Kind soll getauft werden

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  • musicafides


    Ob eine Taufe eine Angelegenheit von erheblicher Bedeutung hat, das liegt bei einem selbst. Für mich ist die Frage im Vergleich zu anderen Entscheidungen für das Kind definitiv von untergeordneter Bedeutung. Aber wie gesagt, muss jeder selbst entscheiden.


    mariachi


    Was sollte denn sonst eine objektive Rolle spielen, wenn nicht die Religiosität der Mutter? Zunächst einmal haben wir 2 unterschiedliche Meinungen der Eltern zur Taufe. Die Mutter möchte, der Vater nicht. Beide Meinungen sind zunächst gleich gewichtet. Wenn ein Gericht jetzt eine Entscheidung treffen soll, dann versucht es, objektive Gründe zu finden, warum in der einen oder anderen Richtung entschieden werden soll. Dabei spielt es meiner Meinung nach keine Rolle, ob ein weiteres Kind getauft werden soll (was wir so ja auch gar nicht wissen, wenn ich mich nicht irre), und es spielt auch keine Rolle, ob ein Elternteil seine Meinung aus Prinzip hat. Es sollte also ein anderer Grund gefunden werden. Und bleibt für mich nur als Grund, wie die Eltern selbst ihre Religiosität ausleben bzw. ob diese zu dem Wunsch für das Kind passt.


    Ein Feiern von Weihnachten und Ostern ist dabei allerdings bestimmt kein Gradmesser, ob ich religiös bin oder nicht. Auch wenn es religiöse Feiertage sind, hat man wohl kaum eine Möglichkeit, sich dem komplett zu entziehen, wenn man nicht religiös ist...und warum auch. Ich feiere Feiertage auch wenn ich nicht gläubig bin. Die Feiertage als Grund für eine Taufe heranzuziehen, sehe ich als nicht durchsetzbar.

  • Davon Rede ich doch. Freilich würds mich auch ankäsen, und ich würde dahingehend deutliche worte finden (oder finden lassen)
    Aber genau darum wirds bei Gericht eben nicht gehen, sondern lediglich um die Zustimmung.
    Entsprechend der ursprünglichen Frage des te


    Edit das war Musica auf dem tablet ist schreiben einfach mist...

  • Ob eine Taufe eine Angelegenheit von erheblicher Bedeutung hat, das liegt bei einem selbst.


    Das lese ich bei §1687 BGB aber anders. Danach ist die alleinige Entscheidung für Angelegenheiten des täglichen Lebens vorgesehen. Angelegenheiten von erheblicher Bedeutung, für welche die Zustimmung beider Elternteile erforderlich ist, sind danach eben gerade solche, welche nicht häufig vorkommen. Die Taufe (egal wie man persönlich dazu stehen mag) ist nach christlichem Verständnis unwiederholbar und hat zudem erhebliche Auswirkung auf die Entwicklung des Kindes - etwa durch die Festlegung, welchen Religionsunterricht es besuchen wird.


    Wir sprechen hier von rechtlichen Unterscheidungskriterien, welche qua Definition nicht subjektiv sein können - also liegt es juristisch gesehen nicht bei einem selbst (im sprachlichen Alltagsgebrauch allerdings schon), ob die Taufe eine Angelegenheit von erheblicher Bedeutung ist.

  • Wir sprechen hier von rechtlichen Unterscheidungskriterien, welche qua Definition nicht subjektiv sein können - also liegt es juristisch gesehen nicht bei einem selbst (im sprachlichen Alltagsgebrauch allerdings schon), ob die Taufe eine Angelegenheit von erheblicher Bedeutung ist.


    Mir persönlich ist es egal, wie es juristisch aussieht (und juristisch ist es auch für mich klar geregelt, keine Sorge), eine Taufe ist für mich persönlich von keiner Bedeutung. Und nichts anderes habe ich gemeint. Es gibt einen Unterschied zwischen der juristischen Definition und wie meine persönliche Wichtung ist.


    Ich rate trotz der juristischen Definition dazu, sich zu überlegen, wie wichtig einem persönlich die Taufe ist...ob man Energie und vielleicht auch Kosten, die man in die Klärung der Frage der Taufe stecken müsste, nicht lieber in wichtigere Dinge (z.B. Umgangsgestaltung, finanzielle Regelungen, Gesundheitsentscheidungen) investiert.

  • So, ich habe am Sonntag noch einmal versucht, der KM verständlich klar zu machen, dass so eine Entscheidung nicht einfach belanglos herbei geführt werden kann. Ich habe ihr die Ansicht gezeigt, dass das Kind bitte doch selbst entscheiden solle, wenn es die Entscheidungsfähigkeit und -reife dafür hat. Die KM argumentiert jedoch nur, dass sie selbst mit 7 erst getauft wurden ist. Ich fragte, wo jetzt das Problem sei, da sie ja doch nie einem Glauben folge. Sie fände es einfach nur schön, mit Feier und so. Ich sagte nur, Geburtstag und sonstige feierlichen Tage sind auch schön und man muss deswegen nicht entscheiden, ob man dies durchführen darf oder nicht. Alleine, der Grund weils was zum Feiern gibt, sollte hier nicht ausreichen. Dann sprach ich nochmal auf die auserwählten Paten an und begründete es damit, dass genau diese Leute versucht hatten, die Ex-Ehe zu manipulieren und dass sie nichts unversucht haben lassen, das Kind auch noch mit ins Spiel zu bringen und sie sollen als Paten akzeptiert werden? Sie meinte nur, ich wäre genauso gewesen. Ich habe darauf nur gesagt, das Einzige, was ich gemacht habe, ich habe meine Familie versucht in Schutz zu nehmen, mehr nicht. Sie begründet weiterhin, dass sie evangelisch sei und ich nichts. Ich wies dann darauf hin, dass die Paten nicht ansatzweise regelmäßigen Kontakt zur Tochter haben. Sie meinte nur, dass sie guten Kontakt haben und sich oft sehen. Frage mich nur, wenn die Paten selber erst Eltern geworden sind und das Kind ohnehin jede Woche bei mir ist und trotz Arbeit der Paten in der Woche noch Zeit gefunden wird. Meine Frage: Geht sie denn in die Kirche? Einmal im Monat kam die Antwort und der Kindergarten wäre ja auch evangelisch. Das sollen Gründe sein?


    Ich habe der KM sogar angeboten, das Jugendamt als Vermittlung und Beratung hinzuziehen, generell als Hilfe. Die KM jedoch will das nicht, mit der Begründung, die SB sei aufgrund ihres Alters zu unreif und hat keine Ahnung. Notfalls will sie das bei Gericht durchziehen.


    Meiner Meinung nach geht es der Mutter rein symbolisch garnicht um die Taufe, sondern ein weiteres Mittel, um "mehr" Recht zu erhalten, Macht!


    Da ich trotz, das wir ruhig miteinander reden konnten, ohne uns jetzt zu streiten, keine Einigung herausfinde, habe ich jetzt schriftlich das Jugendamt um Hilfe gebeten. Bevor die KM eh alleinige Sorge in der Angelegenheit beantragt, wird das Gericht sowieso das Jugendamt einbeziehen und das ein Gespräch fällig ist. Ich will nicht derjenige sein, der kein Gespräch und Hilfe gesucht hat.


    Eine Taufe ist kein Spaß aus der Machterie der Mutter. Mir geht es hier um das Kind, dass erst gemeinsam beschlossen wurde, Kind soll selber entscheiden. Am alten Jugendamt hat sie sich damals darüber aufgeregt, weil ich mit Töchterchen und Freundin bei einer kirchlichen Veranstaltung war, um dies einfach kennenzulernen und jetzt durch den neuen Partner, nur weil der gläubig ist (hinterlässt eigenartige Töne nach dem Beten lt. Aussage der KM) und das soll meiner Tochter beigebracht werden? Das hier ist schon eine Frechheit, dass so fern man mit der Kirche zu tun hat, dies durch die "Töne" aus bestimmten Öffnungen so herabzieht.


    Zu der Frage der anderen: Wir haben nicht kirchlich geheiratet, war auch damals nie Thema.


    Edit: Die KM sagte mir noch, dass sie noch nicht bei einer Kirche war und dort demzufolge noch nicht nachgefragte hatte, geschweige denn beim Pfarrer war. Es soll also einfach eine Kirche genommen werden, die tauft? Ist Püppi ein Auto, dass irgendwo repariert werden muss?

  • Wäre ich der zuständige Pfarrer, würde ich mich weigern, dieses Kind zu taufen.


    Was der Pfarrer nicht weiß, macht ihn nicht heiß. Das ist ja das Schlimme, dass manche Pfarrer einfach taufen, ohne sich an rechtliche Dinge zu halten bzw. die Eltern heranziehen. Schlimm auch, dass weder ein Gesrpäch mit dem Pfarrer (der bisher unbekannt ist) noch eine Kirche gewählt wurde (die bisher auch unbekannt ist) Da merkt man doch schon, dass Töchterchen nicht in die Kirche geht, wenn selbst diese noch nicht gewählt wurde.

  • Nur zur Info: Man kann sich keine "Kirche" auswählen, in der getauft wird oder einen Pfarrer. Wenn es zur Taufe in einer der beiden Volkskirchen kommen soll, ist zuerst immer die Ortsgemeinde Ansprechpartner. Der dortige Pfarrer müsste eine Sondergenehmigung erteilen, wenn woanders bzw. durch einen anderen Pfarrer getauft werden sollte.


    Und normalerweise halten sich die Pfarrer sehr wohl an die gültigen Vorschriften. Alles andere wäre ein Dienstvergehen und kommt so gar nicht gut ...

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • zur taufe an sich benötigt sie deine einwilligung nicht, wenn sie einfach alternativ taufen lässt. dazu kann sie in jede kirche der welt gehen, nimmt sich eienn pfarrer zur hand und lässt das kind taufen. das ist dann weder sauber evangelisch, noch katholisch, sondern christlich. solch alternativer pfarrer macht auch hochzeiten, beerdigungen und seelsorge. nur ist er weder evangelisch noch katholisch.

  • Ich habe auch den Standpunkt, selbstentscheiden...aber irgendwann kam ich in die Situation, ohne Taufe kein Kindergartenplatzt und kein platzt in der gewünschten Schule.....tja, das war Mist, ein wiederspruch meiner persönlichen Meinung.Aber zum wohl der Entwicklung habe ich die Kinder doch taufen lassen*und da gab es ärger von der Familie vom Vater*ich habe sie aus Tolerantzgründe und weil ich nicht einverstanden bin im dem Klerus der katholischen Kirche die Kinder Evangelisch taufen lassen...tja, da ging das blabla los......."wie kannst du nur, das ist doch noch nicht mal eine richtige Glaubensrichtung, und die Kinder sind in der ganzen Familie jetzt verpönt...usw"muss sagen, die Familie sind Südländisch und katholisch ist die Kirche, nicht evangelisch...
    Ja, man redetet nicht mehr mit mir*was mich nicht trauig gemacht hat*ich war der Esel.....gut, wir haben den Kitaplatzt für den kurzen bekommen,auch wen wir Evangelisch sind...Schule hat nicht geklappt,wobei ich heute froh darüber bin.
    es ist eine ganz eigennützige Entscheidung gewesen,und sagt nichts aus, was man Glauben tut oder nicht, die Jungs konnten selbst entscheiden ob sie zur konfermation gehen wollen oder nicht......zwischenzeitlich hat man sich auch wieder beruhigt

  • zur taufe an sich benötigt sie deine einwilligung nicht, wenn sie einfach alternativ taufen lässt. dazu kann sie in jede kirche der welt gehen, nimmt sich eienn pfarrer zur hand und lässt das kind taufen. das ist dann weder sauber evangelisch, noch katholisch, sondern christlich. solch alternativer pfarrer macht auch hochzeiten, beerdigungen und seelsorge. nur ist er weder evangelisch noch katholisch.


    Kindertaufe wird in Deutschland (und Europa) von den großen Volkskirchen durchgeführt. Die haben in Deutschland den Status der Körperschaft des öffentlichen Rechts und damit auch eine innerkirchliche Rechtsvorschrift zur Taufe und eine, die Wirkung nach außen hat. Den Pfarrer, der da "irgendetwas" macht, wirst du nicht finden.
    Blieben also freie christliche Gemeinden übrig, die nicht irgendwelchen Kirchen- oder Gemeindebünden angeschlossen sind. Die praktizieren aber durchgängig von ihrem Glaubensverständnis her die Gläubigentaufe. Kindertaufe, zumal bei einem Nichtmitglied, wirst du da nicht durchführen können.


    Zu jeglicher, einer Taufe vergleichbaren religiösen Handlung ist per Gesetz die Einwilligung des/der sorgeberechtigten Elternteile vorgeschrieben bis zur Religionsmündigkeit, also bis zum Alter von 14 Jahren.

    Liebe Grüße



    Bap



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  • Nimmt man die Taufe als Sakrament ernst, dann wird man das Versprechen, seine Kinder im christlichen Glauben zu erziehen, nur dann abgeben können, wenn man dazu tatsächlich in der Lage bzw. willens ist. Der Vergleich mit der Ehe als Sakrament würde übrigens nur für die katholische Kirche gelten - auch dort verspricht man, zusammenzubleiben "bis dass der Tod uns scheidet". Allerdings gehe ich davon aus, dass man dieses Versprechen abgibt, weil man tatsächlich den Willen dazu hat, und nicht wie hier im Falle der KM keine Bindung an Kirche oder Glauben hat. Es genügt auch nicht, darauf zu verweisen, dass diese Aufgabe ja durch die Paten erledigt werden kann / soll, weil das Versprechen bei der Taufe sowohl von (beiden!) Eltern als auch von den Paten abzugeben ist.


    Ich finde, diesen Respekt sollte man der Taufe gegenüber schon haben.

  • Nur zur Info: Man kann sich keine "Kirche" auswählen, in der getauft wird oder einen Pfarrer. Wenn es zur Taufe in einer der beiden Volkskirchen kommen soll, ist zuerst immer die Ortsgemeinde Ansprechpartner. Der dortige Pfarrer müsste eine Sondergenehmigung erteilen, wenn woanders bzw. durch einen anderen Pfarrer getauft werden sollte.


    Und normalerweise halten sich die Pfarrer sehr wohl an die gültigen Vorschriften. Alles andere wäre ein Dienstvergehen und kommt so gar nicht gut ...

    das ist bei uns anders-hier darf man kinder in der kirche taufen lassen wo man moechte. ich habe mein kind mit 14jahren ein paar orte weiter taufen lassen.
    meine kinder duerfen auch selbst entscheiden ob sie getauft werden moechten, aber ich hab auch dazu beigetragen das sie den christlichen glauben kennenlernen (z.b. kinderkirche und veranstaltungen).
    meinen sohn haben wir woanders taufen lassen, da wir eine massen-taufe von 9 kindern nicht wollten. da wurden alle hingejagt die noch nicht getauft waren.


    so habe ich mich informiert und woanders meinen sohn taufen lassen, ich brauchte keine genehmigungen.
    die taufe war ein ganz besonderes erlebnis, er wurde morgens um 6uhr am ostersonntag getauft, wo wir auch als eltern, die geschwister und die paten mit einbezogen wurden. danach gab es ein fruestueck von der kirche ausgerichtet,wo er auch im mittelpunkt stand. es war ein sehr bewegener gottesdienst, auch fuer den papa der gar keinen glauben hat........und nachmittags wurden die verwandten eingeladen.........


    ich habe auch bei bekannten erlebt das taufen einfach mal ebend gemacht wird, meine bekannte hat 3 kinder und nun ein viertes von einem neuen mann bekommen, die 3 sind evang. getauft, die kleine wird jetzt katholisch getauft-weil er das unbedingt will.......


    zu dem fall kann ich wenig sagen, nur ich wuerde das nicht vor gericht ausfechten wollen.
    ich finde traurig das die mama dich da wenig mit einbezieht und ein bisschen ihre macht ausspielen will. aber ich wuerde da wohl dem kindeswohl zugegen in den sauren apfel beissen.........
    eine taufe ist ein aufnehmen in der gemeinschaft.......und so kann sie auch einen glauben kennenlernen-was sie spaeter daraus macht........ist ihre sache.
    ist es auch so gedacht, das es mit dem geschwisterchen zusammen gemacht werden soll, ist es auch eine idee. das sie sich nicht ausgerenzt fuehlt, sondern genauso mit dazugehoert...........denn auch das ist glaube,eine gemeinschaft zu sein..........


    wie ein richter das entscheiden wuerde, weiss ich nicht.
    die meinungen sind hier ja auch so unterschiedlich........


    mich wuerde es aber interessieren was das jugendamt sagt und wie ihr eine loesung findet..........

    Kinder die geliebt werden, werden erwachsene die liebe schenken koennen.


    [font='Tahoma, Arial, Helvetica, sans-serif'] "In meinem Leben habe ich unzählige Katastrophen erlitten. Die meisten davon sind nie eingetreten."

  • Wenn die KM das Gespräch mit JA-SB wegen "Unreife" ablehnt, kann sie doch nichts gegen ein gemeinsames Gespräch mit dem Pfarrer sagen? Wenn sie nicht mit dir hinwill, solltest du vielleicht vorbeugend deinerseits Pfarrer der Ortskirche informieren, dass du die Taufe ablehnst, damit der Pfarrer nicht vergisst, nochmal deutlicher nach der Unterschrift des Vaters zu fragen.Wenn sie noch nicht bei der Kirche war, wird sie ja da spätestens gesagt bekommen, dass es nicht einfach deine Marotte ist, sondern dass diese Unterschrift erforderlich ist.


    Hallo Marzipan, mit 14 Jahren ist dein Kind religionsmündig, da braucht es keine Unterschrift mehr.


    Edit sagt: Ich finde es übrigens sehr gut, dass ihr euch dazu ausgesprochen habt! Trotzdem wären moderierte Gespräche vielleicht besser, sonst sehe ich die Gefahr, dass keiner den Standpunkt des anderen wirklich ernst nimmt, ein Wort das andere gibt, es zu unnötigen Eskalationen / Versteifungen kommt. Es muss ja nicht SB vom JA sein, sondern jemand, zu dem ihr beide Vertrauen habt.

    2 Mal editiert, zuletzt von Maunzelberta ()

  • Marzipan, sowohl in der (evang.) Bremischen Landeskirche als auch in der (evang.) Nordkirche - zu einer von beiden wirst du gehören bei einem Wohnort "bei Bremen" ist eine Taufe nur mit Genehmigung des Ortskirchenvorstandes an einem anderen Ort möglich. Es mag sein, dass das "auf kleinem Dienstweg" zwischen den Pfarrern passiert. Aber das muss abgestimmt und protokolliert sein und geht in die Datenbanken ein. Aus den Dateien speichern sich dann später die Einladungen zum Konfirmandenunterricht und noch später die Kirchensteuerpflicht. Du hast da auch irgendwann etwas unterschrieben ...
    Dieses Vorgehen ist bei allen Mitgliedskirchen der EKD gleich und substantieller Inhalt der Verträge zwischen Kirche und Staat.

    Liebe Grüße



    Bap



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  • meine kinder duerfen auch selbst entscheiden ob sie getauft werden moechten, aber ich hab auch dazu beigetragen das sie den christlichen glauben kennenlernen (z.b. kinderkirche und veranstaltungen).


    Das ist eigentlich kein großes Ding, sondern ich würde es als "Vermittlung des Glaubens im Alltag" bezeichnen, so dass es für das Kind so natürlich ist wie Sprechen, Rechnen, Malen oder Musizieren - je nachdem. Aber dazu muss man zum einen dahinterstehen können, zum anderen seinen Glauben im Alltag auch tatsächlich leben - sozusagen ein Vorbild sein (wie in anderen Angelegenheiten auch). Ich sage nicht, dass das für das Wohl eines Menschen absolut notwendig ist, aber wenn man es ernst meint mit der Taufe, dann sollte man sich auch darüber Gedanken machen. Dass Glauben leben auch etwas mit christlicher Gemeinschaft zu tun hat (z. B. Kindergottesdienst), sollten dann die Kinder auch vermittelt bekommen. Insofern ist Glaube keine bzw. nicht nur Privatsache.

    Wenn sie nicht mit dir hinwill, solltest du vielleicht vorbeugend deinerseits Pfarrer der Ortskirche informieren, dass du die Taufe ablehnst, damit der Pfarrer nicht vergisst, nochmal deutlicher nach der Unterschrift des Vaters zu fragen.


    Das habe ich mir auch schon überlegt, ob dieser Rat sinnvoll sein könnte und bin mir, ehrlich gesagt, unschlüssig, ob es sinnvoll ist, hier die Verantwortung der Eltern auf den Pfarrer abzuwälzen. In jedem Fall aber kann man versuchen, so man möchte, ein Gespräch mit dem Pfarrer der zuständigen Ortsgemeinde zu suchen, dann ist er zumindest informiert. Es ist ja durchaus legitim, sein Kind nicht im christlichen Glauben erziehen zu wollen bzw. zu können, ohne das auch nur ansatzweise näher begründen zu müssen.

  • Ich kann den Heck Meck wegen der Taufe leider immernoch nicht wirklich verstehen.


    Dann wird das Kind halt getauft :frag


    Und ich mach mich jetzt sicherlich sehr unbeliebt, aber... wenn ich meine kleine Taufen lassen würde, dann auch bloß aus Gründen wie sie hier die KM vorgebracht hat. Ich hab selbst nix mit der Kirche am Hut... aber ich möchte meinem Kind die Möglichkeit geben sich einer Gruppe anzuschließen und auch in der Schule dazu zugehören.
    Was sie danach damit macht? Das muss sie selbst entscheiden wenn sie reif genug dafür ist.


    Das Kind soll nicht getauft werden weil weder Kind noch Mutter jeden Sonntag in der Kirche sitzen und beten? :hae:


    Ich hab grad das Bild im Kopf wie Tochter des Ts sich irgendwann entschließt konfirmiert zu werden... sie darf sich dann als 12 oder 13 jährige Taufen lassen. Gerade in dem Alter wo ihnen sowieso alles auf den Keks geht und ihnen alles und jeder peinlich ist.
    ICH wäre damals auf meine Eltern aber sowas von pissig gewesen. :D

    Liebe Grüße,
    Zora


    Sometimes the wrong choices bring us to the right places

  • Ich hab selbst nix mit der Kirche am Hut... aber ich möchte meinem Kind die Möglichkeit geben sich einer Gruppe anzuschließen und auch in der Schule dazu zugehören.


    Das geht in der Regel auch ohne Taufe. Ich kenne keine kirchliche Gruppierungen, bei der man vorher gefragt wird, ob man getauft ist oder nicht. Wie wahrscheinlich wird es wohl sein, dass ein Kind sich einer kirchlichen Gruppe anschließt, wenn die Eltern keinen regelmäßigen Bezug zur Kirche haben? Ich kenne einige Fälle von Jugendlichen, die sich kurz vor der Konfirmation haben taufen lassen - weil es ihre eigene Entscheidung war, dies tun zu wollen. Es würde mich wundern, wenn sie wegen ihrer Eigenschaft als nicht getaufter Mensch ausgegrenzt worden wären. Im Übrigen ist Sinn und Zweck der christlichen Taufe ein anderer, als "nur" zu einer Gruppe gehören zu wollen.

  • Wir hatten damals einen Jungen in der Klasse der nicht getauft wurde.. er saß während des Religionsunterricht allein mit einem Lehrer im Klassenzimmer und hat gemalt. Wir anderen haben in unserem Unterricht teils wirklich spannende und interessante Dinge unternommen.


    Ich wurde als Kleinkind getauft und fand die Entscheidung meiner Eltern (auch wenn ich heute mit der Kirche nix mehr zu tun hab) super.
    Ich bin mit Klassenkameradinnen ins Gemeindehaus gegangen und war in einer Mädchengruppe die sich jede Woche 2x Nachmittags traf und gesungen hat, in der Bibel gelesen hat, Dinge für den nächsten Gottesdienst vorbereitet hat oder aber einfach nur zusammen im Garten des Gemeindehauses Federball spielte.
    Und das obwohl meine Eltern nicht in die Kirche gingen und auch nicht gläubig waren einfach weil ich in der Schule einer Gruppe angehörte.


    Ja... ich habs mir später anders überlegt... aber ich war froh das meine Eltern sich damals FÜR die Taufe entschieden haben und mir DAMIT die Möglichkeit gegeben haben mich durch den Unterricht in Kindergarten, Schule oder aber den Kirchentreff usw. mit dem Glauben vertraut zu machen.
    Ich will damit nicht sagen dass man in der Schule "ausgestoßen" wird wenn man keinem Glauben angehört... heute erst recht nicht mehr.
    Aber es ist mir persönlich so leichter gefallen herauszufinden was ich eigtl. will.

    Liebe Grüße,
    Zora


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