Muki-Kur versus psychotherapeutisches Krankenhaus

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  • Hallo ihr Lieben,
    vor ein paar Jahren als ich noch kein Kind hatte, war ich mal in einer psychotherapeutischen Rehaeinrichtung im Allgäu. Es war herrlich! Tolle Umgebung, Zimmer mit Hotelaustattung und Blick auf die Berge, sehr gute Therapeuten, alternative, naturheilkundliche Anwendungen (Massagen, Blutegel, Schröpfen, Fasten, Schlafentzug, Tanztherapie). Vom Manager ( Burn Out) bis zur Ex-Bulimikerin waren die unterschiedlichsten Menschen dort.


    Nun überlege ich wie ich am besten meine traumatischen Trennungserfahrungen bzw. meine Erschöpfungszustände bearbeiten kann.Diese Einrichtung kommt aber leider nicht infrage, da es sich um keine Mutter-Kind-Einrichtung handelt. Mein kleiner Sohn hat nichts, ist völlig gesund.


    Sicherlich lässt sich eine deratige irgendwo in Deutschland finden. Jedoch frage ich mich aber was dann der Unterschied zu einer Muki-Kur ist. Werden dort rein körperliche Beschwerden behandelt? Gibt es überhaupt welche mit einem psychotherapeutischen Ansatz?


    Ich lese hier so häufig, dass eine Muki-Kur angestrebt wird aufgrund verschiedener Traumata die mit der Ex-Beziehung zusammenhängen. Wieso habt ihr euch für eine Muki-Kur entschieden und nicht für ein psychotherapeutisches Krankenhaus???


    Freue mich auf eure Erfahrungen.
    Gruss

  • Ich habe mich für die Kitzberg-Klinik in Bad Mergentheim entschieden, nehmen Eltern mit Kind auf, schau doch mal auf die Website! :strahlen

  • Ich denke, die Frage beantwortet sich selbst.... ich wüßte nicht, wohin mit meinem Kind, wenn ich alleine auf Kur gehen würde.....


    Obwohl ich denke, dass es in vielen Fällen sinnvoller wäre. Hab mit Mutter-Kind-Kuren nicht so gute Erfahrungen gemacht.... es war zwar Erholung, aber wenig Therapie (egal in welchem Bereich).

  • Hallo Anmida,
    ich denke du hast mich missverstanden.
    Ich möchte ja mein Kind mitnehmen und versuche herauszufinden, ob ich lieber eine Muki-Kur beantragen soll oder mich ( mit Kind) in ein psychotherapeutisches Krankenhaus einweisen lassen soll. Ist ja wie ne Kur.

  • Oh sorry, ich wußte nicht, dass das mit Kind auch geht.


    Dann denke ich, dass das die bessere Alternative ist, weil besser auf die bestehende Problematik eingegangen werden kann.

  • ich denke auch, eine MutterKindKur ist eher nichts für Dich-


    Diese dienen eher der Erholung, als der echten Heilung-


    die Ärzte sind ok, aber mehr auch nicht... toll, wenn man merkt, dass der Akku leer ist, und man einfach mal wieder richtig runterkommen möchte- mehr Zeit mit seinen Kindern verbringen will, etcpp-
    Quasi Verhinderung einer Krankheit- toll auch, wenn man eine Krankheit überstanden hat, und einfach nur mal wieder hochkommen möchte-
    nix dafür, wenn man echt was akutes hat-

    Lieber Gruss


    Luchsie


    Dein Denken kann aus der Hölle einen Himmel und aus dem Himmel eine Hölle machen.


    Wem genug zu wenig ist, dem ist nichts genug. (Epikur)

  • Die Mu-Ki-Kur hat vom Ansatz her einen vorbeugenden Charakter. Sie soll zur Erholung dienen und ggfls. eine schwerwiegendere Erkrankung verhindern.


    Ist jemand bereits erkrankt, wird die Mu-Ki-Kur nur - wenn überhaupt - vorübergehend helfen. Da ist dann eine vom Arzt verschriebene Reha angesagt. Entsprechende Reha-Einrichtungen mit Eltern-Kind-Stationen gibt es. Sie sind meist bei den großen Gesundheitskonzernen zu finden, die mit zahlreichen Einrichtungen in D vertreten sind und zumindest eine Einrichtung aus denm Spezialgebiet auch mit einer Eltern-Kind-Station ausgerüstet haben.

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Hallo!
    Vielen Dank für eure Antworten.
    Genau so wie Luchsie und Bap denke ich auch, so wundert es mich doch, dass viele mit ähnlichen Symptome unbedingt in eine Kur wollen aber nicht in ein Krankenhaus.


    Auf der anderen Seite gibt es Leute wie meine Freundin zum Beispiel, AE mit einem Kleinkind, seit dem 6. Schwangerschaftsmonat, kaum Unterstützung in ihrer unmittelbaren Umgebung, völlig erschöpft und leer, dafür aber vor kurzen den zweiten Ablehnungsbescheid im Briefkasten.
    Heisst ja, dass Kuren eigentlich zur Erholung und zum Runterkommen gedacht sind, jedoch bekommt man nur schwer Bewilligung wenn man nur nicht "krank" genug ist.

  • jedoch bekommt man nur schwer Bewilligung wenn man nur nicht "krank" genug ist.


    Bezüglich einer Mu-Ki-Kur verweise ich mal auf den heute gestarteten Thread zum online-Test Mu-Ki-kur. Neben einigen anderen Organisationen hilft das Müttergenesungswerk bei der Beantragung der Mu-Ki-Kur. Die ist laut Gesetz verpflichtend zu genehmigen (wenn die letzte Kur nicht in zu geringem Abstand absolviert wurde oder man so krank ist, dass eine Reha geboten erscheint). Um den Streit mit der KK nicht zu haben, ist ein Antrag über Hilfsorganisationen sicherlich hilfreich.


    Für die Reha, die bei Erkrankung geboten ist, muss man über den Arzt gehen. Wenn der die Erkrankung diagnostiziert und die Reha von sich aus unterstützt, müsste normalerweise dieser Antrag auch durchgehen.

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.


  • Heisst ja, dass Kuren eigentlich zur Erholung und zum Runterkommen gedacht sind, jedoch bekommt man nur schwer Bewilligung wenn man nur nicht "krank" genug ist.


    eigentlich sind es Vorsorge-Kuren - ich würde mich an einen Kurdienst wenden, die haben da meist Erfahrung z.B.


    das Müttergenesungswerk.


    marla, ich denke eine Klinik ist besser für dich. In der Muki's hat man oft nur 1-2 Std./Woche mit einem Therapeuten, sonst sind das allgemeine Anwendungen wie
    Walking, Massage, Rückenschule, Yoga usw.

  • ich war im Odenwald in der hardtbergklinik, das ist eine psychosomatische Klinik, sie ist für mich persönlich gut gewesen und ich war mit meinem Kind zusammen da.
    von einer mutter und Kind kur kann ich dir leider nur abraten, das bringt dich gar nicht weiter so wie du deine Beschwerden beschreibst.
    es gibt noch die kitzbergklinik , sie soll auch gut sein und noch eine Klinik im süden von deutschland, heißt glaub ich Inntal Klinik, das geht auch mit Kind.

  • Huhu Orangenbaum,
    mich würde interessieren was genau da passiert ist und wie alt dein Kind da war?
    Danke im Voraus
    Laura

  • wir hatten Gruppentherapie ca. 3 mal in der Woche, einzelgespräche hin und wieder aber eher selten, dann konntest du Sport machen, dich kreativ betätigen also seidenmalerei, Speckstein bearbeiten, holzarbeiten und so, es gab körpertherapie , Musiktherapie, dann noch spezielle gruppen für Essstörungen, traumaverarbeitung, spezielle Frauengruppen und auch nur für Männer...ist schon 4 jahre jetzt her bei mir, aber ich lernte dort viel für mich. Odenwald ist auch eine schöne gegend, man konnte einiges unternehmen. es gab einen hauseigenen kindergarten und Schulkinder wurden in der ortsschule integriert. also insgesamt ne gute Sache. ich kann die Klinik empfehlen. wir waren eine gemischte gruppe, burn out leute, Magersucht, Mobbing opfer, opfer sexuellen missbrauchs im frühen alter, leute mit Paniken und Ängsten, leute mit chronischen schmerzen....also querbeet. es ist eine Klinik, die noch eine suchtabteilung hat. Google einfach mal. mein Kind war im u 2 jahre als wir da waren, also noch sehr jung. wir hatten ein schönes zimmer mit französischen Balkon , kein tv, aber ich hab dort angefangen zu lesen. es gibt auch jeder Etage aufenthaltsräume, die nicht wirklich weit von den jeweiligen zimmern weg sind, also babyphone funktioniert gut. aber ich hab das selten gemacht, ich war sehr zurückgezogen. es gibt noch ein hauseigenes Kino und es gab ein internetzimmer, wo du surfen konntest. lapptop mitnehmen war damals noch verboten meine ich. es gab ein sozialbüro und eine Arztpraxis hausintern. die Klinik hat mit anderen Praxen aber zusammen gearbeitet.

    Einmal editiert, zuletzt von orangenbaum ()

  • Also, es gibt auch psychosomatisch orientierte Rehaeinrichtungen, in die du dein Kind mitnehmen kannst. Ich hatte damals sogar alle beide dabei. Ist aber, von der Kostenzusage her meist noch schwieriger zu kriegen, als ne MuKi Kur.
    LG

  • Billie
    Bist du dir sicher?
    Also mein Hausarzt weist einfach in so eine Einrichtung ein und fertig. Handelt sich ja in den meisten Fällen um ein Akutkrankenhaus.
    Musste damals keinen Antrag stellen. Oder ist es mit Kind schwieriger? :hae:

  • Der Antrag für eine psychosomatische REHA, meistens über den Rentenversicherungsträger, dauert schon ziemlich lange, bei mir war das bisher zwischen 2 und 4 Monaten...dann noch die Wartezeit bis Zimmer frei in der der Klinik.


    Ich habe letzte Woche eine Einweisung in eine u.a. Akutklinik bekommen und darf am 7.1. anreisen. Die Akutabteilung in "meiner" Klinik ist ziemlich neu....bisher war ich dort 4 mal zur Reha und fühlte mich(beim letzten mal mit Kinder) sehr gut aufgehoben.


    http://www.vogelsbergklinik.de/


    :winken:

    Wenn alles um mich herum normal ist, bin ich froh das ich bekloppt bin!

  • Ich war damals in Bad Saulgau in der "Klinik zum schönen Moos". Bei mir hat das damals nach längerem hin- und her die KK übernommen. Damals war es auch noch keine Akutklinik. Ich war halt auf ner speziellen Mutter-Kind-Station. Die kids waren im dortigen "Kindergarten", während ich Anwendungen etc. hatte. Die Wartezeit war bei mir erstaunlich kurz. Ich glaube, meine Hausärztin hat da ziemlich Druck gemacht...
    LG, Billi