Wir und unsere Monster - Geschichten über Depression

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  • So, möchte mich hier auch mal zu Wort melden.


    Seit 11.1 bin ich in der psychiatrischen Tagesklinik. Morgen beginnt meine letzte Woche dort. Seit ich meinen Entlassungstermin kenne, geht es mir wieder schlechter. Ich habe wieder Herzstolpern und bin viel müde und antriebslos.


    Aber jede schöne Zeit muss mal ein Ende nehmen. Ich freue mich auch auf meinen eigenen geregelten Tagesablauf. Ich hoffe ich habe genügend Skills an die Hand bekommen um mich aus dem nächsten schwarzen Loch wieder selbst zu befreien.


    Ich werde eine Hilfe für Zuhause bekommen, die mir im Haushalt etwas helfen wird und mir auch hilft Freizeitaktivitäten mit und ohne Kinder zu finden. Positive Sachen, wobei wir entspannen können.


    Innerhalb der nächsten 2 Jahre ist geplant das ich es schaffe einen 450€- Job "auszuhalten".


    Meine Medikamente werde ich noch lange weiternehmen müssen. Ein Psychiater wird sie mir verschreiben, weitergehende Diagnose machen etc.
    Dazu wird dann noch eine Psychologin kommen, die meine langwierigen Sachen mit mir aufarbeitet.


    Einmal die Woche gehe ich in eine Tagesstätte für seelisch behinderte Menschen und auch einmal die Woche werde ich mit meiner Freundin zur Aqua- Fitness gehen.


    Ich habe in den 12 Wochen wunderbare Menschen kennengelernt. Wir sind eine nette Gruppe geworden und werden in Kontakt bleiben :)

  • Mir geht es gut. Eigentlich.
    Genau das stört anscheinend mein Monster, immer wieder.
    Denn es will Aufmerksamkeit und nicht in die Schublade gesteckt werden. Es ist einfach durch all die Jahre gewohnt, die Oberhand zu haben.


    Das wurde mir die letzten zwei Wochen wieder sehr bewusst, in denen mein Schatz bei mir war. Ich habe mich lang nicht mehr so vollständig und zufrieden gefühlt. Ich bin überglücklich mit meinem Partner und werde sowas von geliebt. Genau da liegt der Hund begraben. Es gab wieder einen Moment, in dem ich so mit Liebe überschüttet wurde, daß ich merkte: Es ist mir zuviel, ich ertrage das nicht.


    Nicht, weil ich bedrängt werde oder ähnlich, nein (es sind im Grunde nur Momente, wo mein Partner gerade übersprudelt vor Gefühl und mich lang und intensiv ansieht, völlig auf mich konzentriert ist)


    Sondern weil ich das so nie kennenlernen durfte, weil es so DERMASSEN intensiv ist, daß ich es nicht genießen kann, sondern sich lediglich ein einziges Gefühl in mir ausbreitet: Angst!
    Megamördermäßige panische Verlustangst!! Angst vor einer Zukunft, in der ich ohne meinen Partner sein muß, aus welchen Gründen auch immer.


    Vor ein paar Tagen fragte er mich dann tatsächlich, ob ich das nicht mag wenn er mich so lang ansieht. Ich habe nicht geantwortet, es fiel mir zu schwer. Weil es sich so anfühlt, als würde ich der Angst dann Platz machen und ihr mehr Macht geben. Weil ich mich so abhängig fühle von meinem Partner, das macht mir solche Angst. Nicht in der Gegenwart, aber für eine ungewisse Zukunft...


    Das Leben hat mich einfach gezeichnet und ich bin es gewohnt, daß mein Glück wie Sand durch die Finger rieselt, und ich es nie schaffe, es zu halten.


    Warum sollte es dieses Mal anders sein?


    Ich bin gar nicht pessimistisch. Aber dennoch lähmt mich diese Verlustangst... :S


    Dankeschön fürs Lesen.

    Wer sich den Gesetzen nicht fügen lernt,

    muß die Gegend verlassen, wo sie gelten.

    (Johann Wolfgang von Goethe)

  • Finja: du hast geschrieben " Ich hoffe ich habe genügend Skills an die Hand bekommen um mich aus dem nächsten schwarzen Loch wieder selbst zu befreien. "
    Darf man fragen, welche das sind? vielleicht helfen diese auch dem einen oder anderen hier. LG

  • hallo ,
    ich versinke langsam, die woche schon. stueck fuer stueck......


    mir ist uebel. mein magen hat immer wieder verzweifelt gestreikt, schlaflos. die beine wollen nicht....


    ich habe keine kraft mehr und weiss auch nicht wo ich sie noch suchen soll. es ist ein schreckliches gefuehl nicht mehr daraus zu kommen. man strmapelt, aber es tut sich nix.......man sinkt nur......


    jeden moment versuche ich zu leben, mich wach zu ruetteln. ich hab doch soviel wertvolles fuer das sich das leben lohnt. aber die leere uebersteigt das gefuehl. und presst schmerz hinein.
    ich muss gehen, wie jeder mesch. seinen weg finden-aber wie wenn in der ferne nix zu sehen ist?


    ziele sind da. nicht nur das. sie sind wichtig. wichtig fuer alle. also habe ich mich bemueht, bin gelaufen und gerannt. habe zeit und energy verbraucht. aber es war umsonst. und die absagen nur noch haerter.
    ich habe nix. von vorne anfangen. das habe ich doch schon.
    das schicksal auf mich genommen und gekaempft, immer wieder aufgestanden. jede minute wusste ich doch-wofuer ich es tue.
    aber nun sieht das alles sinnlos aus. ich bin allein und spuere nix. ausser dieses gemeine gefuehl was mich ueberwaeltigen will.
    die beine sind zu schwer um wegzulaufen und auch wenn. wohin? es ist we. familien geniessen die zeit zusammen, freunde sind weg. und so richtig nahe menschen. habe ich nach den entaeuschungen kaum noch.
    ein schritt waere es zu klopfen, hey mir geht es schlecht. ich brauche eine umarmung. aber mich traegt nix dahin. denn ich kann und moechte nicht stoeren. und meinen kummer. er wird bleiben.
    einige zeit konnte ich mich bei meinem ex verkriechen. aber auch er will sein leben leben......und ist dabei alles loszulassen,was neues anzufangen.
    was grosse neue aengste in mir ausloest. verliere ich ihn, das stueck familie auch noch. fuehle ich mich noch wertloser.


    hilflosigkeit. verzweiflung. ueberkommen mich. alles zeiht sich zusammen. ich wuerde so gerne schreien, loslassen. aber es haelt mich fest. und drueckt wieder und wieder in meinem kopf.


    dieses wertlose gefuehl ist so verdammt gemein.
    ablehnung vom leben.


    wie soll das weiter gehen, wenn man nicht weiter kommt? wenn man keine chance bekommt?
    wenn das immer mehr probleme macht?
    wenn man nicht weiss wie weit die kraft zum kaempfen reicht...


    man sagt, schlaf etwas, hoere musik, lenke dich ab, schreie, renne, heule. es wird besser. lass gedanken los, setze neue gedanken in die luecken, tu es stueck fuer stueck. tu was fuer dich.
    all das habe ich versucht. manchmal hilft es kurz. manchmal lang, und manchmal bin ich etwas staerker als sonst.......manchmal aber, so wie heute. seh ich nur schwarz. all die versuche.......und doch das wissen. dieser tunnel ist noch lang. zu lang. quaelend lang.
    verzweiflung kommt hoch. jeden tag kaempfen hinterlaesst spuren. so tief das sie schmerzen. so tief das sie nicht heilen wollen....


    ich will nicht unter gehen. und doch spuere ich jetzt schon keinen boden mehr unter den fuessen.......
    verlassen von der welt. unfassbar allein. die kraftlosigkeit. spuerbar.


    meine kinder brauchen mich. eine mama. ihre mama.
    sie leiden mit, denn dieses leben betrifft auch sie......
    und das monster in mir drueckt so stark. das ich es kaum vor schmerz noch ertragen kann........

    Kinder die geliebt werden, werden erwachsene die liebe schenken koennen.


    [font='Tahoma, Arial, Helvetica, sans-serif'] "In meinem Leben habe ich unzählige Katastrophen erlitten. Die meisten davon sind nie eingetreten."

  • Liebe marzipan,


    ich habe Dich schon öfter gelesen, aber Deine Hintergründe kenne ich nicht so wirklich. Ich weiß nicht, was Du schon an Hilfen versucht hast...


    Hast Du schonmal versucht einen Therapieplatz zu bekommen? Warst Du mal bei Ärzten, nimmst Du AD? Gibt es keinerlei Familienangehörige mehr?
    Wie alt sind Deine Kinder? Geht es ihnen soweit gut, oder haben sie auch Probleme?


    Warum glaubst Du, daß Du jemanden störst? Und selbst WENN es so wäre, Du hast genauso wie andere Menschen das Recht auf Hilfe, auf Unterstützung. Keiner kann Deine Gedanken lesen, Du MUSST andere stören. Auch wenn es an Deiner Situation nichts ändert, es erleichtert die Seele sich auskotzen zu können oder mal in den Arm genommen zu werden.


    Meinem Partner muß ich das auch manchmal sagen, von alleine kommt sowas eher nicht. Dann muß ich sagen "Hey, mir gehts gerade nicht gut, bitte sei mal für mich da..." wie auch immer.


    Mir hat es vor ca. 2 Jahren irgendwie geholfen, den Tiefpunkt endlich zu akzeptieren. Ich habe nicht mehr gestrampelt, mich nicht mehr bemüht was zu ändern. Keine Versuche abzunehmen, keine Bewerbungen, die Wohnung...die Gesundheit...einfach Stop gemacht. Ich habe gesagt "ich kann nicht mehr, ich muß Halt machen". Hab ich auch beim Jobcenter damals so gesagt, und es wurde akzeptiert.


    Eine Weile dann vor mich hingelebt, nur das Nötigste erledigt, Kind versorgen, Wäsche waschen, kaum was mehr. Irgendwann dann den Schritt gegangen mir nen Therapieplatz zu suchen...


    Diese Auszeit hat gut zwei Jahre gedauert. Aber ich brauchte das, dieses Kapitulieren, sich einfach auf den Meeresboden sinken lassen...


    Wie gesagt, ich kenne Deine genauen Umstände nicht...daher kann ich keine guten Ratschläge geben. Aber es ist gut, daß Du hier schreibst!! Wir hören Dir zu, Du störst uns ja auch nicht!!!


    Pack Dich ins Bett, zieh Dir die Decke über den Kopf. Und morgen, morgen stehst Du wieder auf...Gönn Dir Ruhepausen, dann müssen sich die Kinder eben mal allein beschäftigen (ich denk mal die sind groß genug?)


    Alles Liebe :knuddel:knuddel:knuddel

    Wer sich den Gesetzen nicht fügen lernt,

    muß die Gegend verlassen, wo sie gelten.

    (Johann Wolfgang von Goethe)

  • ... hab lange überlegt... ob ich hier schreibe... dies nackig machen im Netz... da hab ich so meine Bedenken :tuschel


    Nun wichtig ist wohl die Wortwahl... wie für mich immer wieder im Leben fest zu stellen war und ist... seit den Kids auch auf so vielen neuen Ebenen mehr.




    Mein größtest "Problem" hab ich nun wohl erkannt... wie manövriere ich uns... sprich meine Jungs und mich durch dies... schwierige... komplizierte... und ständig sich verändernde Leben... kaum verstehe ich etwas... und hab ne Lösung... ist neues Programm und will anders "abgearbeitet" werden... das strengt mich enorm an... denn ich bin mega emotional und stoße bei Kritik schnell an meine Grenzen.


    Verändern sich eure Monster auch und werden sogar gemeiner?


    Ich hab so viel durch und geb sicher nicht auf... aaaaber gibt es da auch mal ne Pause?


    Glücklich... durch und durch... war ich nur bei den Geburten meiner Jungs und schaffe ich sie anzusehen... ohne wenn und aber... fliest eine besondere Freude durch mich hin durch und ich bin ganz profan gesagt so mega "HAPPY".



    Leider zieht mich vieles im Alltag tief herunter und braucht enorme Kraft... anpassen und mit dem Strom schwimmen... fiel mir schon als Kind sehr schwer... hab aber gelernt... mit dem Strom zu schwimmen... wenn es eben notwendig ist... auch wenn ich emotional sehr darunter leide.


    Versuche im RL mit Humor viel zu meistern... hier mag ich es nicht... ist alles nicht so einfach... ständige Kompromisse... darf kann man nur begrenzt so sein wie man ist... muss so oft an das zufrieden Lächeln der Buddahs denken... meins ist nicht immer echt.

  • Marian - hast Du mal einen Test gemacht, ob du hochsensibel bist? Das meine ich ernst und es ist mir egal, wenn andere das als Schwachsinn abtun...

    LG
    CoCo



    Halt mich fern von der Weisheit, die nicht weint, von der Philosophie, die nicht lacht, und von der Größe, die sich nicht vor Kindern verneigt.


    ~ Khalil Gibran ~





  • CoCo



    ... hmmm... hab da bei meinem Grossen drüber nachgedacht... ist ne Welt... da mag ich die Türe nicht wirkliche öffnen wollen ;(



    Versuche vielem mit Logik bei zu kommen und Reflektion... wenn du verstehst was ich meine... so kommt man gut durch.





    ... betrifft übrigens schon irgendwie uns alle 3... auch da schon sehr unterschiedlich... aber es ist so ein großes Wort... "emotionale Intelligenz" oder "Hochsensibelität"... hab versucht auch mal bei Indigokids zu schauen... ja etwas ist anders... wir kommen aber immer noch gut durch... leiden nicht so "heftig"... denn wir haben uns und Inseln ;)

    5 Mal editiert, zuletzt von Marian14 ()

  • hallo marian,
    schreib wenn du nicht schreien kannst. dir alles von der seele.


    ich versteh gut, man will nicht alles im detail schreiben, ist man hier nun *anonym im netz* oder im *blickfeld*........?
    mach es wie es dir gut tut.


    ich finde es toll, durch welche augen du die welt siehst. wieviel glueck du aus den momenten, und wenn es nur das anschauen ist, nimmst und nehmen kannst.
    bewahre dir das. kraft und glueck ziehen aus dem was du hast.......


    ja du schaffst das. auch wenn der weg schwierig ist. und man oft anlauf nehmen muss.......aber du weisst wofuer.


    alles gute weiterhin, marian. und eine portion kraft..........


    und einen super dicken lieben :troest

    Kinder die geliebt werden, werden erwachsene die liebe schenken koennen.


    [font='Tahoma, Arial, Helvetica, sans-serif'] "In meinem Leben habe ich unzählige Katastrophen erlitten. Die meisten davon sind nie eingetreten."

  • heute ist ein bloeder tag.


    ich hab kinderfrei und doch kann ich die ruhe nicht geniessen......es geht nicht.


    hab auf der terasse gesessen, es ist fast ecklig schwuel und der wind so stark.......das sonnensegel rauscht nur hoch und runter.........


    so bin ich eine runde spazieren gegangen-hab geschaut ob bekannte da sind. aber keiner war zuhause.


    ich fuehle mich einsam und von der welt allein gelassen. hilflos.......


    habe mich nun einer selbsthilfegruppe angeschlossen, hoffe das sich daraus anschluss und austausch findet......
    was anderes gibt es hier nicht.


    es ist so ein gefuehl als wenn einen jemand erwuergen will. vielleicht auch dieses, man macht und macht und kommt nicht weiter.


    den papier kram schieb ich vor mich her. ich muss den unbedingt machen.


    und immer die frage, wie soll man dies oder das schaffen. ?


    heute, ja heute drueckt mich das monster runter, ist staerker als mein laecheln, staerker als meine plaene, staerker als ich......
    es laesst mich verzweifeln, ersticken, nicht mehr ich sein. es laesst mich nicht los und trampelt auf mir rum. es hoert nicht auf, geht nicht weg.......


    das schmerzt, aber wem soll ich das erzaehlen? dazu kommt angst. zu grosse angst es doch nicht zu packen, ich moechte einfach nur weg.......


    die letzte zeit war schwierig, es kam ein mist nach dem anderen, immer und immer wieder. es kam keine ruhe. und nun noch unsinniges papier-zeugs.
    auch fuer mich hatte ich wenig. sonst einfach nur mal raus. und nun? das wetter ist zu schlecht oder ich hab niemanden.
    allein auf der welt. so komisch kommt es einen vor.


    in den flieger steigen und weg-davon traeume ich. mich finden, abstand und kraft sammeln.


    stattdessen haengt man fest. kein schritt geht vor den anderen.


    positive gedanken, ich sehne sie mit viel anstrengung herbei.


    aber die probleme sind gross und zu bewaeltigen schwer.


    ich moecht nicht mehr, kein stress, kein aerger, keine angst, kein monster, keinen unerklaerlichen papierkrieg, keine geld-not, nicht verarscht werden, nicht abgewiesen werden, nicht fuer alles allein verantwortlich sein, menschen haben die fuer einen da sind, endlich mobil sein, keine schmerzen mehr haben, einfach normale tage haben, ein mensch sein, eine gute mama sein.......kraft und ideen haben..........


    aber all das schaffe ich nicht jeden tag. heute. ja heute schaffe ich das leider nicht :(

    Kinder die geliebt werden, werden erwachsene die liebe schenken koennen.


    [font='Tahoma, Arial, Helvetica, sans-serif'] "In meinem Leben habe ich unzählige Katastrophen erlitten. Die meisten davon sind nie eingetreten."

  • Ich freu mich den Thread gefunden zu haben. Dachte schon ich müsste mein Problem wie immer selber hinkriegen. Als ich das Forum zum ersten Mal fand war ich gerade in einer Monsterphase und die Antworten gaben mir nicht gerade das Gefühl wertgeschätzt worden zu sein. Mom ist das Monster wieder im Keller. Aber ich weiß nicht wann es wieder kommt. Kennt ihr das wenn der Kopf sich anfühlt als wäre er voller klebriger Düsterwaldspinnenfäden? Ich arbeite gerade nicht außerhäuslich der letzte Versuch endete damit dass das Monster wiederkam und ich nur noch körperlich anwesend und gereizt war. Bei mir ist das irgendwie so dass ich wenn das Monster da ist abwechselnd wütend und traurig bin oder wütend reagiere wenn ich traurig bin und umgekehrt.


    Das Monster kam schon in der Schulzeit, da ich aber gut im Verstecken und Verdrängen bin hat es keiner gemerkt. Die psychatrische Einrichtung wo mein Vater sich noch nicht breitgemacht hat müsste ich erstmal finden und mich mit ihm in einen Topf werfen lassen möchte ich nicht mehr. Es ist ja auch schwer einen geeigneten Therapeuten zu finden. Ich weiß noch wie verzweifelt ich mich fühlte weil ich keine Arbeit fand und die Psychologin meinte nur ich soll anders denken. Ähh, was hilft denn anders denken wenn der AG mich wegen Vorurteilen auf seiner Seite nicht eingestellt... Ich hatte mir doch immer gesagt ich schaff das. Möchte mal wissen wie sie sich gefühlt hätte wenn du den Druck hast was finden zu müssen weil dein Vater dir sonst die Hölle heiß macht plus den Druck vom JC. Der Druck etwas finden zu müssen ist erst weg seit ich übr 25 bin, bis 25 gilt noch die Beistandspflicht der Eltern und mein Vater mag nichts was ihn Geld kostet. Klingt herzlos aber so ist er halt drauf. Er hat ja auch Druck auf uns Kinder ausgeübt nicht zu studieren, weil dann hat man ja noch keinen Lohn.

  • Mein Freund hat eine depressive Phase,
    es ist so schwer... er kann aus seinen Problemen keinen Absprung finden.
    Vor zwei Wochen haben wir uns zuletzt gesehen, mich hat der ganze Zustand so runtergezogen, ich dachte ich werde selber depressiv
    Ich schaffe es nicht, ihn aus dem Loch zu ziehen.
    Es geht mir jeden Tag besser, inzwischen vermisse ich ihn auch aber es gegt mir besser so. Es ist herzlos aber ich kann ihn da nicht tragen...

    Nicht auf das Leben kommt es an, sondern auf den Schwung, mit dem wir es anpacken. H. Walpole

  • War 7 Wochen in Reha wegen Depressionen/Überlastung. Habe danach Wiedereingliederung gemacht, bin seit 9. Oktober wieder voll am arbeiten. Mir geht es soweit gut. Habe jetzt ein Problem auf der Arbeit.


    Der Hausmeistergehilfe (als Baby vom Wickeltisch gefallen, geistig dadurch etwas zurückgeblieben aber sehr pfiffig)war total frech zu mir. Er musste gestern Müll wegräumen und ich teilte ihm freundlich mit, dass noch ein Müllwagen in Abteilung X verlangt wurde. Da sagte er: wer weiß, ob du nächste Woche überhaupt wiederkommst, du hast ja eh einen an der Klatsche! Mit ihm zu unterhalten oder von der Depression was zu erklären, wird er nicht verstehen. So einfach gefallen lassen, will ich es mir von ihm auch nicht.


    Als ich gestern Feierabend hatte, kam er zum Zigarettenschnorren, da hab ich ihn abblitzen lassen und gesagt, ich wäre sauer, weil er so frech gewesen wäre. Heute morgen kam er wieder an, als ob alles in Ordnung wäre, da hab ich ihm gesagt, ich möchte mich mit dir nicht unterhalten, du hast mich gestern schwer beleidigt.


    Beim Personalrat beschweren, wird nichts bringen, der hat einen Freifahrtschein. Wenn er es in der Vergangenheit übertrieben hat, kam er dann halt an und sagte: ich kann da nichts für, ich hab den Kopf kaputt...


    Ich weiß jetzt nicht, ob ich denken soll: "So denken halt alle, der sagt halt, was er denkt", einfach drüberstehen, oder ob ich in "Höhere Etagen" gehen soll mich über ihn beschweren. Was macht ihr in solchen Situationen? :hilfe

  • Hallo Rosi,


    wenn ich das so lese ... dann glaube ich nicht, dass er dich damit verletzen wollte. Als erstes dachte ich, dass er keinen Bock hatte, deinen Anweisungen zu folgen, als zweites, dass es ja vielleicht ganz schön für ihn ist, wenn er nicht mehr der einzige ist, der "was am Kopf" hat.
    Du schreibst, dass bei dir mitschwingt, ob nun evtl. jeder so über dich denkt - ist es das, warum dich seine Aussage verletzt hat?


    Ich würde mich ärgern und es würde mich auch verletzen - aber eher, weil ich mir selber diese Gedanken machen würde - also Angst hätte, dass andere so über mich denken könnten (oder auch Angst davor, dass ich wirklich wieder ausfallen könnte). Insofern könnte ich auch nur bei mir ansetzen.
    Wenn du meinst, dass es nichts bringt, mit ihm zu sprechen und er sowieso Narrenfreiheit hat - dann hast du ja eigentlich nicht so viele Möglichkeiten. Oder eher keine. Außer halt darüber nachzudenken, warum es dich verletzt, ob es vielleicht deine Angst widerspiegelt und ob er wirklich bösartig sein wollte oder halt wirklich über die Wirkung seiner Worte nicht nachdenken kann.


    Ich finde es auf jeden Fall toll, dass deine Reha geholfen hat und es dir wieder gut geht!

  • Jul1983, ich glaube, du hast Recht. Der ist ja wie ein Narr. Er sagt, was er denkt oder aufgeschnappt hat. Mich trifft es halt, weil ich Angst davor habe, die Arbeit nicht zu schaffen, quäle mich hierhin, gebe mein Bestes.


    Ich werde auf Distanz gehen. Wenn er ankommt, ihm sagen, dass er mir zu frech ist. Wenn ich zum Vorgesetzten gehe, schütte ich nur Wasser ins Öl. Hier fällt man am Besten nicht auf ;) Sonst löse ich nur Diskussionen aus.

  • Ich würde mich jetzt gerne mit meinem Monster hier hersetzen und einfach nur da sein dürfen.


    Mich hats schwer erwischt, es geht grad gar nix mehr, auch auf körperlicher Ebene inclusive Schmerzen und Ausfallerscheinungen.


    Trinken, essen, atmen, weiterleben.


    Und ich bin es echt so leid, dass es immer wieder kommt, von jetzt auf gleich, ohne Vorwarnung, ohne Auslöser.


    Dann wieder kämpfen und an sich arbeiten, und manchmal meine ich, das nützt alles nix und ist eh sinnlos.


    Ich bräuchte echt mal ne Auszeit von mir selber :nixwieweg

  • Jul1983, ich glaube, du hast Recht. Der ist ja wie ein Narr. Er sagt, was er denkt oder aufgeschnappt hat. Mich trifft es halt, weil ich Angst davor habe, die Arbeit nicht zu schaffen, quäle mich hierhin, gebe mein Bestes.


    Ich werde auf Distanz gehen. Wenn er ankommt, ihm sagen, dass er mir zu frech ist. Wenn ich zum Vorgesetzten gehe, schütte ich nur Wasser ins Öl. Hier fällt man am Besten nicht auf ;) Sonst löse ich nur Diskussionen aus.



    Ich würde eventuell versuchen, ihm es kindgerecht zu erklären. Und betonen, dass du solchen Äußerungen nicht magst.


    Kann mir auch vorstellen, dass Kollegen wenig Verständnis haben, dass solche Bemerkungen verletzend sein können.



    LG Jona