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  • wie soll ich anfangen.. schwer
    ich hab da ein problem mit meiner kleinen tochter (6) sie hat ads und ist sehr schwierig seis in der schule mit dem aufpassen und mitmachen und auch daheim... ich weiss nimmer weiter... langsam raste ich immer öfter deswegen aus....sie lügt mich an wegen hausaufgaben und auch was ihr ordnungssinn betrifft.... katastophal....ich hab schon soviel probiert nix fruchtet! von eblohnung bis zur bestrafung!


    kennt ihr das auch.. wie habt ihr das in den griff bekommen...
    selbst eine therapie hilft net. :kopf

  • Vielleicht ist die Therapie nicht die Richtige(?), ich hab heute einen Thread dazu gestartet.




    Kopf hoch, deine Kleine ist krank...nicht bockig :knuddel

    Neun von zehn Stimmen in meinen Kopf sagen


    ich bin nicht verrückt.




    Die andere summt die Melodie von


    ...........TETRIS..........
    :party

  • Hallo
    nun ich kenn das nur entfernt , aber ich weiß es gibt Schulen die sind darauf spezialisiert, schau doch mal ob es so was in deiner Nähe gibt.

  • Hallo...


    mein großer 9 Jahre hat auch ADHS und ich kenne die Probleme die du beschreibst.


    Bei uns war es genauso..ständig fehlenede Hausaufgaben...beschwerden aus der Schulu usw.
    Ich habe daraufhin mit der Lehrerin gesprochen und mit Ihr abgemacht das sie die Hausaufgaben abzeichnet damit ich weiß das sie vollständig aufgeschrieben sind. Das hilft etwas.


    Ansonsten habe ich Hilfe vom Jugendamt bekommen. Mein Großer geht jetzt in eine Tagesgruppe und seiddem ist es viel besser geworden.
    Dort bekommen wir Familien Hilfe und viele Gespräche.


    Was sehr wichtig ist sind feste Regeln und einen geregelten Tagesablauf.
    Das erleichtert ne menge.
    Ein Kind mit ADHS braucht viel aufmerksamkeit und verständnis. Und Du selbst mußt lernen unterscheiden zu können was an der Krankheit liegt und was an der erziehung was leider nicht leicht ist.


    Wenn Du Fragen hast kannst Du dich auch gerne per PN an mich wenden.


    lg Sabs

    Gebt mir ein bisschen Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
    gebt mir ein bisschen Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
    und vor allem gebt mir die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden!

  • Meine kids,haben beide auch ads, mein Sohn ist mit 14 auch noch in der Pubertät. Meine Tochter ist 7 und bei ihr ist es wie bei deiner Kleinen.
    Ich war mit ihr beim Kinder und Jugendpsychiater zum testen. Als klar war dass sie Ads hat fragte ich nach Therapiemöglichkeiten weil ich ihr keine Medikamente geben wollte. Die Ärztin meinte, bis eine Therapie wirklich Besserung bringt, können die Schulprobleme zu groß werden. Da ich die Problematik von meinem Sohn kenne(es wurde so schlimm, dass er die Schule wechseln mußte),Willigte ich in eine medikamentöse Behandlung ein.
    Sie bekommt jetzt morgens 1/2 Tabl. Medikinet zum anschieben und eine Medikinet retard mit verzögertem Wirkungseintritt.
    Seitdem klappt es besser. Auch mein Sohn bekommt nur noch Lob von seiner Lehrerin, seit er medikamentös behandelt wird.
    Ich empfehle dir die Bücher von Cordula Neuhaus zu Lesen die haben mir sehr geholfen. Und versuch auf jeden Fall eine Therepie zu bekommen!
    LG;Ingeling


    liebe Grüße,
    Inge
    :Flowers

    Was nicht aus dem Herzen kommt
    , wird ein anderes Herz nie erreichen :-)

    (Phil Bosnans)

  • Hallo,


    ich kenne das genau, was Du hier beschreibst. Meine Tochter (11 Jahre) hat Rolando-Epilepsie mit den Symthomen ADS. Ganz deutlich aufgefallen ist das aber erst, als sie eingeschult wurde. Die erste Klasse hat sie noch irgendwie überstanden.


    Aber mir wurde immer wieder von den Klassenlehrern gesagt, dass sich meine Tochter nicht länger wie 2 Std. am Stück konzentrieren könne, und das es für den weiteren Schulverlauf problematisch wird.


    Hausaufgaben mit ihr machen, war eine Katastrophe. Sie saß im Schnitt 2-3 Std. täglich und verlor immer mehr die Lust an der Schule, weil nichts gelang. Den Sprung in die zweite Klasse hat meine Tochter dann doch irgendwie geschafft, aber dann ging gar nichts mehr. Ich bin in dieser Zeit mit ihr von Ponzius zu Pilatus gerannt, weil ich wissen wollte, was ich meiner Tochter noch Gutes tun kann, damit sie sich in der Schule nicht so schwer tut. Wir waren sogar zum Test in einer Förderschule, aber der Rektor dort meinte, aufgrund des sehr guten Testergebnis wäre sie dort unterfordert und sie solle lieber auf der Regelschule bleiben. Na toll dachte ich!!! Für die Förderschule unterfordert, für die Regelschule überfordert, was nun???


    Nachdem sie die zweite Klasse wiederholt hatte, wurschtelte sie sich irgendwie durch die dritte. In der vierten Klasse nun beschlossen wir nach langem hin- und her ein Medikament in kleiner Dosis einzusetzen. Methylphenidat!


    Das Medikament hat sofort gewirkt. Ich habe seit diesem Zeitpunkt ein komplett anderes Kind.


    Jahrelang schrieb sie schlechte Noten, konnte sich nicht genügend konzentrieren, schlief in der Schule ein, verpasste ständig den Schulbus und war nur noch traurig, schlecht gelaunt und frustriert, weil sie ständig in der Schule gehänselt wurde (sie wäre dumm usw.).


    Seit dem sie das Medikament nimmt, ist alles anders. Die Noten sind deutlich besser geworden, sie geht wieder sehr gerne in die Schule, Hausaufgaben macht sie komplett selbstständig und ....fehlerfrei!!!


    Ich war nie ein Freund von solchen Medikamenten. Habe jahrelang alles versucht, um diese zu umgehen - wollte es auf dem "normalen" Weg versuchen. Irgendwann habe ich aber festgestellt, dass "meine Versuche" nicht erfolgreich waren, und habe die Medikamente als letzten Ausweg gesehen, um mein Kind nicht mehr länger quälen zu müssen.


    Aber einen Rat gebe ich dennoch mit auf den Weg:


    Bevor man Medilkamente einsetzt, sollte man erst alle Alternativen die es gibt ausschöpfen, auch wenn einem dafür sehr viel Geduld abgefordert wird. Und erst wenn alle Stricke reißen, sollte man nach Abklärung mit einem FACHARZT den medikamentösen Weg wählen.


    LG


    Sike

    :amok: :amok: Out of controll :amok: :amok:


    :lgh :lgh :lgh :lgh :lgh :lgh :lgh :lgh

  • Liebe fire lady,


    meine Älteste hat auch ADS. 3x getestet.
    Sie geht jetzt seit 2 Jahren zur Therapie.
    Medikamente hatten bei ihr nur unangenehme Nebenwirkungen.


    Sie hat sich inzwischen sehr gut gemacht, ist selbständiger, weniger vergesslich, ausgeglichener.


    Ich kenne auch all das, was hier beschrieben wird und es gibt immer noch Phasen, in denen sie ihre Sachen vergisst, Hausaufgaben nicht macht, den Bus verpasst...


    Leg Dir am besten eine grosse Portion Humor zu, so hab ich jetzt 7 Jahre Schule überstanden. Und dazu ein dickes Fell für die diversen Anrufe der Lehrer, die häufig mehr auf ihre eigene Bequemlichkeit bedacht sind, als darauf, diesen Sorgenkindern zu helfen.
    Du musst immer bedenken, dass sie all diese Dinge nicht mit Absicht tut, sondern besondere Anleitungen braucht und liebevolle Unterstützung.


    LG


    vanilla

    Wer andere erkennt, ist gelehrt.
    Wer sich selbst erkennt, ist weise.
    Wer andere besiegt, hat Muskelkräfte.
    Wer sich selbst besiegt, ist stark.
    Wer zufrieden ist, ist reich.
    Wer seine Mitte nicht verliert, ist unbezwingbar.
    (Laotse)

  • Ich habe auch einen Sohn (8J) mit ADS, in der Kita gab es keine Probleme, außer zu langsam beim Anziehen. Aber ab der Einschulung ging es los. Er klinkte sich nach ca. 15 min aus und machte nicht mehr weiter mit, obwohl sonst alles richtig gerechnet war usw. Wenn ich zuhause mit ihm den rest nachholen wollte, nur unter Dauerprotes aber sonst alles richtig. Jeden 2 Tag rote Einträge, er packt seine Sachen nicht aus, er ist sehr unordentlich (..sie hat in der ganzen Lehrerlaufbahn noch kein Kind erlebt, der in so kurzer Zeit so ein Chaos auf und unter dem Tisch veranstaltet hat) Beim Vorlesen musste ihm immer jemand zeigen wo sie gerade im Text waren, dann konnte er gleich gut weiterlesen. Wenn ich nach der Schule fragte, wie es in der Schule war, sagte er immer: gut! Nachher hatte ich nach Absprache die Lehrerin jeden Tag angerufen, wie es gelaufen ist. Dann ging es einigermaßen. Wir hatten versucht ihn in 3 Privatschulen mit geringer Klassenstärke unterzubringen, nach ca. 2 T. - 1 Woche: abgelehnt, zu unruhig, zu unkonzentriert, bringt zu viel Unruhe in die Klasse usw.! Er hatte zwei Leistungstest, am Kinderzentrum und vom Schulpsychologen
    durchgeführt, welche bei ihm eine überdurchschnittlichen Intelligenzwert feststellten, und ritten uns zur Hilfe aufgrund der Schulprobleme zu einer kleineren überschaubaren Klassenstärke, damit er im ruhigen überschaubaren Rahmen lernt, sein Leistungsvermögen auszuschöpfen. Aber es war leider kein rankommen. Bin dann nach einem für uns alle stressigen 1. Schuljahr zur Kinderärztin und sagte, so geht es nicht mehr weiter. Habe dann eine Überweisung zur psychatrischen Kindertagesklinik bekommen (12 Wochen), wo sie dem ganzen auf den Grund gehen wollten. Dort wurde definitiv ADHS festgestellt und nach ca. 7 Wochen Probeschule wurde uns mitgeteilt, das er sich an die Schulanforderungen ohne Medikamente nur unter großen Problemen mit viel, viel negativen Erfahrungen anpassen könnte. Ich hatte auch die ganze Zeit gehofft, dass es ohne Tabletten möglich ist, aber noch mehr Negativerfahrungen??? Nein!!! Seit er Medikinet nimmt, lernt er hochkonzentriert und von Schulmaterialchaos keine Spur mehr! Aber er hat keine Nullbock-Schullaune mehr und endlich wieder freude am lernen und kommt fröhlich aus der Schule!
    Ich bin absolut kein Tablettenfreund, aber er hatte keine guten Chancen ohne sein Medikinet. Da muss man abwägen, was ist besser für das Kind, täglicher Stress, oder für 1-2 Jahre die Medikamente, bis er gelernt hat, den Schulablauf für sich besser zu organisieren. Laut der Kinderärztin wäre es nach 1-2 Jahren möglich, ohne Tabletten klarzukommem.


    MfG miha38

  • Zitat

    Original von miha38
    ... Da muss man abwägen, was ist besser für das Kind, täglicher Stress, oder für 1-2 Jahre die Medikamente, bis er gelernt hat, den Schulablauf für sich besser zu organisieren. Laut der Kinderärztin wäre es nach 1-2 Jahren möglich, ohne Tabletten klarzukommem...


    Also das höre ich jetzt zum ersten Mal, und bin echt überrascht-


    Ich habe in meiner letzten Kur einige Kinder und Mütter mit ADS und ADHS kennengelernt, und (rein Interesse halber) an mehreren Informationsabenden mit Ärzten und Psychologen teilgenommen-


    Da war immer (!) die Rede davon, dass man die Medikament mindestens bis zum Abschluss der Pubertät nehmen muss! (Hast Du irgendwelche Unterlagen zu dem Thema? Die würde ich gerne an eine Selbsthilfegruppe hier in Köln weitergeben....)


    Selbst die grösseren Kinder (so 13, 14)- die schon jahrelang mit dem Medikament leben, fallen sofort in der "Sommerpause" (muss ja nicht im Sommer sein- die meisten legen es aber in die Ferien) in ihre alten Verhaltensmuster zurück.... (gerade das wird ja als Beweis für ADS und ADHS genommen)-


    Ich bin völlig überrascht!

    Lieber Gruss


    Luchsie


    Dein Denken kann aus der Hölle einen Himmel und aus dem Himmel eine Hölle machen.


    Wem genug zu wenig ist, dem ist nichts genug. (Epikur)

  • Was Luchsie schreibt kann ich nur bestätigen.
    Es wird nicht reichen Medikinet nur 1-2 Jahre zu nehmen. Mein 14jähriger nimmt es seit 3 Jahren und fällt noch heute sofort in sein altes Verhaltensmuster zurück, wenn er sie absetzt.
    Allerdings muß ich auch sagen, er hat in vielen Bereichen gelernt mit seinen Problemen umzugehen, seit er weiß wie es "normal" läuft. Wenn ich ihn darauf aufmerksam mache, schafft er es manchmal auch in der "Sommerpause" wieder einen Gang runterzuschalten. In der Schule geht es überhaupt nicht ohne "medi".
    LG,Ingeling


    liebe Grüße,
    Inge
    :Flowers

    Was nicht aus dem Herzen kommt
    , wird ein anderes Herz nie erreichen :-)

    (Phil Bosnans)