren Quad, Jetski, machen auch mal "dumme" Sachen, alles Dinge die er - nach meiner Auffassung - braucht... Lagerfeuer, Autofahren, selbst mal mit dem Jetski fahren, das darf und soll er alles tun...


    ER hat Nestwärme, Liebe und Zuneigung von mir...


    Das mit der neuen LG stimmt, ich habe mich verliebt, es funktioniert bei uns und ich habe - ehrlich gesagt - auch nicht an die Konsequenzen bei den Kids diesbezüglich gedacht.... Es war ja auch so dass sich das Zusammenleben erst nach und nach entwickelt hat, sie hat ja bis heute noch ihre Wohnung...


    Andererseits hatte die Ex ja auch die ersten 8 Monate einen Next, eigentlich der Trennungsgrund... Wie immer aber unterschiedliche Meinungen diesbezüglich, Sie erklärt die Kinder hätten den Next "nur als Freund" wahrgenommen, ich aber hätte ihnen gleich eine neue LG präsentiert... Wie gesagt, es war ein schleichender Prozess, zuerst sporadische Übernachtungen bei mir, seit einigen Monaten leben wir aber zusammen...


    Ich gebe zu dass dies für die Kids vlt zu schnell war...


    Edit: Was das ADHS betrifft ist es kompliziert gegen die Ärtzliche Meinung etwas zu unternehmen, ich bin darauf angewiesen über einen längeren Zeitraum diese Fakten zu sammeln und die Behandlung in Frage zu stellen, am 3.3 ist der Termin in der Spezialklinik, dann werde ich in absehbarer Zeit eine Diagnose haben...


    Auch auf die Gefahr hin dass ich jetzt eine eingefahren bekomme:


    Die KM macht das alles nicht, sie steht in ihren hochhackigen Schuhen top gestylt da, sieht geil aus, macht aber nichts in der Art mit ihm... Ihr Fahrrad steht seit 5 Jahren unbenutzt bei mir in der Halle, Lagerfeuer, Auspowern, Sport und dergleichen findet dort (bei der KM) nicht statt...
    Sie geht mit ihm zum Fussballverein, stellt sich neben das Spielfeld, wenn er rausgestellt wird weil er wieder gefoult hat, zieht sie ihn um und verschwindet mit ihm weil es ihr peinlich ist...


    Das ist ihre Art, sie lebt so, muss ich akzeptieren. Der Junior braucht aber genau das was du oben beschrieben hast...



    lg Thomas

  • Der Beste ist er vielleicht nicht, aber was er mit seinem Jungen alles macht, find ich gut.
    Die Mutter macht dies halt nicht (darfür bestimmt was anderes). Es ist legitim, das darszustellen.


    Dies Forum ist voll von Vorwürfen an den anderen ET. Hauptsächlich geschrieben von Frauen, die IHRE Erwartungshaltung an ihre Ex-Männer niederschreiben. Jetzt ist es halt mal andersrum.

    Grüsse Tani :wink



    Du bist nicht das was Du sagst, sondern das was Du tust!

  • Auch auf die Gefahr hin dass ich jetzt eine eingefahren bekomme:


    Ich würde es an deiner Stelle einfach sein lassen. Du wurdest unlängst in einer Schublade geparkt. Siehst es doch am erst besten Kommentar, obgleich du nie behauptet hast, dass die KM alles falsch macht - im Gegenteil - und schon 3x nicht hast du jemals behauptet, dass du keine Fehler hast und alles richtig machst. Die Meinung über dich ist in Beton gegossen.


    es ist sooo müßig...

  • wegen dem "Vergessen" der Unterschrift zur Schulanmeldung: die Schulen denken da grundsätzlich nicht dran - so meine Erfahrung. Die haben immer noch keine Standards für getrennte Eltern. Darum kann man da als BET schalten und walten, wie man will.



    Ich mache da ganz andere Erfahrungen, für meine 2 Burschen musste/muss ich immer eine Negativbescheinigung vorlegen.
    Bursche Nr 2 braucht einen Personalausweis und auch da wurde auf eine Negativbescheinigung bestanden, sonst kein Ausweis.


    Nur so zur Info, das, die BET können schalten und walten wie sie wollen, so ja nun auch nicht stimmt


    .

    Dies Forum ist voll von Vorwürfen an den anderen ET. Hauptsächlich geschrieben von Frauen, die IHRE Erwartungshaltung an ihre Ex-Männer niederschreiben. Jetzt ist es halt mal andersrum.


    Jupp und die Frauen werden alle gestreichelt und gebauchpinselt, arme Hascherle, nie nicht gibt es Gegenwind :lach








    Liebe Grüße


    Ute

  • Ratte,


    bei Ausweisdokumenten und auch Bankgeschäften/Kontoeröffnungen/Sparbuch usw. ist das was anderes. Ich hab die Negativbescheinigung auch beim Perso für Junior gebraucht. Junior musste den Antrag auch selbst unterschreiben.


    Bei Schulen habe ich in meinem ganzen Bekanntenkreis nicht einmal! gehört, dass da nach dem Vater gefragt worden wäre. Ich hatte mich damals mal umgehört wegen des Problemes mit der Schulanmeldung. Und das sind schon einige verschiedene Schulen.
    Mein Sohn war auch auf einer freien Schule - also mit Schulvertrag usw. - auch da nada....


    Wegen dem 2. Zitat:
    Gebauchpinselt werden Frauen auch nicht immer, das stimmt schon, aber so angegangen wie hier der Vater...das ist schon selten. Und ich bin ja auch schon ein paar Tage hier.

    Grüsse Tani :wink



    Du bist nicht das was Du sagst, sondern das was Du tust!