Umgangsregelung uneinig

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  • Seiner ist (kam heute per Anwaltsbrief)
    Jedes WE zwei Kinder im Wechsel.
    Mo: der Kleine bis Abend
    Di.- Do dienzwei mittleren bis Abend
    Fr. Der Kleine bis Abend.


    Der Ältests kommt gar nicht darin vor... Sooo traurig, dass nicht alle Kinder gleich sind.


    Die Tag hat er auch so gewâhlt, dass jeweils keine Freizeitaktivitäten stattfinden, zu denen er fahren müsste.
    Alles gut durchdacht.


    Das ist doch ein komplettes Durcheinander..
    Immer alle auseinander.

  • Anwaltsbrief

    Ist der Vorschlag irgendwie - mit Hinblick auf's Kindeswohl - begründet ?


    Gibt es einen Hinweis auf denkbare Vermittler ? - Jugendamt / Caritas / Diakonie / EFL oder ähnliches ?

    Einmal editiert, zuletzt von Loewe_63 ()


  • Aber was ist dann, wenn ich am WE ausziehe und es keine Regelung gibt?


    Hallo Mischa05,


    dann bist Du ausgezogen und Ihr habt keine Umgangsregelung.
    Das ist per Se kein illegaler oder unmoralischer Zustand.


    In der Folge werdet Ihr Euch dann entweder einigen oder aber nicht.
    Wenn Ihr Euch nicht einigt, wird einer der beiden Elternteile dann eben irgendwann einen Antrag bei Gericht stellen und ein Richter wird entscheiden, was die Eltern nicht schaffen. Auch ohne Glaskugel wage ich vorherzusehen, dass ein Richter ungefähr das entscheiden würde, was Du sowieso vorschlägst. Das Verständnis für Rosinenpickerei und "ich will nicht alleine sein" wird vermutlich äußerst begrenzt sein. Ebenso wird es vermutlich keinen Grund geben, warum Du selbst nie ein Wochenende frei haben dürftest, bzw. nie ein Wochenende lang alle Kinder bei Dir haben dürftest.


    Das so genannte Wechselmodell kann man übrigens nicht erzwingen, egal welche Motive einer der Elternteile hierfür nennen möchte. In Eurem Falle dürfte die Durchsetzung sowieso bereits daran scheitern, dass Kindesvater sich außerstande sieht, mehr als zwei Kinder gleichzeitig um sich zu haben.


    Was genau befürchtest Du also?


    Warum nicht einfach mal davon ausgehen, dass nach einem Umzug mit den Kindern sich die Wogen ein wenig glätten werden weil das tägliche Beisammensein und die Spannungen wegfallen und sich dann eine Einigung finden lässt?


    Fragende Grüße
    FrauRausteiger,



    die den Anwaltsbrief jetzt erst einmal komplett ignorieren würde.

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    •» Cave quicquam dicas, nisi quod scieris optime. :rauchen «•
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  • HERZLCHEN DANK erst einmal an alle!!!!


    Ihr seid tatsächlich die ersten, die mich etwas beruhigen konnten


    Ich stehe gerade einfach völlig neben mir..
    Ich male mir die schlimmsten Szenarien aus, was alles passieren KÖNNTE...
    Die Angst lähmt einen geradezu...

  • Hallo Mischa05.


    Zur Beruhigung sei gesagt: rechtlich wird dir nichts passieren, wenn du mit den Kindern ausziehst. Der Umgang mit dem Vater wird sich allerdings verschlimmern, wenn ihr bis dahin keine Lösung gefunden habt. Da muss man abwägen.


    Ihr habt vier gemeinsame Kinder. Den Fall gibt es nicht oft und stellt euch vor die Aufgabe, eine nicht ganz so pauschale Umgangsvereinbarung zu findende. Logisch bei vier Kindern unterschiedlichen Alters. Ich würde versuchen ihn zu überzeugen, jedes zweite Wochenende alle vier Kinder zu nehmen und unter der Woche versuchen, seinen Aufteilungsplan auszuprobieren. Wenn er wirklich ein Wechselmodel anstrebt, dann muss er früher oder später die ganze Bande beherbergen können. Und den Kindern tut Exklusivzeit ja vielleicht ganz gut.


    Nebenbei gesagt, der Unterhaltsanspruch der Kinder erlischt nicht mit der elterlichen Vereinbarung zum Wechselmodel (das wird ehrlich so genannt)
    Wenn du den Unterhalt für die Kinder per Titel einklagen möchtest, der Vater diesen aber nicht zahlen will weil ihr ja im Wechselmodel betreut, muss er erst mal nachweisen, dass ihr euch die Betreuung genau hälftig teilt. Dann wird geguckt, ob ihr euch auch Dinge wie Arztbesuche etc. teilt. Dann, und nur dann kann vom Regelsatz abgesehen werden und ihr werdet einkommensgerecht Ausgleich an den anderen zahlen. Dieser beträgt dann aber vielleicht ein viertel des Mindestunterhalts? Schwierig dafür einen Anwalt zu finden.


    Zeig ihm, dass sein Plan nicht ganz so idiotisch ist und du dich einigen möchtest. Im Moment wird er Angst haben für vier Kinder voll unterhaltspflichtig zu sein, was auch ein enormer Posten in seinen zukünftigen laufenden Kosten ausmachen würde. Das Wechselmodel soll die Eltern nicht von Unterhaltsverpflichtungen befreien aber den Kindern die Elternteile so weit wie möglich erhalten. Wie ihr euch finanziell einigt ist, so wie die Umgangsvereinbarung auch, ganz euch überlassen.


    Grüße

  • Danke für eure umfangreichen Antworten!
    Ich war nun bei meiner Anwältin. Sie hat mich auch beruhigt und gesagt, dass sein Vorschlag abwegig ist.
    Ich werde nächste Woche mit den Kindern ausziehen. Dann werden wir meinen Vorschlag umsetzen...
    Ich hoffe sehr, dass das funktioniert.
    Meine Anwältin schreibt ihn erst wieder an, wenn ich weg bin. Vorher wird sie ihn auch nicht zu Unterhaltszahlungen auffordern.
    Und dann werden wir abwarten, was passiert.


    Ich werde alles an Möbeln etc hier lassen, da ich will, dass es hier für die Kinder so bleibt, wie es war.
    Ich nehme nur meine persönlichen Dinge mit.
    Der Rest musste alles neu besorgt werden.
    Ein Kraftakt. 150 Ikeapakete, die noch ausgepackt und aufgebaut werden müssen.


    Mein Mann fragt nicht mal nach, wie ich das alles bewerkstellige.
    Ohne die Hilfe von unglaublich vielen Freunden, wäre die Lage hoffnungslos gewesen.

  • Ich werde nächste Woche mit den Kindern ausziehen. Dann werden wir meinen Vorschlag umsetzen...

    Hallo Mischa05.


    Kurz noch die Frage, ob ihr deinen Plan im beiderseitigem Einvernehmen umsetzten werdet?


    Viel Glück.



    Ach ja, Anwälte bestreiten ihren Lebensunterhalt damit, Streitfragen wegen Aufenthalt, Umgang und Unterhalt vor Gericht zu tragen. Mit friedlicher Einigung ist jetzt Pustekuchen.

  • Mediation schließe ich leider völlig aus.
    Und nein...wir haben uns nicht geeinigt.
    Ich mache nun das, was mir die Anwältin rät..es nützt leider nichts.
    Ich wollte mich nie auf diese Art und Weise trennen. Leider habe ich keine Wahl.
    Und wie gesagt, wir wohnen so nahe beieinander, dass die älteren Kinder sogar mit dem Fahrrad fahren können.
    Und ich werde die Kinder nicht daran hindern zum Papa zu gehen.
    Das habe ich versprochen und daran halte ich mich auch.

  • du hast aber schon gelesen, dass er zuerst einen RA-Brief losgesendet hat und nicht zur Mediation will?

    Hallo thursdaynext.


    Ja, ich hatte gelesen, dass der Kindesvater zuerst Post von seinem Anwalt hat zustellen lassen. Wahrscheinlich tat er das, weil (und das hatte ich hier auch gelesen) es in der versuchten Mediation keine Einigung gab, Mischa05 möchte nicht von ihrem Plan abweichen und wird nun, nach missglückten Vermittlungsversuchen ihren Vorschlag umsetzen.


    Ich versuche mal aus deiner Frage die Motivation herauszulesen die da lauten könnte das es gut tut mit dem Finger auf einen vermeintlich Schuldigen zeigen zu können.


    Ich frage mich, warum Mischa05 nicht auf die Vorschläge des Vaters eingehen konnte, schließlich wächst man doch mit seinen Aufgaben und bei 4 Kindern ist es wahrlich nicht einfach, ein gelingendes Betreuungskonzept zu entwerfen. Schade...

  • Egal ob 2,3,4 Kinder oder wie auch immer. Am Wochenende nimmt man alle Kinder. Man kann die Kinder doch nicht ständig trennen. Damit wird er bei Gericht nicht landen und davon muß Mischa auch nicht abweichen. Ich finde ihren Vorschlag sehr kindeswohlorientiert, den des Vaters jedoch nicht. Dort kann ich nur erkennen, dass er es für sich am Bequemsten haben möchte. Ich kann nicht erkennen, wo Mischa Exklusivzeit mit jedem einzelnden Kind eingeräumt bekommt. Hier sucht der Vater sich seine Rosinen heraus. Es ist traurig, dass er 4 Kinder auf einmal nicht verkraftet. Ich habe 6 und betreue diese vorwiegend allein, klappt wunderbar. Ich habe eine Freundin, da wurde dem Vater das auch alles zuviel, und er wollte auch nur ein Kind nach dem Anderen am Wochenende betreuen. In Folge hat er dadurch das Sorgerecht verloren, weil dieses eben nicht dem Kindeswohl entsprach.

  • Ich gehe nicht auf die Vorschläge ein, da sie nicht dem Kindeswohl entsprechen.
    Und er ist sehr klug. Er macht nichts ohne Hinteegedanken.
    Und ich bin überzeugt davon, dass es ihm nur ums Geld geht.
    Er hat es selbst gesagt, dass er nixht bereit ist, für sovielmal Kinder zu zahlen, die er nie wollte.
    Und das ist soo traurig.
    Und es ist nicht so, dass er nicht zahlen könnte.
    Er will halt nicht. Und ich habe auch immer gesagt, dass ich niemals auf alles bestehen würde " was mir zusteht"
    Aber überleben muss ich halt auch.


    Und einen Vorschlag,indem die Kinder so aufgeteilt werden sollen, werde ich niemals akzeptieren.

  • Ich versuche mal aus deiner Frage die Motivation herauszulesen die da lauten könnte das es gut tut mit dem Finger auf einen vermeintlich Schuldigen zeigen zu können.


    So, so.


    Was ich eigentlich sagen will ist aber, dass ich mich ein wenig wunder, wenn du hier der KM vorwirfst nachdem sie ein RA-Schreiben bekommen hat mit einem Umgangsvorschlag, der sich nicht am Wohl der Kinder orientiert,( das älteste Kind kommt im wöchentlichen Wechselspiel nicht mal vor, und als Begründung hat: Der KV möchte nicht allein sein !), anwaltlichen Rat umgekehrt einholt, und nun erst mal diesen befolgt.


    Sie hat wohl glaubhaft dargestellt, dass sie nicht etwa dem KV den Weg zu Kindern verbauen will, sondern im Gegenteil an einer tragfähigen Lösung interessiert ist, in der alle Kinder gleichberechtigt vorkommen.


    Dass sie nicht einfach den Vorschlag des KV so annimmt, macht sie doch nicht automatisch zur kompromisslosen Kindesentzieherin, die in jedem Fall den Gerichtsweg gehen wird.


    Vielleicht war einfach der Vorschlag unannehmbar. :rolleyes2:

  • Soo. Der Umzug ist nun fast geschafft. Durch unfassbar viel Hilfe durch teilweise mir völlig fremde Menschen, ist das unmögliche geschafft.
    Innerhalb von drei Tagen wurde das ganze Haus komplett gestrichen. Alle Kinderzimmer wunderschön gemacht, alle Möbel aufgebaut.


    Es gab noch einen bösen Zwischenfall mit der Schwiegermutter, aber das hat mich und meinen Nochmann wenigstens in bisschen verbündet ;-)



    Naja..morgen wird dann alles fertig, sodass wir dann das erste Mal drin schlafen werden.
    Mein Mann ist gefasst und freundlich.
    Ich hoffe, das bleibt so.
    Er hat schon gesagt, dass er dann am Donnerstag alle nimmt, wenn ich arbeite.



    Morgen wird nochmal schwer, dieser Schritt tut allen weh.
    Auch mir..obwohl ich diejenige bin, die geht.

  • Was ich eigentlich sagen will ist aber, dass ich mich ein wenig wunder, wenn du hier der KM vorwirfst nachdem sie ein RA-Schreiben bekommen hat mit einem Umgangsvorschlag, der sich nicht am Wohl der Kinder orientiert,( das älteste Kind kommt im wöchentlichen Wechselspiel nicht mal vor, und als Begründung hat: Der KV möchte nicht allein sein !), anwaltlichen Rat umgekehrt einholt,

    Du hast es inzwischen sicher selbst noch einmal nachgelesen. Ich erwähne es hier aber noch einmal denn ich fühle mich von dir falsch verstanden: Ich habe Mischa05 hier gar nichts vorgeworfen. Ich fand und finde es schade, dass die Trennung und der Umgang so einseitig entschieden wurde. Dass die Möglichkeit der Mediation nicht genutzt wurde.


    Dass sie nicht einfach den Vorschlag des KV so annimmt, macht sie doch nicht automatisch zur kompromisslosen Kindesentzieherin, die in jedem Fall den Gerichtsweg gehen wird.

    Von Kindesentziehering sprichst du hier, ich nicht.
    Ich finde wir sollten es beim Thema Umgangsgestaltung und den Vorschlägen des Vaters so halten wie in einem verwandten Diskussionsstrang: Vielleicht sollte man einfach nur etwas mehr Zutrauen in die Fähigkeiten dieses erwachsenen Mannes haben, statt Feindbilder zu pflegen. Denn siehe da:

    Er hat schon gesagt, dass er dann am Donnerstag alle nimmt, wenn ich arbeite.

    Wird ja alles so, wie es sich Mischa05 erhofft hatte. Jetzt muss nur noch der Vater bei der Stange bleiben damit sie ihr Versprechen halten kann, ihm immer den Kontakt zu den Kindern zu ermöglichen.



    Grüße

  • Hallo,


    vielleicht sollte man auch berücksichtigen dass bei der Trennung viel Angst, Wut, Zorn und Enttäuschung eine Rolle spielen, dies erschwert die Suche nach einem Kompromiss.


    Unabhängig davon spielen finanzielle Aspekte eine große Rolle.


    Wie sah die Betreuung bisher aus?


    Wenn der EX selbständig war kann ich mir durchaus vorstellen dass er kaum Zeit hatte sich um die Kinder zu kümmern, die Synergieeffekte einer Familie fallen natürlich bei einer Trennung weg, d.h. das was ihr als Familie geschafft habt kann man alleinerziehend nicht stemmen.


    Ich kenne nicht wenige Selbständige bei denen der Samstag Regelarbeitstag ist und am WE wird die Büroarbeit erledigt. Das funktioniert oft nur weil die Partnerin den Selbständigen unterstützt.
    Wenn diese Unterstützung nun entfällt dann hat der Selbständige ein Problem.


    Kinderbetreuung ist dann mit massiven Einkommensverlusten verbunden. Weiterhin dürfte die gesamte Altersvorsorge der Familie durch die Trennung auf der Kippe stehen....


    Gruß Thomas