Umgang - nur in meinem Beisein?!

  • Wenn er so Drogensüchtig ist, dann ist es eigentlich unzumutbar, ihn mit dem Kind alleine zu lassen. Es ist schon gut das er es einsieht. Das erleichtert vieles und ich habe :respekt davor, das du trotzdem versuchst, ihm den Umgang zu ermöglichen.


    Solange du, oder eine andere unabhängige Person beim Umgang dabei sein kann wird das kein Problem sein. Nur was ist, wenn das Kind älter wird und der KV Übernachtungen bei sich mit dem Kind machen möchte?


    Wenn das mal kommt wird es schlimm für das Kind. Dann wirst du notfalls den Umgang untersagen (lassen) müssen.

    Nicht Fleisch und Blut,

    das Herz macht uns zu Vätern.


    Friedrich Schiller


  • Ich denke Du musst an Dir arbeiten und verarbeiten dass DEIN Traum vom Vater Deines Kindes nicht in Erfüllung gegangen ist.
    Das Kind wächst damit auf, es wird normal sein.
    Dass es anders sein kann weiß es doch gar nicht.
    Noch nicht, und dann wird sie sich ihre eigene Meinung bilden.


    Ganz ehrlich sehe ich vom Vater gar kein Konfliktpotential so wie Du ihn beschreibst.


    Gewisse Dinge waren Dir zudem auch bekannt.Das soll kein Vorwurf sein, aber gehe mal in Dich und prüfe welche Erwartungen überhaupt realistisch sind.


  • Über eine Anzeige habe ich auch schon nachgedacht. Zumal KV meiner Tochter auch Pflanzen anbaut. Aber was haben wir davon? Gar nichts. Konsequenzen für ihn wäre Geldstrafe, Jobverlust (als Krankenpfleger) und im schlimmsten Fall Gefängnis. Alles bedeutet finanzielle Schwierigkeiten seinerseits, ergo auch für Töchterchen. Gefängnis bedeutet auch Umgangsstop und daraus resultierend vllt ein schlechtes Gewissen weil ich meinem Kind den Vater genommen habe.
    Vllt würde ich mir ins Fäustchen lachen und denken "Geschieht ihm Recht" aber für welchen Preis?!


    Klar könnte ich es anzeigen, und würd ihn rankriegen - aber nur weil die Beziehung am Ars** ist? Ich würde es eher tun wenn er drauf besteht dass die Kleine zu ihm in die Wohnung soll. Aber ich glaube er besteht nicht drauf - so hat ers mir gesagt. Und ich weiß sowieso nicht ob er gerade Pflanzen drin hat. Aber er hat auch nichts gegenteiliges gesagt.


    Aber wenn man das jetzt mal weglässt - er baut ja an um der Straßendealerei zu entgehen. Wer weiß was für gepanschtes Zeug er da bekommen würde. Oh jetzt hör ich mich an als fänd ichs gut... Nein natürlich nicht. Ich brings zur Sprache beim Jugendamt und dann wird er sich dem stellen müssen. Ich kann da ja nichts bewegen - genau wie die TS. Und dan :hä:hä n bekommt er vielleicht mal eins aufn Deckel dass diese Umstände nicht gut sind für ein Kind.



    :hä:hä:hä


    :scared:scared:scared


    :mussweg:mussweg:mussweg


    da bekommt man ja Angst - Mädels, das geht nicht - das geht ohne Knd schon nicht und mit erst Recht nicht.
    Irgendwann sind eure Lütten 10/12/14/16 und dann ? Du, der Papa raucht das Zeug, aber lass duc da besser die Finger von :hilfe:hilfe:hilfe


    Wenn nicht jetzt, wann dann - irgendwann knallts eh, lieber früher, wie später :rauchen

  • Über eine Anzeige habe ich auch schon nachgedacht. Zumal KV meiner Tochter auch Pflanzen anbaut. Aber was haben wir davon? Gar nichts. Konsequenzen für ihn wäre Geldstrafe, Jobverlust (als Krankenpfleger) und im schlimmsten Fall Gefängnis.


    Sorry, ist vielleicht ein wenig OT ABER, wenn ich mir vorstelle, daß dieser Mann, der alle 2-3 Stunden einen Joint raucht, auch noch einen verantwortungsvollen Job hat, bei dem es um Menschenleben geht/um kranke Menschen, die auf seine Hilfe angewiesen sind - da stehen mir alle Haare hoch. Na ja, könnte sein, daß er während der Arebitszeit nciht raucht - trotzdem bleibt er bei so hohem Konsum nicht ohne Nachwirkungen. :nanana


    Möglicherweise liegt es daran, daß ich so gut wie noch nie geraucht habe (das Zeug meine ich) - vielleicht insgesamt 2x im Leben oder aber daran, daß ich einen Höllenrespekt vor jeder Art von Drogen habe.
    Ich bin mit Lena_1977 der selben Meinung und es gehört für mich dazu die Verantwotung zu zeigen, in dem ich meinem Kind den Zugang zu/Umgang mit Dorgen verhindere.


    Vor einiger Zeit hatte ich eine Bekannte mit Zwillingen im selben Alter, wie mein Sohn. Sie hat in der SS und nach der Geburt gekifft, zwar nur in der Küche und hat soweit ich weiß nciht angebaut ABER mir war absolut nciht wohl dabei. Und nur aus diesem einen einzigen Grund habe ich den Kontakt zu ihr abgebrochen. Ich wollte nicht, daß die Kids eines Tages beim Spielen oder aus einem anderen dummen zufall ihre Vorräte finden und ihr nachmachen und es meinem Sohn beibringen oder daß mein Sohn sogar dabei ist.


    Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß. Aber wenn ich weiß weiß, dann muß ich doch handeln, ein Statement abgeben, Stellung beziehen, mich positionieren und aktiv sein. Es kann nicht sein, daß man einfach nur abwartet, mit der Hoffnung, daß alles gut wird. So was gibt es nur in Märchen.

    "Alles, was du besitzst, besitzt irgendwann dich" - Fightclub

  • Ramonamama und Lena, ich kann absolut nachvollziehen was ihr schreibt und sehe es sogar ähnlich. Immerhin hatte ich diese Gedanken auch.
    Ich habe die Wahl zwischen: Kind den Vater nehmen und quasi auf ihren Unterhalt verzichten oder die Bedingungen für einen "normalen" Umgang schaffen.
    Und ich muss zugeben das ich noch nicht geplant habe wie ich damit in 10 Jahren umgehe und wie ich meine Tochter dann davor schützen kann. Mir geht es um das JETZT.


    Ich ermögliche meinem Kind eben NICHT den Zugang oder den Kontakt zu Drogen. Genau deswegen lass ich die beiden auch nicht alleine und er kommt ausschließlich zu uns zu Besuch. Ich würde sie nicht in seine Wohnung bringen!! Und wenn ich eine abwartende Haltung hätte, würde ich ihn einfach gewähren lassen und sie zu ihm bringen. Aber nein, ich tue alles damit nichts passieren kann. Ich beziehe Stellung und bin aktiv. Auch ohne das ich ihn anzeige.

  • Da er meine Vorschläge, ich könne auch mit Kind zu ihm kommen ablehnt, kommt er also immer zu uns in die Wohnung.


    Ich ermögliche meinem Kind eben NICHT den Zugang oder den Kontakt zu Drogen. Genau deswegen lass ich die beiden auch nicht alleine und er kommt ausschließlich zu uns zu Besuch. Ich würde sie nicht in seine Wohnung bringen!! Und wenn ich eine abwartende Haltung hätte, würde ich ihn einfach gewähren lassen und sie zu ihm bringen.


    Also was denn nun?


    Das schlimme ist, dass er nie auf die Idee kommt ihr mal die Windel zu wechseln oder ihr etwas zu Essen zu geben. Ich habe ihn schon mehrmals darauf hingewiesen, es sei SEINE Zeit mit ihr ist, er also auch entsprechende Pflichten zu übernehmen hat. Pustekuchen. Wenn sie am Abend Hunger bekommt und weint: "Mama kann dich besser trösten" und schwups hab ich Zwergin auf dem Arm.


    Deshalb meine Frage: Was hat Deine Tochter davon? Was bringt dieser Umgang? Er entlastet Dich nicht geringsten eher im Gegenteil und Deiner Tochter bringt es im Moment auch nichts. Sie erhält keine Reize, nichts, woraus ersichtlich ist, daß dieser Mann jemand ganz besonderer in ihrem Leben ist. Genauso gut könnte er ihr auch zulächeln und sie beim spielen beobachten, wenn sie ihn im Gefängnis besuchen würde.


    Ich habe kein Vertrauen zu ihm und möchte (zumindest nicht in naher Zukunft) nicht dass die beiden allein sind. Zumal er, wenn er bei uns ankommt immer die entsprechende Duftnote mit sich trägt. Ich kann also davon ausgehen, dass er kurz vorher gekifft hat.


    Du hast kein Vertauen zu ihm, wenn es um deine Tochter geht aber die Leute mit denen er täglich arbeitet (kranke im Krankenhaus) sollen es schon haben, oder?
    Und nochmal: Mir macht es ganze große Sorgen, daß jemand, der das Kiffen nicht unter Kontrolle hat, an lebenden menschen/kranke Menschen dran darf. z.B. Sachen machen wie Medikamente rasgeben, Abschätzen müssen, wann sich der Zustand eines frisch operierten Patienten verschlechtert, schwer krake Patienten begleiten.
    Ich möchte nicht in großer Not im Krankenheaus darauf angewiesen sein, daß mein Wohl und meine Genesung u.U. davon abhängig ist, ob sich der Nebel im Gehirn des Krankenpflegers gerade gelichtet oder verdichtet hat.


    Sorry, aber bei Drogen bin ich echt krass drauf.

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  • Ich habe ihm nach der Geburt einmal angeboten mit Zwergin zu ihm zu kommen um zu sehen wie er sich dort verhält. Ob er sich dort besser um sie kümmern kann als in meiner (für ihn fremden) Wohnung. Und vor allem um zu sehen ob dort irgendetwas rumliegt, was für sie gefährlich sein könnte. Denn ich war das letzte mal vor über zwei Jahren bei ihm. Ich wollte genau das überprüfen: Könnte sie bei ihm Zeit verbringen. Ich wäre dort nicht von ihrer Seite gewichen (!!!) und zu diesem Zeitpunkt konnte sie noch nicht einmal krabbeln oder sich anderweitig fortbewegen. Jetzt, wo sie alles haben möchte, was sie sieht würde das für mich nicht mehr in Frage kommen!


    Zu der Frage, was Töchterchen von dem Kontakt hat, habe ich bereits geantwortet und bleibe auch weiterhin dabei, dass ich solange Tochter noch nicht selbst entscheiden kann den Umgang möglich machen werde.
    Auch ein Gericht würde den Umgang nicht verbieten, sondern lediglich die passenden Rahmenbedingungen verlangen (wenn überhaupt). Eben, dass die beiden nicht allein sind. Wobei ich hier auch schon gelesen habe, dass alkoholsüchtige und gewaltbereite KV ihre Kinder allein sehen dürfen.
    Wäre denn dein Vorschlag im Ernst, dass ich ihm den Umgang verbiete?


    Was sein Job betrifft, gebe ich dir vollkommen Recht. Aber das ist sein Leben und ich bin nicht die Person die für ihn sorgen muss. Er musste in den vergangen Jahren schon oft den Job wechseln und wurde auch versetzt. Ich werde nicht die einzige sein, die bemerkt, dass er einen gewissen Geruch mit sich trägt. Auch seine Vorgesetzten werden es bemerken, sowie es bei seinen letzten Jobs auch war.



    Ich weiß, dass es mit den Umgängen nicht mehr lange so weitergehen kann. Daher habe ich auch diesen Thread erstellt um andere Meinungen zu hören.
    Aber das ich mir den Hut aufsetzen muss, für ihn Verantwortung tragen soll, ihn anzeigen soll und dafür sorgen soll dass Kind und KV keinen Kontakt mehr haben finde ich etwas zu viel des Guten.

  • für ihn Verantwortung tragen soll, ihn anzeigen soll und dafür sorgen soll dass Kind und KV keinen Kontakt mehr haben finde ich etwas zu viel des Guten.


    Verantwortung für dein Kind.
    Wer sagt, das die beiden sich dann nicht mehr sehen können.
    Du kannst dein Kind nicht die nächsten 20 Jahre bewachen.

  • Weil er entweder eine Geld- oder Gefängsnisstrafe bekommen würde.
    Gefängnis würde bedeutet Umgangsstop und Geldstrafe das er kein Geld mehr hat um zu uns zu kommen. Er wohnt außerhalb von Berlin und hat schon jetzt manchmal kein Geld für eine 5Euro-Fahrkarte.


    Und unabhängig von der Strafe würde ich vermuten dass er dann den Kontakt abbricht weil er sauer auf mich ist. Das könnte er vermutlich nicht trennen, da ich ja eben bei den Umgängen immer mit anwesend bin.
    Klar, stellt sich wieder die Frage, wenn ihm seine Tochter nicht so wichtig ist dann kann man es ja auch gleich bleiben lassen.



    Ihr habt ja Recht mit dem was ihr sagt aber irgendwie bin ich (noch) nicht bereit für diesen Schritt. Vor allem weil ich (meiner Tochter zuliebe) nicht die nächsten Jahre mit ihm auf Kriegsfuß stehen will.

  • Falls es irgendwie falsch rüberkommen sollte, ich will hier nciht auf dich einpreschen oder ich irgendwie auf den Pranger stellen. Ich beschäftige mich lediglich damit und gebe meine Gedanken weiter, denn ich bin wie gesagt noch nie in so einer Situation gewesen und ich kann mir nicht vorstellen, in solche zu kommen (aber man sollte ja für gewöhnlich niemals "nie"sagen)


    Was sein Job betrifft, gebe ich dir vollkommen Recht. Aber das ist sein Leben und ich bin nicht die Person die für ihn sorgen muss. Er musste in den vergangen Jahren schon oft den Job wechseln und wurde auch versetzt. Ich werde nicht die einzige sein, die bemerkt, dass er einen gewissen Geruch mit sich trägt. Auch seine Vorgesetzten werden es bemerken, sowie es bei seinen letzten Jobs auch war.


    Daran erkennt man, wie die anderen (Vorgesetzten) Verantwortung definieren und welche Konsequenzen sie daraus ziehen.


    Wäre denn dein Vorschlag im Ernst, dass ich ihm den Umgang verbiete?


    Ich denke hier nicht direkt daran, ihm den Umgang zu verbieten. Mir steht es nicht zu, es dir zu empfehlen.
    Meine Überlegungne gehen eher in die Richtung, dem Vater ggü gewisse Auflagen aufzuerlegen (komische Bezeichnung), denn ihr könnt den Umgang so gestalten, wie es Euch beiden passt.
    Als Beispiel - So wie im Job: Wenn du kiffst, ist der Job weg, würde ich klar und deutlich sagen: wenn du kiffst, kannst du auf dem Absatz kehrt machen.
    Oder: wenn du hierherkommst, dann gehört dies und das (wickeln, füttern, spielen, bespaßen, spazieren) zum Umgang dazu - und konsequent durchziehen.


    Einigt Euch!
    Niemand sagt, daß du alles akzeptieren und ertragen mußt,nur damit er überhaupt noch sein Kind sieht.


    Klar, stellt sich wieder die Frage, wenn ihm seine Tochter nicht so wichtig ist dann kann man es ja auch gleich bleiben lassen.


    Ich denke, momentan kannst du gar nicht erkennen, ob und wie sehr ihm das Kind wichtig ist, weil du ja alles macht, damit er sie bloss besuchen kommt.


    Aus deinem letzten Post spricht wortwörtlich pure Angst, davor was falsches zu tun, um ihn nicht zu verärgern, weil er dann die Tochter gar nicht sehen wollen würde. Ich lese schon fast ein beinahe Co-abhängiges Verhalten daraus. Nicht gesund, weder für dich noch für deine Tochter auf Dauer, denke ich.



    Meine Denkansätze für dich dazu:
    Was wäre denn so schlimm, wenn er sich über Dein verhalten geärgert hätte und die Tochter nciht mehr besuchen würde? Was würde dann in dir vorgehen? Was würde ihr fehlen? Welche Auswirkungen hätte das deiner Meinung nach auf die Entwicklung deiner Tochter?

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  • Ich fühle mich absolut nicht an den Pranger gestellt. Ich bin dankbar für eure Meinungen und Ratschläge. Genau darum habe ich ja gebeten. Ihr regt mich zum Nachdenken und Reflektieren an und das ist gut!


    Klare Regeln für den Umgang habe ich bereits mehrfach ihm gegenüber geäußert und habe gewisse Situationen (auch zum Test) ausgereizt. Töchterchen bekommt eigentlich so gegen 17:30/18 Uhr Abendessen und hat zu diesem Zeitpunkt auch wirklich Hunger. Bereits zwei mal habe ich nichts vorbereitet und abgewartet was passiert. Kind hat geweint, er kam nicht auf die Idee ihr irgendetwas anzubieten (Essen, frische Windel, Spielen....). Als es kurz vor 19 Uhr war, habe ich es nicht mehr ertragen. Vor allem aber weil mir meine Tochter leid tat. Danach habe ich ihm sehr deutlich meine Meinung gesagt aber bisher hat sich nichts geändert. Ich bin ratlos.


    Wenn er wegen mir sein Kind nicht mehr besuchen würde?! Ich hätte ein schlechtes Gewissen meinem Kind gegenüber, vor allem wenn sie im Laufe der Jahre anfangen würde Fragen diesbezüglich zu stellen. Außerdem spielen wahrscheinlich meine eigenen Kindheitserfahrungen bezüglich Vaterfigur eine Rolle.
    Das schlimme ist, dass ich genau deine Gedanken kurz nach der Geburt ebenfalls hatte. Ich habe sogar darüber nachgedacht ihn nicht als Vater eintragen zu lassen, damit er auch keine Rechte hat. Das das Schwachsinn war, habe ich dann irgendwann verstanden aber ich dachte auch "Besser gar keinen Vater, als diesen".


    Eine nicht unwesentliche Rolle spielt auch, dass ich Angst hätte das er vor Gericht geht und dort kommt es bekanntlich nie gut an, wenn man als Mutter den Umgang in irgendeiner Form negativ beeinflusst. Wenn ich ihn also mit Forderungen und Bedingungen vertreiben würde, hätte ich wohl auch keine guten Karten?!


    Unterm Strich muss ich zugeben das ich die Beziehung der beiden schwer einschätzen kann und vor allem kann ich kaum einschätzen wie wichtig ihm Zwergin ist. Denn bei aller Ignoranz die er an den Tag legt - er kommt ja regelmäßig. Zwar seltener und kürzer als andere Väter aber immerhin. Aber vielleicht ist es auch nur ein netter Zeitvertreib sich alle paar Wochen in eine fremde Wohnung zu setzen und Töchterchen beim spielen zu zu sehen, was durchaus großen Unterhaltungswert hat :love


    Ich komme einfach auf keinen grünen Zweig.

  • Gibt´s jemanden der deinen Job übernehmen könnte? Oder anders hat der KV Freunde oder Familie, die ihm beim Umgang unterstüzten und dir ein Gefühl von Sicherheit vermitteln könnten?

    LG Campusmami



    Sonne muss von Innen scheinen :sonne


    Das Leben findet draußen statt :rainbow: .

  • Puh, dass ist ein guter Gedanke aber seine Familie wohnt etwas entfernt. Man stelle sich eine Linie vor:
    KV's Familie -50km- KV -50km- wir.


    Ich kenne nur einen Freund von ihm flüchtig. Kein Mensch dem ich mehr vertrauen schenken würde als KV.

  • Nachdem dieses Thema zumindest gedanklich zurück weichen musste, habe ich nun wieder Kraft mich diesem Thema anzunehmen. Wenn nötig auch mit Konsequenzen.


    Aktuelle Situation hat sich grundlegend nicht verändert. KV kommt in Überraschender Regelmäßigkeit alle drei Wochen für wenige Stunden und spielt mit Töchterchen, bzw. guckt ihr bei selbigen zu. Allerdings kümmert ihn nach wie vor weder Windel, noch Essen. Inzwischen wollte er dann zum ersten mal mit ihr raus gehen. Die zwei haben den Spielplatz erkundet und ich saß auf der Ersatzbank - in der Tat auch mal nett ;)


    Bei seinem letzten Besuch jedoch habe ich entschlossen nach dem Abendbrot einfach in mein Zimmer zu gehen. KV war also gezwungen mit Kind zum ersten mal die Hände waschen zu gehen und sie auf die Toilette zu setzen, Zähne zu putzen... all das wobei er mir seit einem Jahr bei jedem Besuch lediglich zugesehen hat und schweigend im Türrahmen stand.
    Ich räumte in der Zeit Töchterchens Zimmer auf und plötzlich stand KV neben mir. Allein. Und das Kind... alleine auf der Toilette! Mir sackte das Herz in die Hose. Ich sah mein Kind innerlich schon am Wannenrand oder der Fliesenwand aufschlagen. Und wir reden hier von einer Erwachsenentoilette. Und er stand bisher immer sinnlos daneben wenn sie auf Toilette war und müsste folglich auch gesehen haben, dass sie oft versucht selbst herunter zu kommen oder hangelt mit den kurzen Ärmchen nach dem Toilettenpapier... Durchaus gefährliche Situationen wenn man nicht daneben steht.
    Ich war so geschockt, dass ich sofort ins Bad gelaufen bin und dort angekommen wollte ich ihm nicht vor dem Kind meine Meinung geigen. Dazu war ich auch viel zu aufgebracht.


    Er denkt einfach nie nach. Er hat sich letztens auch auf Zwergins Holzschaukelpferd gesetzt. Ich meine, es muss doch jedem klar sein das dies unter geschätzten 80-90 Kilo evtl. zu Schaden kommen könnte. Es gibt duzende solcher Situationen.


    Nun wühlt also wieder die Frage in meinem Kopf umher: Wie soll der Umgang in den nächsten Monaten weiter laufen.
    Meine Meinung dazu ist eindeutig aber ich frage mich oft wie er seine Umgebung tatsächlich wahrnimmt, denn er sagte zu dem Vorfall lediglich "Sie sitzt doch auf Toilette, was soll passieren" :wow


    Ich habe noch heute einen Termin bei einer Sucht-/Drogenberatung und bin gespannt wie dort die Situation eingeschätzt wird. Das Thema der Anzeige werde ich dort ebenfalls ansprechen, denn es erscheint mir tatsächlich inzwischen als richtig und unumgänglich! Auch wenn ich Angst vor den Folgen hätte (KV bricht evtl. den Kontakt zum Kind ab).


    Fortsetzung folgt...

    Einmal editiert, zuletzt von anri ()