Schulbegleitung?!

  • Hallo!
    Mein Sohn ist, weil von der Schule zwei unterschiedliche Wahrnehmungen geäußert wurden -AD(H)S oder völlig unterfordert-, vor einem Jahr getestet worden, Ergebnis hochbegabt in mehreren Teilbereichen. Empfehlung Jahrgangswechsel oder wenigstens angepasste Materialien. Geholfen hat ihm das nicht, weil die Schule das ausblendet und weiterhin auf einer "Verhaltensstörung" besteht. Eine kurze Zeit bekam er in Deutsch anderes Material und er hat schlagartig mitgearbeitet, jetzt gibt es wieder die Wiederholung der Wiederholung und er mauert, wird zunehmend aggressiv, es gab schon zwei Klassenkonferenzen. Ergebnis: er soll mit Schulbegleitung beschult werden. Solange diese nicht vorhanden ist, sieht sich die Schule außerstande ihn zu beschulen. D.h. mit Augen zu und good will der Schule ist er derzeit zuhause. Kein Zustand! Nach diversen Tests bei einem Kinderpsychologen gibt es eine klare Aussage von ihm: er ist durch die Belastungssituation in der Schule blockiert, aber er kann ohne Einschränkung in eine Regelschule gehen und es wird ein Schulwechsel empfohlen. Aber die Schule sperrt sich, nur mit Schulbegleitung. Der Antrag ist gestellt, die Bearbeitung dauert vier bis sechs Wochen. Auch kein Zustand. Es wurde zwar von der Schule ein Schulwechsel angeregt, aber alle Anfragen bei anderen Schulen scheiterten am Ende an der Aussage der Schule, man habe Maßnahmen eingeleitet, diese sollten erst greifen. Das sind aber nur die Dinge, die ich initiiert habe, Kinderpsychologe und Schulbegleitung. Unterrichtstechnisch sieht man keine Notwendigkeit, er ist nicht unterfordert, dann würde er nicht so langsam arbeiten. Um aus dem Teufelskreis herauszukommen, habe ich auf Anraten eines Bekannten (Lehrer...) einen Anwalt kontaktiert. Ob es das dann bringt, kann ich nicht einschätzen. Von der übergeordneten Behörde habe ich keine wirkliche Unterstützung erhalten, sie hält sich raus, wir haben ausführlich Möglichkeiten besprochen und ich versuche sie umzusetzen, allerdings läßt mich die Schule immer wieder auflaufen.
    Ich fühle mich, harmlos gesagt, in die Ecke gedrängt. Ganz theoretisch ausgedrückt wird ein Mangel konstruiert und dann zum Vorwurf gemacht. Ich weiß nicht, wo das hingeht. Vielleicht kann mir jemand von Euch seine Einschätzung dazu schreiben, egal in welche Richtung das geht.
    Viele Grüße
    Henri

  • Schönen guten Morgen,


    Hast Du es schon einmal über den Elternbeirat versucht? Bei uns sind die zumindest engagiert,
    ob es hier wirklich hilfreich ist, k.A. aber ich finde es ist ein Versuch wert.


    Ein Kind deshalb zuhause zu lassen finde ich auch nicht wirklich hilfreich seitens der Schule,
    nur weil diese offenbar damit "überfordert" ist. Natürlich gibt es nicht überall so ausgebildete
    Lehrer/Innen die sich damit befassen, aber das trotz alledem das Kind hier auf der Strecke
    bleibt find ich schade und traurig..


    Viel Kraft auf jeden Fall!


    edit: Hat der Ki-Psychologe mal ein persönliches Gespräch mit den Lehrer/Innen oder SChulpsychologe versucht,
    ggf. Schulleitung...?


    *Viele Grüße Susayk*



    _____


    * Lass los, dass Du nicht ändern kannst*


    *Träume sind wichtig, sie gestalten Dein Leben u. Dein Handeln*


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  • Ich weiß nicht, wo du wohnst, aber es gibt in einzelnen Bundesländern Beratungslehrer für hochbegabte Kinder, meist beim Landkreis angesiedelt. Diese gehen auch in die Schulen und versuchen, bei den dortigen Lehrern Überzeugungsarbeit zu leisten und Unterstützung zu geben. Ich weiß, dass das nicht immer funktioniert und manchmal ist es besser, die Schule zu wechseln. Es gibt ja durchaus Schulen, die auf alle Kinder eingehen - sollte ja der Normalfall sein, auch auf die Problematik hochbegabter Kinder.

  • Hallo,


    klar wird da ein Mangel konstruiert - das Kind braucht einen Namen -. Irgendwie muss ja begründet werden, warum Kind nicht beschult werden kann.


    Welche Schulen sind vor Ort bzw. in der zumutbaren Umgebung (keine Regelschulen)?


    Warte nicht darauf, bis die Schule in die Pötte kommt. Das dauert und wahrscheinlich bringts nix. Mit Schulbegleiter in die Schule? Wie darf man sich das vorstellen?

    Grüsse Tani :wink



    Du bist nicht das was Du sagst, sondern das was Du tust!

  • Ich kann dir leider auch keine Hoffnung machen :(


    Der Sohn meiner Freundin ist Hochbegabt (fast 150 IQ) und (vielleicht) ADHA. Mit dem wurde auch viel Hick/Meck gemacht. Schließlich bekam er eine Schulbegleitung und schaffte auch sein Abi. Allerdings wird er damit nicht viel anfangen können :kopf Durch seine -sagen wir mal- Experimentierlust ist es zu einigen Sachen gekommen, die für die Eltern nicht mehr tragbar waren und er kam in ein betreutes Wohnen. Was die anderen Kidis dort mit ihm gemacht haben, wenn er z.B. zu einem Kanuausflug statt Wechselklamotten und Camera nur 12 Bücher mitschleppte könnt ihr euch denken :rolleyes2:


    Ich finde es immer wieder erschreckend was ein Lehrer heutzutage alles können muss :wow Es wird nicht nur erwartet, dass er die unterschiedlichen Kinder erkennt, nein er muss auch ganz nebenbei wunderbar mit ihnen auskommen und ihnen alles beibringen. Egal ob Integrationskinder, Hochbegabte, Aggressive Kinder sehr sensieble Kinder usw usw alle soll er gleichermaßen fördern. :radab


    Ein Hochbegabtes Kind würde ich auf eine Schule für Hochbegabte stecken. Nur dort findet es "sein" sozial angepasstet Umfeld.


    Kiki

    Wer glücklich ist, ist selber schuld!

  • Weil es bisher kein Gutachten gibt und für das Jugendamt benötigt man eine kinder- und jugendpsychiatrische Stellungnahme.
    Eine Schulbegleitung wird sicherlich nicht der richtige Weg sein, kann auch nicht bewilligt werden, weil Schule nicht befürwortet (und daher nicht erforderlich ist).


    Die Frage ist z.B.. ob nicht eine heilpädagogische Entwicklungsbegleitung/-unterstützung hier der richtige Weg ist?


    Ich füge mal als Beispiel folgenden Link an.


    Der Kater :brille

  • Ich finde es immer wieder erschreckend was ein Lehrer heutzutage alles können muss :wow Es wird nicht nur erwartet, dass er die unterschiedlichen Kinder erkennt, nein er muss auch ganz nebenbei wunderbar mit ihnen auskommen und ihnen alles beibringen. Egal ob Integrationskinder, Hochbegabte, Aggressive Kinder sehr sensieble Kinder usw usw alle soll er gleichermaßen fördern. :radab


    Das ist ja eigentlich sein Job, warum sollte ein Lehrer das nicht können?! Es wird in wohl fast jeder Klasse so sein, dass da die unterschiedlichsten Kinder zusammen kommen - natürlich ist es der Job des Lehrers, alle Kinder "mitzunehmen".
    Ich kenne einige Schulen, wo sehr differenziert mit den Kindern gearbeitet wird, ganz normale Grundschulen, die aber eben sehr engagiert sind. es werden die Kinder gefordert, die das brauchen, aber auch die Kinder gefördert, wo es notwendig ist. Im Klassenverband mit unterschiedlichsten Materialien und außerhalb des Klassenverbandes in Kursen, die auf die Interessen und Belange der Hochbegabten eingehen. Ebenso gibt es Förderunterricht, sowohl in der Klasse als auch wie bei den Hochbegabten klassenübergreifend. Es geht also schon, wenn man will. Auf das Engagement der Lehrer ist auch zurückzuführen, dass sie durchgesetzt haben, kleinere Klassen zu bilden, um so allen Kindern gerecht zu werden - das Schulverwaltungsamt hat dem zugestimmt.

  • Hallo!
    Vielen Dank für Eure Antworten.
    Ich kann nicht per Zitat antworten, deshalb so:
    @Anne_Liese: es gibt diese Beratungslehrer hier auch, ich habe Kontakt zu einer solchen Lehrerin. Solange die Schule sie nicht anfordert, werden sie nicht tätig. Es spielen Kompetenzen hinein, anderes Dezernat, derzeit ist die Schulaufsicht "dran". Die Schwierigkeiten fussen nach Ansicht der Schulleitung auf einer psychischen Störung und sind nicht Folge der Unterforderung. Es wurde nach Vorliegen des Gutachtens durch einen sonderpädagigischen Berater angefordert.
    Das Schlimme ist, dass dort "Durchschnittsunterricht" gemacht wird, man sieht sich außerstande aufgrund der Zusammensetzung der Klasse (viele Kinder, laute Klasse) auf einzelne Kinder einzugehen. Das könnte die Folge sein, wenn jemand aus dem Kooperationsverbund beratend tätig werden würde.
    susayk: die Elternvertreterin hat mir geantwortet, warum ich ihn nicht an eine andere Schule gebe. Von dort ist keine Unterstützung zu erwarten, es geht mehr um Selbstzweck bei der Wahrnehmung der Aufgabe.
    FraumitKind: ich kann mir vorstellen, dass es mit einem Kind dann wirklich schwierig werden kann. Mein Kind ist "zum Glück" noch auf dem Boden der Tatsachen. Sein "Problem" besteht darin, dass er anders lernt. Nicht anders fühlt oder so, er kann sich gut in andere hineinversetzen, ist recht praxisorientiert. Er lernt irgendwie komplexer und das kollidiert total mit dem Schema Lernen durch Wiederholung. Ich habe ein Tonbeispiel aus einem Sprachkurs "D für Anderssprachige". Da wurde ein Satz zigmal wiederholt, verschiedene Stimmen, Frage, Antwort, immer dasselbe. Es gibt kaum jemanden, der dabei nicht nervös wird und fragt, wann es zuende ist. So in etwa geht es den Kindern dann in dem "normalen" Unterricht.
    Grinsekatze: es gibt ein Gutachten bzw. eine Stellungnahme vom Kinderpsychologen. Ein Befund ist gesichert. Landläufig "blockiert durch Belastungssituation in der Schule". Die Crux daran ist, dass er im vergangenen Jahr schon so oft getestet wurde, dass es ihn zunehmend verunsichert. Er stellt sich die Frage, was mit ihm verkehrt ist. Noch so ein Hemmschuh. Aber die Schule will eine Schulbegleitung, ohne läßt sie ihn nicht in den Unterricht. Ein Teufelskreis. Ich habe Kontakt zum Jugendamt aufgenommen. Erster Kontakt: es ist kein Wunder mit dem Ergebnis. Zweiter Kontakt wegen der Schulbegleitung.
    @TaniMami72: es gibt Grundschulen, die im Kooperationsverbund sind. Der Wechsel an diese Schulen wird verweigert, obwohl er neben der Unterrichtsbegleitung als weitere Alternative empfohlen wurde. Ist ein Widerspruch, es ist so.
    Viele Grüße!! und nochmals danke fürs Antworten, das hilft mir beim Überlegen sehr.

  • Grinsekatze: "Die Frage ist z.B.. ob nicht eine heilpädagogische Entwicklungsbegleitung/-unterstützung hier der richtige Weg ist?" so etwas in der Art bekommt er beim Kinderpsychologen. Es ist ein Befund vorhanden, er hat eine Anpassungsstörung infolge der Belastungssituation in der Schule entwickelt. Ihm hilft auch schon angepasster Unterricht, er nimmt außerschulisch am Gauss-Junior-Club teil und das tut ihm gut, er entwickelt Vertrauen zu dem Lehrer, der das betreut. Ein ganz anderes Kind.

  • Liebe Linus,


    wenn Du mir nicht glaubst, gehe mit der Stellungnahme zum Jugendamt. Für eine Antragstellung muss das "Gutachten" bestimmte Kriterien erfüllen. Den Begriff, den Du im Post verwendest, fällt da nicht drunter. Vielleicht steht da ja noch etwas anderes drin und die Kriterien sind erfüllt.


    Die Schulbegleitung muss auf jeden Fall beim Jugendamt beantragt werden. Versuche Dein Glück mit dem, was Du in den Händen hältst. Wenn es nicht ausreichend ist, muss Dir das Jugendamt entsprechende Stellen nennen, wo ein Gutachten erstellt wird.


    Geh dort hin und lass keine Zeit vergehen.


    Der Kater :brille

  • FraumitKind: "Der Sohn meiner Freundin ist Hochbegabt (fast 150 IQ) und (vielleicht) ADHA" Kann es sein, dass der Sohn Deiner Freundin ein Asperger-Syndrom hat? Diese Vermutung wurde bei uns auch von Seiten der Schule angestellt, es wäre dann "sehr einfach", doch diese Verdachtsdiagnose konnte vom Kinderpsychologen nicht bestätigt werden bzw wurde ausgeschlossen.

  • Hallo Linus,


    wäre der Lehrer von diesem Gaus-Junior-Club nicht einspannbar???
    Sicherlich gibt es alternative Schulformen für Hochbegabte... ich denke, man sollte die Kindern fördern, nicht runterprügeln auf "Einheitsmass"...
    Leider wird dieses "Einheitsmass" mittlerweile fast überall an den Schulen, egal ob Grund- oder Weiterführend gefordert. Jedes Kind, was aus dem Raster
    fällt stört den Unterricht... komisch, früher haben die Lehrer das im Griff gehabt... da gabs für die schneller lernenden eben Extraaufgaben...
    Heute wird mehr auf die schwachen Schüler geachtet... und die guten laufen günstigstensfalls "nebenher"...


    Meiner ist jetzt in der 6. Klasse... die Grundschule war auch die Hölle für ihn. Jetzt ist er auf einer Gesamtschule mit Schwerpunkt NW/Technik (was seinen Neigungen entspricht) und aus einem Durchschnitts 3,5 Schüler ist ein Klassenstreber mit Durchschnitt 1,9 geworden... :D Und dabei isser immer noch faule Hupe!!!


    Wir haben mit dieser Schule und den super engagierten Lehrern wahnsinnig Glück gehabt!!! Hätte es nicht gepasst, und er wäre dort auch wieder als Randfigur hingestellt worden, hätte ich mir eine andere Schule ausgesucht... Und wenn ich das Schulamt auseinandergenommen hätte...(ich renn halt notfalls mauern ein...fg).
    Hör dich doch mal um... google mal... da findet sich sicherlich einiges.
    lg
    Kila

    Homo homini lupus est


    Gott vergibt, ich nicht

  • Ah, jetzt geht es mit dem Zitat.


    Nein, er berät mich zwar, das aber rein privat. In seiner Funktion als Lehrer wird er nicht aktiv und das mit der Nachmittagsveranstaltung nimmt er auf seine Kappe. Normalerweise melden die Schulen die Kinder, die es ihrer Ansicht nach brauchen an, dazu gehört mein Sohn nicht.


    Schulamt habe ich versucht. Dort wird nichts gemacht. Die Vorfälle und Versäumnisse, es gibt ein paar Schriftstücke, die das belegen würden, sind unter den Teppich gekehrt worden. Man möchte zum Wohle des Kindes nach vorne schauen. :kopf und dazu gehört ein Schulwechsel, den ich beantragen soll, man kann mir dabei angeblich nicht helfen. ich muss den Antrag stellen, dann eine Absage bekommen, um dann von dem entsprechenden Sachbearbeiter im Schulamt eine anderslautende Entscheidung zu bekommen. Ich finde aber keine Schule, vorher sagen sie jeweils "ja, da muss was passieren, wir können das leisten", dann wird Rücksprache mit der abgebenden Schule gehalten, und dann kommt die Antwort "die Maßnahmen, die die Schule ergriffen hat, sollen erst Früchte tragen". Der Haken ist nur, dass die Schule nichts macht bzw keine Maßnahmen ergriffen hat, sondern mir das auferlegt wurde. Man will dort Unterricht nach Plan machen und ich habe die Voraussetzungen dafür zu schaffen. Es klingt wirr und es ist wirr, ich komme mir vor wie ein Hamster im Rad. Empfehlung war Schulbegleitung, Kinderpsychologe und Schulwechsel. Die ersten beiden Dinge sind auf den Weg gebracht, das letzte wird boykottiert. Ich verstehe, dass die Schulleiter sich nicht ins Gehege kommen wollen. Dem Kind hilft es nichts.

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  • hochbegabt in mehreren Teilbereichen


    genau das "hat" mein Sohn auch-
    partielle Hochbegabung... das Problem hier ist, für spezielle HochbegabtenSchulen ist eine "generelle" Hochbegabung erforderlich- und bei Regelschulen ist es auch schwierig, da nicht "einfach" eine Klasse überprungen werden kann, da die Hochbegabung ja nicht in allen Fächern besteht-


    Wichtig finde ich persönlich erst mal ein Gutachten, indem genau definiert ist, welche Hochbegabungen, und (evtl.) auch welche Defizite bestehen-
    mit diesem kann man dann "besser losgehen"-


    Bei uns in der Grundschule haben sie damals so drauf reagiert, dass er nach Erfüllung der Aufgaben lesen durfte- und bei ihm waren es dann englische Bücher....
    viel mehr wurde nicht gemacht- bei ihm hat es aber gereicht, ihn einigermassen über die Langeweile hinwegzuhelfen-
    Ausserdem war er in ner Schachag und im Japanisch :ohnmacht:


    An der weiterführenden Schule habe ich das thematisiert, und seitdem darf er in einzelnen Fächern quasi "nach oben" schnuppern, und z.B. an Kursen für die Oberstufe teilnehmen-
    da seine Hochbegabung halt wirklich nur partiell ist :tuedelue muss er seit einiger Zeit den gewonnen Freiraum für die Fächer (bei uns z.B. Latein) nutzen ;)
    Mit zunehmenden Alter finde ich, dass es leichter wird, damit umzugehen-


    Bei generell hochbegabten würde ich immer zu einer spezialisierten Schule tendieren

    Lieber Gruss


    Luchsie


    Dein Denken kann aus der Hölle einen Himmel und aus dem Himmel eine Hölle machen.


    Wem genug zu wenig ist, dem ist nichts genug. (Epikur)

  • Zitat

    Luchsie
    partielle Hochbegabung... das Problem hier ist, für spezielle HochbegabtenSchulen ist eine "generelle" Hochbegabung erforderlich- und bei Regelschulen ist es auch schwierig, da nicht "einfach" eine Klasse überprungen werden kann, da die Hochbegabung ja nicht in allen Fächern besteht-


    Kommt auf das BL an, aber: man kann auch BL-übergreifend Schulen für HB besuchen. Landesgymnasien gibt es glaube ich bundesweit 4, aber die stehen jedem Kind aus jedem BL offen.


    Und: generell Hb gibt es dort nicht. Viele Schüler sind nur auf bestimmten Gebieten hochbegabt.


    Wie alt ist denn das Kind des TS?

    ... Verzeihen ist eine Eigenschaft des Starken.
    (Mahatma Gandhi)


    Es sind nicht die großen Katastrophen, die uns fertigmachen ... Das Herz bricht still zwischendurch an einem schönen klaren Tag.

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  • Hallo Linus_


    Mein Sohn ist, weil von der Schule zwei unterschiedliche Wahrnehmungen geäußert wurden -AD(H)S oder völlig unterfordert-, vor einem Jahr getestet worden, Ergebnis hochbegabt in mehreren Teilbereichen. Empfehlung Jahrgangswechsel oder wenigstens angepasste Materialien. Geholfen hat ihm das nicht, weil die Schule das ausblendet und weiterhin auf einer "Verhaltensstörung" besteht.


    Da ihm der bisherige Weg nicht geholfen hat, möchtest Du ihn weitergehen?
    Der Sohn hat offenbar eine Verhaltensstörung - sein Verhalten ist anders als das seiner Klassenkameraden.


    Ich fühle mich, harmlos gesagt, in die Ecke gedrängt. Ganz theoretisch ausgedrückt wird ein Mangel konstruiert und dann zum Vorwurf gemacht. Ich weiß nicht, wo das hingeht. Vielleicht kann mir jemand von Euch seine Einschätzung dazu schreiben, egal in welche Richtung das geht.


    Die beste Einschätzung (weil verwertbar bei Schulämtern, Jugendämtern etc) gibt ein Kinder- und Jugendpsychiater ab.


    Die Wartezeiten für diese Ärzte sind lang, es dauert Monate, bis die Diagnostik beginnen kann.
    Du solltest nicht noch mehr Zeit verlieren mit Umwegen und Nebenschauplatz-Diskussionen was nicht alles sein könnte wenn....


    Beste Grüße
    FrauRausteiger

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    •» Cave quicquam dicas, nisi quod scieris optime. :rauchen «•
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  • Wie alt ist er denn? Und welche Klasse?
    Und auf welche Schule soll er den wechseln? Habe ich das überlesen?
    Was hat der Sonderpädagoge denn festgestellt? Förderbedarf Soziale und Emotionale Entwicklung? Und sagt das Gutachten etwas über die Ursachen aus?


    Edit: Ein Schulbegleiter kann schon helfen. Das sind manchmal Leute, die es voll drauf haben. Du könntest mit ihm/ihr absprechen, was dein Sohn an Zusazumaterialien bekommen kann oder soll. So wie sich das anhört wird es den Lehrern vermutlich recht sein, wenn sie sich nicht selber drum kümmern müssen...

  • Hallo!
    Er ist neun, 4. Klasse.
    Laut Gutachten hat er ein ausgeglichenes Begabungsprofil über fast alle Teilbereiche bis in den Testgrenzbereich. Mathematisch-logisch, praktisch-rechnerisch, technisch-konstruktiv, sehr gute Konzentration, sehr gutes Gedächtnis, sprachabhängig wie sprachpraktisch setzt er in sprachlogische Ergebnisse um, sehr gute Allgemeinbildung, hohe soziale Kompetenz. Das sind Zitate aus dem Gutachten, laut Schule ist er das genaue Gegenteil.
    Knackpunkt sind Deutsch und Mathematik. In Mathe war er ohne äußeren Einfluss weiter. Als Addition und Subtraktion dran waren, machte er sich Gedanken darüber, wie das mit dem Multiplizieren, Dividieren ist, aktuell bewegen sie sich im erweiterten Zahlenraum und er puzzelt sich Bruchrechnung zusammen und befasst sich mit Prozentrechnen. Das nützt ihm in der Schule nur bedingt, er hat dort den Ruf, dass er sich nichtmal im Zahlenraum bis 100 sicher bewegen kann. In Deutsch ist es ähnlich. Erste Klasse, eine Reihe A schreiben, fand er blöd, er meinte, es sei sinnvoller, ganze Worte zu schreiben. Aktuell schreibt er nur noch ungern ab, selbst schreiben sieht da anders aus. Er liest sehr viel, Grammatik findet er spannend, das reine Schreiben üben weniger bis gar nicht. In den anderen Fächern kommt er besser klar, die Themen sind straffer, vielfältiger, der Unterricht bringt für ihn mehr Spannung mit.
    Viele Grüße