Pubi-Auskotz-Thread

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  • Hallo,


    Manchmal kommt die Veränderung schlagartig.


    Bei meinem Kleinen, seit er im April 18 geworden ist.

    Haare waschen täglich, Duschen alle zwei Tage.

    Und jetzt hat er sich so einen "Pickelsauger" gekauft. <X


    LG Lille

    Liebes Leben


    Wenn ich sage "kann mein Tag noch schlechter werden"
    dann ist das eine rhetorische Frage und keine Herausforderung!

  • Nele64: Nö, das ist ein aktuelles. Zu der Zeit hatte ich die Jacke noch nicht, da ich da noch verheiratet war.

    Im Forum gängige Abkürzungen:
    ABR: Aufenthaltsbestimmungsrecht (kann sich auf das alleinige ABR beziehen) / ASR: Alleiniges Sorgerecht / GSR: Gemeinsames Sorgerecht / SR: Sorgerecht
    BU: Begleiteter Umgang oder Betreuungsunterhalt / KU: Kindesunterhalt / UHV: Unterhaltsvorschuss / WM: Wechselmodell / BET: Betreuungselternteil / UET: Umgangselternteil
    TE bzw. TS: Threadersteller bzw. Themenstarter / JA: Jugendamt
    KV: Kindsvater / KM: Kindsmutter / ET: Elternteil / GE: Großeltern

  • Es tut so gut hier eure Erfahrungen zu lesen....Dafür erst mal danke.


    Was ich bei meinen Sohn so sonderbar finde,das er mir gegenüber manchmal eine große klappe hat und ich ihn auffordern muss mir zum Beispiel mir zu helfen den Einkauf hoch zu bringen.....meiner Nachbarin fragt er und stellt den Einkauf sogar bis in ihre Küche. ...Auch in der Schule gilt er als sehr hilfsbereit. ...Nur bei mir nicht....Men Pflegesohn hilft von selber....Das muss was damit zu tun haben,das pubertiere hilfsbereit etc nur bei anderen sind....Nur nicht bei den leiblichen Eltern.8o

  • Das muss was damit zu tun haben,das pubertiere hilfsbereit etc nur bei anderen sind....Nur nicht bei den leiblichen Eltern.8o

    Ja, bei dir daheim fühlt er sich sicher. Er kann sich ausprobieren, den Zwergenaufstand proben, sich an dir reiben und hat trotzdem dass Vertrauen, dass du ihn bei solchen Aktionen nicht "wegstößt". Erstmal für Eltern im eigenen Haushalt frustierend, bei genauerer Betrachtung aber das größte Komplement, dass uns die kleinen Kaktusse machen können.
    Sie haben die Grundregeln des Zusammenlebens gelernt und können sie auch anwenden (eben nur nicht bei uns :D)

  • Tux, das scheint normal zu sein. Mir haben mal die Nachbarn gesagt, was ich doch für tolle, gut erzogene Söhne hätte. Freundlich, hilfsbereit...


    Ich stand nur da, seltsam schauend und dachte, von was zum Geier redet ihr??? Welche Söhne???:D

    Es ist besser,
    ein eckiges Etwas zu sein,
    als ein rundes Nichts.

  • War hier auch so. Auswärts, in der Schule, bei Freunden etc. die liebsten, zuvorkommendsten Jungs der Welt. Zu Hause eher das Gegenteil.

    I am a bear of very little brain, and long words bother me. (Winnie-the-Pooh)


    Ein Leben ohne Bücher ist nicht lebenswert. (Erasmus von Rotterdam)

  • Man kann ja zufrieden sein wenn es außerhalb klappt und man sich nicht fremdschämen muß.


    Dennoch müsste man mal fragen, warum sie z.B. Anderen gerne helfen ...wenn als Antwort sowas kommt wie "die freuen sich, oder man fühlt sich gut wenn man helfen konnte", wäre ja nett zu wissen, warum man sich dann zu Hause als Elternteil nicht auch freuen darf über Hilfe.


    Klar, Zuhause ist immer was anderes. Aber ein wenig mehr "wir" wäre schon schön statt immer nur "ich". Ich finde man ist ein Team, und ein Team heißt Zusammenhalten, und nicht immer gegeneinander sein. Bei meinem Sohn heißt T.E.A.M "Toll Ein Anderer Machts" :rolleyes:

    Wer sich den Gesetzen nicht fügen lernt,

    muß die Gegend verlassen, wo sie gelten.

    (Johann Wolfgang von Goethe)

  • Bei meinem Sohn heißt T.E.A.M "Toll Ein Anderer Machts"


    😂 Sorry, Nele. In diesem Team spielen sie wohl alle mal... 😉

    LG
    CoCo



    Halt mich fern von der Weisheit, die nicht weint, von der Philosophie, die nicht lacht, und von der Größe, die sich nicht vor Kindern verneigt.


    ~ Khalil Gibran ~





  • das ist das Problem des "Kind-sein". Zuhause mithelfen ist immer erstmal eine Pflicht, die früher von den Eltern ausgeführt wurde. Der heimische Bequemlichkeitsfaktor sinkt mit jedem Lebensjahr. Wer gibt denn gerne diese Freiheit zugunsten von Pflichten auf? Bei Fremden geht das, weil es dort den Bonus der gesteigerten Anerkennung gibt. Dort wird das Einkauftragen als Glanzleistung zelebriert ;) Zuhause wird es erwartet. Das macht schon einen Unterschied.


    Dort habe ich gestern erst mit der Pubibonustochter drüber geplaudert. Erst war es für sie furchtbar, dass sie bei uns soviel "helfen" muss, während bei Muttern doch das pure Faulenzen angesagt war. Jetzt 1,5 Jahre später sagt sie, dass es normal geworden ist und sie es mag, Dinge in Ordnung zu bringen. Es gibt ihr ein gutes Gefühl, wenn sie sieht was sie geschafft hat. Ich habe auch jede kleine Zusatzhandlung gefeiert als gäbe es kein Morgen mehr. Das Gefühl, mit Übernahme von lästigen Pflichten seinen Teil zum entspannten Miteinander beizutragen, scheint ihr gut zu tun. Sie sieht, dass wir weniger meckern und ihr mehr spontane Freiheiten zugestehen und was ihr am allerwichtigsten ist, sie fühlt sich vorbereitet, wenn sie mal alleine lebt. Sie hat das Gefühl, ihr Leben im Griff zu haben und selbstständig zu sein....


    Dass man sie trotzdem immer wieder erinnern und anspornen muss, ist normal. Und dass es manchmal gar nicht klappen will, rechne ich dem Pubihirn zu...ich weiss, dass ich sie so guten Gewissens auch mal ne Woche alleine lassen kann.


    Sie hat sich einfach wahnsinnig entwickelt.


    Im Sommer wird sie ihre erste Woche als Selbstversorger Zuhause erleben...wir fahren mit den kleinen Kindern auf den Campingplatz um die Ecke und lassen ihr Haushaltsgeld da. Sie wird die letzte Schulwoche komplett alleine Zuhause meistern. Und wir sind als Backup in der Nähe...ich bin gespannt, wie das wird😀

  • Es gibt ihr ein gutes Gefühl, wenn sie sieht was sie geschafft hat. Ich habe auch jede kleine Zusatzhandlung gefeiert als gäbe es kein Morgen mehr. Das Gefühl, mit Übernahme von lästigen Pflichten seinen Teil zum entspannten Miteinander beizutragen, scheint ihr gut zu tun. Sie sieht, dass wir weniger meckern und ihr mehr spontane Freiheiten zugestehen

    Schöner Beitrag Aywa.
    Vor allem dieser Absatz ist mir ins Auge gesprungen, genau DAS versuche ich ja auch meinem Pubi zu erklären. Wenn mal was super lief, mache ich ihn immer wieder drauf aufmerksam, lenke den Fokus darauf, daß ER es ganz stark mit in der Hand hat, wie es Zuhause ist, oder wenn ein schöner Tag war... man sieht es dann auch über ihm rauchen weil das Hirn alles durchrattert. :) Ich guck ja auch immer Martin Rütter...da passt vieles auch auf Kindererziehung, :D... ich lobe den Pubi was das Zeug hält. Aber der Lernprozess hält sich bei ihm sehr in Grenzen, darum sag ich auch gern mal "ein Hund der nicht hört kann eben nicht wie andere Hunde von der Leine". Ich würde meinem 14jährigen wirklich gern mehr Freiheiten geben, aber wenn nichtmal das Sitz oder Platz vernünftig laufen...

    Gestern meinte mein Freund, mein Sohn müsse doch mit 14 nicht mehr um 21 Uhr ins Bett. Klar, muß er auch nicht, von mir aus dürfte er wenn er mich schlafen läßt noch drei Stunden länger wach bleiben. Aber wer dann nachts nur Mist macht, heimlich essen geht, noch daddelt usw ...und morgens ständig der Tag schlecht anfängt weil das Kamel nicht aus dem Bett kommt und mich deswegen noch anpöbelt weil ich ihn mehrmals versuche zu wecken obwohl der Prinz doch müde ist... äh neee, hallo?? Bin doch kein Fußabtreter... Man möge jetzt denken "laß ihn doch liegen, muß er selber ausbaden wenn er zu spät zur Schule kommt usw". Habe ich auch schon oft genug gemacht. Aber letztlich landet das Problem ja doch wieder beim Elternteil...X/

    Ich finde es schade, ich glaube ich bin wirklich ne coole Mutter, offen, verständnisvoll für die Jugend, mach gern Blödsinn, unterlasse fürs Kind peinliche Sachen, wäre echt großzügig was Freiräume angeht usw. Aber er hat nicht oft was davon. :(

    Wer sich den Gesetzen nicht fügen lernt,

    muß die Gegend verlassen, wo sie gelten.

    (Johann Wolfgang von Goethe)

  • Das meine Kinder außerhalb des Hauses völlig anders sind, kann ich nicht bestätigen.

    Teilweise aber milder außerhalb des Hauses...

    Der jüngste räumt öfter sein Zimmer auf und hat Freude, wenn es aufgeräumt ist.

    In der Schule meldet er sich immer Freiwillig für Aufgaben wie z. b. Blumen gießen.

    Mein Großer kann gerne mal was stehen lassen und ist genervt, wenn er Tafeldienst hat.

    Hier und auch in der Schule wird gerne mal mit Erwachsene diskutiert und leider auch protestiert. =O;(

    Persönliche Hygiene war auch nie ein großes Thema.

    Streiten tun sie zu Hause wie Unterwegs gerne.

  • ...ich glaube mein Sohn liest hier mit. :D:D:D Kurz nachdem ich meinen Beitrag geschrieben hatte, hörte ich plötzlich den Staubsauger.

    Der hat nicht nur in seinem Zimmer gesaugt, sondern die ganze Wohnung, dann noch Flaschen weg gebracht und Wäsche abgehängt.

    8|8|8|8|8|8|8| Wenn er jetzt noch Blumen kauft frag ich ihn was er ausgefressen hat, lach...


    Ne aber mal ernst, nachdem ich ihn gelobt habe, ihm den Rücken gekrault habe (das liebt er) und es Naschi oben drein gab sagte er "hey das ist ja cool wenn man was macht" :rolleyes::D

    Wer sich den Gesetzen nicht fügen lernt,

    muß die Gegend verlassen, wo sie gelten.

    (Johann Wolfgang von Goethe)

  • Ich habe eine olle Foto-CD gefunden, wo Sohn gerade mal 2 Jährchen ist.

    Ein Foto wo er in der Krabbelgruppe an einem Tisch sitzt, vor halbfertigen Holzautos. Die Leiterin fragte vorher, das er ja nun wenig Lust hätte zu basteln und ich sagte ihr damals, naja, Autos liebt er. Also wurden Autos gebastelt. Hatte er auch aber auch nicht so richtig Lust drauf. Tag der Einschulung, hatte er nicht so richtig Lust drauf. Bücher - keine Lust. Weiterführende Schule, ich sagte ihm, er solle doch in die Musikklasse, aber er hatte kein Lust. Sinnfrei, weil er ohnehin E-Gitarre angefangen hat. Und dann 2 Monate Drama! zuhause, weil alle Kinder die nicht in der Musikklasse waren, gelost wurden und er in die Schule kam, wo gerade mal 1! aus seiner alten Grundschulklasse war. Ich hab ihm auch gesagt, das er für den Bundeswehr-Test mal hier um den Berg laufen soll (Wald-Naturschutzgebiet), statt nur Gewichte stemmen. Keine Lust. Ergebnis: Ausdauer hat er die "schlechteste" Note, eine 3.

    Usw.usf.

    Und so geht das seit 17 Jahren und 8 Monaten. Man will ihm was Gutes tun und irgendwie verfängt es nicht. Weil eigener Kopf, keine Lust. Und ich darf es dann gerade ziehen irgendwie oder er kommt später mit: Ah, die Alte hat ja doch recht. Warum werden die 30 Jahre Vorsprung (ja, jetzt wisst ihr wie alt ich bin) nicht zur Kenntnis genommen? Und dann wundert er sich warum, ich so gereizt bin, wenn wir feststellen, dass mein Weg der Bessere gewesen wäre.


    Ich bin so müde manchmal.

    Aber er sieht wie immer goldig auf dem Foto aus.

    Wie ein Zuckerberg.

    "Mein Trainer war die Bordsteinkante" (Skateboarder)

  • bei mir wars: da ist wieder das Ei gescheiter wie die Henne.


    Ok, auf fränkisch hätt das jetzt niemand verstanden ^^


    bei uns grad: Motorrad kaufen. Ich hab von Anfang an gesagt, Motorrad erst, wenn Führerschein bestanden (durch Winter und Schließung der Fahrschulen hat sich das dann ohnehin noch bis Mai jetzt rausgezogen). Jetzt fährt er seinen Roller - offen halt durch den A2.


    Wer ist aber Schuld daran, dass er noch kein Motorrad hat? Und wer kümmert sich nicht darum seit Wochen?


    Mir egal, ob er jetzt mit 50 Sachen zur Arbeit fährt oder mit 100 :)

    Grüsse Tani :wink



    Du bist nicht das was Du sagst, sondern das was Du tust!

  • Aber lasst mal, ein zu selbständiges ist auch Mist.


    Mein Kurzer 17 hat mir verkündet, dass er um Versetzung gebeten hat und zum 01.09. nach Berlin ziehen wird. Wenn dann bezüglich Corona alles in Sack und Tüten ist, geht er für 6 Monate nach Irland, auch geklärt mit dem Ausbilder. Haben weltweit Standorte.


    Es ist toll wie er ist und im Prinzip macht der Krepel all das, was ich immer wollte. Aber Berlin sind auch fast 3h Fahrt zu ihm.


    Gestern im Bett, also im ganz dunklen, gabs dicke Tränen. Das loslassen ist Königsdisziplin.


    Ich werde ihn das durchziehen lassen, ich hab meinen Eltern bis heute übelgenommen, mich in einigen für mich ganz wichtigen Dingen, ausgebremst zu haben.


    Das will ich ganz einfach nicht für ihn, naja und der Große ist ja auch noch hier.

    Es ist besser,
    ein eckiges Etwas zu sein,
    als ein rundes Nichts.