Erfinder von ADHS bezeichnete es als ein Paradebeispiel für eine fabrizierte Erkrankung.

Die Registrierung ist wieder eröffnet! Wir begrüßen euch recht herzlich bei uns im Forum!
  • Also liebe Susanne 1970, auf dein Posting werde ich genauso wenig eingehen wie auf das von u.a. von FrauRausteiger.


    Hallo Chaos Papa,


    da Du nicht auf meine Postings eingegangen bist, war es vermutlich ein Versehen der Administration. Ich habe also gar keine Nachricht erhalten, ich wäre zitiert worden. Gut zu wissen. Ich muss mich also nicht damit beschäftigen, das Chaos in Deinen Beiträgen auch nur annähernd verstehen zu wollen. Ich hatte sowieso aufgehört zu lesen als Du stattgefundene sexuelle Übergriffe wegdiskutieren wolltest weil das Pseudo-wissenschaftliche Projekt von Gott Hüther nun mal nicht angezweifelt werden darf.


    Fehlende Wissenschaftlichkeit wird in diesem Falle eben nicht durch Glaube und glühende Verehrung ersetzt werden können.


    Beste Grüße
    FrauRausteiger

    .
    .
    •» Cave quicquam dicas, nisi quod scieris optime. :rauchen «•
    .
    .

    Einmal editiert, zuletzt von FrauRausteiger ()

  • Ja, FrauRausteiger, dafür, dass er nicht auf uns eingehen will, macht er das ganz schön ausführlich ^^


    Es macht ja eigentlich gar keinen Sinn, hier noch zu antworten...


    Trotzdem, auch gerne für Chaos-Papa...


    -> Überfordert mit den Kindern bin nicht ich, sondern mein Ex, und zwar wegen seiner Erkrankung
    -> "ausgelastet" würde ich mich durchaus bezeichnen, als AE in VZ-Beschäftigung mit 2 durchaus anspruchsvollen Kindern. Dass man das Forum dann hier nutzt, um bei Problemen (die auch in gesunden Familien durchaus vorkommen) nachzufragen, halte ich für normal
    -> Verhaltensauffällig wurde mein Sohn schon lange bevor ich mich getrennt habe und auch deutlich vor dem offenkundig-werden der Erkrankung meines Ex (Auffälligkeiten Sohn seit 2003, Diagnose 2007, mein Ex ging 2009 ins Krankenhaus).
    -> stabil sind die Kinder (und das bestätigen mir auch Jugendamt, KJP, die Schule meines Sohnes und auch Sozialarbeiter im Bekanntenkreis), WEIL ich konstant da bin und Stabilität biete
    -> ohne Medis hätten wir es nicht geschafft. Inzwischen sind die Kinder beide ohne Stimulantien, aber erst durch diese kamen sie in die Lage, durch Therapien Verhaltensänderungen durchzuführen.


    Ach ja, und "aus der Ferne" und in einem Nebensatz bei meinem Sohn sowohl selbstverletzendes Verhalten als auch sexuellen Missbrauch zu unterstellen ist ein Übergriff, den Du Dir sparen solltest. (und wenn Du nicht mich, sondern Dein Beispiel darüber meinen solltst, dann solltest Du kein Zitat von mir dazwischen einfügen)


    Ansonsten kannst Du mir gerne Beispiele bringen, wo ich "übergriffig" geworden bin. Das stelle ich eigentlich eher bei Dir fest.


  • Die Frage lautet:"Wie bringe ich mein Kind durch das Gymnasium?"


    Und die Folgefrage ist: "Mit welcher Dosierung eines Dopingmittels kann ich das erreichen?"


    Falsch.


    Die Fragen lauten:


    Wie kann ich beenden, daß das Kind leidet?
    Wie kann ich dem Kind helfen, sich vor Gefahren zu schützen?
    Wie kann ich das Kind unterstützen, daß es sich selber helfen kann?


    Ein Kind, welches unter Medikation steht "funktioniert" nicht plötzlich und Alle haben Ruhe. Das Medikament ist kein Zaubermittel!
    Das Medikament ist nur das Öl im Motor des Autos. Fahren muß das Kind immer noch selber.
    Das Kind selber muß die Kontrolle übernehmen, Verantwortung für sein Handeln übernehmen, nachdenken.
    Die Tablette nimmt weder dem Kind noch den Eltern oder Lehrern etc. die Verantwortung ab.
    Die Tablette kann nur den Motor richtig zum Laufen bringen, so daß ein reibungsloser Ablauf theoretisch möglich wird.



    Wer ständig genervt ist von seinem Kind, wer ständig ermahnen, erinnern, tadeln, schimpfen, erklären usw muß...der wird seinem Kind vielleicht keine Medikamente geben.


    Wer jedoch mitbekommt, daß das Kind ohne Nachzudenken mit Fremden spricht, mitgeht. Wer sieht wie das Kind immer wieder in die Nähe großer Hunde rennt. Wer mehrmals das Kind auf der Autobahn anschreien mußte weil es sich einfach abgeschnallt hat. Wer mitbekommt wie das Kind ohne Gucken über die Straße rennt. Usw usw usw... (und hier rede ich nicht von Kindergartenkindern sondern älteren)


    Wer da noch überlegen muß, ob es sein Kind- solang es das von selbst nicht schafft - medikamentös vor Gefahren schützt.


    Ja, nun mag das Argument kommen, die Medikamente sind auch gefährlich.


    Wenn ich da wählen muß, ob Medikament oder vor´s Auto laufen, ich glaub ich kenne meine Entscheidung.


    "Scheiß drauf" ob die Lehrer nicht klar kommen mit dem Kind (überspitzt formuliert). Aber wenn es darum geht, mein Kind vor Gefahr zu schützen, werd ich zur Löwenmutter!!! :amok::nawarte:

    Wer sich den Gesetzen nicht fügen lernt,

    muß die Gegend verlassen, wo sie gelten.

    (Johann Wolfgang von Goethe)

  • Mein Sohn soll auch ADS haben


    Ich sag nur,na und.Kann ich gut mit leben.Und wenn andere mit meinem Zwerg nen Problem haben.haben sie Pech :bldgt:
    Ja,er ist anstrengend,aufgedreht,schnell von 0 auf 180,kann kaum stillsitzen und bringt mich manchmal um den Verstand...Aber...ich liebe ihn wie er ist und würde nie etwas ändern wollen.Auch nicht,wenn er sich im Bus mal wieder auf den Boden schmeißt und so laut schreit das ich fast taub werde :nixwieweg


    Ich kenne ihn halt nicht anders....Der Arzt wollte mir auch Ritalin verschreiben,da bin ich wütend aus der Praxis gestürmt und hab den Arzt gewechselt


    Aufmerksamkeit und liebe ist da viel wichtiger

  • Wer da noch überlegen muß, ob es sein Kind- solang es das von selbst nicht schafft - medikamentös vor Gefahren schützt.

    Ich kenne 2 Kinder,die Ritalin nehmen mußten aber auch wie sie ohne waren


    Klar ist es erstmal eschreckend,man muss seine Augen immer aufs Kind richten.Aber ich halte von Medikamenten grundsätzlich nichts


    Früher gab es solch Medikamente auchnicht und die Kinder sind trotzdem groß geworden

  • "Soll adhs " haben?
    @ kleiner engel..
    Wie alt ist denn dein Sohn?
    Würd erstmal zum spz. & die machen ne Diagnostik.
    Ritalin würd ich auch mit Vorsicht annehmen.
    Ich verstehe deine Unruhe:(
    Würd mich auch.
    Lass es erstmal testen..

  • Aufmerksamkeit und liebe ist da viel wichtiger

    Früher gab es solch Medikamente auchnicht und die Kinder sind trotzdem groß geworden

    Zwei extrem abgedroschene Phrasen und ich empfinde es als einen Schlag ins Gesicht. Und zwar ins Gesicht eines jeden betroffenen Kindes!
    Mein Sohn hat ADHS und zwar nicht weil irgendein Kinderarzt meinte das diagnostizieren zu müssen. Er ist richtig getestet bei einem Kinder- und Jugendpsychiater. Diese Kinder haben gerade in der Schule einen unheimlich hohen Leidensdruck das kann man sich selber kaum vorstellen.
    Da kommt man mit Aufmerksamkeit und Liebe natürlich extrem weit! *AchtungIronie*

  • Zwei extrem abgedroschene Phrasen und ich empfinde es als einen Schlag ins Gesicht. Und zwar ins Gesicht eines jeden betroffenen Kindes!


    Ähnlich dachte ich auch. Da hat Kleiner Engel meinen Beitrag leider nicht genau gelesen. All die Dinge, die sie aufzählt, sind nervig und kräftezehrend. Aber nicht gefährlich!


    Ich liebe meinen Quälgeist auch wie er ist. Genau DESWEGEN bekommt er ein Medi, weil ich ihn noch ne Weile behalten möchte!!


    Kleiner Engel, DU kannst damit leben. Supi, frag mal Dein Kind später, ob er damit auch leben kann und möchte.


    Ich finde es gewissenlos, wie übereifrig Kinder heutzutage ein Medi verschrieben bekommen.


    Ich finde es aber noch viel gewissenloser, einem Kind dies aus Vorurteil und Unwissenheit zu verweigern, wenn dem Kind damit wirklich geholfen werden würde.


    Naja...mit Liebe und Wik Wapurup Aufmerksamkeit kriegt man das hin, Aids, Krebs usw. sicher auch... :wuetend

    Wer sich den Gesetzen nicht fügen lernt,

    muß die Gegend verlassen, wo sie gelten.

    (Johann Wolfgang von Goethe)

    Einmal editiert, zuletzt von Nele64 ()

  • Ich kann euch sagen, wie man sich fühlt, wenn man ein AD(H)S Kind ist...und keiner erkennt die Krankheit...


    Als ich ein Kind war, war ich äußerlich ein ganz liebes, ruhiges Mädchen. Ich hatte keine Schwierigkeiten in der Grundschule, da war das alles noch ziemlich einfach für mich, weil ich zum Glück zusätzlich zum AD(H)S mit einem ziemlich hohen IQ gesegnet bin.


    Alle fanden mich toll, so kreativ und ruhig und nett und hilfsbereit. Bis ich in die Oberschule kam... ab da fanden mich alle aufsässig, faul, ... zum Glück nie dumm... aber allein dieses... die is ja nich doof, die is nur zu faul.. nagte sehr an mir... so sehr, dass ich das Gymnasium nach der 10 schmeißen wollte... meine Noten waren insgesamt eher schlecht... zum 2. Halbjahr der 10. berappelte ich mich und weil ich wusste, dass ich in einer Ausbildung auch nicht besser aufgehoben war, ging ich weiter zur Schule. Bis ich 3 Monate vor dem Abi die Schule endgültig hinschmiss. Zwischendurch hatte ich mehr als einmal das Gefühl, ich sei es nicht wert zu leben.. und das Leben ist es auch nicht wert.... ich war ein ziemlich trauriger Teenager...


    Dann Verwaltungsausbildung. Bis zur Abschlussprüfung lief es prima. Abschlussprüfung gerade so bestanden. Nicht übernommen worden... erst als ich mit Mitte 30 herausfand, was mit mir "los" ist, wurde es besser. Umschulung gemacht, wenig später verkorkste Beziehung hingeschmissen... Endlich wieder Selbstbewusstsein aufbauen...


    Langsam und stetig geht es aufwärts. Es ist kein Vergnügen, das kann ich euch, die ihr alle meint, dass bisschen Chaos kann man einfach "wegstreicheln" mal so sagen.
    Mein Junior hat auch AD(H)S, und zwar definitiv MIT Hyperaktivität. Noch kommt er ganz gut klar... aber ich würde so gerne versuchen wollen, ob es mit Medis nicht einfacher für ihn ist. Sein Vater blockt. Er ist nicht einverstanden mit ADHS, und mit Medis sowieso nicht...

    Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für unsere Augen unsichtbar...

    Einmal editiert, zuletzt von mamaculi ()

  • Mein Sohn soll auch ADS haben


    Ich sag nur,na und.Kann ich gut mit leben.Und wenn andere mit meinem Zwerg nen Problem haben.haben sie Pech :bldgt:


    Hallo Kleiner Engel,


    du bist Mutter zweier Söhne, der ältere ist gerade in das 9. Schuljahr gestartet, der jüngere hat gerade sein letztes KiTa-Jahr begonnen. Ich schätze, es ist der jüngere, der sich im Bus auf den Boden schmeißt und die Trommelfelle seiner Umwelt mit seinem Geschrei malträtiert - und das mit immerhin ca. 5-6 Jahren noch?


    Egal, ob das Problem dann tatsächlich ADHS oder nur Deine (dann als nachlässig eingeschätzte) Erziehung oder beides sein wird: In spätestens zwei Jahren wirst Du sehr viel Aufmerksamkeit und Liebe geben dürfen. Die Mitschüler und Lehrer Deines Sohnes finden Deine Haltung "wenn andere mit meinem Zwerg nen Problem haben.haben sie Pech" vermutlich nicht ganz so prickelnd.


    Beste Grüße
    FrauRausteiger,



    die ein bisschen um Verständnis für Kleiner Engel bitten möchte:
    Viele Eltern betroffener Kinder hatten irgendwann diese oder eine ähnliche Phase. Viele haben die Diagnose nicht geglaubt, heruntergespielt oder an die Kraft ihrer Liebe geglaubt. Und ganz manchmal war es tatsächlich kein ADHS.

    .
    .
    •» Cave quicquam dicas, nisi quod scieris optime. :rauchen «•
    .
    .


  • Kleiner Engel, DU kannst damit leben. Supi, frag mal Dein Kind später, ob er damit auch leben kann und möchte.


    Genau darum geht es!


    Klar gab es früher auch Kinder mit ADHS, Kinder, die unbehandelt blieben, weil die Krankheit nicht erkannt wurde. Das waren dann die späteren Schulversager oder -verweigerer, Erwachsene, die, je nach Ausprägung der Störung, zeit ihres Lebens am Rande der Gesellschaft lebten.

  • Ich habe es irgendwann schonmal geschrieben. Als es dingfest wurde, daß mein Sohn ein Medikament bekommen wird, hatte ich das Gefühl, ich verrate ihn, will ihn anders haben, will es MIR leichter machen. Ich hab wirklich viel geweint damals.


    Aber nachdem ich in Zusammenarbeit mit der Lehrerin zwei Wochen einen Blindversuch hinter mir hatte (10 Tage Tabletten, 5 x Wirkstoff, 5 x Placebo, keiner wusste an welchem Tag welches genommen wurde) und ich die Veränderung schwarz auf weiß hatte, war mein Bauchgefühl von den Tatsachen überstimmt.


    Noch immer mache ich mir Gedanken über Langzeitwirkungen, keine Frage. Letztlich hat aber jedes Medikament Nebenwirkungen und es war und wird immer eine Abwägung zwischen denen und dem Nutzen sein müssen.


    Daß die Umwelt vielleicht auch wieder bessere Nerven hat, wenn ein Kind ein Medikament nimmt, ist reiner Nebeneffekt. Wenn die Umwelt "verlangt", daß ein Kind was nehmen soll, ist das falsch und egoistisch.


    Der einzige und wahre richtige Grund sollte es sein, dem Kind zur Selbsthilfe zu verhelfen.

    Wer sich den Gesetzen nicht fügen lernt,

    muß die Gegend verlassen, wo sie gelten.

    (Johann Wolfgang von Goethe)

  • aristocat :troest keinen Schuh anziehen der nicht passt.


    Nein tu ich nicht! Mich macht solch ein gesülze einfach nur wütend! Nicht wegen mir sondern wegen der betroffenen Kinder. Bei uns hat es von der Diagnose bis zur Medikation 1 Jahr gedauert, weil ich ganz bewusst erst einmal sämtliche Therapiemöglichkeiten ausschöpfen wollte.


    Bei uns ist es wie bei Nele. Junior ist mit dem Medikament in der Schule quasi ein anderes Kind. Eines das endlich sitzen bleiben, zu hören und mitarbeiten kann.

  • Ich kann mich den vorherigen Aussagen nur anschliessen.


    Ich kann ja verstehen, dass man seinem Kind nicht unnötig Medikamente geben möchten, jedoch sollte man sich auch nicht sofort sperren. Die Vor- und Nachteile abwiegen, sich Informationen und eine weitere Meinung einholen und dann in Ruhe nachdenken. Ritalin ist kein Teufelszeug und man merkt sehr schnell ob es dem Kind hilft oder nicht.


    Wir leben jetzt seit 2 1/2 Jahren mit der Diagnose ADHS, mein Sohn war kurz vor dem 11. Geburtstag, diese wurde nach einem mehrwöchigem Aufenthalt in der LVR diagnostiziert.


    Der Aufenthalt in der LVR kam zustande, nachdem mein Sohn, der auf einer Klassenfahrt von Schülern einer anderen Schule gemobt wurden und keinen Ausweg mehr sah, als über die Absperrung auf einer Eisenbahnbrücke zu klettern und sich dort runterstürzen wollte.


    Dieses keinen Ausweg mehr sehen und unüberlegt Dinge zu tun, ist ein kleiner Teil seiner Störung, mit denen wir ersteinmal umgehen lernen mussten. Denn das war vorher nicht so aufgetreten, er war von klein auf immer sehr aktiv, sehr fordernd und auch stur und wild.


    In der Grundschule begannen die ersten Probleme, unruhiges, störendes Verhalten, als Strafe durfte er nicht mehr in die Pausen, wurde vom Sport ausgeschlossen und aus der Klassengemeinschaft ausgeschlossen, so das er an einem Einzeltisch in der hintersten Ecke sitzen musste. Hinzu kam eine Lehrerin, die der Ansicht war, sie ist seit 25 Jahren Lehrerin und die Kinder haben nach ihrem Schema F zu handeln. Mit Unterstützung vom schulpsychologischen Dienst wechselten wir die Grundschule nach dem 2. Jahr, "zum Wohle des Kindes" war die Empfehlung. Probleme gab es auch in der neuen Schule auch, jedoch ging die dortige Klassenlehrerin ganz anders damit um, so das mein Sohn nach 2 Jahren das erste Mal ohne Bauchweh und mit Freude zur Schule ging.


    Nach dem Aufenthalt in der LVR habe ich viele Gepräche mit der Schule, den Psychologen, dem Kinderarzt und auch mit anderen betroffenen Müttern gesprochen, bevor ich mich zu einem Test mit Riatlin entschloss. Nach nun 2 Jahren, sagen mein Sohn und ich, es ist das Beste was wir machen konnten. Er wurde keineswegs ruhig gestellt und ist genauso lebendig wie ohne Ritalin.


    Er hat Erfolge in der Schule, fühlt sich sehr wohl in seiner Umgebung, hat Freunde in der Schule und wird von seinen Mitschülern anerkannt. Er geht sehr offen in der Schule mit seiner Diagnose um und bekommt viel Unterstützung von den Lehrern und Mitschülern.


    Natürlich ist es nicht nur der Einnahme von Ritalin zu verdanken, er arbeitet zusätzlich mit einem Kinder- und Jugendpsychologen an seinen Problemen und macht viel Sport.

  • Es gibt ja sehr viele Möglichkeiten wie, wann und in welcher Dosierung die Kids Ritalin bekommen. Junior bekommt tatsächlich Ritalin, allerdings nicht an den Wochenenden und nicht in den Ferien. Einfach weil ICH mit ihm hier zu Hause die wenigsten Probleme habe. Er braucht es also nur an den Schultagen um dort endlich das Leistungsvermögen abrufen zu können, welches in ihm steckt. Junior hat seit Februar einen Integrationshelfer und bekommt in diesem Schuljahr nun auch noch Förderung im sozialen und emotionalen Bereich.


    Im übrigen haben viele der betroffenen Kinder nicht nur AD(H)S, sondern wie z.B. mein Kind zusätzlich noch AWVS (Auditive Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörung) so wie soziale und emotionale Störungen.
    Es ist nicht nur ein täglicher Kampf für das Kind in der Schule, hinten alleine Sitzen, vom Unterricht ausgeschlossen werden etc - haben wir hier auch alles durch - sondern auch für die Eltern. Ich weiß nicht wie oft ich in persönlichem Gespräch mit der Klassenlehrerin und auch per Mail mit ihr darum gekämpft habe, dass mein Sohn vorne sitzen muss! Es hat lange gedauert und ich habe es dann für ihn tatsächlich irgendwann erreicht. Man kämpft immer und immer wieder gegen Vorurteile, für eine besondere Therapie, Plätze in der Klasse, für Verständnis etc. Zum Glück hat er eine tolle Klassenlehrerin.