Bin echt fix und fertig !!!

Die Registrierung ist wieder eröffnet! Wir begrüßen euch recht herzlich bei uns im Forum!
  • Hallo alle zusammen.


    Bin zwar jemand der nicht viel hier schreibt aber sehr viel mit liest und sich Infos hier holt.....dafür erstmal vielen Dank :thanks: .
    Kurz zu uns...bin alleinerziehender Papa kurz vor der nächsten 0, mit einem 11 jährigem Sohn bei dem mit 6 Jahren ADHS diagnostiziert.


    Er war schon immer aktiver und lebendiger als andere Kinder, was mich ja auch nie gestört hat. Aber seit einigen Monaten hat er so eine Wandlung durchlebt das ich echt langsam fix und fertig bin.


    Seit letztem Jahr geht mein Sohn auf einer IGS und wir beide waren froh das er dort genommen wurde. Wir habe echt gedacht das es zu 100% die richtige Schulform für ihn ist wobei ich da langsam echt zweifel dran habe. Ich habe nun mal den Vorteil das ich mich mehr um unseren Sohn kümmern kann als seine Mutter, was ja vollkommen in Ordnung ist.
    Leider ist es seit ende letztm Jahr aber so heftg geworden das ich echt im Moment etwas Ratlos bin wie es hier weiter gehen soll. Wir haben seit ca. 6 Monaten das Problem das er einfach nicht ins Bett gehen möchte, und dann abends immer wieder raus kommt, gegen die Wand hämmert (sein Zimmer ist genau neben dem Wohnzimmer), rumschreit und aggresiv wird. Ich habe seit Monaten nicht mehr viel geschlafen, sehe aus wie der Tot auf Latschen :tot und bin einfach nur Fix und Fertig.
    Hier jetzt alles genau aufzuführen würde den Rahmen sprengen.
    Aber am letzten Donnerstag kam dann der Hammer...da ruft mich sein Tutor an und sagt mir das es einige Beschwerden über ihn gibt. Er stört permanet den Unterricht, schwindelt die Lehrer an, droht den Mitschülern wird aggresiv und ist an nie etwas schuld. Ich reden jeden Tag mit ihm darüber was so war ind Schule und ob etwas vorgefallen ist, und es kam immer nur...nööö alles in Ordnung.
    Der Lehrer hat mir auch prompt Hilfe beim lösen der Probleme angeboten...die ich natürlich dankend angenommen habe :daumen .
    Darauf bin ich gleich am Freitag zur Kinderärztin und habe mich mit ihr über die Problematik unterhalten, leider konnte sie mir auch nicht den von mir ersehnten Schlüssel zur Lösung geben (was ja verständlich ist...ich es aber dennoch irgendwie für mich gehoft hatte :anbet ). Die Medikament sind schon sehr hoch eingestellt und sie möchte es auch nicht verantworten ihm stärkere zu geben, das müsste die behandelnde Psychologin machen. Habe versucht dort einen Termin zu bekommen....super in 6 Monaten ist etwas frei. Bis dahin bin ich dann wohl auch in Behandlung. Seine Mutter hält sich da leider komplett raus und ignoriert das Problem so gut wie sie es kann.
    Nun wirde s so laufen das der Lehrer, die Ärztin und ich sehr eng an diesem Problem zusammen arbeiten und versuchen eine Lösung des Problems zu finden......ich will doch nur mal wieder etwas Ruhe für uns beide haben :muede .


    Sooo nun habe ich mir etwas die Sorgen von der Seele geschrieben und hoffe das es nicht zu sehr durcheinander ist ( kann nicht so schnell Tippen wie meine Finger gerne möchte). Vielen Dank fürs lesen und dafür das ich mir es etwas von der Seele schreiben konnte.


    Schönen Sonntag
    Micha_Lu

  • Hallo, Micha,


    da kann man versuchen durchzuatmen und Ärmel hochkrempeln. Wie geht es weiter? Gut hört sich schonmal an, dass die Schule mitarbeiten möchte. Bei uns wartet man auf solche "Psychol. Termine" sogar bis zu 9 Monaten. Echt übel. Mein Sohn hat ADS. Wir haben aber kein Problem mit Agressionen. Da mir viele nette Menschen auch gerne per Hobby-Ratschlägen auf die Nerven gegangen sind, tue ich mich schwer, hier kleine Tipps zu geben. Glaube, er ist integratives Schulkind? Es gibt die Möglichkeit, in Einzelfällen stundenweise einen eigenen Betreuer zu erhalten, der in der Schulklasse sitzt. Mal bei Schule oder Schulamt erkundigen. Hast du schon versucht, eine ADHS-Kur für euch zu beantragen? Es gibt spezielle Häuser. Ist die Medikation die richtige oder wechseln auf andere Firma? Wir haben über ein Jahr gebraucht, bis er richtig eingestellt war. Ist der Kinderarzt auf ADHS spezialisiert? Bei uns gibt es nur wenige Kinderärzte diesbezüglich. Manchmal hilft auch eine einwöchige Untersuchung in einer Kinderklinik. Vielleicht gibt es auch eine andere oder weitere Diagnose (z. B. Asperger Syndr.), habe eine Bekannte, die hatte auch Ewigkeiten Probleme mit Sohn, dann klappte es gut. Mensch, so ein Mist. Mußte auch fast 2 Jahre reisen mit allen Terminen, weiß wie ätzend das ist. Und dann noch die bösen Blicke der Eltern... Kopf hoch, du wirst es schaffen!! :rolleyes2: Unterstützung solltest du dir viell. auch bei deinem eigenen Hausarzt holen. Für dich nämlich. Wenn du am Ende bist, kannst du keine Kraft in dein Kind investieren, glaube mir. Ganz liebe Grüße

  • Mir fällt da noch der familienentlastende Dienst ein. Die nehmen deinen Jungen für ein paar Stunden in der Woche und du kannst etwas Kraft tanken.


    http://www.lebenshilfe-braunschweig.de/index.php?id=35 schau mal. Ich weiß, in Hannover macht das der KSD.


    Bist du mit deinem Jungen im SPZ ? Die wissen auch Stellen, wohin du dich wenden könntest.


    Mehr kann ich dir gerade leider nicht raten. Ich wünsche dir aber ganz viel Kraft !

  • Hallo


    Oh mann, Schlafentzug ist Folter! Mein Zwerg findet Schlaf auch völlig überbewertet und ich bin dann jedesmal sehr unleidlich.


    Sehr viel helfen kann ich Dir auch nicht. Termine bei Psychologen dauern leider ewig, aber irgendwann muß man sich ja nun mal "hinten" anstellen. Hier hat es geholfen, dass ich ab und an mal angerufen und nachgefragt habe. Damit bekam ich sehr viel schneller einen Termin als "Nachrücker".


    Ansonsten würde ich schauen, ob es in Deiner Nähe Selbsthilfegruppen gibt, im Netz findet man sehr gute Anlaufstellen der Unis. Außerdem gibt es sehr gute Bücher zum Thema, damit kann man vielleicht auch was erreichen. Kurzfristig wird es wohl keine Lösung geben.


    Ach ja, wegen des Schlafens: Ich habe irgendwann mit dem Kind einen Deal gemacht. Er muß nicht sofort schlafen, aber er bleibt in seinem Zimmer. Das hat gut geklappt, auch wenn er teilweise das Licht wirklich nach mir ausgemacht hat.


    Viel Kraft!
    Gruß

  • .
    Leider ist es seit ende letztm Jahr aber so heftg geworden das ich echt im Moment etwas Ratlos bin wie es hier weiter gehen soll.


    Warum?Was ist vorgekommen?Hyperaktive und impulsive Kinder teilen sich weniger über Worte,als über ihr Verhalten.Sind das vielleicht Ängste(Angst nicht geliebt zu werden, Trennungsängste, Versagensängste, oder die Angst nicht genug Aufmerksamkeit zu bekommen)Irgendwas ist dahinter.


    Ich würde dir dringend empfehlen Erziehungsberatung in Anspruch zu nehmen.(Kannst mit Kind gehen)


    Hast Antrag auf Eingliederungshilfe schon gestellt? (Integrationshilfe)

    "Aber wer einmal gelernt hat, Bewegungserscheinungen
    auf das Ganze des Seelenlebens zu beziehen, wird....
    immer von neuem über die Fülle der Zugänge zu
    Seelischem staunen, die sich ihm allenthalben
    eröffnen“


    (August Homburger)

    Einmal editiert, zuletzt von Chaos Papa ()

  • Hallo, Micha,


    da kann man versuchen durchzuatmen und Ärmel hochkrempeln. Wie geht es weiter? Gut hört sich schonmal an, dass die Schule mitarbeiten möchte. Bei uns wartet man auf solche "Psychol. Termine" sogar bis zu 9 Monaten. Echt übel. Mein Sohn hat ADS. Wir haben aber kein Problem mit Agressionen. Da mir viele nette Menschen auch gerne per Hobby-Ratschlägen auf die Nerven gegangen sind, tue ich mich schwer, hier kleine Tipps zu geben. Glaube, er ist integratives Schulkind? Es gibt die Möglichkeit, in Einzelfällen stundenweise einen eigenen Betreuer zu erhalten, der in der Schulklasse sitzt. Mal bei Schule oder Schulamt erkundigen. Hast du schon versucht, eine ADHS-Kur für euch zu beantragen? Es gibt spezielle Häuser. Ist die Medikation die richtige oder wechseln auf andere Firma? Wir haben über ein Jahr gebraucht, bis er richtig eingestellt war. Ist der Kinderarzt auf ADHS spezialisiert? Bei uns gibt es nur wenige Kinderärzte diesbezüglich. Manchmal hilft auch eine einwöchige Untersuchung in einer Kinderklinik. Vielleicht gibt es auch eine andere oder weitere Diagnose (z. B. Asperger Syndr.), habe eine Bekannte, die hatte auch Ewigkeiten Probleme mit Sohn, dann klappte es gut. Mensch, so ein Mist. Mußte auch fast 2 Jahre reisen mit allen Terminen, weiß wie ätzend das ist. Und dann noch die bösen Blicke der Eltern... Kopf hoch, du wirst es schaffen!! :rolleyes2: Unterstützung solltest du dir viell. auch bei deinem eigenen Hausarzt holen. Für dich nämlich. Wenn du am Ende bist, kannst du keine Kraft in dein Kind investieren, glaube mir. Ganz liebe Grüße

    Wir haben seit ca 2 Jahren jetzt 4 verschiedene Medikament ausprobiert, jetzt bekommt er aber schon eine so hohe Dosierung das die Kinderärztin überlegt ob das überhaupt etwas bringt. Die nächste Stufe währen dann Beruhigungsmittel....wes ich und die Ärztin eigendlich vermeiden wollten.
    Sicherlich hat man auch immer wieder die bösen Blicke der anderen Menschen, musste mich auch schon beschimpfen lassen :laber ( ob ich mein KInd nicht im Griff hätte) aber so etwas habe ich gelernt zu ignorieren und weg zu lächeln.



    Mir fällt da noch der familienentlastende Dienst ein. Die nehmen deinen Jungen für ein paar Stunden in der Woche und du kannst etwas Kraft tanken.


    http://www.lebenshilfe-braunschweig.de/index.php?id=35 schau mal. Ich weiß, in Hannover macht das der KSD.


    Bist du mit deinem Jungen im SPZ ?

    Habe ich schon nach geschaut, hier gibt es auch sowas. SPZ wusste ich zwar nicht das es hier auch soetwas gibt, darüber werde ich mich mal genauer schlau machen....Danke.
    Da aber mein Sohn ja auf einer IGS geht ist er ja eh bis 16:30 Uhr jeden Tag weg.



    Ansonsten würde ich schauen, ob es in Deiner Nähe Selbsthilfegruppen gibt, im Netz findet man sehr gute Anlaufstellen der Unis.

    Da werde ich gleichmal die Tage anrufen, hier gibt es auch eine Gruppe....hätte ich ja auch mal von alleine drauf kommen können :D



    Warum?Was ist vorgekommen?Hyperaktive und impulsive Kinder teilen sich weniger über Worte,als über ihr Verhalten.Sind das vielleicht Ängste(Angst nicht geliebt zu werden, Trennungsängste, Versagensängste, oder die Angst nicht genug Aufmerksamkeit zu bekommen)Irgendwas ist dahinter.


    Ich würde dir dringend empfehlen Erziehungsberatung in Anspruch zu nehmen.(Kannst mit Kind gehen)


    Hast Antrag auf Eingliederungshilfe schon gestellt? (Integrationshilfe)

    Trennungsängste auf keinen Fall. Hat ja 3 Jahre erst bei seiner Mutter gelebt und wollte dann unbeding zu mir weil er die Trennung nicht verkraftet hat. Seit 2,5 Jahren lebt er ja nun schon bei mir und möchte seine Mutter auch nicht unbedingt Besuchen ( wohnt 300 km weit weg), wo ich aber wenigstens 1x im Jahr für 1 Woche drauf bestehe.Wir sagen uns mehrmals am Tag (er sowie auch ich) das wir uns lieb haben weil er das ebend braucht. Ich habe nun mal den Vorteil das ich sehr viel Zeit mit ihm verbringen kann und auch zu allen Veranstaltungen in der Schule mit gehen kann.


    Habe ja erst am Donnerstag erfahren das es in der Schule auch nicht klappt...aber bei den Arbeiten schreibt er fast immer eine 1-2. Daher habe ich natürlich auch noch keine Anträge oder dergleichen gestellt. Werde mich auf jedenfall darüber schlau machen.

  • Ich weiß nicht, ob das hilft. Ich habe eine Kollegen, der war als Kind auch so- erzählt er immer, weil es fuer ihn damals echt schrecklich war (da war das Verständnis ja auch nch nicht so da...) und heute beschäftigt er sich mit Kindern denen es genauso geht und erzählt ihnen, wie er den Weg rausgefunden hat, was er jetzt alles erreicht hat, was seine Ziele sind, wie er es schafft die umzusetzen und welche Probeme er heute noch als Erwachsener Mann hat. Vielleicht gibt es ja auch so was bei dir in der Gegend?

  • Hallo, hier nur einige Gedanken, vieles davon wird dir bekannt sein.


    Wenn ich es richtig verstanden habe, sind die Probleme seit dem Schulwechsel auf die IGS stärker geworden. Da würde ich erst einmal ansetzen.


    - Ist die IGS Ganztagsschule? Klappt das mit den Hausaufgaben? Sind die Tagesabläufe jeden Tag gleich oder sind die Schultage sehr unterschiedlich strukturiert? Wo werden die Hausaufgaben gemacht, zu Hause allein am ruhigen Schreibtisch oder in der Schule in der Gruppe? Lässt sich daran etwas verbessern? Klappt es mit den Hausaufgaben? Frage also: Kommt er mit dem Ganztag (den viele IGS haben) zurecht?


    - Gibt es einen festen Klassenverband oder wechselt die Zusammensetzung der Klasse je nach Kurs (ungünstig)?


    - Sitzt er ganz vorn oder hinten, allein oder vielleicht neben einem unruhigen Klassenkameraden oder (oft problematisch) an einem Gruppentisch? Lässt sich an der Sitzordnung etwas verbessern?


    Frage also ganz grundlegend: Kann die IGS die dringend notwendige gleichbleibende Struktur des Tages- und Wochenablaufs gewährleisten, die ein Kind mit schwerem ADHS unbedingt braucht?


    - Gibt es spezifische Teilleistungsstörungen (z.B. Legasthenie, Dyskalkulie), die es ihm unabhängig vom ADHS in bestimmten Fächern besonders schwer machen? Gibt es also spezifischen Förderbedarf? Wie ist unabhängig vom ADHS seine Intelligenz und seine Schulempfehlung. z.B. kommt manchen Kindern mit ADHS eine klar strukturiert Realschule mit gleichbleibendem Tagesablauf ohne Ganztag mit täglichen Hausaufgabenentgegen.


    - Zu aggressivem Sozialverhalten kannst du vielleicht im Gespräch mit ihm herausbekommen, ob es gleichbleibende Situationen sind, in denen er aggressiv wird. Sind es unübersichtliche Gruppensituationen? Sind es Momente, in denen er sich angegriffen fühlt? Situationen, in denen er das Gefühl hat, dass jemand ihm zu nahe kommt oder sich über ihn lustig macht. Wenn ihr solche Grundschemate herausfiltern könnt, nützt der Apell an den Verstand oft wenig, es kann aber helfen stur einzutrainieren, wie er sich verhalten soll ("... wenn ..., dann halte ich mich heraus", "wenn ich angegriffen/beleidigt/... werde, dann reagiere ich in der ersten Runde gar nicht, in der zweiten Runde schreibe ich es ins Klassenbuch auf/gehe zum Tutor/..." 37 mal am Tag mit ihm üben, bis es im Schlaf sitzt).


    - Die Probleme abends können mit Medikation zusammenhängen, können Ausdruck einer derzeitigen Überforderungssituation in der Schule sein, können einfach mit seiner Entwicklung zusammenhängen, u.a., das lässt sich von hier aus nicht beurteilen. Klare jeden Tag gleichbleibende Rituale ab dem Abendessen können günstig sein.


    LG

  • Hallo Segelpapa....


    Die Ärztin und die Grundschullehrer wahren beide der gleichen Meinung das genau eine IGS die richtige Schulform wäre. Die Hausaufgaben werden in einer speziellen Wochenplan Stunden in kleinen Gruppen gemacht, was soweit auch laut Aussage der Tutoren serh gut klappt ( klar könne besser laufen, aber sie müssen ja auch erstmal diese Art und weise des Lernens lernen). Sein Tutor hat auch gesagt der er 100% der Meinung ist das dieses die richtige Schulform für ihn ist.


    Ich muss sagen da hatten wir auf der Grundschule mehr Probleme mit. Ja bei den Hausaufgaben sind es sind 4er Gruppentische, die auch ständig gewechselt werden, aber ebend ganz vorne beim Lehrer. Aber dennoch schreibt er ja sehr gute Arbeiten seit er auf der IGS ist, besser als auf der Grundschule. Legasthenie, Dyskalkulie war bis jetzt nie im Gespräch da es da auch keine Auffälligkeiten gab. Leider hat er zu einem Fach überhaupt kein Draht und zwar zu Deutsch....da könntest du recht haben das es da eventuell Probleme geben könnte (Legasthenie), das werde ich mal mit der Ärztin und der Psychologin besprechen.


    Wo du recht haben könntest ist das er aggresiv wir weil einer sich über ihn lustig macht, habe ich hin und wieder schon mal Ansätze von gesehen. Wobei ich sagen muss das er noch nie einen geschlagen hat oder soetwas, da wollen wir es ja auch erst garnicht drauf ankommen lassen.
    Diesen Punkt werde ich mal weiterverfolgen.... :thanks: .



    Für alle die es interresiert......heute wird der Lehrer sich mit der Ärztin kurzschließen um zu erläutern was so alles vorgefallen ist und wie man eventuell etwas verändern kann.
    Uuuuuund :tanz :tanz :tanz ich habe schon am MITTWOCH einen Termin bei der Kinderpsyologin ( ist heute morgen einer abgesprungen), ich freu mich sooooooo.


    An allen bis jetzt schon einmal vielen Dank für die Ratschläge und Hinweise....Daaaaaanke :thanks: .


    Gruß
    Micha_Lu

  • Guten Morgen!


    Super, das es mit dem Psychologen geklappt hat. Ich habe selbst auch die Erfahrung gemacht, dass man regulär einen Termin in weiter Ferne bekommt, es aber immer unvorhergesehen Möglichkeiten zum Nachrücken gbit. Wenn man dann flexibel ist, kommt man doch schneller dran.


    Mir gefällt es auch, dass bei Euch scheinbar alle "Instanzen" wie Eltern, Lehrer und Ärzte gut kooperieren udn gemeinsam nach Lösungen für das Kind gesucht wird. Das muß ja dann klappen!


    Gruß

  • Hab jetzt keine Erfahrung mit ADHS-lern, aber, wenn er so gute Noten schreibt - ist er vllt. ein bißchen unterfordert? Braucht er vllt. mehr geistigen Input, damit sein Geist beschäftigt ist und nicht so viel auf "dumme" Gedanken kommt? Wie gesagt, ich weiß nicht, ob Dein Sohn Kinder so tickt, ist mir nur grad durch den Kopf geschossen.


    Und dass er ausrastet, wenn sich einer über ihn lustig macht - na, das ist ja wohl ziemlich normal. Bloß, dass es bei ihm vielleicht ein bißchen stärker ist

  • Ihr Lieben,


    ist schon jemandem außer mir aufgefallen, daß Micha schreibt, sein 11-jähriger Sohn dreht seit ein paar Monaten ziemlich auf? Das nennt man Pubertät! :D Und ja, sowas haben ADHSler auch, bloß in der Variante hoch 10. :ohnmacht:


    Eine Selbsthilfegruppe würde ich auch anraten und eine begleitende psychotherapeutische, respektive Erziehungsberatung ist sicherlich ein sinnvoller Ansatz. Allgemein würde ich aber dazu raten, das ganze vorrangig unter dem Aspekt heftige Pubertät zu betrachten und nicht reflektorisch alles auf das ADHS zu schieben. Versuch mal mit ihm gemeinsam herauszufinden, was ihr machen könntet, damit er sich regelmäßig so richtig austoben kann. So oder so wirst Du wohl auch nicht umhinkommen, einen neues Regelwerk für Deinen Turbo-Pubi zu entwerfen. ;)

  • Ihr Lieben,


    Das nennt man Pubertät! :D Und ja, sowas haben ADHSler auch, bloß in der Variante hoch 10. :ohnmacht:

    Hallo Dr. Dolittle,


    ja das war auch als aller erstes mein Gedanke und habe ihn bei der Kinderärztin geäussert. Sie meint das könnte noch nicht sein und da dei sie sich ziemlich sicher, woher sie sich da so sicher sein kann habe ich aber keine Ahnung.
    Nicht das ich mich nicht jetzt schon auf die Pubertät freuen würde :mussweg , aber etwas zeit hätte es schon noch :anbet .
    Ich hoffe auf jeden Fall das ich am Mittwoch wenigstens etwas schlauer bin.

    Schlimmer geht immer !!!

    Einmal editiert, zuletzt von Micha_Lu ()

  • Soo nun will ich mal so los werden was passiert ist.....


    Als erstes werde jetzt für meinen Sohn einige Gespräche mit der Psychologin folgen weil sie vermutet das wohl so einiges aufzuarbeiten gibt. Desweitern wird nächste Woche bei ihm ein Intiligentstest gemacht weil sie der Meinung ist das er eventuell in der Schule unterfordert ist, da ja schon mit 6 Jahren eine überdurchschnittliche Intiligenz festgestellt wurde. Natürlich habe auch ich einige Termine mit der guten Dame um über alles zu reden worum es mir genau geht, wie ich mich fühle usw....
    Der nächste Schritt ist das wir eine REHA für ihn und mich beantragen beantragen, weil ja auch ich sicherlich noch einiges besser machen kann. Und im März ist dann erst die komplette Auswertung vom Test und den Gesprächen.


    Ich bin jetzt erstmal etwas erleichtert das es nun vorran geht und bin echt vom Lehrer begeistert das der sich so da mit hinterklemmt damit dem Jungen geholfen wird.

  • Schön, das jetzt alles ins Rollen kommt und Ihr fachliche Unterstützung bekommt. Es würde mich freuen, wenn Du ab und zu mal Zwischenberichte machen würdest. :-)

  • Hallo ihr lieben, :winken:




    so nun mal ein kleines Update für die jenigen die es
    interessiert.



    Die ersten Gespräche sind nun schon gelaufen und etwas ist
    jetzt schon klar herausgestochen.



    Mein Sohn leidet unter einer Psychotraumatischen
    Belastungsstörung, er hat starke Verlustängste.



    Am Anfang der Trennung ist unser Sohn mit seiner Mutter
    zusammen gezogen. Als Krönung ist sie dann mit ihm 300 km weit weg gezogen.
    Leider habe ich dem ganzem zugestimmt, was ich auch ganz schnell bereut hatte.
    Der Auslöser, das ich ihn dann zu mir
    geholt habe war ja das er 2x abgehauen ist und nicht wieder zu seiner Mutter
    zurück wollte. Da war er grade mal 8 Jahre alt, was ich aber viel schlimmer
    fand ist das er gesagt hat lieber stirbt er :( bevor er zu seiner Mutter zurück
    geht, das von einem 8 jährigem zu hören ist schon hart.



    Das hat sich jetzt alles seit 5 Jahren so stark aufgebaut,
    und er hat eine sooo große Angst dass ich wieder weg bin (obwohl das nie
    irgendwie im Gespräch war oder sein wird), dass er es wohl jetzt irgendwie raus
    lassen muss.



    Ich mache mit so große vorwürfe dass ich ihn damals habe
    gehen lassen!!! :wand :wand :wand




    Er bekommt jetzt erst mal eine Trauma Therapie um das Ganze zu verarbeiten und zusammen machen wir noch eine Gesprächstherapie.




    Weiß jemand, oder hat schon jemand eine Trauma Therapie
    gemacht? Mein Sohn würde gerne vorher
    wissen wie so etwas aussieht oder funktioniert.





    Die Auswertung des ganzem war noch nicht, aber das ist jetzt erst mal der
    Teil der Vorrang hat. Und im März erfahren wir dann den Rest.

  • Das hat sich jetzt alles seit 5 Jahren so stark aufgebaut,
    und er hat eine sooo große Angst dass ich wieder weg bin (obwohl das nie
    irgendwie im Gespräch war oder sein wird), dass er es wohl jetzt irgendwie raus
    lassen muss..


    Warum meint er so? Gibt es Grund dafür? Ich würde dir raten,Integrationshilfe zu beantragen(kann man nur mit KJP Diagnostik)dass er
    in die Schule jemanden hat,der auf seine Seite steht.Kann ihm gewiesse sicherheit
    bringen.Da wo Angst ist,gibt es auch Aggressionen(Zur Notlösung kann
    man mit Lehrer abschprechen,ob er in die Schule handy haben kann ,dass du immer für
    ihn erreichbar bist)hab selbst so gemacht ,bevor Integrationshilfe eingesetzt wurde)Dir würde icjh noch mal raten Erziehungsberatung in Anspruch zunehmen.Wenn du überfordet bist,und weisst nicht mehr weiter,merkt er das und gibt es ihm kein Sicherheitsgefühl,.Du bist Orienterungs vnd Bezugsperson,wenn du dich nicht sicher fühlst
    ,fühlt er sich auch nicht das beunruhigt ihn noch mehr.Ich würde dir empfehlen mein letztes Buch welches ich gelesen hab(hab schon
    hier irgendwo gepostet)"ADHS -Symptome verstehen-beziehungen verändern"






    http://www.sinn-stiftung.eu/do…-neraal-terje-dr_adhs.pdf



    Als MPH-Gegner,finde ich erschreckend,dass man statt nach Ursachen zu suchen,Verordnert man dem Kind MPH in sehr hohe Dosis. Ich finde nicht
    gut,wenn man probleme mit Drogen lösen will. Der Gründer der Individualpsychologie Alfred Adler sagte:


    "Bevor ein Kind Schwierigkeiten macht,hat es welche"



    Ich wünsche dir viel Kraft,und viel Geduld.

    "Aber wer einmal gelernt hat, Bewegungserscheinungen
    auf das Ganze des Seelenlebens zu beziehen, wird....
    immer von neuem über die Fülle der Zugänge zu
    Seelischem staunen, die sich ihm allenthalben
    eröffnen“


    (August Homburger)

  • Hallo,


    eine solche Trennenungssituation kann bei einem Kind durchaus zu einem schweren Trauma führen.


    Und ein Trauma hinterlässt immer Wahrnehmungsstörung unterschiedlichster Schwere (= ADHS?).


    Eine Traumatherapie wird für Kinder gut vorbereitet.
    Als erstes müssen die Kids stabilisiert werden. Sprich man muss für eine sichere Umgebung sorgen für diese Zeit als Elternteil.
    Dann baut die Traumatherapeutin einen "sicheren Ort" mit ihm auf, dass die stabile Basis für die Traumbearbeitung bietet.
    Anschließend beginnt die Traumtherapie selbst, wo das Kind in die schwere Situation sich hineinbegibt und diese nochmal erlebt...mit einem Unterschied:
    Es werden imaginär Lösungen und Auswege gesucht.
    Das könnte in diesem Fall z.B. eine Entschuldigung der Mutter für ihr Handeln sein, was sich als Real im Gehirn manifestiert.
    Auch wird dein Sohn "verstehen" warum seine Mutter (sollte dies das Ursprungstrauma sein) so gehandelt hat, dass er das nicht mehr auf sich beziehen muss und sich von diesem Dilemma löst.


    Meistens wird während der Traumabearbeitung wechselnd leicht auf die Beine geklopft.


    Während der Prozedur tut es im Herzen weh, es fließen Tränen...aber diese Lösung von dem Ereignis fügt die Situation in der Gesamtheit zusammen. Trauma heisst:
    Die Situation des Fühlens, des Ereignisses selbst und die Erinnerung daran sind von einander im Kopf getrennt.
    Von daher führt es oft an verschiedenen Stellen zu Emotionsausbrüchen, weil irgendetwas an die Situation erinnert, die aber nicht dazu gehört.


    So in etwa.
    Die Traumatherapie kann deinem Sohn helfen aufzuarbeiten und sich zu entwickeln wie jeder andere Junge. Ein Traum hemmt ein Kind sehr!


    Liebe Grüße
    Tinchen

    Liebe Grüße Tinchen

    "Sacrificium Intellectus!"
    :-)
    "Ama et fac quod vis!"

  • Hallo zusammen,


    es ist ja nun eine lange Zeit vergangen als ich das letzte mal hier war, nun wolle ich wenigstens mal Bescheid geben was sich denn in den letzten 6 Monaten so alles bei uns ergeben hat :-) .


    Nach einer sehr schwierigen Phase für uns beide macht mein Sohn jetzt schon seit 2 Monaten eine Traumatherapie und ich muss sagen er geht dort auch noch sehr gerne hin :bet , obwohl er sich am Anfang ganz schön dagegen gesträubt hat. Alle 4 Wochen treffe ich mich mit der Therapeutin und wir unterhalten uns, was mir auch ganz gut tut.



    Zu meinem Glück bin ich nun auch endlich seit 2 Monaten und sehr vielem Ärger geschieden :tanz .
    Zwar ist mit der Kindsmutter nicht alles im reinen, mein Sohn meint zwar immer das es ihm nichts aus ausmacht das sie sich nicht mehr großartig meldet oder verabredete Telefonate verschläft oder vergisst . Oder aber er hat sich einfach nur damit abgefunden und nimmt es so hin.
    Nun zahlt ja die Km wenigstens nach 2,5 Jahren Kampf den Kindesunterhalt was aber zur Folge hat das sie mich immer wieder wegen Kleinigkeiten vor den Richter zieht. Habe grade am Mittwoch den nächsten Brief bekommen :ohnmacht: , aber das kann mich nicht mer erschüttern :-) , ich muss jetzt erstmal sehen das es meinem Sohn gut geht.



    So das ist zwar nur ein kleiner Ausschnitt aus den Ereignissen die sich so zugetragen haben, aber ALLES hier zu schreiben würde den Rahmen sprengen :D .
    Allen einen schönen Sonntag und einen super Wochenstart!
    Micha_Lu