Nächtliches Einnässen. Mal wieder.

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  • Hallo ihr Lieben...
    Ich muss mich mal abregen, dass ihr mir nicht wirklich helfen könnt, ist mir bewusst, aber ich dreh hier bald durch!


    Mein Sohn(4Jahre) war Frühlingsanfang dieses Jahr auch endlich nachts trocken, nach so zwei Wochen fast unfallfrei.
    Dann kam die Zeit, wo sein Halbbruder auf die Welt kam (März) und er vom Vater immer wieder versetzt wurde, da klappte es nachts nicht mehr, auch tagsüber pullerte er im Kindergarten ein, da sogar bewusst(hatte da auch mal nen Threat gestartet).
    So, nachdem ich ihn dann wochenlang nachts geweckt habe, ging es dann im Sommer wieder wenige Wochen ohne Unfälle. Nach dem Papaurlaub(Anfang August, 1 1/2 Wochen) ging es wieder los. Im Papaurlaub ist übrigens nichts vorgefallen, es war eine schöne Zeit für die beiden.


    Seitdem klappt es aber keine einzige Nacht. Schlimmer noch, er nässt 2mal nachts ein. Ich gehe so gegen 11 rein(er geht halb 8 schlafen), meist ist er dann schon nass. Bett neu beziehen, Kind neu einkleiden. Morgens schafft er es selten, meistens ist er wieder nass. Früher hineingehen hilft nicht, dann ist er morgens nur früher nass. Tagsüber ist er übrigens bis zu 6h am Stück trocken, das verstehe, wer will.


    Ich setze ihn vor dem Schlafen natürlich auf die Toilette, meist kommt etwas von allein, manchmal muss er überredet werden. Egal...
    Zu trinken bekommt er ab 6 nur noch so wenig wie möglich. Ein paar Schlucke immer, klar, aber keinen vollen Becher mehr. Er trinkt aber tagsüber auch sehr viel, kommt so auf 1- 1 1/2 Liter.


    Ich habe hier schon alles mögliche versucht, er musste sich selber die nassen Sachen ausziehen, über jede (halb)trockene Nacht wird sich ausgiebig gefreut usw.


    Aber es ärgert mich so. Ich weiss, dass er es kann. Ich weiss auch, dass er im Schlaf merkt, wenn er auf Toilette muss. Es ist ihm selber auch unangenehm, wenn er nass ist, er ist auch frustriert.
    Also warum klappt es dann nicht mehr? Ich kann mir nicht vorstellen, dass er das mit Absicht macht.


    Ich habe mich voll unter Kontrolle. Ich bin verständnisvoll, tröste ihn, rede ihm gut zu, sage ihm, dass er es bald wieder schafft, trocken zu bleiben.
    Obwohl ich ihn manchmal am liebsten nur schütteln und anschreien würde. Oder nass liegenlassen. Oder kalt abduschen. Ich weiss auch nicht, aber ich dreh hier bald durch. :flenn


    Kann mir jemand sagen, wie ich diesen inneren Ärger über die "Unfähigkeit" meines Kindes wegbekomme? Ich fühle mich deswegen so mies, aber allein wenn ich jetzt an morgen früh denke, weil er eh wieder nass ist, könnte ich laut mit den Zähnen knirschen.
    Das ist jetzt absichtlich überspitzt ausgedrückt, ich halte ihn nicht für unfähig, aber ich verstehe das einfach nicht. In seiner eigenen Suppe liegen kann doch nicht so schön sein, dass man das jede Nacht wieder haben muss, oder? Und dann auch noch mehrfach.


    Ich glaube, ich ziehe ihm wieder nachts Windeln an. :hilfe:ohnmacht:


    Danke fürs Lesen...

  • :troest ...lass die Windeln - damit machst du es dem kleinen Mann nur noch schwerer...


    wir kennen es selbst... eine Erziehungsberaterin meinte dann mal, irgendwann muss er ja "weinen", wenn man tagsüber nix merkt"... - wo sie recht hat, hat sie recht.


    In einer Kurklinik wurde von der Chefärztin "Equisetum arvense D6" verordnet; gleichzeitig war Junior, damals 5, für sein Bett selbst verantwortlich. D.h. Bett selbst beziehen, Wäsche, Schlafanzug zur Wäsche bringen, sich frisch machen - und natürlich ab und an einen Mittagsschlaf - zeitweise benötigte er vorher drei Sets pro Nacht - einschließlich Bettdecke etc...


    Viel Ruhe hat reingebracht, dass ich seine "Art zu trauern" wertungsfrei akzeptieren lernte.

  • Kann verstehn wie das nervt.
    Einer meiner Soehne war erst mit 6 1/2 nachts trocken. und auch dann ist es immer wieder nochmal passiert. Der Arzt meinte das ist nicht unnormal, ein bestimmter Entwicklungsschritt muss abgeschlossen sein, bevor sie das nachts koennen. Das hat dann wenig mit "wollen" zu tun.


    Ich weiss nicht, ob es in deinem Fall anders ist, da du erwaehnst, dass er schon mal trocken war und jetzt eine Rueckschritt gemacht hat.
    Hast du ihn untersuchen lassen, ob "organisch" alles ok ist?


    ich wuensch dir viel Geduld weiterhin.

    "It's easy to be miserable. Being happy is tougher - and cooler." - Thom Yorke, Radiohead

  • hier ähnlich.


    Sie holt sich beim Unfall ein handtuch, legt das auf die nasse Stelle, zieht die Bux aus, pieslet auf em Klo und pennt weiter...


    Meine bekommt nachts Klingelhosen an, wenn es 2 Nächte hintereinander schief ging.


    Und das findet sie auch gut..weil sie dnan wach würde. meist hilft aber das Anziehen der Klingel hose, daß sie wieder aufsteht...


    Tagsüber hab ich dennoch ab und an nen Unfall..vor allem, wenn sie müde ist..ist phasenweise....


    gib ihm Zeit...ist halt wirklich viel für ihn...



    und meien durfte mal ne Windel tragen, wenn es ihr damit besser ging..damit sie besser schlief...aber nur einmal...

  • Nein, Windeln wird er nicht mehr bekommen, das wäre ein Riesenrückschritt für ihn. War auch nicht ernst gemeint, halt für mich gerade die einfachste Lösung. ;) Ich habe ihn zwar gefragt, ob ihm das lieber wäre, aber er hat es strikt von sich gewiesen.


    Organisch müsste eigentlich alles i.O. sein.


    Was die nächtliche Verarbeitung angeht.
    Ich wüsste nichts, was ihn so beeinträchtigen würde, dass er damit Probleme hat.
    Der Papa hat sich wieder einbekommen, holt ihn regelmässig und ruft auch zwischendurch wieder an, um mit ihm zu reden. Die Papazeiten sind für den Kleinen super, seit die Next und das Nextenkind grösstenteils nicht mehr involviert sind.
    Keine grossen Auffälligkeiten mehr, bis auf die typischen Eingewöhnungsspirenzchen kurz danach.


    Bei uns hier läuft zur Zeit auch alles rund, mir selber geht es emotional wieder viel besser, das wirkt sich auch auf unser Miteinander positiv aus. Wir haben viel weniger Reibungspunkte, ich gehe gelassener mit seinen Ausbrüchen um und er ist in den letzten Wochen viel ausgeglichener als sonst.


    In der Kita ist auch alles ok, er findet langsam Freunde und fügt sich gut ein.


    Ich habe natürlich auch überlegt, ob in ihm irgendetwas innerlich arbeitet, aber mir fällt nichts ein.
    Meine Lebensberaterin (Caritas) macht ja auch Erziehungsberatung (bei uns aber eher nachrangig). Mit ihr habe ich das auch schon kurz besprochen, ihrer Meinung nach wirkt er auch viel stabiler als z.B. im Frühling noch. Sie sieht uns alle 2 Wochen eine Stunde, wobei er allerdings auch erst zum Schluss so 10min mit drin ist, vorher spielt er immer draussen mit der Sekretärin.


    Ich weiss einfach nicht, was ihn dazu bringt, nachts einzupullern. Aber so sehr ich es auch versuche, ich bekomme es nicht hin, das einfach so zu akzeptieren, als gegeben hinzunehmen. Zwischendurch mal ein Unfall, alles in Butter. Aber jede Nacht? :kopf

  • Vielleicht hilft ein Pipi-Kalender?


    Selbstgebastelt und für eine Woche ausgelegt.


    Mit Stickern,die er natürlich selbst aufklebt.Belohnung gibt es dann nach Interesse.


    Auch,wenn die Sticker nicht unbedingt aufeinander folgen.


    Meine Freundin hatte damals ein ähnliches Problem und der Kalender zeigte wirklich Wirkung.

    [font='Comic Sans MS, sans-serif']Grüße


    Annemie


    And now for something completely different......


    (M.Python)

  • Klar, in der Theorie kann er es, in der Praxis -wie ja schon bewiesen- auch...Ich denke das Problem liegt tiefer...


    Du schreibst er hat noch ein Halbgeschwisterchen bekommen bei Papa. Nun da sieht er vielleicht -oder bekommt es mit- das der neue Zwerg nachts gewickelt wird, Zuneigung bekommt...


    Vielleicht ist es das was ihm fehlt?


    Ich will Dich damit jetzt in keinster Weise angreifen -also dies ist keine Unterstellung, das er zu wenig Zuneigung/Streicheleinheiten bekommt- aber vielleicht ist dieses Gefühl unterschwellig in ihm, weil er sieht, das das Geschwisterchen scheinbar "mehr" Zuneigung bekommt (gerade nachts beim Windelwechsel) und diese Zuneigung hätte er auch gern?!


    Ich kenn das von meinen Großen auf ne andere Art und Weise... Meine 2. Tochter (lebt beim Papa) hat dort auch noch 2 Halbgeschwister bekommen und kam dann irgendwann mit Babysprache und Babyton wieder. Klar, sie erlebte dort, das ein Kleinkind mit dem Wort "Trinken" was zu trinken bekam und versuchte dies dann auch hier, obwohl schon Schulkind, welches in ganzen Sätzen sprechen konnte. Es ging ein paar WEs und sie war wieder auf der altersgerechten Schiene...


    Was Du tun kannst? Um ehrlich zu sein, ich hab keine Ahnung... was sagt denn Junior zu Deiner Windelidee? Frag ihn einfach mal, vielleicht wäre es ihm sogar Recht, schließlich würde es auch Mehrarbeit -ich denke da nur an Ladungen von Wäsche täglich- ersparen.
    Vielleicht kämpft er ja gerade mit dem Wunsch wieder klein zu sein... weil er sieht wie der "neue" Zwerg von Papa verhätschelt wird.


    Wie handhabt der Papa das, wenn Junior bei ihm ist? Windel ja/nein? Wird ein großes Drama ums einnässen gemacht?


    Öfters wecken? Wäre das ne Alternative? Obwohl nee, dann bekommste ja gar keinen Schlaf!



    Das Du ihn lobst für ne Nacht in der "nur" ein Unglück passiert find ich toll, ich wüsst nicht ob ich das über diesen Zeitraum hinaus könnte!



    Drück Dich mal,


    LG Carina

    Das mit s oder ß...ich steh dazu, ich kanns nicht...naja egal, Hauptsache Man(n)/Frau versteht was ich meine...


    Tippfehler dürft ihr gern behalten *fg


    ~und am Ende steht immer ein Anfang~ (Zitat City)
    ~Sommer ist was in Deinem Herz passiert~ (Zitat Wise Guys)
    manchmal bin ich ein ~Gänseblümchen im Sonnenschein~ (frei nach Ganz schön Feist)

  • Sie holt sich beim Unfall ein handtuch, legt das auf die nasse Stelle, zieht die Bux aus, pieslet auf em Klo und pennt weiter...


    Meiner würde das nicht von alleine machen.
    Ich weiss nicht, ob er gar nicht merkt, dass er nass ist, ob es ihn nicht interessiert oder ob er Angst vor meiner Reaktion hat(obwohl ich bisher noch nicht geschimpft habe), er würde die ganze Nacht nass weiterschlafen.
    Am Wochenende, wenn ich länger schlafe, weil mich kein Wecker weckt, wartet er übrigens auch nass in seinem Bett, bis ich komme. :frag
    Die Unterlage muss er selber aus dem Bett holen, die nasse Hose allein ausziehen, sich selber mit einem Lappen abwischen, trockene Hose anziehen.
    Und klar nochmal pullern gehen. Aber den Rest kann er noch nicht allein.


    Die Klingelhose ist so ein grenzwertiges Ding, die möchte ich wirklich nur als allerletztes Mittel anwenden. Meine Schwester hatte damals eine, es war für sie fürchterlich.


    Ich glaube, ein Belohnungssystem mit Aufklebern o.Ä. würde ihm nur immer wieder vors Auge rufen, dass er es wieder nicht geschafft hat. Er redet da nicht viel drüber, ich weiss nicht, wie es ihn beeinflussen würde, wenn er es immer wieder schwarz auf weiss sehen würde. Momentan ist er wirklich jede Nacht mindestens einmal nass, wenn er auf dem Plan nicht eine einzige Sonne sehen würde...


    Von seinem Halbbruder bekommt er nicht viel mit. Der Papa fährt mit ihm am Wochenende ohne Next+Anhang zu den Grosseltern und an den Besuchstagen unter der Woche sind sie immer draussen unterwegs. Er sieht ihn also maximal kurz mal nachmittags. Bisher hat er auch noch nichts über das Kind gesagt ausser: Ich hab nen Babybruder, der sehr laut schreien kann. :lach Laut Ex bekommt er auch dort genug Aufmerksamkeit, damit erst gar keine Eifersucht entsteht. Kann ich natürlich nicht beurteilen, aber da nach der ersten Aufregung nichts auffälliges mehr bei meinem Sohn war, vertraue ich darauf, dass Ex mich nicht anlügt.
    Bei ihm läuft es nachts genauso wie hier, wie Ex nachts reagiert, weiss ich nicht. Eine Windel bekommt der Kleine jedenfalls nicht...


    Ich weiss, dass das jetzt so klingt, als würde ich alle eure Vorschläge einfach abschmettern, aber so ist es nicht. Nur schwirrt mir das alles schon so lange im Kopf herum, jede Möglichkeit ist schon tausendmal durchdacht, fast alles(bis auf Klingelhose und Belohnungsplan oder Medikamente) schon angewendet, nichts hilft.
    Die Kinderärztin sagt, dass ich mir erst ab dem 5ten Lebensjahr Gedanken machen soll, das ist doch toll. Werd ihr mal die Wäsche schicken, damit wenigstens eine Belastung hier weniger ist... :tuedelue


    Ich danke euch sehr für eure Antworten, werde jetzt ins Bett gehen und von trockenen Nächten träumen... :blume:thanks:

  • Ich weiss, dass das jetzt so klingt, als würde ich alle eure Vorschläge einfach abschmettern, aber so ist es nicht.


    Nee, das find ich gar nicht...und was wir hier für Ideen haben...es sind viele verschiedene, aber auch für mich war noch nicht "die zündende" dabei. Liegt vielleicht daran, das ich mich mit dieser Problematik noch nie auseinandersetzen musste.
    Ab dem Moment wo die Windel nachts weg war reichte es bei uns 1x zu wecken, bevor ich schlafen ging und bis auf seltenste Ausnahmen ging es immer gut!


    Von daher darfste meine Ideen gern in die "Tonne kloppen" ;)


    Aber eine Überlegung kam mir grad noch, Du schreibst "frei übersetzt" das er seine Missgeschicke selbst beseitigen muß. Wäre es vielleicht besser, wenn Du das machen würdest? Mußt Du ihn gelegentlich auch wecken, weil er tief und fest schläft und es nicht bemerkt hat?


    Vielleicht war es ja doch zu früh mit dem trocken sein? Sagt man nicht, das es bei Jungs generell länger dauert?



    Ich denke Medikamente bringen nix, wenn organische Ursachen ausgeschlossen werden können.



    Du schreibst er trinkt abends ab 18.00 weniger als gemeinhin über den Tag verteilt, also keinen vollen Becher mehr. Kann es sein, das da sein Unterbewusstsein schon anfängt zu arbeiten? Frei nach dem Motto: "So wenig wie möglich trinken, damit nachher nix schief geht?!"
    Bringt doch aber eigentlich auch nix, denn in die Hose gehts ja sowieso...
    Kann es sein, das Junior sich ausgegrenzt fühlt, weil er mit dem "Babybruder" nicht konfrontiert wird?


    Ach Mensch, alles nur Mutmaßungen, die vermutlich nix bringen.


    Würde auf jeden Fall den Papa nochmal fragen, wie er mit dem Einnässen umgeht? Vielleicht liegt da ja der "Hase begraben"?!



    LG Carina (die nur noch eine windelfrei kriegen muß, aber das hat zum Glück noch Zeit ;) )

    Das mit s oder ß...ich steh dazu, ich kanns nicht...naja egal, Hauptsache Man(n)/Frau versteht was ich meine...


    Tippfehler dürft ihr gern behalten *fg


    ~und am Ende steht immer ein Anfang~ (Zitat City)
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  • Huhu,


    ich habe einen mittlerweile 11jährigen der es auch nicht jede Nacht schafft trocken zu sein.
    Bei ihm ist es mittlerweile klar, das es psychisch ist.


    Meine 9jährige macht an manchen Nächten auch noch ins Bett. Das kann mal Monate gut gehen und dann
    wieder ein paar Nächte hintereinander auftreten. Warum? Keine Ahnung, ich renn deswegen zu keinem Arzt
    mehr.


    Die wenigsten Kinder machen aus psychischen Gründen ins Bett!!!
    Meistens entstehen psychische Probleme durch das Einnässen und die Reaktionen der Umwelt darauf.


    Unsere "1. Hilfe Maßnahmen" waren:


    Windeln an. Das nimmt den Druck aus der ganzen Geschichte. Die Kinder wissen: Mama möchte morgen
    früh ein trockenes Bett haben und ich "versage" und schaffe es einfach nicht.
    Mit einer Windel "erlaubt" man den Kindern sozusagen, das sie es noch nicht schaffen dürfen.
    Die Windel ist allerdings nicht als Bestrafung auszulegen sondern als Hilfe. Man muss es dem Kind allerdings
    auch sehr krass so rüberbringen und immer wieder betonen.


    Das nächste war: Das Trinken nicht einzuschränken. Einnäss- Kinder trinken insgesamt meistens eh zu wenig.
    Schränkt man jetzt das Trinken noch ein, müssen sie noch öfter aufs Klo. Je weniger Flüssigkeit zugeführt wird,
    desto öfter verspürt man den Drang zu müssen, auch wenn nur ein paar Tropfen kommen.
    Allerdings sollte man die grösste Trinkmenge auf den Vormittag- Nachmittag legen. Hat das Kind allerdings auch nach
    18 Uhr noch Durst sollte es den auch noch löschen dürfen.


    Dann haben wir einen Einnässkalender geführt. Es wurde genaustens aufgeschrieben, wann das Kind einnässt. Also
    die Uhrzeit und die etwaige Menge. Also komplett nass bis zu den Füssen, oder nur ein paar Tröpfchen. Für nachts
    genauso.
    Wecken bringt übrigens dem Kind nichts, ausser ein trockenes Bett. Das Kind lernt dadurch nicht, das es aufwachen
    muss wenn es den Drang verspürt. Eher im Gegenteil. Es lernt: Ich werde ja so oder so geweckt.


    Unser nächster Schritt war dann, Sohni über den Tag verteilt min. 7mal auf die Toilette zu schicken. Er sollte einfach
    so oft wie möglich gehen und dadurch lernen nicht einzuhalten bis er überläuft.
    So hatten wir dann auch die ersten Erfolge. Die ersten trockenen Nächte überhaupt.


    Allerdings war bei ihm nichts auf Dauer.
    Am Schluß bekam er für tags und nachts eine Klingelhose. Die wird allerdings frühstens im Schulalter verschrieben,
    weil es vorher einfach auch noch normal ist, das Kinder ins Bett machen.


    Im Moment ist er tagsüber trocken. Selten passieren Mißgeschicke. Nachts kommt es immer mal wieder vor.
    Er lebt seit 1,5 Jahren in einer Wohngruppe. Von 2 Tagen die er am WE hier ist, macht er meistens eine ins
    Bett. Es kann aber auch gar nicht vorkommen. In den Sommerferien war er 7 Tage hier und hatte auch nur
    eine nasse Nacht. Ist bei ihm immer tagesformabhängig.



    Wenn Dein Sohn erst 4 ist, würde ich ihm noch Windeln gestatten. Natürlich mit der Erklärung dazu, das eben
    nicht nur Babies Windeln tragen und das es doch besser ist, als immer in einem nassen Bett aufzuwachen. Wenn
    man das ordentlich rüberbringt, ist das auch keine Bestrafung oder Erniedrigung für die Kinder.




    Dieses hier ist eine sehr interessante Seite über Einnässen und
    ab wann man es als solches bezeichnet und es eben nicht mehr "normal" ist usw.

    Einmal editiert, zuletzt von *Finja* ()

  • hm...also meien Tochter würde durchaus noch ne Windel akzeptieren..ne Höschenwindel halt.


    Es gbt übrigens von P..mpers auch neue Windeln für größere Kinder...
    Und Klingelhose: meine Tochter fand das toll. Sie wurde geweckt, kein ekliges Bett mehr nachts, sie durfte den Alarm selbst abschalten..hat fix geklappt..sie hat diese hilfe einfach gebraucht..und sobald wie gesagt 2 Nächte hintereinander das Bett nass ist, geb ich ihr sie wieder..und das klappt perfekt.
    Aber wie gesagt..unsere Kids sind erst 4, die MÜSSEN nachts noch nicht trocken sein...
    ich denke, wenn er ne Windel ablehnt, weil er ja shcon "groß" ist, dann wäre die Klingelhose was gutes..ist halt ne Frage, wie man das rüber bringt..ich weiß ja nicht, wieso das für Deine Schwester so schlimm war...
    Bei uns hat es sehr viel Entspannung gebracht... Die ist zwar auch für ältere Kinder konzipiert..ab Größe 116, aber mir ist das lieber, als jede nacht das Bett neu zu beziehen und nen knatschiges Kind am nächten Tag zu haben, weil es nciht durchgeschlafen hat.


    Ach ja: un ddas mit dem Trinken: stimm ich zu...nicht weniger zu trinken geben. Und nciht wecken abends/nachts.
    Vorm Einshclafen aufs Klo schicken.
    Und wnen er Durst bekommt: im Badezimmer mit Nachtbeleuchtung steht sicherlich ein Zahnputzbecher, mit dme er sich was zu Trinken nehmen kann?
    Dann kann er erst pieseln gehen und dann was trinken. Sollte er alleien nciht aufstehen - dann würd eich zu Windeln raten - oder wie läuft das sonst mit dem Aufsklomüssen Nachts?
    Ich drück Dir die Daumen, daß Du ne Lösung für Euch findest..., denn daß in ihm was auch immer noch arbeitet, ist klar..das wird wohl auch noch dauern..

  • Ich würde kein großes Drama draus machen, keine Klingelhose, nix - geh mal davon aus, dass er (unbewußte) Ängste verarbeitet, Papa "weg", Mama ging es nicht gut, Geschwisterchen bekommen - hat einen anderen Vater; ergo wird ihm spätestens jetzt klar, dass es "seine Ursprungsfamilie" nicht mehr geben wird. - Da ist Trauer, Verlustängste, vielleicht auch Eifersucht... lass ihm Zeit.


    Hat er regelmäßig seine eigene Mama-Zeit?

  • Hi Fischerliese,


    ich schätze, dein Sohn merkt, dass du dich ärgerst.


    Er kann nichts dafür und er ist noch ziemlich klein. Ich finde, du verlangst zu viel von dem Kleinen. Eure Lösung ist auch nicht geeignet, dass ihr beide zur Ruhe kommt. Vielleicht besorgst du ihm diese "Trainers" - dein Sohn hat halt eine Sicherheitshose an - keine Pampers.

  • Mein Sohn war nachts erst mit fast sieben Jahren wirklich trocken-
    wir fanden es nicht schlimm- und unser KA und unsere HA sahen das ganz genauso...
    das eine Kind braucht halt länger, bzw. schläft einfach tiefer, als das Andere....


    mit 4 Jahren schon Druck irgendwelcher Art aufbauen finde ich persönlich übertrieben :frag

    Lieber Gruss


    Luchsie


    Dein Denken kann aus der Hölle einen Himmel und aus dem Himmel eine Hölle machen.


    Wem genug zu wenig ist, dem ist nichts genug. (Epikur)

  • Mein Sohn ist 13 Jahre alt und nässt nachts noch ein.
    Organisch ist alles in Ordnung. Der Arzt meint halt, das er noch Zeit braucht und er nicht der Einzige ist, wo es erst nach der Pubertät aufhört.


    Er schläft auf einer Klingelmatte. Mal geht es wochenlang gut und dann fängt es wieder an.


    Nur dein Kind ist noch klein. Gib ihm Zeit und vor allem stresst es euch beide. Gib ihm Höschenwindeln, die kann er, falls er doch nachts wach wird selber runterziehen und fertig. Und sollte sie morgens doch nass sein, dann kommt sie halt in den Mülleimer und alles ist gut.

    Wenn Dir das Leben in den Arsch tritt,...nutze den Schwung um vorwärts zu kommen.
    Wenn Dir das Leben Zitronen bietet,...frag nach Tequila und Salz oder Ramazzotti ;)
    Wenn jemand zu Dir sagt: die Zeit heilt alle Wunden,...hau ihm in die Fresse und sag: "warte, is gleich wieder gut!!!" :-))

  • Hallo zusammen, danke nochmal für eure Antworten. :thanks:


    Also ich finde nicht, dass ich Druck aufbaue. Ich schimpfe ihn nicht, sondern bestärke ihn. Dass er merkt, dass ich manchmal sauer und frustriert bin, glaube ich nicht.


    Eine Windel will er nicht und ich denke, da sollte ich weiterhin drauf Rücksicht nehmen. Aber danke für den Tip mit den Pampers Trainers, die werde ich mir mal mit ihm zusammen anschauen. :-)


    Er schläft meiner Meinung nach auch nicht zu tief, um den Harndrang nicht zu merken, denn von jeder Feuerwehrsirene wird er wach und auch wenn ich in der Küche zu laut bin, kommt er gucken, selbt telefonieren nachts ist nur sehr leise möglich.


    Das Trockenwerden nachts ging übrigens allein von ihm aus, ich hätte ihm die Windel gerne noch gelassen...



    Finja: Mein Sohn trinkt tagsüber sehr viel, nach 18Uhr giesse ich einfach den Becher nur noch ca zu einem Viertel voll, mache ihm das aber nicht bewusst. Für ihn steht trinken nicht vorrangig im Zusammenhang mit Pullern, denke ich, sonst würde er das Trinken sicher von allein verweigern.


    Das Wecken nachts hat zumindest bei uns den Effekt, dass er stolz auf sich ist, dass das Bett morgens trocken ist. Ich dachte immer, es wäre wichtig, den Kindern in diesem Zusammenhang Erfolgserlebnisse zu verschaffen, wie sind diese anders möglich als mit einer trockenen Nacht?


    Und was macht man mit einem EinnässKalender?


    Die Website habe ich mir schon angeschaut, vielen Dank dir! :blume



    @Maschenka: Der Halbbruder ist beim Papa, nicht hier, Mamazeit hat er also genug. ;) Ich glaube nicht, dass es diesmal daran liegt, eigentlich läuft wie gesagt alles rund.


    willabernicht: Meine Schwester reagierte total panisch auf das Klingelsignal, sie wurde aus dem Schlaf geschreckt und wusste nicht, wo sie sich befand. Auch nach 2 Monaten wurde es nicht besser. Noch heute schreckt sie manchmal nachts deswegen hoch, man könnte es ein Trauma nennen(sie ist jetzt 20, Klingelhose hatte sie mit 8 Jahren). Und da ich mit ihr in einem Zimmer geschlafen habe, habe ich alles hautnah mitbekommen. Man kann ja jetzt nicht vorhersagen, dass es bei meinemSohn genauso läuft, aber Angst davor habe ich dennoch.


    Im Frühling stand er ganz allein auf, um zur Toilette zu gehen, nun kommt er nur noch selten nachts heraus. Trinken will er nachts schon lange nichts mehr.


    @all


    Nochmal, ich baue keinen Druck auf. Er muss sich selber säubern, weil es dann schneller geht. In der Zeit, wo er mit sich beschäftigt ist, räume ich den Rest weg, anschliessend helfe ich ihm und kuschel ihn wieder ins Bett. Meinen Ärger habe ich sehr gut im Griff, ich bin eigentlich auch nur frustriert und enttäuscht, wenn der Tag schwierig oder anstrengend war. So wie gestern.


    Ich verstehe nur einfach nicht, warum es wochenlang ohne Probleme klappt, dann wieder nicht, wieder doch und nun erst recht nicht.
    Wenn es kontinuerlich ab und an daneben gehen würde, wäre das für mich verständlich, aber so ist es nun mal nicht.


    Danke nochmal für eure Antworten, heute war er zumindest morgens trocken.Ich werde einfach weiterhin hinter ihm herputzen und abwarten... :-)

  • Ich verstehe nur einfach nicht, warum es wochenlang ohne Probleme klappt, dann wieder nicht, wieder doch und nun erst recht nicht.
    Wenn es kontinuerlich ab und an daneben gehen würde, wäre das für mich verständlich, aber so ist es nun mal nicht.



    Ein Kind ist dann verlässlich trocken, wenn es das länger als 6 Monate am Stück war ;)