Trennung und zwei Kinder

  • Hallo,
    meine Partnerin und ich müssen und glaub so langsam eingestehen, dass wir gemeinsam nicht glücklich werden. Allerdings haben wir 2 Söhne (1,5 Jahre und 3 Jahre).
    Wir lieben beiden unsere Kinder über alles, verbringen beide sehr viel zeit mit ihnen und sind uns auch in Erziehungsfragen oft einig. Eigentlich die perfekte Familie.... :(


    Jedenfalls ist ihre Forderung, dass ich ausziehe und die Kinder bei ihr bleiben. Ihr könnt euch sicherlich denken, dass dies für mich nicht in Frage kommt.
    Ihre Argumente sind: - Die Kinder bleiben bei der Mutter (rechtliche Grundlage)
    - Es ist selbstverständlich, dass die Kinder bei der Mutter bleiben
    Ja ich glaube ich hab alle Argumente... Entschuldigt bitte den Sarkasmus, aber wie sehr wir uns bemühen, dass beste für unsere Kinder zu sehen endet jede Diskussion mit solchen Argumenten von ihrer Seite im uferlosen.
    Wir haben beide das Sorgerecht, arbeiten beide Vollzeit, haben beide eine sehr innige Beziehung zu unseren Kindern. Beide Kinder zeigen uns Eltern gleichermaßen wie lieb sie uns haben.
    In meinen Augen hat sie keiner vorrecht zu entscheiden, dass die Kinder bei ihr bleiben. Und ich werde mich nicht zum Geldgeber und erfragte, wann darf ich man meine Kinder sehen, machen lassen.
    Ich möchte mit ihr eine faire Regelung treffen. Ich mag die Kinder nicht trennen, und wir beide sind uns einig, dass das auch kein Gericht für uns entscheiden soll.
    Aber sie behaart auf ihren Standpunkt... Ich weiß nicht was ich tun soll. Hat sie denn wirklich das Recht was sie angeblich fordert?
    Ich könnte mir eine abwechselnde Erziehung vorstellen, aber auch das streitet sie ab.
    Was kann ich nur tun? Ich will um jeden Preis keine dritten über das Schicksal unserer Kinder entscheiden lassen. Und ich will auch das beste für unsere Kids, aber das ist in meinen nicht automatisch, dass der Papa verschwindet und die Mama die "Erziehungskrone" aufsitzt.


    Danke schonmal! :(

  • meint Ihr nicht, ihr könnt Eure Beziehung nicht noch kitten? Mit einer Eheberatung evtl?


    Versucht das doch erstmal bevor Ihr euch über die zukünftige Situation bekriegt und an den Kindern zerrt.


    Die Kids sind doch noch so klein.....

  • Wir durchlaufen seit fast einem dreiviertel Jahr eine Paarberatung mit dem Ergebnis, dass wir da nicht rauskommen aus unseren Diskrepanzen...
    Das die Mäuse noch so klein sind, das ist auch meine größte Sorge. Aber gibt es überhaupt ein richtiges Alter für eine Trennung? Uns fällt es beiden sehr sehr schwer voneinander loszulassen... Aber ich glaube jeden Tag mehr, dass nur dieser Schritt uns beide wieder glücklich machen kann.

  • Meine persönliche Meinung - so kleine Kinder wie hier gehören definitiv zur Mutter.
    So und jetzt steinigt mich.


    Abgesehen von meiner persönlichen Meinung, wie stellst du die genau die Alternative vor?
    Du hast das Wechselmodell angesprochen, könnte man machen, da scheiden sich aber die Geister ob es wirklich im Sinne der Kinder ist.
    Ich persönlich finde, dass Kinder einen festen Lebensmittelpunkt brauchen, ob bei Mutter oder bei Vater, und nicht rumgereicht werden sollen wie ein Sack Kartoffeln.
    Findest du es selbst wirklich im Sinne der Kinder? Oder ist es eher die "egoistische" Einstellung, weil DU auf die Kinder nicht verzichten willst?


    Den Spruch mit dem Geldgeber verstehe ich auch nicht. Warst du doch bisher auch. Im Sinne dass alle Eltern Geld für ihre Kinder ausgeben, auch wenn die zusammen leben. Und auch wenn sie getrennt sind, ist nicht so dass nur einer Unterhalt zahlt. Das Elternteil bei dem die Kinder leben, leistet genau den gleichen Geldvetrag seinerseits. Man lebt ja nicht nur vom Unterhalt.


    Du selbst sagst, ihr könnt gut miteinander reden, also wirst du im Falle des Falles auch nicht um den Umgang betteln müssen.
    Vielleicht könntest du auch fast täglich vorbeikommen, redet einfach miteinander.
    Bei dem von dir angesprochenen Wechselmodell müsstest du sowieso um die Ecke wohnen, sonst funktioniert es nicht.


    Viel Glück, ihr findet sicherlich eine gute Lösung, die in erster Linie gut für die Kinder ist, und nicht für euch.

  • Oder ist es eher die "egoistische" Einstellung, weil DU auf die Kinder nicht verzichten willst?


    Diese Einstellung scheint ehr auf der Seite der KM zu herrschen. Laut Derrik sind "Ich will aber, weil Mutter" wohl die einzigen Argumente der KM.


    Derrik, wie stellt sich die KM denn die Betreuung der Kids nebst ihrem Vollzeitjob vor? Bekommt die das überhaupt gewuppt? Gleiche Frage an dich: Würdest du beidesunter einen Hut bekommen?

  • Summerjam, eben, beide haben die egoistische Einstellung.
    Ist ja auch normal bei einer Trennung.
    Für Kinder in dem Alter finde ich aber besser, wenn diese bei der Mutter bleiben.
    Frühestens ab dem Schuleintritt würde ich mit mir reden lassen.

  • NemesisLady, deine ewig-gestrige Meinung zum "Naturgesetz" ist gekannt. Ich schau da lieber mit 2 Augen hin und frage, was für das Kind im jeweiligen Einzelfall das beste ist. Und das kann dann auch mal der Vater sein und zwar unabhängig vom Alter des Kindes.

  • Danke erstmal für eure Anteilnahme und Meinung.
    Nemislady kannst du mir deine Meinung bitte begründen?
    Ich möchte es versuchen zu verstehen warum du so denkst


    ein kurzes wort zu meinem "geldgeber": ich bin gesetzlich zu einer summe verpflichtet, bei der die Mutter keinen cent von ihren einkommen mehr für
    unsere kids investieren müsste. Das finde ich nicht gerecht. Aber darum soll es mir gerad nicht vorangig gehen.

  • Sucht euch ein (Mehrfamilien)-Haus mit 2 abgeschlossenen Wohnungen - gerade bei VZ Jobs die beste Variante.


    Dem kann ich mich nur anschliessen. Ist sie auch dazu nicht bereit wünsche ich dir viel Glück vor dem Scheidungsrichter.

  • Zu deiner frage summerjam: wir haben beide einen job der es uns erlaubt zu "normalen" zeiten die kinder in den kiga zu bringen und abzuholen. Ausserdem stehen unserer beiden Mütter in der direkten nachbarschaft zur Verfügung. Ihre ist sogar schon rentnerin. Theoretisch würden wir es beide alleine schaffen.

  • Meine persönliche Meinung - so kleine Kinder wie hier gehören definitiv zur Mutter.
    So und jetzt steinigt mich.


    Naja, eine Steinigung wäre womöglich ein wenig übers Ziel hinaus...


    Aber hier kann ich Summerjam nur zustimmen. Deine Ansicht hat eine dicke Staubschicht...


    Mama oder Papa? Das ist eine ganz eindeutige Einzelfall-Frage.


    Wobei ich nicht mal abstreiten würde, dass die Mama in der Mehrzahl der Fälle die bessere Lösung ist. Trotzdem kann man das nicht pauschal festlegen.

  • Ich kann die Mutter verstehen.... sorry, aber ist so. Es wäre für mich undenkbar gewesen, die Kinder abzugeben und das Wechselmodell empfinde ich nicht als eine optimale Lösung. Eben weil die Kinder dann quasi 2 zu Hauses haben. Allerdings hatte mein Ex auch nicht DAS innige Verhältnis zu den Kindern... Jedenfalls ist es so, dass wenn mein Ex gesagt hätte, dass die Kinder mit ihm leben sollten und ich dann UET gewesen wäre - dann hätten wir heute ganz sicher kein kooperatives, normales bis freundschaftliches Verhältnis. Ich hätte nicht auf meine Kinder "verzichtet". :rotwerd;)


    Ich bin allerdings auch ganz sicher (!!!) nicht der Auffassung, dass unabhängig vom Alter der Kinder, ausschließlich und immer die Mutter die bessere Alternative ist. Warum sollten die Kinder nicht komplett zum Vater? Wegen den Genen? Das sehe ich anders - aber ganz sicher.


    Ein "passendes" Alter gibt es nie... meine beiden waren zum Zeitpunkt der Trennung 8 und 12 Jahre alt. Heute denke ich, dass wir uns viel früher hätten trennen sollen, weil die beiden doch auch ab und zu unsere "Unstimmigkeiten" mitbekommen haben. Und das war nicht gut. Sie waren im Prinzip schon "zu alt", aber auch nicht wirklich "alt genug", um alles "begreifen" zu können.


    Ich drücke dir die Daumen, dass ihr euch gemeinsam so einigen könnt, dass ihr eine für alle gute Lösung herausarbeitet!

  • Das sind doch schon mal sehr gute Voraussetzungen. Versucht diese zu bewahren. D.h. egal bei wem die Kinder letztlich bleiben, bleibt in der Nähe.


    Wer auch immer BET wird, wird sich freuen, wenn UET mal schnell einspringen kann und will. Genauso, wie UET sich um mehr Freizeit freut. Ich wurde unfreiwillig UET und sehe meine Tochter nicht seltener oder weniger als zu Ehezeiten. Ehr häufiger und intensiever, weil die Probleme der Paarebene nicht mehr die Zeit und Kraft raubt. Insofern muss auch eine Trennung für Kinder kein Weltuntergang sein. Kommt immer darauf an, was die Eltern draus machen.


    Kann sich deine Frau denn die jetzige Hütte alleine leisten? Haus/Wohnung/gemietet/Eigentum?


    Und wo siehst du die Vorteile für die Kids, wenn sie bei dir blieben vs. Verbleib bei KM?

  • Bei der Mutter, die, genau wie der Vater, von 9 bis 17.00 Uhr arbeiten ist, weil die, im Gegensatz zum Vater, ab 18:00 Uhr dann durch ihren magischen linken Eierstock zum besseren Elternteil mutiert oder wie?


    Diese Selbstverständlichkeit, mit der da handfeste Diskriminierung regelrecht herbeigelobt wird, macht mir körperliche Übelkeit.
    Mal weg von dem retroromantischen "Mutti mit Kind"-Bild und hin zur Realität - sie hat eine Gebärmutter. Mehr nicht. Sie hat sie benutzt. Herzlichen Glückwunsch.


    Das war´s. Sie geht offenbar genau wie der Mann vollzeit arbeiten und genau wie er betreut sie die Kinder nach Feierabend und am Wochenende.
    Und jetzt soll sie im Falle einer Trennung plötzlich der deutlich vorzuziehende Elternteil sein, weil... ?
    Sie diejenige ist, die Kinder kriegen kann oder wie?

  • @ tüftels


    man sollte an solche Entscheidungen auch Unterhaltszahlungen koppeln. Ruckzuck würden einvernehmliche Lösungsvorschläge auf dem Tisch liegen. So aber gehört ein Kind in Deutschland ja der Mutter, wem auch sonst. Einer der Gründe weshalb ich mir jeden Kinderwunsch hier verkneifen würde.

  • Wenn du wirklich willst das die Kinder bei dir leben und du für die Verantwortung bereit bist bleibt dir keine andere Wahl als Gericht zu gehen.


    Die Einstellung das die Kinder grundsätztlich zur Mutter gehören ist veraltet aber noch in vielen Köpfen. Nur weil sie Mutter ist heißt nicht sofort das es die Kinder bei ihr auch besser haben.

  • Wenn du wirklich willst das die Kinder bei dir leben und du für die Verantwortung bereit bist bleibt dir keine andere Wahl als Gericht zu gehen.


    Prinzipiell hast du da natürlich Recht. Der Weg bei dem Kindesalter sollte als Mann aber nur gewagt werden, wenn hier ganz konkrete und beweisbare Gründe für eine Kindeswohlgefährdung vorliegen. Bei mir reichte es nicht, dass die KM drei ihrer 4 Kinder misshandelte und deswegen 2 davon zum Vater kamen, der auch noch Zeuge Jehovas ist.


    Wenn Derrik diesen Schritt geht und vor Gericht verliert, verliert er automatisch das ABR. Wenn Mutti sich dann neu verliebt oder nen besseren Job bekommt, kann sie ohne zu fragen und ohne Konsequenzen ans andere Ende der Republik ziehen. Derrik wird dann zum Zuschauer und sitzt ganz hinten im Saal wo die Musik gespielt wird.

  • Abr? Das Sorgerecht?
    Wir verdienen beide sehr gut. Dadurch wäre das mit der wohnung kein problem. Allerdings haben wir Uns für eine investition entschieden dessen kredit ich alleine zahle da sie damals in mutterzeit war. Eine eigene Wohnung, dieser kredit und das absolut unverhältnismäßige unterhalt würden mich in Engpässe bringen.
    Eine gerichtliche Lösung fällt für mich aus. Diese schlammschlacht mach ich nicht mit. Dann gebe ich die kinder lieber ihr.


    Welche Gründe ich sehe die mich bevorzugen die kinder zu haben? Keine. Wir machen das beide so verdammt gut. Ich würde auch vor gericht nichts anderes behaupten.
    Eine Regelung dass ich die kinder sehen kann wenn ich oder sie es mögen und sie auch bei mir übernachten können und das spontan wäre natürlich für mich denkbar. Aber auch das wird ausgeschlagen.
    Sie meint: ich verlasse die familie. Besucherrecht nur durch klare Regeln.
    Ihr könnt euch vl vorstellen wie sich mir dabei der magen umdreht.


    Der große hat zu dem eine sehr starke papabindung. Die mama hat zur zeit keine chance ihn ins bett zu bringen. Auch wenn er nachts aufwacht und weint vermag nur ich ihn beruhigen.
    Mit dem wissen kann uch einfach nicht einfach ausziehen. Es bricht mir dss herz.