Abstillen gegen unseren Willen

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  • hallo liebe lesende,


    nun ist es bei uns soweit, ich muss abstillen.


    ok, junior ist 16 monate, aber die entscheidung wurde von hier auf jetzt von meinem arzt gefällt. ich schlage mich seit wochen mit ´ner bronchitis herum und ab heut müssen antibiotika ran (lunge ist eh angeschlagen, da gehen wir kein risiko ein).


    junior hat eben seine letzte mumi bekommen. ich bin irgendwie traurig, wehmütig.
    es ist nicht so, dass ich mein kind durch die stillerei an mich gebunden habe, aber es ist so schön kuschelig und vertraut gewesen, den tag so zu starten und zu beenden (ich habe gegen 6 und gegen 18 uhr gestillt, es kam sicher nimmer viel. er bekam auch nur noch jeweils eine seite)...


    wer hat tipps, die uns diesen plötzlichen abschied vom stillen "vergessen" lassen? wie habt ihr eure kids abgelenkt, "ersatzbefriedigt", ...
    und wie habt ihr euch umgestellt?



    liebe grüße, sangreal :winken:

  • ok, junior ist 16 monate, aber die entscheidung wurde von hier auf jetzt von meinem arzt gefällt. ich schlage mich seit wochen mit ´ner bronchitis herum und ab heut müssen antibiotika ran (lunge ist eh angeschlagen, da gehen wir kein risiko ein).


    Äh, es gibt jede Menge stillfreundliche Antibiotika. Da war wohl nur jemand zu bequem um nachzusehen?
    Vor allem sind viele Breitbandantibiotika dabei ...


    Ich hab zweioeinhalb Jahre gestillt und mich eines Tages entschlossen, nicht mehr zu wollen :D
    Kindchen hat easy mitgezogen :lach

  • oh, da fehlt ein fakt:
    es spielte da auch der punkt rein, alles, was mich energie kostet, abzustellen. wenn der kurze gut mitzieht, soll er dann auch mal bei oma und opa übernachten können, damit ich mal wieder durch- und ausschlafen kann und so wieder auf die beine komme.

  • oh, da fehlt ein fakt:
    es spielte da auch der punkt rein, alles, was mich energie kostet, abzustellen. wenn der kurze gut mitzieht, soll er dann auch mal bei oma und opa übernachten können, damit ich mal wieder durch- und ausschlafen kann und so wieder auf die beine komme.


    Hm, also, wenn ich nicht da war, wollte meine Tochter in dem Alter auch nicht stillen. Hast Du es einfach mal so probiert, Dein Kind bei den Großeltern schlafen zu lassen?
    Mein Kind hatte ganz schnell die Verbindung Mamanicht da=eben nicht gestillt werden raus.
    Alt genug sind die in dem Alter ja.


    Also, wichtig ist natürlich, dass Du wieder auf die Beine kommst. Und wenn Dir selber der Abschied vom Stillen nicht so schwer fällt, umso besser.
    Wenn DU aber weiterstillen möchtest: es gibt, wie gesagt, genug Alternativen.

  • im prinzip hast du recht. der kurze schlummert (nach einigem theater) auch woanders.


    hm, ich glaube eigentlich, es wird langsam zeit, davon loszulassen - auch wenn´s schwer fällt.


    nur wie mache ich uns das ganze ähnlich "nett", wie bisher...? :hae:


    - kuscheln (machen wir eh zwischen stillen und bettchen)
    - geschichte vorlesen/ erzählen/ buch anschauen (bringt ihn eher wieder auf touren)



    und: wieviel milch/ -produkte braucht der kurze jetzt eigentlich??

  • Dein Kind braucht jetzt nicht mehr oder weniger Milch oder Milchersatz. Er isst doch ganz normal vom Tisch mit, oder?
    Normalerweise holen sie sich da alles, was sie brauchen. Kinder haben ein natürliches Gespür.


    Ich hab meiner Tochter damls erzählt, dass die Milch jetzt einfach alle ist :klimper
    Hat sie akzeptiert :kicher


    Kuschel einfach weiter, vielleicht gibts auch mal Tränchen aber wenn Mama das wirklich ernst meint, merken die Kleinchen das meist ganz schnell :daumen

  • mit 16 monaten braucht er gar keine milch als hauptmahlzeit mehr!


    ihr habt eine lange, intensive zeit gehabt und jetzt ist euch diese entscheidung abgenommen worden...wer weiß, ob das nicht sogar gut war für euer beider autonomie...


    lieb-haben und kuscheln geht auch ohne busen im kindermund... ;)

    "und sobald du die antwort hast, ändert das leben die frage..."


    "you will never truly understand something, until it actually happens to you!"

  • hauptmahlzeit war´s gar nicht. eigentlich mehr ritual.
    und autonom sind wir auch, ich geh vollzeit arbeiten und der kurze ist 8h in fremdbetreuung. ;)


    @rynn: ja, er schnappt sich alles, was nicht niet- und nagelfest ist. *lacht* gut, dann ist eben schicht im schacht - mal schauen, wie er das morgen so wegsteckt...


    Pilar: kuscheln gab´s bei uns nach dem stillen. sobald ich merkte, dass er nicht mehr trinkt, entzog ich ihm die brust und es wurde gekuschelt.

  • ich hab mit autonomie die möglichkeit der "fremd-übernachtung" gemeint und damit deine erholung! :winken:


    wollte keine tiefenpsychologische aussage machen! :blume

    "und sobald du die antwort hast, ändert das leben die frage..."


    "you will never truly understand something, until it actually happens to you!"

  • ich hab mit autonomie die möglichkeit der "fremd-übernachtung" gemeint und damit deine erholung! :winken:


    wollte keine tiefenpsychologische aussage machen! :blume


    Ist schon klar :winken:
    Wir sangreal schon sagte : das Ganze wird hinterher ja zum Ritual und dient nicht mehr der Nahrungsaufnahme. Deswegen können solche Kinder auch gut lange fremdbetreut werden.
    Die wissen : wenn Mama nicht da ist, gibbet nix zu schnubbeln :D


    Aber ich finde immer ganz wichtig, dass die Mamas auf SICH gucken. Und wenn man irgendwelche auch nur ganz kleinen Vorbehalte hat oder die Gesundheit nicht mitspielt...
    In dem Kindesalter ist für mich die Mama das Maß :strahlen

  • Ich musste die Rieke auch mit 14 Monaten von heute auf morgen abstillen, weil wir mit Scharlach umlagen. Und so wie bei dir war es eigentlich auch nur noch ein morgendliches und abendliches Kuschelritual. Gegessen hat sie ansonsten ganz normal am Tisch.


    Mir fiel es schwerer als der Kleinen, dieses Ritual aufzugeben. Irgendwie war sie bis dahin immer noch mein Baby gewesen und nicht mehr zu stillen bedeutete für mich auch, dass sie nun "groß" und eigenständig wird (sie ging zu der Zeit allerdings auch schon in die Krippe). Es ging erstaunlich gut - ich habe beim Kuscheln einfach das Shirt unten gelassen und siehe da, für sie war es völlig in Ordnung.


    :tuschel Ich hab's dann übrigens, als wir wieder gesund waren, nochmal probiert und sie konnte mit dem, was ich ihr da bot, gar nichts mehr anfangen. Das war nochmal ein kleiner Stich für mich, aber da war dann auch klar, dass diese Zeit nun unwiederbringlich vorbei ist. Aber: Silvester stand vor der Tür und ich hab mich einfach auf den Glühwein gefreut. ;)

  • Ich musste damals auch plötzlich abstillen, zudem noch kurz nach dem auszug meines Mannes. ich brauchte damals Tabletten um diese Tage zu schaffen. Mein Kind war 15 Monate. Und es war für mich viel schwerer als für ihn. Ich habe auch "erklärt" "alle alle".


    Körperlich hatte ich keine Probleme, kann mich zumindest nicht erinnern...


    Ihr schafft das!

  • und bei dir kamen keine probleme mit der brust, wenn ich fragen darf?


    Nein, gar nicht. War doch sowieso kaum noch etwas da. Allerdings hatte ich kurze Zeit später enormen Haarausfall, der sich gut ein halbes Jahr hinzog und nochmal so lange dauerte es, bis die Lücken wieder halbwegs geschlossen waren. Das war nicht so schön, aber kann nach jedem Abstillen passieren (oder auch nicht ;) ).

  • Hab 9 Monate gestillt und am Muttertag hab ich gesagt Schluss damit - und es hat Super funktioniert ohne von Anfang an!

  • Ich habe 18 Monate gestillt bei Kind 2.


    In dieser Zeit habe ich 2x Antibiotika genommen.


    Ich habe es einige Zeit versucht mit "MuMi ist alle" aber irgendwie war das denn abgenutzt, weil ich - gerade nachts - einfach kein Durchsetzungsvermögen hatte.


    Als ich dann wirklich nicht mehr wollte, habe ich mir Nipple Cover draufgeklebt und dann war Brusti "weg". Das hat er sofort verstanden und es gab (im Gegensatz zu meinen Versuchen vorher) keine Gegenwehr. Allerdings hatte ich es auch wirklich satt, bei jeder Gelegenheit meine Brust rauszuholen, und nachts wurde es eher mehr als weniger.


    Einfach so nicht mehr stillen kann ziemlich schmerzhaft sein, ich habe die ersten Tage mit einer Handpumpe abgepumpt.


    Ich fand Stillen ganz toll und kuschelig, habe aber erst danach gemerkt, wieviel Kraft dafür drauf ging. Mir gehts jetzt sehr viel besser.

    Kindergarten sind immer die Anderen.

  • so, zwischenbericht:


    habe junior mit neuem ritual zu bett gebracht. wir haben statt zu stillen eines seiner lieblingsbücher angeschaut und vorgelesen, danach ging´s direkt ins bett (kurze irritation seinerseits, aber ohne tränen), im dunkeln noch leise eine kleine geschichte erzählt, streicheln und schon war er weggeschlummert - mal schauen wie lang... ;)

  • so, zwischenbericht:


    habe junior mit neuem ritual zu bett gebracht. wir haben statt zu stillen eines seiner lieblingsbücher angeschaut und vorgelesen, danach ging´s direkt ins bett (kurze irritation seinerseits, aber ohne tränen), im dunkeln noch leise eine kleine geschichte erzählt, streicheln und schon war er weggeschlummert - mal schauen wie lang... ;)


    Du, da muss jetzt nicht zwangsläufig noch Theater kommen :winken: Ist doch schonmal ein Super Anfang :party