Frühkindliches Adhs

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  • Hallo Ihr Lieben,


    bin grade total verzweifelt. Bei meinem Sohn ( 6 Jahre ) wurde frühkindliches Adhs diagnostiziert. Vor ca. 2 Jahren bin ich mit meinem Sohn das erste mal mit ihm wegen seiner Impulsiven Art, Unkonzentriertheit und Hyperaktivität zum Arzt gegangen. Damals war ich so am Ende das ich nach Hilfe gebettelt habe. Dann ging es los mit Ergotherapie, nach einem Jhar war noch immer keine besserung in sicht. Nach vielen Elterngesprächen und auch Elterntraining haben wir gemeinsam (die Ergotherapeutin, der Kinderarzt ) entschieden das mein Sohn Medikamentös eingestellt werden sollte. Nach langem hin und her und vielen tränen habe ich es dann auch getan. Er war zu dem zeitpunkt 5,5 jahre alt. Er bekam weiter Ergotherapie und es hat ihm sichtlich geholfen. Er war zugänglicher nicht mehr so hibbelig und Impulsiv. Seine Agressivität hat auch nachgelassen. Ich konnte ihm kleine Aufgaben im Haushalt überreichen wie Blumen gießen oder der Katze futter geben. Er konnte ohne stress und ohne das ich Angst haben musste das wieder ein Kind schellt weil er gehauen wurde hinter dem Haus spielen. Das verhältnis zu seiner kleineren Schwester wurde auch besser. ( Die normalen geschwisterkonflikte mal bei seite )


    Jetzt wurde mein Sohn umgestellt und es ist wie am anfang, er fängt wieder an zu schlagen. Frech zu werden. Im Kindergarten die Erzieherin sagte heute zu mir das er ja heute so einen schlechten Tag hat, die Kinder geschlagen hat und danach die Gruppentische durch den Raum geschoben hat vor wut. Als ich meinen Sohn auf dem nach hause weg fragte warum er das getan hat sagte er zu mir er sei böse auf die Erzieherin gewesen weil sie zu ihm sagte das er Unerträglich sei. (Was ich auch noch bei der Kindergartenleitung ansprechen werde, weil es nicht sein kann das eine geschulte Person die weiß das mein Sohn schwierigkeiten hat sich in die Gruppe zu integrieren so etwas vor allen Kindern sagt ) oder sehe ich das zu eng?


    Naja ich habe jetzt bei dem Kinderarzt angerufen der leider grade verhindert war und mch im laufe des Tages zurückrufen will... Ich weiß einfach nicht was ich machen kann...


    Egal was ich mache ich habe das gefühl ich kann nicht zu ihm durchdringen. Ich fühle mich als hätte ich versagt. Vielleicht gibt es ja hier noch mehr Eltern die vielleicht ähnliche erfahrungen haben mit denen man sich mal austauschen kann.


    Grüße Ajax

    Glück ist kein Glück ohne Kinder - und Kinder sind keine Kinder ohne Liebe. :knuddel

  • Aaaalsooo, mein Sohn hat Rispe bekommen, wurde jetzt auf Methylphenidat umgestellt, da das ja das typische Adhs Medikament ist wollte er ihn auch dann jetzt umstellen. ( Ist ja erst ab 6 Jahren zugelassen)

    Glück ist kein Glück ohne Kinder - und Kinder sind keine Kinder ohne Liebe. :knuddel

  • Also ist Risperidon ein Neuroleptikum was aggresives Verhalten dämmen soll. Diesen Effekt hattest du.


    10 mg Methylphenidat ist bei einem 8 Jährigen nicht viel. Mein Junge ist sehr gering Dosiert mit 18 mg zum Vergleich. Ich denke, dein Kinderarzt wird die Dosis erhöhen. Wielange nimmt der kleine es jetzt??

  • Also es ist ja so das er grade umgestellt wird. er bekommt ja morgens 10 mg Methyl und abends vorm schlafen gehen noch 0,5 Rispe. Also noch nicht ganz 2 wochen.


    Der Arzt meinte ja zu mir das er von dem rispe ganz weg will. Ich bin einfach mal gespannt ob sich sein verhalten wieder bessert. Wenn ich darüber nachdenke wenn das so weiter geht , kann mein sohn höchstwahrscheinlich keine normale schullaufbahn in angriff nehmen... Ich habe mir das immer so gewünscht. Geht dein Sohn zu einer "normalen" schule? Oder muss er zu einer Föderschule.


    Darauf hat man mich nämlich schon agesprochen, ich solte mir überlegen ob ich mein Sohn nicht auf eine Schule für Emotionale und Soziale entwicklung schicke...

    Glück ist kein Glück ohne Kinder - und Kinder sind keine Kinder ohne Liebe. :knuddel

    Einmal editiert, zuletzt von Ajax ()

  • Wurde das Kind schon mal einer fundierten Diagnose unterzogen?
    (gemeint ist die Diagnose beim Kinder- und Jugendpsychiater)

  • mein Sohn hat Rispe bekommen, wurde jetzt auf Methylphenidat umgestellt


    Also Risperidon? Es wird u.a. bei Kindern eingesetzt zur symptomatischen Behandlung von Störungen des Sozialverhaltens wie du sie schilderst. Es ist eigentlich kein Arzneimittel zur Behandlung von ADHS. Deshalb ist es schon nachvollziehbar, wenn eine ADHS-Diagnose gestellt wurde, dass der behandelnde Arzt den Versuch macht umzustellen.


    Das Einstellen und Umstellen von Arzneimitteln bei Kindern mit ADHS oder anderen Schwierigkeiten des Sozialverhaltens ist oft schwierig. Man muss das richtige Medikament in der richtigen Dosis und mit der richtigen Wirkdauer finden. Das kann einige Zeit dauern. Es sprechen auch nicht alle Kiner auf Methylphenidat an. In jedem Fall ist der behandelnde Arzt auf die Mithilfe auch der Erziehrinnen in der Kita angewiesen, die das Kind täglich sehen. Es wäre deshalb wichtig sie einzubinden und mit ihnen abzusprechen, dass derzeit die Medikamente umgestellt werden und dass ihre Rückmeldung wichtig für den Arzt ist.


    Es ist in solchen Fällen wichtig, dass keiner sich allein gelassen fühlt mit dem Problem, Arzt nicht, Du nicht, Erzieherinnen nicht. Da muss man immer wieder Kräfte mobilisieren.


    Für Ergotherapie gibt es bei ADHS keinen Nachweis, dass es etwas nützt, wenn nicht spezifische Defizite trainiert werden sollen.

  • habe ich richtig gelesen, dass ein "normaler" Kinderarzt die Medikamentation übernimmt, oder hat das Kind auch eine psychologische Begleitung?
    Ich denke, ein Kinder- und Jugendpsychologe sollte so etwas begleiten...

    Lieber Gruss


    Luchsie


    Dein Denken kann aus der Hölle einen Himmel und aus dem Himmel eine Hölle machen.


    Wem genug zu wenig ist, dem ist nichts genug. (Epikur)

  • "normalen" schule? Oder muss er zu einer Föderschule.


    Darauf hat man mich nämlich schon agesprochen, ich solte mir überlegen ob ich mein Sohn nicht auf eine Schule für Emotionale und Soziale entwicklung schicke...


    Meiner geht wegen Sprachverzögerung auf eine Integrative Grundschule die wir "Gott sein Dank" im Ort haben, ansonsten hätte er jeden morgen 35 km Taxi fahren dürfen(müssen). So konnten wir 2 Fliegen mit einer KLappe schlagen.
    Von einem weiteren Gutachten wegen Emotionele und Sozialer Entwicklung wurde mir seitens der Lehrer abgeraten, weil dieses wohl nach 2 Jahren nicht automatisch ausläuft, sondern den Kinder in ihrer Schullaufbahn erhalten bleibt und somit der Stempel schon auf der Stirn klebt.
    Dieses evt seiner Schulischen Laufbahn somit im Wege gestanden hätte.


    Segelpapa: Habe meinen Sohn letzte Woche bei einem Kinderpsychologen vorgestellt, der will ihn auf Dipeperon umstellen. Ebenso ein Neuroleptikum, nur zur Unterdrückung der aggresiven Impulsivität. Das ganze auf 1 1/2 Jahre etwa.......sowas scheint also momentan im Umlauf zu sein....

  • hallo


    meine große nimmt Medikinet 10 mg am Morgen


    Der kleine bekommt ab Ostern die Medis obwohl er noch keine 6 jahre alt ist.


    Brauchst noch ein extra forum über ADHS???


    lg

  • Eigene Erfahrungen kann ich nur in hypoaktiver Geschmacksrichtung bieten. Auf die Ergo hat Sohn ganz gut angesprochen, er nimmt keine Medikamente und im Januar geht es weiter mit Begabungs- und Psychotests im Kinder-, und jugendpsychologischen Zentrum. Medikamente bekommt er nicht, aber als hypoaktiver ist er auch nicht aggressiv und "raumgreifend", sondern schadet in seiner Unkonzentriertheit eher sich selbst :(.
    Es ist besser geworden, aber noch immer habe ich Magengrimmen v.a. wegen der Schule (2. Klasse). Seine Leistung ist stark schwankend, je nachdem wie ruhig es um ihn ist, ob er aufgeregt ist wegen Prüfung etc.
    Ich befürchte das ich irgendwann in die Verlegenheit kommen werde Medikamente oder Durchschnittsschüler wählen zu müssen und das wirft mich jetzt schon in Gewissenskonflikte. Je nachdem wie der Elternsprechtag gelaufen ist, vermute ich noch schlimmeres oder besseres, einmal sehe ich ihn im Gymnasium und das nächste mal in der Sonderschule. Aber ich glaube es liegt auch am Lehrer.
    a) weiß der selbst nicht was er von Sohn halten soll und
    b) wohl auch nicht in was für Ängste er mich manchmal wirft
    Einmal hui und dann pfui, und das innerhalb 2-3 Wochen. Das nächste mal brauch ich echt eine PapierTüte um in Ruhe hyperventilieren zu können - Mannomann :rolleyes2:.
    Ich weiß auch nicht wohin das noch führen soll, deshalb auch diesen Testmarathon, damit ich weiß woran ich bin. Ich finde ohne Fakten, Fakten, Falten sollte man keine weitreichende Entscheidung treffen. Es wäre ja auch theoretisch möglich das irgendwas anderes vorliegt, statt ADHS, nü?!


    So oder so würde ich aber trotzdem nochmal empfehlen deinen Jungen auch einem spezialisierten Kinderpsychologen oder ein entsprechendes Zentrum vorzustellen. Am besten gleich einen Termin ausmachen, denn das dauert bis Ergebnisse vorliegen. Ich denke man kann auch mit Erziehung, bestimmten Regeln usw. unter Umständen die Medikamentation unterstützen. Nur braucht man als Otto-Normaleltern auch mal einen Tipp und der wird nicht im Beipackzettel von Ritalin und Co stehen. Also, vieles ist bei uns besser geworden in dem ich es einfach anders angehe, z.B. seine Schusseligkeit.

    4 Mal editiert, zuletzt von Raanan ()

  • Hi,




    manche Kinder reagieren nicht auf das Methylphenidat (sog. Nonresponder), manchmal sind aber auch die Trägerstoffe daran schuld (meine Zwillies hatten Medikinet bekommen - und eine neue Ärztin meinte dann - wir nehmen jetzt mal "XY", das ist billiger. Und die Jungs waren wie ausgewechselt, in negativer Hinsicht, hab dann wieder Medikinet verlangt und das andere Medi zurückgegeben.)


    Dann ist es ja auch so, dass Dein Sohn noch in der Einstellphase ist - einerseits ist es nicht leicht, die richtige Dosis zu finden, denn auf ein Zuviel reagieren viele ähnlich überschießend wie auf ein Zuwenig. Und dann hat das MPH auch nur eine kurze Wirkdauer (max. 4 Stunden ungefähr) - lässt diese nach, kommt´s zum Rebound, sprich: Für ca. eine halbe Stunde treten die ADHS-Symptome verstärkt auf...

  • der will ihn auf Dipeperon umstellen. Ebenso ein Neuroleptikum, nur zur Unterdrückung der aggresiven Impulsivität.


    Dipiperon (Pipamperon) ist zugelassen für psychomotorische Erregungszustände und Schlafstörungen (v.a. bei älteren Personen). Zur Behandlung eines ADHS ist es nicht zugelassen.
    Man kann es zwar bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren geben und das wird auch nicht selten gemacht, das Wissen aus Studien in dem Alter ist aber begrenzt.

  • Ich bin zwar nicht so ein Fachmann wie Segelpapa in medizinischen Dingen. Meine Schwester hatte mal Atosil gegen Schlafstörungen vom Kia bekommen (als Baby :radab) und ich hab was abgezapft, wegen Abistreß und so. Sie hat die ganze Nacht gebrüllt. Und ich bin umgekippt, gegen Wände gelaufen und reihenderweise den Kopf in Toilettenschüssel. Ganz ekliges Zeug.


    Nichts gegen deinen Arzt. Aber wenn da solche Klopper verschrieben werden, würde ich doch noch ein 2. Meinung einholen :Hm

  • Hallo Ajax...............mein sohn hat ebenso adhs und das ziemlich stark ausgeprägt. kinder mit dieser diagnose kosten sehr viel kraft und das weis ich aus erfahrung. mein sohn hat nicht nur adhs auch grosse probleme damit seine emotionen zu kontrollieren, er hat diese nicht ganz unter kontrolle zudem auch probleme mit der motorik und alles zusammen ergibt dann ein verhaltensproblem.



    eigentlich bin ich seit seinem 18 lebensmonat damit beschäftigt ihm zuhelfen mit all diesen sachen zurecht zukommen im umgang mit sich selbst und anderen. es ist ja auch so das diese kids grosse proleme oft haben mit ihrem selbstvertrauen was mich bei meinem sohn oft sehr traurig macht, da er oft darunter leidet.



    er hat verschiedene medis ausprobiert unter anderm strattera was ziemlich nach hinten los ging. bis vor kurzem nahm er dann methylphenitat was eigentlich ganz gut ging. jedoch hab ich gemerkt das dies ihn gut unterstützt aber den mal nich reicht. ich habe mich mit der kinderneurologin unterhalten und mich mit ihr zusammen umeine Verhaltenstherapie gekümmert. diese macht er seit einem jahr und das mit erfolg.



    was ich dir raten kann ist bei der schulanmeldung mit offen karten zu spielen. mein sohn geht auf eine normale grundschule, als unterstützung hat er seit der ersten klasse ein schulhelfer der ihn 15std. in der woche im unterricht unterstützt.die schule hat sich auch erst gegen mein sohn gewehrt und wollte ihn auf eine lernbehinderten schule abschieben, jedoch habe ich mich mit händen und füssen gewehrt, da ich immer wollte das er die gleichen chancen bekommt wie andere. im kindergarten war das miteinander mit anderen kids meist eine katastrophe aber in der schule hat er sein platz gefunden. aber natürlich gibt es auch da immer wieder problem. ich versuche halt alle förderungen mitzunemen die ich bekommen kann um ihn zu helfen.



    eigentlich hat ich mein leben voll und ganz auf mein sohn eingestellt.


    dies kosten viel kraft und auch tränenbleiben da nicht aus, aber eins ist ganz sicher das du nich versagt hast



    wenn du magst schreib mir einfach über PN zurück, vielleicht kann ich dir irgendwie tips geben.

  • Nichts gegen deinen Arzt. Aber wenn da solche Klopper verschrieben werden, würde ich doch noch ein 2. Meinung einholen


    Ich habe schon 3 Meinungen, daß mein Sohn ADHS hat.


    Das jetzt das Ergebniss der 4. Meinung erstellt von einem Kinderspsychologen dessen Bücher sich in den Bestsellerlisten befinden. Was sollen wir Eltern denn noch glauben und wem sollen wir bitte schön Vertrauen??? :frag

  • von einem Kinderspsychologen dessen Bücher sich in den Bestsellerlisten befinden.


    (Der fängt nicht zufällig mit "W" an und ist Kinderpsychiater? Wenn doch, dann kann ich zumindest aus meinem engern Bekanntenkreis von einem Elternpaar berichten, dass sie nach einiger Zeit die Beratungen bei ihm abgebrochen haben, weil es nicht zielführend war.)

  • Genau der Guru!
    Er wußte schon bevor er meinen Sohn gesehen hat was Sache ist! Und er ist der Papst persönlich was Kinder angeht..... :anbet
    Vorgeschichte war irrelevant.
    Sonstige Gutachten irrelevant.
    Studien über seine Medis bei Kindern irrelevant. (Wortlaut: Das ist meine Entdeckung!)


    Kinder sind Narzistisch! (leider habe ich es versäumt da nach seiner Definition zu fragen)


    Eltern egoistisch! Symbiotisch! Wurde von ihm einfach mal so pauschalisiert.


    Ich sehe keine weitere Veranlassung ihn noch mal aufzusuchen. :nixwieweg