Hat das alles noch nen Sinn?

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  • Hallo!
    Ich bin neu hier und hoffe, ein paar Denkanstösse, Tipps und Richtungsweisungen zu bekommen.
    Mein Mann und ich sind seit 10 Jahren verheiratet, haben drei Kinder und der Wurm ist länger schon drin :(


    Dass wir uns entfremdet haben, liegt bestimmt zum grossen Teil daran, dass sein Job stressig ist, er ständig unterwegs ist und seit sicherlich 6 Jahren die Familie nur wochenends stattfindet.
    Natürlich hab auch ich viel um die Ohren. Die drei kleinen Kinder, ein grosser Haushalt und das Gefühl "allen gerecht werden zu müssen". Dass nach 10 Jahren Ehe das Feuer nicht mehr lodert ist sicher keine Ausnahme, mit der fehlenden Ruhe und dem ganzen Frust... Alles nicht so einfach.


    Auf einer Dienstreise dann hat er mich betrogen.
    Gespräche brachten zu Tage: ich bin schuld, ich bin ja nicht auf seine Bedürfnisse eingegangen, er kann ja nichts dafür (der Arme).


    Wir haben dann beschlossen, einen Neuanfang zu machen. Er hat sich innerhalb der Firma an einen anderen Ort versetzen lassen, wir sind umgezogen.
    Das Ergebnis: es geht genauso weiter. Stress ohne Aussicht aus Besserung, abends/nachts geht mein Mann ins Büro an den Wochenenden arbeitet er ebenfalls oder schläft. Oder guckt mir beim Putzen zu und lässt sich bekochen.
    Irgendwann bin ich geplatzt und hab Hilfe und Anerkennung eingefordert. Ohne Erfolg. Es kommt nichts von ihm.


    Ich bin doch auch nach 10 Ehejahren noch ne Frau.. Ich wünsche mir mal eine Kleinigkeit. Blumen, Pralinen, ein gemachtes Frühstück.
    Nichts passiert.
    Auch am Valentinstag nicht.
    Oder dem Jahrestag.
    Scheisse fühlt sich das an.


    Ich würde gerne gehen. Aber wohin?
    Und mit welchem Geld. Ich arbeite seit fast 10 Jahren nicht mehr, in meinem Beruf werde ich nach der langen Zeit nicht mehr Fuss fassen können. Alleine mit drei Kindern. Ok, irgendwie bin ich eh alleine, aber so ohne "dass im Notfall jemand helfen könnte"?


    Die Kinder verkraften es nicht, noch einmal aus ihrem Umfeld (schule und Kindergarten) gerissen zu werden.
    Bleiben und sein Leben (das eigene meine ich) beiseite legen ?


    Könnt ihr mir ne Richtung aufzeigen?
    Was würdet ihr tun oder raten?


    Grüsse
    Enny

    Einmal editiert, zuletzt von DieEny ()

  • Hey,
    ist schwierig, dir in so einer Situation zu raten, hör auf deinen Bauch!
    Ich leb seit 8 Monaten mit drei Kindern (10, 7 u. 5) allein, hab allerdings keinen Schul-bzw. Kindergartenwechsel gehabt.
    Es ist schwierig und streßig, aber mein Mann war auch nie da und ich im Prinzip schon lang "alleinerziehend".
    Seit der Trennung haben die Kids wenigstens einen "Wochenendpapa", das nimmt er auch sehr genau wahr.


    Ich wünsch dir viel Kraft!!!!


    LG Jane


    :wink

    "Es gibt Fälle, in denen vernünftig sein feige sein heißt!"

  • Hallo liebe TE,


    ob eure Beziehung noch Sinn macht solltest Du ganz alleine entscheiden.
    ABER was ich Dir raten würde ist, lass einfach mal öfter Fünfe gerade sein um Dir ein wenig den Streß aus dem Alltag zu nehmen.
    Und dann schau mal, ob Du ein wenig was für Dich tun kannst.


    Ob es nun abends der Volkshochshulkurs ist der Dir vielleicht die Möglichkeit gibt Deine Berufschancen wieder zu steigern, oder ob Du mal mit FReunden unterwegs bist.
    Geh am Wochenende wenn er da ist aus und gönn Dir was.
    Nur weil er dann da ist musst Du nicht zuhause hocken.
    Klar seht ihr euch wenig, aber die gemeinsame Zeit wird ja auch nicht mehr wirklich genutzt.


    Und Streß hast Du auch.
    Also gönn Dir was.
    Mach DICH glücklich.


    Und vielleicht merkt Dein Mann dann ja auch wieder was für eine tolle Frau er da hat.
    Manchmal werden wir zur Selbstverständlichkeit.
    Dinge die wir tun normal.
    Andere werden mit der Zeit interessant.
    Und je mehr man für den anderen tut, desto weniger wird man geschätzt.
    Man buhlt ja um ihn also ist er was Besonderes.
    Das man selber das aber auch ist wird dann von beiden Seiten irgendwann nicht mehr gesehen.


    Tu Dir erst einmal was Gutes und das regelmäßig.
    Geh unter Leute und schau Dich einfach mal um, was Du auch beruflich so machen könntest.
    Denn auch das gibt Selbstbewußtsein.


    Und wenn Du irgendwann zu der Überzeugung kommst, dass es doch keinen Sinn macht hast Du aber schon für Dich ein Stück weit die Fühler ausgestreckt und weißt wie es weiter geht oder hast Kontakte geknüpft.

  • Ich würde an Deiner Stelle meinem Partner meine Gedanken mitteilen. Auch, dass Du in Erwägung ziehst, ihn zu verlassen. Vielleicht wärt ihr beide bereit, eine Paartherapie zu machen oder zumindest mal zu einem Beratungsgespräch zu gehen?


    Wenn er dazu nicht bereit ist (oder Du), dann musst Du die Konsequenzen ziehen.


    Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass das AE-Gefühl während der Ehe nicht viel mit dem tatsächlichen AE-Zustand nach der Trennung zu tun hat. :nanana Kann aber sein, dass nur ich da einen Unterschied empfinde.

    Finde Dein Licht und finde Deine Schatten. Erst dann wirst Du zu Deiner Mitte finden.

  • Es ist sehr schwierig Dir zu antworten. Jeder und jede Beziehung hat ihr eigenes Tempo. Während sich manch einer viel schneller trennt brauchen andere länger und wiederum manche trennen sich nie obwohl die Beziehung schon lange nicht mehr ist was sie sein sollte.


    Keiner kann Dir somit eine Richtung aufzeigen, denn Dein Tempo ist entscheident. Vielleicht ist es für Dich der richtige Weg zu bleiben? Mal ganz provokativ gesagt...Ich würde allerdings auf alle Fälle eine Eheberatung anstreben. Ich habe bei unserer letzten Eheberatung (die mein Mann erst wollte, als ich ihn vor vollendete Tatsachen stellte) gesagt, dass dies voraussichtlich meine Trennungsberatung sein wird. Und im Rahmen der Eheberatung wurde ganz deutlich, dass nichts mehr geht und ich für unsere Kinder Verantwortung übernehmen muss im Sinne von: Ihnen ein konfliktfreies Umfeld bieten. Ich habe ca. 4 Jahre gebraucht bis ich das Gefühl hatte, ich habe alles versucht (inkl. diverse Eheberatungen zu denen ich immer alleine ging) und nun geht es wirklich nicht mehr.


    Aber vorher wäre eine Trennung nicht richtig für mich gewesen. Im Nachhinein kommen mir all' die Jahre als sehr lang vor aber für mich war es der Weg den ich gehen musste um mich innerlich mit dem Beziehungsende auseinanderzusetzen. Und ich bin so wahnsinnig klar mit mir und der Beziehung, dass ich heute sogar sagen kann. Diese letzten 10 Jahre gehören zu mir, es sind wundervolle Kinder entstanden und dieser Mensch hat mal eine wichtige Rolle eingenommen. Ich habe viel über mich gelernt und bin heute ein viel zufriedener Mensch als noch vor 10 Jahren. Ich bin aber den Weg in meinem eigenen Tempo gegangen. Alle Trennungsaufrufe anderer haben mir nicht geholfen, mich nur noch unglücklicher gemacht...


    Aber irgendwann macht es "klick" und dann platzt die Blase. Du wirst den Punkt spüren, da bin ich mir sicher. Und dann brauchst Du keine Ratschläge mehr von aussen sondern weißt ganz alleine für Dich, dass es so nicht weitergeht.


    Diese Phase davor würde ich für Dich nutzen. Wie stellst Du Dir die Zukunft vor? Du musst Dir im Klaren sein, dass es wahrscheinlich finanzielle Einschläge geben wird. Könnt Ihr das Haus/die Wohnung halten? Was musst Du verdienen, damit es klappt? Welche Gelder könnten von ihm versteckt werden? (War bei mir ein grosses Thema)... Arbeite an Dir, suche Dir einen Job, baue berufliche Qualifikationen auf bevor alles auf einmal auf Dich zuströmt... Und vielleicht ist die Außenwelt so gut für Euch, dass Ihr die unterschiedlichen Entwicklungen Eurer Personen wieder damit überbrücken könnt...


    PS: Ich will nicht mies sein, aber ich würde meine konkreten Trennungsgedanken nicht äußern falls Du den leisesten Zweifel hast, dass Gelder nicht verschoben werden... Setz' Dir die Männerbrille kurz auf...

  • Danke für Deine liebe Antwort!


    Ich habe (bzw. hatte) mich einem Sportkurs angeschlossen. Leider war die Kinderbetreuung nicht gesichert, mein Mann dann doch nicht in der Lage ;) die Kinder zu hüten, musste länger arbeiten...


    Es ist so verfahren.
    Mir fehlt langsam auch die Kraft. Und ich bin so einsam hier. Eigentlich hab ich nie Probleme, Anschluss zu finden, bin kontaktfreudig und offen. Aber hier im Ort ists schwer. Ich glaube, die Leute wollen niemanden Zugezogenes. Im Kindergarten oder der Schule wird es ganz deutlich, die Mütter drehen sich buchstäblich weg. Die Kinder haben gut Anschluss, aber auch die Eltern der Schulfreunde wirken so wenig herzlich.
    Ich habe tatsächlich den Eindruck, alles verloren zu haben :(


    Kommende Woche beginne ich mit Sport (wenn nicht wieder mein Mann die Vereinbarung vergisst, auf die Kinder aufzupassen)


    Ich suche seit Monaten nen Babysitter. Findet man hier nicht. Zwei Dreizehnjährige haben sich gemeldet. Aber mit drei kleinen Kindern sind die ja auch völlig überfordert.


    Klingt verfahren, oder? Wie im falschen Film...

  • Auch vielen Dank den anderen beiden! Lieb von euch, zeit für so ausführliche Antworten zu investieren!


    Ich gehe mal in mich...


    Und ja...ich habe Angst, dass Gelder verschoben werden. Auszüge und Lohnabrechnungen werden nicht mehr zuhause aufbewahrt. Ich habe ein eigenes Konto, also keinen Zugriff auf das "Gesamte"


    Ich habe Angst vor sozialem Abstieg. Wirkliche Existenzangst :(

  • Hmm, lass ihn das dann doch regeln mit der Kinderbetreuung.
    Wenn er es nicht schafft muss er sich darum kümmern, dass es jemand anderer macht der dazu auch in der Lage ist.


    Dann wird das sicher etwas öfter funktionieren. ;)

  • Wer regelt denn das Finanzielle bei Euch? Klingt fast so das Du keinen Überblick über Eure Einnahme hast, falls das so ist, ist es ziemlicher Bockmist.

    Es ist besser,
    ein eckiges Etwas zu sein,
    als ein rundes Nichts.

  • Ja, es ist Bockmist. Er kümmert sich ums Geld. Ich weiss von Nichts. Und ich schäme mich für so viel Blödheit.


    Es ist so ein langsames Wachwerden. Wo war ich denn die letzten Jahre? Ich hätte nie gedacht, dass ich so doof bin.

    Einmal editiert, zuletzt von DieEny ()

  • Ja, es ist Bockmist. Er kümmert sich ums Geld. Ich weiss von Nichts. Und ich schäme mich für so viel Blödheit.


    Es ist so ein langsames Wachwerden. Wo war ich denn die letzten Jahre? Ich hätte nie gedacht, dass ich so doof bin.


    :ohnmacht:


    Da hat er Dich aber gut in der Hand. Du kriegst quasi Taschengeld und Hauhaltsgeld.


    Mensch Eny, Du bist vollkommen abhängig von ihm und das weiß er genau. :schiel

    Es ist besser,
    ein eckiges Etwas zu sein,
    als ein rundes Nichts.

  • Ich habe Angst vor sozialem Abstieg. Wirkliche Existenzangst

    Das hatte ich auch. Keine Arbeit, zwei Kinder, abhängig vom Ehemann. Es stellte sich heraus, es war gar nicht so schlimm. Ich habe tatsächlich auch Rechte. Mein Mann hat mich immer klein gehalten. Er war/ist der Meinung, derjenige, der verdient, hat das Sagen. Der andere hat sich zu fügen.


    Nun ja, Anwälte und Richter sahen das etwas anders. Ich bekomme Unterhalt für die Kinder aber auch für mich. Inzwischen ist es nicht mehr soo viel. Aber wir sind ja auch schon 2 Jahre geschieden und über 6 Jahre getrennt.



    Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass das AE-Gefühl während der Ehe nicht viel mit dem tatsächlichen AE-Zustand nach der Trennung zu tun hat.

    Ja, dem kann ich zustimmen. Aber nicht nur im negativen Sinne, auch im positiven. Du bist dein eigener Herr, hast wirklich "nur" drei Kinder, keinen Mann, den du noch bekochen musst usw.


    Ich möchte dir hier aber nicht zu einer Trennung raten. Ich bin der altmodischen Meinung, eine Ehe ist ein Versprechen für immer. In guten wie in schlechten Zeiten. Ich würde auch versuchen, mit deinem Mann zu reden und gemeinsam eine Therapie zu machen. Wir haben das damals auch gemacht. Das Problem bei uns war, dass mein Mann dort gesagt hat, er sehe keine Probleme, er findet alles super und alles soll so bleiben wie es ist (klar, er hatte ne Geliebte und ich hab mich um Haus und Kinder gekümmert). Ich wäre diejenige, die Probleme hätte und daraufhin hab ich die Therapie alleine gemacht. Gut, geschadet hat es nicht, aber beziehungsmäßig hat uns das nicht gerade nach vorne gebracht ;)


    Ich würde versuchen, alles auszuschöpfen. Abende zu zweit. Oder, wenn du was für dich tun willst, würde ich mich eher in einem Kurs bei der Volkshochschule einschreiben, wie hier auch schon empfohlen. Etwas, was dir beruflich vllt helfen könnte. Wie wäre es, wenn du mit deinem Mann sprichst, dass du mit dem Gedanken spielst, wieder arbeiten zu gehen? Vllt würde das eurer Beziehung gut tun? Du wärst aus dem Haus, hättest auch mit Erwachsenen Kontakt, würdest neue Leute kennenlernen und würdest dein eigenes Geld verdienen.

  • Übrigens, melde Dich doch beim Arbeitsamt als arbeitssuchend. Die haben doch riesige Datenbanken. Vielleicht gibt es auch die Möglichkeit, dass Du dort an Kursen oder Zusatzqualifikationen teilnehmen kannst und so Deinen Lebenslauf aufpeppen?

  • Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass das AE-Gefühl während der Ehe nicht viel mit dem tatsächlichen AE-Zustand nach der Trennung zu tun hat. Kann aber sein, dass nur ich da einen Unterschied empfinde.


    Also, ich fand den Unterschied doch auch gravierend. Danach eben wirklich allein und keinen mit dem man über Entscheidungen reden kann und der diese dann auch mitträgt. Aber... danach wusste ich woran ich bin und es kommen keine Anrufe mehr kurz vor 18Uhr- kann nicht zu Essen da sein, muss noch arbeiten; heisst diese Enttäuschungen waren nicht mehr da.


    Ich kann Dir nur dringend raten, versuch Dir irgendwie einen Überblick über die Finanzen zu verschaffen. Einnahmen, auch Versicherungen, Kredite.


    Und Volkshochschule kann ich auch nur empfehlen; manche Kurse sind doch auch vormittags. Davon kannst Du nur profitieren, so oder so.

  • Ihr seid seit 10 Jahren verheiratet. Nun ist der Wurm drin und es klingt sehr danach, als ob der (auch) deshalb drin ist, weil du selbst recht unzufrieden bist mit deiner Situation. Dir mehr Anerkennung wuenscht, die dir aber eh keiner geben kann ausser du selbst! Ihm geht es auch nicht so ganz gut. Den Betrug finde ich grenzwertig. ABER ich persoenlich finde nicht, dass hier das Ende der Fahnenstange ist. Wie waere es mit einer Paartherapie? Alleinerziehend sein (darf ich das hier einfach mal schreiben) ist sch... anstrengend!!!! Das hat NICHTS gemein mit dem, was du gerade erlebst. Du musst arbeiten neben den Kindern, du hast Finanzaengste, Zukunftsaengste, bist oft voellig k.o., dazu kommen Gerichtsverhandlungen, Umgangsregelungen, die Nerven und Kraft kosten. Zeit, jemand Neues kennen zu lernen: eher nicht. Du bist fuer alles allein verantwortlich: deine Finanzen, die Kinder, wenn sie bei dir sind (wenn er sich nicht kuemmern will, dann komplett!), den Haushalt, den Job etc. Sorry, aber ich wuerde mir fuenf Mal ueberlegen, ob ich bei solchen Problemen schon die Flinte ins Korn werfen wuerde. Alles Gute.

  • Wenn ich lese, dass Lohnabrechnungen und Auszüge nicht mehr zu Hause aufbewahrt werden und du quasi keinen Einblick bzw. Zugriff hast, schrillen bei mir die Alarmglocken!


    Das war bei mir damals auch so!! Mein Exmann wollte mich weiterhin von sich abhängig wissen und mich kurz halten, um sein bequemes Familienleben nicht aufgeben zu müssen, und nebenbei hatte er eine Freundin :kopf ( das alles hat mich krank gemacht! ich musste in psychologische Behandlung )


    Ich kann verstehen, dass Du Angst vor der (finanziellen) Zukunft hast, das ging mir genauso...monatelang. Es war schrecklich.


    Aber wenn Du einen Schritt nach dem anderen in die richtige Richtung machst, wird sich mit der Zeit alles klären. Geh mal zu einer Beratungsstelle für Alleinerziehende, z.B. von der Diakonie ( denn dass diese Ehe nicht mehr zu retten ist, ist für mich ziemlich sicher ).


    Falls Du doch diese Ehe retten willst, oder noch anderes probieren möchtest, kann es trotzdem nicht schaden, informiert zu sein, wenn es dann hart auf hart kommt ;) .


    Ich drück Dir die Daumen!

    Verzage nicht, es geht immer weiter- ob Du willst oder nicht willst- Also mach das Beste draus

    Einmal editiert, zuletzt von paradiesvogel ()

  • Ich denke das übrigens auch. Wenn Dein Mann schon heute wichtige Dokumente woanders aufbewahrt, dann könnte dies ein Zeichen sein. Allerdings war es bei meinem letzten Arbeitgeber so, dass dies mittlerweile alles nur noch elektronisch läuft. Ich habe diese (aus Faulheit) nie ausgedruckt. Kann es vielleicht auch deshalb keine Aufzeichnungen mehr geben?


    Achte auch Zeichen, beobachte die Situation, setze Dir Ziele für Dich, arbeite an Deinen beruflichen Qualifikationen und definiere Dein Soll - danach gibt es einen Abgleich mit dem IST. Und dann schaust Du für Dich, was für Dich/Euch gut sein kann. Ich würde aber auch in Deinem Sinne ein wenig strategisch vorgehen.


    Übrigens, für einen Lohnsteuerausgleich sind beide Unterschriften notwendig. Da stehen die Gehaltsangaben immer recht genau. Mein Mann hat mir das immer unter die Nase gehalten mit der Bitte "sofort" zu unterschreiben. Somit kam ich gar nicht erst auf die Idee mal in den Unterlagen zu blättern und zu schauen, was er verdient (ich war allerdings auch nicht misstrauisch). Kommst Du an diese Unterlagen bzw. mache Dir Kopien von der nächsten Veranlagung. (Schatz, ich unterschreibe gleich - lass es einfach kurz liegen...). Allerdings wird das bei uns mittlerweile ebenfalls elektronisch übermittelt...


    Aber siehst Du was ich meine... versuche Dir einen Überblick zu verschaffen. Werde hellhörig. Ich wurde veräppelt. Ich habe letzte Woche noch einmal einen Schock gehabt. Obwohl mein Mann gut verdient, hatte sich sein Anwalt "verschrieben" und sein echtes Gehalt 2012 aufgeschrieben... Es war wesentlich höher als vor Gericht angegeben.

  • Hi Enny,


    die Fakten: Dein Mann kommt jetzt in die Midlife-Crisis. Er hat das Gefühl, im Leben die beste Zeit hinter sich und vieles verpasst zu haben. Er wird sich eine bescheuerte Sonnenbrille, oder ein Cabrio kaufen und die Praktikantin pimpern, um sich wieder jung zu fühlen. Bei Dir fühlt er sich wahrscheinlich alt und unverstanden. :ohnmacht:


    Möglichkeit eins: Du gibst ihm das, was er sich wünscht und behältst ihn damit. Dafür musst Du einfach tagsüber Köchen und Putzfrau und Abends Mätresse sein. (Außerdem Krankenschwester, Mutter und Entertainerin) Ich führt dann eine Beziehung wie sie bei uns bis in die 70er üblich war (ok, in tiefen Tälern Bayerns ist es evtl. noch immer so ). Außerdem ist das die Ideal-Vorstellung einer Ehe in den Augen der meisten islamischen Männer. Wäre nicht mein Weg, aber die meisten Paare der Erde leben so. :frag


    Möglichkeit zwei: Du wählst eine andere Rolle für Dich. Geh arbeiten, verdien Geld und stell Dich auf eigene Füße. Nimm Dein Leben immer mehr in die Hand, so wie Du möchtest, bis die Kids aus dem Haus sind. :daumen


    Möglichkeit drei: Du behältst Kinder, Haus und Auto und er zahlt Unterhalt. Das wäre eine (für Dich) angenehme Mischung aus der Sicherheit der 50er und der Freiheit von heute. :wow


    LG


    Flo

    Mein Traum: automatische Fabriken die alles produzieren was wir brauchen. Niemand muss arbeiten und alle haben Zeit für Kinder, Eltern und Freunde.
    Mein Alb-Traum: diese Fabriken gehören den Reichen und wir Menschen leben abhängig in Knechtschaft.

  • Hallo,


    Das halte ich zuerst für das Wichtigste:

    Möglichkeit zwei: Du wählst eine andere Rolle für Dich. Geh arbeiten, verdien Geld und stell Dich auf eigene Füße. Nimm Dein Leben immer mehr in die Hand, so wie Du möchtest, bis die Kids aus dem Haus sind. :daumen

    Sorge für dich und beschaffe dir die nötigen Informationen über die Finanzen. Du musst wissen, was auf dich zukommt.


    Sich in eine unbefriedigende Ehe fügen um der materiellen Absicherung wegen halte ich für die schlechteste aller Möglichkeiten. Vor allem werden die Kinder deine Unzufriedenheit spüren.


    Ich kann sehr gut nachvollziehen, was du erlebst, habe dasselbe erfahren und bin nach jahrelangem Überlegen schließlich ausgebrochen. Habe übrigens auch drei Kinder. Wir sind seit 9 Monaten getrennt und ich muss sagen, mir geht es viel besser so. Ich war nicht mehr ich selbst, lief den ganzen Tag wie ein scharfes Messer herum und explodierte beim geringsten Anlass, weil nichts mehr ging und ich mich total ausgenutzt fühlte. Das enspricht überhaupt nicht meiner Natur, ich bin eher ein gelassener, freundlicher Typ. Inzwischen funktioniert die Kommunikation zwischen meinem Mann und mir wieder besser, aber immer mit ausreichend Distanz und getrenntem Alltag. -Allerdings gehe ich nach der Elternzeit im September wieder arbeiten, bin zwar auf Unterstützung für die Kinder angewiesen, aber nicht abhängig.


    Erfahrungen lassen sich nicht übertragen, du wirst deinen Weg finden.


    Alles Gute dir und :knuddel
    Eli