Hochbegabt???

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  • Bin ich jetzt schon wieder der einzige Trottel, der dafür bezahlt hat? :schiel


    Ich bin aber wohl auch selbst schuld dran, ich wollte es nicht gar so "offiziell", sondern mehr für uns, um zu wissen, wo er steht und drum hab ich mir ne qualifizierte Psychologin gesucht, die den Test durchführen konnte.

  • Dankeschoen. Ja, das ist auch unsere Gradwanderung. Meine war auch 5 und ein paar Zerquetschte bei Einschulung und ist nun immer noch bei weitem die Juengste. In ihrer Klasse sind jetzt Kinder, die teilweise 2-3 Jahre aelter sind als sie. Das ist nicht immer gut. Sie faellt - wenn - dann auf dadurch, dass sie Typ zerstreuter Professor ist. Sie ist blitzschlau, aber zerstreut wer weiss wie. Eigentlich vergisst sie permanent ihre Klamotten irgendwo, laesst dauernd was liegen, ...Seltsam, einerseits so intelligent und andrerseits soooo vergesslich.

  • Sie vergisst halt unwichtige Dinge, weil sie über wichtige nachdenken muss.


    Ich finde sie diesbezüglich normal, sogar ein bisschen typisch für hohe Intelligenz. Mein Großer hat Ordnung im Kopf und ist sonst chaotisch.

    I am a bear of very little brain, and long words bother me. (Winnie-the-Pooh)


    Ein Leben ohne Bücher ist nicht lebenswert. (Erasmus von Rotterdam)

  • Bin ich jetzt schon wieder der einzige Trottel, der dafür bezahlt hat? :schiel


    Ich bin aber wohl auch selbst schuld dran, ich wollte es nicht gar so "offiziell", sondern mehr für uns, um zu wissen, wo er steht und drum hab ich mir ne qualifizierte Psychologin gesucht, die den Test durchführen konnte.


    Ich find das völlig richtig was du gemacht hast! Auch warum...


    Wir haben es ebenfalls in der Kinderpsychiatrie machen lassen bei unseren Dreien, von der KK bezahlt. Für Schulentscheidungen brauchten wir das nicht, sondern um zu wissen wo die Begabungen und auch die Schwächen liegen. Diese haben wir im Alltag individuell gefordert und gefördert.
    Nur Sohni musste wegen Höchstbegabung in die Reha (Neuropädiatrie) und wurde dort auf den Kopf gestellt, weil es extrem anders im Alltag mit ihm war. Wir haben befürchtet ihm nicht gerecht zu werden und mussten erstmal lernen damit umzugehen. Er war der Einzige von den Dreien den wir aus diesem Grund eine Klasse haben überspringen lassen. Bereut haben wir es nicht.


    Liebe Grüße
    Tinchen

    Liebe Grüße Tinchen

    "Sacrificium Intellectus!"
    :-)
    "Ama et fac quod vis!"

  • Hallo :wink


    Bin ich jetzt schon wieder der einzige Trottel, der dafür bezahlt hat? :schiel

    Nein, wir haben damals 350,00 DM bezahlt. Wir wollten auch eine Psychologin, die Erfahrung mit jungen Kindern hat. Du hast das schon richtig gemacht :daumen


    Seltsam, einerseits so intelligent und andrerseits soooo vergesslich.

    Kenn ich :D


    Grüßle vom Einhorn

    For one human being to love another, that is perhaps the most difficult of our tasks, the ultimate test and proof, the task for wich all other tasks are nothing but preparation. ~ Rainer Maria Rilke ~

  • Bin ich jetzt schon wieder der einzige Trottel, der dafür bezahlt hat?

    Wir haben das damals bei unserem Großen auch privat machen lassen und dafür bezahlt. Die Schule wollte, dass der Junge eine Klasse überspringt, der Junge wollte nicht, wir waren hin und her gerissen und haben ihn dann testen lassen


    Übersprungen hat er nicht. Geht bei sowas ja nicht nur um die Leistung. Unser wollte einfach aus seinen sozialen Kontakten nicht raus, nicht aus seiner Klasse. Wir haben dann von der Psychologen Arbeitsmaterial bekommen, der Lehrerin gegeben und ihr gesagt, dass die Schule das auch behalten kann. Sie hat dann Kopien gezogen und ihm Zettel gegeben, wenn er mit den allgemein gegebenen Aufgaben fertig war


    Oder die Lehrerin hat ihn dann aufgefordert, anderen zu helfen. Das fand er auch toll

  • Hallo


    Kind ist (unter Vorbehalt, wegen des Alters) getestet, das lief über die Kasse. Kind ist wohl nicht hb und ich bin doch froh darum. Dennoch nervt es mich, wenn Kinds Interesse an Dingen dann im Kindergarten (und sicher auch in der Schule) mit "Kind ist erst X Jahre alt, der braucht das noch nicht" abgeblockt wird. Menno, ich denke, wenn Kidner Interesse zeigen, dann sind da "Fenster" auf und dann rein mit der Info.


    Im Moment gehe ich nach meinen Möglichkeiten drauf ein. Kind will rechnen lernen? Kind bekommt Zählstangen (Montessori), Spiele. Kind will Buchstaben lernen? Kind bekommt Reimbücher, Magnetbuchstaben... Kind interessiert sich für Planeten und wir gehen ins Plantarium, lesen Bücher dazu.


    Nach Möglichkeit würde ich also mein Kind außerhalb des Schulstoffes fördern. Denn wenn sie alles vorlernt, langweilt sie sich. Eine Testung würde Dir ermöglichen, sie springen zu lassen, Du könntest eventuell Förderprogramme anfordern. Aber es gibt ja auch viele Dinge, die nicht direkt mit dem Schulstoff zu tun haben, womit Deine Tochter aber "Futter" bekommt. Schach im Verein, überhaupt Vereine, Museen oder sowas.


    Mensa, der Hochbegabtenverein, könnte für Dich interessant sein.


    Gruß

  • Zitat

    Malindi
    Daher meine Frage: was passiert, wenn man nicht adequat foerdert (langfristig meine ich, denn jetzt ist sie ja erst in der 2.


    Verschwendung von Potential z. B..
    Irgendwann paßt sie sich viell. an, Mittelmaß, braucht sich nicht anstrengen. Verpaßte Bildungschancen.


    Ich bedaure sehr, dass es bei meinem Kind erst so spät erkannt wurde, und ich denke oft, hätte ich es nur eher bemerkt, hätte ich ganz anders fordern / fördern können.
    Er hatte auch nie Bestnoten, Schluderfehler kamen hinzu, aber er hat alles quasi aus dem Ärmel geschüttelt. Und im vorübergehen mal den ersten Platz in x oder y belegt, obwohl er nicht mal immer `ne 1 hatte in dem Fach.

    ... Verzeihen ist eine Eigenschaft des Starken.
    (Mahatma Gandhi)


    Es sind nicht die großen Katastrophen, die uns fertigmachen ... Das Herz bricht still zwischendurch an einem schönen klaren Tag.

  • Hallo!


    Hast du schon mal daran gedacht dein Kind auf eine andere Schule zu schicken? Es gibt eine ganze Reihe freier Schulen, die dein Kind nicht in eine Schublade stecken und es ausbremsen. Nicht das Kind sollte der Umgebung angepasst werden, sondern die Umgebung an das Kind.


    LG Tine

    Früher hatte ich drei Theorien über Kinder. Heute habe ich drei Kinder und keine Theorie.


    Das letzte Kind hat ein Fell.

    Einmal editiert, zuletzt von Tine1974 ()

  • Ich denke nicht, dass das Kind jetzt nochmal die Schule wechseln sollte.

    I am a bear of very little brain, and long words bother me. (Winnie-the-Pooh)


    Ein Leben ohne Bücher ist nicht lebenswert. (Erasmus von Rotterdam)

  • Mal sehen, wie ich meine Erfahrungen da mal in halbwegs verständlichen Worten einbringen kann.


    Sohni 1 immer leicht sozial-emotional auffällig, aber sehr intelligent. Diskussionen im Kindergarten (aber keine bösen).
    War mit ihm zunächst beim SPZ bei einer Ärztin. Kam aber nicht sehr viel rum. Sie meinte immer, man müsse die 'Last' von ihm nehmen, dass er eventuell HB sei.
    Das Kind erfasst im Kindergarten schon längst Zahlenräume im Mio-Bereich. Dass HB vorliegt, lag eigentlich auf der Hand (nicht nur deswegen!)


    Der Versuch, das Kind früher einzuschulen, scheiterte an der Schule bzw. seiner 'sozialen Unreife'.



    Das weitere Kindergartenjahr ging solala...
    Dann 'endlich' (für ihn endlich...) in der Schule angekommen, war er natürlich noch ein weiteres Jahr voraus und entsprechend war ihm nicht nur langweilig, er kam auch nur mit wenigen Kindern zurecht.


    In KL 2 wurde es dann so schlimm, dass er sich auf der einen Seite total unter Leistungsdruck setzte (wollte vermutlich damit auffallen) und im Gegenzug natürlich bei seinen Klassenkameraden dadurch noch mehr aneckte.


    So, diesmal wieder SPZ, aber Psychologin. Ich danke dieser Frau noch heute :blume , weil wir nun endlich mal eine richtige Diagnose hatten.
    Kind in fast allen Bereichen HB, hochgradig mathematisch-logisch. Seine Probleme kamen duch 'Züge von Asperger'. Mit dem Wissen und genug Lektüre machte er innerhalb eines halben Jahres soviel Fortschritte, dass er die Klasse überspringen durfte (damals die 3. KL). Ein weiteres Verbleiben in der alten Klasse (Parallelklassen kamen leider auch nicht infrage) wäre leider keine Option gewesen.
    In der neuen Klasse zwar nicht everybodys Darling, aber gleich eine handvoll Freunde gefunden.


    Schlagartiger Rückfall mit KL5 (alle Freunde in der Förderstufe) und mit der Klasse ... kämpft er noch heute.
    Momentan besonders wegen der Pubertät. Alle sind ihm voraus und bei ihm dreht sich gerade das 'beginnende Hormonkarussel'.
    Tut mir richtig leid manchmal, gerade auch wenn es um das unglücklich Verliebtsein geht, aber manchmal könnte ich auch :nawarte:


    Ach ja, vom Ergebnis möchte er nun mal wieder eine Klasse runter, aber das hatten wir nicht zum ersten Mal. Sind eben so Phasen....
    Die Schule fördert ihn (trotz 'Auszeichnung') nicht wirklich und sieht eher nur die Probleme. Die schulischen Leistungen sind leider momentan unter aller Kanone :-/, aber da spielte vorher auch die Trennung noch mit. Nun ist es die Pubertät und manchmal oder meistens ist der Lehrer schuld, weil der doof ist und blöde Arbeiten schreibt *seufz*.

    Einmal editiert, zuletzt von sonne2802 ()

  • Wir haben auch den (preisgünstigen) Weg über das KJPZ gewählt, allerdings auch wegen ADS-Verdacht, auditive Wahrnehmungsstörungen. Und weil Sohnis Intellekt sehr sprunghaft ist, so dass nicht mal der Lehrer wusste wo er hinstecken soll.
    Der IQ-Test war i.O., v.a. im sprachlichen Bereich hat es mich gewundert.
    Allerdings war die Psychologin in allen anderen Belangen so unfähig das ihr mehr als psycho-sozi-emo Störung, bla nicht eingefallen ist. Sinnlos :kopf

  • Bin ich jetzt schon wieder der einzige Trottel, der dafür bezahlt hat? :schiel


    Ich bin aber wohl auch selbst schuld dran, ich wollte es nicht gar so "offiziell", sondern mehr für uns, um zu wissen, wo er steht und drum hab ich mir ne qualifizierte Psychologin gesucht, die den Test durchführen konnte.


    Ich finde es besser, diesen Test privat durchführen zu lassen, in der Regel wird dort intensiver und mit mehr Fachwissen getestet.
    Da ich mir diesen Test leider nicht leisten kann, er kostet 300,-€, wurde meine Große bei der Schulpsychologischen Beratungsstelle getestet. Bei einem Absolut fähigen und empathischen Psychologen. Die Nachfolgenden Tests waren super und die Beratung danach auf jedenfall empfehlenswert. Ich bin froh das ich diesen Schritt gegangen bin und glaube das es uns sehr geholfen hat.


    Bie uns ging es aber nicht primär um eine eventuelle Hochbegabung, sondern um die Wahl der Weiterführenden Schule.


    Es gibt übrigens Psychologen die der Meinung sind, das der Test erst ab 12 Jahren wirklich Aussagekräftig ist.

  • Meine Tochter kam am besten mit Montessori klar. Da war sie der Ueberflieger. Wegen Ortswechsels ist sie dann auf die Regelschule gekommen. Da kamen dann ploetzlich auch Schluderfehler. Sie konnte damals addieren, subtrahieren etc. und sollte ploetzlich wieder 50 Mal die 1 schreiben. Nach ca. 32 Mal nur noch gelangweiltes Geschmiere. Sie hat fast geheult, weil sie es so oede fand. Die Lehrerin daraufhin: die ist noch nicht soweit. Die versteht Mathe noch nicht. Ich bin aus allen Wolken gefallen. So kann man das also verkennen.


    Ich rede jetzt doch mal mit der Lehrerin. Bisher habe ich sie immer gecovered, wenn sie Aufgaben zuviel gemacht hat etc. Da wird es wohl mal Zeit fuer ein offenes Wort... .

  • Wir sind auch über die Schulpsychologin gegangen und haben dort den test machen lassen. Aber bei uns gab es auch Differenzen zwischen Tochter und Lehrerin.


    Aber ab dato lief es dann auch viel besser, mit ihrer Lehrerin bin ich immer im gespräch. Sie berichtet mir, ich ihr.


    Meine Tochter bekommt wenn sie es wünscht Zusatzaufgaben die über das Niveau der 3. Klasse hinausgehen, aber mittlerweile hat sich alles ganz toll eingependelt.


    Sie sollte zu Hause in den Schulheften auch nicht vorarbeiten und das verstehe ich auch. Aber sie durfte gerne privat gekaufte Bücher nehmen und bearbeiten.


    Ich habe die Lehrerin auch immer konkret gefragt wie wir verfahren sollen. So wollte meine kleine im 2. Schuljahr dann auch multiplizieren,


    die Lehrerin hat uns grünes Licht gegeben und im 3 Schuljahr durfte sie dann den anderen helfen und Tipps geben und erklären.


    Ihre Lehrerin achtet auf sie und geht mehr auf sie ein.


    Ich denke es ist einfach sehr wichtig im Gespräch zu sein und der lehrerin nicht das Gefühl geben ihr das Zepter aus der Hand nehmen zu wollen, sondern eher hilfesuchend an sie herantreten.