Wunschprotokoll von Kindergartengespräch

  • Sowohl die Kindesmutter als auch ich hatten um den Jahreswechsel herum gesonderte Elterngespräche mit der Bezugserzieherin des Sohnes (ich hatte mich um einen entsprechenden Termin gekümmert, und die KM wollte dann auch eines). Die Erzieherin hat mich dann darüber informiert, dass die KM ein Protokoll des Gesprächs wünsche und bot mir an, auch mir eine Kopie der Gesprächsinhalte zu überlassen (da es jeweils um den selben Entwicklungsstand ging, gab es bei den Gesprächen sachlich gesehen keinen Unterschied). Soweit, so gut.


    Dann - so erfuhr ich gestern - rief die KM beim Kindergarten an und wollte einige Ergänzungen oder Änderungen am Protokoll. Das wurde sowohl von der Leiterin des Kindergartens, die das Protokoll mit unterschrieben hatte, als auch der Erzieherin grundsätzlich abgelehnt.


    Meine grundsätzliche Meinung dazu ist: wenn die Erzieher im Kindergarten über die Entwicklung des Kindes berichten, dann gehe ich davon aus, dass in einem Gespräch oder dessen Protokoll alles drinsteht, was aus fachlicher Perspektive relevant ist. Wie diese Inhalte dann jeweils von anderen interpretiert oder weiter genutzt werden, ist etwas anderes und Sache der betreffenden Personen (aber nicht der Einrichtung).


    Wenn der Sohn den Hauptteil des Tages im Kindergarten verbringt, dann gehe ich davon aus, dass er auch dort entsprechend seiner Möglichkeiten gefordert und gefördert wird, und dass das Personal dort am besten beurteilen kann, wie er sich in den Zeiträumen zwischen den jeweiligen Elterngesprächen entwickelt. Wenn ich Anlass zur Sorge habe, suche ich direkt das Gespräch mit der zuständigen Erzieherin.


    Es erstaunt mich doch immer wieder, wie die KM die Realität an ihre eigene Wahrnehmung anpassen möchte.

  • Was erwartest du jetzt von uns?
    Ist der Beitrag rein informativ, oder verbirgt sich dahinter eine Fragestellung?


    Der Kindergarten hat doch absolut richtig reagiert. Problem gelöst.
    Oder?

    Mit Gruß :wink
    Vaquera


    Life is simple: Eat, sleep, ride... :love:

  • Was erwartest du jetzt von uns?
    Ist der Beitrag rein informativ, oder verbirgt sich dahinter eine Fragestellung?


    Der Kindergarten hat doch absolut richtig reagiert. Problem gelöst.
    Oder?



    Mein Güte Vaquera, ständig wird dieses Forum mit Nonsens-Threads befüllt, siehe "wie fühlst Du Dich", "..der Schreiber nach mir..." oder sonst welche, bei denen es einfach darum geht, ein paar Sätze los zu werden. Ohne Anspruch an Unterstützung oder einer Erwartungshaltung hinsichtlich Problemlösung. Und hier startet musica einen Thread und schon wird er ausgebremst, warum? Wäre der Unterzeichner nicht musica bin ich sicher, wäre die Reaktion eine andere. Schade.

  • Der Kindergarten hat doch absolut richtig reagiert. Problem gelöst.
    Oder?


    Sehe ich genauso. Ich habe da keinen Zweifel, an der Professionalität der Erzieher zu zweifeln. Ja. das Problem ist, was den Kindergarten angeht, gelöst. Mal gespannt, welche anderen Stellen noch instrumentalisiert werden sollen. Die Idee, die Entwicklung des Sohnes zu dokumentieren, finde ich aber grundsätzlich gut - wenn der Sinn und Zweck in diesem Fall aber wohl eher der war, etwas in die Hand zu bekommen, was dann "beweisen" soll, wie schlecht es dem Sohn doch geht (und alle möglichen offiziellen Stellen davon zu überzeugen, dass ich daran schuld bin).


    Ich hatte geschrieben, um mal zu hören, ob es Gründe geben kann, ein Protokoll nachträglich ergänzen bzw. abändern zu lassen. Oder anders gefragt: wie würdet Ihr ein solches Unterfangen bewerten?

  • Es war nicht meine Intention irgendjemanden auszubremsen.
    Wie schon geschrieben, finde ich, dass diese Problem durch den Kindergarten gut gelöst wurde.
    Was ich ausbremsen möchte ist: Diskussion nur um zu diskutieren, viel Reden um nichts und Aufgewärmtes.
    Ich weiß nicht ob der Themenstrang der hier entstehen könnte, in irgendeiner Weise zielführend und hilfreich sein kann, zumal hier kein Ziel im herkömmlichen Sinne definiert ist.


    Was die KM mit Änderungen im Protokoll bewirken wollte können wir hier nur vermuten.
    In Anbetracht der brisanten Situation, wäre es natürlich denkbar, dass die KM versuchen könnte etwas hinzuzufügen, dass zu Ihren Gunsten (durch wen auch immer) ausgelegt werden könnte. Nur Vermutungen...


    Ich habe auch schon im Nachhinein ein Protokoll vom Kiga und auch vom Elternsprechtag in der Schule anpassen lassen, um gegenüber dem Kinderarzt, der uns weitere Rezepte für die Ergotherapie verweigern wollte, eine bessere Argumentationsgrundlage zu haben. Da Kiga bzw. Schule und ich die gleichen Ansichten bezüglich Juniors Entwicklung vertraten und die Ergo auch weiterhin als Notwendig betrachteten, war das kein Problem.



    Ich würde mich durch diesen Vorfall nicht pushen Musica, mach dir nicht zu viele Gedanken

    Mit Gruß :wink
    Vaquera


    Life is simple: Eat, sleep, ride... :love:

  • Ich seh das zwiegespalten:


    Zum einen muss ich erstmal fragen, war das ein Entwicklungsgespräch, oder jetzt ein Gespräch außer der Reihe für private Zwecke sozusagen? Ich habe auch schonmal ein Protokoll ändern lassen. da dieses Protokoll bspw im Rahmen der Schuleignungsprüfung an die GS ging. Wenn das Protokoll also für irgendetwas benötigt wird, ist es schon sehr wichtig, darauf zu achten, was da steht, da es die Grundlage bildet, für andere die das Kind dann schon bewerten, bevor überhaupt ein Bezug da ist. Es ist also schon eine Voreinstufung, im schlimmsten Falle eine Abstempelung.
    Dabei ist es manchmal noch nicht so gemeint, sondern einfach unglücklich formuliert. das zum einen.


    Zum 2. nein, ich stimme nicht zu, dass die Erzieher aufgrund der Zeit ein Kind unbedingt besser einzuschätzen vermögen. Es ist zum Bspw ein Phänomen, dass bei mehren Bezugserziehern verschiedene Urteile zum selben Thema zustande kommen. wir hatten das auch schon. Da ging das tatsächlich von nicht verständlicher Babysprache bis zu sprachlich überdurchschnittlich weit für das Alter. 3 Erzieher, gleiche Gruppe, gleiche Voraussetzungen. auch im sozialen Bereich, sagt der eine etwas völlig anderes als der andere. Auch wenn Differenzen zu zuhause auftreten, die sein können, sollte man schauen, woran das liegt, und entsprechend formulieren.
    So kann es zum Bspw vorkommen, dass ein Kind sich zuhause stundenlang konzentrieren kann, die Erzieherin schreibt aber ins Protokoll, "kann sich nicht konzentrieren, Konzentrationsschwierigkeiten"
    Dann ist dem keinesfalls so, dass die Eltern eine gestörte Wahrnehmung haben und never würde ich das so im Protokoll stehen lassen. Im Gespräch käme dann vielleicht raus, dass Kind sich offenbar eher auf die Gruppenzugehörigkeit konzentriert als auf die Tätigkeit an sich. Sprich, die ist ihm egal. wenn seine Freunde fertig sind, ist er eben auch fertig und steht auf, weil es ihm darum geht, was mit dem Freund zu machen. das schließt aber nicht aus, dass sich das Kind, wenn es alleine ist, oder die ganze Gruppe das gleiche bearbeitet, sich nicht stundenlang konzentrieren kann.


    Was klingt jetzt im Protokoll besser: "Kind ist nicht in der Lage sich zu konzentrieren", oder " Kind kann sehr konzentriert arbeiten, insbesondere dann, wenn ihn das Thema interessiert und er in der Gruppe arbeitet. Lässt sich nur manchmal dadurch ablenken, wenn Freunde etwas anderes tun, weil ihm die Dazugehörigkeit wichtig ist.


    Und es gibt auch bei den Erziehern kompetente und weniger Kompetente. Zudem spiel auch der Blick auf das Kind, der durchaus von Sympathie beeinflusst wird, eine Rolle.


    Also Fazit: Es gibt durchaus Gründe, Protokolle kritisch zu betrachten und zu ändern und auch die Beurteilungen der Erzieher sollten immer hinterfragt werden, sofern sie sich mit der eigenen und den Einschätzungen seines familiären Umkreises nicht decken.


    Wenn es sich allerdings um ein "unwichtiges" Zwischengespräch handelt ( wofür wird dann ein Protokoll benötigt), würd ich es allerdings einfach abhaken, weils für mich schlicht völlig bedeutungslos wäre.

  • Zum einen muss ich erstmal fragen, war das ein Entwicklungsgespräch, oder jetzt ein Gespräch außer der Reihe für private Zwecke sozusagen?


    Ich muss vielleicht dazu sagen, dass offizielle Entwicklungsgespräche einmal im Halbjahr stattfinden, aber in der Vergangenheit konnte ich auch schon immer mal zwischendrin Gespräche mit den Erziehern vereinbaren - aus grundsätzlichem Interesse. Aber auch wenn es ein zusätzliches Gespräch ist, betrachte ich das nicht unbedingt als für private Zwecke. In diesem Fall war es ganz einfach so, dass ich nach drei Monaten eine Einschätzung vom Kindergarten haben wollte, wie der Sohn sich eingewöhnt hat - man erinnere sich, dass er von einem Tag auf den anderen aus seinem gewohnten Umfeld gerissen wurde, fünf Wochen in einer Pflegefamilie war, dann zur Überbrückung bei einer Tagesmutter, bis er in seinem jetzigen (und hoffentlich auch zukünftigen) Kindergarten beginnen konnte. Sonstige Zwecke waren nicht damit verbunden, sonst hätte ich gleich um ein Protokoll gebeten. Dass ungefähr um die gleiche Zeit auch die Gutachterin mit der Erzieherin gesprochen hatte, war unabhängig davon (ich hatte ihr dazu alle relevanten Bezugspersonen und -stellen genannt, u. a. auch den Kindergarten).


    Was ich an dem Protokoll gut fand, dass es weitgehend deskriptiv und sachlich war, aber eben nicht bewertend. Darum geht es ja bei solchen Gesprächen: einen Einblick in die Entwicklung zu erhalten, ohne dass der Entwicklungsstand gleich bewertet wird. Natürlich habe ich im Gespräch konkrete Fragen gestellt, wie die Erzieherin bestimmte Dinge denn einschätzt, aber für mich war (und ist) einfach wichtig, dass das Protokoll eine Momentaufnahme gibt, wie es dem Sohn im Kindergarten geht - das kann ich dann als betreuender Elternteil ergänzen durch meine eigenen Beobachtungen im gleichen Zeitraum zuhause, wenn ich das denn möchte. Aber das sind Dinge, die m. E. nicht ins Protokoll eines Entwicklungsgesprächs des Kindergartens gehören.


    Wenn es sich allerdings um ein "unwichtiges" Zwischengespräch handelt ( wofür wird dann ein Protokoll benötigt), würd ich es allerdings einfach abhaken, weils für mich schlicht völlig bedeutungslos wäre.


    Das Protokoll war von der KM angefragt worden. Wenn man aber im nächsten Entwicklungsgespräch darauf aufbaut, dann kann man so die Entwicklung des Kindes fortschreiben, wenn das bei jedem dieser Gespräche auch protokolliert wird. Und wenn das auch nur für die Akten ist.

  • Ok. Mit privaten Zwecken meinte ich jetzt auch nur, dass es nicht irgendwie für offizielle Dinge benötigt wird oder so. Sondern eben eher für dich / euch selber, um die Entwicklung zu beobachten.


    Ich stehe diesen Gesprächen grundsätzlich ziemlich kritisch gegenüber, weil ich dieses "in Schubladen packen " von Kindern nicht mag. Es hat so was von Maschinerie, Gleichmachung, Perfektionierung, dieses Abhaken von Fähigkeiten. Aber das mag jetzt auch ein bundeslandliches Phänomen sein.


    Ich sehe es irgendwo in der Mitte: ich finde es genauso falsch, alle Einschätzungen der Erzieher unbesehen einfach hinzunehmen, einfach weil sie Erzieher sind, wie auch ihre Einschätzung so gar nicht anzunehmen . warum sie es jetzt ändern wollte, wer weiß. Grundsätzlich finde ich es aber zunächst mal nicht merkwürdig. Es gibt Situationen, wo es Sinn macht.

  • Ich sehe es irgendwo in der Mitte: ich finde es genauso falsch, alle Einschätzungen der Erzieher unbesehen einfach hinzunehmen, einfach weil sie Erzieher sind, wie auch ihre Einschätzung so gar nicht anzunehmen .


    Ja, sehe ich ähnlich - die eigene Einschätzung kann durchaus anders sein. Beispielsweise war die Bezugserzieherin meiner Tochter (Kann-Kind) der Meinung, diese solle noch nicht (mit knapp 6 Jahren) eingeschult werden, ich war da anderer Meinung. Wenn ich jetzt sehe, wie gut sich meine Tochter entwickelt hat, kann ich sagen: meine Entscheidung war im Nachhinein gesehen richtig. Solche Gespräche finde ich wichtig, um das eigene Bild, welches man von seinen Kindern hat, zu ergänzen. Gerade, wenn der Sohn sich im Kindergarten anders verhält als im häuslichen Umfeld (wofür es auch Erklärungen geben kann, z. B. Geschwisterrivalität, die im Kindergarten keine Rolle spielt).


    Wichtiger ist aber für mich der Eindruck, dass meine Kinder dort, wo sie sind (Kindergarten bzw. Hort) an einem guten Ort sind, der für ihre Entwicklung förderlich ist. Es fällt mir da aber auch relativ leicht, den dort arbeitenden Fachkräften zu vertrauen.

  • Ich kann nur sagen, dass ich bei KiGa Gesprächen auch mal die ein oder andere Ergänzung haben möchte.


    Bei meinem Sohn wird immer mehr vermutet, dass er evtl. eine Autitische Störung haben könnte, daher finde ich es wichtig, wenn bestimmte Situationen explizit erwähnt werden im Gespräch, die als auffällig gesehen werden, dass diese auch im Protokoll aufgenommen werden, damit ich diese als Vorlage für Gesundheitsamt, KiAr, Psy habe.


    Welche Intention deine KM hat. Keine Ahnung. :frag


    Bevor wieder vom Schlimmsten ausgegangen werden soll, ist ja die Frage, was wollte sie ergänzt haben. Vielleicht ist es ja nur der Wunsch, dass erwähnt wird, dass Sohn schnell Freundschaften schließt.


    Oder es ist etwas anderes? Beide eurer Kinder sind ja bei einer Therapeutischen Einrichtung. Vielleicht ging es um so einen Punkt

  • Mein Güte Vaquera, ständig wird dieses Forum mit Nonsens-Threads befüllt, siehe "wie fühlst Du Dich", "..der Schreiber nach mir..." oder sonst welche, bei denen es einfach darum geht, ein paar Sätze los zu werden. Ohne Anspruch an Unterstützung oder einer Erwartungshaltung hinsichtlich Problemlösung. Und hier startet musica einen Thread und schon wird er ausgebremst, warum? Wäre der Unterzeichner nicht musica bin ich sicher, wäre die Reaktion eine andere. Schade.


    Mein erster Gedanke war ähnlich wie bei Vaquera - nämlich -Warum steht das in der Abteilung "Sorgerecht & Co." statt im "Ex-Auskotz-Thread"-. Hätte das


    Ich hatte geschrieben, um mal zu hören, ob es Gründe geben kann, ein Protokoll nachträglich ergänzen bzw. abändern zu lassen. Oder anders gefragt: wie würdet Ihr ein solches Unterfangen bewerten?


    gleich im Text gestanden, wäre es klar gewesen. ;)


    Musicafides habe ich das richtig verstanden, dass Du das gleiche Protokoll bekommen hast, wie die Mutter? Und Du hast nichts daran auszusetzen und siehst alles, was darin steht, ebenso wie die Erzieherinnen? Ich finde es in Eurer Situation sehr unglücklich, wenn Dir von der KiTa nur mitgeteilt wird, dass die Mutter Änderungen wünscht, aber nicht in welcher Form. Entweder war das der Termin der Mutter und der geht Dich nichts an, dann muss man keine Andeutungen machen, oder Du hast das Recht informiert zu werden, dann aber doch bitte auch so, dass nicht das Gedankenkarussell wieder in Gang gebracht wird, dass da ja nur eine schlechte Absicht der Mutter hinterstecken kann, um Dir eins auszuwischen...

    LG
    CoCo




    Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sie äußern dürfen.
    ~ Elisabeth Beatrice Hall 1906 im Buch "The friends of Voltaire" ~

  • Bevor wieder vom Schlimmsten ausgegangen werden soll, ist ja die Frage, was wollte sie ergänzt haben.


    So wie ich das verstanden habe, ging es um ergänzende Wertungen, z. B. aufgrund der Beobachtung, dass er (in der betreffenden Zeit) viel für sich allein gespielt und wenig den Kontakt zu anderen Kindern gesucht hat. Oder dass er sich so eigenbrötlerisch verhält, weil das offene Konzept des Kindergartens nicht zu ihm passt. Ich habe nicht gefragt, welches die Ergänzungen sein sollten, weil mich das erstens vermutlich nichts angeht und zweitens die Leitung des Kindergartens beschlossen hat, keine Ergänzungen (in diesem Fall) am Protokoll vorzunehmen. Ich finde es vernünftig, dass die Erzieherin sich dazu entschlossen hat, jeweils die gleichen Informationen nach außen zu geben, unabhängig davon, wer ein solches Gespräch führt. Schon allein, um möglichst wenig in die vorhandenen Konflikte einbezogen zu werden. Das entspricht auch meiner eigenen Meinung, denn für diese Konflikte sind andere verantwortlich bzw. zuständig (Gerichte, Rechtsanwälte, Jugendamt, Eltern).

  • Ohne das es jetzt irgendwie parteiisch wirkt oder irgendwie anders angreifend,


    Was mir zu denken gibt.


    Der KiGa scheint ja zu wissen, dass du und KM euch nicht "grün" seit. Sonst würde es ja ein gemeinsames Gespräch geben. Es ist nicht gerade förderlich oder gar deesklarierend, wenn man dir "unter die Nase" reibt, was die Mutter sich wünscht. Ich will jetzt nicht von Schweigepflicht sprechen, aber wenn die Mutter so in ihrer eigenen Welt ist und versucht zu instrumentalisieren, hätte sie jetzt einen Trumpf in der Hand.


    Herr Richter, der KiGa petzt alles meinen Ex und ist parteiisch. Ich fühle mich total beobachtet, als wenn darauf gewartet wird, was ich falsch mache.


    Weißt, was ich meine?!


    Ich würde, darum bitten, dass man mir so etwas nächstens nicht mehr mitteilt. Du warst mit dem Protokoll zufrieden. KM nicht, also soll der KiGa das mit der KM klären und nicht mit dir.


    P.S. CoCo war schneller :P

  • Grundsätzlich sollte jeder der Beteiligten doch die Gelegenheit haben Änderungen an einem Protokoll zu wünschen. Wenn das erfasste z.B. nicht dem entspricht was man gemeint hat, oder sonstwie falsch formuliert ist. Das man das erst anmerken kann wenn das Protokoll geschrieben ist versteht sich von selbst. Und es kann auch nicht sein das ein Protokoll nur von einer Seite gegengezeichnet wird und dann als gesetzt gilt. Das sollten schon beide Parteien unterzeichnen.


    Wenn man es schon so kompliziert handhabt wie hier.


    was ich nicht verstehe ist warum DU als nicht beteiligter über sowas unterrichtet wirst wie einen Änderungswunsch. klingt für mich nach 'ablästern'.

  • Ich will jetzt nicht von Schweigepflicht sprechen, aber wenn die Mutter so in ihrer eigenen Welt ist und versucht zu instrumentalisieren, hätte sie jetzt einen Trumpf in der Hand.


    Herr Richter, der KiGa petzt alles meinen Ex und ist parteiisch. Ich fühle mich total beobachtet, als wenn darauf gewartet wird, was ich falsch mache.


    Der Kindergarten ist zunächst einmal parteiisch zugunsten des Kindes. Die Zusammenarbeit zwischen dem Personal dort und mir ist gut und vertrauensvoll. Wenn mir mitgeteilt wird, was die KM dort anstellt (und damit auch den Betrieb stört), dann muss ich das ja nicht unbedingt weiterverwenden, zumal das ja nach außen hin nur den Eindruck erwecken würde, ich oder andere wollten der KM an den Karren fahren. Wenn die KM solche Aktionen wichtig findet, dann nehme ich das erst einmal zur Kenntnis. Der Kindergarten muss sich dann eben mit der KM auseinandersetzen, nicht ich.


    Für den Kindergarten bin ich die primäre Ansprechperson, auch für Entwicklungsgespräche, und ich nehme die Termine auch entsprechend meiner Möglichkeiten wahr. Was mit der KM besprochen wird (zu Anfang waren es wohl regelmäßige Telefontermine), ist auch nicht meine Sache. Um solche Gespräche sachlich zu halten, finde ich es nicht sinnvoll, wenn wir diese gemeinsam wahrnehmen. Ich empfinde das aber auch nicht als Ausgrenzung der Kindesmutter, denn diese kann sich jederzeit die Informationen besorgen, welche sie meint, zu benötigen. Niemand hindert sie daran. Wie sie diese Informationen deutet, ist ebenfalls ihre Sache.

  • Ich denke Musica hat es unter Sorgerecht geschrieben, weil es das Kind ist, das letztes Jahr von der Mutter wegnommen wurde, in eine Pflegefamilie kam und dann zu ihm.
    Das ganze ist noch recht "frisch" und es besteht zumindest der Verdacht oder die Sorge das die Mutter mit dem Wohnort beim Vater nicht ganz einverstanden ist.


    Grundsätzlich gibt es Elternteile die solche Protokolle gerne angepaßt hätten - andere nehmen sie einfach so hin und machen sich keine großen Gedanken.


    Nun stellt sich die Frage - was genau möchte die Mutter mit ihren Korrekturen erwirken ?


    Vielleicht versucht sie im Hintergrund irgendwas zu striken - keine Ahnung - wahrscheinlich erfährst du es erst beim nächsten Antrag den sie stellt.


    Wenn es nicht ganz hahnebüchend ist würde ich mich zurücklehnen und lächeln und sie machen lassen, in der Rgel schneiden sich solche Personen oft ins eigene Fleisch und das Jugendamt/Richter/Gutachter können solche Aktionen durchaus werten.


    Vielleicht kann man das Protokoll so ergänzen - folgende Passagen wurden auf Wunsch von Frau xy ergänzt/gestrichen.
    So macht das unsere Schule - wobei der Aufwand für die Erzieher irgendwie auch im Verhältnis stehen sollte.

  • Der Kindergarten ist zunächst einmal parteiisch zugunsten des Kindes. Die Zusammenarbeit zwischen dem Personal dort und mir ist gut und vertrauensvoll. Wenn mir mitgeteilt wird, was die KM dort anstellt (und damit auch den Betrieb stört), dann muss ich das ja nicht unbedingt weiterverwenden, zumal das ja nach außen hin nur den Eindruck erwecken würde, ich oder andere wollten der KM an den Karren fahren. Wenn die KM solche Aktionen wichtig findet, dann nehme ich das erst einmal zur Kenntnis. Der Kindergarten muss sich dann eben mit der KM auseinandersetzen, nicht ich.


    Schade, dass du mich nicht verstanden hast und ich habe den Eindruck, dass du dich gerade zwei Mal widersprochen hast und gleichzeitig, als "den Guten" darstellst, der den "Störenfried" nichts nachhängt und zu allem guten Draht pflegt. Dir alles egal ist, aber gleichzeitig über alles informiert werden willst/wirst/möchtest/tätest.

  • Musicafides habe ich das richtig verstanden, dass Du das gleiche Protokoll bekommen hast, wie die Mutter? Und Du hast nichts daran auszusetzen und siehst alles, was darin steht, ebenso wie die Erzieherinnen? Ich finde es in Eurer Situation sehr unglücklich, wenn Dir von der KiTa nur mitgeteilt wird, dass die Mutter Änderungen wünscht, aber nicht in welcher Form. Entweder war das der Termin der Mutter und der geht Dich nichts an, dann muss man keine Andeutungen machen, oder Du hast das Recht informiert zu werden, dann aber doch bitte auch so, dass nicht das Gedankenkarussell wieder in Gang gebracht wird, dass da ja nur eine schlechte Absicht der Mutter hinterstecken kann, um Dir eins auszuwischen...


    Ja, ich habe das gleiche Protokoll bekommen und fand es in Ordnung - weil wenig Wertungen darin stehen, gibt es auch wenig, was ich gleich oder anders sehen könnte, als die Erzieherinnen. Die gewünschten Änderungen der KM interessieren mich auch nicht, weil die KM einen eigenen Gesprächstermin hatte und der Verlauf des Gesprächs sicher ein anderer war als bei meinem Termin (die Inhalte jedoch nicht).


    Und es kann auch nicht sein das ein Protokoll nur von einer Seite gegengezeichnet wird und dann als gesetzt gilt. Das sollten schon beide Parteien unterzeichnen.


    Ich sehe das, was ich bekommen habe, eher als Entwicklungsbericht des Zeitraums, und deshalb kam ich wohl auch nicht auf die Idee, das wäre von mir (oder der KM) gegenzuzeichnen. Sinn und Zweck des Papiers ist ja, die Entwicklung des Sohnes zu dokumentieren, und dass das aufgrund eines Gesprächs mit der Erzieherin passierte, gab mir beim Termin Gelegenheit, die für mich wichtigen Fragen zu stellen. Also, ich habe da nichts unterschrieben.


    was ich nicht verstehe ist warum DU als nicht beteiligter über sowas unterrichtet wirst wie einen Änderungswunsch. klingt für mich nach 'ablästern'.


    Kann sein, dass die Erzieher vom Verhalten der KM genervt sind, für mich letzten Endes aber irrelevant. Für mich ist letztlich das wichtig, was die Erzieherinnen mir zum Sohn zu sagen haben, wenn immer das erforderlich ist. Ob man das nun als "ablästern" sieht oder nicht, kümmert mich nicht. Und deshalb gehe ich im Kindergarten auch so wenig wie möglich darauf ein.

  • Ja was ist es nun? Ein Entwicklungsbericht oder ein Gesprächsprotokoll?


    Ansonsten würde ich das gar nicht bewerten und auch in den Auskotzthreat schieben. Das die KM seelisch erkrankt ist ist ja nun hinreichend bekannt, da gibt es nix zu bewerten.

  • Ich denke Musica hat es unter Sorgerecht geschrieben, weil es das Kind ist, das letztes Jahr von der Mutter wegnommen wurde, in eine Pflegefamilie kam und dann zu ihm.
    Das ganze ist noch recht "frisch" und es besteht zumindest der Verdacht oder die Sorge das die Mutter mit dem Wohnort beim Vater nicht ganz einverstanden ist.


    So ist es, weil wir ja gerade ein Sorgerechtsverfahren laufen haben, welches eine sehr umfangreiche Begutachtung nach sich gezogen hat. Es ist kein Verdacht, sondern völlig offensichtlich, dass die KM mit dem Wohnort des Sohnes nicht einverstanden ist und ihn so bald wie möglich zurückhaben möchte, deshalb auch das laufende Verfahren.


    Wenn es nicht ganz hahnebüchend ist würde ich mich zurücklehnen und lächeln und sie machen lassen, in der Regel schneiden sich solche Personen oft ins eigene Fleisch und das Jugendamt/Richter/Gutachter können solche Aktionen durchaus werten.


    Vermutlich hast Du recht. Da ich keine Notwendigkeit sehe, Jugendamt oder Verfahrensbeiständin darüber zu informieren, wird das höchstens über die KM bzw. deren Anwältin in das Verfahren eingegeben werden, sozusagen als Nachweis, dass auch der Kindergarten (wie alle anderen übrigens auch) pro KV und gegen KM sind. Die Gedanken sind frei.


    Dir alles egal ist, aber gleichzeitig über alles informiert werden willst/wirst/möchtest/tätest.


    Nein, das stimmt so nicht. Ich möchte über das informiert werden, was meine Kinder betrifft, darauf kommt es an. Selbst wenn ich eine sogenannte erweiterte Erwartungshaltung hätte, was Informationen angeht, ist es die Entscheidung eines jeden, was er mir mitteilt und was nicht. Von der KM höre ich sowieso fast nur positive Sachen, also lohnt es sich für mich nicht, da gezielt nachzufragen.