Wir und unsere Monster - Geschichten über Depression

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  • Liebe marzipan,
    fühl dich mal ganz fest gedrückt! :knuddel


    Und auch wenn sich das so blöd anhört, aber wichtig ist glaube ich auch, dass du einfach akzeptierst, dass es gerade richtig schlimm ist.

    Das klingt garnicht blöd! Ich finde das sogar total wichtig!


    Und was ich dir noch empfehlen würde:
    Hör auf zu kämpfen, zumindest für einen Tag mal. Lass alles stehen und liegen und tu dir Gutes.
    Verwöhn dich und wenn die Kinder da sind, die gleich mit.


    ich glaube ich entwickele langsam eine Sozial-Phobie

    Oder du hast die falschen Leute um dich! ;)

    If life fucks you, just lean back and enjoy! :brille

  • @ Kopf-Salat



    Deinen Post habe ich schon am Samstag gelesen, mir dazu Gedanken gemacht, meine Gedanken für unwichtig befunden, möchte aber aufgrund des anderen Freds antworten.



    Nein, du bist nicht verkehrt. Du kannst User ignorieren, wenn dir das Geschriebene nicht gut tut, das ist Eigenschutz.
    Du musst nicht konform laufen und nicht Everybodys Darling sein.


    Ich fände es doof, wenn du dich abmelden würdest, ich finde deine Beiträge immer recht erfrischend.



    Das Gefühl sich fremd fühlen, nicht dazu zu gehören, falsch und nicht am richtigen Platz zu sein, kenne ich nur zu gut.
    Ich fühle mich immer als Einzelkämpfer und fühle mich oft sehr einsam, tu mich schwer, Hilfe anzunehmen oder gar um Hilfe zu bitten oder mir etwas zu gönnen oder zugestehen.


    Forum - dies ist nicht das erste Forum, in dem ich rumgeistere. Foren sind manchmal diffizil, man kennt die meisten Personen nicht real, ich z.b. Kenne hier niemanden real, manchmal macht man sich viel Gedanken und bekommt keine Rückmeldung. Man sieht beim Geschriebenen keinen Gesichtsausdruck, keine Mimik, keinen Tonfall.
    So kann es manchmal zu Missverständnissen kommen. Ich Handhabe das mittlerweile so im Internet, manchmal schreibe ich, manchmal lese ich nur, manchmal Grenze ich mich ganz ab, je nachdem, wie ich es gerade kann.



    Was ich persönlich als bodenlose Frechheit empfinde, ist, wenn jemand aus diesem Thread Wortfetzen rausreißt und sie in einem komplett anderen Thread aus dem Zusammenhang gerissen darstellt.
    Nimm dir das bitte nicht zu Herzen, ich kann mir ansatzweise vorstellen, wie sich das für dich angefühlt haben muss.



    Und wünsche mir ehrlich, dass so etwas hier nicht mehr vorkommt.


    LG Jona

  • @Jona
    :thanks: für diesen Post... du hast es sehr gut in Worte gefasst... ich hoffe, dass es auch richtig ankommt.

    Einmal editiert, zuletzt von Marian14 ()

  • Ob das nun mein Monster ist? Und es ist jammern auf hohem Niveau ... irgendwie. Ach, ich nerve mich selber ... aber das hier zu schreiben hilft. Also ...


    Ich habe ein soziales Problem. Das heißt nicht, dass ich keine Leute kenne. Ich kann Smalltalk und ich kann auch tiefgründige Gespräche führen und ich treffe mich mit Leuten. Ich habe auch viele Muttis kennen gelernt, mit denen ich mich verabrede.
    Der heutige Tag ist stellvertretend für mein Gefühl, aber heute ist es noch viel absurder.


    Eine Bekannte, Freundin, Mutti, die ich über die Tagespflege kenne, hat heute ihren Geburtstag gefeiert. Wir waren da schon öfter und es war richtig toll. Ganz viele Leute, ganz viele Kinder, die durch den Garten liefen, Kuchen und Grillen und meine Kleine hat sich sichtlich wohlgefühlt, wollte gar nicht da weg. Ich kannte auch Leute, habe mich total nett unterhalten und es war richtig schön!


    Und mein Monster sitzt hier bei mir und erzählt mir, dass die mich bestimmt alle doof finden und die eine hat dort nur mit mir gestanden, weil sie sich nicht getraut hat, wegzugehen, und was denken die jetzt wohl von mir und was habe ich nur erzählt, war ich witzig und charmant genug, habe ich mich zum Vollhorst gemacht, bestimmt werde ich nie wieder eingeladen, weil ich peinlich bin und eigentlich keiner mit mir in Verbindung gebracht werden will.


    Und so.


    Ich krieg zuviel. Diese Gedanken habe ich eigentlich IMMER, wenn ich mich mit irgendwem treffe. Manchmal mehr, manchmal weniger. Manchmal richtig lähmend und ich komme gar nicht damit zurecht.
    Aber heute ist es so ein Quatsch. Ich habe wirklich nichts getan. Es ist nichts gewesen. Ich weiß das ganz genau. Und doch ist sie da, diese Stimme. Vielleicht weil ich Angst habe, es schön zu finden?


    Ich komme nach hause und denke: Vielleicht schaffe ich endlich den Durchbruch. Vielleicht kann ich es endlich genießen, mit anderen Menschen zu sein und tue es nicht, weil ich denke, dass man es halt muss (ein bisschen überspitzt formuliert, aber mir verlangen die meisten Kontakte mehr ab, als das sie mir geben, eben weil ich mich so anstrenge und so viel Angst habe ...)


    Kennt ihr das? Komme ich da irgendwann raus?


    Ach man, ich weiß. Umdenken. An mir arbeiten. Ich muss umlernen. Leute können es auch gut mit mir meinen. Wenn ich nicht vertraue, dann kann ich auch nicht lernen, dass es nicht missbraucht wird. Menschen können auch einfach nett sein. Ich bin nicht der Nabel der Welt und die anderen haben auch andere Dinge, über die sie nachdenken. Ich darf mich gut fühlen. Ich darf so einen Tag schön finden und mich freuen.


    Es ist so anstrengend. Ich komme mir so blöd dabei vor. Ich weiß, dass ich so nicht wirke. Wenn man mich kennenlernt. Und auch die Leute, die ich kenne, glauben es in der Regel nicht, wenn ich es denn mal ausspreche.
    Ich will ein Sozialleben. Ich brauche andere Menschen und ich will unbeschwert mit ihnen zusammensein.


    Boah, was ist denn nur falsch mit mir?!?

  • Nichts ist falsch mit dir. Du kannst davon ausgehen, dass bestimmt ein Viertel der Leute sehr aehnlich empfindet wie du.

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

    Einmal editiert, zuletzt von Volleybap ()

  • Tja, der "innere Richter".... Ich kenne das Gefühl nur zu gut. Und wehe, mir passiert der kleinste Fehler! Den hat wahrscheinlich keiner außer mir bemerkt, aber ich kann da nächtelang drüber nachdenken.


    Manchmal schaffe ich es, mir von dieser Stimme zu distanzieren: "es ist nur ein Gefühl", dann geht es ein bißchen besser. Aber nicht immer.


    Ist schon vorgekommen, dass ich gedacht hab, ich hab mich so daneben benommen, dass bestimmt keiner aus der Gruppe mehr mit mir reden will. Komischerweise waren alle danach wie vorher zu mir und es hat mich auch niemand jemals drauf angesprochen.... :hae:

  • Vielleicht kann ich es endlich genießen, mit anderen Menschen zu sein und tue es nicht, weil ich denke, dass man es halt muss (ein bisschen überspitzt formuliert, aber mir verlangen die meisten Kontakte mehr ab, als das sie mir geben, eben weil ich mich so anstrenge und so viel Angst habe ...)


    Kennt ihr das? Komme ich da irgendwann raus?


    Hallo Jul,
    mit dir ist absolut nichts falsch! Wie Volleybap schon schrieb: Ganz vielen Leuten geht es so oder so ähnlich, nur sagt es kaum jemand, weil alle sich schämen und denken, dass nur sie sich so fühlen.
    Und ja: Ich kenne das auch sehr gut!
    Mich strengt der Umgang mit anderen Leuten auch sehr an, aber es ist deutlich besser geworden. So zwischen 20 und 30 war es so, dass ich oft kaum was gesagt habe aus Angst, was "Falsches" zu sagen, und weil ich dachte, dass es sowieso niemanden interessiert, weil ich ja total langweilig bin. Die Anderen waren natürlich alle interessant, schlagfertig, lustig, cool, kontaktfreudig, hatten ihr Leben im Griff, hatten ein festes soziales Netz.....nur ich fühlte mich eben uninteressant, nicht wirklich dazugehörig und insgesamt minderwertig. Wenn sich jemand mal für mich interessierte oder sich gar in mich verliebte, konnte ich das gar nicht glauben, was will der ausgerechnet von MIR?? Trotzdem hatte ich Kontakte, denn ich wollte ja dabei sein, ich habe oft Leute besucht und war auf Parties, aber ich musste mich jedesmal richtig überwinden, hinzugehen. Die Angst war meine ständige Begleiterin, die Angst, nicht gut genug zu sein, etwas "falsch" zu machen und abgelehnt zu werden.
    Besser wurde es mit der Zeit dadurch, dass ich mich insgesamt nicht mehr so minderwertig gefühlt habe. Inzwischen weiß ich, dass ich nicht langweilig bin, dass ich in verschiedener Hinsicht auch meine Qualitäten habe, dass ich ich es "wert" bin, gemocht und auch geachtet zu werden. Auch wenn ich oft nicht so spontan geistreich und schlagfertig bin in Gesprächen (die besten Antworten fallen mir meist erst etwas später ein, denn noch immer blockiert die alte Angst ein wenig meinen Verstand, gerade wenn's drauf ankommt :crazy ) - aber es gibt Wichtigeres als das!
    Inzwischen bekomme ich sogar ab und zu mal ein Lob oder Kompliment für das, was ich bin und tue, und das kann ich jetzt auch annehmen ohne mich wie eine Betrügerin zu fühlen. Ich muss auch nicht mehr Jedem gefallen, obwohl ich meist doch einigermaßen freundlich bin, auch wenn ich mich ärgerlich fühle, aber das (möglicherweise schlechte) Urteil anderer Leute wiegt nicht mehr so schwer. Denn ich weiß ja jetzt, dass ich gut genug bin.


    Ja, der innere Richter, ein ganz fieser Schurke, der einem trotzdem immer wieder alles vermiesen will... Kaum unterläuft mir doch mal ein kleiner Schnitzer (oder was ich dafür halte), haut er mir das tagelang um die Ohren, obwohl ich ihn schon in eine Kammer ganz hinten verfrachtet habe, damit er mir nicht dauernd dazwischen quatscht. Losgeworden bin ich ihn umd seine Anklagen also noch nicht - und das ist ja auch in Ordnung, denn schließlich hat er seine Berechtigung. Nur übermächtig darf er eben nicht sein.


    Schau in solchen Momenten auf deine guten Seiten, auf das, was du kannst und bist. Dann schrumpft die Angst. Und halte dir vor Augen, dass andere Leute bei einer Gartenparty gar nicht beurteilen können, ob du "gut genug" bist, denn sie sehen schließlich nur einen kleinen Ausschnitt von dir und deinem Leben.
    Und ja, du darfst das Leben genießen, denn niemand muss ich das verdienen, das ist ein Grundrecht!

  • Es ist wieder soweit...


    Fang wieder an das Leben zu verfluchen, bin morgens unerträglich& schlecht gelaint& chronisch
    müde.
    Abends bin ich sleepless& kopfkino.
    Fragen: an mein Leben:
    Ist das alles mit 35?
    Arbeiten
    Alltag bewältigen
    Abends allein sitzen
    Bis ich sterbe?
    Ich schimpfe, ich schreie, hasse mich u fast sogar das Kind, aber er macht auch derzeit einen Schub.


    Zudem fehlen 2 Bezugspersonen aus der Kita. Jede Woche 22 Kinder auf 1 Erzieherin, hab danach selber ein überdrehtes Kind.
    Arbeite seit 4.8 durch und ohne Urlaub bis 22.12.
    Das Geld muss rein.


    Der kleine wächst & benötigt neue Schuhe.
    Alles erledigt.
    Ständig kommt was dazu.
    Hab so viel
    Im Kopf& kann das Leben nicht mehr geniessen.
    Zudem der Haarausfall, es. Macht mich unsicher& hab mich damit abgefunden für immer allein zu sein.


    Das ganze hätte ich mal anders vor 4 Jahren, kommt wieder hoch.
    Jeden Morgen wach ich auf& denke : oh nein, lass mich einfach so liegen& nur träumen.


    Die Arbeit bewältige ich& auch Sport, aber eigentlich, ist es zu wenig.
    Bin 35 u fühl mich wie 85.

  • Boah, ich muß das einfach endlich mal schaffen, ab morgen nächster Versuch....der wievielte schon? ständig wollte ich anfangen, dann war wieder irgendwas, kindergeburtstag, Weihnachten, Ostern, etc.......ausreden AUSREDEN und dieser scheiß schweinehund.


    und ich werde runder und runder und fühle mich aufgeblähter und aufgeblähter wie ein Ballon, fühle mich beschissen wie schon lange ncht mehr.....warum ist das nur sooooo schwer? Selbst das Rauchen aufhören vor 17 Jahren nach 15 Jahren Rauchen, war leichter uind ich bin nicht mehr rückfällig geworden.....


    Aber dieser verdammte scheiß Zucker, Gummibärchen , Schokoloade, Kuchen etc.......es ist einfach nur zum Kotzen.....


    ich fühlr mich so scheiße, meine Füße tun so weh, meine Knie, ich geh einkaufen mit Trolley und ich bin danach fertig für den rest des tages und kann mich fast nicht mehr bewegen....meine Hand tut meist heftigst weh....ständig Gedankenkreisel, LCHF- hoffentlich schaffe ich es, Neurologe jetzt der oder doch nciht der, Kinder, haushalt, Schmerzen,Stress, Behörden, Schule, PTBS, Depression, blöde Bemerkungen von meinem Vater, Isolation, Sprachlosigkeit, Müdigkeit, keine Themen haben mit anderen, was interessieren mich neue Vorhänge, Geschirr etc....., Chaos, Essen für mich kochen, Essen für die Kinder, dann mag der eine das schon weider nicht und der andere ißt das nicht, als ob ich hier Krösus wäre und ein Hotel leiten würde, aufräumen ist dann noch da nächste problem, keiner der kids fühlt sich irgendwie verantwortlich.....dieses ständige Auftragaufgeben kotzt mich an, kann man das ncht einfach sehen.......ggrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr........finanzielles , ständig jeden penny 100fach umdrehen, ständig nachrechenen, geht das noch oder nicht mehr, was geht noch, was nciht, ich habe es sooooooooo satt.


    ab morgen, wenigstens einen punkt schaffen, bei dem mir schon klar ist, dass es einige punkte um einige cm löst, trotzdem wieder angst zu haben, es nicht zu schaffen,


    Ich will das jetzt verflucht noch mal schaffen. :wand :wand :kopf :kopf :flenn :nawarte: ;( :rolleyes: - Ernährungsumstellung auf LCHF

    Einmal editiert, zuletzt von Kopf-Salat ()

  • War bis Mai d. J. 10 Wochen in Tagesklinik. Mir geht es jetzt gut. Finanziell läuft jetzt auch wieder alles richtig. War ein bisschen chaotisch (Krankengeld, Kindergeld). Jetzt hab ich sogar innerhalb von 3 Wochen die Lohnsteuer bekommen. Konto sieht wieder einigermaßen gut aus. Junior macht Lehre, scheint im letzten Jahr "gereift". Mit Freund klappt alles. Arbeit ist auch O. K. Normal müsste ich total glücklich sein. Aber: ich bin es nicht gewohnt, dass alles läuft. Zu oft hatte ich, wenn ich 2 Schritte vorwärts war, wieder Vorkommnisse, dass es 5 Schritte zurück ging.


    Ich könnte nur heulen und mache mir Gedanken, was alles schief laufen kann. Steigere mich richtig darein. Habe Angst um meine Kinder, um meinen Freund. Ich kann einfach nicht genießen, dass es mir gut geht. Bin ich jetzt total bekloppt?

  • Du kannst dir aussuchen, ob das eine grundsätzlich depressive Lebenseinstellung ist - oder eine gute und wichtige Vorsichtsmaßnahme deiner Seele: Aus vergangener Erfahrung heraus bist du vorsichtig und gewöhnst dich erst langsam daran, dass das Leben langsam in normalen Lebensbahnen verläuft.


    Letzteres ist eigentlich "der Klassiker" bei Menschen, die so richtig und längere Zeit und mit verschiedenen Ursachen durchgerüttelt worden sind. Dem Leben zu vertrauen, muss man auch erst wieder ein bisschen lernen.
    Was du erlebst, ist also beileibe nicht außergewöhnlich, sondern ein ganz normales Empfinden. Hier bringt aber die Zeit sehr viel. Längere und gute Erfahrungen machen einen sicherer, ein bisschen mehr Vertrauen zu finden. Man braucht aber ungefähr so viel Zeit, Vertrauen zu gewinnen, wie es Zeit gedauert hat, dieses Vertrauen zu verlieren. Beides könnten jeweils Jahre sein. Aber derzeit stimmt der Weg, schreibst du. Damit geht es Schritt um Schritt nach vorne.
    Wichtig wäre, mit deinem allernächsten Umfeld zumindest darüber zu sprechen und auf deinen Weg und die Gefühle hinzuweisen.

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Hatte von 1995 an Stress mit Ex. Habe mich nach vielen versuchten Trennungen 2005 von Ex getrennt. Die Kinder, damals in der Pubertät, waren sehr schwierig. Ich musste 7-Tage Woche arbeiten/Nebenjob machen, weil ich sonst nichts im Kühlschrank gehabt hätte. Dez. 2011 bekam ich einen vernünftigen Job, allerdings 2 Schichten. 2012 war Ex mit 49 Jahren gestorben. Ich musste die Kinder auffangen und feststellen, dass älterer Sohn massive Drogenprobleme hatte. Der jüngere verweigerte die Schule. 2012 bin ich das erste Mal "umgekippt". Danach die Jahre hat immer alles funktioniert, ich war aber schon angeschlagen. War jedes Jahr mindestens 8 Wochen krank. Nach der Tagesklinik geht es besser, man hat gelernt, auch mal auszuspannen und sich nicht mehr für die ganze Welt verantwortlich zu fühlen. Ich hatte den Kindern immer zu viel abgenommen. Dadurch war gerade der Jüngere sehr unselbständig. Jetzt wird er 22 und so langsam klappt das.


    Ich glaube, dass die Depressionen bei mir durch permanente Überlastung kommen. Ich bin kein Pessimist, aber das Leben hat mich geprägt. Glaube aber, daran, dass es einem besser geht, gewöhnt man sich gerne dran.

  • angstzustaende.........


    ich komme grad nicht klar mit mir selbst, ich habe angst. und das boese wesen ist da, also mein monster.


    ja ich habe morgen ein termin beim arbeitsamt
    niemand der mich begleitet
    ich habe mich die letzten monate krankschreiben lassen bis september
    aber es geht nicht auf dauer-das weiss ich


    wie stellen die sich das vor? das letzte gespraech hoer ich noch bis heute. und kam da heulend raus.
    ich koennte der meine situation erzaehlen.
    aber was dann?
    zudem habe ich auch angst, das es heisst ich kann mich nicht um die kinder kuemmern.
    wie soll so ein mensch das verstehen?
    das es doch geht, mir nur enge raeume, zugfahren und sowas panik macht, manchmal.
    das manche tage nix geht.
    ich schwitze auch wenn es sau kalt ist.


    hilflosigkeit macht sich breit. ich pack das nicht, ich kann da nicht hingehen. ich schaff den schritt nicht.


    mir ist richtig schlecht vor angst, ich dreh mich im kreis.........


    es gibt schlimmeres, man kann nicht immer nur davon laufen, das geht nicht.
    keine ahnung wie ich das packen soll. wie ich es schaffen soll.......


    ich schaffe keinen schritt vor oder zurueck......meine haende fuehlen sich wie taub an.........


    und immer wieder laufen mir traenen uebers gesicht.........

    Kinder die geliebt werden, werden erwachsene die liebe schenken koennen.


    [font='Tahoma, Arial, Helvetica, sans-serif'] "In meinem Leben habe ich unzählige Katastrophen erlitten. Die meisten davon sind nie eingetreten."

  • Marzipan, das hört sich schlimm an bei dir. Leider kann ich dir nicht mehr helfen, als dir zu versprechen, dass ich morgen an dich denken und dir viel positive Energie schicken werde. Hoffentlich wird es besser, als du es befürchtest!

    Ich bin eine Mutter - und was ist deine Superkraft?

  • Marzipan, das hört sich schlimm an bei dir. Leider kann ich dir nicht mehr helfen, als dir zu versprechen, dass ich morgen an dich denken und dir viel positive Energie schicken werde. Hoffentlich wird es besser, als du es befürchtest!


    danke, das ist ganz lieb von dir........den gedanken werd ich morgen mitnehmen :blume




    marzipan, kannst du denn zu einer Thera?( drüber reden)?


    nein leider nicht
    warte auf den termin beim neurologen (im januar) mit glueck komm ich frueher dran (wenn jemand abspringt).........
    und dann weiter sehen.

    Kinder die geliebt werden, werden erwachsene die liebe schenken koennen.


    [font='Tahoma, Arial, Helvetica, sans-serif'] "In meinem Leben habe ich unzählige Katastrophen erlitten. Die meisten davon sind nie eingetreten."

  • :-( Januar.. na super..
    Meine Thera hat mir mal gesagt, es gibt akut ambulanz, wenn Gesprächsbedarf besteht.
    Gibt es sowas evt bei euch in der Nähe?

  • Marzipan. Ich kenne die Situation. Ich kann das nachvollziehen. War eine Zeitlang Aufstocker. Mir war 3 Tage speiübel, wenn ich aufs Amt musste, obwohl die sehr freundlich und zuvorkommend waren. Mir hat geholfen, einfach zu denken:


    Ich mache das für die Kinder, damit die was zu essen haben


    Darüber hinaus hab ich mir einfach vorgestellt, was ich nach dem Termin mache. Also wenn um 10 Uhr der Termin war, hab ich ganz fest gedacht und mich darauf konzentriert: um 11 Uhr hast du es überstanden und trinkst dann einen Kaffee. Dadurch, dass ich mich auf den Kaffee konzentriert hatte, empfand ich die Situation als nicht so schlimm. Oder denk an irgendein Lied.

  • Momentan geht es mir nicht gut, aber ich mag jetzt gar nicht weiter ausholen...ich weiß, es geht vorbei. Wie immer, man muß nur weiter machen, Krönchen richten, aufstehen, weiter machen, Tag für Tag, Schritt für Schritt, nicht aufgeben.


    Ich habe noch nie an aufgeben gedacht, ich liebe das Leben, es braucht sich also niemand Sorgen zu machen.


    Aber ich muß es einfach mal sagen: Ich hab es SO SATT nicht aufgeben zu können!!! Es widert mich einfach nur an, immer stark sein zu müssen, es ist so anstrengend, mein ganzes Leben schon!!


    Diese Gefühle, ständig dieses Auf und Ab, Freude, Hoffnung, Liebe, Glück, Trauer, Schmerz, Betrübtheit,


    Ich wünschte, ich könnte es einfach mal für ein halbes Jahr ausschalten. Nur leben, nichts fühlen. Keine Traurigkeit, keine Wut... einfach mal eine Verschnaufpause. Einfach mal ein halbes Jahr lang nicht aufstehen und Krönchen richten, nicht vernünftig sein, sich nicht kümmern müssen, einfach abschalten... dann steh ich auch wieder auf, versprochen.

    Wer sich den Gesetzen nicht fügen lernt,

    muß die Gegend verlassen, wo sie gelten.

    (Johann Wolfgang von Goethe)