Die Registrierung ist wieder eröffnet! Wir begrüßen euch recht herzlich bei uns im Forum!
  • Ich habe einen Sohn der 16 Jahre alt ist.
    Bei ihm wurde schon mit 5 stark ausgeprägtes ADHS diagnostiziert.
    Er hat schon bereits mit 6 Medikamtente genommen es ging einfach nicht anders.
    Im Laufe der Jahre wurden die Probleme immer stärker.
    Er ist total Verhaltensauffällg
    Es hört nicht einmal auf !!
    Ständig klaut er der Familie größere Mengen Geld bricht Spardosen auf usw
    Geht zur Schule wie er will er lässt sich kaum noch bendigen
    Beleidigt mich nach Strich und Faden und Schreit ständig die ganze Bude zusammen und bedroht mich und lacht mich aus wenn ich Maßmahmen aufzeige
    Habe das Gefühl da stimmt was anderes auch nicht. Ist ständig draußen von früh bis spät
    Heute war er wieder nicht in der Schule bin berufstätig und Lehrer haben wieder angerufen.
    Wo er nach Hause gekommen ist haben ich gesagt er hat 4 Tage Stubenarrest, dann ist er wieder total durchgedreht
    er hält sich eh nicht an dem stubenarrest was will ich schon machen usw und er macht was er will sagt er.
    Der Arrest soll auch als Schutzmaßnahme dienen um ihn vor sich selbst zu schützen und die Dinge die er draußen vielliecht anstellt
    Der spricht als ob er total weg ist total im Rausch.
    Meine Fragen:
    Wie weit kann ein 16 Jähriger sich Erziehungsmaßnahmen wie Stubenarrest wiedersetzen?
    Er sagt er macht was er will und hält sich eh an nicht. Habe mal glaube ich gelesen man darf niemenden einsperren"Meine jetze natürlich nicht richtig einsperren mit zimmer Abschließen "
    aber wenn das so ist heißt es ja auch sie können rein und raus wie sie wollen und man hat keine Handhabe?


    Wenn das so wäre wie verhält sich das dann im Heim?
    Dann könnten sie ja auch rein und raus Maschieren wie sie wollen und sich gegen Erziehungsmaßnahmen wiedersetzen ?


    3. Kann ich meinen Sohn stationär aufnehmen lassen in einer Klinik in einer klinik auch gegen seinen Willen?


    was machen wenn er sich mit 16 gegen alles weigert?


    Sorry für Schreibfehler bin total nervös
    Hab auch noch eine Tochter die 9 ist muss auch an sie denken ständigt bekommt sie das ganze Theater mit ich weiß nicht weiter mehr
    Habe die ganzen Jahre alles versucht von Ergo bis Gespräche ständiger Kontakt zum kinder und jugendpsychologe allein schon wegen den Medikamenten.

  • Gehe zum Jugendamt und lasse Dich beraten.
    Evtl. Familienhilfe?


    LG janias

    Ich lebe in der Gegenwart,
    das Verweilen in der Vergangenheit verbaut mir nur die Zukunft. :tuedelue

  • Rede mit dem behandelnden Arzt ........... Der muss dann handeln bzw ihr gemeinsam. Bei euch kommen Pubertät und ADHS zusammen ..... Oftmals ein Riesen GAU.

    Einmal editiert, zuletzt von Floridalady ()

  • Mit ADHS kenne ich mich nicht aus, habe aber schon von Projekten gehört, wo Jugendliche mit ADHS in Wohngruppen speziell betreut und gefördert werden.
    Er käme dann für eine Zeit aus seiner gewohnten Umgebung heraus.
    So kann der Sohn und auch ihr erst mal Abstand zu einander gewinnen und überlegen, wie es weiter gehen könnte.
    Bei Stubenarrest ist der Junge auf sich alleine gestellt, ob das gut für ihn ist, bezweifle ich.
    Vielleicht fragt du mal das Internet oder einen Jugendpsychiater danach ?

  • Wende dich an den Jugendhilfedienst bei der Stadt/Jugendamt. Da kannst du erstmal alleine aufschlagen und dann auch gemeinsam mit deinem Sohn und eure Probleme schildern.
    Gffls. kann eien betreute Wohngruppe helfen - geschlossen sind die allerdings in der Regel auch nicht.


    Zuhause einsperren würde ich ihn nicht - das wäre mir zu heikel und hat wahrscheinlich auch keinen Lerneffekt.

  • Hallo du,


    die Gefahr, die ich sehe, wenn du ihn einsperrst ist, dass er abhauen wird ins Nirwana. Ein ADHS-Jugendlicher kann meistens in keinster Weise Konsequenzen abschätzen oder einschätzen. Eiegentlich braucht er eine Vertrauensperson, die ihm das nötige Selbstvertrauen gibt und ohne Druck/Maßregelung ihn in seiner Wahrnehmung erkennen lässt, dass er falsch handelt.
    Druck und Strafen lösen bei ADHS-lern immer das Gegenteil aus.


    Es gibt die Möglichkeit einen psychiatrischen Notdienst zu rufen, wenn er sich widersetzt. Dies muss aber mit dem Jugendamt abgesprochen sein und natürlich mit der Schule.
    Du musst eine enge Verbindung/Zusammenarbeit jetzt mit denen aufbauen, damit ihr gemeinsam mit Absprachen Lösungen findet.
    Natürlich gibt es ein therapeutisches Wohnen für die besonderen Kids, aber auch hier läuft alles übers Jugendamt.


    Versuche durchzuhalten und statt "Stubenarrest" auszusprechen, dich zu ihm zu setzen und verständnisvoll zu sagen "He Großer, was war los, dass du nicht zur Schule wolltest? Wie schlecht geht es dir, dass du so mir zeigst, dass was nicht stimmt? Ich höre dir jetzt zu!"
    Dies kann auf jeden Fall eine bessere Variante sein als Stubenarrest ;) , die ADHS-ler sind außerordentlich missverstandene Geschöpfe.


    Frage sonst auch beim Kinderschutzbund um Beratung, wenn du nicht gleich zum Jugendamt gehen magst.


    Kopf hoch! :troest

    Liebe Grüße Tinchen

    "Sacrificium Intellectus!"
    :-)
    "Ama et fac quod vis!"

  • Vielen Dank für die Antworten.
    Ich habe die ganzen Jahre viel geredet mit ihm und alles versucht, aber das Problem es fruchtet meistens nur sehr kurze Zeit.
    Schon ein Tag später ist alles vorbei und es wird sich an keine Absprachen gehalten.
    ich weiß selbst , dass Hausarrest nicht das Maß der Dinge ist, aber auf der anderen Seite zeigt es mir auch auf, wenn er sich nicht an meine Anweisungen hält , dass ich komplett die Kontrolle über ihn verloren habe !!Und das beunruhigt mich sehr.
    Es kann doch nicht sein , dass er an sich nichts mehr halten muss.
    Und was könnte denn mögliche Konsequenzen sein bei einem 16 Jahre altem Kind? Wenn nicht Hausarrest?
    Und was soll ich machen wenn sich allen Konsequenzen widersetzt wird und er mich überhaupt nicht ernst nimmt?
    Und auf der anderen Seite Kinder die in Heimen oder in Wohngruppen leben die haben doch auch bestimmte Zeiten an denen sie raus dürfen und nicht.
    Die können auch nicht rein und raus- maschieren wie sie möchten. Und wenn sie es trotztdem machen oder sich nicht an die Dinge halten hat es doch auch Konsequenzen und sie dürfen zum Beispiel nicht raus oder sie dürfen am Wochenende nicht nach Hause !!
    Wo ist da der Unterschied zum klassischen Hausarrest im Elternhaus??


    Mit freundlichen Grüßen

  • Hallo MarcoDo!


    Ich hab das Drama mit meiner großen Tochter durch.


    Meine Erfahrung in dem alter......loslassen und kontrolliert vor die Wand fahren lassen. Es muss richtig weh tun. Dir auch, aber ihm noch mehr.
    Einsperren, bestrafen, empfinden sie als Bevormundung und bewirkt genau das Gegenteil. Sie brechen noch mehr Regeln und überschreiten Grenzen.


    Schwierige Phase....Für alle Parteien.


    LG Lichtengel

  • (Später Kommentar, vielleicht wird er ja noch gelesen)


    Druck und Strafen lösen bei ADHS-lern immer das Gegenteil aus.


    a) Ich stimme zu, dass man mit Belohnung und in Aussicht gestellter Belohnung normalerweise weiter kommt.
    - z.B. "Wenn ich sehe, dass du dich in der Schule anstrengst, dann .... Ticket für Fußballspiel bei Lieblingsmanschaft, Konzertkarte für ..."). Und dann Schule engmaschig begleiten. Je nachdem, wo Schwierigkeiten sind, selbst helfen oder Nachhilfe etc.


    Aber Druck und Strafen gehören für mich auch zum Repertoire. Die Regel: "Wenn du deinen Schulbus verpasst, dann habe ich einen Tag dein Handy" hat bei uns dazu geführt, dass ich nicht jeden Morgen 30 Minuten lang antreiben muss.
    Wichtig: Sanktionen müssen angemessen sein, durchführbar, möglichst vorher angekündigt und dann auch konsequent eintreffen, wenn sie angekündigt wurden.
    Stubenarrest halte ich bei einem widerborstigen 16 Jährigen für kaum durchsetzbar.


    b) Gegen den Willen einen 16 jährigen stationär in die Psychiatrie einweisen zu lassen kann ich mir praktisch nur bei Eigen- oder Fremdgefährdung durch eine Erkrankung vorstellen. Sonst sehe ich in solchen Überlegungen wenig Sinn.


    c) Du darfst über all den Sorgen nicht vergessen, dich selbst im Auge zu behalten und dass dein Leben und das der Tochter in vernünftigen Bahnen läuft. Grundsatz: Was in der Familie funktioniert, muss erhalten, stabilisiert und aktiv gefördert werden. Das ist langfristig auch für den Sohn wichtig.


    d) Beim Sohn scheint der Karren schon ziemlich weit im Dreck zu stecken. Systematisches Schulschwänzen ist für mich ein Alarmsignal. Dabei bin ich eher skeptisch, wenn ein betreutes Wohnen schnell als Weg vorgeschlagen wird. Ob es dadurch besser wird?


    Ich würde von außen eine ganze Reihe von Dingen abfragen. z.B.
    - Wie kommt er denn in der Schule fachlich zurecht? Hat er Lernschwächen, die angegangen werden können, ist er auf einer ihm angemessenen Schulform, gibt es Mobbing, hat er für sich entschieden, dass er sich der Schule durch Schwänzen entzieht, weil er meint, dass er dort ohnehin keine Erfolgserlebnisse hat? Verhält er sich unangemessen gegenüber anderen Mitschülern, droht ein Schulverweis?
    - Gibt es Drogen- oder Alkoholprobleme? Probleme mit Kriminalität?
    - Kennst du seine Freunde, sind die OK?
    - Ist die Medikation gut eingestellt?
    - Hat er Vorstellungen, was er beruflich einmal machen will?


    Je nach Antworten müsstest du sehen, was du selbst hinkriegst und wo du Hilfe von außen brauchst. Den Vorschlag von mehreren hier, dies bei einer Beratungsstelle weiter zu klären, finde ich gut.

  • Du musst ganz, ganz dringend in die Beratung gehen ..... und ich will dir Mut machen, es gibt etwas, das nennt sich Neue Autorität, das Programm ist genau auf Fälle wie eure ausgelegt und es geht darum, gewaltlosen Wiederstand zu leisten, wieder in Kontakt zu treten, sich selbst Unterstützung zu holen und dann ohne Panik aus Sorge ums Kind zu Handeln.
    Ich drück euch allen die Daumen !

    Das Leben passiert jetzt :rainbow:

  • Lieber MarcoDo,



    auch mein Sohn (11) hat ein sehr stark ausgeprägtes ADHS in Kombination mit Zwangsgedanken und -handlungen. Momentan kommt er mit der Trennungssituation so überhaupt nicht zurecht, so dass er noch im Januar in der Kindertagesklinik der Kinder- und Jugendpsychiatrie einen Platz finden wird. Ist dies vielleicht auch eine Alternative für deinen Sohn?


    Der Sohn meiner Schwester (inzwischen ist er 30) hat aufgrund von ADHS ab seinem 16. Lebensjahr in einer betreuten Jugendgruppe gelebt. Dort hat er erst einmal gemerkt, wie gut es ihm zuhause gegangen ist. Für meine Schwester war es damals eine sehr schmerzliche Erfahrung, ihr Kind "abschieben" zu müssen, aber es ging einfach nicht mehr. Rückblickend sagen alle, auch mein Neffe, dass es wohl der einzig richtige Weg war.


    Hol dir Hilfe! Renn dem Jugendamt und der Kinderpsychiatrie die Bude ein und lass dich nicht abwimmeln. Toi, toi, toi!


    LG