Pubi-Auskotz-Thread

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  • Off topic: Ein ganz wesentlicher Punkt für Eltern im Umgang mit Pubertisten ist: Eine andere Meinung oder Weltsicht stehen zu lassen - und mag sie in meinen Augen noch so falsch sein. Und: Diese Meinung von der Person zu trennen.
    Unter diesem Blickwinkel den Diskussionsverlauf betrachtend, ist - ich sage es so deutlich - weder ein rechthaberisches "ich weiss aber, wie es geht" noch ein "du wirst schon sehen, wie du gegen die Wand faehrst" hilfreich.
    Im Forum Dritten gegenüber kann man das sicherlich immer wieder machen und wird sich am Ende als Sieger der Diskussion sehen.
    Im Umgang mit Pubertisten jedoch führt das zum Gespraechsabbruch und zum Verlust der gemeinsamen Basis zumindest für einen gewissen Zeitraum. - Wie ich mich da positionieren, liegt an mir.

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

    Einmal editiert, zuletzt von Volleybap ()

  • Ein ganz wesentlicher Punkt für Eltern im Umgang mit Pubertisten ist: Eine andere Meinung oder Weltsicht stehen zu lassen - und mag sie in meinen Augen noch so falsch sein. Und: Diese Meinung von der Person zu trennen.


    Im Grunde ja, aber nur bis zu einem bestimmten Punkt. So haben sich zB Eltern aus meinem Umfeld für 1,5 Jahre von ihrem Kind trennen müssen, weil es angefangen hatte in der rechten Szene Fuß zu fassen. Damit konnten die Eltern nicht unter einem Dach leben. Wäre mir genau so ergangen.
    Stehen lassen dieser Sicht ist dann keine Option.

  • Im Grunde ja, aber nur bis zu einem bestimmten Punkt.


    Hallo FRAU thursdaynext ;)


    Ja ich denk auch, daß es schon sehr darauf ankommt, wie sehr diese andere Meinung Einfluss auf das Leben miteinander hat.


    Generell finde ich den von Volley angesprochenen Punkt aber nicht nur im Umgang zwischen Eltern und Pubis wichtig, sondern auch in einer Beziehung. Zu oft wird versucht den Anderen zu verstehen oder schlimmer, zu bekehren.
    Ich muß doch aber nicht immer alles nachvollziehen können. Solang es meine eigenen Bedürfnisse nicht einschränkt oder verletzt, reicht auch durchaus mal akzeptieren.

    Wer sich den Gesetzen nicht fügen lernt,

    muß die Gegend verlassen, wo sie gelten.

    (Johann Wolfgang von Goethe)

  • Mein Jüngster ist jetzt 10, wird im April 11 und wird zunehmend pubertär. Ich bekomm ja jetzt schon Angst, was da noch so auf mich zu kommt. Alles ist blöd, zu allem sagt er nein, seit neuestem futtert er wie ein Scheunendrescher.. Groß ist er sowieso und spindeldürr. Er provoziert mich jetzt schon... M. es ist spät, geh ins Bett jetzt....NÖ... doch. geh ab ins Bett... nein... so geht das schonmal ne halbe Stunde. Oder das leidige Hausaufgabenthema. Nie schreibt er sie auf, dann hat er noch Aufschieberitis... Blöd nur, dass hier in Berlin/Brandenburg der Übertritt in die Oberschule nicht in der 5. passiert, sondern in der 7. Wo dann ja bei Jungs die Hochphase der Pubertät beginnt.
    Mein Sohn ist ein Schusselkopp, sowieso schon. Zum Glück ist er ziemlich klug, sonst wäre er in der Schule wohl schon kläglich gescheitert. So bewegt er sich derzeit in allen Fächern zwischen 2 und 3. Für den Übertritt aufs Gymnasium, wo er aufgrund seiner kognitiven Fähigkeiten defininitv hingehört, wird das aber etwas eng.
    Und auch so: Er ist sooo empfindlich. Und so wenig Ehrgeizig. Hält sich für schlecht. Und macht dann auch nichts dafür, dass es besser wird. Auch im Fussball, wo er wirklich talentiert ist.. aber er strengt sich nicht an, dann gelingt nichts, der Trainer stellt ihn nicht auf, weil er genau weiß, dass mein Sohn es besser kann... daraufhin ist das Kind frustriert und macht gar nichts mehr... ein Teufelskreis. Wenn das noch schlimmer wird... au weia!

    Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für unsere Augen unsichtbar...

  • Oder das leidige Hausaufgabenthema. Nie schreibt er sie auf, dann hat er noch Aufschieberitis...


    Mein Sohn ist ein Schusselkopp, sowieso schon....


    Und auch so: Er ist sooo empfindlich. Und so wenig Ehrgeizig. Hält sich für schlecht. Und macht dann auch nichts dafür, dass es besser wird. daraufhin ist das Kind frustriert und macht gar nichts mehr... ein Teufelskreis. Wenn das noch schlimmer wird... au weia


    Oh was sprichst Du mir aus der Seele, aber sowas von. :S

    Wer sich den Gesetzen nicht fügen lernt,

    muß die Gegend verlassen, wo sie gelten.

    (Johann Wolfgang von Goethe)

  • Aufschieberitis auch hier: Mama, ich brauch zwei neue Bücher für das 2. Semester (Oberstufe).


    Das Semester beginnt morgen! :ohnmacht:

    I am a bear of very little brain, and long words bother me. (Winnie-the-Pooh)


    Ein Leben ohne Bücher ist nicht lebenswert. (Erasmus von Rotterdam)

  • Aufschieberitis auch hier: Mama, ich brauch zwei neue Bücher für das 2. Semester (Oberstufe).


    Das Semester beginnt morgen! :ohnmacht:



    Immerhin erinnert sich Dein Sproß überhaupt daran.. .meiner würde dann morgen einen Zettel mitbringen auf dem steht... M. hat die Bücher.... nicht dabei. Bitte sorgen Sie dafür, dass das Arbeitsmaterial da ist...
    Mein Filius hätte nämlch eiskalt dem Lehrer erzählt, dass ICH die noch nicht bestellt habe... Dass ich noch nichtmal davon wusste, hätte er irgendwie verdrängt...


    Bildschirmzeit ist hier auch so nen Thema... am Wochenende würde er rund um die Uhr vor nem Bildschirm sitzen... unterbrochen durch Fussball, aber nur wenn es ein offizielles Training oder Spiel gibt... alleine raus mitm Ball geht er nur unter der Woche, gleich nach der Schule, mit seinen Kumpels, ohne dass er überhaupt erst nach Hause fährt.. Bin ja froh, dass er draussen ist, aber so finde ich das auch nicht in Ordnung. Fände es besser, er würde erst heimkommen...

    Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für unsere Augen unsichtbar...

  • mamaculi, ich bin erleichtert, dass Du das schreibst. Meiner ist ja sogar erst gut neun. Aber seit ein paar Tagen motzt und mault er sich durch den Tag. Zumindest mir gegenüber und solange er nichts will. Die Krönung war heute ein Fußaufstampfen und lautes "Ich bin fast erwachsen und Du behandelst mich wie ein Baby!" 8o Er sollte Zähne putzen und sich anziehen, bevor er mit 'nem Freund ins Kino wollte. Aber noch ist das sicher keine Pubertät, nur so Hormon-Schluckauf.

  • Behaltet aber bitte euer Vertrauen zu euren Kindern. Die bekommen schon einiges mit, auch gutes.


    Mein Erster hat sich schulisch ja nun auch nicht mit Ruhm bekleckert. Faul, träge, Ohren auf Durchzug.


    Jetzt geht er in der Ausbildung durch die Decke. Klassenbester, Sonderzahlung vom Betrieb für supertolle Leistungen. Ich erkenne das Kind nicht mehr wieder und er ist seit langem glücklich. Das ist auch so wichtig, das sie glücklich sind und nicht nur noch Druck von allen Seiten haben.

    Es ist besser,
    ein eckiges Etwas zu sein,
    als ein rundes Nichts.

  • Genau da hilft der Thread hier: Allein beim Beschreiben der Verfahrenen Situation und beim Suchen nach der Formulierung tun sich manchmal schon Alternativen auf. ...


    Genau deshalb lese ich hier ab und zu rein, auch wenn ich selbst (noch) nicht betroffen bin. Was ich hier lese, zeigt mir aber auch, dass es keine Normentwicklung gibt - jedes Kind ist anders, jedes Eltern-Kind-Verhältnis (auch innerhalb derselben Familie) kann sich ebenfalls voneinander unterscheiden. Ich denke aber, dass ich als hauptsächlich Mitlesender sowohl von Erfahrungen anderer profitieren kann, als auch von den Erfahrungen mit Pubertierenden außerhalb des Forums.


    Hängen geblieben ist bei mir, dass die Pubertät von 9 bis 21 andauern kann und sich nicht so klar eingrenzen lässt. Daraus folgere ich, dass es nur der erste Schritt ist, die jeweilige Situation zu erfassen - und dass die Möglichkeiten, den Heranwachsenden in der Situation zu entlasten, sehr individuell sind und man das manchmal vielleicht auch gar nicht schafft. Vielleicht hilft es auch, darauf zu vertrauen, dass die Bindung zwischen dem Kind und mir als Vater das aushalten kann, was ich auf den ersten Blick als Problem erkennen mag. Dann wünsche ich mir die nötige Gelassenheit für beide, die jeweilige Situation ertragen und hoffentlich richtig (situationsabhängig) handeln zu können. Andere Sichtweisen können mir dann vielleicht helfen.

  • ... ich denn dann so... mit nem 11 Jährigen der seinem Pubibruder (13 Jahre) schon immer nachgeeifert hat... und aber dennoch so ganz anders ist... fühle mich ständig einfach nur noch zu alt... ich weiß, dass vieles ankommt und manchmal erst später Wirkung zeigt... ich halt grad dran fest, dass der Kleine ein „goldenes“ Herz hat und der Grosse das Herz am rechten „Fleck“...


    Ich hab echt bei beiden viel durch und passe mich an und mach mit... und erfinde auch mich immer wieder neu... alles ändert sich... aber beide Jungs wissen... ich bin da für sie... das ist zwischen uns geklärt... derzeit... auch und dank You****...



    Edit... noch haben sie einen „geregelten“ Tagesablauf und gute Noten... sie mögen aber nicht duschen regelmäßig... verstecken auch ihre Socken und ziehen ständig den selben ungewaschenen „Kapuzenpulli“ an... mal sind sie Vegetarier... mal streiten und diskutieren sie ohne Ende... oder sie schweigen einfach stundenlang... putzen... aufräumen... ignorieren von allem „gängigem/alltäglichem“ist eh auch schon Tagesordnung... find noch mehr... denn täglich werden auch Sie mit Neuem konfrontiert... am Schlimmsten ist für mich der Spruch von beiden... Mama, du hast eh keine Ahnung!


    Ich liebe sie so sehr und sie mich genauso... das fühle ich als ihre Mama und das weiß ich immer schon.


    That’s life!

    5 Mal editiert, zuletzt von MiLa12 ()

  • Tochter bekommt gestern einen Ausraster, weill es Pfannkuchen zum Abendessen gibt.... sie will was "Richtiges".....


    Ich dachte echt, ich spinne!


    Jetzt herrscht Funkstille.... keiner hat mehr zu Abend gegessen.... die Pfannkuchen liegen im Kühlschrank.....
    Ich hab echt langsam keinen Bock mehr!

  • Tochter bekommt gestern einen Ausraster, weill es Pfannkuchen zum Abendessen gibt.... sie will was "Richtiges".....


    Ich dachte echt, ich spinne!


    Jetzt herrscht Funkstille.... keiner hat mehr zu Abend gegessen.... die Pfannkuchen liegen im Kühlschrank.....
    Ich hab echt langsam keinen Bock mehr!



    kenne ich. hat meine auch mal gebracht.
    da gab es kartoffeln mit quark und salat. hat sie auch so einen aufstand gemacht. ihr freund und seine mutter haben das arme kind noch darin bestaetigt!
    tja irgendwann sind die in die pleite gerutscht und waren froh das sie ueberhaupt was kochen konnten und dann wollte meine tochter dort nicht mehr essen, denn stell dir vor. da gab es sehr oft nur kartoffeln mit gemuese :nixwieweg


    gut, schwacher trost grad.
    der abend war hinueber und das macht wuetend. denn arbeit machen auch pfannkuchen.......


    eine loesung finden? wenn sie keine pfannkuchen will, wie ist wenn sie dann fuer den abend einkauft und kocht fuer alle?


    und sonst, nerven einsammeln, nicht persoenlich nehmen....es geht vorbei. wirklich...... :engel

    Kinder die geliebt werden, werden erwachsene die liebe schenken koennen.


    [font='Tahoma, Arial, Helvetica, sans-serif'] "In meinem Leben habe ich unzählige Katastrophen erlitten. Die meisten davon sind nie eingetreten."

  • Anmida. Mein Junior brachte es schon fertig und fragte ganz natürlich: Mama, kannst du auch mal was Leckeres kochen? Da hatte es Rouladen mit Rotkohl und Klößen gegeben, war nicht sein Geschmack :bldgt: . Heute kriege ich dann zu hören: Mama, das brauchst du nicht mehr einzukaufen. Jetzt sind meine Kinder schon älter (23) und froh, wenn sie überhaupt was gekocht bekommen und Mamas Kühlschrank ist der BESTE! vor allem am Monatsende. Nicht aufregen! Das verwächst sich! Mal auf stur stellen: Nichts kochen!!! oder, was ich in dem Alter deiner Kinder schon mal gemacht hatte, wenn das Essen fertig ist, rufen: Ihr könnt meckern kommen. Oder noch besser: Essen steht im Kochbuch Seite 356!!! hat auch gewirkt

  • Es gab Pfannkuchen, weil ich mir die seit langem mal wieder gewünscht habe (ich liebe Pfannkuchen, mag sie nur nich machen).


    Sie waren eigentlich für`s Wochenende geplant, aber dann kam was dazwischen.... daher wußte sie, dass es die gibt..... sie war nicht begeistert, aber hat auch nichts dagegen gesagt.


    Problem war dann noch, dass ich keine Vanillesauce dazu hatte (das hätte sie sich eingebildet).... aber als es um das Essen fürs Wochenende ging, hat sie auch nichts von Vanillesauce gesagt.... hätte sie natürlich grundsätzlich haben können.....


    Ich weiß nicht, was WIRKLICH das Problem gestern war!?!?


    Aber Konsequenz ist, dass es heute Abend nichts gibt! Sie ist fast 18 und selber in der Lage, sich was zu machen.... ich streike!

  • Ich weiß nicht, was WIRKLICH das Problem gestern war!?!?


    Das weiß ich bei meiner Tochter (bei der sich manche fragen, ob man bei ihr schon die Zeichen einer sog. Vorpubertät merkt) auch manchmal nicht wirklich. Solange ich mich um das Essen kümmere, gibt es das, was auf dem Tisch steht. Mich um Extrawürste zu kümmern sehe ich überhaupt nicht ein. Wer einen Wunsch zum Thema Essen hat, kann ihn jederzeit äußern und dann wird geschaut, ob er erfüllbar ist.

    Einmal editiert, zuletzt von musicafides ()

  • Ich bespreche mit meinen Burschen ,was wir so Speisen wollen in der Woche.
    Ich ha e es so gehasst, Sachen Essen zu müssen, die ,mir nicht schmecken.


    Jeder bekommt mal sein bevorzugtes Gericht und dann gibt es die die wir alle mögen, und dann wird immer mal was neues probiert.


    Das ist ein Punkt ,der hier wirklich gut läuft.





    Dafür gibt es genug andere Katatrophen :ohnmacht:


    @Amida ich ertappe mich immer öfters dabei, wie ich meinen Großen 20 Jahre immer öfters gerne aus dem Nest werfen würde.


    Ich finde ,ich habe da fertig mit Muttiauftrag .


    Liebe Grüße


    Ute

  • ich ertappe mich immer öfters dabei, wie ich meinen Großen 20 Jahre immer öfters gerne aus dem Nest werfen würde.


    Ja. Diese Überlegung kenne ich nur zu gut.


    Vor allem gestern, als besagte 21-jährige Studentin SIMS-spielend bei mir sass und mitteilte dass sie im Spiel ganz viele Kinder bekommt (weil man dann Erbstücke bekommt) und die mit 18 sofort rausgeworfen und sich selbst überlassen werden, damit Platz für Neue sind :rolleyes::wow


    Ich hab mich dann still und leise gefragt, warum das im IRL nicht auch so einfach ist