Scheidungsantrag ablehnen?!

Die Registrierung ist wieder eröffnet! Wir begrüßen euch recht herzlich bei uns im Forum!
Liebe Forenmitglieder,

das allein-erziehend.net Team wünscht Ihnen / Euch ruhige, besinnliche Feiertage,
ein ruhiges schönes Weihnachtsfest im Kreise Eurer Lieben (Family & Friends).

Für das neue Jahr wünschen wir allen viel Kraft und Durchhaltevermögen unter der nicht gerade einfachen Zeit für alle.
Seid füreinander da, gebt auf Euch acht, aber allen voran bleibt gesund!

Herzlichst Euer AE-Team
  • Vielleicht bekomme ich jetzt von einigen böse Antworten, aber ich wage es trotzdem zu fragen.
    Im nächsten Sommer ist unser Trennungsjahr um. Dann könnte ja einer von uns die Scheidung einreichen. Für den Fall, dass er es tut, überlege isch den Antrag abzulehnen. Nur aus dem Grund des höheren Versorgungsausgleich bei späterer Scheidung.
    Hat das noch andere Konsequenzen? Hat da jemand Erfahrung mit?

  • Der höhere Versorgungsausgleich als Argzument wird - wenn nicht eine besondere Situation bei euch herrscht - mutmaßlich vom Gericht abgelehnt.
    Ansonsten sagt das Gesetz schon: Nach drei Jahren auf Wunsch eines der Ehepartner, nach einem jahr frühestens, wenn beide zustimmen. So gesehen kann man ohne Grund einfach nein sagen und es wird nur geschieden, wenn der Antragsteller besondere Gründe aufführt.


    Inwiefern sich die Sache "rechnet", muss man sicherlich für den Einzelfall ausrechnen.

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Ich dachte man mußte keinen Grund angeben. Kann man das denn selbst ausrechenen? Eigentlich geht es mir darum , dass es auch seine Kinder sind, wegen denenich nicht Vollzeit arbeite. Ich habe ja immer TZ gearbeitet, von daher fällt der VA eh recht gering aus.
    Hat das denn noch andere Konsequenzen?

  • Richtig. Man muss keinen Grund angeben. Du hattest einen genannt. Und der ist taktisch nicht unbedingt günstig ...


    Die Konsequenzen sind: Du bist noch verheiratet. Mit allen Rechten und Pflichten. Allen Ansprüchen und allen Verpflichtungen.


    Was das in der Praxis heißt, muss man sich genau angucken. Das ist pauschal schwer zu sagen.

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • du kannst das nur verzögern, wenn Du die entsprechenden Unterlagen nicht vorlegst-
    allerdings könnte, wenn der Richter der Meinung ist, dass Du das mit Absicht machst, eventuell ein Zwangsgeld verhängt werden....


    die andere Möglichkeit ist nur, dass Du auf dem Standpunkt beharrst, die Ehe sei nicht zerrüttet, bzw. das Trennungsjahr (z.B. durch Sex mit dem Gatten) unterbrochen worden,
    und müsste damit neu beginnen-


    Klar, verzögern ist möglich und somit halblegal
    (wer kann schon nachprüfen, ob eine Ehe wirklich zerrüttet ist :brille )

    Lieber Gruss


    Luchsie


    Dein Denken kann aus der Hölle einen Himmel und aus dem Himmel eine Hölle machen.


    Wem genug zu wenig ist, dem ist nichts genug. (Epikur)

  • Nach einem jahr kann nur "einvernehmlich" geschieden werden - oder streitig. Und da muss der Antragsteller das Zerrüttetsein usw. beweisen. (Darum meine Anfangsausführung. Da zu sagen als Beklagter. "ich will mehr geld" ist ein ganz schlechtes Argument ...). In der Praxis reichen da schon wenige Argumente, damit der Richter vor den drei Jahren scheidet. Die aber muss der Scheidungswillige erst einmal anbringen.

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Mod.-Mitteilung: Text entfernt wegen Urheberrechtsverletzung. Bitte hier keine Texte einstellen, deren geistiger Urheber man nicht ist. Volleybap

    4 Mal editiert, zuletzt von Chai-Latte ()

  • Ich werde mir das wohl noch mal gut überlegen müssen. Mal schauen ob er sie überhaut einteicht. Er ist nicht der schnellste mt so etwas. Pflchten habe ich aber dch nicht mehr all zu viele wenn wir dauerhaft getrennt lebend sind, sagt zumindestens meine Anwältin. Habt ih da andere Erfahrungen?

  • Hallo,


    eine Freundin hat das durch. Ihr Mann lehnte die Scheidung rigoros ab, zwar aus anderen Gründen, aber: hat 7 Jahre gedauert, bis die Ehe geschieden wurde! Ist leider auch noch nicht ganz fertig mit den Verhandlungen, da es jetzt noch um das Haus geht, mittlerweile sind 9 Jahre um....

  • Der Versorgungsausgleich wird immer berechnet bis zur Einreichung des Scheidungsantrags. Daher bringt es nichts, das Scheidungsverfahren in die Länge zu ziehen. Einen Vorteil könntest du nur haben, wenn der Scheidungsantrag vom Gericht abgelehnt wird und Dein Mann zu einem späteren Zeitpunkt die Scheidung neu einreichen müsste.



    Allerdings ist es u.U. gar nicht so einfach, es hinzubekommen, dass das Gericht den Scheidungsantrag ablehnt. Wenn Du dem Gericht mitteilst, dass Du mit der Scheidung nicht einverstanden bist - wofür Du keinerlei Gründe angeben musst und auch keine Gründe angeben solltest - , so fordert das Gericht Denen Mann auf, Scheidungsgründe zu benennen. Wenn er einen ausrechenden Grund nennen kann, wird die Ehe auch ohne Deine Zustimmung geschieden.



    Erfolgreicher könnte es sein, wenn Du dem Gericht gegenüber bestreitest, dass das Trennungsjahr überhaupt schon abgelaufen ist. Dann müsste Dein Mann das Trennungsjahr beweisen, was u.U. für ihn schwierig ist. Kann er nicht beweisen, dass seit der Trennung ein Jahr verstrichen ist, so lehnt das Gericht den Scheidungsantrag ab.



    Das ganze lohnt sich natürlich nur dann, wenn Dein Mann ein nennenswert höheres Bruttoeinkommen hat als Du, denn dementsprechend höher fällt dann auch der Versorgungsausgleich zu Deinen Gunsten aus.

  • Na das sind ja mal klare Infos.
    Wenn der VA nur bis zum datum des einger. Antrages gerechnet wird, bringt es ja gar nichts.
    Wir sind defintiv seit dem 1.8. dauerhaft getrennt, denn ich bin 180 km weit weg gezogen. Das Haus ist zum Glück schon verkauft. Der Haushalt ist bis auf ein auto auch geteilt.
    Weißt du ob ich irgentwelche Nachteile habe wenn ich mich nicht scheiden lasse?
    Hätte er dem Umzug eigentlich schriftlich zustimmen mussen? Er hatte nichts dagegen und hat auch die Schulanmeldung der Kinder mit unterschrieben.
    Meine Anwältin sagte er musse eigentlich zustimmen aber wenn ich oei Zustimmung umziehe, holt mich auch keiner zurück.

  • Eine Bekannte stand vor dem Scheidungsrichter und da sagte ihr Mann : " Ich liebe meine Frau, ich will mich nicht scheiden lassen"
    ...und somit wurde die Scheidung nicht vollzogen, sondern erst 2 Jahre später, obwohl er ihr das Leben zur Hölle machte, also echt nix mehr mit Liebe.


    Ich wurde 2007 geschieden, obwohl wir im Vorfeld nichts zwecks Haus, Zugewinn usw geklärt hatten. Das würde ich nie, nie, nie wieder tun :motz::nawarte:
    aber ich war psychisch u physisch sowas von fertig, hab meiner Anwältin vertraut und einfach JA dazu gesagt :kopf
    DANN wurde ich wieder klarer im Kopf, hab mich belesen, das Forum hier gefunden und da war es leider schon zu spät, mein geschiedener Mann klagte und klagte und klagte...
    Aber egal jetzt!
    ICH würde mich erst scheiden lassen, wenn alles geklärt ist, wirklich ALLES!

    Beste Grüße von SUMMER :strahlen

  • Ich nehme an, Summer meint das, was bei Euch bereits geklärt ist?
    Dein Noch-Mann ist doch dahin gehend sehr kooperativ, legt Dir bisher überhaupt keine Steine in den Weg, nach allem, was ich hier lese. Ich weiß nicht, ob es gut ist, alles bis auf's i-Tüpfelchen auszureizen. Man hat gemeinsam ein Stück des Lebens verbracht, gemeinsam :dribbel (und ich neme nicht an, er hat sich nach der Geburt verpisst und euch ohne Geld sitzen lassen) Kinder in die Welt gesetzt, trägt auch nach der Scheidung i.g.S. noch Verantwortung für einander und für die gemeinsamen Kinder.


    Ganz ehrlich, mir persönlich sind die paar Kröten egal. Ich werde definitiv beim VA abgeben müssen, na dann ist es halt so :frag . Wir hatten nie gemeinsames Wohneigentum oder so. Ich respektiere sie als Mutter unserer Kinder und ich hoffe sie tut das - ihrerseits - mit mir als Vater, genau so.


    Aber. Wenn ich fest stellen würde, dass meine liebe Noch.Frau Verzögerungstaktik (die an sich, wie wir gelernt haben, gar keinen Sinn macht) anwendet, würde ich unter Umständen darüber nach denken, warum/ob ich weiterhin "so" kooperativ sein sollte.


    Zitat

    Weißt du ob ich irgentwelche Nachteile habe wenn ich mich nicht scheiden lasse?


    Du wirst irgendwann so oder so geschieden. Die Frage ist, welche Nachteile gibt es, darüber hinaus, wenn ein Partner es mutwillig verzögert.


    Für mich persönlich würde da wohl der "Spaß" auf hören. Aber, das ist nur meine Meinung.


    LG

  • War ja nur wegen des höheren VA überhaupt eine Überlegung von mir. Da sich das erledigt hat, ziehe ivh nicht mehr in Erwägung den antrag abzulehnen. Sind auch seine kinder , wegen denen ich nicht VZ arbeite.
    Im übrigen habe ich alles alleine gereglt- Hausverkauf, Versicherungen, Bank usw. Er hat lediglich die unterschrift geleistet, sich sofort ne Neue gesucht und mochte seine kinder nur in den ferien ain paar Tage abholen.

  • Lass andere bitte aus deinen negativen Erfahrungen lernen. Was sollte man vorher ALLES klären?


    Wir hatten zusammen ein Haus mit Kredit ,da war nichts geklärt und bedeutete für mich im Anschluss eine Klagewelle meines damaligen Mannes.
    Hausrat war geteilt.
    Zugewinn war nicht geklärt.
    Unterhalt für das jüngere Kind wurde mit der Scheidung festgelegt.
    Angelegte Gelder hatte mein Mann schon "gesichert" ...für sich natürlich.


    Und das alles als Gesamtpaket würde ich im Vorfeld klären wollen und erst DANN in die Scheidung einwilligen, eher nicht.


    Allerdings würde mir nicht einfallen, mich nur wegen des VA nicht scheiden zu lassen, wenn die Ehe nicht mehr erhalten werden kann.


    Da würde ich für mich klar unterscheiden.

    Beste Grüße von SUMMER :strahlen

  • Ich greife Dich doch nicht an,
    bei mir war übrigens alles genau anders herum, da kann ich mir aber jetzt auch nix für kaufen. Schuldprinzip ist abgeschafft :nanana
    Für mich zählt halt mittlerweile, daß man sich noch irgend wie in die Augen sehen kann. Und ein Beitrag den meine Noch Frau leisten könnte (was sie tut :blume ) ist eben, daß wir uns da nicht im Weg stehen, gegenseitig. Sie soll haben, was ihr zu steht, fertig.


    Ich bin (am Ende, wo wir noch nicht sind) froh. Darüber, daß wir noch/ wieder halbwegs normal reden können. Was die Kinder oder alles andere an geht, das ist viel Wert. Ich musste auch oft in's Kissen beißen. Aber es ist vorbei. Rache Gefühle habe ich nicht, zu holen ist bei ihr auch nichts, so what :brille


    Das Beste draus machen? :Hm


    LG

  • Und das alles als Gesamtpaket würde ich im Vorfeld klären wollen und erst DANN in die Scheidung einwilligen, eher nicht.


    Das sind verschiedene Verfahren. Richter entscheiden gerne alles zusammen aber haben auch gerne mal was vom Tisch!

  • Yogi Ich habe mich nicht angegriffen gefühtt. War nur eine Infosammlung.
    Ich finde es tolll dass du dich kümmerst und dein Mitpracherecht wahrnimmst.
    Und du hast Recht wenn Du sagst das wenn der EX keinen Ärger macht, ist auch schon eine große Hilfe.
    Nur das er sich kaum kümmert ist natürlich keine große Hilfe für die Mädels