Jeden Morgen Stress

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  • Hallo,
    ich brauche auch mal ein paar Tipps. Ich habe jeden Morgen mega Stress mit meinem 3jährigen Sohn. Er macht beim Anziehen immer ein Riesen Theater. Er ist sehr wählerisch, was die Kleidung angeht. Wenn ich ihm 2-3 Pullover zur Auswahl vorlege, will er oft keinen davon. Aber wenn ich sage:"Du ziehst das jetzt an", nützt das auch nichts.wenn ich ihn im Kinderzimmer anziehen will, rennt er ins Wohnzimmer. So geht das mehrere Minuten. Da ich dann unter Zeitdrck stehe, fange ich dann auch manchmalan zu schreien. Er hört überhaupt nicht. Ich habe auch das Gefühl, als wenn er mich absichtlich provozieren wollte. Bei Hosen und Schuhen ist er auch sehr wählerisch.


    Gruß


    Yolanda

    Respekt vor anderen Menschen ist eine Voraussetzung für friedliches Miteinander.

  • Ich gebe ihm gar nichts zur Auswahl, sondern ziehe das an, was ich abends rausgesucht habe.
    Damit er beim Anziehen still sitzt, drücke ich ihm in die Hand seinen IPad (ja ich weiß, aber so sind wir in 5 Min fertig).

  • Ich würde die Kleidung, die er anziehen soll, am Abend vorher rauslegen und ihm sagen, dass das seine Kleider für den nächsten Tag sind. Wenn er sich nicht anziehen mag, dann würde ich ihn im Schlafanzug in den Kindergarten schicken. Das wird ihm nur einmal passieren.


    Oder Du überlegst Dir andere Konsequenzen: wenn er nicht rechtzeitig fertig ist, dann reicht die Zeit eben nicht zum Frühstücken. Oder für andere schöne Dinge, die er dann eben vertrödelt.


    Ich denke, Dein Sohn testet Grenzen aus. In diesem Alter ganz normal. Aber wer hat bei Euch das Sagen? Dein Sohn oder Du?

  • Ich habe am frühen Morgen aber auch nicht so viel Zeit. Und meinem Sohn ist es ehr wichtig, was er anhat. Er lässt sich nciht irgendwas anziehen.... Das ist es ja...

    Respekt vor anderen Menschen ist eine Voraussetzung für friedliches Miteinander.

  • na der hat dich ja fest im griff ^^
    ich sehe das wie musica, bei mir gibt da auch keine wahl, entweder er zieht es an, oder er geht im schlafanzug in den kiga.
    und das ist bei uns kein einmaliges erlebenis und er ist nun vier :rolleyes3: .
    genauso gehts bei allen alltäglichen routine und alltagsdingen.
    dafür ist hier weder zeit, noch platz. ich habe morgens auch noch meine tochter zu versorgen, bevor wir alle um punkt sieben fluchtartig das haus verlassen müssen :D .


    er ist drei! er sucht grenzen und bringt dich damit an deine. das ist sein job und dein job ist es ihm die grenze und konsequenz zu setzen.


    wenn du morgens so unter zeitdruck stehst, wäre es vielleicht gut wenn du morgens ne halbe stunde früher aufstehst. dann hast du mehr ruhe und kannst erstmal dich fertig machen und den ersten kaffee schlürfen, und die nerven etwas spannen.

    ^^ superkalifragelistischexpialigetsich ^^


    "ich bin gerade wie ich bin, weil ich mich jetzt genauso brauche"


    lg chia :wink

  • Lass ihm abends die Wahl. Zicke er morgens Rum geht er so wie er ist in den Kindergarten. Hab Sohn da mal in Unterhose abgeliefert und Tochter im Schlafanzug. Aber da ich nett bin habe ich Ihre Anziehsachen mit zum Liga genommen und sie konnten sich da anziehen. Seit dem klappt es morgens bei uns gut.

  • Ich würde einen Dreijährigen auch nur bedingt seine Klamotten selbst aussuchen lassen. Ihr könnt die Klamottenfrage abends klären, nicht morgens vor dem Losgehen. In diesem Alter können die Kids allenfalls mitentscheiden, niemals selbst. Mein Grosser wäre sonst in dem Alter wohl noch im Sommer im geliebten Lego Schneeanzug zur Kita gegangen.
    Auch ich habe beide Kinder schonmal nur halb angezogen bzw. im Schlafi in die Kita gebracht. Das Gezicke um Klamotten war anschliessend für immer Geschichte...

    Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für unsere Augen unsichtbar...

  • So habe ich das mit Junior damals auch gehandhabt:


    Ich habe ihm die Figur eines Jungen aufgemalt und mal Nachmittags in Ruhe beim Ausziehen geschaut. Was er selbst Alles an hat. Diese Sachen (Unterwäsche, Strümpfe, Hose, Etc) dann neben die Figur gemalt.
    Und Junior gesagt, dass er jetzt groß genug ist, um sich abends seine Sachen selbst raus zu legen.


    Die Zeichnung wurde an den Schrank geklebt und er durfte abends selbst raussuchen. Ich stand natürlich daneben um ggf nochmal eingreifen zu können, aber alles in Allem hat das prima geklappt. Wir sind nach seiner Aussuchrunde die ersten Male noch die Liste durchgegangen, ob auch alles da ist, seitdem macht er es selbst.
    Es gibt eine Sommer und eine Winterliste, die sich am Schrank abwechseln.


    EINMAL gab es da auch Terror, weil er sich umentschieden hatte und eigentlich gar nicht gehen wollte. Gab nur eine kurze Ansage, dass ICH das Haus in 10 Minuten verlasse, was auch immer er dann an hat, wird er in der Kita anhaben. Hat er nicht geglaubt und den Tag (oder zumindest den Frühdienst) im Schlafanzug besucht.
    Genau die gleiche Diskussion gab es einmal beim Ausziehen beim Baden. Mittlerweile weiß er, dass er auch mit Klamotten in die Wanne gesteckt wird, wenn er sich nicht auszieht. Da ihm das nicht gefällt hat sich das Problem in Wohlgefallen aufgelöst.


    Ich kann dir nur raten: sei authentisch,steh zu dem was du sagst. Sei fair (einen Morgenmuffel wecke ich ZB früher um ihm Zeit zum Muffeln zu geben ohne unter Druck zu geraten), handel aus wo es geht und wo nicht, da mache auch klar, dass handeln nicht möglich ist.


    Kinder WOLLEN Grenzen, die geben Ihnen Sicherheit.

  • Meiner war genauso. Ich habe dann seine Kleidung in einer niedrigen
    Kommode in seinem Zimmer untergebracht, sodass er an alles selbst
    herankommt.
    Morgens sage ich ihm nur noch, welche Art von Kleidung die Witterung
    erfordert (also: T-Shirt, Strumpfhose, ...) und er sucht sich dann raus, was
    er mag. Das funktioniert hervorragend.


    Wenn er doch mal rum zickt, mache ich ein Wettrennen daraus,
    wer schneller angezogen ist.


    Seitdem gibt es hier morgens kein Geschrei mehr.


    Diejenigen, die hier sagen, dass das Kind die Mutter ja ganz
    schön im Griff habe, verstehe ich nicht. Die Kinder befinden sich
    im Entwicklungsprozess. Sie entdecken ihren Willen und werden
    selbstständig. Kleidung alleine aussuchen ist doch da ein tolles
    Übungsfeld. Mein Bübchen ist immer total stolz, wenn mir sein Outfit
    gefällt. Er entwickelt ein gutes Gespür dafür, was gut zusammen passt.


    Und Sorry, bevor ich ein Kind (vor allen in dem Alter)
    mit Technik ruhigstelle, setzte ich mich lieber mit ihm und
    seinen Wünschen auseinander.

    Erziehung besteht aus 2 Dingen: Vorbild sein und Liebe. (Montessori)


    Es gibt kein problematisches Kind, es gibt nur problematische Eltern. (A.S. Neill)


    Erziehe dich selbst, bevor du Kinder zu erziehen trachtest. (J. Korczak)

  • Also ich würde ihm gar nicht hinterherrennen und auch überhaupt nicht laut werden. Ich würde ankündigen, dass er sich entweder jetzt anzieht/anziehen lässt (je nachdem wie du das handhabst) oder er in Schlafanzug in den Kindergarten gehen muss. Und dann die Konsequenz auch wirklich durchziehen.


    Das habe ich 1mal bei meiner Tochter gemacht und dann war morgens kein Theater mehr.


    Bei meinem Sohn hilft es schon zu sagen, dass er dann nicht zuhause frühstücken darf (um 6 Uhr), sondern erst im Kindergarten (ab 8 Uhr). Denn nur wer rechtzeitig angezogen ist, kann auch noch zuhause frühstücken :brille

  • Mal eine Frage: Wie würdet ihr euch fühlen, wenn ihr aus irgendeinem Grund im Schlafanzug zur Arbeit müsstet? Unwohl? Bloßgestellt? Gedemütigt? Beschämt?
    Wie würden eure Kollegen darauf reagieren? Belustigt? Höhnend? Hämisch?


    Im schlimmsten Fall verbindet ihr noch Wochen und Monate danach den Arbeitsplatz mit all diesen schlechten Gefühlen und habt keine Lust mehr dort hin zugehen.


    Und ihr seid erwachsen und stark! Wie geht es da wohl einem Kind, dass aufgrund der erzieherischen Hilflosigkeit eines Erwachsenen im Schlafanzug in den Kindergarten geschickt wird?


    Das soll ein geeignetes erzieherisches Vorgehen sein? Gehorsam durch Angst?

    Erziehung besteht aus 2 Dingen: Vorbild sein und Liebe. (Montessori)


    Es gibt kein problematisches Kind, es gibt nur problematische Eltern. (A.S. Neill)


    Erziehe dich selbst, bevor du Kinder zu erziehen trachtest. (J. Korczak)

    Einmal editiert, zuletzt von frascita ()


  • Das hat nichts mit Angst zu tun. Das ist die logische Konsequenz. Wenn ich keine Lust habe mich anzuziehen, dann muss ich auch in Schlafzeug zur Arbeit. Und das hat auch nichts mit erzieherische Hilflosigkeit zu tun. Mein Kind darf entscheiden, was ihm wichtiger ist. Früh am Morgen spielen oder anziehen, damit man eben nicht mit Schlafanzug in den Kindergarten geht. Ich werde mein Kind nicht dazu zwingen, also ihn "gewaltsam" anziehen (z.b. durch "Festhalten") und ich muss um 7.30 Uhr auf der Arbeit sein. Wenn ich das nicht bin, ist die Konsequenz daraus, dass ich meinen Job verliere und wir kein Geld zum Leben haben.


    Früher bin ich meinen Kindern auch noch hinterhergelaufen, habe ihnen erklärt, wie wichtig es ist, dass wir pünktlich sind, bin dann irgendwann laut geworden. Konsequenz daraus war dann, dass mein Sohn regelrecht agressiv wurde. Er hat gebissen und gehauen. Seit meine Kinder mit den logischen Konsequenzen leben müssen (z.b. wenn ich abends Blödsinn mache und trödel, dann ist Sandmännchen eben zuende, wenn ich fertig bin, und ich kann es nicht schauen), kommt das nicht mehr vor.


    Natürlich hatte ich meiner Tochter Sachen mit in den Kindergarten gegeben, die sie sich dann dort anziehen konnte. Und da sie jeden Morgen das erste Kind ist, hat das auch kaum jemand mitbekommen.

  • Das ist die logische Konsequenz wenn man sich nicht anziehen will, dann hat man nämlich nix an bzw. noch seinen Schlafanzug.


    Wir sind auch schon ohne Schuhe zum Kindergarten. Meist fiel ihm aber schon kurz außerhalb der Wohnung ein das er sich doch lieber anziehen wollte.


    Edit: das kommt davon wenn man sich vorm abschicken noch einen Kaffee holt :D

  • Edit: das kommt davon wenn man sich vorm abschicken noch einen Kaffee holt :D


    Macht ja nichts. Zeigt ja nur, dass wir die gleichen Gedanken dazu haben. :D


    Edit: Und zur Ergänzung meines obigen Posts.


    Also sowas läuft bei uns auch ganz ohne Bloßstellung und lustig machen ab. Ich reite nicht darauf rum.


    Ich sage dem Kind in einem ganz normalen Ton, was passieren wird, wenn es sich z.B. nicht anziehen möchte. Und dann ist das eben so und ich sage dann NICHT sowas wie "Selber Schuld, hättest du bloß..." oder "Das hast du nun davon" oder "Das ist aber peinlich."


    Genauso wenig, machen die Erzieherinnen im Kindergarten sowas. Ich informiere sie nur: "Tochter hat entschieden sich nicht anzuziehen. Ihre Anziehsachen sind aber in ihrem Rucksack." Zurück kommt dann nur ein freundliches "Ok". Da wird überhaupt kein Drama draus gemacht.


  • Das waren beim Lesen auch meine Gedanken. Wirklich eine großartige Idee, ein Kind, was in dem Fall auch noch eh gerade Schwierigkeiten im Kindergarten hat, wie in einem anderen Thread beschrieben, der Lächerlichkeit preiszugeben... :kopf


    Ich würde ihn auch am Abend vorher die Sachen selbst aussuchen lassen; der Witterung entsprechend natürlich.

    LG
    CoCo



    Halt mich fern von der Weisheit, die nicht weint, von der Philosophie, die nicht lacht, und von der Größe, die sich nicht vor Kindern verneigt.


    ~ Khalil Gibran ~





  • :kopf



    TS: Was ist sein Problem beim anziehen? Wenn du hinterher läufst, wird er das eventuell als Spiel verstehen.
    Hat es jetzt zur kälteren Jahreszeit begonnen? Hilfst du ihm beim anziehen.
    War er vielleicht gerade im Flow?
    Hat er Schwierigkeiten mit Phasenübergängen?


    Du hast einen weiteren Thread aufgemacht wegen hauenden Kindern in der Kita: Fühlt er sich vielleicht unwohl dort ( denkt sein Köpfchen, kein Anziehen, keine Kita? )


    Es gibt verschiedene Möglichkeiten: Hinterherrennen würd ich auch nicht, wenn du nicht spielen willst. Bezieht sich das nur aufs anziehen?


    Es gibt verschiedene Möglichkeiten:


    a) er will in Wirklichkeit nicht in die Kita: musst du mit ihm drüber sprechen und eine Lösung finden
    b) viele Kinder mögen das dicke anziehen an kühleren Morgenden nicht. Es ist ungemütlich, man muss sich ausziehen, in die Strumphose friemeln etc.


    Hier hilft oft schon einfach die Kleidung vorher auf die Heizung zu legen. Plötzlich wird sich gerne und schnell angezogen. Ist er Strumphosenhasser? Dann könnte man lange Unterhosen benutzen.


    c) er war gerade im Flow, hat Schwierigkeiten beim Phasenwechsel. Da hilft Ankündigung: Mäusi, wir müssen uns gleich anziehen, .... Wenn der Wecker klingelt, wollen wir uns anziehen. Hier und gegen die Spielvariante hilft auch selber kommen lassen. Ganz gelassen bleiben: Mäusi komm anziehen. "Nein" ich spiel gerade noch....
    "Ok kommst du dann, wenn du die Drachen besiegt hast". Oder : " sag mir Bescheid"
    Die meisten Kinder, die ich kenne, kommen dann ein paar Minuten später. Also locker bleiben. Letztlich spielt es doch keine Rolle. Ich putz dann schonmal Zähne.


    d)Kleider Schrank mit saisonalen Dingen füllen. Selbst wählen lassen. Dann ist es egal, was er wählt.
    e) Er ist 3. Man kann das Problem ansprechen: Wo ist das Problem, Mäusi. Anziehen muss ja irgendwie sein. Wie können wir das lösen. Ich habe immer eine Antwort mit einem in 99% passablen Lösungsvorschlag bekommen.


    f) ein Quatschspiel daraus machen. Machen wir heute manchmal zum Spaß noch. Er hat es geliebt, wenn ich versucht habe, seine Kleider anzuziehen. Hose auf den Kopf, Pulli an die Füsse etc und total heiß darauf, mir zu zeigen, wies richtig geht.


    g) Ist er ein Kuschlertyp? Manche Kinder genießen es, das ihnen beim anziehen geholfen wird, lange gekuschelt wird, sie fühlen sich so ihren Tank für den anstrengenden Tag. Junior kann sich schon lange allein anziehen, trotzdem hat er Morgende, da möchte er sich auf den Schoß kuscheln und von mir die Schuhe angezogen bekommen. er tankt schlicht auf.


    Schlußendlich, wenn er das möchte, ist es auch ok, im Schlafi, Unterhose wie auch immer zu gehen. Und dann etwas dabei zu haben, was er jederzeit anziehen kann. und bitte nicht erst in der Kita, auch wenn er es vorher möchte. Es soll kein Vorführen daraus werden, keine schmerzhafte Erfahrung, damit er dir gefälligst gehorcht.


    Es ist einfach so, dass sie manchmal wirklich gerne barfuß gehen würden, aber halt noch nicht wissen, dass es ihnen beispielsweise kalt werden könnte.


    Krümel wollte mal barfuss los, keine Schuhe. Durfte er. Ich hatte aber Schuhe dabei, klar. Jetzt hätte ich, damit er meine "Weisheit " nie wieder in Frage stellt, darauf bestehen können, dass er gefälligst barfuss geht bis in die Kita. Selber Schuld.


    Tu ich selbstverständlich nicht. Auf dem Weg zum Auto hat er natürlich gemerkt, dass seine Idee doch nicht so gut war und er kalte Füsse hat. wir haben also nach zehn Schritten seine Schuhe aus der Tasche geholt und angezogen.


    Du siehst also, es gibt viele Möglichkeiten, wie man das angehen kann, wenn man auf ihn eingehen möchte.

  • Borte


    Aber was, wenn a)-g) nicht greift, also nicht funktioniert und Kind sich nicht unterwegs umziehen kann. Das wäre nämlich Bloßstellung, würde sich mein Kind mitten auf dem Fußweg vor fremden Leuten umziehen. Ich habe kein Auto, in dem sich meine Kinder etwas überziehen können. Im Kindergarten ist bis auf die Erzieherin niemand und dort kann sich Kind zum Umziehen in eine ruhige Ecke zurückziehen.


    Und ich hatte im Übrigen damals bei meiner Tochter vorher tatsächlich b) - g) ohne Erfolg ausprobiert. a) war bei uns nicht Schuld.

  • Das entscheidende ist nicht, wo sich das Kind anzieht, sondern wie es sich dabei fühlt. wenn das Kind damit einverstanden ist, sich in der Kita anzuziehen, und dabei kein schlechtes Gefühl hat, und man dem Kind dabei selber auch ein gutes Gefühl gibt, ist das kein Problem. Wir können es auch in der Kita klammheimlich machen, es bekommt keiner mit, er friert nicht vorher, kein Thema.


    Es wird aber oft als Denkzettel benutzt und auch so gestaltet. Wen Junior mitten im Bus feststellen würde, dass ist mir jetzt unangenehm hier so zu sitzen, dürfte er sich im Bus anziehen. Entscheidend ist, dass ich ihm das nicht verwehre, sondern ihn dann "durchhalten" lasse, um ihm einen Denkzettel zu verpassen.
    Würde es dein Kind also als Bloßstellung empfinden, auf der Straße sich anzuziehen, klar, würd ich es auch nicht tun. sagt mir mein Kind, lieber auf der Straße, als das mich meine Kumpels so sehen, dann auf der Straße.


    Das ist der Unterschied. wenn dein Kind gut gelaunt locker flockig in die Kita marschiert und sich fröhlich dort ankleidet, kein Problem, bettelt es darum, sich unterwegs anzuziehen wegen seiner Freunde, und man macht es dann gerde deshalb erst in der Kita: Geht gar nicht.


    Aber hatte ich unter schlußendlich.... ja auch geschildert, oder?

    Einmal editiert, zuletzt von Borte ()

  • So wie sich des liest, würde ich wetten, dass des Rauslegen am Abend auch net den erwünschten Erfolg bringt.


    Und Gehorsam durch Angst wär des für mich auch nicht. Ich zwinge das Kind zu nichts, es hat die Möglichkeit gehabt sich anzuziehen. Es darf natürlich net einfach so gemacht werden, die Konsequenz muss deutlich angekündigt worden sein, des finde ich wichtig!


    Aber ehrlich, bei einem dreijährigen Kind würde ich net auf die Idee kommen selber aussuchen zu lassen. :kopf Oft sind Kinder in dem Alter nämlich ausserdem sogar eher innerlich überfordert damit Entscheidungen treffen zu "müssen".


    Zeitdruck der dann am Kind ausgelassen wird ist in meinen Augen ausserdem der Fehler des Erwachsenen, genau wie beim Hundehalter das Problem meistens am oberen Ende der Leine zu suchen ist.

    Wer sich den Gesetzen nicht fügen lernt,

    muß die Gegend verlassen, wo sie gelten.

    (Johann Wolfgang von Goethe)