Umgang nach Lust und Laune?

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  • Ich bin früher davon ausgegangen, dass der Erziehungsberechtigte gewissen Pflichten hat. Das stimmt also nicht so. Ich habe mich damit arrangiert aber langsam stoße ich auf meine Grenzen.
    Ich habe eine Arbeitsstelle wo ich 2- 3 Mal im Jahr am Wochenende unterwegs bis. Es sind gut planbare Termine, die ich lange im Voraus weiß. Ich habe versucht mich mit meinem Ex-Mann zu verständigen, dass er an diesen Wochenenden unsere Tochter nimmt. Beim Jugendamt hat er noch ja gesagt aber als er nach Hause kam, war die Vereinbarung vorbei, da seine neue Freundin alles macht damit er mir keinen Gefallen tut. Er zahlt normal Unterhalt für die Tochter und ich arbeite in Vollzeit - also sollte man meinen, dass ich nicht die Angriffsfläche bieten sollte, weil ich von ihm sonst nichts will.
    Dieses Jahr baut er in seinem Haus komplette Wohnung um, deswegen sagte er, dass er unsere Tochter nicht mehr regelmäßig nehmen kann, erst wenn der Umbau beendet ist. Es ist weil sie wohl keinen Platz zum Schlafen hat aber es ist ein großes Haus wo seine Eltern wohnen und da gibt es genug Platz.
    Das geht so seit Juni, er hat sie nicht mehr genommen bis meine Tochter auf die Idee kam mit dem Zug zu ihm bzw. zur Oma die im gleichen Haus wohnt zu fahren. Das geht also ...und manchmal sogar mit Übernachtung. Da gibt es auf einmal Platz :hae:
    Ich habe meine Wochenend-Termine an der Arbeit auf meine Kollegen verteilt. Er sagte ab November kann er sie wieder nehmen. Mitte Dezember müsste ich weg und ich habe es so geplant an seinem Wochenende. Heute teilte mir meine Tochter mit, dass sie erst in vier Wochen hin darf. Sie wird ständig nach hinten verschoben. Wenn sie nicht selbst mit dem Zug fahren würde, hätte er sich keine Mühe gemacht sie zu sehen. Das verletzt mich und meine Tochter ist auch immer genervt, wenn ich frage wann es so weit ist - also der regelmäßige Umgang. Ich frage schon selten, weil sie da immer sauer wird. Er nimmt sich für sie keine Zeit in den Ferien, er sagte auch, dass er sie nie wieder in den Urlaub nehmen will. Ich fragte ihn früher wie es mit seiner Urlaubsplanung aussieht aber da weiß er auch nie etwas und er nimmt jetzt Urlaub immer außerhalb der Ferienzeiten. Sie fragt dann immer seine Mutter also die Oma ob sie dahin darf. Den Umgang hat eigentlich eher die Oma ...Ich habe leider keine Familie und stehe ich einfach da und weiß ich nicht was ich mit meinem Kind machen kann, wenn ich wegfahren sollte. Ich kann meinen Kollegen auch nicht ewig meine Termine abgeben.
    Ich wollte es mir von der Seele schreiben, weil ich sonst pragmatisch bin und eine Lösung finde aber langsam fehlt mir die Kraft. Vor allem tut mir meine Tochter Leid, weil sie eben sich nach hinten geschoben fühlt. Warum macht er sich null Mühe für sie?

    Es ist besser, ein einziges kleines Licht anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen.

    Einmal editiert, zuletzt von Zelda74 ()

  • Meine Tochter ist 12. Ich habe keinen direkten Kontakt zu der Oma. Außerdem ist sie für den Umgang nicht zuständig. Ich finde schon toll, dass meine Tochter zumindest zu ihr kann aber
    sie wird sicher nicht gegen den Willen ihres Sohnes handeln.

    Es ist besser, ein einziges kleines Licht anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen.

    Einmal editiert, zuletzt von Zelda74 ()

  • Ich finde von Donnerstag bis Samstag bei einer Freundin zu lang ...wenn sie doch einen Vater hat. Meine Tochter wird dann auch gefragt warum sie nicht beim Papa schlafen kann ...Sie fühlt sich nicht gut dabei. Mir ist es klar, dass ich ihn nicht zwingen kann. Es ist nur traurig und irgendwie ungerecht. Geteiltes Sorgerecht aber die Sorge muss immer die Mutter tragen. :(

    Es ist besser, ein einziges kleines Licht anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen.

  • Du schriebst: "Beim Jugendamt hat er noch ja gesagt aber als er nach Hause kam, war die Vereinbarung vorbei, da seine neue Freundin alles macht damit er mir keinen Gefallen tut" Da hast Du die Wurzel der Übelkeit...sage seiner neuen Ollen, dass die sich gefälligst da rauszuhalten hat, andernfalls gibt es richtig Ärger. In der Umgansgregelung zwischen deiner Tochter und ihrem Vater haben Dritte ihre Griffel rauszuhalten. Ihr habt euch auch beim JA geeinigt...dort würde ich mich mal beschweren, dass der KV sich nicht dran hält, bzw sich von seiner Neuen beeinflussen lässt

    "Akustisch spielen ist total gay und überhaupt nicht metal." Nathan Explosion (Frontmann von Dethklok)

  • Ein Rat aus eigener Erfahrung mit Tochter damals in dem Alter:
    Es wird nicht mehr lange dauern und sie möchte da garnicht mehr hin.


    Schreib ihn ab, reg dich nicht auf (du kannst ihn nicht ändern), schon deine Nerven (du brauchst sie für wichtigere Dinge).... es ist traurig, aber leider wahr!


    Und such Dir für die paar Wochenenden eine andere Alternative.... bei zwei Übernachtungen ist das meines Erachtens bei einer Freundin durchaus machbar.

  • Ich finde von Donnerstag bis Samstag bei einer Freundin zu lang ...wenn sie doch einen Vater hat.


    Wenn der Vater aber andere Prioritäten hat, dann ist es wohl besser, wenn Du nicht mehr damit rechnest, dass er sich Zeit nehmen wird. Wenn dann der Hausbau fertig ist, hat er bestimmt andere Dinge, die er wichtiger findet, z. B. seine neue Lebensabschnittsgefährtin. Lass sie lieber die Kontakte pflegen, welche ihr Leben tatsächlich bereichern - wenn auf ihn kein Verlass ist, wird die Tochter irgendwann auch keine Lust mehr haben.

    Schreib ihn ab, reg dich nicht auf (du kannst ihn nicht ändern), schon deine Nerven (du brauchst sie für wichtigere Dinge).... es ist traurig, aber leider wahr!


    ... es wird Dir wohl nichts übrig bleiben, als das Bild eines potenziell fürsorglichen Vaters zu beerdigen - aber wie kann Deine Tochter damit klarkommen?

  • Meine Tochter ist 12. Ich habe keinen direkten Kontakt zu der Oma. Außerdem ist sie für den Umgang nicht zuständig. Ich finde schon toll, dass meine Tochter zumindest zu ihr kann aber
    sie wird sicher nicht gegen den Willen ihres Sohnes handeln.


    Die Oma ist zwar nicht für den Umgang zuständig (zum KV), aber wenn doch deine Tochter zu ihr kann (und auch möchte) weil du z.b. beruflich Termine wahrnehmen musst verstehe ich jetzt das Problem nicht.


    Und sie handelt in meinen Augen auch nicht gegen den Willen des KV. Soweit ich das richtig im Kopf habe haben Großeltern auch ein Recht auf Umgang. Und wenn das dem KV nicht passt dann ist es ehrlich gesagt sein Problem

  • .. es wird Dir wohl nichts übrig bleiben, als das Bild eines potenziell fürsorglichen Vaters zu beerdigen - aber wie kann Deine Tochter damit klarkommen?



    Tja, das ist schwierig.... meine Tochter kommt nicht damit klar.... ist deswegen auch in Therapie....


    Aber es bringt trotzdem nicht, wenn ich mich deswegen aufreibe und keine Kraft mehr habe, sie wenn nötig aufzufangen.
    Ich habe daher versucht, für sie da zu sein, wenn sie mich braucht und meine Nerven nicht mehr für ihn zu vergeuden. Man kann Menschen nicht ändern, nur Situationen!

  • Ich würde mich da nicht einmischen - ich würde nie jemanden "zwingen" das Kind nehmen zu müssen - das fühlt sich blöd an. Genauso habe ich mein Kind nie gezwungen - nur gut zugeredet. Starre Umgangsregelungen sind auf der eine Seite etwas schönes - Freunde von mir machen das so 101 % Umsetzungn das ganze Jahr über - ob es paßt oder nicht.


    Bei uns war das immer sehr unterschiedlich - mal viel, mal wenig. Wenn dein Kind zur Zeit keine große Sehnsucht hat und der Papa andere Dinge im Kopf - dann würde ich da nichts erzwingen.


    Zu deinen Dienst-Wochenenden - die würde ich mit dem Kind absprechen - ich muss im Novemeber ein Wochenende arbeitet - du könntest die Oma fragen, ob du kommen kannst oder wir fragen bei Freundin Lisa, Tante Ute usw...


    Natürlich habe ich gerade bei solchen Themen manchmal auch den innerlichen Gedanken - wann und wo leistet er eigentlich seinen Beitrag - aber gut, ich bin von diesem Menschen eh enttäuscht - deshalb sind wir getrennt.