Note "mangelhaft" (5) im Fach Sport Mittelstufe 7. Klasse

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  • Ich denke, es kommt beim Sportunterricht drauf an, was gerade "Thema" ist....


    Bei Leichtathletik oder auch Schwimmen gibt es Tabellen über Zeiten, Entfernungen etc. nach denen benotet wird und so berrechnet sich die Note. Da hat der Lehrer dann wenig Spielraum, außer eben durch "mündliche Noten" für Mitarbeit diese etwas anzuheben.....


    Anders sieht es bei Ballsportarten, Bodenturnen etc. aus, denn da liegt meines Erachtens mehr im Ermessen des Lehrers wie er benotet....


    Aber grundsätzlich werden ja im Laufe des Halbjahres für einzelne Bereiche Noten abgenommen und die müßte Dein Sohn doch wissen, so dass die Benotung dann ja in gewisser Weise nachvollziehbar sein sollte.

  • So gebe jetzt auch mal meinen Senf dazu ab...


    Vorne weg ich war immer schlecht in Sport und zugegeben auch zu faul dafür :rotwerd


    Trotzdem hatte ich in schwimmen immer eine 3, da war ich noch annähernd motiviert und im "Hallensport" eine 4. Der Lehrer konnte mich recht gut leiden. :-D


    Geändert hat sich bei mir alles, als ich in die Oberstufe kam. Wir bekamen einen neuen Sportlehrer und dieser stellte direkt von Anfang an klar das er anders benotet. Bei ihm zählten nicht mehr können und sportliches Talent, sondern das regelmässige mitmachen und versuchen "sein" bestes zu geben. Das war das erste und auch einzige Mal das ich eine 2 in Sport hatte.


    Allerdings hatten dann manche unserer "Sportskanonen" tatsächlich die gleiche oder sogar eine schlechtere Note, dass kann man jetzt sehen wie man will :frag


    Aber Tatsache ist, viele die eher unsportlich waren, haben sich auf einmal wirklich bemüht und haben mehr und ordentlicher mitgemacht, als eben diese Sportskanonen.

  • Wenn nach diesem System allgemein in Schulfächern - gerade auch in der abiturrelevanten Oberstufe - vergeben werden würden, hätte ich aber einen echt dicken Hals ...


    Mit dem hier beschriebenen System bekommt wer, der sich im Sportfach vielleicht zwar bemüht, aber keine herausragende Leistung erbracht hat, über den NC Zugang zu einem Studium, das wem anders verwehrt bleibt, der in anderen Fächern hat rödeln müssen, in Sport mit gebremsten Schaum aktiv war, weil er eh die 100 Meter in 10 Sekunden läuft und jetzt die nötigen Punkte nicht erzielt (hat). Weil er in Physik nach Können und in Sport nach Bemühen bei Nichtkönnen beurteilt wurde, um es zu überspitzen.


    Schule ist schon eine Leistungsüberprüfung. Der eine leidet unterm Sport, der andere unter Physik. Der eine kann besser geistige Klimmzüge machen, der andere körperliche. Das wird am Ende bewertet. Das erwarten alle. Und wenn ich als Personaler im Abizeugnis einen Zweier sehe, möchte ich davon ausgehen können, eine Person mit einer gewissen sportlichen Affinität vor mir zu haben. Die an der Materie einen gewissen Spass hat und die Fähigkeit, sich diesbezüglich ein bisschen zu betätigen. Eine Person, die den körperlichen Ausgleich meinetwegen zum Büroalltag suchen wird und damit nicht so krankheitsanfällig ist.


    Wie ich vom Abizweier in Englisch erwarte, dass derjenige in der Lage ist, einen englischen Text sinnstiftend zu erschließen.
    Motivierende Noten mag ich in der Grundschule verteilen. Oder meinetwegen als ("mündliche") Teilnote der Gesamtnote. Aber nicht, um Leistungen zu erhöhen. Denn das demotiviert die anderen extrem.

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Das Schule Leistungsorientiert sein soll stimmt schon.


    Und Leistung haben wir ja auch gebracht, die die nicht so sportlich waren, halt so gut wie wir konnten.
    Die, die schlechtere Noten bekommen haben, haben auch oft nicht mitgemacht und sich lieber mit anderen Dingen beschäftigt als den Unterricht. Die dachten, dass wenn sie mal super Leistungen bringen und dann nichts tun reicht das... ist halt im Leben nicht so.


    Nur finde ich persönlich Fächer wie Deutsch, Mathe, Englisch etc. viel wichtiger als Sport. Als ich mich nach meiner Schulzeit beworben habe, wurde ich auf einige Noten angesprochen. Die Sportnote hat allerdings nie jemanden interessiert.

  • Hier war und ist die sportliche Not schon immer ein "großes" Thema.


    Meine Jungs sind sehr "ehrgeizig". Die Noten waren von der 1. bis zur 6. Klasse immer total unterschiedlich... meist 3 und beide waren/sind sehr unglücklich darüber. Sie sind sportlich... auch in Vereinen.


    Ich habe aber nie mit den Lehrern gesprochen... immer nur mit den Kindern. Ich sah da nie Handlungsbedarf. Ich habe versucht mir ein Bild zu machen und aus dem Hörensagen der Jungs fand ich es immer korrekt. Es wird so viel benotet, dass man am Ende schon eine ziemlich objektive Note herausbekommt.


    Mein Grosser hat auf dem Zeugnis dies Jahr mal eine 2 "ergattert". Nachdem ich aber einen Anruf der Sportlehrerin hatte... da er den Unterricht stört und sich geweigert hat am Volkstanz mitzumachen, hatte ich ehrlich gesagt mit einer 5 gerechnet.


    Die Zusammensetzung der Sportnote... ist in meinen Augen bei uns immer fair gewesen.



    Zu meiner Zeit bekam unsere 1 er Schülerin immer die obligatorische 4 auf dem Zeugnis!


    In meinen Augen hängt trotz/wegen meiner Erfahrungen auch "viel" am Lehrer (Sympathie z. B. möchte ich hier auch einfliessen lassen)... das denke ich zieht sichtbar wie ein roter Faden durch alle Fächer.

  • Meine Mittlere hatte immer ne gute 3 in Sport. Da durch eine Knie-OP und dauerhaften Schmerzen vom Arzt in den letzten 1 1/2 Jahren erst für 6 Monate und nun immer mal wieder sportlich aus dem Verkehr gezogen wurde hatten wir mit dem schlimmsten gerechnet, da ihre Sportlehrerin sehr uneinsichtig ist.


    Sie musste dann statt praktischen Sportprüfungen eine Hausarbeit über verschiedene Trainingsmethoden schreiben. Zusammen mit den 2 praktischen Prüfungen, die sie in dem Schuljahr machen konnte kam sie jetzt auf 13 Punkte... so gut war sie sonst noch nie ;-)


    Ich habe erlebt, dass es viel von der Sympathie, aber auch von dern sportlichen Vorlieben des Lehrers abhängt wie gut oder schlecht eine Note ausfällt.


    Wenn schon in den unteren Klassen die Sportnoten nicht nur aus Praxis, sondern eben auch aus Theorie zusammengesetzt wären, würden viele Noten sicher anders aussehen. Es gibt einfach Schüler die z.b. bestimmte Anforderungen nicht erreichen können (zu schwer, zu klein, zu ungelenkig oder eben verletzt), aber in theoretischen Grundlagen (Regelwerke, Sportarten, Trainingskonzepte u.s.w.) sehr viel wissen

  • Und Leistung haben wir ja auch gebracht, die die nicht so sportlich waren, halt so gut wie wir konnten.
    Die, die schlechtere Noten bekommen haben, haben auch oft nicht mitgemacht und sich lieber mit anderen Dingen beschäftigt als den Unterricht. Die dachten, dass wenn sie mal super Leistungen bringen und dann nichts tun reicht das... ist halt im Leben nicht so


    naja-
    im Mathe reicht es idR. immer 14 Punkte zu schreiben, um die auch auf dem Zeugnis zu bekommen :tuedelue
    bzw. im schlimmsten Fall (wenn man fast nie da war, und wenn, nicht mitgemacht hat) eine Kürzung auf 12 Punkte- (also Note 1 auf 2)
    Egal, wie bemüht und fleissig und mdl. mitarbeitet.... aus 3 Punkten in den Klausuren werden im besten Fall auf dem Zugnis 5-6 Punkte :brille


    da wird schon mit zweierlei Maß gemessen :frag


    Sport, Musik, Kunst, Philo und Reli sind so die "Wurschtelfächer" :brille
    der, der gut ist, behält sie- der, wo es etwas schwieriger ist, wählt sie ab.... Sport kann man halt leider nicht abwählen-
    von daher sind da viele Lehrer mehr, als nur großzügig- solange es der GK ist


    Persönlich glaube ich sowieso, dass mindestens 80% der (End-)Note vom Verhältnis Schüler/Lehrer abhängt :nixwieweg
    mal gewinnt man, mal verliert man :D
    in der Summe passt es dann oft (wenn auch nicht in den "richtigen" Fächern :lgh )

    Lieber Gruss


    Luchsie


    Dein Denken kann aus der Hölle einen Himmel und aus dem Himmel eine Hölle machen.


    Wem genug zu wenig ist, dem ist nichts genug. (Epikur)

  • Und um das noch mal klar zu stellen: es geht mir nicht um die 1 oder 2 im Abi, mit der man sich dann quasi den NC "erarbeitet". "Sport-Abi" haben zu meiner Zeit (wohlgemerkt: das sind meine Erfahrungen!) diejenigen gemacht, die zwar sportlich waren, ansonsten aber eher nicht die tollen Noten auf Grund entsprechender Leistungen "brachten". Aber ich glaube, dass es das reine Sport-Abi auch gar nicht mehr gibt, oder?


    Mir geht es um die Frage, ob eine 5 auf dem Zeugnis ein Kind / einem Jugendlichen motiviert, sich anzustrengen und sich Mühe zu geben. Meiner Meinung nach ist eine 5 in Sport ein persönliches Armutszeugnis des Lehrers. Sorry. Basta. Der Lehrer hat es nicht geschafft, den Schüler im Unterricht wenigstens zu Mindestleistungen zu motivieren. Denn dann ist eine 5 in Sport überflüssig. Meine Meinung. Okay, Meinung heißt nicht Wissen. :kopf


    Es gibt genug Jugendliche / junge Erwachsene, die ein Attest zur Befreiung vom Sport-Unterricht haben. Auch das sollte zu denken geben. Meine Meinung.