Bitte um Ratschläge in verfahrener Situation

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  • Ich versuche es kurz zu machen.


    Töchter 9(A) und 12(M). Ich muss über Pfingsten arbeiten. Täglich 7 bis 13.00 (wenn nichts dazwischenkommt.)
    Habe dann ja auch ein schlechtes Gewissen, geht aber nicht anders. Zum Ausgleich habe ich mir Dienstag frei genommen und uns mit Freunden für den Zoo verabredet.
    Jetzt wissen meine beiden natürlich eigentlich ganz genau, dass ich erwarte, wenn ich mittags nach hause komme, die Wohnung in einem halbwegs akzeptablen Zustand sein sollte. Zusätzlich wissen sie , dass spätestens sonntags ihre Zimmer aufgeräumt zu sein haben. Hatte sie Samstag Abend auch noch mal drauf hingewiesen .


    Soweit die Theorie. Jetzt zur Praxis. Es sah aus wie bei Hemples! Ich wütend, enttäuscht und müde Mittag gekocht und Predigt gehalten. Bin dann von 15.-18 Uhr zu meinem Bruder verschwunden mit der Ansage, dass sie bis dahin Zeit haben ihre Pflichten zu erfüllen. Ansonsten wurden wir nicht in den Zoo fahren .. Denn wir haben alle Pflichten und wenn wir die nicht zusammen erledigen können wir auch keine schönen Dinge zusammen erleben, denn dann bin ich zu müde dazu weil ich alles alleine machen muss.


    A war sichtlich beschämt, hat sich entschuldigt und hat Blitz blank aufgeräumt. M leider nicht. An ihrer Reaktion merke ich, dass sie der Meinung ist, dass das sehr wohl alles meine Pflichten sind . Jetzt habe Ich ja leider gleich mit dem Zoo gedroht und müsste das durchziehen, was mir schon leid tun würde, bzw überlege ich ob die Strafe angemessen (logisch) ist. Und wenn nicht, wie ich da wieder raus komme ohne mein Gesicht zu verlieren . :hae:


    Muss jetzt los. Bin auf euren Rat gespannt

  • Guten Morgen


    von eine 12 jährigen würde ich erwarten ,dass sie zumindest good will zeigt. Hat sie denn nun aufgeräumt? Wenn sie Machtspiele haben will,also nicht aufgeräumt hat, muß sie mit dem Echo leben. Sprich: Ich würde überlegen, ob ich die Kleine in den Zoo geben kann und die Große bliebe daheim. Wenn sie aufgeräumt hat, dann ist doch alles gut. Sie muß ja keine Begeisterungstänze aufführen.


    Allerdings finde ich auch, dass Du viel erwartet hast. Es ist ja eine Sache, aufzuräumen, wenn Du da bist. Aber Du bist nicht da, und die beiden sollen nicht nur Ordnung halten, sondern auch noch selbst motiviert aufräumen. Irgendwie war das zum Scheitern verurteilt. Nächstes mal sollte aufgeräumt werden, wenn Du wieder da bist. Natürlich sollen sie das eigene Chaos beseitigen. Aber da geht es doch schon los, wer hat was wo liegen lassen.


    Gruß

  • Tja, M ist 12, sprich Pubi :-). Unter Umständen ist Zoo nicht mehr so der Raufreißer für sie und Pubis darf man mit Logik ohnehin nicht kommen.
    Das einzige was bei meinen Sohn (13) hilft ist
    a) Stonierung der Taschengeldbezüge oder sonstige Wunscherfüllung die verweigert wird (Klamotten, PC-Zubehör, Gitarre etc.). Für einen Zoo-Besuch bewegt der sich nicht mehr, soviel ist mal sicher.
    b) Appell an den letzten Funken Empathie der da irgendwo noch unter den Hormonen wabern mag. Sprich ein 4-Augen-Gespräch, wiesoweshalbwarum die Hilfe erforderlich ist. Weil Mutti arbeiten muss und Unterstützung braucht. Sachlich rübergebracht, vorwurfsfrei. Das versteht er meistens noch.


    Was nicht funktioniert ist dieses Argument von wegen Pflichten, Arbeitsaufteilung etc. Vielleicht habe ich was falsch gemacht, weil in einer besseren Familienwelt mag das funktionieren. Ich hoffe allerdings darauf, dass auch er irgendwann älter wird, diese überhebliche Bock-Phase durch hat und wieder dafür zugänglich ist.
    Ansonsten kann er lang auf seinen Verstärker warten :bldgt:

    Einmal editiert, zuletzt von butterblum ()

  • Ich finde auch, dass Du grundsätzlich hohe Anforderungen an Deine Mädels hast.... auch wenn es aus Deiner Sicht natürlich verständlich ist.


    Ich dachte erst, dass es bei dem Thema darum geht, dass es ein Problem ist, sie so lange alleine zu lassen....
    In meinem Umfeld macht das KEINER, da in dem Alter nicht zumutbar!!!


    Und auch meine Tochter hat in der Zeit, wenn sie alleine war (in dem Alter) selten was erledigt. Sie hat erst mal lange geschlafen und dann fernseh geschaut oder gespielt.... aber das ist doch normal für das Alter!


    Ich seh es dann auch so, dass es noch eher bei der Kleinen funktioniert als bei der Großen, die voll in der Vorpubertät steckt (willkommen in der Realität).
    Ober Tierpark für sie noch interessant ist oder nicht, ist aus der Ferne schwer zu beurteilen, das kannst Du besser.


    Ich hätte dann nach der Rückkehr den Mädels sehr wohl erklärt, dass es so nicht geht und wenn sie was unternehmen wollen, dann jetzt aber ruck zuck alles erledigt werden muss..... nur.... ich wäre nicht weg gegangen, sondern da geblieben und hätte es zumindeest beaufsichtigt.....
    Wenn sie eh schon am Vormittag so lange alleine waren und es hat nicht geklappt, dann wird es am Nachmittag alleine wieder nicht funktionieren....
    Ist leider so!


    Ich hoffe, Ihr konntet Euere Situation klären und habt trotzdem noch einen schönen gemeinsamen Ferientag!

  • Ich dachte erst, dass es bei dem Thema darum geht, dass es ein Problem ist, sie so lange alleine zu lassen....
    In meinem Umfeld macht das KEINER, da in dem Alter nicht zumutbar!!!
    !


    Diesen Vorwurf find ich nun vollkommen fehl am Platze, klar man lässt die Kinder aus Jux und Dollerei alleine. :schiel


    Noch ein Schippchen drauf auf, meine waren in dem Alter genauso alleine und die Hütte steht und wurde nicht abgefackelt.


    Kinder können gut abschätzen wann man sich auf sie verlassen muss und sie wissen das man an Gegebenheiten wenig ändern kann.


    Was hat hoffnungsvoll denn für ne Alternative - Hartz4? Dann fällt Zoo usw gleich mal weg.


    hoffnungsvoll, ich versteh die Erwartung, aber ich glaub davon kannst dich verabschieden, dass funktioniert bei meinen bis heute nur bedingt und die sind 13 und 15. Das was ich durchgesetzt habe ist das Wohnzimmer und Küche nicht als Saustall enden, die Zimmer, hust, hust, hust......


    Ich glaube ich hätte den Ausflug gemacht, alleine aus dem Grund schon, dass ihr wenig Zeit miteinander habt/hattet - man braucht auch Zeit zusammen und der Haushalt rennt nicht weg, der wartet.


    Was bei uns funktioniert wenn wir alle zusammen was machen, ich putz das Bad in der Zeit saugt einer die Wohnung durch, der andere bringt Altpapier und gelben Sack in den Keller, da gibt es kein Gejammer das einer zu viel machen muss.

    Es ist besser,
    ein eckiges Etwas zu sein,
    als ein rundes Nichts.



  • STOP !!!


    Das kam jetzt völlig falsch rüber!!!


    In meinem Umfeld ist niemand alleinerziehend und alles Gluckenmamas, die ihren Eltern nichts zutrauen!!!


    Meine Tochter war in dem Alter auch regelmäßig in den Ferien alleine und das noch viel länger, denn ich mußte arbeiten.... es ging los als sie 8 war und ich war den ganzen Tag im Büro, zumindest für zwei Tage.....


    Es war also in keinster Weise ein Vorwurf, sondern ich bin davon ausgegangen, es kommt mal wieder die Frage, die "lieben Kleinen müssen alleine bleiben und was soll ich tun???"
    Darauf hätte ich dann antworten müssen, mir in dem Alter keine Gedanken machen, denn sie sind groß genug.....


    Ich hoffe, ich konnte das Mißverständnis jetzt aus der Welt räumen???

  • Hallo zusammen,


    so wie Elin es beschrieben hat klappt es bei uns meistens auch.
    Allerdings gibt es immer einen von den dreien der sich um die Arbeiten drückt und tickst und das ist immer der Gleiche.
    An diesem Problem arbeite ich schon lange :motz:
    Letztendlich hat nur die Abhängigkeit des Taschengeldes davon etwas gebracht.

    Da es sehr förderlich für die Gesundheit ist,

    habe ich beschlossen glücklich zu sein


    Voltaire

  • Jetzt wissen meine beiden natürlich eigentlich ganz genau, dass ich erwarte, wenn ich mittags nach hause komme, die Wohnung in einem halbwegs akzeptablen Zustand sein sollte


    das kann ich absolut nachvollziehen :Daumen
    Gemeinschaftsräume sind nun mal Gemeinschaft!


    aber, warum ist es Dir so wichtig, dass die (eigenen) Zimmer aufgeräumt werden?
    Ich habe vor einigen Jahren bei beiden Kindern damit aufgehört, mir den Druck anzutun :brille
    Wir alle leben besser damit, und hin und wieder :D räumen sie sogar von alleine, und verdammt ordentlich auf...
    Es sind ihre Zimmer und so ab 12 geht es los, dass mich das einfach nix angeht (solange es hygienisch ok ist-)
    bei 9 Jahren verstehe ich es noch, bei 12 wird es so langsam (für mich) weniger notwendig- die Kerndinge sind da ja schon gelegt-


    An ihrer Reaktion merke ich, dass sie der Meinung ist, dass das sehr wohl alles meine Pflichten sind


    und genau da würde ich auch "die Wände" hochgehen-
    das geht man gar nich, und da gehört dringend eine Klarstellung, was wessen Pflichten sind, und wo die eigenen Grenzen und Verantwortlichkeiten liegen...
    Den Zahn würde ich persönlich schnellstens ziehen, und auch konsequent umsetzen :daumen


    MEn. müsstest Du nun mit der 9jährigen in den Zoo, die 12 jährige bleibt zu Hause (was ihr vermutlich je nach Typ sowieso besser gefällt :crazy )
    echt blöd

    Lieber Gruss


    Luchsie


    Dein Denken kann aus der Hölle einen Himmel und aus dem Himmel eine Hölle machen.


    Wem genug zu wenig ist, dem ist nichts genug. (Epikur)

  • Prinzipiell solltest du überlegen was wirklich wichtig ist, wenn du arbeiten musst und die Kinder alleine Zuhause sind. Bei uns kommt es immer darauf an, wieviele Tage am Stück es sind. Und ich habe gemerkt, dass es besser ist, wenn ich eine kleine ToDo Liste zum abhaken mit Kind gemeinsam aufstelle. Wegen ein zwei Tage gibt es noch keine Aufgaben. Aber bei einer Woche gibt es durchaus Dinge zu erledigen. Manchmal bin ich schon froh wenn das Bett gemacht und die Rollläden hochgezogen wurden :ohnmacht: Mach Euch einfach weniger Stress.


    Nun zum eigentlichen Problem. Noch eine klare Absage an die Große und dann geht es auch im blödeste Fall ohne sie in den Zoo. Das ist doof, geht aber nicht anders. Das nächste Mal droht du lieber mit etwas was euch nicht als Familie die wenige Zeit zusammen vermiest. Bei uns zieht das Stundenweise Handyverbot immer noch am Besten.

  • Aber wäre es nicht doch eine Möglichkeit, in Hinsicht auf Familienzeit und da die Kleine ja ihre Aufgaben erledigt hat, den Zoobesuch stattfinden zu lassen mit der Erklärung, dass es sonst auf Kosten der Kurzen gehen würde und zukünftig in dem und dem Rahmen die und die Aufgaben erledigt werden müssten, sonst wären individuelle (also für jeden auf die Tätigkeit festgelegte) Taschengeldkürzungen die Folge. (Finde ich auch im Hinblick Arbeit=Geld als Folge nicht schlecht.)


    Für mich klingt es so, als wärest du mit deiner Konsequenz sowieso unzufrieden, ist es da nicht authentischer, genau das zuzugeben, aber, damit die "fehlende" Konsequenz keine Folge hat, eine andere zu nennen, die sich doch problemloser durchsetzen lässt?


  • und genau da würde ich auch "die Wände" hochgehen-
    das geht man gar nich, und da gehört dringend eine Klarstellung, was wessen Pflichten sind, und wo die eigenen Grenzen und Verantwortlichkeiten liegen...
    Den Zahn würde ich persönlich schnellstens ziehen, und auch konsequent umsetzen :daumen

    Ehrlich gesagt würde mich interessieren, wie die Reaktion die auf Pflichtverteilung hingewiesen hat, ausgesehen hat.
    Ich weiß sehr genau wie meine Pflichten aussehen (wurde gerade wieder drauf hingewiesen):
    - Füttern, wenn Speisen von E-Herd ("Was bist du für eine Mutter die ihr Kind verhungern läßt?" - Ja, eine Mutter die gerade die neue Folge GoT guckt, sry, Mann kann auch 20 Minuten warten).
    - Waschmaschine einstellen (Wäsche reinstopfen, aufhängen, abnehmen tut er selbst = geht alles wenn man Mann sauber gekleidet in die Schule will)
    - Getränke holen (hier springt er frohgemut ans Auto und bringt die Flaschen hoch = bildet den Trizeps, den er auch in der Schule zeigen will)
    Dann hat er auch noch ein paar Aufgaben (Kaklo putzen etc.), alles andere ist Verhandlungsbasis.


    Ich denke, wenn Kinder/Jugendliche das machen, bzw, nicht machen, hat das sehr viel mit Faulheit/Aufschieberitis zu tun. Dann kommt erstmal eine Weile nix. Und dann "Habz vergessen.", weil es so viele Sachen gibt die viel interessanter sind: Freundin quatschen, TV gucken, Fingernägel lackieren, Musik hören etc.pp. Wer denkt denn daran, die Geschirrspüle auszuräumen, wenn "Pink Wonder" auf die Nägel wartet?
    Ich bin Freitag an der Küche vorgelatscht, nachdem ich Sohn zum Einkauf einräumen abkommandiert habe, brems' ab: Kühlschrank sperrangelweit offen, Kühl- und Gefrierfach. Herbeizitiert, ob das jetzt unsere neue Klima sein soll. Sohn war mit dem Kopf ganz woanders, wollte alles nur huschhusch einräumen und wieder irgendeine Rockmusik hören. Soweit das er glaubt, dass es meine Pflicht wäre, Kühlschränke zu schließen denkt der garnicht, der war gedanklich bei Curt Cobain oder so :-). Ich glaube wir (pflichtbewußten, gezwungenermaßen) Erwachsenen interpretieren da oftmals nur was rein, was so nicht da ist. Ich habe früher auch viel Mecker von Muttern bekommen, aber ich habe wirklich nicht soweit gedacht oder es gesehen.

  • Vielen Dank an euch!


    Zur Erklärung :
    die Kinder sind nicht komplett alleine. Meine Eltern wohnen unten, mit denen frühstücken sie auch und sie können sich ansieht wenden falls etwas sein sollte. Aber ich würde sie in dem Alter auch alleine Zuhause lassen.


    es ging mir tatsächlich hauptsächlich um die allgemeinen Räume, das der Grossen interessiert mich auch nicht mehr wirklich, die Kleine muss mal aufräumen, weil sie sonst in ihrem Chaos untergeht und weil ich sonst nicht putzen kann (Haussatuballergie )


    M hätte es sehr getroffen nicht mit in den Zoo zu dürfen im Gegenteil zu Handyverbot und Taschengeldentzug


    Gegangen bin ich gestern Nachmittag, weil ich wirklich fertig war und ich evtl. Sonst Dinge gesagt oder geschrien hätte, die ich im nachhinein bedauert hätte


    Mein Problem war tatsächlich, das was Luchse richtig erkannt hat, ihre Einstellung ich wäre ganz selbstverständlich für alle Pflichten zuständig. Und das entschuldige ich nicht mit Hormonüberschuss.


    Von einer angedrohten Konsequenz zurücktreten ist auch nicht so mein Fall, aber sie hat sich heute Mittag glaubhaft entschuldigt und mir einen Brief geschrieben gehabt. Damit hat sie ihren Zoobesuch gerettet. Ich hatte sie sonst Zuhause gelassen